CH96078A - Elektrischer Schnellregler mit hydraulischem Servomotor und hydraulischer Vorsteuerung. - Google Patents

Elektrischer Schnellregler mit hydraulischem Servomotor und hydraulischer Vorsteuerung.

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CH96078A
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  Elektrischer Schnellregler mit hydraulischem Servomotor und hydraulischer  Vor steuerung.    Es sind zahlreiche Bauarten von elektri  schen Schnellreglern bekannt, bei welchen  in geeigneter Weise     bewegte    Kontakte Wi  derstände, beispielsweise im Erregerkreise  des     Generators,    ein- und ausschalten, dessen  Spannung beispielsweise der Schnellregler  konstant halten soll. Diese Regler arbeiten  zwar mit befriedigender     Schnelligkeit    und  Genauigkeit, jedoch stört die erhebliche  Funkenbildung an den Kontakten in empfind  licher Weise die     Betriebssicherheit    derartiger  Regler.  



  Es ist daher vorgeschlagen worden, elek  trische Schnellregler mit hydraulischem, ins  besondere mit Öldruck-Servomotor zu bauen,  bei welchem der Öldruck-Servomotor Regu  lierwiderstände mit zahlreichen Stufen und  kräftigen Schleifbürsten so bewegt, dass die  beispielsweise zu regulierende Spannung des  Generators konstant bleibt.

   Solche Regler  haben jedoch den Nachteil, dass die Regulie  rung langsam und träge erfolgt, weil der  ganze Mechanismus derartiger Öldruckregler,  und zwar sowohl der steuernde Spannungs-         messer,    als. auch der     den-    Ölstrom steuernde  Steuerschieber, als auch     endlich    der Servo  motor zu stark mit störender Reibung, sowie  störender Rückwirkung des     Ölstromes    auf       Steuerschieber    usw. behaftet sind.  



  Die vorliegende     Erfindung    bezieht sich  auf eine auf elektrische Schnellregler mit       Öldruck-Servomotor    und hydraulischer Ver  steuerung     anzuwendende        Massnahme,    durch  welche- die störenden     Reibungs-    und Rück  wirkungserscheinungen     beseitigt    werden und  durch welche dem elektrischen Öldruck  schnellregler eine Genauigkeit und Schnellig  keit der Regelung verliehen wird, die der von  Kontaktreglern in keiner Weise nachsteht.  



  Die Erfindung geht von der Tatsache  aus, dass Reibungserscheinungen, an sich bei  zu     bewegenden    Maschinenteilen nicht völlig  beseitigt werden können,     dass    es aber möglich  ist, den schädlichen Einfluss dieser     Reibungs-          erschesnungen    zu beseitigen. Zu diesem     Zweck     erteilt man den hier in Betracht kommenden  Maschinenteilen, also namentlich den Steuer  schiebern, eine :dauernde, quer zur Haupt-      bewegung wirkende, z. B. eine rotierende  oder oszillierende Nebenbewegung und wird  das Vorsteueröl von einer besonderen Pumpe  geliefert.

   Diese senkrecht zur Hauptbewe  gung wirkende Nebenbewegung verlegt näm  lich im Ruhezustand des Reglers die Rei  bungskräfte in eine Senkrechte zur Bewe  gungsrichtung des Reglers, so dass die Rei  bungskräfte keine Komponente in der Haupt  bewegungsrichtung des Reglers haben und  die Arbeit des Reglers nicht mehr stören  können.  



  Die Fig. 1 stellt ein Gesamtbild eines  Ausführungsbeispiels des erfindungsgemässen  Öldruckschnellreglers dar. P1 und P2 sind die  als Zahnräderpumpen gezeichneten     Ölpum-          pen    des Reglers, von denen P1 die Ölmenge  zum Betrieb der Servomotorzylinder Z1 und  Z2 liefert, während P2 Öl für die noch näher  zu beschreibende Vorsteuerung fördert.  



  S ist der Hauptsteuerschieber des Reglers.  Dieser Steuerschieber verstellt mit einer An  zahl steuernder Kanten K1 bis K4 den von  der Pumpe P1 gelieferten Ölstrom. so dass  das Öl in geeigneter Weise die Kolben in  clen Servomotorzylindern Z1 und Z2 in Bewe  gung setzt. Dieser Steuerschieber S ist nun  einer starken Reibung in seinem Gehäuse  unterworfen, welche die     Schnelligkeit    und  Genauigkeit der Arbeit des ganzen Reglers  beeinträchtigen müsste.

   Um diese Reibung  des Steuerschiebers S in seinem Gehäuse un  schädlich zu machen, wird derselbe durch das  Zahnrad Zn, welches in geeigneter Weise von  dem     Antriebsmotor    des Reglers, welcher auch  die Pumpe in     Bewegung    hält,     angetrieben     wird, in dauernden Umlauf versetzt, und  zwar durch Vermittlung der Feder F1, deren  beide Enden in passender Weise sowohl im  Steuerschieber S, als auch in dem Kopf der  Welle des Zahnrades Z3 gegen Drehung ge  sichert gehalten werden. Der dauernd um  laufende Steuerschieber lässt sieh natürlich  leicht in seiner     Längsrichtung    hin und her  verschieben, weil Reibungswirkungen an  einem umlaufenden Schieber, wie die Erfah  rung zeigt, tatsächlich nicht mehr auftreten.  



  Wenn nun auch durch die vorbeschrie-    bene Einrichtung, welche dem Schieber eine  umlaufende Bewegung erteilt, an deren Stelle  übrigens mit dem gleichen Erfolg eine oszil  lierende Drehbewegung treten könnte, die  Reibungserscheinungen zum Verschwinden  gebracht werden, hat dennoch dieser grosse  Schieber eine erhebliche träge Masse, welche  ebenso wie die Reibung für die Regulierung  schädlich ist. Um diesen Mangel zu besei  tigen, wird auch dem Vorsteuerschieber der  hydraulischen Vorsteuerung eine rotierende  oder oszillierende Bewegung relativ zu seinen  Führungen erteilt.  



  Dieser Vorsteuerschieber V besteht aus  einer kleinen Hülse, die auf einem Ansatz V1  des umlaufenden Steuerschiebers S geführt  ist. Ihre zugeschärfte Kante V2 vermag eine  oder mehrere Öffnungen o zu überdecken.  Diese Öffnungen stehen durch die zentrale  Bohrung n, des Steuerschiebers in Verbin  dung mit dem Ringraum P, welcher durch  einen an den Steuerschieber S angedrehten  Köpf S1 begrenzt wird. In diesen Ringraum  wird durch die Bohrung 1 von der Pumpe P2  dauernd eine mässig grosse Ölmenge hinein  befördert.  



  Wenn nun der Vorsteuerschieber V die  Öffnungen o abschliesst, so staut sich das von  der Pumpe P2 gelieferte Drucköl in dem Ring  raum R und nimmt den nötigen Druck an,  um die Druckfeder F, zu komprimieren. Die       Kompression    dieser Feder wird so weit ge  trieben, bis die     Öffnuno    unter dem     Vor-          steuersehi.eber    V     wieder    zum Vorschein  kommt und     (las    von der Pumpe P,     ,gelieferte     Öl wieder austreten kann.  



  Durch die relative     R'otati'on    -des Vor  steuerschiebers     auf    dem     Ilauptsfeuerschieber          S    wird die     Reibung    des     Vorsteuersehiebers     auf dem     lla.uptsteuerschieber        beseitigt.    so cl ass  durch die     Vorsteuerung    keine neuen Rei  bungserscheinungen in das mechanische Sy  stem des Reglers hineingetragen werden.  



  Die     Einrichtung    eines das     Steuerventil.          betätigenden    Spannungsreglers muss im übri  gen gleichfalls so getroffen werden, dass auch  dieser keine störende Reibung aufweist. Da-      bei muss ausserdem dieser Spannungsregler  erhebliche Kräfte bei geringer Masse ent  wickeln. Diesen Forderungen kann man in  zweckmässiger Weise nur Rechnung tragen,  wenn man Spannungsregler anwendet, deren  magnetischer Kreis zum grössten Teil in  Eisen verläuft und nur an wenigen Stellen  durch schmale Luftspalten unterbrochen wird.  Dementsprechend erhalten solche Spannungs  regler einen eisernen Anker, welcher in ge  eigneter Weise verschiebbar oder verdrehbar  gelagert ist.

   Bei Gleichstrommaschinen arbei  ten nun derartige Spannungsregler wegen  der auftretenden Hysteresiserscheinungen sehr  mangelhaft. Diese Hysteresisfehler können  dadurch beseitigt werden, dass man neben der  von Gleichstrom durchflossenen Hauptwick  lung eine zweite Hilfswicklung aufbringt,  welche man mit einem fremden Wechselstrom  speist. Ein Spannungsregler der oben be  schriebenen Art hat ferner den Nachteil, dass  ausser der in der Bewegungsrichtung des  Ankers wirkenden Nutzkraft noch sehr erheb  liche seitliche oder schräggerichtete Kräfte  auftreten können, welche die Lagerung des  Ankers belasten und daher leicht zu stören  den Reibungserscheinungen Anlass geben.  Diese Schwierigkeit kann dadurch beseitigt  werden, dass man den Anker in Blattfeder  gelenken lagert.  



  Anstatt dessen kann man die Reibung  auch dadurch beseitigen, dass man den Anker  des Spannungsreglers in Schneiden lagert  und die Schneide zum Beispiel durch Feder  kraft so stark belastet, dass auch bei den  stärksten     Vibrationen,    des Wechselstromes  kein Zittern der Schneiden auf ihren Pfan  nen eintritt.  



  Bei selbsttätigen elektrischen Reglern  macht nicht nur die Ankerlagerung des  Spannungsreglers, sondern auch die Kon  struktion des Gestänges,     das    den steuernden  Spannungsregler des Reglers mit den zu     be-          tätigenden    Teilen des Reglers verbindet,  erhebliche Schwierigkeiten.

   Einerseits soll  dieses Gestänge entsprechend :den verhältnis  mässig geringen Kräften eines elektrischen    Spannungsreglers möglichst reibungsfrei ar  beiten, anderseits ist der Spannungsregler oft  und insbesondere .auch bei Wechselströmen  dauernd     Vibrationen    ausgesetzt,' welche bei  dein Gestänge gewöhnlicher Bauart mit Zap  fen oder Kugelgelenken ein schnelles Aus  schlagen der Gelenkflächen     bewirken,    wo  durch Störungen hervorgerufen     werden.     



  Dieser Fehler kann dadurch     beseitigt     werden, dass man auch für die     Gestänge-          gelenkla.gerung    von Stahlbändern, Stahl  drähten oder Schneiden und Pfannen Ge  brauch macht und durch besondere Be  lastungsfedern     dafür        sorgt,    dass     Schneiden     und Pfannen nicht in     gegenseitige        Erzitte-          rung    geraten.  



  Bei dem Regler, so weit er vorstehend be  schrieben wurde, zeigt sich nun ferner noch  eine     starke    Rückwirkung des     Ölstromes    auf  die Steuerorgane. Wenn nämlich der Regler  eine Bewegung machen soll, so muss er den  gesamten Ölstrom der Pumpe unter Druck  bringen, wozu ein entsprechend grosser Schie  ber entsprechend grosse Wege zurücklegen  muss.  



  Diese Schwierigkeit kann dadurch besei  tigt werden, dass man für die     Betätigung    des  Reglers eine besonders eingerichtete Pumpe       P1    gemäss     Fig.    2 anwendet. Diese Pumpe ist  so eingerichtet,     da:ss    bei kleinen Bewegungen  des Reglers nur ein Teil des     Ölstromes    ohne  Druck laufen kann -und nur bei grösseren oder  schnelleren Bewegungen unter Druck ge  bracht wird.

   Durch diese Massnahme     wird    bei  dem besonders empfindlichen     elektrischen     Regler eine völlig genaue Einstellung der       Spannung    erreicht, da. die Pumpe     P1    infolge  ihrer geringen Widerstände auch auf die  kleinsten Schwankungen     anspricht.     



       Fig.    2 zeigt eine eingerichtete Pumpe in  Grundriss -und Aufriss. Die Saugöffnung     S.,          sowie    die grosse Drucköffnung     D    sind in der  üblichen Weise angeordnet. Daneben sind  aber noch     ip    der Deckel- oder Bodenfläche  oder in beiden Flächen des Rädergehäuses  Fangnuten N angeordnet, von denen aus be  sondere Kanäle     K    nach .aussen führen.

   Diese  Nuten N werden in ihrer     Längsausführung         so ausgeführt, dass sie etwa von der Verbin  dungslinie der Pumpenräder R2 bis zu einer  Parallelen zu dieser reichen, welche auf der  Seite des Druckraumes im Abstand einer  halben Zahnteilung innerhalb der Schnitt  punkte der Eingriffslinien mit den Kopf  kreisen der Räder liegt.  



  Die Wirkungsweise der Pumpe P1 ist  folgende: Die durch die Saugöffnung S2     an-          gresaugte    Arbeitsflüssigkeit wird zum grö  sseren Teil durch die Drucköffnung D ausge  stossen, indem bekanntermassen die mit jeder  Zahnlücke mitgenommene Flüssigkeit durch  die in die Zahnlücken eingreifenden Zähne  des andern Rades verdichtet und herausge  presst wird.

   Betrachtet man insbesondere die  Art und Weise, wie eine Zahnlücke allmäh  lich durch den entsprechenden Zahn des  Gegenrades ausgefüllt wird, so ergibt sich,  dass zu Beginn des Verdichtungs- und Aus  pressungsvorganges die Flüssigkeit ungehin  dert aus der Zahnlücke in die Drucköffnung  D ausströmen kann, weil zunächst bis zu dem  Augenblick, in dem der Winkelpunkt des  Zahnkopfkreises und seiner dem Druckraum  zugekehrten Zahnflanke die Eingriffslinie  überschreitet, die Zahnlücke noch in offener  Verbindung mit dem Druckraume steht. So  bald aber dieser Augenblick vorüber ist,  steht auch die dem Druckraum zugekehrte  Zahnflanke in Eingriff mit der entsprechen  den Flanke der Zahnlücke und die Zahnlücke  wird beiderseits durch die aufeinander arbei  tenden Zahnflanken abgedichtet.

   Trotzdem  wird die noch in der Zahnlücke befindliche  Flüssigkeit durch Hineinschieben des Zahnes  weiter verdichtet. Die bei diesem Vorgang  verdichtete Flüssigkeit, welche der Erfinder  mit Quetschflüssigkeit bezeichnet, kann nur  durch die Nuten N zu dem Kanal K entwei  chen. Es zeigt sich, dass die erfindungsgemäss  eingerichtete Zahnradpumpe, auch wenn man  die Hauptmenge der Förderflüssigkeit aus  der Öffnung D ohne Druck entweichen lässt,  aus den Öffnungen K eine kleinere Flüssig  keitsmenge unter Druck ausstossen kann.  



  Das     Quetschöl    kann auch in anderer  Weise aufgefangen werden, beispielsweise    indem man es mittelst radial in die Zahn  lücke der Pumpenräder gebohrter Löcher bis  an die in diesem Fall zweckmässig fest  stehende Achse eines Pumpenrades führt und  dort mittelst geeignet angeordneter Schlitze  ableitet. Wesentlich für die Erfindung ist,  dass das Quetschöl gesondert aufgefangen  wird, so dass man es auch gesondert unter  Druck setzen kann.  



  Dieselbe Wirkung kann an Stelle der  vorbeschriebenen Einrichtung auch durch die  Aufstellung zweier Pumpen für die Liefe  rung des denn Betriebe des Servomotors     die-          nendeiL        Drurh < ils,    nämlich einer grossen und  kleinen, erreicht werden, welche so geschaltet       werden,    dass die kleine Pumpe für die     Ein-          stellung    des Beharrungszustandes, die grosse  Pumpe für die grösseren Bewegungen des  Reglers dient. In welcher Weise zweckmässig  die Schaltung der     Pumpe        zii    geschehen hat,  wird weiter unten dargelegt.  



  Elektrische Regler müssen ferner meist  so eingerichtet werden, dass ihre Regulier  welle nahezu einen ganzen Umlauf macht.  Dieses kann zweckmässig nur erreicht werden  dadurch, dass man den     Servomotorzylinder    ein  Zahnsegment oder     Zahnstangengetriebe    an  treiben lässt. Damit ist aber wieder der Nach  teil starker Reibungswirkungen verknüpft.  



  Dieser Fehler kann dadurch     beseitigt     werden, dass man an Stelle eines einzelnen       Servomotorzvlinders    deren zwei verwendet in  der Weise, dass jeder     Servomotorzylinder     eine Zahnstange erhält, die beiderseits ein       Ritzel    kämmen, Die Zahndrücke, welche bei  dieser Einrichtung auf die     Ritzelwelle    aus  geübt     werden,    heben sich auf, so dass die  selbe nahezu reibungsfrei läuft.  



  Zur Dämpfung von     Schwingungserschei-          nungen    ist es ferner notwendig, die Regler  mit einer sogenannten nachwirkenden Kom  pensation     auszurüsten.    In der     bei    Turbinen  reglern üblichen Bauart ähnlicher Einrich  tungen wird die Kompensation durch An  wendung von Ölbremsen erzielt. Diese     Öl-          bremsen    haben jedoch bei elektrischen Reg  lern den grossen Nachteil störender Rei  bungserscheinungen.

        Dieser Mangel kann in derselben Weise  beseitigt werden, in welcher auch bei vor  liegender Erfindung bei den Steuerschiebern  die Reibung beseitigt wird, und zwar durch  Anwendung einer Bremse, bei welcher die  bewegten Teile senkrecht zur Hauptbewe  gungsrichtung eine rotierende oder oszillie  rende Nebenbewegung aufweisen. Die hy  draulische Schaltung des Reglers geht im  übrigen aus der Zusammenstellungszeichnung  des Reglers (Fig. 1) hervor, welcher eine  beispielsweise Ausführung der Erfindung  darstellt.  



  Der     Spannungsmesser    des Reglers besteht  aus einem hufeisenförmigen, mit Strom  durchflossenen Spulen versehenen Eisenkern,  zwischen dessen Polen ein Z-förmiger Anker  mit geringem Luftspalt     (etwa    2 mal 0,6 mm)  mit Schneiden drehbar gelagert ist. Eine Fe  der f1 hält der magnetischen Zugkraft das  Gleichgewicht. Mittelst einer einfachen Ein  richtung (im Schema nicht ersichtlich) kann  die Zugkraft dieser Feder und damit die  Spannung, auf welche der Regler den ge  regelten Generator einstellt, während des Be  triebes geändert werden. Durch ein Gestänge  g mit federbelasteter Spitzenlagerung über  trägt sich die Stellung oder Bewegung des  Spannungsmessers auf den sogenannten  "Vorsteuerschieber V".

   Der Vorsteuerschie  ber steht nicht in unmittelbarem Zusammen  hang mit dem Hauptsteuerschieber, dem so  genannten "Schwebekolben", sondern nimmt  diesen durch Vermittlung der     oben    beschrie  benen besonderen hydraulischen "Vorsteue  rung" mit. Zweck dieser Vorsteuerung ist es,  die beträchtlichen Kräfte, welche infolge von  Rückwirkungserscheinungen der strömenden  Flüssigkeit, zum Teil auch durch gewöhn  liche Reibung auf den Schwebekolben ein  wirken, von dem Vorsteuerschieber fernzu  halten. Der Hauptsteuerschieber S folgt  genau den Bewegungen des Vorsteuerschie  bers V und somit auch des Spannungsreglers,  wie bereits oben näher dargelegt. Der Vor  steuerschieber ist vollkommen von der Rück  wirkung des Vorsteuerstromes entlastet.

   Die  Ölpumpe P2, die das Vorsteueröl fördert, ist    ebenso wie die Pumpe P1, von einem Motor  oder durch     Riemenantrieb    im Umlauf gehal  ten und saugt das Öl aus einem Ölbehälter  an. Wie bereits erwähnt, wird das Quetschöl  der Pumpe Pi gesondert unter Druck ge  bracht. Es strömt durch die Bohrung 3,  die der Bohrung K in Fig. 2 entspricht, in  den Kanal 4 ein, welcher einerseits zum  Servomotor, anderseits zum Steuer- und Si  cherheitsventil führt. In diesem Kanal 4  herrscht im allgemeinen stets ein konstanter  Öldruck, welcher durch entsprechende Ein  stellung des Sicherheitsventils 5 begrenzt  wird. Der Servomotor besteht aus einem Paar  gezahnter     Kolbenstangen,    welche beiderseits  Kolben verschiedener Grösse tragen. Der  grosse Kolben hat etwa die doppelte Fläche  des kleinen.

   Die Zahnstangen greifen in     ein     gemeinsames     Ritzel    6 ein, mit dessen Welle  der zu betätigende Regulierwiderstand 7 ge  kuppelt wird. Im Raum 8 innerhalb sämt  licher vier Kolben herrscht dauernd, durch  den Kanal 9 zugebracht, der normale Druck,  wie er durch das Sicherheitsventil 5 aufrecht  erhalten wird.

   Ausserhalb .der kleinen Kol  ben, in den Räumen 10 und 11 herrscht At  mosphärendruck, ausserhalb der grossen Kol  ben in .den Räumen 12 und 13 dagegen ein  veränderlicher Druck, welcher durch Ver  mittlung der Kanäle 14, 15 und 16 von dem  steuernden Kantenpaar 17, 18 .des Schwebe  kolbens     S    beeinflusst wird.     Wenn    der  Schwebekolben gehoben     wird,    entweicht das  01 aus .dem Kanal 16 in den .Ablaufraum 19,  es     tritt    also Atmosphärendruck in den     Zylin-          clerraum    12 und 13 ausserhalb der grossen  Kolben ein.

   Unter dem Einfluss des in dem  gemeinsamen     Innenraum    8 herrschenden kon  stanten Druckes wird sich daher das     Ritzel    6  im     Uhrzeigersinne    drehen. Wird dagegen der  Schwebekolben gesenkt, so schliesst ,sich die  Kante 18, und es öffnet sich die Kante 17,  wodurch der in dem Kanal 4 herrschende  Druck in die Zylinderräume 12 und 13     ausser-          halb    der grossen Kolben tritt. Jetzt überwie  gen die auf die Aussenflächen der grossen Kol  ben wirkenden Druckkräfte die von dem  Druck im Innenraum 8 herrührenden, und      das Ritzel 6 wird entgegengesetzt dem Uhr  zeigersinne in Bewegung gebracht.

   Für  schnellere Bewegungen des Reglers, welche  bei grösseren Verschiebungen des Schwebe  kolbens aus seiner Mittellage ausgelöst wer  den, ist natürlich die Menge des von der  grossen Pumpe gelieferten Quetschöls unge  nügend. Daher wird in diesen Fällen der  Hauptölfluss der grossen Pumpe zur Arbeits  leistung herangezogen, welcher im Behar  rungszustande des Reglers und bei den sehr  häufigen kleinen Regulierbewegungen durch  den Kanal 20 und die beiden Drosselspalte 21  und 22 entweicht. Sobald der Schwebekolben  um grössere Beträge aus seiner Mittellage ge  hoben oder gesenkt wird, schliesst sich der  Drosselspalt 21 bezw. 22. Infolgedessen wird  das Hauptöl der Pumpe in dem Kanal 20  unter Druck gebracht.

   Sobald der von dem  Hauptölstrom gelieferte Duck in dem Ka  nal 20 grösser geworden ist als der Druck des  Quetschöls in dem Kanal 15, hebt sieh das  Rückschlagventil 23 und der Hauptölstrom  ergiesst sich in den Kanal 4, woselbst er sich  dem Quetschöl zumischt und zur Arbeits  leistung verwendet wird. Auf diese Weise  wird erzielt, dass die grosse Pumpe bis  auf die verhältnismässig geringe     Quetschöl-          menge    im Dauerbetrieb Öl ohne Druck för  dert oder "leer läuft", womit beträchtliche  Antriebsleistung gespart und entsprechende  unerwünschte Wärmeentwicklung vermieden  wird.  



  Vorstehend ist das Zusammenwirken der  für die Arbeit des Reglers zunächst aus  schliesslich notwendig scheinenden Vorrich  tungen beschrieben. Es zeigt sieh aber, dass  ein wie vorstehend beschrieben eingerichteter  Regler im allgemeinen zu     Pendelerscheinun-          gen    neigt, wie sie ja auch an Spannungs  reglern anderer Bauart oft zu beklagen sind.  Eine vollständige Beseitigung dieser Übel  stände ist     möglich,    wenn man den Regler so  einrichtet, dass er bei starker Belastung     eine     um einige Prozent     niedrigere    Spannung ein  stellt, als bei Leerlauf des Generators.

   Da  aber eine dauernde Abhängigkeit der vom  Regler eingestellten Spannung, zumal dieser    Art, nicht geduldet werden kann, muss mit  Hilfe eines sekundären Vorganges der Ein  fluss der Belastung auf die Spannung lang  sam wieder beseitigt werden.     Dazu    dient die       "nachwirkende    Kompensation", welche hier  konstruktiv, wie im folgenden     beschrieben,     ausgeführt ist.  



  Mittelst: des einfachen Gestänges 24 und  25 wird eine zylindrische Stahlstange 26,  ,Spiess" genannt, genau gleichsinnig mit der  Verstellung des Regulierwiderstandes 7 auf  und ab geschoben. Auf diesem Spiess befindet  sich eine Hülse oder     "Laterne"    27. Diese wird  durch die Feder 28, mit welcher     sie    durch  eine starre Zugstange verbunden     ist,    in ihrer  Bohrung an den Spiess angepresst und durch  die dadurch erzeugte Reibungskraft auf dem  Spiess festgehalten. Bei einer Bewegung des  Reglers wird daher die Laterne vom Spiess  mitgenommen und spannt oder entspannt die  Feder 29, deren anderes Ende an einem auf  der Achse des Spannungsmessers befestigten  Hebel angreift.

   Durch die .so auf den Span  nungsregler     ausgeübten    Kräfte wird die er  forderliche Abhängigkeit -der     Generatorspa.n-          nung    von der Belastung erzielt. Der Spiess 26  wird nun     durch    das Zahnrad     30    dauernd in  langsamer Rotation gehalten. Die Laterne  rotiert dabei nicht mit, da sie durch die Feder  28 gehalten wird. Bei Längsverschiebung des       Spiesses    beginnt sie langsam auf diesem zu  gleiten, bis sie ihre normale Stellung wieder  erreicht hat. Damit stellt sich auch die vom  Regler beherrschte     Spannung    wieder auf  ihren Sollwert ein..

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH' Elektrischer Schnellregler mit hydrauli schem Servomotor und hydraulischer Vor steuerung, dadurch gekennzeichnet, dass zur Beseitigung des Einflusses von Reibungs erscheinungen den bewegten Maschinenteilen, namentlich den Steuerschiebern eine dauernde, quer zur Hauptbewegung wirkende Neb@n- bewegung erteilt, und das Vorsteueröl von einer besonderen Pumpe geliefert wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Schnellregler gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Neben bewegung eine rotierende ist. 2.
    Schnellregler gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Neben bewegung eine oszillierende ist. 3. Schnellregler gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Vermei dung einer zu grossen Trägheit des Ver bindungsgestänges zwischen Steuerschie ber und Spannungsregler dieses aus Stahlelementen von möglichst kleinem Querschnitt besteht und zur Vermeidung von Reibungserscheinungen die Gelenk lagerung dieses Verbindungsgestänges mit Schneiden ausgebildet ist. 4. Schnellregler gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Vermei dung von Reibungserscheinungen für die Gelenklagerung des Verbindungs gestänges zwischen Steuerschieber und Spannungsregler federbelastete Schnei den angeordnet sind. 5.
    Schnellregler gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Vermei dung von Reibungserscheinungen der Anker des Spannungsreglers in Blatt- federgelenken gelagert ist. 6. Schnellregler gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Vermei dung von Reibungserscheinungen der Anker des Spannungsreglers in feder belasteten Schneiden gelagert ist. 7.
    Schnellregler gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Vermeidung von magnetischer Reibung oder Hysteresis bei Gleichstrommaschinen der Eisenkern des Spannungsreglers einer dauernden Magnetisierung durch einen Hilfswechsel strom unterworfen wird. B. Schnellregler gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei kleinen Bewegungen des Steuerschiebers nur ein Teil des gesamten Druckölstromes des Reglers unter Druck gebracht wird. 9.
    Schnellregler gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Servo motor zur Vermeidung von Reibungs erscheinungen im Kolbenantrieb aus einem beiderseits mit Zahnstangen käm menden Ritzel besteht. 10. Schnellregler gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Kompen- sation.van Pendelerscheinungen des Span nungsreglers -von einem Bremsschuh ab geleitet wird, welcher zur Vermeidung störender Reibungserscheinungen einer dauernd senkrecht zu seiner Hauptbewe gungsrichtung liegenden Gleitbewegung unterworfen wird.
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