Elektrische Lampe für Wechselstrom. Die einfachste Schaltung für elektrische Lampen ist die, bei der die Lampe unmittel bar an das Netz angeschlossen wird. Verwen det man Glühlampen, so ist es unter bestimm ten Umständen sehr vorteilhaft, Lampen zu benutzen, die für eine niedrigere Spannung als die in Frage kommende Netzspannung bestimmt sind. Glühlampen für niedrige Spannung haben nämlich iin allgemeinen eine höhere Nutzwirkung, weil sie zufolge ihres grösseren Drahtdurchmessers gewöhnlich er heblich widerstandsfähiger sind und infolge dessen leichter als Lampen für hohe Span nung zu behandeln sind.
Es ist zum Beispiel kaum möglich, eine Glühlampe für 220 Volt mit einer Lichtstärke von einer Kerze herzu stellen, während die Herstellung von 10 Volt Lampen für die gleiche Kerzenstärke mit ihrem bedeutend kräftigeren Glühkörper keine besonderen Schwierigkeiten ergibt.
Um Lampen für höhere Spannung bei einer niedrigeren Spannung anwenden zu können, hat man bereits beim Anschluss an <B>VV</B> PchS.Plfifrmnln.pt:7.P lzlp.inn 'Pra.rncfnrma.i:nran (Reduktoren) verwendet, mit denen der in der Lampe zur Verwendung -kommende Strom von der Netzspannung auf die gewünschte niedrigere Spannung heruntertransformiert wird.
Ausser den Glühlampen für niedrigere Spannung gibt es eine zweite Gruppe von Lampen, die nicht unmittelbar an das Netz angeschlossen werden können. Dazu gehören Bogenlampen, Glimmlampen, Dampflampen usw., bei denen ein Teil des Stromweges durch ein elektrisch leitendes Gas oder einen leitenden Dampf gebildet wird. Bei diesen Lampen ist es erforderlich, den in ihnen zur Verwendung kommenden Strom zu begren zen, zu welchem Zwecke gewöhnlich vorge schaltete Widerstände oder Drosselspulen verwendet werden.
Durch die vorliegende Erfindung wird nun ermöglicht, sowohl Glühlampen für nie drigere Spannung als die Netzspannung, als auch Gas- oder Dampflampen an ein Wech selstromnetz anzuschliessen. Bei der neuen elektrischen Lampe mit mindestens einem Stromweg ist ein Konden sator wenigstens einem Teil des Stromweges N orgeschaltet, welcher Kondensator mit der Lampe ein zuswmmenhängendes Ganzes bildet. Auf der zugehörigen Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise, und in Verbindung mit einer Lampe dargestellt, mit der je nach Wunsch eine grössere oder kleinere Licht stärke erhalten werden kann.
In der Figur bezeichnet a, b den in einer Glühlampen- birne angeordneten, durch einen Glühfaden gebildeten Stromweg, der unmittelbar an das Netz angeschlossen werden kann. Ausserdem ist ein zweiter, durch einen Glühfaden b, c und das Leitungsstück c, e gebildeter Strom -weg für niedrigere Spannung und geringere Lichtstärke angeordnet, der über einen vor geschalteten Kondensator d an das Netz an geschlossen werden kann. Ein Teil des letzt genannten Stromweges wird mithin durch einen Teil des erstgenannten gebildet (näm lich das Teilstück b, c in der Zeichnung). In dieser Weise kann man bei diesen Lampen die Verwendung eines sehr dünnen Glüh fadens für die geringe Lichtstärke vermeiden.
Der Kondensator kann mit der Lampe selbst dadurch zu einem Ganzen vereinigt werden, da.ss er im Lampenfuss oder im Sockel der Lampe angeordnet wird. Bei Verwendung eines Kondensators von, geeigneter Kapazi tät kann man zum Beispiel eine 10 Volt Glühlampe mit einer Lichtstärke von, einer Kerze unmittelbar an ein 220 Volt Wechsel stromnetz anschliessen, so dass man ohne Energieverlust eine Lichtanlage für 220 Volt mit einer Kerze Lichtstärke erhalten kann.
Die Verwendung eines Kondensators be dingt keinen nennenswerten zusätzlichen Energieverlust, weil die Phasenverschiebung zwischen der Spannung an den Belegungen des Kondensators und dem Strom durch den selben 90 beträgt.
Bei Anwendung von Lampen für kleine Stromstärken bekommt der Kondensator nur geringe Abmessungen, indem man bei der bisher üblichen Schaltung einen grossen Wi derstand, bezw. eine grosse Drosselspule be nutzen muss. Die Kondensatoren können in einfacher und billiger Weise hergestellt wer den und können eine derart gedrängte Form erhalten, dass es möglich wird, gemäss der Erfindung die Kondensatoren im Lampen sockel oder im Lampenfuss einzubauen.
Auch hat die Benutzung von Kondensa toren einen günstigen Einfluss auf die Pha senverschiebung im elektrischen Verteilungs netze. Bekanntlich eilt der Strom im Netze um einen bestimmten Winkel bei der Span nung nach. Diese Phasenverschiebung wird durch die induktive Belastung im Vertei lungsnetze bewirkt. Durch die kapazitive Wirkung der Kondensatoren wird nun diese Phasenverschiebung zum Teil aufgehoben und mithin der Leistungsfaktor des Strom kreises verbessert.
Die Anwendung von Lampen gemäss der Erfindung ermöglicht, wie schon erwähnt, dass Lampen für niedrigere Spannung als die Netzspannung an ein W eehselstromnetz an geschlossen werden können. Dies trifft zu für Glühlampen, wie auch für Gas- oder Dampf= lampen.
Als weiteren Vorteil erhält man unter anderem bei Anwendung der Erfindung bei Lampen mit Glimmentladung, dass beim Er setzen des Vorschaltwiderstandes durch einen Kondensator die Umgestaltung der elektri schen Energie in Licht derart günstig beein flusst wird, d,ass die Nutzwirkung dieser Transformation erheblich besser wird.
Die Erfindung ist auch anwendbar bei den sogenannten Entladungsröhren, welche in dem Ausdruck "Elektrische Lampe" einge schlossen sein sollen.