Anordnung zur Verbesserung der Kommutierung von Gleichstrommaschinen mit schnell veränderlichem Felde. Gleichetromdynamomaschinen kann man heutigen Tages trotz sehr hoher elektrischer Beanspruchungen dadurch zum funkenfreien Laufen bringen, dass man ihre Kommutierung durch Wendefelder unterstützt, deren Stärke genau proportional dem Ankerstrome ist, so dass alle elektromotorischen Kräfte in den kurzgeschlossenen Bürstenstromkreisen sich gegenseitig aufheben.
Man findet nun, dass derartige Maschinen bei konstanter und auch bei veränderlicher Belastung vorzüglich laufen, schlecht kom mutieren, wenn ihre Spannung durch Rege lung des Erregerfeldes schnell verändert wird, so wie es beispielsweise beim Betriebe als Steuergenerator für ein Leonardsystem erforderlich ist.
Es hat sich herausgestellt, dass das Bür stenfeuer bei derartigen Maschinen mit schnell veränderter Spannung daher rührt, dass das Haupterregerfeld der Maschine. das bei grossen Einheiten viele Millionen Kraft linien enthält, durch seine zeitliche Variation eine starke transformatorische Spannung in den kurzgeschlossenen Ankerspulen indu ziert, die von den bisher angewandten Mit teln zur Funkenunterdrücking nicht besei- r ti@t werden kann. Diese Transformator spannung übt ähnliche Wirkungen aus, wie es bei den bekannten Wechselstromkollektor motoren im Dauerbetriebe der Fall ist.
Sie kann hier jedoch nicht auf ebenso einfache Weise wie dort durch Verwendung eines ein fach phasenverschobenen Wendefeldes ver nichtet werden, weil sie nur beim Übergang von einer Spannung und Feldstärke der Maschine zu einer andern auftritt, so dass man keine dauernde Veränderung des Wende feldes zu ihrer Unterdrückung vornehmen. darf.
Gemäss der Erfindung soll diese Trans formatorspannung, die bei jeder Änderung der Stärke des Hauptfeldes auftritt, dadurch beseitigt werden, dass man den Wendefeldern eine Zusatzerregung gibt, die in Abhängig keit von der Erregung des Hauptfeldes transformatorisch gespeist wird. Die Zusatz erregung wirkt dann nur während der Über gangszeiten des Hauptfeldes, so wie es zur Vervollkommnung des Betriebes auch wirk lich erforderlich ist. Jede Veränderung des Hauptfeldes, die in den kurzgeschlossenen Spulen transformatorisch schädliche Span nungen induziert, erzeugt dann anderseits ein Zusatzwendefeld, das durch rotierende Induktion auf die Kurzschlussspulen wirkt und die Transformatorspannung beseitigen kann.
In der Zeichnung ist dargestellt, in wel cher Weise die Wicklungen der Maschine beispielsweise geschaltet sein können. a ist der rotierende Gleichstromanker, dessen Hauptfeld von der Erregerwicklung e aus geliefert wird, die durch einen Feldregulator f beliebig schnell geregelt werden kann. Zur Vernichtung der Reaktanzspannung ist die Maschine auf bekannte Weise mit einer Wendefeldwicklung w und, falls nötig, mit einer Kompensationswicklung k versehen.
Ausserdem ist auf dem Wendepol noch eine Zusatzwicklung z vorgesehen, die von der transformatorisch von der Haupterregung beeinflussten Wicklung t gespeist wird. Nach der Zeichnung ist diese Wicklung direkt auf dem Hauptpol angebracht; man kann die Zusatzerregung der Wendepole genau so gut von einem besonderen Transformator im Er regerstromkreis speisen lassen. Es ist schliess lich auch möglich, die Zusatzwendepolerre gung von der veränderlichen Erregerspan nung aus transformatorisch zu speisen oder auch die Ankerspannung durch einen Trans formator hindurch auf die Zusatzerregung der Wendepole wirken zu lassen.
Die Beein flussung der zusätzlichen Wendefeldwick lung durch den Erregerstrom oder die Er regerspannung selbst hat den Nachteil, dass die Eisensättigung der Maschine ungünstig wirkt, während bei der in der Figur darge stellten Schaltung die Eisensättigung keine Abweichungen vom theoretisch richtigen Verhalten hervorbringt. Es ist selbstver ständlich möglich, nur einen oder auch alle Hauptpole zur Speisung der Zusatzerregung zu verwenden. Man kann auch, um selbst bei exzentrischer Ankerlage richtige Ver hältnisse zu erzielen, jeden Wendepol von dem Hauptfelde aus erregen lassen, das die gleichen Ankerleiter wie der Wendepol in duziert.
Damit das Zusatzfeld der Wendepole wirklich proportional der Schwankung des Erregerflusses ist, ist es zweckmässig, so wie es in der Zeichnung dargestellt ist, einen er heblichen Ohmschen Widerstand r in den Stromkreis einzuschalten, so dass die schäd lichen Wirkungen der innern Selbstinduktion unmerkbar sind. Um ferner auch eine gegen seitige Beeinflussung der normalen und der zusätzlichen Wendepolspulen und damit die Einwirkung der normalen Wendespulen auf die Zusatzströme zu verhindern, kann mau beliebige bekannte Anordnungen verwenden. Beispielsweise könnte man hierfür eine äussere Selbstinduktion im Zusatzkreise ein schalten oder eine äussere transformatorische Verkettung zwischen den beiden Wendepol erregungen vornehmen.
Schliesslich kann man zur Verminderung der schädlichen Wirkun gen der Selbstinduktion auch Kondensatoren in den Stromkreis einschalten.