CH89673A - Antriebsvorrichtung an Luftfahrzeugen. - Google Patents
Antriebsvorrichtung an Luftfahrzeugen.Info
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C11/00—Propellers, e.g. of ducted type; Features common to propellers and rotors for rotorcraft
- B64C11/006—Paddle wheels
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Description
Antriebsvorrichtung an Luftfahrzeugen. Gegenstand der Erfindung ist eine An triebsvorrichtung an Luftfahrzeugen, bei wel cher in Kreise um eine gemeinsame horizon tale Axe mit gleicher Geschwindigkeit rotie rende Klapperflügel vorhanden sind, die gleichzeitig noch je um eine Flügelmittellinie mit jener Geschwindigkeit rückwärts gedreht werden und deren Klappen sich je nach der Richtung der resultierenden Flügelbewegung öffnen oder schliessen, in welch letzterem Fall die Antriebswirkung stattfindet; die Flügel sind während des Ganges zwecks Änderung ihrer Wirkungsrichtung steuerbar.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes und eine Anzahl Anwendungsarten desselben an ver schiedenen Luftfahrzeugen dargestellt.
Fig. 1 zeigt das eine Ausführungsbeispiel im Querschnitt, Fig. 2 dasselbe im Längsschnitt, Fig. 3 veranschaulicht im Querschnitt das zweite Ausführungsbeispiel; Fig. 4 ist die schaubildliche Darstellung eines einzelnen Klapperflügels in verwunde ner Stellung; Fig. 5 und 6 zeigen eine mit der An triebsvorrichtung ausgerüstete Flugmaschine in Aufriss und Draufsicht, und Fig. 7-14 mit der Antriebsvorrichtung versehene Luftschiffe.
Auf einer horizontalen, im folgenden Zentralwelle genannten Welle 1 (Fig.1 und 2), die durch einen nicht gezeichneten Motor angetrieben wird, sitzen zwei Armsterne 2 und 3 fest, deren Arme zur gegenseitigen Versteifung durch Zugorgane 4 miteinander verspannt sind. Die freien Enden der Arme sind je als Lager für Wellen 5 ausgebildet, die konzentrisch um die Welle 1 herum und parallel zu dieser angeordnet sind. Auf jeder Welle 5 sitzen zwischen den Lagern dersel ben zweiarmige Tragstücke 6 fest, in wel chen die Drehzapfen einer Anzahl Klappen 7 gelagert sind.
Diese parallel zur Zentralwelle liegenden Klappen (sie könnten auch quer zu derselben liegen) sind in ihrer Breite grösser als der Abstand ihrer Alen, so dass sie sich in vollständig umgelegter Lage über decken und so eine praktisch urdurchbrochene Fläche bilden, die sogenannte Treibfläche. Im Ruhezustand der Antriebsvorrichtung, sowie im aufsteigenden Teil der Rotationsbewegung eines Flügels hängen die Klappen infolge ihres Eigengewichtes vertikal herunter, so dass der Flügel für den Luftdurchgang prak tisch keinen Widerstand bietet.
Das Schliessen und Offnen der Klappen erfolgt selbsttätig bei Beginn und < am Ende jeder Arbeitsperiode jedes einzelnen Flügels.- Ausserhalb des Arm sternes 3 sitzen auf den Wellen 5 Ketten räder 8 fest, welche durch je eine endlose Kette 9 mit einem auf der Zentralwelle lose drehbaren Kettenrad 10 von gleichem Durch- mnesse in Verbindung steht. Jedem Ketten rad 8 entspricht somit ein solches auf der Zentralwelle. Diese vier Kettenräder 10 sitzen nach Fig. 2 fest auf einer gemeinschaftlichen Buchse 11, welche lose drehbar auf der Zen tralwelle gelagert und mittelst eines Steuer hebels 12 nach Ermessen verstellbar ist.
Daraus ergibt sich, dass die Kettenräder 10 nicht an der Rotation der Zentralwelle teil nehmen, sondern die ihnen durch den Steuer- liebel 12 aufgezwungene Lage beibehalten; es wickeln sich daher die endlosen Ketten 9 nur auf den Kettenrädern 10 ab und bewir ken dadurch, dass die Klappenflügel mit der selben Geschwindigkeit ausser der gemein samen Rotation um die geometrische Axe der Welle 1 noch je um die geometrische Axe ihrer Welle 5 (bezw. einer Flügelmittellinie) eine rückläufige Drehung ausführen und wäh rend des Ganges in jedem beliebigen Winkel zur Auftriebsrichtung für Wirkung nach hin ten, vorn oder oben eingestellt werden können.
Statt die Kettenräder 10 auf einer einzi gen Büchse anzuordnen, kann man sie eben sout einzeln, oder zu zweien, je durch ein Steuerorgan regulierbar machen. Nach Fig. 3 sind je zwei einander diametral gegenüber- liegernde Flügel durch ein gemeinschaftliches Steuerorgan einstellbar, so dass sie einander parallel bleiben.
Statt durch Kettengetriebe könnte die Regulierurig der Flügel zum Beispiel durch Kegelrad-, Exzentergetriebe usw. erfolgen, doch bietet deren Einbau hinsichtlich Gewicht und Zuverlässigkeit nicht so grosse Vorteile wie Kettengetriebe. Bekanntermassen resultiert der schlechte Wirkungsgrad der Propeller an Gleitflug zeugen (nicht der Propeller an und für sieh) aus der relativ grossen Fahrgeschwindigkeit, die Gleitfliegern zur Erzeugung des nötigen Auftriebes eigen sein muss. Mit der darge stellten und beschriebenen Antriebsvorrich tung ist aber die Fahrgeschwindigkeit in be liebigen Grenzen, bis zu den kleinsten Wer ten willkürlich regulierbar, so dass eine gün stigere Ausnützung der Antriebsarbeit gewähr leistet wird.
Zur Erlangung der Stabilität des Luft fahrzeuges können selbstverständlich mehrere Flügelräder gleichzeitig zur Verwendung ge langen, zum Beispiel wie dies in Fig. 5 und 6 schematisch angedeutet ist.
Die Klappen können zum Beispiel aus Alu miniumblech oder aus leichtem Textilstoff mit einer seitlichen, federnden Stahlbandeinfassung gebildet werden. Letztere Ausführung gestattet die für die Stabilisierung eines Flugzeuges wichtige Verwindung der Arbeitsflächen, ohne dass dadurch die Klappentätigkeit ge hemmt würde, indem zum Beispiel die auf einer gemeinsamen Welle lose sitzenden zwei armigen Tragstücke 6 je durch ein Ketten rad auf jeder Seite voneinander unabhängig eingestellt werden können. In Fig. 4 ist ein so verwundener Klappenflügel schematisch, unter Weglassung der Kettenräder, veran schaulicht.
Fig. 7-14 veranschaulichen Ausführungs beispiele in Anwendung an aerostatischen Luftfahrzeugen, d. h. an Luftschiffen, wo durch die Steuerfähigkeit unter Wegfall der sonst üblichen Steuerflächen erhöht wird.
Fig. 7 veranschaulicht den Einbau von zwei Treibrädern zwischen zwei kongruente, starre öuftschiffkörper im Aufriss und in Fig. 8 im Grundriss.
Fig. 9 zeigt den Einbau der Antriebsvor richtung zwischen zwei im Querschnitt seg- inentfürmige Ballonteile.
Fig. 10 und 11 stellen einen starren Bal lonkörper dar, dessen mittlerer Teil einen durchgehenden Schlitz aufweist, in dem Treib räder so eingebaut sind, dass ihre untere Hälfte unten über die Ballonperipherie her aussteht.
Nach Fig. 12 sind zum mindesten vier Treibräder an den beiden Flanken des Bal lons je zu. zweien angebracht.
Fig. 13 und 14 zeigen die Antriebsvor richtung je in dreifacher Anordnung an den beiden spitzenförmig verjüngten Enden einer zylindrischen, starren Gashülle; je zwei Flü gelräder befinden sich zu beiden Seiten der Ballonspitzen, während die. dritten Flügel räder sich vor resp. hinter den letzteren be finden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Antriebsvorrichtung an Luftfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass sie im Kreise um eine gemeiname horizontale Axe mit gleicher Geschwindigkeit rotierende Klappen flügel besitzt, die gleichzeitig noch je um eine Flügelmittellinie mit jener Geschwindig keit rückwärts gedreht werden und deren Klappen sich je nach der Richtung der re sultierenden Flügelbewegung öffnen oder schliessen, in welch letzterem Fall die An triebswirkung stattfindet, und dass die Flügel während des Ganges zwecks Änderung ihrer Wirkungsrichtung steuerbar sind. UNTERANSPRÜCHE 1.Antriebsvorrichtung an Luftfahrzeugen nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die rückläufige Drehbewe gung der Flügel durch Getriebe ohne Übersetzung erfolgt, welche je eine Flü gelwelle mit einem konzentrisch zur ge meinsamen horizontalen Axe angeordneten Organ verbinden, das zwecks Änderung der Wirkungsrichtung der Flügel von Hand verstellbar ist. 2. Antriebsvorrichtung an Luftfahrzeugen nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rück laufbewegung der Flügel durch Ketten getriebe bewirkt wird, deren eine Ketten räder mit den Flügelwellen fest verbun den sind, während die andern auf einer in der gemeinsamen horizontalen Axe lie- genden Welle sitzen und mittelst eines Steuerhebels verstellbar sind. 3.Antriebsvorrichtung an Luftfahrzeugen nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass> je zwei einander diametral gegenüberliegende Flü gel durch ein gemeinschaftliches Steuer organ regulierbar sind. 4. Antriebsvorrichtung an Luftfahrzeugen nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klap pen elastisch gebildet und die Flügel an beiden Enden mit Organen versehen sind, die sich von Hand unablängig voneinan der einstellen lassen, zum Zwecke, die Flügel vorwinden zu können. Antriebsvorrichtung an Luftfahrzeugen reit aerostatischen Hilfsmitteln nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie in mindestens zweifacher Aus führung zwischen zwei länglichen, parallel nebeneinanderliegenden Gashüllen einge baut ist. 6.Antriebsvorrichtung an Luftfahrzeugen mit aerostatischen Hilfsmitteln nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass sie zwischen zwei nebeneinanderliegenden Gashüllen von segmentförmigem Querschnitt, deren flache Seiten einander zugekehrt sind, angeordnet ist. 7. Antriebsvorrichtung an Luftfahrzeugen mit aerostatischen Hilfsmitteln nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie in einem vertikalen Schlitz einer läng- lieben Gashülle so eingebaut ist, da?) sie wenigstens annähernd zur Hälfte über den Umfang der letzteren vorsteht. B.Antriebsvorrichtung an Luftfahrzeugen finit aerostatischen Hilfsmitteln nach Pa- tentanspruch und Unteransprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie in mindestens vierfacher Ausführung, und zwar in zweifacher auf jeder Flanke einer länglichen Gashülle angeordnet ist. 9. Antriebsvorrichtung an Luftfahrzeugen finit aerostatischen Hilfsmitteln nach Pa- tentanspruch und Unteransprüchen 1, 4 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie in sechsfacher Ausführung, und zwar in zweifacher auf jeder Flanke und in ein- facher vor und hinter der Gashülle ange ordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH89673D CH89673A (de) | 1916-09-09 | 1916-09-09 | Antriebsvorrichtung an Luftfahrzeugen. |
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