Flüssigkeitsanlasser. Anlasser sollen die. Bedingungen erfül len, dass der Einschaltstrom erheblich ge ringer ist als der Betriebsstrom und beim Vbergang auf Kurzschluss ein möglichst ge ringer Stromstoss entsteht. Die erste Bedin gung verlangt einen sehr hohen Anfangs-, die zweite einen sehr niedrigen Endwicler- stand.
Bei den gebräuchlichen Flüssigkeitsan lassern erfolgt eine Widerstandsverände- rung dadurch, dass die flüssigkeitsberührte Oberfläche der Elektroden die Eintaucli- flläche durch Wechseln der Eintauchtiefe verändert, oder dadurch, dass der Elektro- denabstand verringert oder vergrössert wird.
Wird der Elektrodenabstand verändert. dann kommt man zu grösseren Abmessun- gen des Anlassers infolge der anfänglich zu geringen spezifischen Flächenbelastung. Wird aber die Eintauchfläche der Elektro den verändert, dann ergibt. sich bei @rossc Plattenoberflächen zur Erfüllung der zwei ten Forderung eine geringe anfängliche Ein tauchtiefe, die zu Dampfbildung. Flüssig.
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keitswallungen <SEP> und <SEP> daraus <SEP> folgenden
<tb> Stromunleibi echungen, <SEP> zu <SEP> Gasexplosionen
<tb> und <SEP> Funkenbildung <SEP> Veranlassung <SEP> gibt,
<tb> welch <SEP> letztere <SEP> eine <SEP> Gefahrduelle <SEP> bilden, <SEP> zum
<tb> Beispiel <SEP> bei <SEP> Förderbetrieben, <SEP> wo <SEP> Schlagw <SEP> et ter <SEP> vorkommen.
<tb>
Um <SEP> den <SEP> liegelunifang <SEP> von <SEP> Flüssigkeits m-idei,stäiiclen <SEP> vorübergehend <SEP> zu <SEP> erhöhen,
<tb> wenn <SEP> zum <SEP> Beispiel <SEP> gewisse <SEP> Betriebszustände
<tb> eine <SEP> Veränderung- <SEP> der- <SEP> VV <SEP> iderstandscharak teristik <SEP> der <SEP> Anlasser <SEP> erfordern, <SEP> zum <SEP> Beispiel
<tb> bei <SEP> Seih@rüfun@@sfahrten <SEP> im. <SEP> Förderbetrieb,
<tb> oder <SEP> bei <SEP> Maschinen. <SEP> bei <SEP> welchen <SEP> Gegen s@rombremsung <SEP> an,ewendet <SEP> wird <SEP> (_Verzl.
<tb> deutsche., <SEP> Patent <SEP> Nr. <SEP> wurde <SEP> vorge sch@abeu, <SEP> eineu <SEP> zusiitzl-clten <SEP> Widerstand
<tb> VÜr <SEP> clen <SEP> Anlasser <SEP> zu <SEP> schalten.
<SEP> Dieser <SEP> An erdnung <SEP> jedoch <SEP> haften <SEP> wesentliche <SEP> Nachteilu
<tb> an, <SEP> insbesonclei-e <SEP> t\ <SEP> ird <SEP> der <SEP> rlerstellun2 <SEP> =pi,oois
<tb> Nvesentlicli <SEP> erhöht. <SEP> und <SEP> ferner <SEP> wird <SEP> der <SEP> Aii
<tb> fangs@@iclei <SEP> stand <SEP> tvie <SEP> der <SEP> Enclwiclei ,;
la.ncl
<tb> um <SEP> den <SEP> gleichen <SEP> Wert <SEP> vergrössert
<tb> Sclilielllicli <SEP> hat. <SEP> man <SEP> versucht, <SEP> clie <SEP> Begel fä@ii@>l.eil <SEP> von <SEP> Flüssikeitsanlassern <SEP> dadurch
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zu <SEP> erhöhen, <SEP> class <SEP> man <SEP> Eintauchtiefe <SEP> und
<tb> Eleht@ <SEP> odenab@tand <SEP> gleichzeitig <SEP> verändert, <SEP> in dem <SEP> .iah <SEP> den <SEP> Elektroden <SEP> keil- <SEP> oder <SEP> kegel förni@_ <SEP> Gestalt <SEP> gibt.
<tb> Abgesehen <SEP> davon, <SEP> dass <SEP> solche <SEP> Formen
<tb> teure <SEP> und <SEP> umfangreichere <SEP> Konstruktionen
<tb> ergeh=n, <SEP> genügen <SEP> sie. <SEP> auch <SEP> nicht, <SEP> um <SEP> die
<tb> Aufgabe <SEP> restlos <SEP> zu <SEP> erfüllen. <SEP> Gegenstand <SEP> der
<tb> Erfin#lung <SEP> ist. <SEP> :
-nun <SEP> eine <SEP> solche <SEP> Vereinigung
<tb> bekannter <SEP> Mittel <SEP> zur <SEP> Regelung <SEP> eines <SEP> Flüs siglieifsanlassers, <SEP> also <SEP> der <SEP> Veränderlichkeit
<tb> der <SEP> liissigkeitsberührten <SEP> Oberfläche <SEP> und
<tb> des <SEP> rlektrodenabstandes, <SEP> dass <SEP> ein <SEP> einfaches
<tb> und <SEP> sehr <SEP> leistungsfähiges <SEP> Gerät <SEP> entsteht.
<tb> Hiei I=-ri <SEP> kann <SEP> durch <SEP> Versuche <SEP> der <SEP> zweck mä.ssi@ste <SEP> Zusammenhang <SEP> beider <SEP> Grössen
<tb> praki.isch <SEP> fest@eaellt <SEP> und <SEP> auf <SEP> Grund <SEP> dieses
<tb> Ergei-nisses <SEP> die <SEP> fertige <SEP> Einrichtung <SEP> mit <SEP> ein fachen <SEP> Mitteln <SEP> so <SEP> zeändert <SEP> werden,
<SEP> dass <SEP> sich
<tb> der <SEP> c-\orderliclie <SEP> Widerstandsverlauf <SEP> ergibt.
<tb> Diese <SEP> Möglichkeit <SEP> ist <SEP> auch <SEP> deshalb <SEP> beson ders <SEP> ,'..-ertvoll, <SEP> :-eil <SEP> der <SEP> der <SEP> jeweiligen <SEP> Stel lung <SEP> des <SEP> Anlassers <SEP> entsprechende <SEP> Wider stand <SEP> sich <SEP> rechnerisch <SEP> nicht <SEP> genau <SEP> bestim men <SEP> lässt, <SEP> da <SEP> einmal <SEP> der <SEP> Verlauf <SEP> der <SEP> ein 7eIir,_ii <SEP> Sfrornfi@'en <SEP> nicht <SEP> sicher <SEP> beurteilt.
<tb> werden <SEP> kann. <SEP> -Lind <SEP> da <SEP> zum <SEP> andern <SEP> Male <SEP> der
<tb> spezi'isclie <SEP> @,"c <SEP> SSGrividersf.and <SEP> von <SEP> verschie denü,! <SEP> Umständen <SEP> abhängig, <SEP> also <SEP> im <SEP> allge mein:
,n <SEP> an <SEP> jecieri <SEP> Orte <SEP> verschieden <SEP> und <SEP> un z
<tb> beh@ <SEP> Mimst.
<tb> D_,= <SEP> Lösun'-- <SEP> der <SEP> Aufgabe <SEP> besteht <SEP> . <SEP> darin,
<tb> (lass <SEP> #Ie <SEP> Eleliti <SEP> n.'en <SEP> durch <SEP> zwei <SEP> Antriebsvor richt@-nen <SEP> re'li <SEP> v <SEP> zueinander <SEP> in <SEP> zwei <SEP> ver scliic.tl,neii <SEP> !et#va <SEP> zueinander <SEP> senkrechten)
<tb> 1liclit.irrigeri <SEP> veä-4cllbar <SEP> gemacht:
<SEP> sind, <SEP> um
<tb> sot@..-oiil <SEP> die <SEP> Eintauchfläche, <SEP> als <SEP> auch <SEP> den
<tb> Eleklvodenabsfiand <SEP> zu <SEP> ändern, <SEP> wobei <SEP> entwe der <SEP> l:@_ide <SEP> Bewe <SEP> ""tin-en <SEP> unabhängig <SEP> voneinan der <SEP> a@seeführt <SEP> -..:-erden <SEP> können <SEP> oder <SEP> in <SEP> einem
<tb> ev.-i-=en, <SEP> für <SEP> ieden <SEP> Bewegungssinn <SEP> vorbe st111nä?fen <SEP> @'esciz17i:issigen <SEP> zusammenhan,- <SEP> zu einander <SEP> stelicri <SEP> können. <SEP> Die. <SEP> Elektroden
<tb> l@f3nii,-n <SEP> senk- <SEP> @:
@ler <SEP> schwenkbar <SEP> angeordnet
<tb> sein.
<tb> Ef__e <SEP> besoiic'@,re <SEP> Ausgestaltung- <SEP> des <SEP> Er besteht, <SEP> darin, <SEP> dass
<tb> solcli.- <SEP> L"bersetzungsmittel <SEP> zwischen <SEP> beiden Bewegungen verwendet werden, die leicht zu verändern sind 'Daumenscheiben, Kur- belgetriebe, elektrische Übertra.ungen mit einstellbaren Widerständen und derglei chen).
In der Abbildung ist in Fig. 1 als Bei spiel der Erfindung ein einpoliger Flüssig- kei+swiderst:and mit sichelförmiger Tauch- elektrode 1 dargestellt. 2 ist. die fest im Flüssigkeitsbehälter 3 angeordnete Gegen elektrode. 1t ist.
eine Welle, an der die Sichelelektrode befestigt ist und durch deren Drehung sie mehr oder weniger mittelst des Handhebels 5 in die Flüssigkeit einge taucht wird. Diese Welle ist in den Lagern G,<B>7</B> und 8 längsverschiebbar. Auf ihr be festigt ist ein Zylinder 9 mit einer einge drehten, etwa schraubenförmigen Nut 1_0, in welche eine fest gelagerte Rolle 11 hinein passt., so dass bei Drehung der Welle t eine Längsverschiebung stattfindet, die von der Form der Nut 10 bestimmt wird.
Bei der Eintauchbewegung wird also die Elektrode tiefer in die Flüssigkeit, eintau chen und sich gleichzeitig der Elektrode nähern, beim Austauchen umgekehrt sich Yon ihr entfernen.
Es kann aber auch für jeden Bewegungssinn mit einfachen, an sich bekannten- Mitteln eine verschiedenartige Bewegung erzeugt werden, um zum Beispiel beim Zurückziehen des Steuerhebels den Widerstand nahezu kurzgeschlossen zu fial- ten, bis die Ausschalt- und Bremsstellung erreicht wird, damit zum Beispiel bei Auf zügen die generatorische Wirkung des Mo tors nicht zerstört wird, bevor eine Ersatz bremsung eingreift.
Das Beispiel zeigt, wie beide Vei ände- rungen, die der Tauelifläche und die des Elektrodenabstandes, in Abhängigkeit. von einander erfol.ge.n. Man kann natürlich eben sogut die Tauchbewe.g'ung von der Bewe gung zur Veränderung des Elektrodenab- standes unabhängig machen.
Die Aliliiin;ig,- keit beider Bewel--ungen voneinander kann je nach Bedarf geändert oder für verschie dene Befriebsnveel@e einstellbar gemacht werden. Die Tauchbewegung der Elektroden, die in Fig. 2 dargestellt ist, kann auch durch einen Steuerhebel 5 geregelt werden, der in einem rnehrschlitzigen Steuerbock 11 be wegt wird.
Durch die Querbewegung ist es möglich, verschiedene Kurvennuten 10a, 10b, 10c nacheinander zur Einwirkung zu brin gen, derart, dass bei Bewegung des Steuer- liebels 5 in dem Längsschlitz 12 eine belie bige Kurvennut 10a, 10b, 10e gewählt wer den kann. Durch die Wahl der einen oder der andern Kurvennut wird in einfachster Weise die Widerstandscharakteristik, be zogen auf die Stellung des Steuerhebels, geändert..
Anstatt den Zylinder 9 mit der Nut 10 und der Rolle 11 auf der Welle 4 anzubrin gen, kann man auch den Steuerhebel 5 mit der Welle 4 verbinden und die zweite Be- ,#vegung unmittelbar durch die Formgebung der Schlitze in dem Steuerbocke regeln.
Die Abhängigkeit der einen Bewegung von der andern kann auch durch fremde Einwirkungen geändert. werden. So kann zum Beispiel bei einer Fördermaschine durch das Signal Seilfahrt eine andere Kur vennut 10 bei dem Beispiel, das durch die Zeichnung veranschaulicht wird, zur Wirk samkeit gebracht werden, welche bewirkt, dass der Elektrodenabstand durch Benut zung der neuen Kurve nun grösser bleibt als bei der Benutzung der Kurvennut 10. Hier durch wird erreicht, dass auch der Wider standswert im allgemeinen grösser bleibt und somit die Geschwindigkeit der Förder maschine geringer ist, wie dies ja auch für Seilfahrt vorgeschrieben ist.
Ähnlich kann für Gegenstrombremsung oder für Fahrten mit geringerer Geschwin digkeit (Revisionsfahrten) von Hand oder selbsttätig durch an sich bekannte Mittel die Umstellung auf andere Regelwerte be werkstelligt werden.
Ganz allgemein kann das Übersetzungs verhältnis zwischen Steuerhebel und Dreh bewegung der Welle 4 oder zwischen Steuerhebel und beiden Bewegungen belie big verändert werden, so dass die Regelfähig- keit des Flüssigkeitsanlassers innerhalb ausserordentlich weiter Grenzen ermöglicht wird.
Statt die Elektroden zu drehen und zu verschieben, kann auch das Flüssigkeits- gefäss bewegt werden, indem durch Heben und Senken des Troges die wasserberührte Elektrodenfläche und durch eine Querver schiebung des Troges der Elelctrodenabstand verändert wird. Auch kann die Einrichtung so getroffen werden, dass sowohl Elektroden, wie Flüssigkeitsgefäss bewegt werden, wo bei die eine Veränderung durch die Bewe gung des einen Teils, die andere. Verände rung durch die Bewegung des andern Teils bewirkt wird.