CH715319B1 - Fahrgaststuhl mit einem Abschlussprofil zum Schutz von Grenzflächen und Kanten. - Google Patents
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrgaststuhl (1) insbesondere für ein öffentliches Verkehrsmittel, bestehend aus einem Trägerrahmen (2) , einer Schale (6) und einer tragenden Konsole (7) . Der Trägerrahmen (2) bestehen aus wenigstens einem Trägerholm (3) , einer mit diesem Trägerholm wirkberbundenen Öse (4) , einem horizontalen Griff (5) und einem Eckverbidner (4a) . Die Schale (6) ist lösbar mit dem Trägerrahmen (2) wikverbunden und einer tragenden Konsole (7) . Die Grenzflächen (17) und Kanten (19) der Schale (6) sind, durch mindestens ein Abschlussprofil (8) geschützt.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft einen Fahrgaststuhl nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Fahrgaststühle dieser Art werden bevorzugt in öffentlichen Verkehrsmitteln eingesetzt und weisen bei Ausführungen im Stand der Technik, ein- oder mehrteilige Schalen, aus Verbundwerkstoffen, auf, welche mit oder ohne Trägerrahmen und mittels Konsole über die radkastenverkleidend Fahrzeugkonstruktion einen lösbaren Verbund bilden. Die sitzkomfortbedingte, dreidimensionale Formgebung einteiliger oder mehrteiliger Schalen, zumeist aufgetrennt in Sitz- und Rückenteil; die variabel ausgeführten Breiten; führen dazu, dass diese mechanisch nachbearbeitet werden. Die dadurch entstandenen Grenzflächen und deren Kanten sind freiliegend und letztere zumeist scharfkantig, ohne, dass diese nennenswerte Rundungen oder Facetten aufweisen.
[0003] Im Weiteren ist ein Nachteil, durch die Veredelung der Deckflächen, mittels zum Beispiel Dekorbelägen, bekannt. Dadurch, dass die auf den Deckflächen aufgebrachten Dekorbeläge und der Kernwerkstoff einen unterschiedlichen Härte- und Elastizitätsgrad aufweisen, können infolge von Stössen auf die Deckflächen, sowie die Grenzflächen und Kanten, einlaufende Ausmuschelungen, Risse und Absplitterungen auftreten, deren Scharfkantigkeit die Gebrauchsqualität des Fahrgaststuhles erheblich mindern. Diese Verschleisserscheinungen können im Weiteren zum Eindringen von Feuchtigkeit in den Kernwerkstoff führen, wodurch die Schale oder Sitz- und/oder Rückenteile ersetzt werden müssen.
[0004] Im Weiteren sind unzureichende Fahrgaststühle, ohne Trägerrahmen bekannt, insbesondere sind deren Schalen im Übergangsbereich zwischen Sitz- und Rückenpartie unzureichend steif ausgeführt. Erkennbar an unzulässig starken elastischen Verformungen am oberen Ende der Rückenpartie, wo zumeist Griffe angebracht sind, an welchen sich die Fahrgäste festhalten oder zum Aufstehen hochziehen.
[0005] Abschliessend sind Fahrgaststühle bekannt, bei welchen die Schale oder separate Sitz- und Rückenteile in den Trägerrahmen eingelegt sind und nur geringfügig oder gar nicht zur Funktion der Steifigkeit beitragen. Beide der letztgenannten Ausführungen haben zur Folge, dass entweder der Trägerrahmen, oder die Schale spezifizierte Kräfte übertragen, jedoch nicht beide, wodurch unzureichende gewichts- und steifigkeitsoptimale Fahrgaststühle vorgelegt sind.
Vorteile der Erfindung
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen verbesserten Fahrgaststuhl bereitzustellen, welcher die Nachteile der vorgenannten Lösungen aufhebt oder zumindest vermindert. Die Aufgabe der Erfindung ist es ferner, insbesondere einen Fahrgaststuhl, insbesondere für ein öffentliches Verkehrsmittel, welcher ein Abschlussprofil für eine Schale aufweist, um die Grenzflächen, wirkungsvoll zu schützen; des Weiteren, eine möglichst steife Wirkverbindung, zwischen Trägerrahmen und Schale, bereitzustellen. Dadurch werden die Grenzflächen der Schale und letztere als Ganzes, mit einer verbesserten Haltbarkeit versehen und über einen verbesserten Wirkverbund zwischen Trägerrahmen und Schale, ein gewichts- und steifigkeitsoptimierter Fahrgaststuhl vorgelegt. Diese Aufgaben werden durch einen Fahrgaststuhl, gemäss den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs, gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen und Anwendungen der Erfindung sind Gegenstand der Patentansprüche und werden in der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die nachfolgenden Figuren erläutert.
[0007] Erfindungsgemäss wird ein Stuhl, insbesondere ein Fahrgaststuhl für öffentliche Verkehrsmittel, vorgeschlagen, welcher durch den Wirkverbund von Schale und Trägerrahmen, einen gewichts- und steifigkeitsoptimalen Fahrgaststuhl, für einen Fahrgast, bildet. Dieser bevorzugt starre Fahrgaststuhl leitet, nebst der statischen Gewichtskraft des Fahrgastes, auch dynamische Beschleunigungs- und Verzögerungskräfte, in die angrenzende Konsole und die radkastenverkleidende Fahrzeugkonstruktion ein, wodurch der spezifischen Ausformung des Übergangsbereich zwischen Sitz- und Rückfläche eine wenigstens zweite Funktion zukommt: Nebst einer sehr starren Schalenform, im Wirkverbund mit dem Trägerrahmen, ist dem Fahrgast, insbesondere bei Querbeschleunigungen des Verkehrsmittels, der nötige Seitenhalt geboten.
[0008] Vorzugsweise ist insbesondere der Übergangsbereich, zwischen Sitz- und Rückpartie als angenäherte, konvex-tonnenförmige und zu den äusseren Enden als konzentrisch und zylindrische Mantelsegment-Fläche ausgestaltet, so, dass insbesondere die vorher genannten dynamischen Kräfte auf den Fahrgaststuhl über den Trägerrahmen und die Schale, gleichmässig in die angrenzende Konsole und die radkastenverkleidende Fahrzeugkonstruktion eingeleitet werden.
[0009] Gemäss eines bevorzugten Ausführungsbeispiels des Trägerrahmens, weist dessen wenigstens eine Trägerholm ein Abschlussprofil auf, welches die Grenzflächen sowie Kanten der Schale vor Verschleiss schützt und nebst dieser Funktion bevorzugt auch zur Gesamtsteifigkeit des Fahrgaststuhles beiträgt. Dieses Abschlussprofil trägt ferner dazu bei, dass die ansonsten freistehenden Wirk- und Kontaktflächen zwischen Trägerholm und Schale, frei von Schmutz und Ablagerungen bleiben. Wodurch eine wesentliche Verbesserung der Hygiene und die Verringerung des Reinigungsaufwandes erreicht werden.
Zeichnungen
[0010] Es zeigen: Figur 1 einen erfindungsgemässen Fahrgaststuhl in einer perspektivischen Darstellung, gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel; Figur 2 eine Seitenansicht des Fahrgaststuhls aus Figur 1, ohne Öse und Griff; Figur 3 eine perspektivische Darstellung des Trägerrahmens; Figur 4 eine perspektivische Explosionsdarstellung des Fahrgaststuhls; Figur 5a und 5b zeigen perspektivische Rückansichten der Schale mit unterschiedlich ausgeführten Befestigungselementen Figur 6 eine orthogonale Darstellung der Schale, in mechanisch unbearbeiteter Form.
[0011] Figur 1 zeigt beispielhaft einen bevorzugten und erfindungsgemässen Fahrgaststuhl(1)in montiertem Zustand, mit vorgeschlagenem Abschlussprofil(8)welches die Grenzflächen(17)und Kanten(19)der Schale(6)schützend bedeckt und mit der dem Fahrgast (nicht dargestellt) hin zugewandten Sitzpartie(14)und Rückenpartie(15)flächenbündig abschliesst. Die Schale(6)weist wenigstens zwei Anker(11)auf, welche flächenbündig eingelassen sind, wodurch mittels Trägerrahmen(2)ein starrer, jedoch lösbarer Wirkverbund gebildet wird. Der modulare Fahrgaststuhl(1)ermöglicht mittels eines Griffes(5)und den Verbindern(4a und 4b), wahlweise einen Fahrgaststuhl(1)mit oder ohne eine Öse(4), aufzubauen. Wobei die Verbinder(4a und 4b)und die Öse(4), spiegelbildlich ausgeführt sein können. Wodurch den Einbauanforderungen zu beiden Seiten, im Inneren der Fahrzeugkonstruktion, längs oder quer zur Fahrtrichtung, mit einem oder mehreren Fahrgaststühlen(1), gerecht wird. Der in diesem Ausführungsbeispiel beidseitig angebrachte Trägerholm(3)bildet mittels der Befestigungswinkel(9)und der Konsole(7), einen form- und kraftschlüssigen Verbund. Die Konsole(7)ist wiederum mit dem Wagenkasten des Verkehrsmittels (nicht dargestellt) möglichst starr verbunden.
[0012] Figur 2 zeigt den Fahrgaststuhl(1)in einer seitlichen Ansicht, in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel, bei welchem die Öse(4), die Verbinder(4a und 4b), sowie der Griff(5)entfallen, wodurch der Fahrgaststuhl(1)nahe, an innraumtrennende oder -begrenzende Fahrzeugelemente (nicht dargestellt), befestigt werden kann.
[0013] Figur 3 zeigt den Trägerrahmen(2)ohne die Schale(6), wobei mittels Kombination der Verbinder(4aund 4b)und des Griffs(5)eine weitere, bevorzugte Ausführungsvariante dargelegt ist.
[0014] Figur 4 zeigt den Fahrgaststuhl(1)aus Figur 1 in einer explodierten Darstellung, wonach in einem weiteren Ausführungsbeispiel gezeigt ist, wie der Trägerholm(3)aus einem mehrlagigen Aufbau, bestehend aus flächigen Profilelementen(10)gebildet sein kann. Wodurch die Befestigung des Trägerholms(3)über die Befestigungswinkel(9)an der Konsole(7)über wenigstens ein Profilelement(10), erfolgen kann.
[0015] Figur 5a zeigt ein Ausführungsbeispiel der Befestigung der Schale(6)im oberen Bereich der Rückenpartie(15)auf der zum Fahrgast (nicht dargestellt) abgewandten Rückseite des Fahrgaststuhl(1), wobei mittels Anker(11)die Schale(6)am Trägerholm(3)lösbar, form- und kraftschlüssig befestigt ist.
[0016] Figur 5b zeigt ein weiteres, bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Befestigung der Schale(6)im oberen Bereich der Rückenpartie(15)auf der vom Fahrgast (nicht dargestellt) abgewandten Rückseite des Fahrgaststuhls(1), wobei mittels an der Schale(6)angebrachte Haken(12), durch einhaken dieses Verbundes, an am Trägerholm(3)eingelassenen Bolzen(13), ein lösbarer, form- und kraftschlüssiger Wirkverbindung entsteht.
[0017] Figur 6 zeigt die Schale(6)in mechanisch unbearbeiteter Form, wobei der Übergangsbereich(18), zwischen Sitzpartie(14)und Rückenpartie(15), als, von der mittleren, vertikalen Symmetrieebene der Schale(6), konvex-tonnenförmig, zu beiden äusseren Grenzflächen(17), mit konzentrischen Zylindermantelsegmenten(16)abschliessend, ausgeführt ist.
Bezugszeichenliste
[0018] 1Fahrgaststuhl2Trägerrahmen3Trägerholm4Öse4aVerbinder4bVerbinder5Griff6Schale7Konsole8Abschlussprofil9Befestigungswinkel10Profilelement11Anker12Haken13Bolzen14Sitzpartie15Rückenpartie16Zylindermantelsegment17Grenzflächen18Übergangsbereich19Kanten
Claims (9)
1. Fahrgaststuhl(1), insbesondere für ein öffentliches Verkehrsmittel, bestehend aus einem Trägerrahmen(2), bestehend aus wenigstens einem Trägerholm(3)und einer mit diesem wirkverbundenen Öse(4), einem horizontalen Griff(5)und einem Eckverbinder(4a); einer mit dem Trägerrahmen(2)wirkverbundenen und lösbaren Schale(6); und einer tragenden Konsole(7),dadurch gekennzeichnet,dassdie Grenzflächen(17)und die Kanten(19)der Schale(6)mittels eines Abschlussprofils(8)geschützt sind.
2. Fahrgaststuhl(1), nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet,dassdas Abschlussprofil(8)Teil des Trägerholms(3)ist.
3. Fahrgaststuhl(1), nach einem der vorangegangenen Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,dassdas Abschlussprofil(8)den beschädigungsgefährdeten Grenzflächen(17)und den Kanten(19)der Schale(6)und dem Trägerholm(3)nachgeformt ist.
4. Fahrgaststuhl(1), nach einem der vorangegangenen Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,dasswenigstens ein Trägerholm(3)mehrschichtig aus Profilelementen(10)zusammengefügt ist.
5. Fahrgaststuhl(1), nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet,dasswenigstens ein Trägerholm(3)als Hohlkörper ausgeführt ist.
6. Fahrgaststuhl(1), nach einem der vorangegangenen Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,dassder Wirkverbund zwischen der Schale(6)und dem Trägerholm(3), durch Anker(11)erfolgt.
7. Fahrgaststuhl(1), nach einem der Ansprüche 1 bis 5,dadurch gekennzeichnet,dassder Wirkverbund zwischen der Schale(6)und dem Trägerholm(3)durch Haken(12)und Bolzen(13)erfolgt.
8. Fahrgaststuhl(1), nach einem der vorangegangenen Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,dassder Übergangsbereich(18)der Schale(6)zwischen einer Sitzpartie(14)und Rückenpartie(15)genähert konvex-tonnenförmig, zu den Grenzflächen(17)hin, über konzentrische Zylindermantelsegmente(16)abschliessend, ausgeführt ist.
9. Fahrgaststuhl(1), nach einem der vorangegangenen Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,dassdieser an der Schale(6)angebrachte Polsterträger mit Polsterung oder wenigstens einer textilen Bespannung aufweist.
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