CH693984A5 - Presswerkzeug. - Google Patents
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- B25B27/10—Hand tools, specially adapted for fitting together or separating parts or objects whether or not involving some deformation, not otherwise provided for for connecting objects by press fit or detaching same inserting fittings into hoses
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Die Erfindung betrifft eine Presswerkzeug nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein solches Presswerkzeug ist auch als Presskette oder Pressschlinge bekannt und insbesonders zum Verbinden von Rohrstücken geeignet. Rohre können durch ringförmiges Zusammenpressen miteinander verbunden werden. Hierzu wird eine verformbare Hülse über die zu verbindenden Rohrenden gestülpt, die darauf durch Druckbeaufschlagung in Umfangrichtung zusammengestaucht und mit den Rohrenden verpresst wird. Derartige Presswerkzeuge bestehen aus kettenartig miteinander verbundenen Pressgliedern, die zu einem Ring schliessbar sind. Zum Gebrauch werden die Pressglieder zunächst wie eine Manschette, die an einer Stelle offen bleibt, um das zu verpressende Werkstück herumgelegt. An der offenen Stelle liegen die beiden Kettenenden des Presswerkzeugs einander gegenüber.
Durch Zusammenziehen der beiden Enden wird schliesslich der radiale Pressdruck am Werkstück erzeugt und die Pressflächen der Pressglieder zu einem ringförmigen Pressraum zusammengeführt.
Bevor man die Presswerkzeuge zusammenzieht und mit dem Pressdruck beaufschlagt, müssen sie hilfsweise, zum Beispiel mit einer Hand, am Werkstück gehalten werden, um ein Abrutschen oder Herunterfallen von der Verbindungsstelle zu verhindern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein selbstklemmendes Presswerkzeug vorzuschlagen, das weder am Werkstück abrutscht noch von diesem herunterfällt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte und alternative Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angeführt.
Das erfindungsgemässe Presswerkzeug schliesst sich selbsttätig beim Anlegen um das zu verpressende Werkstück. Dabei werden die zum Werkstück gerichteten Pressflächen der Pressglieder durch druckausübende Mittel so an das Werkstück angedrückt, dass ein Verrutschen oder Herunterfallen verhindert wird. Trotz der druckausübenden Mittel ist das Presswerkzeug leicht spreizbar, damit man es zum Anlegen an das Werkstück öffnen kann.
Zur Funktion des erfindungsgemässen Presswerkzeugs sind wenigstens zwei Pressglieder und zumindest ein druckausübendes Mittel notwendig. Für grössere Rohrdurchmesser oder Presstiefen kann das Presswerkzeug mit zusätzlichen Pressgliedern und druckausübenden Elementen ausgestattet sein, wobei gegebenenfalls jeweils zwischen zwei Pressgliedern ein druckausübendes Mittel angeordnet ist.
Die druckausübenden Mittel können sowohl mehrere Pressglieder oder das gesamte Presswerkzeug wie eine einseitig geöffnete Klammer umspannen und/oder einzeln zwischen den Pressgliedern angeordnet werden.
Als druckausübende Mittel eignen sich sämtliche Bauteile, die den notwendigen Druck auf die Pressglieder ausüben können. Beispielsweise sind elastisch verformbare Werkstoffe, insbesondere aus gummiartigen Materialien oder dehnbaren Kunststoffen, einsetzbar, die gegebenenfalls zwischen die Pressglieder und/oder um diese aussen herum angebracht werden. Weitere druckausübende Mittel sind Federn in ihren bekannten Bauformen, wie beispielsweise Schrauben-, Blatt- oder Stabfedern.
Die druckausübenden Mittel liegen jeweils an den nach aussen gerichteten Seiten- bzw. Stirnflächen an, um die Druck- bzw. Zugausübung nach innen ausführen zu können, und sind gegebenenfalls mit diesen fest verbunden oder an diesen, beispielsweise in einer Nut, gelagert. Weiters sind die druckausübenden Mittel an den Verbindungsstellen zwischen den Pressgliedern anbringbar und/oder lagerbar. Wird die Verbindung der Pressglieder beispielsweise über ein Bolzengelenk hergestellt, so kann eine Feder, insbesondere eine Schraubenfeder, gegebenenfalls um den Gelenkbolzen gewunden gelagert werden.
Die Form der Pressflächen ist nicht auf Kreisbögen mit jeweils gleichen Radien an den Pressgliedern eines Presswerkzeugs beschränkt. Ist ein Werkstück nicht zylindermantelförmig, sondern beispielsweise ellipsoid, kegelförmig oder asymmetrisch geformt oder soll es derart gestaucht werden, sind andere, der Werkstückform entsprechend angepasste, Ausbildungen der Pressflächen möglich.
Besonders geeignet ist das erfindungsgemässe Presswerkzeug zum Verbinden von Rohrenden nach der einleitend beschriebenen bekannten Art. Hierzu wird das Presswerkzeug durch Spreizen gegen die vorgespannte Druckkraft geöffnet und um eine, über die Verbindungsstelle gestülpte, verformbare Presshülse herumgelegt. Der - von gegebenenfalls Federn - in Schliessrichtung ausgeübte Druck bewirkt das selbsttätige Anlegen des Presswerkzeugs an die zu verpressende Hülse, wobei der Druck zum abrutschsicheren Festklemmen ausreicht. Das Beaufschlagen mit Pressdruck und ringförmige Zusammenpressen erfolgt dann nach einer der bei Pressschlingen bzw. Pressketten bekannten Art und Weise.
Dazu sind gegebenenfalls an den die Enden des Presswerkzeugs bildenden Pressgliedern Angriffsstellen wie Ausnehmungen, Bohrungen, Vorsprünge, Haken etc., zum Ansetzen der Verschlussvorrichtung zum Zusammenpressen vorgesehen.
Die Erfindung soll nun anhand der Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels näher veranschaulicht werden.
Es zeigen: Fig. 1 einen Querschnitt durch die Mitte eines Presswerkzeugs in Offenstellung; Fig. 2 einen Querschnitt des Presswerkzeugs gemäss Fig. 1 an einem Rohrstück angelegt; Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie A-A in Fig. 4 des geschlossenen Presswerkzeugs gemäss Fig. 1; und Fig. 4 eine Draufsicht auf das geschlossene Presswerkzeug gemäss Fig. 1.
Die Fig. 1 und 2 zeigen ein Presswerkzeug mit den Pressgliedern 1, 1', 2, die jeweils über einen Bolzen 3 gelenkig - ähnlich einer Kette - miteinander verbunden sind. Die Innenflächen der Pressglieder 1, 1', 2 sind als bogenförmige Pressflächen mit denselben Radien ausgestaltet, sodass sie in Schliessstellung (Fig. 4) eine ringförmige Pressfläche ausbilden, deren Radius zumindest um die geforderte Presstiefe schmäler ist als der Aussenradius der zu verpressenden Hülse. Die beiden endständigen Pressglieder 1, 1' sind als Spannglieder ausgeführt und verfügen jeweils an der zur Öffnung des Werkzeugs gerichteten Seitenfläche über einen Fortsatz 5, 5', an den eine Verschlussvorrichtung des Werkzeugs zum Ausüben des Pressdrucks angesetzt werden kann. Weiters ist um den Bolzen 3 eine drehbar gelagerte Feder 4 gewunden.
Zur Lagerung der Feder 4 kann gegebenenfalls am Bolzen 3 eine Nut vorgesehen sein. Die Schenkel 4a, 4b an den Enden der Feder 4 sind als Hebelarme ausgebildet, wobei jeweils ein Schenkel 4a an einer der aussen liegenden Seiten des Zwischenglieds 2 und der zweite Schenkel 4b an der dazu gegenüberliegenden Aussenseite des benachbarten Spannglieds 1, jeweils in eine Nut 6, 6' eingreifend, anliegen. Die Feder 4 ist derart gedreht und gelagert, dass die Schenkel 4a, 4b einen nach innen gerichteten Druck in Schliessrichtung auf die Pressglieder ausüben. Zur geeigneten Kraftübertragung sind die Seitenflächen der Pressglieder 1, 1', 2, an denen die Schenkel 4a, 4b anliegen, entsprechend abgewinkelt.
Wird nun das Presswerkzeug, wie in Fig. 2 dargestellt, um ein Rohrstück bzw. eine Hülse 7 herumgelegt, so schliesst sich das Presswerkzeug durch den von den Federn 4 in Schliessrichtung ausgeübten Druck von selbst, wobei die Pressglieder 1, 1', 2 mit den äusseren Rändern ihrer jeweiligen Pressfläche auf dem Rohrstück 7 aufsitzen und angedrückt werden.
Der in der Fig. 3 dargestellte Schnitt längs der durch die Linie A-A in Fig. 4 angedeuteten Schnitt-ebene zeigt, dass die Pressglieder 1' und 2 mit zwei Gelenkverbindungen über den Bolzen 3 miteinander verbunden sind. Die Feder 4 ist zwischen den beiden Gelenken, den Bolzen 3 umwindend, in der Achsenmitte des Bolzens 3 drehbar gelagert. Am Fortsatz 5 ist eine Einkerbung 8 vorgesehen, in die die Verschlussvorrichtung des Werkstücks eingehakt werden kann. In diesem Ausführungsbeispiel sind in den Pressflächen der Pressglieder 1, 2 drei parallele, senkrecht zur Achse laufende, keilförmige Einkerbungen eingefügt, die die Pressfläche in vier Teilpressflächen unterteilt. Statt Einkerbungen können auch Ausstülpungen angebracht sein.
In der Draufsicht der Fig. 4 sind die Sicherungsringe 9 dargestellt, die als Bolzensicherung dienen und ein Auseinanderfallen des Presswerkzeugs verhindern.
Claims (9)
1. Presswerkzeug zum Zusammenpressen das um ein Pressstück herumlegbar ist, mit wenigstens zwei gelenkig verbundenen Pressgliedern (1, 1', 2), die derart zueinander schwenkbar sind, dass die Pressflächen der Pressglieder (1, 1', 2) zu einem geschlossenen Pressraum zusammenführbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Presswerkzeug durch in Pressrichtung druckausübende, an jedes Pressglied (1, 1', 2) angreifende, Mittel in Schliessrichtung vorgespannt ist.
2. Presswerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressglieder zu einem Pressring zusammenführbar sind.
3. Presswerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein druckausübendes Mittel jeweils zwischen den Pressgliedern (1, 1', 2) angebracht ist.
4.
Presswerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das druckausübende Mittel eine Feder (4), bevorzugt eine Schraubenfeder, ist.
5. Presswerkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressglieder (1, 1', 2) durch einen Bolzen (3) verbunden sind und die Feder (4), gegebenenfalls den Bolzen (3) umwindend, am Bolzen (3) gelagert ist und gegebenenfalls mit einem freien Federschenkel (4a) am Pressglied (2) und mit dem gegenüberliegenden freien Federschenkel (4b) am zu Pressglied (2) benachbarten Pressglied (1) anliegt.
6. Presswerkzeug nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (4) etwa in der Achsenmitte des Bolzens (3) gelagert ist.
7.
Presswerkzeug nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressfläche der Pressglieder (1, 1', 2) durch Einkerbungen und/oder Ausstülpungen unterteilt ist.
8. Presswerkzeug nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressglieder (1, 1', 2) durch zwei Gelenkverbindungen an einem Bolzen (3) verbunden sind und gegebenenfalls ein druckausübendes Mittel, beispielsweise eine Schraubenfeder (4), zwischen den beiden Gelenkverbindungen angeordnet ist.
9. Verwendung eines Presswerkzeugs nach Anspruch 1 zum Verbinden von rohrförmigen Stücken.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH01951/99A CH693984A5 (de) | 1999-10-26 | 1999-10-26 | Presswerkzeug. |
| AT00123080T ATE270169T1 (de) | 1999-10-26 | 2000-10-24 | Presswerkzeug und verfahren zum kaltumformenden verbinden von werkstücken |
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Applications Claiming Priority (1)
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Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH693984A5 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Legal Events
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