CH656276A5 - Verfahren und schaltungsanordnung zum uebertragen von datensignalen zwischen datenvermittlungseinrichtungen einer datenvermittlungsanlage. - Google Patents

Verfahren und schaltungsanordnung zum uebertragen von datensignalen zwischen datenvermittlungseinrichtungen einer datenvermittlungsanlage. Download PDF

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CH656276A5
CH656276A5 CH6534/81A CH653481A CH656276A5 CH 656276 A5 CH656276 A5 CH 656276A5 CH 6534/81 A CH6534/81 A CH 6534/81A CH 653481 A CH653481 A CH 653481A CH 656276 A5 CH656276 A5 CH 656276A5
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CH
Switzerland
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data
transmission
data switching
line
coupling bus
Prior art date
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CH6534/81A
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Inventor
Manfred Ganz
Enrique Gueldner
Dieter Burgermeister
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Siemens Ag
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    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L12/00Data switching networks
    • H04L12/50Circuit switching systems, i.e. systems in which the path is physically permanent during the communication

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  • Signal Processing (AREA)
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Schaltungsanordnung zum Übertragen von Datensignalen zwischen Datenvermittlungseinrichtungen einer Datenvermittlungsanlage, deren Datenvermittlungseinrichtungen über eine Mehrzahl von Zwischenverbindungsleitungen miteinander verbunden sind.
.Vollelektronisch aufgebaute, rechnergesteuerte Vermittlungsanlagen für die Durchführung von digitalen Datenübertragungsvorgängen sind bereits bekannt. Derartige Vermittlungsanlagen eignen sich für den Einsatz in weltweit benutzte Telegrafie- bzw. Telex- und Gentex-Netzwerke, wie sie als öffentliche oder private Datennetzwerke oder als integrierte Netzwerke ausgeführt sind.
Ein rechnergesteuertes Vermittlungssystem der vorstehend betrachteten Art ist als «Siemens-System EDX» bekannt und in einer Firmendruckschrift «Siemens-System EDX-Systembe-schreibung», Juli 1979, beschrieben. Das betreffende elektronische Datenvermittlungssystem ist modular aus Hardware- und Software-Komponenten aufgebaut. Die Hardware-Komponenten umfassen im wesentlichen die Datenübertragungs-Hardware, eine Zentraleinheit und periphere Einrichtungen. Eine Standard-Konfiguration des betreffenden Vermittlungssystems ist in Blockdiagrammform in Fig. 1 veranschaulicht. Die Datenaustausch-Hardware verbindet dabei Teilnehmerleitungen oder Verbindungsleitungen eines Datenübertragungsnetzwerks mit der Vermittlungsanlage und führt vermittlungsorientierte Steuerungs- und Durchschaltefunktionen aus. Die Datenüber-tragungs- bzw. Datenaustausch-Hardware umfasst Leitungsanschlusseinrichtungen LT, Leitungsgruppensteuereinrichtungen TGC und eine Datenübertragungssteuereinrichtung CC. Die Leitungsanschlusseinrichtungen LT stellen elektrische Schnitt5
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stellen zu den Teilnehmerleitungen oder Verbindungsleitungen dar; die Leitungsgruppensteuereinrichtung TGC stellt die Verknüpfungs-Schnittstelleneinrichtung zu der Datenübertragungssteuereinrichtung CC dar. Die Leitungsanschlusseinrichtungen LT dienen dazu, Daten unterschiedlicher Geschwindigkeiten und unterschiedlicher Codes aufzunehmen, Daten zu Zeichen oder Datenwörtern zusammenzufassen und die formatierten Daten über die Leitungsgruppensteuereinrichtung TGC an die Datenübertragungssteuereinrichtung CC abzugeben.
Die Datenübertragungssteuereinrichtung CC stellt gewisser-massen den Kernteil der Datenübertragungs-Hardware dar.
Diese Steuereinrichtung dient als Sehnittstelleneinrichtung zwischen den Leitungsanschlusseinrichtungen LT über die Leitungsgruppensteuereinrichtung TGC und der Zentraleinheit CP. Die Datenübertragungssteuereinrichtung CC tastet bis zu 4032 Leitungsanschlusseinrichtungen bzw. Leitungsanschlüsse LT ab und überträgt die jeweilige Leitungs-Statusinformation sowie die jeweilige Steuerinformation zu der Zentraleinheit CP hin. Ausserdem überträgt die Datenübertragungssteuereinrichtung CC Steuerinformationen von der Zentraleinheit CP zu den Leitungsanschlüssen LT hin. Die zweite Hauptfunktion der Datenübertragungssteuereinrichtung CC besteht darin, die Systemeinrichtungen bereitzustellen, mit deren Hilfe Informationen von einem Leitungsanschluss zu einem anderen Leitungsanschluss übertragen werden. Die Anwendung dieses Datenübertragungsverfahrens belastet die Zentraleinheit CP während der Verbin-dungs- bzw. Durchschaltephase nicht; das betreffende Verfahren gewährleistet eine hohe Datendurchsatzrate, ohne dass dabei interne Blockierungen auftreten.
Die Datenvermittlungsanlage verwendet Zentraleinheiten der Familie PDP-11 der Firma Digital Equipment Corporation, um die Hauptsteuerfunktionen auszuführen. Bei dem Zentralprozessor-Modell PDP-11/35 handelt es sich um eine sogenannte mikroprogrammierte 16-Bit-Zentraleinheit, die mit einer Zen-traleinheit-Busleitung versehen ist, welche Busleitungs-Zeit-steuer- und Büsleitungs-Adressregister umfasst. Ausserdem sind ein Hauptspeicher MM, eine Reihe von Allzweckregistern, ein interner Festwertspeicher ROM für Mikroprogramme und eine Rechenverknüpfungseinheit ALU vorgesehen. Die Zentraleinheit bzw. der zentrale Prozessor steuert sowohl die Datenüber-tragungs-Hardwareeinrichtungen als auch die peripheren Einrichtungen. Aus Gründen der Zuverlässigkeit sind die Zentraleinheit sowie die zentralen Teile der Datenübertragungs-Hardware und der peripheren Haupteinrichtungen doppelt vorgesehen.
Die peripheren Einrichtungen erfüllen Zusatz- bzw. Hilfsfunktionen für die beiden Zentraleinheiten bzw. Zentralprozessoren. Ausserdem dienen sie Speicheraufgaben und als Schnittstelleneinrichtungen zwischen Bedienpersonen und der Schaltungsanordnung, um Systemsteuerungen vornehmen zu können. Diese Einrichtungen betreffen grösstenteils die mit hoher Geschwindigkeit erfolgende Datenübertragung zu dem Rechnerspeicher hin. Wesentliche periphere Einrichtungen sind bei- • spielsweise eine Busverbindungseinrichtung BL, die einen mit hoher Geschwindigkeit im Halbduplexb'etrieb arbeitenden Datenübertragungskanal bildet, der die beiden Zentralprozessoren über die Busleitungen verbindet. Der betreffende Übertragungskanal bzw. die diesen bildende Verbindungseinrichtung besteht aus zwei Allzweck-Speicherzugriffseinrichtungen (DMA) für einen direkten Speicherzugriff; diese Speicherzugriffseinrichtungen stelle Busleitungs-Schnittstelleneinrichtungen dar, die Datenwörter oder Datenblöcke zwischen den Speichern der Zentralprozessoren übertragen. Dadurch werden Status- und Steuerinformationen von dem jeweils in Betrieb befindlichen Zentralprozessor zu dem in Bereitschaft befindlichen Zentralprozessor und umgekehrt übertragen. Andere periphere Einrichtungen sind eine Konsöl-Schreibmaschine oder eine Über-wachungs-Fernschreibmaschine, Reserve- bzw. Sicherungs-Plat-
tenspeicher für den Hauptspeicher, um sämtliche im Betrieb benutzten Programme zu speichern und sogenannte Rufblöcke zu puffern. Schliesslich sind noch Eingabe/Ausgabe-Periphe-riegeräte vorgesehen. Durch programmierbare Schalter PS ist es 5 möglich, eine einzige periphere Einrichtung oder eine Gruppe von peripheren Einrichtungen von einer Busleitung zur anderen Busleitung durchzuschalten. Zu diesen programmierbaren Schaltern kann ein Zugriff von lediglich einem Zentralprozessor zum jeweiligen Zeitpunkt erfolgen. Die programmierbaren io Schalter sind so ausgelegt, dass sie sich selbst von einer Busleitung abtrennen, auf der kein Betrieb mehr erfolgt, und dass sie sämtliche über den betreffenden Schalter übertragenen Busleitungssignale regenerieren.
Diese Hardware-Moduln werden von Software-Moduln unis terstützt, die ein Betriebssystem und ein Wartungssystem bilden. Dabei gibt es Software-Moduln, die eine interne Koordination ausführen. Ferner gibt es Software-Moduln zur Systemsicherung, um nämlich das Arbeiten zwischen den beiden Rechnersystemen der Vermittlungsstelle mit in ständiger Bereitschaft 20 gehaltener Anlage sicherzustellen und um damit die Rechner-Peripheriegeräte und die vermittlungsorientierten Operationen steuern zu können. Ein Steuersystem stellt der zentrale Teil und der steuerungsorientierte Teil des Betriebssystems dar. Dieses Steuersystem führt Steuerfunktionen bezüglich der Programm-25 ausführung sowie bezüglich der Eingabe-/Ausgabeoperationen zu und von den peripheren Einrichtungen aus. Das betreffende Steuersystem ist für die Systemsicherung verantwortlich. Mit Hilfe von Durchschalte- bzw. Vermittlungsprogrammen werden sämtliche Funktionen für vermittlungsorientierte Operationen 30 ausgeführt. Diese Vermittlungsprogramme steuern sämtliche Phasen eines Verbindungsaufbaus von der anfänglichen Rüfan-forderung über die Verbindungsphase bis zur schliesslichen Verbindungsauslösung und Verbindungsauftrennung. Ferner werden Moduln zur Aktualisierung der Programmbibliothek sowie 35 zur Datenumsetzung zwischen peripheren Einrichtungen und für andere Funktionen, wie für eine Programmvorbereitung verwendet.
Wenn ein Ruf ausgelöst wird, dann ermittelt der mit der rufenden Einrichtung verbundene Leitungsanschluss LT die Ruf-40 anforderung und sendet diese über die Datenübertragungssteuereinrichtung CC an den Zentralprozessor CP weiter. Der Zentralprozessor CP steuert die Verbindungsaufbauphase und steuert dynamisch sämtliche Informationen, die für die Rufverarbeitung erforderlich sind.
45 Die rufende Teilnehmerstelle sendet nach erfolgter Freigabe eine Wahlinformation, die mittels einer Zentralprozessor-Routine untersucht wird, wozu Leitwegtabellen herangezogen werden, um eine abgehende Verbindungsleitung zu der gerufenen Teilnehmerstelle hin zu ermitteln. Der Zentralprozessor CP 50 steuert dann die Verbindung zu der gerufenen Teilnehmerstelle hin und schaltet die. Verbindung durch, indem eine Adressinformation in einen Speicher eingetragen wird, der in der Datenübertragungssteuereinrichtung CC enthalten ist. Während der folgenden Verbindungsphase werden Daten von dem betrach-55 teten Leitungsanschluss zu einem anderen Leitungsanschluss unter der Steuerung der Datenübertragungssteuereinrichtung CC übertragen. Der Zentralprozessor CP ist während der Verbindungsphase in die Datenübertragung nicht einbezogen.
Eine Verbindungsauslösung kann von jeder Teilnehmerstelle 60 dadurch vorgenommen werden, dass ein Auslösesignal ausgesendet wird, welches zu dem Zentralprozessor CP hin übertra-gén wird. Daraufhin übernimmt der Zentralprozessor CP wieder die Steuerung bezüglich der Verbindungsauslösung. Dazu tritt der Zentralprozessor mit beiden Teilnehmerstellen in Kom-65 munikation,' die in die betreffende Verbindung einbezogen sind, wobei die Statusinformation im Speicher der Datenübertragungssteuereinrichtung CC aufgehoben bzw.. ungültig gemacht wird. Nach einer Sicherheits-Verzögerungszeit werden die Lei-
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tungsanschliisse LT in einem Zustand belassen bzw. versetzt, der die jederzeitige Belegung der betreffenden Leitungen ermöglicht.
Es dürfte ersichtlich sein, dass bei dem betrachteten bekannten System eine besondere Arbeitslastverteilung vorliegt, gemäss der die Arbeitsbelastung aufgeteilt ist auf die Leitungsanschlüsse LT, die Datenübertragungssteuereinrichtung CC und den Zentralprozessor CP. Die Steuerung der Datenvermittlungsanlage durch das mikroprogrammierte Zentralprozessorsystem gestattet, eine hohe Zuverlässigkeit zu erzielen, da die gesamte Anlage als Dual-Anlage ausgeführt ist, bei der ein Anlageteil im sogenannten Hot-Standby-Betrieb arbeitet. Ausserdem ist dadurch ein hohes Mass an Flexibilität beim Betrieb in öffentlichen und privaten Fernschreib- und Datennetzen erzielt sowie in Endvermittlungsstellen, Transit-Vermittlungsstellen, internationalen Auslandsvermittlungsstellen und Nebenstellen für einen Direktverbindungsbetrieb. Die Konfiguration dieses System weist jedoch eine Einschränkung auf; im Vollausbau ist die Anlagekonfiguration auf 64 Leitungsanschlussgruppen begrenzt, deren jede 64 Leitungsanschlüsse umfasst. Die dadurch maximal erzielbare Anzahl von Leitungsanschlüssen stellt jedoch lediglich die theoretische Kapazität dar, da ein Leitungsanschluss LT je Leitungsanschlussgruppe für Testzwecke der Leitungsanschlussgruppe reserviert wird. Dadurch ist die Kapazität tatsächlich auf 4032 Leitungsanschlüsse LT begrenzt.
Wenn eine höhere Kapazität gefordert ist, kann das System durch ein Koppelbussystem erweitert werden, wie dies in Fig. 1 schematisch angedeutet ist. Dieses Koppelbussystem umfasst eine S-Busleitung mit einer als Schnittstelleneinrichtung zwischen der Busleitung und der Datenübertragungssteuereinrichtung CC eines Grundsystems vorgesehenen Koppelbusleitungs-Steuerein-richtung BI. Die Struktur des Grundsystems macht es dabei erforderlich, diese als Schnittstelleneinrichtung dienende Koppel-busleitungs-Steuereinrichtung als eine der 64 Leitungsanschlussgruppen zu interpretieren, die den beiden Datenübertragungs-steuereinrichtungen CC des Grundsystems zugehörig sein können. Dies bedeutet aber, dass jedes der beiden über ein derartiges Koppelbussystem miteinander verbundenen Grundsysteme hinsichtlich der Anschlusskapazitäten noch weiter begrenzt wäre und dass ein aus zwei Grundsystemen bestehendes erweitertes Vermittlungssystem lediglich eine theoretische Kapazität von nicht mehr als 7938 Leitungsanschlussverbindungen aufweisen würde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Weg zu zeigen, wie bei der Übertragung von Datensignalen über Datenvermittlungseinrichtungen einer Datenvermittlungsanlage miteinander verbindende Zwischenverbindungsleitungen eine bestimmten vorgegebenen Vorschriften genügende Belastung dieser Zwischenverbindungsleitungen durch Datensignalübertragungen erreicht werden kann. Gelöst wird die vorstehend aufgezeigte Aufgabe durch die in den Patentansprüchen 1 und 7 erfasste Erfindung.
Die Erfindung bringt den Vorteil einer modularen Aufbau-barkeit bzw. Erweiterungsfähigkeit einer Datenübertragungsanlage für die Durchführung eines Datenaustausches bzw. einer Datenvermittlung zwischen jeweils zwei von in einer Vielzahl vorgesehenen Datenendgeräten mit sich. Die betreffende Anlage weist dabei eine Vielzahl von im folgenden als Vermittlungsblöcke bezeichneten Datenvermittlungseinrichtungen und eine Vielzahl von Zwischenverbindungsleitungen auf, welche die betreffenden Vermittlungsblöcke miteinander verbinden. Jeder Vermittlungsblock kann dabei mit einer entsprechenden Gruppe von Datenendgeräten verbunden werden; er enthält nachstehend auch lediglich als Leitungsanschlüsse bezeichnete Lei-tungsanschlusseinrichtunge, deren jede einem der zu einer Gruppe von Datenendgeräten gehörenden Datenendgeräte zugehörig ist. Ausserdem sind Einrichtungen vorgesehen, die an den Leitungsanschlüssen angeschlossen sind und die eine örtliche
Datenübertragung über reelle Kanäle zu bzw. von den Leitungsanschlüssen steuern. Ausserdem ist eine Schnittstelleneinheit vorgesehen, die den jeweiligen Vermittlungsblock mit einer der Zwischenverbindungsleitungen verbindet, und zwar für die Durchführung einer Ferndatenübertragung bzw. Ferndatenver-mittlung zwischen Datenendgeräten, die unterschiedlichen Vermittlungsblöcken zugehörig sind.
Eine Haupteigenschaft einer Schaltungsanordnung gemäss der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass sämtliche normalen Steuerroutinen, die Steuerinformationsübertragungen innerhalb der Steuereinrichtungen einschliessen, unabhängig von der Tatsache ausgeführt werden können, dass eine weitere Gruppe von Kanälen hinzugeführt worden ist, die zu anderen Vermittlungsblöcken hinführen. Demgemäss kann die Steuereinrichtung auch so eingestellt werden, dass Vermittlungsoperationen bezüglich Zwischensystem-Datenübertragungen gesteuert werden, da von einem örtlichen Vermittlungsblock aus betrachtet eine derartige Datenvermittlung bzw. Datenübertragung gerade über eine weitere Gruppe von Kanälen, den sogenannten virtuellen Kanälen, abgewickelt wird.
Bezüglich der Steuereinrichtung bedeutet eine derartige erweiterte Vermittlungseigenschaft lediglich, dass die betreffende Steuereinrichtung die Datenübertragung über zwei Gruppen von Kanälen zu steuern hat, nämlich entweder über die reellen Kanäle oder über die virtuellen Kanäle.
Diese Systemanordnung ermöglicht, den gesamten örtlichen Datenverkehr und Vermittlungsoperationen daher in einer herkömmlichen Art und Weise abzuwickeln und zu steuern. Die prinzipielle Eigenschaft der Steuereinrichtung bleibt ebenfalls unverändert, da die betreffende Steuereinrichtung in üblicherweise durch jede Rufanforderung aktiviert wird und nach Durchführung der Vermittlungsoperationen der Verbindungsaufbauphase verfügbar ist. Diese Systemstruktur nutzt herkömmliche Eigenschaften in einer sehr vorteilhaften Art und Weise in einem Erweiterungssystem aus, wobei die Grundeigenschaft eine dezentralisierte Steuerung der Abwicklung von Vermittlungsoperationen für eine grosse Vielzahl von Datenendgeräten darstellt.
Die bestimmte Zuteilung der virtuellen Kanäle auf einen Fernvermittlungsblock und darüber hinaus auf eine Zwischenverbindungsleitung wird aus der nachstehenden Betrachtung einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung noch näher ersichtlich werden, gemäss der Paare von Vermittlungsblöcken vorgesehen sind, deren jeder eine entsprechende Gruppe von virtuellen Kanälen umfasst, die dem jeweils anderen Vermittlungsblock der beiden Vermittlungsblöcke zugehörig sind. Dabei stehen die virtuellen Kanäle einer Gruppe von Kanälen in einer Wechselbeziehung zu einer entsprechenden Gruppe von virtuellen Kanälen der jeweils anderen Gruppe, so dass im einzelnen eine 1-zu-l-Beziehung der virtuellen Kanäle in den einzelnen Gruppen vorhanden ist.
Diese Zuteilung der virtuellen Kanäle ist zur Minimierung von Steueroperationen und zugehöriger Steuerinformationsübertragungen von speziellem Vorteil, da Querverbindungen zwischen jeweils zwei Vermittlungsblöcken automatisch hergestellt und lediglich dadurch spezifiziert werden, dass einem anfordernden Ruf örtlich ein virtueller Kanal zugeteilt wird.
Anhand von Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend an bevorzugten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in einem Blockdiagramm eine herkömmliche elektronische digitale Daten Vermittlungsanlage.
Fig. 2 zeigt eine Schaltungsanordnung gemäss der Erfindung, wobei eine Mehrzahl von Vermittlungsblöcken angedeutet ist, die über ein Koppelbussystem mit Hilfe von Koppelbus-Schnittstelleneinheiten unter der Steuerung durch ein im jeweiligen Vermittlungsblock enthaltenes virtuelles Kanalsteuerwerk verbunden sind.
Fig. 3 zeigt schematisch einen möglichen Aufbau des Kop-
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pelbussystems mit Informationsleitungen und mit Steuerleitungen, an denen ein Koppelbus-Steuerwerk angeschlossen ist.
Fig. 4 veranschaulicht das Datenformat der über einen Koppelbus übertragenen Information.
Fig. 5 veranschaulicht in weiteren Einzelheiten eine Koppelbus-Schnittstelleneinheit, die zwischen dem jeweiligen Koppelbus und einem der Vermittlungsblöcke angeordnet ist.
Fig. 6 zeigt in weiteren Einzelheiten ein Blockdiagramm eines Datenpuffers, der in einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit angeordnet ist, sowie einer Puffersteuereinheit, welche Lese/ Schreib-Operationen bezüglich des Datenpuffers steuert.
Fig. 7 zeigt eine Auswahl-Schnittstelleneinheit, die zwischen dem virtuellen Kanalsteuerwerk eines Vermittlungsblocks und einer Gruppe von Koppelbus-Schnittstelleneinheiten angeordnet ist, welche dem betreffenden einen Vermittlungsblock zugehörig sind.
Fig. 8 zeigt in einem Blockdiagramm den grundsätzlichen Aufbau eines virtuellen Kanalsteuerwerks, bei dem es sich um die Hauptsteuereinheit eines Vermittlungsblocks handelt, mit der Zwischensystem-Datenübertragungen zwischen zwei Vermittlungsblöcken über das Koppelbussystem durchgeführt werden.
Fig. 9 zeigt in einem Blockdiagramm eine Übertragungsan-forderungs-Pufferlogik, bei der es sich um eine Untereinheit des in Fig. 8 dargestellten virtuellen Kanalsteuerwerks handelt.
Fig. 10 zeigt in einem Blockdiagramm eine weitere Untereinheit des virtuellen Kanalsteuerwerks, eine sogenannte IBI-Rück-setz-Steuereinheit, die die Schlange der Übertragungsanforderungen steuert, welche den Koppelbus-Schnittstelleneinheiten zugehörig sind.
Fig. 11 bis 14 veranschaulichen schematisch den verknüp-fungsmässigen Aufbau verschiedener Untereinheiten der Übertragungssteuereinheit des virtuellen Kanalsteuerwerks.
Fig. 15 veranschaulicht in einem Blockdiagramm einen Richtungsspeicher des virtuellen Kanalsteuerwerks und zugehörige Steuereinheiten, mit deren Hilfe Lese/Schreib-Operationen bezüglich des in dem virtuellen Kanalsteuerwerk untergebrachten Richtungsspeichers gesteuert werden.
Fig. 16 und 17 zeigen das Format von Einträgen in Tabellen, bei denen es sich um eine sogenannte virtuelle Kanalnummerntabelle .und um eine Leitungsanschlussnummerntabelle des Richtungsspeichers handelt.
Fig. 18 veranschaulicht anhand eines Blockdiagramms eine Schalteranordnung zur Datenpufferung in dem virtuellen Kanalsteuerwerk für die Durchschaltung von Informationen von einem Zentralprozessorsystem, einer Datenübertragungssteuereinrichtung oder einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit des jeweiligen Vermittlungsblocks zu einer anderen Einheit dieser Einheiten.
Fig. 19 zeigt in einem Blockdiagramm schematisch Tabellen des Hauptspeichers des Zentralprozessorsystems, wobei die betreffenden Tabellen zur Herstellung von Verbindungen von einem Vermittlungsblock zu einem anderen Vermittlungsblock der Anlage über das Koppelbussystem verwendet werden.
Das in Fig. 2 dargestellte Blockdiagramm einer erweiterten elektronischen Datenvermittlungsanlage zeigt als Grundmoduln anzusehende n Datenvermittlungseinrichtungen ein und derselben Vermittlungsanlage, die im folgenden als Vermittlungsblöcke SBl bis SBn bezeichnet werden. Jeder Vermittlungsblock SB bildet eine herkömmliche Vermittlungsanlage, wie sie eingangs bereits beschrieben worden ist, wobei allerdings einige zusätzliche Hardware-Einrichtungen vorgesehen sind, die für .Datenübertragungen zwischen Vermittlungsblöcken über Koppelbusleitungen BUSI bis BUSm erforderlich sind.
Die im folgenden nur kurz als Leitungsanschlüsse bezeichneten Leitungsanschlusseinrichtungen LT innerhalb des Vermittlungsblocks stellen wieder die elektrische Schnittstelle zu externen Teilnehmerleitungen oder Verbindungsleitungen dar. Von diesen Informationsquellen erhält ein Leitungsanschluss LT Daten im Serien-Bitformat mit verschiedenen Geschwindigkeiten und in verschiedenen Codes; der Leitungsanschluss setzt die betreffenden Daten in bit-parallele Zeichen um und gibt die so 5 aufgenommenen Daten zeichenweise über die Leitungsgruppensteuereinrichtung TG an die Datenübertragungssteuereinrichtung CC ab. Die Datenübertragungssteuereinrichtung CC dient als Schnittstelleneinrichtung zwischen den Leitungsanschlüssen LT und dem Zentralprozessor CP des Vermittlungsblocks wäh-lo rend einer Verbindungsaufphase. Die Datenübertragungssteuereinrichtung tastet bis zu 4032 Leitungsanschlüsse LT nacheinander ab und überträgt die als Antwortsignale erhaltenen Lei-tungs-Statussignale, die Steuerinformationen und die Daten zu dem Zentralprozessor CP und umgekehrt, und zwar wie bei der 15 beschriebenen herkömmlichen Datenvermittlungsanlage. Die Datenübertragungssteuereinrichtung steuert somit den örtlichen Datenverkehr zwischen verschiedenen Leitungsanschlüssen LT eines Vermittlungsblocks SB während der Verbindungsphase.
Die Datenübertragungssteuereinrichtung CC, bei der es sich 20 ebenfalls um ein Modul der herkömmlichen Datenvermittlungsanlage handelt, ist indessen nicht im Stande, die Datenübertragung zwischen unterschiedlichen Vermittlungsblöcken zugehörigen End-Leitungen abzuwickeln. Für die betreffende Datenübertragung wird vielmehr eine andere Steuereinheit, das soge-25 nannte virtuelle Kanalsteuerwerk VCC benutzt. Das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC eines Vermittlungsblocks stellt die Schnittstelleneinrichtung zwischen der zugehörigen Datenübertragungssteuereinrichtung CC, dem Zentralprozessor CP und einer busorientierten Einrichtung dar, die als Vermittlungs-30 blockkoppler bezeichnet werden kann. Der Vermittlungsblock-koppler besteht aus Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI, Koppelbus-Steuereinheiten IBC und Koppelbusleitungen BUS, wie dies in Fig. 2 veranschaulicht ist. Das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC umfasst, wie dies weiter unten noch im einzelnen er-35 läutert werden wird, einen Speicher, eine Steuerlogik und Datenschalter, um den Informationsaustausch zwischen der Datenübertragungssteuereinrichtung CC, den Koppelbus-Schnitt-stelleneinheiten IBI und dem Zentralprozessor CP zu steuern. Während das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC als Teil des Ver-40 mittlungsblocks betrachtet wird, können die Einheiten des Ver-mittlungsblockkopplers in Schränken untergebracht sein, die von einem bestimmten Vermittlungsblock aus in einer begrenzten Entfernung von beispielsweise 30 m oder in noch grösserer Entfernung vorgesehen sein können. Es sei darauf hingewiesen, 45 dass die Steuermoduln eines Vermittlungsblocks, nämlich die Datenübertragungssteuereinrichtung CC, der Zentralprozessor CP und das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC, zum Zwecke der Erzielung eines sicheren bzw. ausfallsicheren Betriebs doppelt vorgesehen sind. Die Anordnung bezüglich jeder dieser Hard-50 ware-Komponenten ist so getroffen, dass die betreffenden Komponenten einen von vier möglichen Systemzuständen annehmen können: sogenannter On-Line-Zustand, also Betriebszustand, sogenannter Stand-By-Betrieb, also Betriebsbereitschaft, sogenannter Off-Line-Zustand, also indirekter Betriebs-55 zustand, und Test-Zustand. Beim On-Line- bzw. Betriebszustand führt das betreffende Modul die zugehörigen Steuerfunktionen aus; im Stand-By- oder Bereitschaftsbetrieb ist der Modul betriebsfähig, wobei er erforderlichenfalls unverzüglich die Funktionen des entsprechenden gerade im On-Line-Betrieb 60 arbeitenden Moduls übernehmen kann. Zu diesem Zweck werden Speicher der Moduln ständig durch den in Betrieb befindlichen Zentralprozessor aktualisiert, und zwar in demselben Ausmass wie der entsprechende Speicher des in Betrieb befindlichen Moduls. Beim Off-Line-Betrieb kann beispielsweise eine 65 Datenübertragungssteuereinrichtung CC für Testzwecke benutzt werden, um abgeschaltete bzw. im Off-Line-Betrieb befindliche Leitungsanschlussgruppen TG mit Hilfe des im Off-Line-Betrieb befindlichen Zentralprozessors CP zu testen. Beim Test-
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Betrieb werden das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC und die Datenübertragungssteuereinrichtung CC mit Hilfe von Diagnoseprogrammen getestet. In diesem Zustand ist beispielsweise die Datenüberträgungssteuereinrichtung CC völlig von den Leitungsanschlussgruppen TG abgetrennt.
Wie in Fig. 2 gezeigt, umfasst die Kopplereinheit des Vermittlungsblocks eine Vielzahl von unabhängig voneinander betriebenen Koppelbusleitungen BUSI bis BUSm. Die Anzahl m der Busleitungen BUS wird in Abhängigkeit von Verkehrsbedingungen innerhalb der Gesamtanlage gewählt werden und mit Rücksicht auf das geforderte Sicherheitsmass im Betrieb. Mit Rücksicht auf das Vorhandensein einer Vielzahl von Anwendungsfällen für ein derartiges Erweiterungssystem kann eine feste Beziehung zwischen der Anzahl n der Vermittlungsblöcke und der Anzahl m der Koppelbusleitungen BUS nicht ohne Beziehung auf einen bestimmten Anwendungsfall festgelegt werden. Da jedoch grundsätzlich keine dieser Koppelbusleitungen BUS einem Vermittlungsblock fest zugeordnet bzw. zugehörig ist, kann festgestellt werden, dass eine ausreichende Redundanz der Gesamtanlage jedenfalls dann erzielt wird, wenn die Anzahl n der Vermittlungsblöcke die Anzahl m der Koppelbusleitungen übersteigt. Jedem Vermittlungsblock sind dabei Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI zugehörig, die mit unterschiedlichen Koppelbusleitungen verbunden sind. Dabei existieren allerdings keine zuvor festgelegten Datenübertragungsverbindungen zwischen den Vermittlungsblöcken. Generell werden sämtliche Datenübertragungsverbindungen dynamisch auf einer Protokollbasis aufgebaut. Damit ist aber die Anzahl der zwischen jeweils zwei Vermittlungsblöcken aktiven Datenübertragungsverbindungen durch die jeweiligen augenblicklichen Verkehrsbedingungen festgelegt. Das Koppelbussystem ist zusammen mit den einzelnen Koppelbus-Steuereinrichtungen IBC und mit den Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI in einer Einheit untergebracht, dem sogenannten Vermittlungsblockkoppler, der von den Vermittlungsblöcken abgesetzt untergebracht ist. Die verschiedenen Koppelbusleitungen können aus einer mehrere Schichten umfassenden Schaltungsplatte bestehen, die auf der Rückseite der jeweiligen Einheit vorgesehen ist. Die Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI werden dann in die betreffende Schaltungsplatte eingesteckt und damit direkt mit einer der betreffenden Koppelbusleitungen verbunden.
Da das in Betrieb befindliche virtuelle Kanalsteuerwerk VCC des jeweiligen Vermittlungsblocks jede zugehörige Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI für eine Datenübertragung zwischen Vermittlungsblöcken, also einer Zwischensystem-Datenübertragung benutzen kann, ist eine Auswahl-Schnittstelleneinrichtung SIF zwischen dem virtuellen Kanalsteuerwerk VCC des jeweiligen Vermittlungsblocks und der entsprechenden Gruppe von Koppelbus-Schnittstelleneinheiten vorgesehen. Diese Auswahl-Schnittstelleneinrichtung dient zur Auswahl einer der Gruppe von zugehörigen Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI; die betreffende Auswahl-Schnittstelleneinrichtung bildet indessen keinen Teil des Vermittlungsblockkopplers, sondern sie ist vielmehr räumlich den virtuellen Kanalsteuerwerken VCC zugehörig und kann als Schnittstelleneinrichtung jener Steuereinrichtungen zu der Koppelbus-Schnittstelleneinrichtung IBI auf-gefasst werden. Dennoch sind in Fig. 2 die Auswahl-Schnitt-stelleneinrichtungen zur Erzielung eines besseren Verständnisses als gesonderte Einheiten dargestellt.
Nachdem zuvor die Struktur bzw. der Aufbau der Datenvermittlungsanlage unter Bezugnahme auf Fig. 2 generell erläutert worden ist, werden nunmehr im einzelnen der Aufbau und die Arbeitsweise der Einheiten der betreffenden Anlage erläutert werden. Es sei darauf hingewiesen, dass im Zuge der nachstehenden Erläuterung von Einzelheiten der Vermittlungsanlage zum Zwecke eines besseren Verständnisses bezüglich der Datenleitungen davon auszugehen ist, dass diese durch voll ausgezogene Linien dargestellt sind, während Steuersignalleitungen durch gestrichelte Linien angedeutet sind.
In Fig. 3 ist die prinzipielle Anordnung einer Koppelbusleitung BUS veranschaulicht, die in Verbindung mit Fig. 4 erläutert werden wird, in der eine bevorzugte Ausführungsform des Formates gezeigt ist, mit dem Daten über die Koppelbusleitung BUS übertragen werden. Bei dieser Ausführungsform ist angenommen, dass der Vermittlungsblock 4032 Datenübertragungsleitungen bedient und demgemäss 4032 Leitungsanschlüsse LT umfasst, die in 64 Gruppen untergebracht sind, deren jede durch eine Leitungsanschlussgruppensteuereinrichtung TG gesteuert wird. Diese Datenübertragungsleitungen können auch als Kanäle bezeichnet werden. Ferner ist vorausgesetzt, dass jeder Vermittlungsblock neben der Bedienung der zuvor erwähnten reellen Kanäle auch im Stande sein kann, dieselbe Anzahl von sogenannten virtuellen Kanälen zu bedienen, d.h. der Kanäle, die für die Datenübertragung auf der Koppelbusanordnung verwendet werden. Demgemäss ist jeder einem reellen Kanal entsprechende virtuelle Kanal als Datenübertragungsleitung zu interpretieren, die zu einem an ferner Stelle befindlichen Vermittlungsblock hinführt. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass die maximale Konfiguration einer Anlage 63 Vermittlungsblöcke umfasst, die über bis zu m = 15 Koppelbusleitungen BUSI bis BUS15 miteinander verbunden sind.
Auf der Grundlage der vorstehend angegebenen Voraussetzungen besteht eine Koppelbusleitung, wie dies aus Fig. 3 hervorgeht, aus vier Gruppen von parallelen Leitungen; Datenleitungen 301, virtuelle Kanaladressleitungen 302, Vermittlungsblock-Adressleitungen 303 und Adressensteuerleitungen 304 und 305. Schliesslich umfasst jeder Koppelbus BÜS eine Abtastleitung 306. Die entsprechende Struktur des Datenformats ergibt sich aus Fig. 4. Zur Erzielung eines besseren Verständnisses sind die verschiedenen Gruppen von Datenfeldern in zwei Zeilen dargestellt. Die obere Zeile enthält drei Felder: Ein 19 Bit umfassendes Feld 401 mit einer Länge, welche der Anzahl der Datenleitungen entspricht; ein 12 Bit umfassendes Feld 402 für eine virtuelle Kanalnummer, die einem an ferner Stelle befindlichen Vermittlungsblock zugehörig ist . und die einen von 4032 virtuellen Kanälen adressiert; ein 6 Bit umfassendes Feld 403 für die Vermittlungsblock-Nummer eines an einer fernen Stelle befindlichen Vermittlungsblocks, wobei durch diese Vermittlungsblock-Nummer einer von 63 an ferner Stelle befindlichen Vermittlungsblöcken adressiert wird. Die untere Zeile in Fig. 4 bezieht sich auf die Gruppe der Adresssteuerleitungen 304, 305 und 306 der Koppelbusleitung; dabei sind acht Gruppen von Auswahlleitungen 404, acht Interngruppen-Auswahlleitungen 405 und die Abtastleitung 406 er-fasst. Diese Adressensteuerleitungen sind mit der Koppelbus-Steuereinrichtung 310 verbunden, die in aufeinanderfolgenden Zeitschlitzen bzw. Zeitfächern jeweils einen entsprechenden Vermittlungsblock der Vermittlungsblöcke über eine entsprechende Einheit der Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI auswählt. Dabei ist ein festverdrahtetes Auswahlschema für die Vermittlungsblöcke, vorgesehen. Wie bereits ausgeführt, soll die gesamte Datenvermittlungsanlage aus bis zu 63 Vermittlungsblöcken aufgebaut sein, die in acht Gruppen mit jeweils bis zu acht Vermittlungsblöcken bzw. Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI aufgeteilt sind. Demgemäss wird durch eine der acht Gruppenauswahlleitungen eine dieser acht Gruppen von Vermittlungsblöcken festgelegt. Darüber hinaus führen die acht Interngruppen-Auswahlleitungen eine Auswahlinformation bezüglich eines bestimmten Vermittlungsblocks oder' bezüglich einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI innerhalb der jeweiligen Gruppe.
Nunmehr sei angenommen, dass die Datenübertragungsgeschwindigkeit auf der Busleitung eine Million Zeichen/sec betragen sollte. Daraus ergibt sich eine entsprechende Buszykluszeit. Die betreffende Datenübertragungsgeschwindigkeit auf der
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Busleitung wird durch einen Oszillator 311 gesteuert, der in der Koppelbus-Steuereinrichtung 910 untergebracht ist. Der Oszillator steuert einen 6-Bit-Binärzähler 312, welcher ausgangsseitig an einer Decodereinheit 313 angeschlossen ist, die aus zwei kommerziell erhältlichen 3-zu-acht-Decoderelementen besteht. Diese Decodereinheit 313 ist über zwei Gruppen à 8 Ausgänge an einer Leitungstreiberstufe 314 angeschlossen, die aus 16 herkömmlichen Treiberschaltungen besteht, deren jede an einer der 16 Adressensteuerleitungen 304 bzw. 305 angeschlossen ist. Während jedes Taktzyklus führt lediglich eine Leitung der Gruppenauswahlleitungen 304 und eine Leitung der Interngruppen-Auswahlleitungen 305 ein Auswahlsignal, und zwar während eines Taktzyklus, der durch den Freigabestatus der betreffenden Leitungstreiber der Leitungstreiberstufe 314 festgelegt ist. Innerhalb jedes Taktzyklus wird das Abtastsignal an die Abtastleitungen 306 abgegeben, um einen Datenfreigabezustand festzulegen, durch den die jeweils gerade adressierte Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI für einen Zugang bzw. Zugriff zu dem Koppelbus freigegeben wird sowie für die Aufnahme von Informationen, die über die Datenleitungen 301 abgegeben worden sind. Die einzelnen Einheiten der Koppelbus-Steuereinrich-tung 310 sind von herkömmlichem Aufbau; sie bestehen aus kommerziell erhältlichen Komponenten. So besteht die Decodereinheit 313 beispielsweise aus zwei Bauelementen mit der Bezeichnung SN74155. Eine weitere detaillierte Erläuterung der Koppelbus-Steuereinrichtung 310 wird somit nicht als erforderlich angesehen.
Nachdem zuvor die Struktur einer Koppelbusleitung und das Adressierungsschema im Prinzip erläutert worden sind,
wird nunmehr die Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI unter Bezugnahme auf Fig. 5 im einzelnen erläutert werden. In Fig. 5 sind im übrigen der Aufbau einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI sowie der um diese Einheit herum vorgesehenen Einrichtungen gezeigt. Die Koppelbus-Schnittstelleneinheit stellt die Verbindungseinheit zwischen einem Vermittlungsblock SB und einem Koppelbus bzw. einer Koppelbusleitung des Koppelbussystems dar. Diese Schnittstelleneinheit dient der Informationsübertragung in beiden Übertragungsrichtungen. Dabei weist die Verbindungsstrecke zwischen einem mit hoher Geschwindigkeit betriebenen Busleitüngssystem und einem an ferner Stelle befindlichen Vermittlungsblock eine niedere Datentransferrate auf. Aufgrund der räumlichen Forderungen an eine derart grosse Datenvermittlungsanlage sind Datenübertragungsleitungen in einer Länge erforderlich, die nicht vernachlässigt werden kann, da diese Länge zwischen ca. 90 m und ca. 150 m liegt. Aufgrund dieses Längenbereiches der physikalischen Kabel und aufgrund der eine zusätzliche Beschränkung mit sich bringenden Leistungsfähigkeiten der virtuellen Kanalsteuereinrichtung VCC ist zu berücksichtigen, dass eine Datenübertragungsrate bis zu 0,1 Millionen Zeichen/s zwischen einem Vermittlungsblock und den zugehörigen Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI unter Anwendung bekannter Technologie und mit vernünftigen Kosten erzielt werden kann.
Die Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI stellt nunmehr das Übertragungs-Bindeglied zwischen den voneinander unabhängigen Einheiten einer Datenvermittlungsanlage dar, die mit unterschiedlichen Datenübertragungsraten arbeiten. Die betreffende Schnittstelleneinheit hat die entsprechenden Forderungen zu erfüllen. Sie besteht aus zwei Hauptteilen: Einrichtungen zur Informationsübertragung zu dem Koppelbus BUS hin und Einrichtungen zur Aufnahme von Informationen von dem Koppelbus BUS her. Im folgenden sei zunächst auf die Koppelbus-Ausgangsschaltungsanordnung eingegangen. Diese Ausgangsschaltungsanordnung weist eine Busleitungs-Ausgangs-Aus-wahleinrichtung 310 mit zwei Gruppen à 8 Eingängen 511 und 512 auf, die mit den Gruppenauswahlleitungen 304 bzw. mit den Interngruppenauswahlleitungen 305 verbunden sind. Jedem dieser Eingänge sind in der Ausgangs-Auswahleinrichtung 510
untergebracht interne Verbindungsanschlüsse 513 bzw. 514 zugehörig. Jede Gruppe dieser internen Verbindungen bzw. Anschlussstellen ist gemeinsam an einem Eingang eines UND-Gliedes 515 angeschlossen. Überdies ist einer der Eingänge 511, s 512 mittels einer Verbindungsbrücke 516 mit einem der internen Verbindungsanschlüsse 513 bzw. 514 verbunden. Die Lage der jeweiligen Verbindungsbrücke 516 legt eine Leitung der Gruppenauswahlleitungen 304 sowie eine weitere Leitung aus den In-tergruppenauswahlleitungen 305 für die Verbindung mit dem io UND-Glied 515 fest. Wenn diese beiden gewissermassen durchverbundenen Auswahlleitungen Auswahlsignale führen, dann wird von dem UND-Glied 515 ein Ausgangssignal erzeugt, welches als Busabgabe-Freigabesignal 517 bezeichnet wird. Tritt dieses Signal mit einem dem «Ein»-Zustand entsprechenden Pe-i5 gel auf, so ist dadurch der Auswahlbetrieb der Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI festgelegt, gemäss dem die Schnittstelleneinheit gerade von der Koppelbus-Steuereinrichtung IBC abgetastet wird.
Die Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI erhält auf ihre Aus-20 wähl durch die Koppelbus-Steuereinrichtung IBC hin Zugang zu dem Koppelbus BUS, um über diesen Informationen zu übertragen. Eine derartige Information wird von dem zugehörigen Vermittlungsblock über die Auswahl-Schnittstelleneinheit SIF auf einer Ausgabe-Übertragungsleitung 512 aufgenommen. 25 Entsprechend dem unter Bezugnahme auf Fig. 4 beschriebenen Datenformat besteht die Übertragungsleitung aus 37 Leiterpaaren für die Parallelübertragung eines Zeichens oder eines Informationswortes. Demgemäss ist die Koppelbus-Schnittstellen-einheit IBI mit einer Gruppe von 37 Leitungsempfängern 520 30 versehen, die aus Empfängern mit symmetrischem Differenzeingang bestehen und bei denen es sich um kommerziell erhältliche Bauelemente handelt. Diese Empfänger sind dabei parallel zueinander angeordnet, wie dies in Fig. 5 schematisch angedeutet ist. Am fernliegenden Ende der Ausgangs-Übertragungsleitung 35 521 ist eine entsprechende Anzahl von Leitungstreibern auf der Ausgangsseite der Auswahl-Schnittstelleneinrichtung SIF angeordnet.
Zu dem Koppelbus BUS führt eine entsprechende Einheit von Bustreibern 530 hin, die durch 37 Treiberelemente gebildet 40 sind, welche parallel angeordnet sind und welche jeweils an einem der Ausgänge der Leitungsempfänger 520 angeschlossen sind. Die Ausgänge dieser Bustreiber sind jeweils an einem Leiter der Koppelbusleitung BUS angeschlossen, um an den betreffenden Koppelbus die Daten und Adresseninformationen paral-45 lei abgeben zu können. Wie schematisch in Fig. 5 angedeutet, werden die Bustreiber 530 durch das Bus-Ausgabe-Freigabe-signal 517 gesteuert. Dies bedeutet, dass die Bustreiber 530 dann in den Betriebszustand geschaltet werden, wenn das Bus-Ausgabe-Freigabesignal mit einem dem «Ein»-Zustand entspre-50 chenden Pegel auftritt.
Ein an die Busleitung parallel abgegebenes Wort ist zu lediglich einem der Vermittlungsblöcke zu übertragen, d.h. zu derjenigen Schnittstelleneinheit der Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI, die diese Busleitung mit dem entsprechenden Vermitt-55 lungsblock verbindet. Da die empfangende Koppelbus-Schnitt-stelleneinheit IBI zuvor nicht irgendeiner Einrichtung zugeteilt worden ist, wird ein von dem Auswahlschema verschiedenes Adressierungsschema realisiert. Dazu kann eine Adresseninformation durch die Vermittlungsblocknummer SB-Nr. gegeben 6o sein, die über den Koppelbus BUS übertragen und die von der Bus-Eingangsschaltungsanordnung der Koppelbus-Schnittstelleneinheit aufgenommen wird, welche einen Bus-Eingangswähler 540 aufweist, der aus zwei Drei-zu-acht-Decodern besteht. Jeder Decoder weist wie die Decoder der Koppelbus-Steuerein-65 richtung IBC acht Ausgänge auf, die als Gruppenauswahlaus-gänge bzw. als Interngruppenauswahlausgänge bezeichnet werden können. Diese Ausgänge liefern — wenn sie in entsprechender Weise miteinander verbunden sind, wie dies unter Bezug
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nähme auf den Bus-Ausgabewähler 510 erläutert worden ist — ein Bus-Eingangsfreigabesignal 541. Dieses Freigabesignal bezeichnet diejenige Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI, die für die Aufnahme einer Information vom Koppelbus BUS auszuwählen ist.
Es sei darauf hingewiesen, dass dieses in beiden Richtungen benutzte Adressierungsschema den Vorteil bietet, dass die einzelnen Koppelbus-Schnittstelleneinheiten trotz ihrer späteren Einstellung in der Gesamt-Datenvermittlungsanlage in identischer Weise hergestellt werden können, da Verbindungsbrücken zu einem Zeitpunkt eingesetzt werden können, zu dem das System zusammengebaut wird. Die Zuteilung der Koppelbus-Schnittstelleneinheiten kann dadurch einfach neu geordnet werden, dass die Lage der betreffenden Verbindungsbrücken geändert wird.
In dem Eingangsübertragungsweg der Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI sind ein IBI-Datenpuffer 560 mit einer zugehörigen Puffersteuereinheit 550 angeordnet, die das Eingabebzw. Eingangsfreigabesignal 541 und das Bus-Abtastsignal 306 von dem Koppelbus BUS einerseits und mehrere Steuersignale von dem virtuellen Kanalsteuerwerk VCC über die Auswahl-Schnittstelleneinrichtung SIF andererseits aufnimmt. Zwischen dem Koppelbus BUS und den Dateneingängen 561 des IBI-Datenpuffers 560 sind Busleitungsempfänger 570 vorgesehen, die parallel an die Busleitungen 301 und 302 angeschlossen sind, um über diese Daten und die jeweilige virtuelle Kanalnummer aufzunehmen. Auf der Ausgangsseite der Koppelbus-Schnittstelleneinheit sind demgemäss Leitungstreiber 580 vorgesehen, die zwischen Datenausgängen 562 des IBI-Datenpuffers 560 und einer Eingangs-Übertragungsleitung 581 angeordnet sind.
Einzelheiten bezüglich der Puffersteuereinheit 550 und des IBI-Datenpuffers 560 ergeben sich aus dem Blockdiagramm gemäss Fig. 6. Der IBI-Datenpuffer ist ein Pufferspeicher vom FIFO-Typ. Bei diesem FIFO-Speicher handelt es sich um einen Speicher, bei dem die erste eingegebene Information auch die erste ausgegebene Information ist. Der FIFO-Speicher weist eine Speicherkapazität von 4 K Zeichen auf, wobei jedes Zeichen ein Format von 31 Bits umfasst. Da keine FIFO-Elemente kommerziell erhältlich sind, die eine Zwischenspeicherung einer derartigen Menge von Zeichen ermöglichen, ist der IBI-Datenpuffer bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung als RAM-Speicher mit wahlfreiem Zugriff organisiert bzw. durch eine Speicheranordnung mit 64 X 4 Speicherelementen entsprechender Speicherkapazität gebildet. Als Speicherelemente können hierfür beispielsweise die Bauelemente AMD Nr. 2143 verwendet werden.
Die das Einschreiben von Informationen in den IBI-Datenpuffer 560 betreffenden Operationen, durch die eine Zwischenspeicherung der Information erfolgt, die über den Koppelbus übertragen wird, sowie Leseoperationen bezüglich des Auslesens von Informationen aus dem IBI-Datenpuffer zur Übertragung von Informationen an das zugehörige virtuelle Kanalsteuerwerk VCC werden durch die Puffersteuereinheit 550 gesteuert. Um das Einschreiben von Operationen in den Datenpuffer zu beginnen, werden der Puffersteuereinheit zwei Steuersignale zugeführt, nämlich das Bus-Eingangsfreigabesignal 541 und das Bus-Abtastsignal 306. Das Bus-Eingangsfreigabesignal 541, welches unter Bezugnahme auf Fig. 5 bereits beschrieben worden ist, bezeichnet den ausgewählten Betrieb der Koppel-bus-Schnittstelleneinheit IBI. Das Busleitungs-Abtastsignal 306 legt eine Zeitspanne innerhalb eines Taktzyklus auf dem Koppelbus BUS fest, innerhalb der die übertragenen Daten für die Abspeicherung in dem IBI-Datenpuffer gültig bzw. zugelassen sind. Um FIFO-Operationen in dem RAM-orientierten Datenpuffer zu simulieren, wird das Bus-Eingangsfreigabesignal 541 einem Takteingang eines Eingangs-Adresszählers 601 zugeführt, der in herkömmlicher Weise als binärer Ringzähler ausgeführt ist. Die Zählkapazität entspricht der Kapazität des IBI-Daten-puffer 560. Eine gerade vorliegende Zählerstellung kennzeichnet die jeweils gerade vorliegende Schreibadresse für den IBI-Datenpuffer. Wie schematisch in Fig. 6 gezeigt, ist jeder Aus-s gang des Eingangs-Adresszählers 601 an einem entsprechenden ersten Eingang von UND-Gliedern 602 angeschlossen. Die zweiten Eingänge dieser UND-Glieder sind mit der Signalleitung verbunden, welche das Bus-Eingangsfreigabesignal 541 führt. Die Ausgänge der UND-Glieder 602 sind parallel an entspre-lo chende Eingänge eines Adressenwählers 603 angeschlossen, der aus Drei-zu-acht-Decoderelementen besteht, welche die Adresse eines Speicherplatzes des IBI-Datenpuffers bereitstellen, in den die gerade über den Koppelbus BUS übertragene Information zu speichern ist.
15 Nachdem die Pufferadresse ausgewählt ist, kann die Schreiboperation begonnen werden. Dies erfolgt dadurch, dass ein Schreibsignal an einen Schreib-Freigabeeingang 564 des IBI-Datenpuffers abgegeben wird. Dieses Schreibsignal stellt das Ausgangssignal eines weiteren UND-Gliedes 604 dar, welches 20 eingangsseitig an den Leitungen angeschlossen ist, welche das Bus-Abtastsignal 306 bzw. das Bus-Eingangsfreigabesignal 541 führen.
Für die Durchführung der Leseoperationen wird eine entsprechende Anordnung verwendet. Die das Auslesen von Infor-25 mationen aus dem IBI-Datenpuffer 560 betreffenden Leseoperationen werden unter der Steuerung des empfangsseitig vorgesehenen virtuellen Kanalsteuerwerks VCC gesteuert. Nachdem von der Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI ein Anforderungssignal IBI X FER REQ610 aufgenommen worden ist, auf das 30 weiter unten noch näher eingegangen werden wird, reagiert das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC auf die betreffende Anforderung, sobald es die geforderte Operation ausführen kann. Zu diesem Zeitpunkt sendet das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC ein Übertragungs-Freigabesignal «IBI zu VCC ENABLE» 605 an 35 die Puffersteuereinheit 550 aus. Dieses Signal wird an einem ersten Eingang eines weiteren UND-Gliedes 606 aufgenommen, welches an einem invertierenden zweiten Eingang das Bus-Ein-gangsfreigabesignal 541 zugeführt erhält. Der Ausgang dieses UND-Gliedes 606 ist an einem Takteingang eines Ausgangs-40 Adresszählers 607 angeschlossen, der im Aufbau und in der Arbeitsweise dem Eingangs-Adresszähler 601 entspricht. Der Aus-gangs-Adresszähler 607 erzeugt eine um 1 vergrösserte neue Adresse jeweils dann, wenn ein «IBI zu VCC ENABLE»-Signal 605 in der Puffersteuereinheit aufgenommen worden ist und 45 wenn die Koppelbus-Schnittstelleneinheit 550 gerade für eine Schreiboperation nicht ausgewählt ist. Dies entspricht dem Zustand, dass eine das Einschreiben einer Information in den IBI-Datenpuffer 560 betreffende Schreiboperation Priorität gegenüber einer Leseoperation aufweist, die das Auslesen einer Infor-50 mation aus dem betreffenden Puffer betrifft.
Für das gerade erwähnte Prioritätsschema sprechen zwei Gründe: Die Datenübertragungsrate über den Koppelbus BUS •ist etwa zehn mal höher als die Datenübertragungsrate zwischen der Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI und dem virtuellen Ka-55 nalsteuerwerk VCC, und ausserdem ist die über den Koppelbus übertragene Information innerhalb der Zulässigkeits-Zeitspanne der Bustaktzeit aufzunehmen, da sonst diese Information verloren ist.
Die jeweils geltende Zählerstellung des Ausgangs-Adress-60 zählers 607 gibt die vorliegende Adresse für eine Leseoperation an, bei der aus dem IBI-Datenpuffer 560 ausgelesen wird. Entsprechend der Schaltungsanordnung zur Decodierung einer Schreibadresse ist jeder Ausgang des Ausgangs-Adresszählers 607 an einem entsprechenden ersten Eingang von weiteren 65 UND-Gliedern 608 angeschlossen. Die invertierenden zweiten Eingänge der UND-Glieder 608 sind an der Signalleitung angeschlossen, die das Busleitungs-Freigabesignal 541 führt. Die Ausgänge der UND-Glieder 608 sind gemeinsam mit den ent
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sprechenden Ausgängen der UND-Glieder 602 jeweils an einem Eingang des Adressenwählers 603 angeschlossen, um die Adresse eines Speicherplatzes des IBI-Datenpuffers 560 zu erzeugen, aus dem das abgespeicherte Zeichen gelesen und an die Leitungstreiber 580 abgegeben wird.
Die betreffende Leseoperation wird ausgeführt, sobald ein Lese-Freigabeeingang 565 des IBI-Datenpuffers 560 ein Lese-Freigabesignal von einem weiteren UND-Glied 609 her aufnimmt, welches mit einem ersten Eingang an der Signalleitung 605 angeschlossen ist, die das Signal «IBI zu VCC ENABLE» 605 führt. Ein invertierender zweiter Eingang erhält das Bus-leitungs-Abtastsignal 306 zugeführt. Eine Leseoperation wird somit jeweils dann begonnen, wenn das zugehörige virtuelle Kanalsteuerwerk VCC für die Datenaufnahme von der Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI freigegeben ist und wenn diese Einheit für eine Schreiboperation nicht ausgewählt ist.
Die in dem IBI-Datenpuffer 560 kurzzeitig gespeicherte Information ist sobald wie möglich an das zugehörige virtuelle Kanalsteuerwerk VCC zu übertragen. Die Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI hat das zugehörige virtuelle Kanalsteuerwerk VCC über diesen Zustand zu instruieren, was durch die Abgabe des IBI-Übertragungsanforderungssignals «IBI XFER REQ»
610 erfolgt. Um dieses Signal zu erzeugen, wenn der IBI-Daten-puffer 560 nicht leer ist, wird ein Versatz-Zähler 611 verwendet. Dieser Zähler ist als Vorwärts-Rückwärts-Zähler ausgelegt, der einen bei Ansteuerung jeweils um 1 weiterzählenden Eingang 612 aufweist, um in Vorwärtsrichtung zu zählen. Dieser Eingang ist mit dem Ausgang des UND-Gliedes 604 verbunden, welches des Schreibfreigabesignal abgibt, das vom Ausgang des UND-Gliedes 604 abgegeben wird. Die Zählerstellung des Ver-satz-Zählers 611 wird jeweils dann um 1 erhöht, wenn eine das Einschreiben einer Information in den IBI-Datenpuffer 560 betreffende Schreiboperation ausgeführt wird.
In entsprechender Weise ist ein zweiter auf eine Ansteuerung jeweils eine Zählung bewirkender Eingang 613 vorgesehen, mit dessen Ansteuerung die Zählerstellung des Versatz-Zählers
611 herabgesetzt wird. Dieser Eingang 613 ist mit dem Ausgang des UND-Gliedes 609 verbunden, welches das Freigabesignal für eine Leseoperation abgibt, im Zuge derer Daten aus dem IBI-Datenpuffer 560 gelesen werden. Damit gibt der Versatz-Zähler 611 an den Parallel-Ausgängen 614 die jeweils vorliegende Belastung des IBI-Datenpuffers 560 an. Die Ausgänge 614 des Versatz-Zählers sind parallel mit entsprechenden Eingängen eines ODER-Gliedes 615 verbunden, welches ein Ausgangssignal jeweils dann liefert, wenn der Versatz-Zähler 611 eine von 0 verschiedene Zählerstellung aufweist. Der Ausgang des ODER-Gliedes 615 ist mit einem Setzeingang eines bistabilen Übertragungsanforderungs-Kippgliedes 616 verbunden, welches im gesetzten Zustand das «IBI XFER REQ»-Signal 610 erzeugt.
Wie weiter unten noch im einzelnen beschrieben werden wird, erzeugt das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC ein «IBI XFER RESET»-Steuersignal 617, nachdem es auf eine Anforderung einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI dadurch reagiert hat, dass Daten an das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC übertragen werden. Dieses Signal 617 wird dem Rücksetzeingang des bistabilen Übertragungsanforderungs-Kippgliedes 616 zugeführt. Das Übertragungsanforderungs-Kippglied 616 wird dann wieder unverzüglich gesetzt, wenn entsprechend der Zählerstellung des Versatz-Zählers 611 ein oder mehrere Zeichen noch zu dem virtuellen Kanalsteuerwerk zu übertragen sind.
Im Zuge der anhand der Fig. 2 erläuterten Grundstruktur der erweiterten Datenvermittlungsanlage ist darauf hingewiesen worden, dass sowohl das in Betrieb befindliche virtuelle Kanalsteuerwerk VCC als auch das in Betriebsbereitschaft befindliche virtuelle Kanalsteuerwerk eines Vermittlungsblocks in Datenaustausch mit einer Vielzahl von Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI zu treten haben. Wie in Fig. 2 gezeigt, sind dem Vermittlungsblock SBl Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI11 bis IBIlm zugehörig, bei denen es sich um die einzelnen Verbindungseinrichtungen zu den verschiedenen Koppelbusleitungen 5 BUSI bis BUSm handelt. Zur Auswahl einer Datenübertra-, gungsverbindung zwischen dem in Betrieb befindlichen virtuellen Kanalsteuerwerk VCC und einer einzelnen Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI ist die Auswahl-Schnittstelleneinrichtung SIF zwischen den beiden virtuellen Kanalsteuerwerken io VCC eines Vermittlungsblocks und der zugehörigen Gruppe von Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI vorgesehen. Einzelheiten bezüglich des Aufbaus der Auswahl-Schnittstelleneinrichtung werden nachstehend unter Bezugnahme auf Fig. 7 erläutert werden, die anhand eines Blockdiagramms eine derartige 15 Auswahl-Schnittstelleneinrichtung SIF sowie die mit dieser verbundenen Einrichtungen im einzelnen zeigt, das sind die virtuellen Kanalsteuerwerke VCC und die Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI.
Im oberen Teil der Fig. 7 ist schematisch die zugehörige 20 Gruppe von Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBInl bis IBInm eines Vermittlungsblocks SBn angedeutet. Im unteren Teil sind entsprechend die beiden virtuellen Kanalsteuerwerke VCC A und VCC B dieses Vermittlungsblocks schematisch angedeutet. Zwischen den beiden virtuellen Kanalsteuerwerken VCC A und 25 VCC B ist eine Auswahl-Steuereinheit SCU angeordnet. Die Auswahl-Steuereinheiten SCU nehmen ein Auswahlsignal SEL von dem virtuellen Kanalsteuerwerk her auf, welches gerade in Betrieb ist. In Abhängigkeit von dem betreffenden Steuersignal gibt die Auswahl-Steuereinheit SCU ein A/B-Auswahlsignal 30 701 an die Auswahl-Schnittstelleneinrichtung ab. Eine zweite Gruppe von Steuersignalen, die für den Betrieb der Auswahl-Schnittstelleneinrichtung SIF von Bedeutung ist, ist durch die «LD IBI Nr. n» Lade-Abtastsignale gegeben, die eine einzelne Koppelbus-Schnittstelleneinheit, beispielsweise die Koppelbus-35 Schnittstelleneinheit IBI n2, bezeichnen, welche von dem Lade-Abtastsignal LD IBI Nr. 2 ausgewählt ist, wie dies angedeutet ist. Diese Signale legen fest, welche der zugehörigen Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI ni bis IBI nm durch die Auswahl-Schnittstelleneinrichtung SIF ausgewählt werden soll. Es dürfte 40 ersichtlich sein, dass die Auswahl-Schnittstelleneinrichtung eine Datenübertragungsverbindung zwischen einem der beiden virtuellen Kanalsteuerwerke VCC A, VCC B einerseits und einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit andererseits herzustellen hat.
Nunmehr sei im einzelnen auf die Auswahl-Schnittstellen-45 einrichtung SIF eingegangen. Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich dabei zunächst auf die Datenübertragungsverbindung beispielsweise zwischen dem in Betrieb befindlichen virtuellen Kanalsteuerwerk VCC A und der zweiten Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI n2. Fig. 7 veranschaulicht demgemäss so Einzelheiten bezüglich des Aufbaus dieser Datenübertragungsverbindung. Die Datenübertragungsverbindungen zwischen den anderen Einrichtungen sind mit Rücksicht darauf, dass sie mit der gerade erwähnten Datenübertragungsverbindung übereinstimmen, in Fig. 7 lediglich schematisch angedeutet. Die mit 55 der Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI n2 verbundene Eingangs*/ Ausgangs-Seite der Auswahl-Schnittstelleneinrichtung SIF stellt das abliegende Ende der Übertragungsleitung für die Übertragung von Informationen zu dem Koppelbus BUS über die Koppelbus-Schnittstelleneinheit sowie für die Aufnahme 6o von Informationen von der betreffenden Busleitung her dar. Die Signalgruppen, die in jeder Richtung übertragen werden, sind unter Bezugnahme auf Fig. 5 bereits im einzelnen beschrieben worden. Den in der Koppelbus-Schnittstelleneinheit vorgesehenen Leitungstreibern und Leitungsempfängern entsprechen 65 die Leitungsempfänger 703 und die Leitungstreiber 704, die lediglich schematisch dargestellt sind. Diese Schaltungen sind an den durch voll ausgezogene Linien dargestellten Informationsübertragungsleitungen angeschlossen. Es dürfte ersichtlich sein,
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dass zwischen dem virtuellen Kanalsteuerwerk VCC A und der zugehörigen Kqppelbus-Schnittstelleneinheit IBI n2 mehrere Steuersignale über Steuerleitungen zu übertragen sind, die durch gestrichelte Linien angedeutet sind. Aus den oben dargelegten Gründen dürfte ersichtlich sein, dass für die Übertragung dieser Steuersignale auch identische Leitungstreiber bzw. Leitungsempfänger vorzusehen sind, die der Einfachheit halber nicht dargestellt sind.
Alle diese Signale werden parallel über eine Durchschalteeinheit 705 weitergeleitet, die durch das A/B-Auswahlsignal 701 gesteuert wird. Die Durchschalteeinheit 705 ist schematisch als Einhéit dargestellt,.die aus mechanischen Umschaltern besteht, welche ebenfalls aus Gründen der Einfachheit dargestellt worden sind. Es dürfte einzusehen sein, dass diese Schalter — was bei dem Aufbau von elektronischen Einheiten üblich ist — tatsächlich aus Transistor-Schaltern bestehen werden. In Abhängigkeit vom Zustand des A/B-Auswahlsignals 701 werden alle diese Schalter gemeinsam entweder einen Anschluss A oder einen Anschluss B mit einem entsprechenden Mittelanschluss verbinden. Dadurch ist entweder das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC A freigegeben, oder das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC B ist freigegeben, und zwar für eine Datenübertragung in Verbindung mit einer ausgewählten Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI.
Wenn von dem virtuellen Kanalsteuerwerk VCC A aus eine Koppelbus-Datenübertragung vorzunehmen ist, was bedeutet, dass eine Information zu einem anderen Vermittlungsblock hin zu übertragen ist» dann erzeugt das betreffende virtuelle Kanalsteuerwerk eines der Lade-Abtastsignale «Ld IBI Nr. n», um einen einzelnen Koppelbus für diese Übertragungsprozedur auszuwählen. Jedes dieser Lade-Abtastsignale wird individuell der zugehörigen Durchschalteeinheit 705 zugeleitet, wie dies bezüglich des «LD IBI Nr. 2»-Lade-Abtastsignals 702 angedeutet ist.
Dieses Signal wird einem weiteren FIFO-Pufferspeicher 706 zugeführt, der zwischen der Durchschalteeinheit 705 und den Leitungstreibern 705 vorgesehen ist. Das Lade-Abtastsignal 702 stellt das Freigabesignal dar, welches das Einspeichern eines Datenwortes ermöglicht, das von dem virtuellen Kanalsteuerwerk VCC A zu der ausgewählten Koppelbus-Schnittstellenein-heit IBI n2 übertragen ist. Die Zwischenspeicherung einer derartigen Information ist erforderlich, da der Vermittlungsblock-koppler mit dem Koppelbussystem und den Koppelbus-Schnittstelleneinheiten unabhängig von den zugehörigen Vermittlungsblöcken betrieben wird. Unter Bezugnahme auf Fig. 5 ist bereits beschrieben worden, wie das Busleitungs-Ausgangs-Frei-gabesignal 507 erzeugt wird. Dieses Freigabesignal wird über die Übertragungsleitung von der Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI n2 zu der Auswahl-Schnittstelleneinrichtung SIF hin übertragen, um das Auslesen von Daten aus dem Pufferspeicher 706 und die Abgabe dieser Daten an den Koppelbus BUS über die Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI n2 während eines Buszyklus zu steuern, der der betreffenden Koppelbus-Schnitt-stelleneinheit zugeteilt worden ist.
Weitere Steuersignale, die von oder zu dem virtuellen Kanalsteuerwerk VCC A übertragen werden, sind das Übertragungs-Anforderungssignal «IBI XFER REQ» 610, das Freigabesignal «IBI zu VCC ENABLE» 605 und das Rücksetzsignal «IBI XFER RESET» 617. Die Signale lösen Steueroperationen aus, durch die Informationen von der Koppelbus-Schnittstellenein-heit zu dem virtuellen Kanalsteuerwerk übertragen werden, wie dies unter Bezugnahme auf Fig. 6 im einzelnen beschrieben worden ist. Entsprechende Steuerleitungen sind dabei mittels der Durchschalteeinheit 705 durch die Auswahl-Schnittstelleneinrichtung hindurchgeführt.
Die zuvor unter Bezugnahme auf Fig. 3 bis 6 beschriebenen Einrichtungen bilden den Vermittlungsblockkoppler und darüber hinaus eine Durchschalteeinheit zwischen den virtuellen Kanalsteuerwerken eines Vermittlungsblocks und dem Vermittlungsblockkoppler. Die verschiedenen Einheiten des Vermitt-lungsblockkopplers und dessen prinzipielle Arbeitsweise sind zur Erzielung eines besseren Verständnisses bezüglich einer Koppelbus-Datenübertragung beschrieben worden, die unter der Steuerung durch die virtuellen Kanalsteuerwerke der Ver-mittlungsblöcke gesteuert abläuft. Dieses Verständnis der Verschiedenen Arbeitsweisen dürfte dabei eine geeignete Grundlage bilden für die folgende detaillierte Beschreibung der relativ komplexen Steuereinheit.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, stellt das jeweils in Betrieb befindliche virtuelle Kanalsteuerwerk VCC eines Vermittlungsblocks die Hauptsteuereinheit dar, durch die eine Information in beiden Richtungen zwischen drei Haupteinheiten der gesamten Datenvermittlungsanlage weitergeleitet wird. Das Steuerwerk VCC nimmt Daten von der Datenübertragungssteuereinrichtung CC auf, die entweder zu einem Zentralprozessor CP oder zu einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI auszusenden sind. Dasselbe trifft auch für eine Koppelbus-Schnittstelleneinheit und für den Zentralprozessor zu, wenn diese Einheiten als Datenquellen wirken.
Diese prinzipielle Steuerungsfunktion des die virtuellen Kanäle betreffenden Steuerwerks ist in Fig. 8 näher veranschaulicht, in der schematisch ein Blockdiagramm dieser Steuereinheit gezeigt ist. Aus weiter oben bereits ausgeführten Gründen stellt das virtuelle Kanalsteuerwerk hauptsächlich eine Daten-durchschalteeinheit dar, die Datenpufferschalter 800 für die Aufnahme von Daten aufweist, die von verschiedenen Koppel-bus-Schnittstelleneinheiten IBI, der Datenübertragungssteuereinrichtung CC und dem Zentralprozessor CP her kommen. Entsprechende parallele Leitungen 801, 802 und 803,,die für die Übertragung von Daten vorgesehen sind, sind an der Eingangsseite der Datenpufferschalter 800 angeschlossen. Entsprechende Übertragungsleitungen 804, 805 und 806 sind für die Übertragung von Daten in abgehender Richtung zu den verschiedenen Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI, zu der Datenübertragungssteuereinrichtung CC sowie zu dem Zentralprozessor CP vorgesehen und an der Ausgangsseite dieser Datenpufferschalter angeschlossen.
Die Datenübertragung wird durch eine Übertragungssteuereinheit 810 gesteuert. Diese Einheit bewertet die Art der eintreffenden Daten und erzeugt unterschiedliche Gruppen von Steuersignalen, mit deren Hilfe die Arbeitsweise der Datenpufferspeicher 800 gesteuert wird. Eine Untereinheit, die IBI-Über-tragungssteuereinrichtung 811, erzeugt Steuersignale 814 für die Freigabe einer Datenübertragung zwischen einer anfordernden Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI zu der Datenübertragungssteuereinrichtung CC oder zu dem Zentralprozessor CP hin. Eine zweite Untereinheit, nämlich die Datenübertragungs-Steuereinrichtung 812, erzeugt ein entsprechendes Steuersignal 815 für die Durchführung einer Datenübertragung zwischen der Datenübertragungssteuereinrichtung CC und einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI oder dem Zentralprozessor CP. Zur Weiterleitung der von dem Zeritralprozessor CP her eintreffenden Daten zu der Datenübertragungssteuereinrichtung CC oder zu einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI hin ist eine dritte Untereinheit der Datenübertragungs-Steuereinheit 810 vorgesehen, nämlich die CP-Übertragungssteuereinrichtung 813. Diese Steuereinrichtung bewertet die bestimmte Art der Datenübertragung und erzeugt Steuersignale 816 für die Freigabe der Datenpufferschalter 800, damit die betreffenden Daten zu einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI oder erforderlichenfalls zu der Datenübertragungssteuereinrichtung CC durchgeschaltet werden.
Um die Arbeitsweise der Datenübertragungs-Steuereinheit 810 zu unterstützen, ist ein Richtungsspeicher 820 in dem virtuellen Kanalsteuerwerk VCC vorgesehen. Dieser Speicher speichert Steuerinformationen bezüglich der individuellen Weiterleitung bzw. Steuerung bestimmter von einer Datenquelle her eintreffenden Daten zu einer ausgewählten Datensenke hin. Der
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Richtungsspeicher besteht aus zwei Teilen, die eine sogenannte virtuelle Kanalnummern-Tabelle 821 und eine Leitungsan-schlussnummern-Tabelle 822 umfassen. Grundsätzlich werden diese Speichertabellen dazu herangezogen, eine Durchschalte-verbindung von einem örtlichen Leitungsanschluss LT zu einem an ferner Stelle liegenden Leitungsanschluss eines anderen Vermittlungsblocks über virtuelle Kanäle herzustellen, und zwar mit Hilfe der dynamisch zusammengestellten Adressensteuerin-formation. Auf der Grundlage des Typs der eintreffenden Daten und durch Ausnutzung dieser Steuerungs- bzw. Weiterlei-tungsinformation in dem Richtungsspeicher 820 erzeugt die Übertragungssteuereinheit 820 die verschiedenen Gruppen von Steuersignalen 814, 815 bzw. 816. Die Weiterleitungsinforma-tion wird ihrerseits von dem Zentralprozessor CP des Vermittlungsblocks ähnlich der örtlichen Wegeleitinformation einer herkömmlichen Datenvermittlungsanlage erzeugt. Der Zentralprozessor wird daher durch die Übertragungssteuereinheit 810 unterstützt, die freigegeben ist, um Daten zu dem Richtungsspeicher 820 zu übertragen, damit eine Schreiboperation ausge- ■ führt wird. Demgegenüber kann jegliche Datenübertragung von irgendeinem anderen Typ von Datenquelle unmittelbar zu einer Leseoperation führen, bei der Daten aus dem Richtungsspeicher
820 gelesen werden.
Da das virtuelle Kanalsteuerwerk Anforderungen bezüglich Datenübertragungen von verschiedenen Quellen her asynchron und unabhängig voneinander zugeführt erhält, sind derartige Übertragungsanforderungen zu notieren, anzunehmen und in eine Schlange einzuordnen, und zwar mit Hilfe des virtuellen Kanalsteuerwerks. Erreicht wird dies durch eine Übertragungs-anforderungs-Pufferlogik 830, welche die verschiedenen Arten von Übertragungsanforderungs-Signalen 831 auf ihrer Eingangsseite aufnimmt und welche Steuersignale, die sogenannten Übertragungs-Aktivierungssignale 832 erzeugt, um eine ausgewählte Übertragung der angeforderten Übertragungen zu beginnen. Ausserdem wird eine zweite Gruppe von Steuersignalen, die sogenannten Anforderungs-Rücksetzsignale 833, jeweils dann erzeugt, wenn eine bestimmte Anforderung quittiert und ausgeführt wird.
Das virtuelle'Kanalsteuerwerk VCC nimmt Daten von dem einen, gerade in Betrieb befindlichen Datenübertragungssteuerwerk CC und dem einen in Betrieb befindlichen Zentralprozessor CP auf und sendet Daten an diese Einrichtungen aus. Dabei ist jedoch eine zugehörige Gruppe von Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI vorgesehen, von denen jede Einheit mit dem virtuellen Kanalsteuerwerk in Datenaustausch treten kann. Aus diesen Gründen ist das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC mit weiteren Untereinheiten, mit einem Koppelbus-Schnittstellen-Wähler 840 und mit einer Koppelbus-Schnittstellen-Rücksetz-Steuereinrichtung 850 vorgesehen.
Der Koppelbus-Schnittstellen-Wähler bzw. die entsprechende Auswahleinrichtung 840 wird durch zwei Gruppen von Steuersignalen her gesteuert, die von der Übertragungssteuereinheit 810 erzeugt werden. Dadurch ist eine Datenübertragung entweder von der Datenübertragungssteuereinrichtung CC oder von dem Zentralprozessor CP her zu einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit freigegeben. Die in Frage kommende Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI wird in Abhängigkeit von der Information ausgewählt, die aus der virtuellen Kanalnummern-Tabelle
821 des Richtungsspeichers 820 über die Eingangsleitungen 841 erhalten wird, die mit der Eingangsseite des Koppelbus-Schnitt-stellen-Wählers 840 verbunden sind. Der Koppelbus-Schnittstel-len-Wähler 840 erzeugt die beschriebenen Lade-Abtast-Signale, mit deren Hilfe eine Koppelbus-Schnittstelleneinheit ausgewählt wird. Die Lade-Abtast-Signale werden über parallele Ausgangsleitungen 842 des Koppelbus-Schnittstellen-Wählers weitergeleitet.
Die Koppelbus-Schnittstellen-Rücksetz-Steuereinrichtung 850 ist in den Datenverkehr einbezogen, der von einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit herkommt. Die betreffende Steuereinrichtung spricht auf die ausgewählte Koppelbus-Schnittstellen-einheiten an, wenn eine Übertragungsoperation quittiert und ausgeführt wird. Die betreffende Steuereinrichtung .wird durch s ein Signal der Übertragungs-Aktivierungssignale 832 gesteuert"; sie nimmt Anforderungssignale der individuellen Koppelbus-Schnittstelleneinheit an Eingängen 851 auf und bewertet diese Signale, um am Ausgang 852 Rücksetzsignale für die individuelle Koppelbus-Schnittstelleneinheit zu erzeugen.
io Die vorstehende generelle Beschreibung des virtuellen Kanalsteuerwerks VCC hat gezeigt, wie unterschiedliche Untereinheiten des betreffenden Steuerwerks miteinander zusammenarbeiten. Im folgenden werden die verschiedenen Untereinheiten im einzelnen beschrieben werden.
15 Fig. 9 zeigt in einem Blockdiagramm die Übertragungsan-forderungs-Pufferlogik 830. Es ist bereits erwähnt worden, dass diese Einheit Anfordérungssignale von verschiedenen Datenquellen her zugeführt erhält. Entsprechend drei verschiedenen Gruppen von Datenquellen, die eine derartige Übertragung an-20 fordern können, ist die Übertragungsanforderungs-Pufferlogik mit drei verschiedenen Übertragungsanforderungs-Verriege-lungsschaltungen 91Ò, 920 und 930 versehen. Jede dieser Verriegelungsschaltungen nimmt ein Übertragungsanforderungssignal eines Signaltyps auf. Die erste Übertragungsanforderungs-Ver-25 riegelungsschaltung 910 nimmt Übertragungsanforderungen von der Datenübertragungssteuereinrichtung CC über eine Eingangsleitung 911 auf, um jeweils ein derartiges Anforderungssignal solange zu speichern, bis das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC bereit ist, die betreffende Anforderung zu erfüllen. Die 30 zweite Übertragungs-Verriegelungsschaltung 920 nimmt Übertragungsanforderungen von verschiedenen Koppelbus-Schnittstelleneinheiten über eine Eingangsleitung 921 auf und speichert die betreffenden Anforderungssignale. Diese Eingangsleitung ist mit einem Ausgang eines weiteren ODER-Gliedes 922-verbun-35 den. Die Eingänge dieses ODER-Gliedes sind parallel mit den Steuerleitungen 923 verbunden, welche die Übertragungsanfor-derungssignale «IBI XFER REQ» übertragen, die von den Koppelbus-Schnittstelleneinheiten abgegeben werden. Mit Hilfe des ODER-Gliedes 922 wird eine zweite Übertragungsanforde-40 rungs-Verriegelungsschaltung 920 jeweils dann gesetzt, wenn eine Koppelbus-Schnittstelleneinheit eine Datenübertragung zu dem virtuellen Kanalsteuerwerk VCC anfordert. Die dritte Übertragungsanforderungs-Verriegelungsschaltung 930 nimmt Übertragungsanforderungen von dem Zentralprozessor CP über 45 die Eingangsleitung 931 auf.
In Übereinstimmung mit dem vorliegenden Zustand der drei Verriegelungsschaltungen werden die jeweils zu berücksichtigenden Übertragungsanforderungen einem Prioritätsdecoder 940 über Ausgangsleitungen 912, 924 bzw. 932 zugeführt, deren je-50 de an einer der drei Übertragungsanforderungs-Verriegelungs-schaltungen angeschlossen ist. Der Prioritätsdecoder 940 ist eine kommerziell erhältliche Einrichtung, die beispielsweise durch ein Bauelement mit der Bezeichnung SN74448 gebildet sein kann. Der Zweck dieses Prioritätsdecoders besteht darin, eine 55 bestimmte Reihenfolge festzulegen, in der auf Übertragungsanforderungen der verschiedenen Typen von Übertragungsanforderungen reagiert wird, und zwar in Übereinstimmung mit dem generellen Aufbau eines Vermittlungsblocks. Gemäss dem gewählten Aufbauschema des Vermittlungsblocks hält die Daten-60 Übertragungssteuereinrichtung CC im wesentlichen den örtlichen Verkehrsfluss von und zu den Teilnehmerstellen aufrecht, die dem betreffenden Vermittlungsblock zugehörig sind. Um einen möglichen Verlust von Zeichen zu vermeiden, wird eine Datenaustauschprozedur für die Durchführung einer Daten-65 Übertragung zwischen dem Zentralprozessor CP und der Datenübertragungssteuereinrichtung CC und umgekehrt abgewickelt. Demgemäss wird für Anforderungen bezüglich der Datenübertragungssteuereinrichtung CC eine höhere Priorität gewählt als
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für Anforderungen bezüglich des Zentralprozessors CP. Eine mittlere Priorität wird für Anforderungen bezüglich der Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI gewählt, womit berücksichtigt ist, dass die Datenübertragungsrate über den Koppelbus höher ist als die Datenübertragungsrate zwischen dem virtuellen Kanalsteuerwerk VCC und einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI. Die gewählte Prioritätsreihenfolge führt dazu, dass Übertragungsanforderungen bezüglich der Datenübertragungssteuereinrichtung CC die höchste Priorität erteilt wird und dass Datenübertragungsanforderungen bezüglich des Zentralprozessors CP die niedrigste Priorität aufweisen. Es sei darauf hingewiesen, dass im Grunde genommen irgendeine Prioritätsreihenfolge gewählt werden kann und dass die gerade beschriebene Realisierung lediglich eine Prioritätsreihenfolge wiedergibt. Es dürfte ersichtlich sein, dass die Systemforderungen unterschiedlich sein können und dass demgemäss irgendeine andere Prioritätsreihenfolge ebenfalls eine geeignete Prioritätsreihenfolge sein kann.
Drei parallele Ausgangsleitungen 941 des Prioritätscodierers 940 führen gemeinsam einen Ausgangscode, der die anfordernde Einrichtung bezeichnet. Dieser Ausgangscode wird parallel zwei weiteren Decodiereinheiten 950 und 960 zugeführt. Diese beiden Einrichtungen sind aus herkömmlichen Drei-zu-acht-Decodern aufgebaut. Die beiden Decodereinheiten decodieren den Ausgangscode des Prioritätsdecoders in derselben Art und Weise, jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Es sei hier darauf hingewiesen, dass zum Zwecke der Vermeidung einer übermässigen Belastung der Beschreibung die zeithchen Beziehungen der Vorgänge insoweit nicht näher betrachtet zu werden brauchen, als die von einem Haupttaktgenerator und/oder von unabhängigen Synchronisierungseinheiten erzeugten Taktsteuer-signale hier nicht näher gezeigt und beschrieben sind, da es zu den üblichen Massnahmen zu rechnen ist, dass derartige Syn-chronisierungsmassnahmen auch in herkömmlichen Vermittlungsanlagen zu treffen sind und da Realisierungen derartiger Massnahmen für sich bekannt sind. Im übrigen soll von diesen Prinzipien hier nicht abgewichen werden; es wird jedoch als nützlich angenommen, die Operationen des virtueller Kanalsteuerwerks VCC auf einen Zyklus zu synchronisieren, der aus mehreren aufeinanderfolgenden Zeitspannen bzw. Taktperioden besteht, beispielsweise aus sechs derartigen Taktperioden tO bis t5. Die zeitlichen Beziehungen, die aus der folgenden Beschreibung sich nicht ohne weiteres selbst ergeben, werden unter Bezugnahme auf Taktimpulse TPO bis TP5 erläutert werden, deren jeder sich auf eine der Taktperioden tO bis t5 während eines Zyklus des virtuellen Kanalsteuerwerks bezieht.
Zurückkommend auf die Decodierung der von dem Priori-tätscodierer 940 abgegebenen Signale mit Hilfe der Decodereinheiten 950 und 960 sei bemerkt, dass die am Ausgang 951 der Decodiereinheit 950 auftretenden Ausgangssignale aktive Signale sind, was beispielsweise für ein Signal «CC SFER ACT» zutrifft, welches anzeigt, dass eine Datenübertragungssteuerein-richtungs-Anforderung angenommen worden ist und auszuführen ist. Die auf der Ausgangsseite 961 der zweiten Decodiereinheit 960 auftretenden Signale stellen jedoch Rücksetzsignale dar, die sich auf eine angeforderte Datenübertragung beziehen, welche von dem virtuellen Kanalsteuerwerk VCC bereits ausgeführt worden ist. Diese Signale werden unter der Steuerung des Taktimpulses TP4 erzeugt, der einem Abtasteingang der Decodereinheit 960 zugeführt wird. Das Zeitsteuerungs- bzw. Taktschema ist dabei so getroffen, dass ein aktives Signal vor Auftreten des entsprechenden Rücksetzsignals auftritt, jedoch noch innerhalb desselben Zyklus eines virtuellen Kanalsteuerwerks VCC. Jedes der an den Ausgängen 961 der zweiten Decodereinheit 960 auftretenden Ausgangssignale wird einem Rücksetzeingang der entsprechenden Übertragungsanforderungs-Verriege-lungsschaltung 910, 920 oder 930 zurückgeleitet, wie dies durch kleine Buchstaben a, b und c angedeutet ist.
Dadurch wird die entsprechende Übertragungsanforderungs-Verriegelungsschaltung zurückgesetzt; sie ist dann für die Aufnahme eines neuen Übertragungsanforderungssignals vorbereitet. Ein neues Übertragungsanforderungssignal wird dabei dann wirksam, wenn die Übertragungsanforderungs-Verriegelungs-schaltungen durch einen Taktimpuls parallel getriggert werden, der über eine Ausgangsleitung eines weiteren UND-Gliedes 970 abgegeben wird. An den Eingängen dieses UND-Gliedes 970 werden der Zeitsteuer- bzw. Taktimpuls TPO — der erste Impuls eines Zyklus — und ein Bereitschaftssignal 942 von dem Prioritätsdecoder 940 her aufgenommen. Dadurch wird angezeigt, dass sich der Prioritätscodierer in einem betriebsfähigen Zustand für die Aufnahme eines neuen Anforderungssignals befindet. Dieses Rücksetzprinzip der Übertragungsanforderungs-Verriegelungsschaltungen, die durch ein zeitlich definiertes Steuersignal des Prioritätscodierers 940 getriggert werden, ermöglicht der Übertragungsanforderungs-Pufferlogik, den eintreffenden Übertragungsanforderungen in einer gewählten Prioritätsreihenfolge zu folgen, ohne dass irgendwelche Übertragungsanforderungen rufender Einrichtungen verloren gehen. Das an den Ausgängen 951 der Decodereinheit 950 auftretende Ausgangssignal der Übertragungsanforderungs-Pufferlogik stellt das Steuereingangssignal 832 dar, welches der Übertragungssteuereinheit 810 (Fig. 8) zugeführt wird. Die an den Ausgängen 961 der Decodereinheit 960 auftretenden Rücksetzsignale bilden das Anforderungs-Rücksetzsignal 833 (Fig. 8).
Es ist bereits ausgeführt worden, dass die Datenübertragungsanforderungen der Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI individuell zu verarbeiten sind, da mehrere Köppelbus-Schnitt-stelleneinheiten eine Datenübertragung anfordern können. Aus diesem Grunde ist die IBI-Rücksetz-Steuereinheit 850 (Fig. 8) vorgesehen. Das in Fig. 10 dargestellte Blockdiagramm veranschaulicht den näheren Aufbau dieser Steuereinheit. Entsprechend der Übertragungsanforderungs-Pufferlogik ist die betreffende Steuereinheit aus einer Vielzahl von weiteren Verriegelungsschaltungen 1011 bis 1025 aufgebaut, deren jede einen Eingang für die Aufnahme des Anforderungssignals «IBI XFER REQ» von einer entsprechenden Koppelbus-Schnittstel-leneinheit aufweist (entsprechend einer Systemkonfiguration mit 15 Schnittstelleneinheiten). Jede dieser Verriegelungsschaltungen ist ausgangsseitig an einem Eingang eines weiteren Prioritätscodierers 1030 angeschlossen, der in entsprechender Weise arbeitet wie der Prioritätscodierer 940 der Übertragungsanfor-derungs-Pufferlogik (Fig. 9). Die Ausgänge des Prioritätscodierers 1030 sind parallel an Dateneingängen eines 4-zu-16-Deco-ders 1040 angeschlossen. Der Decoder 1040 wird durch zwei Freigabesignale gesteuert, nämlich durch das Signal «IBI XFER ACT», welches durch die oben beschriebene Übertragungsan-forderungs-Pufferlogik erzeugt wird, und durch den vierten Zeitsteuerungs- bzw. Taktimpuls TP4 innerhalb eines Zyklus des virtuellen Kanalsteuerwerks.
Dabei könnte irgendeine Prioritätsreihenfolge innerhalb der Gruppe der einem Vermittlungsblock zugehörigen Koppelbus-Schnittstelleneinheiten festgelegt sein. Bei dieser Ausführungsform ist jedoch angenommen, dass das normale Numerierungsschema auch die Prioritätsreihenfolge festlegt. Der Belegtzustand der beschriebenen Schaltungsanordnung führt zur Erzeugung genau eines Ausgangssignals während des Auftretens des vierten Zeitsteuer- bzw. Taktimpulses TP4 eines Zyklus des virtuellen Kanalsteuerwerks, wenn eine Datenübertragung von einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI zu dem virtuellen Kanalsteuerwerk VCC vorgenommen wird. Dieses Ausgangssignal bezeichnet die sendende Koppelbus-Schnittstelleneinheit; es wird zum Rücksetzen der entsprechenden Übertragungsanforderung ausgenutzt. Jedes dieser Rücksetzsignale wird ausserdem zu einem Rücksetzeingang der betreffenden Verriegelungsschaltungen 1010 bis 1025 zurückgeleitet, wodurch dem Eingangsnetzwerk des Prioritätscodierers 1030 ermöglicht ist, auf die
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noch nicht berücksichtigten Übertragungsanforderungen niederer Priorität anzusprechen.
Entsprechend dem Prioritätscodierer 940 der Übertragungs-anforderungs-Pufferlogik (Fig. 9) ist auch der Prioritätscodierer 1030 der IBI-Rücksetzsteuereinheit mit einem zusätzlichen Ausgang 1031 versehen, von dem ein die Betriebsbereitschaft anzeigendes Bereitschaftssignal abgegeben wird, welches als IBI XFER READY-Signal bezeichnet wird. Die mit dem betreffen-, den Ausgang verbundene Ausgangsleitung führt ein den Betriebszustand des Prioritätscodierers 1030 überwachendes Signal. Die Ausgangsleitung 1031 ist über einen Inverter 1050 an einem Eingang eines weiteren UND-Gliedes 1060 angeschlossen, welches an einem zweiten Eingang den fünften Zeitsteuerungs- bzw. Taktimpuls TP5 aufnimmt, der die letzte Phase des Zyklus des virtuellen Kanalsteuerwerks VCC bezeichnet.
Mit dem Ausgang des UND-Gliedes sind die Takteingänge der Verriegelungsschaltungen 1010 bis 1025 parallel verbunden. Dieses Rückkopplungsnetzwerk ermöglicht eine unmittelbare Speicherung einer Reihe von gerade vorliegenden Datenübertragungsanforderungen der einzelnen Koppelbus-Schnittstelleneinheiten, wenn der Prioritätscodierer 1030 nicht länger belegt ist. Während eine individuelle Rücksetzung der Signalverriegelungs-schaltungen durch ein Rücksetzsignal erfolgt, ist der Prioritätsdecoder 1030 in den Stand versetzt, auf sämtliche Datenübertragungsanforderungen anzusprechen, die zu einem bestimmten Augenblick vorhanden sind, ohne dass irgendeine Anforderung niederer Priorität unterdrückt wird.
Unter Bezugnahme auf Fig. 8 ist der grundsätzliche Aufbau des virtuellen Kanalsteuerwerks erläutert worden. Dabei ist ausgeführt worden, dass die Übertragungssteuereinheit 810 die Hauptsteueroperationen des virtuellen Kanalsteuerwerks VCC ausführt. Im Zuge der folgenden Erläuterung der Fig. 11 bis 13 werden Einzelheiten der Untereinheiten der Übertragungssteuereinheit 810 beschrieben. Es sei darauf hingewiesen, dass diese drei Untereinheiten der Übertragungssteuereinheit mit Rücksicht darauf, dass sie ähnlichen Zwecken dienen, zumindest in gewissem Ausmass in derselben Weise aufgebaut sind, weshalb es nicht erforderlich erscheint, sämtliche Untereinheiten im einzelnen zu beschrieben.
Fig. 11 zeigt eine der betreffenden Untereinheiten, nämlich die CC-Übertragungssteuereinheit, die zwei Decoderverknüpfungseinheiten 1110 und 1100 umfasst. Diese Verknüpfungseinheiten weisen Freigabeeingänge 1111 bzw. 1121 auf, die das eine aktive Übertragung anzeigende Übertragungs-Aktivierungs-signal «CC XFER ACT» zugeführt erhalten, welches von der Übertragungsanforderungs-Pufferlogik 830 (und Fig. 9) erzeugt wird. Die CC-Übertragungssteuereinheit vermag lediglich dann zu arbeiten, wenn die Übertragungsanforderungs-Pufferlogik eine Datenübertragung von der Datenübertragungssteuereinrichtung CC her bezeichnet. Die beiden Decoder-Logikeinheiten 1010 und 1020 weisen parallele Dateneingänge 1112 bzw. 1122 auf. Der Decoder-Logikeinheit 1110 wird ein Teil eines Datenwortes zugeführt, welches von der Datenübertragungssteuereinrichtung CC her übertragen wird. Dieser Teil eines Datenwortes wird mit «CC INFO CONECT CODE» bezeichnet; er legt den Datentyp der Datensignale fest, die an das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC abgegeben werden. Dabei müssen drei Typen von Daten unterschieden werden. Ein 1-Datenzeichen mag sich auf die Steuerungsinformation beziehen, die an den Zentralprozessor CP auszusenden ist. Das Datenzeichen kann ausserdem die Statusinformation eines Leitungsanschlusses LT wiedergeben. Eine solche Statusinformation kann eine Steuerinformation sein, die sich entweder auf eine interne Vermittlungsblock-Datenübertragung oder auf eine über das Busleitungssystem erfolgende Koppelbus-Datenübertragung bezieht. Ein Datenwort mit einer Dateninformation von den Leitungsanschlüssen LT her kann entweder dem Zentralprozessor CP oder einer ausgewählten Schnittstelleneinheit der Koppelbus-Schnittstelleneinheiten IBI zuzuführen sein. Demgemäss ist die Decoder-Logikeinheit 1110 mit drei Parallelausgängen 1113 versehen, welche die drei verschiedenen Informationstypen der Information bezeichnen, die von der Datenübertragungssteuereinrichtung CC ausgesendet wird.
In entsprechender Weise weist die Decoder-Logikeinheit 1120 Paralleldateneingänge 1122 auf, die Eingangsinformationssignale aufnehmen, welche mit «INFO DISPOSITION» bezeichnet sind. Wie weiter unten noch im einzelnen beschrieben werden wird, stellt diese Information einen Teil eines Eintrags einer Leitungsanschluss-Tabelle oder einer virtuellen Kanalnummern-Tabelle des Richtungsspeichers 820 (Fig. 8) dar. Diese Steuerinformation wird zur Steuerung der Leitweglenkung bezüglich der gerade bedienten Übertragungsanforderung ausgenutzt. In Übereinstimmung mit dem Status eines diesem Eintrag zugehörigen Rufes wird die in dem lnformations-Dispositionsfeld enthaltene Information durch den betreffenden Zentralprozessor CP des Vermittlungsblocks automatisch aktualisiert. Der Inhalt des Dispositionsfeldes legt das übertragene Datenwort entweder als Leitungsanschluss-Statusinformation fest, die an eine Koppelbus-Schnittstelleneinheit oder an den Zentralprozessor CP abgegebe wird, oder als Leitungsan-schluss-Daten, die ebenfalls an den Zentralprozessor CP oder an eine Koppelbus-Einheit IBI abgegeben werden könnten. Entsprechend den vier Möglichkeiten der Aussendung bzw. Abgabe von zwei verschiedenen Arten von Daten an zwei verschiedene Arten von Datensinken weist die Decoder-Logikeinheit 1120 vier parallele Steuersignalausgänge 1123 auf. Es sei erwähnt, dass diese Ausgänge nicht exklusiv betriebene Ausgänge sind, womit eine Information parallel an den Zentralprozessor CP und an eine Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI ausgesendet werden kann.
Einzelheiten bezüglich der Decoderlogik 1120 sind in Fig. 12 gezeigt. Die Decoder-Logikeinheit 1120 umfasst einen weiteren 3-zu-8-Decoder 1200, der einen Freigabeeingang 1201, drei Dateneingänge 1202 und vier Ausgänge 1203 bis 1206 aufweist. Die übrigen vier Ausgänge des herkömmlichen Elementes werden bei dieser Anwendung nicht ausgenutzt. Das Steuersignal «CC XFER ACT» wird dem Eingang 1201 zugeführt; es bewirkt die Freigabe der Informationsübertragung zu den Dateneingängen 1202 hin, und zwar parallel, so dass der Decoder die Information decodieren kann. Die an diesen Dateneingängen 1202 auftretende Information stellt den Inhalt des Informa-tions-Dispositionsfeldes des gerade adressierten Eintrags der Richtungsspeichertabellen dar. Der jeweils gerade vorliegende Code wird durch das Decoderelement 1200 decodiert, um an den Decoderausgängen 1203 bis 1206 entsprechende Ausgangssignale zu erzeugen.
Ein an dem ersten Decoderausgang 1203 auftretendes Signal bedeutet lediglich, dass «nichts zu geschehen hat». Das am zweiten Decoderausgang 1204 auftretende Ausgangssignal spezifiziert das gerade übertragene Datenwort als Leitungsan-schluss-Statusinformation, die an den Zentralprozessor auszusenden ist, oder als Leitungsanschlussdaten, die an eine Koppelbus-Schnittstelleneinheit auszusenden sind. Ein am dritten Decoderausgang 1205 auftretendes Steuersignal legt entweder die Leitungsanschluss-Statusinformation oder die Daten für die Aussendung an den Zentralprozessor fest. Schliesslich wird durch das am vierten Ausgang 1206 auftretende Ausgangssignal festgelegt, ob die Leitungsanschluss-Statusinformation an den Zentralprozessor CP auszusenden ist oder ob Daten an den Zentralprozessor und Daten an eine Koppelbus-Schnittstelleneinheit auszusenden sind.
Der zweite Decoderausgang und der vierte Decoderausgang sind mit jeweils einem entsprechenden Eingang eines NOR-Gliedes 1210 verbunden. An einem Ausgang 1211 des NOR-Gliedes wird ein Steuersignal erzeugt, welches kennzeichnend ist
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für eine Datenübertragung von Leitungsanschlussdaten, die zu einer der Koppelbus-Schnittstelleneinheiten hin auszusenden sind. Ein zweites NOR-Glied 1220 ist eingangsseitig am dritten und vierten Ausgang des Decoderelementes 1200 angeschlossen. Damit erzeugt das betreffende NOR-Glied ein Ausgangssignal, welches kennzeichnend ist für eine Datenübertragung von Leitungsanschlussdaten zu dem Zentralprozessor CP hin.
Wie aus einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 11 hervorgeht, stellen die beiden Steuersignale «LT DATA zu IBI» und «LT DATA zu CP» Ausgangssignale der Decoder-Logikeinheiten 1120 dar. Demgemäss kann die gesamte Decoder-Logikeinheit 1120, wie dies ersichtlich sein dürfte, aus 3-zu-8-Decoderelementen und Gruppen von NOR-Gliedern aufgebaut sein.
Die Decoder-Logikeinheit 1110 gemäss Fig. 11 ist demgemäss von entsprechendem Aufbau wie die betrachtete Logikeinheit; die Logikeinheit 1110 erzeugt entsprechende Steuersignale an Ausgängen 1113. Die Steuersignale, die aus dem Inhaltscode der Datenübertragungssteuereinrichtungs-Information abgeleitet sind, bezeichnen den betreffenden Informationstyp. Die aus dem Informations-Dispositionsfeld abgeleiteten Steuersignale kennzeichnen die Verbindungssteuerung bzw. Weiterleitung eines übertragenen Datenwortes zu einer Aufnahmeeinrichtung hin, d.h. zum Zentralprozessor CP oder zu einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI.
Ein aus weiteren UND-Gliedern 1131 bis 1134 und zwei weiteren ODER-Gliedern 1141, 1142 bestehendes Verknüpfungsnetzwerk ist an der Ausgangsseite der beiden Decoder-Logikeinheiten 1110 und 1120 vorgesehen. Die UND-Glieder 1131 bis 1134 verknüpfen jeweils eines der an einem Ausgang der ersten Decoder-Logikeinheit 1110 auftretenden Steuersignale mit einem entsprechenden Steuersignal, welches an jeweils einem der Ausgänge der zweiten Decoder-Logikeinheit 1120 auftritt. Das ODER-Glied 1141 ist eingangsseitig an den Ausgängen der UND-Glieder 1131 und 1132 sowie an einem Steuersignalausgang der Decoder-Logikeinheit 1110 direkt angeschlossen. Jeder der dem ODER-Glied 1141 zugeführten Eingangssignale legt einen Zustand für eine Datenübertragung von der Datenübertragungssteuereinrichtung CC zu dem Zentralprozessor CP fest. Das am Ausgang des ODER-Gliedes 1141 auftretende Steuersignal, welches mit «CC zu CP EN» bezeichnet ist, kennzeichnet diese Zustände.
Die zweite Hälfte des aus den UND-Gliedern 1133 und 1134 sowie dem zweiten ODER-Glied 1142 bestehenden Verknüpfungsnetzwerks leitet demgemäss aus den Ausgangssignalen der Decoder-Logikeinheiten 1110 und 1120 den Zustand ab, mit dem die Daten zu einer ausgewählten Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI zu übertragen sind. Das am Ausgang des ODER-Gliedes 1142 erzeugte entsprechende Steuersignal ist mit «CC zu IBI EN» bezeichnet.
Vorstehend ist unter Bezugnahme auf Fig. 11 und 12 erläutert worden, wie Freigabesignale für eine Datenübertragung zwischen der Datenübertragungssteuereinrichtung CC einerseits und dem Zentralprozessor CP oder einer Koppelbus-Schnitt-stelleneinheit IBI andererseits erzeugt werden. Im Falle einer Datenübertragungsanforderung bei einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit wird die Verbindungsleitungs-Steuerinformation für ein zu übertragendes Datenwort in entsprechender Weise aus der Information abgeleitet, die in dem Datenwort enthalten ist, sowie aus dem Inhalt eines Eintrags in dem Richtungsspeicher, der dem betreffenden Ruf zugehörig ist.
Die IBI-Übertragungssteuereinheit 811 (Fig. 8) ist von entsprechendem Aufbau, weshalb dieser Aufbau in den Zeichnungen nicht näher gezeigt ist. Im übrigen erscheint eine detaillierte Beschreibung dieser Steuereinheit hier nicht erforderlich.
Mit Rücksicht auf die spezielle Steuerfunktion des Prozessors CP unterscheidet sich der Aufbau der CP-Übertragungs-steuereinheit 813 (Fig. 8) etwas vom Aufbau der beschriebenen
Übertragungssteuer-Untereinheiten. Der Inhaltscode der Information, die von dem Zentralprozessor CP zu der Datenübertragungssteuereinrichtung CC oder zu einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI übertragen wird, bestimmt vollständig die auszuführende Übertragungsoperation. Dies ergibt sich aus Fig. 13, in der der Aufbau der CP-Übertragungssteuereinheit 813 schematisch dargestellt ist. Die Steuereinheit umfasst ebenfalls eine Decoder-Logikeinheit 1300, die aus herkömmlichen Decoderelementen und aus einem Verknüpfungs- bzw. Logiknetzwerk aufgebaut sein kann, welches ähnlich dem Netzwerk der CC-Übertragungssteuereinheit ist. Die Decoder-Logikeinheit 1300 weist einen Freigabeeingang 1301 auf, dem das Steuersignal «CP XFER ACT» zugeführt wird, welches von der Übertragungsan-forderungs-Pufferlogik 813 (Fig. 8) erzeugt wird. Das Signal überführt die Decoder-Logikeinheit 1300 in einen Betriebszu-stand, wenn eine Datenübertragung von dem Zentralprozessor CP angenommen worden ist. Die Paralleldateneingänge 1302 der Decoder-Logikeinheit 1300 nehmen den Inhaltscode des übertragenen Datenwortes auf. In Abhängigkeit von dem Code wird die Steuerung der Verbindungsleitung der zu übertragenen Information ausgeführt. Der Inhaltscode spezifiziert die Verbindungsleitung entweder zu der Datenübertragungssteuereinrichtung CC hin oder zu einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI hin, was sich aus den Steuersignalen ergibt, die an den Ausgängen 1303 und 1304 der Decoder-Logikeinheit 1300 erzeugt werden.
Eine Datenübertragungsanforderung seitens des Zentralprozessors CP kann von den anderen Anforderungen insoweit verschieden sein, als der Zentralprozessor CP Operationen des Richtungsspeichers 820 (Fig. 8) steuert. Leseoperationen bezüglich des Auslesens von Informationen aus dem Richtungsspeicher können in Verbindung mit Datenübertragungen von einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI oder von der Datenübertragungssteuereinrichtung CC her ausgelöst werden. Der Zentralprozessor CP stellt jedoch die einzige Steuereinheit dar, die Schreiboperationen ausführt, im Zuge derer Informationen bzw. Daten in die Tabellen des Richtungsspeichers eingeschrieben werden, um die Steuerungs- und Verbindungsleitungsinfor-mation zu aktualisieren. Die weiteren Ausgänge 1305 bis 1308 der Decoder-Logikeinheit 1300 führen Steuersignale, die sich auf derartige Schreib- oder Leseoperationen beziehen oder von dem Richtungsspeicher her. Es dürfte einzusehen sein, dass die Steuerausgänge 1303 und 1304 einerseits und die Steuerausgänge 1305 bis 1308 andererseits Signale in nicht ausschliesslicher Form führen.
Die von der Übertragungssteuereinheit 810 (Fig. 8) erzeugten sechs verschiedenen Freigabesignale steuern den Betrieb der Datenpufferschalter 800 (Fig. 8) sowie der IBI-Auswahleinheit 840 (Fig. 8). Im folgenden werden der Aufbau und die Arbeitsweise der IBI-Auswahleinheit 840 unter Bezugnahme auf Fig. 14 erläutert werden.
Die IBI-Auswahleinheit besteht aus einem kommerziell erhältlichen 4-zu-16-Decoderelement 1400, welches zwei Freigabeeingänge 1401 und 1402 aufweist. Ein weiteres ODER-Glied 1410 nimmt eingangsseitig Freigabesignale «CP zu IBI ENA-BLE» sowie «CC zu IBI ENABLE» auf. Das betreffende ODER-Glied ist ausgangsseitig an dem ersten Freigabeeingang 1401 des Decoderelementes 1400 angeschlossen. Der zweite Freigabeeingang 1402 des Decoderelementes 1400 wird zur zeitlichen Steuerung der Arbeitsweise des Decoderelementes 1400 ausgenutzt; dem betreffenden Freigäbeeingang wird der vierte Zeitsteuerungs- bzw. Taktimpuls TP4 zugeführt. Im Falle einer aktivierten Datenübertragung zu einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI hin sind die Dateneingänge 1403 des Decoderele-ìnentes 1400 während des «Ein»-Zustands dieses Taktimpulses TP4 aktiviert. Die an den Eingängen 1403 aufgenommenen Signale werden dann mit Hilfe des Decoderelementes 1400 decodiert, um am Ausgang 1404 des Decoderelements 1400 aus-
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schliesslich Steuersignale zu erzeugen. An den Dateneingängen 1403 nimmt das Decoderelement die Verbindungsleitungsinfor-mation aus dem Richtungsspeicher auf, um die eine ausgewählte Koppelbus-Schnittstelleneinheit festzulegen. Die ausschliesslich aktivierten Ausgänge 1404 führen ein Lade-Abtastsignal, z.B. das Signal LD IBI 1 STR für die Auswahl der ersten Kop-pelbus-Schnittstelleneinheit IBI1 der zugehörigen Gruppe derartiger Einheiten. Das Abtastsignal wird über eine gesonderte Abtastleitung an die zugehörige Koppelbus-Schnittstelleneinheit abgegeben, um eine Schreiboperation zu steuern, im Zuge derer Daten in den Eingangsdatenpuffer 706 (Fig. 7) eingeschrieben werden, wie dies bereits beschrieben worden ist.
Vorstehend ist mehrere Male auf die Information Bezug genommen worden, die aus dem Richtungsspeicher 820 (Fig. 8) aufgenommen worden ist. Der Richtungsspeicher wird nunmehr unter Bezugnahme auf Fig. 15 bis 17 im einzelnen beschrieben werden. In Fig. 15 ist dabei der Aufbau dieses Speichers gezeigt, der Adressen-Decodereinheiten enthält. Der Richtungsspeicher besteht aus zwei Teilen, der virtuellen Kanalnummern-(VC-Nr.)-Tabelle 821 und der Leitungsanschluss- (LT-Nr.)-Nummerntabelle 822. Das Format der Einträge in diesen Tabellen ergibt sich im einzelnen aus Fig. 16 bzw. aus Fig. 17.
Bei der herkömmlichen Datenvermittlungsanlage, wie sie eingangs beschrieben worden ist', umfasst die Datenübertragungssteuereinrichtung CC einen Verbindungsspeicher, der eine Leitungsanschlussadresse sowie eine leitungsspezifische Steue-rungs- und Statusinformation speichert. In entsprechender Weise werden die Tabellen des Richtungsspeichers ausgenutzt, um Zeichen von einer Datenquelle zu einer Datensinke hin zu leiten, indem der Koppelbus ausgenutzt wird. Demgemäss weist die virtuelle Kanalnummerntabelle 821 insgesamt 4032 Einträge für Rufblöcke auf, die eine Koppelbusverbindung bzw. eine Koppelbus-Datenübertragung benötigen. Das Format eines derartigen Eintrags der Tabelle 821 ergibt sich aus Fig. 16. Ein 12-Bit-Feld 1610 enthält die nachstehend als virtuelle Kanalnummer bezeichnete Kanalnummer .VC-Nr. eines virtuellen Kanals. Das folgende 3-Bit-Feld 1610, das sogenannte Informa-tions-Dispositionsfeld, enthält eine Steuerinformation für die Verbindungsleitung bzw. Weiterleitung eines zu übertragenden Datenwortes — oder eines Teiles eines Datenwortes — zu einer in Frage kommenden Datensinke hin. Das folgende 6-Bit-Feld 1612 enthält die Nummer SB-Nr des an ferner Stelle befindlichen Vermittlungsblocks. Ein weiteres Feld 1613 mit einer Länge von 12 Bit ist für die Leitungsanschlussnummer LT-Nr an der fernliegenden Stelle reserviert. Ein noch weiteres 4-Bit-Feld 1614 enthält eine Angabe über die Nummer BUS-Nr einer Busleitung, durch die eine der Koppelbusleitungen und eine der Koppelbus-Schnittstelleneinheiten ausgewählt wird, die für diesen Ruf entsprechend reserviert sind. Schliesslich enthält ein
2-Bit-Feld 1615 Paritätsbits, mit deren Hilfe der Inhalt des Eintrags auf seine Richtigkeit getestet werden kann. Der gesamte Eintrag weist eine Länge von 38 Bit auf.
Jeder der 4032 Einträge der Leitungsanschluss-Nummern-tabelle 822 ist einem örtlichen Leitungsanschluss des Vermittlungsblocks zugehörig. Diese vorher vorgenommene Zuteilung entspricht einem verminderten Datenformat der Einträge der - Leitungsanschluss-Nummerntabelle gemäss Fig. 17. Ein erstes
3-Bit-Feld 1710 bildet das Informations-Dispositionsfeld. Das zweite Feld 1711 mit einer Länge von 12 Bit enthält die virtuelle Kanalnummer VC-Nr. Das folgende 6-Bit-Feld 1712 ist für die Vermittlungsblocknummer SB-Nr des an ferner Stelle liegenden Vermittlungsblocks reserviert. Ein weiteres 4-Bit-Feld 1713 enthält die Nummer BUS-Nr der Koppelbusleitung, die für diesen Ruf reserviert ist. Das letzte Feld 1714 enthält ein einziges Bit, bei dem es sich um das Paritätsbit handelt. Die gesamte Länge des jeweiligen Eintrags umfasst 26 Bit.
Nunmehr sei wieder auf Fig. 15 Bezug genommen. Dabei ist ersichtlich, dass die Parallelausgänge des Richtungsspeichers durch entsprechende Teile der Einträge bezeichnet sind. Der Richtungsspeicher wird durch Adressen-Decodereinheiten adressiert, die entweder eine Adresse für die Auswahl eines Eintrags der virtuellen Kanalnummerntabelle 821 oder eines Ein-5 trags der Leitungsanschluss-Nummerntabelle 822 bereitstellen. Jede dieser Adressen-Decodereinheiten umfasst zwei entsprechende Gruppen von getasteten Datenpuffern 1510, 1511 sowie 1520, 1521. Die Datenpuffer sind jeweils durch ein einziges Pufferelement dargestellt. Die Datenpuffer 1510 sind eingangs-lo seitig parallel mit ankommenden Datenleitungen verbunden, die an den Koppelbus-Schnittstelleneinheiten über die Auswahl-Schnittstelleneinheit SIF (Fig. 7) angeschlossen sind. Diese Datenleitungen führen die örtliche virtuelle Kanalnummer, die Teil eines Datenwortes ist, welches von einer anfordernden Koppel-15 bus-Schnittstelleneinheit her übertragen wird. Die Datenpuffer 1510 weisen Freigabeeingänge auf, denen das Steuersignal «IBI XFER ACT» zugeführt wird und die somit in einen Betriebszustand gelangen, sobald das virtuelle Kanalsteuerwerk die Ausführung einer Datenübertragungsoperation an- bzw. über-20 nimmt, die von einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI angefordert ist.
Die Eingänge der zweiten Gruppe von getasteten Datenpuffern 1511 sind parallel an Daten in ankommender Übertragungsrichtung übertragende ankommende Datenleitungen ange-25 schlössen, die mit dem Zentralprozessor CP verbunden sind. Die ausgewählte Gruppe der Datenleitungen überträgt ausserdem die Kanalnummer des örtlichen virtuellen Kanals.
Die Datenpuffer 1511 weisen Freigabeeingänge auf, die parallel mit einem weiteren ODER-Glied 1512 verbunden sind, 30 welches an zwei Eingängen Steuersignale zugeführt erhält, die während der Verarbeitung einer Datenübertragungsanforderung des Zentralprozessors CP erzeugt werden. Die beiden Steuersignale werden von der CP-Übertragungssteuereinheit 1300 (Fig. 13) erzeugt. Das am Ausgang 1306 der Decoder-Logik-35 einheit 1300 auftretende Signal legt — wie bereits beschrieben — eine Schreiboperation bezüglich des Richtungsspeichers fest.
Das andere Steuersignal wird jeweils dann erzeugt, wenn ein Zentralprozessor CP Daten bezeichnet, die an eine Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI auszusenden sind. Dieses Steuersignal 40 tritt am Ausgang 1304 der Decoder-Logikeinheit 1300 auf. Die beiden Signale steuern die getasteten Datenpuffer 1511 unabhängig voneinander in den betriebsfähigen Zustand.
Die zweite Gruppe der getasteten Datenpuffer 1520 und 1521 wird zur Pufferung der Adresseninformation ausgenutzt, 45 um einen Eintrag der Leitungsanschluss-Nummerntabelle 822 auswählen zu können. Ein Eintrag der Leitungsanschluss-Num-merntabelle 822 kann ausgewählt werden, während ein Datenwort von der Datenübertragungssteuereinrichtung CC her an eine Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI übertragen wird oder so während einer Schreiboperation bezüglich eines Eintrags unter der Steuerung durch den Zentralprozessor CP ausgeführt wird. Die Freigabeeingänge der getasteten Datenpuffer 1520 erhalten das Steuersignal «CC zu IBI ENABLE» zugeführt, die von der CC-Übertragungssteuereinheit 812 (Fig. 8) erzeugt werden. 55 Während des Vorhandenseins des Freigabesignals erhält der getastete Datenpuffer 1520 die Adresseninformation an den Pa-ralleldateneingängen zugeführt. Diese Adresseninformation bürdet einen Teil eines Datenwortes, welches von der Datenübertragungssteuereinrichtung CC her übertragen wird. 60 Die getasteten Datenpuffer 1521 nehmen in entsprechender Weise an ihren Paralleldateneingängen die Adresseninformation auf, die von dem Zentralprozessor CP her zugeführt wird. Die betreffenden Datenpuffer werden durch das Steuersignal «WR LT ENABLE» freigegeben. Dieses Steuersignal ist eines der 65 Freigabesignale, die von der CP-Übertragungssteuereinheit 813 (Fig. 8 und 13) erzeugt werden. Jeder Tabelle des Richtungsspeichers ist ferner ein herkömmlicher Adressendecoder 1530 zugehörig, wie dies schematisch aus Fig. 15 hervorgeht. Bei der
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dargestellten Konfiguration sind zwei derartige Adressendeco-dereinheiten 1530 vorgesehen, deren jeder einer der beiden Tabellen des Richtungsspeichers zugehörig ist. Jeder Eingang der Adressen-Decodereinheiten ist gemeinsam an den Ausgängen einer Gruppe von Datenpuffern 1510, 1511 bzw. 1520, 1521 angeschlossen. Die Parallelausgänge jeder Adressendecodereinheit sind an entsprechenden Adresseneingängen ADDR des Richtungsspeichers angeschlossen. Der Aufbau gestattet eine unabhängige Adressierung beider Speichertabellen. Wenn die zeitliche Steuerung der Lese-/Schreiboperationen des Richtungsspeichers so getroffen werden kann, dass keine Überlappung der Operationen bezüglich der verschiedenen Tabellen auftritt,
dann könnte auch ein einziger Adressendecoder verwendet werden. Eine gemeinsame Adressendecodereinheit würde die Auswahl von 2 x 4032 Einträgen des gesamten Speichers abdecken, so dass die Gesamtzahl der Decoder-Bauelemente die gleiche wäre. Der einzige Unterschied bestünde darin, dass ein zusätzliches Adressenbit aus dem Zustand der Steuersignale abzuleiten wäre, die von der CP-Übertragungssteuereinehit 812 erzeugt werden, um Lese-/Schreiboperationen bezüglich der die Nummern der virtuellen Kanäle enthaltenden Kanalnummerntabelle und bezüglich der Leitungsanschluss-Nummerntabelle auszuführen. Derartige Steuersignale werden in Übereinstimmung mit dem vorliegenden Schaltungsaufbau gesondert den entsprechenden Freigabeeingängen zugeführt, die als Eingänge RD/WRITE bezeichnet sind;
Nachdem zuvor sämtliche verschiedenen Steuereinrichtungen und Auswahleinheiten des virtuellen Kanalsteuerwerks beschrieben worden sind, wird nunmehr erläutert werden, wie die Vermittlungsoperation bezüglich eines Datenwortes abläuft, welches von einer Datenquelle herkommt, nämlich der Datenübertragungssteuereinrichtung, einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit oder dem Zentralprozessor, und welches zu einer Datensinke abgegeben wird, bei der es sich um eine der oben erwähnten Einrichtungen handeln kann.
Die Vermittlungsoperation wird unter Verwendung der Datenpufferschalter 800 (Fig. 8) ausgeführt. In Fig. 18 ist der Aufbau der Schalter der Vermittlungseinrichtung näher gezeigt. Die Einrichtung besteht aus sechs Gruppen von getasteten Datenpuffern 1810, 1815, ... 1835. Auch hierbei ist jede Gruppe von Datenpuffern durch lediglich ein Element dargestellt. Es dürfte ersichtlich sein, dass dabei soviele einzelne Datenpuffer in jeder Gruppe vorzusehen sind, wie parallele Datenzubringerleitungen vorhanden sind, also Datenleitungen, die Daten in ankommender Übertragungsrichtung zuführen. Da die Pufferelemente von herkömmlichem Aufbau und lediglich parallel bezüglich der Daten in ankommender und abgehender Übertragungsrichtung führenden Datenleitungen angeordnet sind, wird eine detaillierte Beschreibung hier als nicht erforderlich angesehen.
Die Anordnung der sechs Gruppen von getasteten Datenpuffern entspricht dem Vermittlungsprinzip der Vermittlung von Daten, die von einer der drei verschiedenen Einrichtungen her zugeführt werden und die zu einer von zwei Einrichtungen zu übertragen sind. Dieses Übertragungsprinzip führt dazu,
dass sechs verschiedene Datenübertragungswege vorhanden sind. Demgemäss sind die Datenleitungen 802, die Daten von der Übertragungssteuereinrichtung CC her zugeführt erhalten, parallel an entsprechenden Dateneingängen der ersten und dritten Gruppe der getasteten Datenpuffer 1810 und 1820 angeschlossen. Die Datenleitungen 803, welche von dem Zentralprozessor CP abgegebene Daten führen, sind an Eingängen der zweiten und fünften Gruppe der getasteten Datenpuffer 1815 und 1830 angeschlossen. Schliesslich sind Datenleitungen 801, die ein von einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit her übertragenes Datenwort übertragen, an Eingängen der vierten und fünften Gruppe der getasteten Datenpuffer 1825 und 1835 angeschlossen.
Entsprechend der Anordnung der Eingangsverbindungen sind die Daten in abgehender Übertragungsrichtung übertragenden Datenleitungen 804, 805 und 806 an den Ausgängen zweier verschiedener Gruppen der getasteten Datenpuffer angeschlossen. Die Datenleitungen 804, welche abgehende Daten zu einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI übertragen, sind parallel an der ersten und zweiten Gruppe der getasteten Datenpuffer 1810 und 1815 angeschlossen. Die Datenleitungen 806, welche Datenleitungen bilden, die abgehende Daten für den Zentralprozessor CP führen, sind an der dritten und vierten Gruppe der getasteten Datenpuffer 1820 und 1825 angeschlossen. Die Datenleitungen 805 für abgehende Daten zu der Datenübertragungssteuereinrichtung CC hin sind parallel an den Ausgängen der fünften und sechsten Gruppe der getasteten Datenpuffer 1830 und 1835 angeschlossen.
In Übereinstimmung mit dem generellen Schema des Datenverkehrs wird jede Gruppe der getasteten Datenpuffer durch jeweils ein anderes Steuersignal der sechs Freigabe-Steuersignale freigegeben, die von der Übertragungssteuereinheit 810 (Fig. 8) erzeugt werden. Dabei ist im einzelnen erläutert worden, wie diese Steuersignale erzeugt werden, so dass die Darstellung gemäss Fig. 18 insoweit verständlich sein dürfte. Während eines Zyklus des virtuellen Kanalsteuerwerks VCC wird lediglich eine Datenanforderung einer Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI, der Datenübertragungssteuereinrichtung CC oder des Zentralprozessors CP aktiviert. Nach erfolgter Analysierung der Verbindungsleitung des zu übertragenden Datenwortes wird eines dieser Freigabesignale von der betreffenden Untereinheit der Übertragungssteuereinheit 810 erzeugt. Dieses Freigabe-Steuer-signal wird der betreffenden Gruppe der getasteten Datenpuffer zugeführt, um den Betriebszustand dieser Puffer zu steuern. Auch hier werden, wie dies aus Fig. 18 hervorgeht, die zugeführten Daten nicht eigentlich durch eine Gruppe der in Betrieb befindlichen Datenpuffer hindurchgeleitet, sondern vielmehr kann ein in abgehender Richtung abzugebendes Datenwort ersetzte oder neu zusammengestellte Bitgruppen enthalten. Derartige Bitgruppen können sich auf die Status- und Verbindungs-leitungs-Steuerinformation beziehen, wie auf die Kanalnummer eines zu einer fernliegenden Vermittlungsstelle hin zu benutzenden virtuellen Kanals und auf die Vermittlungsblocknummer des an ferner Stelle befindlichen Vermittlungsblocks eines Datenwortes, das über die Datenleitungen 804 an eine Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI auszusenden ist. Gemäss einem anderen Beispiel umfasst das an die Datenübertragungssteuereinrichtung CC auszusendende Datenwort ausserdem eine Bitgruppe, welche die Leitungsanschlussnummer bezeichnet. Diese Leitungsanschlussnummer kann entweder direkt von dem Zentralprozessor CP her erzeugt und über die fünfte Gruppe von getasteten Datenpuffern 830 durchgeschaltet werden, oder aber sie kann aus einem Eintrag des Richtungsspeichers gelesen und dann über die sechste Gruppe der getasteten Datenpuffer 1835 weitergeleitet werden.
Mit Hilfe der beschriebenen Datenvermittlungsanlage können zwei verschiedene Arten von Rufen bzw. Verbindungen abgewickelt werden, nämlich Verbindungen zwischen zwei örtlichen Leitungsanschlüssen LT, die ein und demselben Vermittlungsblock zugehörig sind, also sogenannte interne Vermittlungsblock-Verbindungen, und Verbindungen zwischen zwei fernliegenden Leitungsanschlüssen, die unterschiedlichen Vermittlungsblöcken zugehörig sind. Die zuletzt genannten Verbindungen werden als Zwischen-Vermittlungsblock-Verbindungen bezeichnet. Verbindungen des erstgenannten Typs werden ausserdem in derselben Art und Weise ausgeführt wie Verbindungen bei der eingangs betrachteten bekannten Rund-Vermittlungsanlage. Eine Beschreibung derartiger Verbindungen wird hier lediglich in dem Ausmass als erforderlich erachtet, wie es zur deutlichen Unterscheidung der Ruf- bzw. Verbindungsprozeduren von jenen gebraucht wird, bei denen das Koppelbussystem benutzt wird.
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Eine interne Vermittlungsblock-Verbindung wird dadurch eingeleitet, dass beispielsweise in einem Doppelstrom-Schaltkreis ein Zustand eines Vorwärts-Signalisierungsweges von der Startpolarität (Pause) zur Stoppolarität (Zeichen) invertiert wird. Unter dem Begriff «Vorwärts» wird hier die Verbindungsaufbaurichtung verstanden. Der der rufenden Teilnehmerstelle zugehörige Leitungsanschluss bzw. die betreffende Lei-tungsanschlusseinrichtung LT erkennt diesen Polaritätswechsel und meldet ihn dem Zentralprozessor CP über die Datenübertragungssteuereinrichtung CC. Da der vorhergehende Zustand der rufenden Leitung der Zustand einer freien Leitung war,
•wird der PolaritätsWechsel als Ruf- bzw. Verbindungsanforderung interpretiert. Der Zentralprozessor CP führt eine Rufbzw. Verbindungssteuerroutine aus, auf die hin ein Rufbestätigungssignal über den Rückwärts-Signalisierungsweg übertragen wird. In Abhängigkeit von dem Leitungstyp und dem der betreffenden Leitung zugehörigen Signalisierungskriterium kann dieses Rufbestätigungssignal entweder ein Dauerzustandssignal oder ein kurzzeitiger Signalwechsel von der Startpolarität zu der Stoppolarität sein. In einer Subroutine des Zentralprozessors CP wird ein als Rufblock bezeichneter Bereich des Hauptspeichers der rufenden Leitung zugeteilt. Dieser Speicherbereich wird zur dynamischen Speicherung von Daten benutzt, welche zur Steuerung des Verbindungsaufbaus und Verbindungsabbaus erforderlich sind. Sofern eine Anwendbarkeit gegeben ist, wird der betreffende Speicherbereich für eine nachfolgende Rufdaten- bzw. Verbindungsdatenaufzeichnung ausgenutzt. In Übereinstimmung mit den CCITT-Empfehlungen wird das Ruf- bzw. Verbindungsbeständigungssignal innerhalb von 150 ms nach Aufnahme der Verbindungsanforderung ausgesendet.
Sofern eine Rufdatenaufzeichnung durch die Datenvermittlungsanlage vorgenommen wird, muss üblicherweise zunächst die Identität der rufenden Teilnehmerstelle überprüft werden. Dies kann dadurch erfolgen, dass ein Antwortcode angefordert wird, der innerhalb einer festgelegten Zeitspanne auftreten muss, nachdem die Anforderung erfolgt ist. Die Aufnahme des gesamten Antwortcodes wird überwacht, und erforderlichenfalls kann eine Überprüfung des Codeinhalts durchgeführt werden.
Nach erfolgter Zuteilung des Verbindungsblocks erzeugt der Zentralprozessor CP ein Wahlaufforderungssignal, welches der rufenden Teilnehmerstelle zugeführt wird. Dabei gibt es verschiedene Formen für ein derartiges Signal, die einfach als Stoppolaritätsimpuls oder als «Antwortgabe» (ga) oder als «Datums- und Tageszeit»-Nachricht bekannt sind. Die Form des betreffenden Signals kann auf einer Verbindungsleitungs-gruppe auf einer Teilnehmerstellen-Grundlage'festgelegt sein.
Nach Ausführung der vorstehend erläuterten Vorgänge spricht die rufende Teilnehmerstelle durch Abgabe einer Wahlinformation an, die an den zugehörigen Leitungsanschluss LT abgegeben und über das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC dem Zentralprozessor CP zugeführt wird. Der Zentralprozessor CP speichert lediglich die Wahlinformation selbst in dem Verbindungsblock ab; gewisse Gültigkeits- bzw. Ordnungszeichen, wie Pausen-Schritte, werden weggelassen. Das Ende der Wahlinformation wird durch Aufnahme eines Wahlendezeichens, z.B. « + » nach Auftreten einer vorgegebenen Anzahl von Ziffern oder infolge des Ablaufs einer festgelegten Zeitspanne nach Aufnahme der letzten Wahlziffer erkannt.
Die in dem zugeteilten Verbindungsblock des Hauptspeichers abgespeicherte Wahlinformation wird durch Subroutinen untersucht, die durch den Zentralprozessor CP ausgeführt werden, Die Verbindungsleitungstabellen-, die in der Datenbank der Zentraleinheit abgespeichert sind, werden dazu herangezogen, die abgehende Leitung zu bestimmen. Derartige Tabellen könnten für gewisse Anwendungsfälle einen Haupt-Leitweg und irgendwelche Alternativ-Leitwege enthalten, die für die Richtungsbestimmung verfügbar sind. Die Grundlage für die alternative Verbindungsleitung besteht darin, dass sämtliche Stellen des Netzwerks, einschliesslich der direkt angeschlossenen Teilnehmerstationen, zu denen ein Zugriff möglich ist, als Zielsta-5 tionen berücksichtigt werden. Alle diese Ziel- bzw. Bestim-, mungsangaben werden in eine Verbindungsleitungstabelle eingetragen. Die Verbindungsleitungsinformation entsprechend der ersten Wahl oder entsprechend einem alternativen Leitweg umfasst eine zu benutzende Verbindungsleitungsgruppennummer io sowie hinzuzuaddierende Codeziffern, und zwar entweder als Kernzahl oder geändert. Dies bedeutet, dass die tatsächliche auszusendende Nummer in Abhängigkeit von der bei der Verbindungsdurchschaltung benutzten Leitungsgruppe verschieden sein kann. Diese Verbindungsleitungs-Subroutine kann spezielle i5 Freiwahl-Verfahren einschliessen, die beim Suchen einer freien Leitung innerhalb einer Verbindungsleitungsgruppe benutzt werden. Während der Wahluntersuchung wird ausserdem eine Prüfung durchgeführt um zu bestimmen, ob eine gewünschte Verbindung zulässig ist. Die für eine derartige Sperrprüfung be-20 nutzte Information bildet eine Klasse von Verkehrs- und für die Verbindungsleitungsgruppen spezifischen Daten.
Wenn ein Zentralprozessor CP die Verbindungsleitungspro-zedur abgeschlossen hat, dann wird die Verbindung zu einem ausgewählten Leitungsanschluss LT hin als Ergebnis der Unter-25 suchung und der Verbindungsleitungsprozedur durchgeschaltet. Der Zentralprozessor CP gibt ein Kommando an den ausgewählten Leitungsanschluss LT über das transparente virtuelle Kanalsteuerwerk VCC und die Datenübertragungssteuereinrichtung CC ab, damit der betreffende ausgewählte Leitungsan-30 schluss LT den Ruf bzw. die Verbindung annimmt. Die gerufene Teilnehmerstelle spricht dann auf die Anforderung an, dass sie eine Umkehrung der Dauerpolarität auf der Leitung bewirkt oder einen Impuls zurücksendet.
Das Signal wird durch den der gerufenen Leitung zugehöri-35 gen Leitungsanschluss LT erkannt und dem Zentralprozessor CP gemeldet, in welchem das betreffende Signal als Anrufbestätigungssignal interpretiert wird. Wenn das Anrufbestätigungssignal nicht innerhalb einer bestimmten Zeitspanne aufgenommen wird, dann wird eine Neu-Test-Prozedur automatisch 40 eingeleitet. Wenn die gerufene Teilnehmerstelle bereit ist, erhält die Vermittlungsanlage ein Verbindungssignal zugeführt. Dieses Signal wird durch den Zentralprozessor CP erkannt, der seinerseits ein Verbindungssignal an die rufende Teilnehmerstelle aussendet und sodann die Durchschaltung einleitet.
45 Dies erfolgt dadurch, dass die Adresse des gerufenen Leitungsanschlusses LT in einen Eintrag des Verbindungsspeichers eingeführt wird, der in der Datenübertragungssteuereinrichtung CC untergebracht ist. Dieser Eintrag, der ein Wort in dem Verbindungsspeicher erfasst, ist zuvor einem bestimmten Leitungsso anschluss LT zugeteilt worden. Dieselbe Speicheroperation wird im übrigen auf den entsprechenden Eintrag angewandt, der dem gerufenen Leitungsanschluss LT zugehörig ist. In diesem Fall wird die Adresse des rufenden Leitungsanschlusses abgespeichert. Nachdem das Verbindungssignal ausgesendet ist, 55 wird der gültige Verbindungsblock aus dem Hauptspeicher MM der Zentraleinheit herausgeführt und auf der peripheren Datenbank gepuffert.
Nachdem der Verbindungszustand hergestellt worden ist, wird der Zentralprozessor CP freigegeben bzw. ausgelöst, da 60 nunmehr Daten von Leitungsanschluss zu Leitungsanschluss über die Datenübertragungssteuereinrichtung CC übertragen werden, ohne dass dazu eine weitere Unterstützung durch den Zentralprozessor CP erforderlich ist, allerdings abgesehen von einer einfachen Überwachung des Betriebs, um nämlich sicheres zustellen, dass der Verbindungszustand eine bestimmte maximale Zeitspanne nicht überschreitet.
Der Zentralprozessor CP übernimmt die Steuerung wieder bei der Verbindungsauslösung. Eine Verbindungsauslösung
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bzw. Verbindungstrennung kann von jeder Teilnehmerstelle aus eingeleitet werden, beispielsweise durch Drücken der Auslösetaste der Signalisierungseinheit. Dieser Vorgang bewirkt die Erzeugung von Auslösesignalen. Dabei sei angenommen, dass die Auslöseanforderung von der rufenden Teilnehmerstelle ausgesendet und von der zugehörigen Leitungsanschlusseinrichtung LT erkannt wird. Diese Leitungsanschlusseinrichtung LT überträgt dann diese Information über die Datenübertragungssteuereinrichtung CC zu dem Zentralprozessor CP hin. Daraufhin beginnt der Zentralprozessor CP mit einer Auslöseprozedur. Während dieser Prozedur schaltet der Zentralprozessor CP den Signalpegel auf der Leitung des gerufenen Leitungsanschlusses LT auf Startpolarität um und überprüft die Dauer der Auslöseanforderung auf der rufenden Teilnehmerleitung. Dabei wird eine einen Wert von 450 ms überschreitende Zeitspanne als Auslösesignal interpretiert. Zunächst wird ein leerer Speicherplatz für den Verbindungsblock in dem Hauptspeicher der Verbindung wieder zugeteilt, und ausserdem wird der gepufferte Ruf- bzw. Verbindungsblock von der Datenbank in den gerade zugeteilten Speicherbereich übertragen. Die Rufdatenaufzeichnung karjn dann fortgesetzt werden. Darüber hinaus wird auf das Auftreten des Auslösesignals hin ein Auslöse-Bestätigungs-signal der rufenden Teilnehmerstelle zugesandt. Das Auslöse-Bestätigungssignal wird ebenfalls von der gerufenen Teilnehmerstelle innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne erwartet. Wird das betreffende Signal nicht innerhalb der bestimmten Zeitspanne erhalten, so wird die betreffende Leitung in einen Fangzustand umgeschaltet. Ohne irgendeine weitere Änderung innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne wird ein Störzustands-signal abgegeben. Eine Leitung, die ausgelöst worden ist, kann erst nach einer Sicherheits-Verzögerungszeitspanne von einigen Sekunden belegt werden, um nämlich jeder fernliegenden Vermittlungsstelle zu ermöglichen, sich gewissermassen vollständig auszulösen und auf die Übernahme eines neuen Rufes bzw. einer neuen Verbindung vorzubereiten. Eine ankommende Rufbzw. Verbindungsanforderung .wird jedoch berücksichtigt, sofern eine minimale Zeitspanne vergangen ist, die kürzer ist als die Sicherheitszeitspanne. Sobald die Sicherheitszeitspanne beginnt, wird sofort ein Signal mit Startpolarität sowohl an den sendenden Teil als auch den an empfangenden Teil der Leitung abgegeben.
Die beschriebene Start-Phase bezüglich einer Verbindungsherstellung trifft auch für den zweiten Verbindungstyp zu, der eine Koppelbus-Datenübertragung erfordert. Der betreffende Verbindungsaufbau beginnt in derselben Art und Weise wie beschrieben mit einem Intern-Vermittlungsblock-Ruf bis zu dem Schritt, zu dem die Wahlinformation untersucht wird, d.h. bis zum Beginn der Überprüfung des Wahlcodes. Bis zu diesem Schritt ist das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC — also für den zweiten Verbindungstyp — transparent bzw. durchlässig für die Datenübertragungssteuereinrichtung CC und den Zentralprozessor CP.
Im allgemeinen sollte keine vorherige Zuteilung von Datenübertragungsverbindungen zwischen verschiedenen Vermittlungsblöcken vorhanden sein. Wenn sämtliche Verbindungen auf einer Protokollbasis dynamisch eingeteilt bzw. hergestellt "werden, dann ist die Anzahl und die Auswahl der aktiven Datenübertragungsverbindungen zwischen jeweils zwei Vermittlungsblöcken durch die jeweiligen augenblicklichen Verkehrszu-stände bestimmt. Die Datenübertragungsverbindungen über den jeweiligen Vermittlungsblockkoppler werden auf der Grundlage abgespeicherter Steuerinformationen hergestellt, die in einer Wahlcodetabelle und in Richtungsbestimmungs-Leit-wegtabellen untergebracht sind, welche sich im Hauptspeicher des jeweiligen Vermittlungsblocks befinden und zu denen ein Zugriff durch die zugehörige Zentralprozessoreinheit CP er-. folgt. Diese Tabellen werden ausserdem für die Herstellung von örtlichen Datenübertragungsverbindungen ausgenutzt; sie sind in Form von drei Tabellen organisiert. Die Wahlcodes, welche Teilnehmerstellen und Verbindungsleitungen, eines weiteren Vermittlungsblocks spezifizieren, führen schrittweise über durch Zeiger miteinander verbundene Schritte zu einem Richtungs-bestimmungs-Leitwegeintrag des entsprechenden Fernvermitt-lungsblocks. Diese Wahlcodeuntersuchung wird durch die Zentralprozessoreinheit CP durchgeführt; sie zeigt an, dass die Rufanforderung einen Zwischensystemruf betrifft.
Eine der Möglichkeiten der Durchführung einer Wahlcodeuntersuchung basiert auf Systemtabellen, wie sie in Fig. 19 veranschaulicht sind. Diese Tabellen sind in dem Hauptspeicher MM (siehe Fig. 1) untergebracht und in einer Baumstruktur ausgelegt. Der Hauptspeicher MM enthält ■— wie bereits erwähnt — unter anderem Speicherbereiche, die einer Vielzahl von Systemtabellen zur Rufweiterleitung zugeteilt sind bzw. werden. Der Zweck dieser Tabellen besteht darin, einen bestimmten virtuellen Kanal des örtlichen Vermittlungsblocks einer gerade vorliegenden Zwischenvermittlungsblock-Rufanforderung zuzuteilen und den örtlich zu benutzenden Koppelbus BUS zu bestimmen, der durch eine Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI festgelegt ist.
Zur Realisierung konnte hierfür eine Vielzahl von verschiedenen Zuteilungsprinzipien benutzt werden. Aus Gründen transparenter Datenverkehrsbedingungen und einer geringeren Verkehrssteuerung wird jedoch angenommen, dass die verfügbaren virtuellen Kanäle eines Vermittlungsblocks in zweierlei Weise gruppiert sind: Ein Gruppierungstyp ordnet gleiche Zahlen von virtuellen Kanälen jedem der Fernvermittlungsblöcke zu, und zwar unter einer Annahme, dass die Verkehrsbelastung von dem örtlichen Vermittlungsblock aus auf jeden der Fernvermittlungsblöcke in gleicher Weise aufgeteilt ist, jedenfalls was die Koppelbus-Datenübertragung anbelangt. Darüber hinaus sind Gruppen derselben virtuellen Kanäle festgelegt, die dauernd jeweils einem bestimmten Koppelbus der Koppelbusleitungen zugeteilt sind. Dieses Gruppierungsprinzip ergibt sich aus der zweiten Annahme, dass jeder Koppelbus BUS der Vermittlungsanlage einen gleichen Anteil des Koppelbusverkehrs übernimmt. Die betreffenden Gruppierungsprinzipien können derart miteinander in Beziehung gesetzt sein, dass innerhalb jeder Gruppe der einem der Fernvermittlungsblöcke zugeteilten virtuellen Kanäle aufeinanderfolgende Kanäle unterschiedlichen Koppelbusleitungen in einer zyklischen Reihenfolge zugeteilt sind.
Dieses Zuteilungsprinzip begrenzt zwar die Flexibilität der Anlage in gewissem Ausmass, da dieses Prinzip nicht dynamisch ausgerichtet ist. Es dürfte jedoch aus der folgenden Beschreibung ohne weiteres ersichtlich sein, dass diese Verteilung der in einem Vermittlungsblock verfügbaren virtuellen Kanäle zumindest statistisch zu einer ausgeglichenen Verkehrsbelastung auf den einzelnen Koppelbusleitungen BUS führt.
Darüber hinaus können Mikroprozessor-Routinen zur Bedienung beider Arten von Rufanforderungen, nämlich für Intern-Verbindungen und Zwischen-Vermittlungsblock-Verbin-dungen, in entsprechender Weise ausgeführt werden, und die Steuerung der Datenvermittlung über das Koppelbussystem BUS wird weniger kompliziert. In einer Vielzahl von Anwendungsfällen sind übermässige Messungen des jeweiligen Verkehrsbildes auf den verschiedenen Koppelbusleitungen zum Zwecke der Zuteilung virtueller Kanäle in einer zeitlich ausgeglichenen Art und Weise tatsächlich nicht erforderlich, wenn die mittlere Verkehrsbelastung nicht zu stark ist.
Demgemäss wird ein Organisationsschema gewählt, bei dem in gewissem Ausmass feste Datenübertragungsverbindungen über das Koppelbussystem BUS anstelle von völlig dynamischen Verbindungen verwendet werden. Dies kann darüber hinaus von weiterem Vorteil sein. Da jeder Vermittlungsblock über feste Gruppen von virtuellen Kanälen verfügt und da jede Gruppe derartiger Kanäle für die Datenübertragung in Ver-
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bindung mit einem der übrigen Vermittlungsblöcke zugeteilt ist und die virtuellen Kanäle jeder Kanalgruppe in gleicher Weise auf die in einer Vielzahl vorgesehenen Koppelbusleitungen aufgeteilt sind, können somit zwei Vermittlungsblöcke gewisser-massen über eine Querverbindung derart miteinander verbunden werden, dass ein 1-zu-1-Verhältnis zwischen den betreffenden virtuellen Kanälen der Vermittlungsblöcke erzielt ist. Dies bedeutet beispielsweise, dass zu einem virtuellen Kanal VC300 eines ersten Vermittlungsblocks SBl, der einer Verbindung zu einem anderen Vermittlungsblock SB3 zugeteilt worden ist, ein entsprechender virtueller Kanal VC100 in dem betreffenden dritten Vermittlungsblock SB3 gehört. Wenn der virtuelle Kanal VC300 örtlich ausgewählt wird, dann wird eine Datenübertragungsverbindung in einer Verkehrsrichtung festgelegt, und automatisch ist auch die entsprechende Datenverbindung in der Rückwärtssignalisierungsrichtung über den virtuellen Kanal VC100 festgelegt.
Diese entsprechende Beziehung zwischen den betreffenden virtuellen Kanälen zweier verschiedener Vermittlungsblöcke kann während der Systeminbetriebssetzungszeit festgelegt werden, indem derartige Korrelationen in den Richtungsspeichern der Vermittlungsblöcke gespeichert werden. Fig. 16 veranschaulicht das Format eines Eintrags in der Tabelle für die virtuellen Kanalnummern bezüglich dieser Situation. Jeder Eintrag bezieht sich auf einen örtlichen virtuellen Kanal und weist — wie beschrieben worden ist — mehrere Felder auf, die zur Speicherung einer Adressensteuerinformation dienen, welche die Datenübertragungsverbindungen spezifiziert. Während im allgemeinen alle diese Datenübertragungsverbindungen gemäss der Erfindung vollständig dynamisch hergestellt werden, werden die die Nummer der örtlichen Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI-Nr., die Nummer SB-Nr.'des Fernvermittlungsblocks und die virtuelle Kanalnummer VC-Nr. bezüglich des Fernvermittlungsblocks zum Zeitpunkt der System-Inbetriebsetzung vorher zugeteilt, wie dies durch «*» angedeutet ist. Sobald ein örtlicher virtueller Kanal einer Rufanforderung zugeteilt worden ist, ist eine vollständige Querverbindung von dem virtuellen Kanalsteuerwerk des örtlichen Vermittlungsblocks zu dem virtuellen Kanalsteuerwerk des Fernvermittlungsblocks und umgekehrt aufgebaut.
Es ist bereits darauf hingewiesen worden, dass sämtliche Verbindungen zwischen Vermittlungsblöcken betreffende Verbindungsanforderungen von der Zentralprozessoreinheit des die rufende Teilnehmerstelle umfassenden Vermittlungsblocks in derselben Art und Weise behandelt werden wie herkömmliche Verbindungsanforderungen, bis die Wahlcode-Untersuchung beginnt. Während der Wahlcode-Untersuchung wird die Art der Verbindung erkannt, wie dies nachstehend unter Bezugnahme auf Fig. 19 erläutert werden wird. Die durch die Zentralprozessoreinheit CP des die rufende Teilnehmerstelle umfassenden Vermittlungsblocks durchgeführte Wahlcode-Untersuchung erfolgt solange, bis ein Eintrag in die Richtungsbestimmungs-Wegeleittabelle 1900 erhalten wird. Diese Tabelle 1900 zeigt zu einer Verbindungsleitungsgruppentabelle 1910, die entweder zu einer einen reellen Kanal betreffenden Statustabelle 1920 oder zu einer virtuelle Kanäle betreffenden Statustabelle 1930 hinführen kann.
Jeder Eintrag der Richtungsbestimmungs-Wegeleittabelle bezieht sich auf eine Verbindungsleitungs-Gruppennummer, die in einem ersten Feld 1901 bzw. 1902 gespeichert ist. Die betreffende Verbindungsleitungsgruppennummer kann eine reelle Verbindungsleitungsgruppe des Vermittlungsblocks bezeichnen, wie dies im Feld 1901 bezüglich des oberen Eintrags veranschaulicht ist. Die betreffende Nummer kann aber auch eine Gruppe von virtuellen Kanälen bezeichnen, die einem der an ferner Stelle befindlichen Vermittlungsblöcke zugeteilt bzw. zugeordnet sind. Dies wird in dem Feld 1902 im unteren Eintrag der Tabelle 1900 angegeben. Jeder Eintrag der Richtungsbe-
stimmungs-Wegeleittabelle umfasst zusätzlich Felder 1903 für verschiedene Kennzeichenbits, die bestimmte Bedingungen bzw. Zustände anzeigen, welche der betreffenden Verbindungsleitungsgruppe zugeteilt sind. Die Kennzeichenbits können eine 5 Anzeige entweder darüber liefern, ob der Vermittlungsblock für eine Rufdatenaufzeichnung verantwortlich ist. Ausserdem können spezielle Dienste festgelegt sein, und darüber hinaus kann die Bedienungsklasse für die Durchführung von Prüfvorgängen codiert sein, wodurch festgelegt wird, ob die jeweilige Richtung io bzw. Zielverbindung für die rufende Teilnehmerstelle zugelassen ist. Alle diese Codes sind hier als Kennzeichenbits zusam-mengefasst; sie werden in herkömmlicher Weise ausgenutzt, weshalb eine detaillierte Beschreibung der betreffenden Vorgänge hier nicht erforderlich erscheint.
15 Ein zusätzliches Kennzeichenbit ist jedoch wichtig; dieses Kennzeichenbit ist in einem 1-Bit-Feld 1904 bzw. 1905 enthalten. Das betreffende Kennzeichenbit liefert eine Anzeige darüber, ob die der betreffenden Verbindungsleitungsgruppe zugehörigen Ausgangsleitungen durch reelle Kanäle, d.h. durch phy-20 sikalische Kanäle des örtlichen Vermittlungsblocks zu einem Leitungsanschluss hin gebildet sind oder durch virtuelle Kanäle, die zur Herstellung einer Verbindung zu einem weiteren Vermittlungsblock benutzt werden. Dies ist in der Zeichnung durch unterschiedliche Zustände der betreffenden Kennzeichenbits an-25 gedeutet; ein Zustand «0» kann dabei anzeigen, dass die betreffende Verbindungsleitungsgruppe als Ausgangsleitungen reelle Kanäle benutzt, während ein Zustand «1» demgegenüber anzeigt, dass die Ausgangsleitungen durch virtuelle Kanäle gebildet sind.
30 Auf der Grundlage der Verbindungsleitungsgruppennum-mer, die während der Wahlcodeuntersuchung erhalten worden ist, wird ein Eintrag der Vertiindungsleitungsgruppentabelle 1910 ausgewählt. In dieser Tabelle sind sämtliche verfügbaren Verbindungsleitungsgruppen aufgeführt; die betreffende Tabel-35 le ist in Fig. 19 ebenfalls schematisch angedeutet, da es sich dabei um eine herkömmliche Systemtabelle handelt. Ein erstes Feld 1911 des jeweiligen Eintrags enthält eine Kanalnummer, welche den ersten Kanal der Verbindungsleitungsgruppe bezeichnet. Im Falle einer virtuellen Verbindungsleitungsgruppe 40 wird hierdurch der erste virtuelle Kanal einer Gruppe bezeichnet, der einem der an ferner Stelle befindlichen Fernvermittlungsblöcke zugeteilt ist. Das nächste Feld 1912 enthält einen Code für den Signalisierungstyp, der für diese Gruppe von virtuellen Kanälen benutzt wird. Das dritte Feld 1913 speichert 45 Codes für verschiedene Signalisierungsfolgen, die zur Protokollerstellung bezüglich einer Koppelbusverbindung benutzt werden.
Jeder Eintrag der Verbindungsleitungsgruppentabelle 1910 zeigt entweder zu der die reellen Kanäle betreffenden Statusta-50 belle 1920 oder zu der die virtuellen Kanäle betreffenden Statustabelle 1930 hin, wie dies in der Zeichnung durch Pfeile schematisch angedeutet ist. Die beiden Tabellen entsprechen einander; sie weisen Einträge auf, die jeweils auf einen reellen Kanal, d.h. auf eine Verbindung zu einem entsprechenden örtli-55 chen Leitungsanschluss hinweisen oder auf einen virtuellen Kanal. Die die reellen Kanäle betreffende Statustabelle 1920 kann als Leitungsstatustabelle bezeichnet werden; bei dieser Tabelle handelt es sich um eine weitere Systemtabelle einer herkömmlichen Vermittlungsanlage. Demgegenüber handelt es sich bei der 60 die virtuellen Kanäle betreffenden Statustabelle 1930 um eine zusätzliche Systemtabelle für die Pufferung der Statusangaben über virtuelle Kanäle. Jedem Eintrag der die virtuellen Kanäle betreffenden Statustabelle 1930 entspricht ein Eintrag in der die reellen Kanäle betreffenden Statustabelle 1920; jeder Eintrag in 65 der Statustabelle 1930 bezieht sich auf einen der virtuellen Kanäle, die dem örtlichen Vermittlungsblock zugehörig sind. Ein Eintrag umfasst ein erstes Feld 1931, in welchem die entsprechende Verbindungsleitungsgruppennummer gespeichert ist. Ein
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zweites Feld 1932 umfasst die Nummer eines virtuellen Kanals; bei dieser Nummer handelt es sich um die Nummer des folgenden virtuellen Kanals in der Verbindungsleitungsgruppe.
Ein drittes Feld 1933 liefert eine Anzeige darüber, ob der diesem Eintrag zugehörige virtuelle Kanal belegt oder blockiert, d.h. nicht verfügbar ist. Das folgende vierte Feld 1934 dieses Eintrags umfasst eine Statusinformation bezüglich des betreffenden virtuellen Kanals. Diese Information gibt den Kanalstatus zu verschiedenen Zeitpunkten während einer Verbindung wieder. Das letzte Feld 1935 enthält die Nummer der physikalischen Leitung, das ist die Nummer des Leitungsanschlusses des örtlichen Vermittlungsblocks, der mit dem betreffenden virtuellen Kanal gerade über eine Querverbindung verbunden ist.
Auf der Grundlage der Wahlcodeuntersuchung wird somit ein Eintrag der Richtungsbestimmungs-Wegeleittabelle 1900 ausgewählt, und ausserdem werden verschiedene Tests durchgeführt um festzustellen, ob die betreffende Leitungsgruppe von der rufenden Teilnehmerstelle aus benutzt werden kann. Wenn diese Überprüfung erfolgt ist, dann wird durch die Routine übergegangen zu dem Eintrag der Leitungsgruppentabelle 1910. Der betreffende Eintrag wird dann mit Hilfe der Leitungsgruppennummer ausgewählt, die in der Richtungsbestimmungs-Leit-wegtabelle 1900 ermittelt worden ist. Hieraus werden eine weitere Information bezüglich der Signalisierungsfolgen und eine Kanalnummer erhalten, die — wie angedeutet — entweder zu einem Eintrag in der die reellen Kanäle betreffenden Statustabelle 1920 oder zu einem Eintrag in der die virtuellen Kanäle betreffenden Statustabelle 1930 hinzeigt. Im Falle einer Verbindung zwischen Vermittlungsblöcken wird die die virtuellen Kanäle betreffende Statustabelle 1930 adressiert, um eine örtliche Datenübertragungsverbindung zwischen dem örtlichen Leitungsanschluss, der der rufenden Teilnehmerstelle zugehörig ist, und einem örtlichen virtuellen Kanal herzustellen, der der betreffenden Verbindung zuzuteilen ist. Die Gruppe der virtuellen Kanäle, die zuvor dem Vermittlungsblock der rufenden Teilnehmerstelle zugeteilt worden ist, wird darauf überprüft, einen verfügbaren virtuellen Kanal festzustellen. Dies erfolgt dadurch, dass auf die Einträge in der die virtuellen Kanäle betreffenden Statustabelle 1930 Bezug genommen wird. Die in dem zweiten Feld 1932 des jeweiligen Eintrags gespeicherte Kanalnummer zeigt auf den betreffenden Eintrag des nächstfolgenden virtuellen Kanals hin. Damit können die auf aufeinanderfolgende virtuelle Kanäle der Gruppe sich beziehenden Einträge nacheinander abgetastet werden. Auf die Auswahl eines Eintrags hin wird der Inhalt des dritten Feldes 1933 überprüft, um festzustellen, ob der betreffende virtuelle Kanal belegt oder aus anderen Gründen blockiert ist. Die Abtastung aufeinanderfolgender virtueller Kanäle wird solange vorgenommen, bis ein verfügbarer virtueller Kanal ermittelt wird. Dieser virtuelle Kanal wird dann der vorliegenden Verbindungs- bzw. Rufanforderung zugeteilt; er steht auch für spätere Verbindungsanforderungen vor der Verbindungsauslösung zur Verfügung.
Ein den Aufbau einer Koppelbusverbindung betreffendes Protokoll wird dazu herangezogen, die Verbindung zwischen verschiedenen Vermit'tlungsblöcken aufzubauen und die Wahlinformation zu dem ausgewählten Fernvermittlungsblock hinzuleiten. Die Zentralprozessoreinheit CP fordert die Durchführung einer Datenübertragung durch das virtuelle Kanalsteuer-5 werk VCC an, und zwar anhand der Steueradresseninformation, die in ihrem eigenen Richtungsspeicher abgespeichert ist. Bei dieser Information handelt es sich um den Inhalt des Eintrags der zugehörigen, die virtuellen Kanäle betreffenden Nun -merntabelle. Diesem Eintrag ist die Nummer des zugeteilten vir-10 tuellen Kanals zugehörig. Der Fernvermittlungsblock nimmt die Ruf- bzw. Verbindungsanforderung auf und aktiviert seine eigene Zentralprozessoreinheit CP. Aufgrund des festen Verhältnisses zwischen dem zugeteilten örtlichen virtuellen Kanal und dem virtuellen Kanal des Fernvermittlungsblocks hat diese Zen-15 tralprozessoreinheit der gerufenen Teilnehmerstelle lediglich eine Wahluntersuchung durchzuführen, und zwar auf der Grundlage der empfangenen Wahlinformation, und eine physikalische Leitung zu der rufenden Teilnehmerstelle durchzuschalten. Der Fernvermittlungsblock leitet den Ruf bzw. die Verbindung zu 20 der gerufenen Teilnehmerstelle weiter und überträgt zum Vermittlungsblock der rufenden Teilnehmerstelle ein Signal, welches eine Angabe darüber liefert, dass der Ruf weitergeleitet worden ist. Die beiden Vermittlungsblöcke treten danach jeweils örtlich mit den betreffenden Datenendgeräten über jeweils 25 eine physikalische Leitung zum zugehörigen örtlichen Leitungsanschluss LT hin in Verbindung. Die Verbindung zwischen dem betreffenden örtlichen Leitungsanschluss LT und dem entsprechenden örtlichen virtuellen Kanal VC wird durch die Adressen-steuerinformation erhalten, die in dem betreffenden Richtungs-30 Speicher sowohl des örtlichen virtuellen Kanalsteuerwerks als auch des der Fernvermittlungsstelle Zugehörigen virtuellen Kanalsteuerwerks gespeichert ist, und zwar auf der Grundlage eines Eintrags der Leitungsanschlusstabelle für abzugebende Daten in einer Übertragungsrichtung und auf der Grundlage eines 35 Eintrags in der die virtuellen Kanäle betreffenden Nummerntabelle für eintreffende Daten in der entgegengesetzten Übertragungsrichtung.
Damit sind die Datenübertragungsverbindungen hergestellt, und nunmehr werden Daten von dem Leitungsanschluss LT zu 40 der örtlich zugehörigen Datenübertragungssteuereinrichtung CC sowie über das virtuelle Kanalsteuerwerk VCC zu der zugeteilten Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI des die rufende Teilneh-merstelle umfassenden Vermittlungsblocks übertragen. Die Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI ist mit dem Koppelbus BUS 45 verbunden; die Daten werden durch die betreffenden Einheiten des Fernvermittlungsblocks hindurchgeleitet. In dem Fall, dass ein Zeichen von dem Koppelbus BUS her von einer entsprechenden Koppelbus-Schnittstelleneinheit IBI aufgenommen und dem örtlichen virtuellen Kanalsteuerwerk VCC zugeführt wor-50 den ist, wird das betreffende Informationszeichen an die örtliche Datenübertragungssteuereinrichtung CC und über den örtlichen Leitungsanschluss LT an die gerufene Teilnehmerstelle abgegeben. Die Datenübertragungsverbindungen sind ausserdem in der Rückwärts-Übertragungsrichtung wirksam.
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14 Blätter Zeichnungen

Claims (8)

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1. Verfahren zum Übertragen von Datensignalen zwischen Datenvermittlungseinrichtungen einer Datenvermittlungsanlage, deren Datenvermittlungseinrichtungen über eine Mehrzahl von Zwischenverbindungsleitungen miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass bei Vorliegen eines die Abgabe von Datensignalen von einer Datenvermittlungseinrichtung (z.B. SBl) betreffenden Übertragungs Wunsches dieser Datenvermitt-lungseinrichtung aus einer Anzahl von Übertragungskanälen, welche für Datensignalübertragungen von der betreffenden Datenvermittlungseinrichtung (SBl) zu jeder der übrigen Datenvermittlungseinrichtungen (SBl bis SBn) hin diesen individuell zugeordnet sind und welche auf die einzelnen Zwischenverbindungsleitungen (BUSI bis BUSm) in einer vorgegebenen Weise aufgeteilt sind, ein Übertragungskanal zugeteilt wird, und dass bei Auftreten von aufeinanderfolgenden Übertragungswünschen in der jeweiligen Datenvermittlungseinrichtung (z.B. SBl) dieser für die Datensignalübertragungen auf verschiedenen Zwischenverbindungsleitungen (BUSI bis BUSm) zu benutzende Übertragungskanäle zugeteilt werden.
2. Verfahrennach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuteilung der auf verschiedenen Zwischenverbindungsleitungen (BUSI bis BUSm) zu benutzenden Übertragungskanäle jeweils nur auf solche Übertragungswünsche hin vorgenommen wird, welche Datensignalübertragungen von der jeweiligen Datenvermittlungseinrichtung (z.B. SBl) zu ein und derselben anderen Datenvermittlungseinrichtung (z.B. SBn) betreffen.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuteilung der Übertragungskanäle in der jeweiligen Datenvermittlungseinrichtung (z.B. SBl) dadurch erfolgt, dass mittels einer der betreffenden Datenvermittlungsein-richtung (SBl) zugehörigen Steuereinrichtung (CC, VCC) bei Vorliegen jeweils eines Übertragungswunsches ein Kanalzuteilungssignal an einen der betreffenden Datenvermittlungseinrichtung (SBl) zugehörigen Speicher (MM) abgegeben wird, in welchem Angaben über die auf den einzelnen Zwischenverbindungsleitungen (BUSI bis BUSm) zu den jeweils übrigen Datenvermittlungseinrichtungen (z.B. SBn) zu benutzenden Übertragungskanäle gespeichert sind und aus welchem derartige Angaben abgerufen und in einen der betreffenden Datenvermittlungseinrichtung (SBl) zugehörigen Verbindungsspeicher (821) eingetragen werden, mit dessen Inhalt die Datensignalübertragungen von der betreffenden Datenvermittlungseinrichtung (SBl) gesteuert werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Übertragungskanäle auf den Zwischenverbindungsleitungen (BUSI bis BUSm) virtuelle Kanäle darstellende Übertragungskanäle in der Weise benutzt werden, dass bei jeder Datensignalübertragung während einer festgelegten Dauer auf der jeweils in Frage kommenden Zwischenverbindungsleitung (z.B. BUSI) zusätzlich zu den Datensignalen eine den betreffenden Übertragungskanal bezeichnende Kanal-Nummer übertragen wird, die in der für die Datensignalaufnah-me bestimmten Datenvermittlungseinrichtung (z.B. SBn) zur Steuerung der Weiterleitung der betreffenden mitübertragenen Datensignale zu einem gewünschten Datensignalempfänger herangezogen werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu den bei der jeweiligen Datensignalübertragung übertragenen Informationen über die jeweilige Zwischenverbindungsleitung (z.B. BUSI) eine die für die Datensignalauf-nahme bestimmte Datenvermittlungseinrichtung (z.B. SBn) bezeichnende Adresse mitübertragen wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenverbindungsleitungen (BUSI bis BUSm) für Signalübertragungen durch mit ihnen verbundene gesonderte Steuereinrichtungen (IBC) in der Weise freigegeben werden, dass mit Hilfe dieser Steuereinrichtungen (IBC)
sämtliche an der jeweiligen Zwischenverbindungsleitung (z.B. BUSI) angeschlossene Datenvermittlungseinrichtungen (SBl bis SBn) aufeinanderfolgend jeweils für eine begrenzte Zeitspanne in einen Datensendebetrieb wirksam gesteuert werden.
7. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit Datenvermittlungseinrichtungen, die jeweils zumindest eine Steuereinrichtung mit zugehörigem Speicher und Prozessor aufweisen und die über Zwischenverbindungsleitungen miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Datenvermittlungseinrichtung (SBl bis SBn) ein Speicher (MM) zugehörig ist, in welchem bezüglich jeder der übrigen Datenvermittlungseinrichtungen Angaben über die auf der jeweiligen Zwischenverbindungsleitung (BUSI bis BUSm) von der betreffenden Datenvermittlungseinrichtung (z.B. SBl) aus für eine Datensignalübertragung zu benutzenden Übertragungskanäle enthalten sind und aus welchem derartige Angaben in einer solchen Reihenfolge abrufbar und für die Steuerung der Datensignalübertragungen ausnutzbar sind, dass bei Auftreten von aufeinanderfolgenden Übertragungswünschen in der betreffenden Datenvermittlungseinrichtung (SBl) Übertragungskanäle auf verschiedenen Zwischenverbindungsleitungen (BUSI bis BUSm) ausgenutzt sind.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in einem der jeweiligen Datenvermittlungseinrichtung (z.B. SBl) zugehörigen Verbindungsspeicher (821) für den Verbindungsverkehr in abgehender Übertragungsrichtung bezüglich jedes Datensignalsenders der betreffenden Datenvermittlungseinrichtung (SBl) neben Angaben über die Datenvermittlungseinrichtung (z.B. SBn), an die Datensignale auszusenden sind, sowie der Kanal-Nummer des für die jeweilige Datensignalübertragung zu benutzenden Übertragungskanals eine Angabe über die Zwischenverbindungsleitung (z.B, BUSI) gespeichert ist, auf der die Datensignale und die betreffende Kanal-Nummer zu übertragen sind.
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