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PATENTANSPRÜCHE
1. Vorrichtung zum Abdichten der Innenräume von gekapselten Kammerelementen eines Hochspannungsschaltgerätes während des Verbindens bzw. Trennens zweier Kammerelemente und der diese durchsetzenden Teilstücke eines Betätigungsgestänges, gekennzeichnet durch eine um die einander zugekehrten Enden (14, 16) der zu verbindenden bzw. zu trennenden Kammerelemente (10, 12) gasdicht befestigbare Manschette (18,38) mit Befestigungsmitteln (22,22'; 44,44), welche Manschette Handschuhe (28,40) aufweist, um durch diese von aussen in den Raum zwischen den Kammerelementen zu greifen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Manschette durchsichtig ist und dass die Handschuhe an der Mantelfläche der Manschette angeformt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette (18) aus Kunststoffolie ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette (38) aus einem steifen Werkstoff ist und mindestens ein Fenster (42,42) aus einem transparenten Werkstoff aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, wobei die Öffnungen der Kammerelemente (10, 12) in getrenntem Zustand mit Montagedeckeln verschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette (18) eine beutelförmige Erweiterung (30) aufweist, die zur Aufnahme der Montagedekkel vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette bandförmig ist und einen die Schmalseiten verbindenen, gasdichten Verschluss (20) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel der Manschette O-Ring-Dichtungen (44,44) und/oder Spannbänder (22,22) zum Abdichten bzw. Befestigen an den Enden (14, 16) der Kammerelemente (10, 12) sind.
8. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 1 zum Verbinden zweier Kammerelemente eines Hochspannungsschaltgerätes, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette (18,38) an den Enden der auf Abstand zueinander gehaltenen Kammerelemente (10, 12) gasdicht befestigt wird, dass die die Kammerelemente durchsetzenden Teilstücke (24,26) des Betätigungsgestänges unter Verwendung der Handschuhe (28,40) miteinander verbunden werden, dass die Handschuhe nach aussen gestülpt, die Kammerelemente zusammengeführt und miteinander verbunden werden und dass die Manschette von den Kammerelementen entfernt wird.
9. Verwendung nach Anspruch 8 der Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Montagedeckel nach Befestigung der Manschette abgeschraubt und aus dem Zwischenraum zwischen den Kammerelementen entfernt werden.
10. Verwendung nach Anspruch 8, wobei die Öffnungen der Kammerelemente in getrenntem Zustand mit Montagedeckeln und darunter mit Kunststoffolien gasdicht verschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Montagedeckel vor dem Befestigen der Manschette entfernt werden und dass die Kunststoffolien nach dem Befestigen der Manschette von den Öffnungen entfernt und in den nach aussen zu stülpenden Handschuhen untergebracht werden.
11. Verwendung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in Flanschen der Kammerelemente in getrenntem Zustand gasdichte Schrauben eingesetzt sind, die nach dem Zusammenführen der Kammerelemente entfernt und durch Flanschverbindungsschrauben ersetzt werden.
12. Verwendung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die Manschette begrenzte Raum nach dem Befestigen der Manschette evakuiert wird.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abdichten der Innenräume von gekapselten Kammerelementen eines Hochspannungsschaltgerätes während des Verbindens bzw. Trennens zweier Kammerelemente und der diese durchsetzenden Teilstücke eines Betätigungsgestänges.
Das Hochspannungsschaltgerät kann beispielsweise ein Druckgasschalter sein. Der Ausdruck Kammerelemente bezieht sich dann auf diejenigen verschiedenen Teile, in welche der Druckgasschalter für den Transport und für Revisionsarbeiten zerlegbar ist. Dies sind beispielsweise der Tragisolator, das Schaltgehäuse und die die Schaltkontakte umgebenden Isolatoren.
Bei einem bekannten Druckgasschalter dieser Art steht der Innenraum der Kammerelemente bei der Montage vor dem Verbinden sowie bei der Demontage nach dem Trennen der Kammerelemente mit der Aussenluft in Verfindung. Dadurch besteht die Gefahr, dass Feuchtigkeit und Schmutz, insbesondere am Montageort, in die Innenräume eindringen können.
Es ist auch ein Druckgasschalter bekannt, dessen Kammerelemente bereits im Herstellerwerk evakuiert und mit Gas gefüllt werden. Um die diese Kammerelemente durchsetzenden Teilstücke des Betätigungsgestänges vor dem Zusammenfügen der Kammerelemente miteinander verbinden zu können, ist eine Anordnung erforderlich, durch welche die Kammerele- mente einzeln so lange nach aussen abgedichtet werden, bis sie zusammengefügt und miteinander verbunden sind. Eine solche Anordnung erfordert eine spezielle Ausführung der Kammerelemente bzw. des Betätigungsgestänges.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine kostensparende Vorrichtung anzugeben, welche das Verbinden der Kammerelemente eines Hochspannungsschaltgerätes am Aufstellungsort bei abgedichteten Kammerelementen ermöglicht. Ferner soll ein besonders zweckmässiges Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung angegeben werden.
Die gestellte Aufgabe lässt sich erfindungsgemäss lösen durch eine um die einander zugekehrten Enden der zu verbindenden bzw. zu trennenden Kammerelemente gasdicht befestigbare Manschette mit Befestigungsmitteln, welche Manschette Handschuhe aufweist, um durch diese von aussen in den Raum zwischen den Kammerelementen zu greifen.
Eine solche Vorrichtung ist nicht nur kostensparend, sondern auch universell zum Abdichten der Innenräume von gekapselten Kammerelementen von Hochspannungsschaltgeräten bekannter Bauart verwendbar.
Die Erfindung betrifft ferner die im Patentanspruch 8 definierte Verwendung.
Die Vorteile der in den übrigen Patentansprüchen genannten Merkmale ergeben sich anhand der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen.
Anhand der Zeichnungen werden zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine die Kammerelemente eines Druckgasschalters verbindende Manschette aus Kunststoffolie und
Fig. 2 eine die Kammerelemente eines Druckgasschalters verbindende Manschette aus einem steifen Werkstoff.
In der Fig. ist ein Tragisolator 10 dargestellt, auf den ein Schaltgehäuse 12 montiert werden soll. Das Schaltgehäuse 12 wird durch nicht dargestellte Mittel, beispielsweise einen Aufzug, über dem Tragisolator 10 in der Schwebe gehalten, so dass sich der Flansch 14 des Tragisolators 10 und der Flansch 16 des Schaltgehäuses 12 auf Abstand gegenüberliegen. Die beiden Flansche 14 und 16 sind von einer Manschette 18 aus einer
transparenten Kunststoffolie umgeben. Die Manschette ist in abgewickeltem Zustand bandförmig und weist an ihren Schmalseiten einen gasdichten Verschluss 20 auf. Sie ist mittels Spannbänder 22 und 22' auf den Flanschen 16 und 14 gasdicht befestigt.
Der Tragisolator 10 und das Schaltgehäuse 12, welche Elemente im weiteren Sinn auch als Kammerelemente bezeichnet sind, sind in getrenntem Zustand durch nicht sichtbare Montagedeckel gasdicht verschlossen. Zur Entfernung dieser Montagedeckel sowie zum Verbinden der Teilstücke 24 und 26 eines Betätigungsgestänges weist die Manschette 18 ein Paar Handschuhe 28 auf, durch welche von aussen in den Raum zwischen den Kammerelementen 10 und 12 gegriffen werden kann. Die Handschuhe 28 sind unmittelbar an der Mantelfläche der Manschette 18 angeformt. weist die Manschette 18 eine unmittelbar angeformte beutelförmige Erweiterung 30 auf, die zur Aufnahme der nicht dargestellten Montagedeckel bestimmt ist.
In die Bohrungen der Flansche 14 und 16 sind gasdichte Schrauben 32 bzw. Gummiverschlüsse 34 eingesetzt, damit der von der Manschette 18 begrenzte Raum gasdicht nach aussen abgeschlossen ist.
Nachfolgend werden die Verfahrensschritte beim Verbinden der beiden Kammerelemente 10 und 12 näher erläutert.
Die Manschette 18 wird um die Flansche 14 und 16 der auf Abstand zueinander gehaltenen Kammerelemente 10 und 12 gelegt; durch den Verschluss 20 werden die Enden der Manschette 18 miteinander verbunden und durch die Spannbänder 22 und 22' wird die Manschette 18 auf den Flanschen 14 und 16 gasdicht befestigt. Durch die Handschuhe 28 werden die nicht dargestellten Montagedeckel von den beiden Kammerelementen 10 und 12 abgeschraubt und in die beutelförmige Erweiterung 30 der Manschette 18 gesteckt. Sodann werden die Teilstücke 24 und 26 des Betätigungsgestänges durch die Handschuhe 28 miteinander verbunden. Anschliessend werden die Handschuhe 28 nach aussen gestülpt. Das Kammerelement 12 wird bei weiterhin befestigter Manschette 18 auf das Kammerelement 10 abgesenkt, so dass deren Flansche 14 und 16 auf$ einanderliegen.
Die gasdichten Schrauben 32, welche zur Befestigung der nicht dargestellten Montagedeckel dienten, sind in den Bohrungen der Flansche 14 und 16 abwechselnd eingesetzt, so dass einer dieser Schrauben in dem einen Flansch jeweils ein zapfenartiger Gummiverschluss 34 im anderen Flansch gegenüberliegt. Durch diese Anordnung behindern sich die Schrauben beim Zusammenführen der Flansche 14 und 16 nicht. Bei aufeinanderliegenden Flanschen 14 und 16 werden die gasdichten Schrauben 32 entfernt und durch die regulären, nicht dargestellten Flanschverbindungsschrauben ersetzt.
Nach dem Entfernen der Manschette 18 von den Flanschen 14 und 16 ist der Montagevorgang abgeschlossen. Sollte der Druckgasschalter für Revisionsarbeiten demontiert werden, dann liegen die beschriebenen Verfahrensschritte in umgekehrter Reihenfolge.
In der Fig. 2 sind die gleichen miteinander zu verbindenden Kammerelemente eines Druckgasschalters wie in der Fig. 1 dargestellt. Anstelle einer Manschette aus einem weichen Werkstoff ist hierbei jedoch eine Manschette 38 aus einem steifen Werkstoff dargestellt. Zur Erleichterung der Übersicht ist ein Teil der Manschette 38 weggebrochen dargestellt. Diese Manschette 38 ist in aufgeklappter Stellung ebenfalls bandförmig und weist an ihren Schmalseiten auch einen gasdichten, jedoch nicht dargestellten Verschluss auf. Zum Auseinanderklappen kann die Manschette der dem Verschluss gegenüberliegenden Seite ein nicht dargestelltes Scharnier aufweisen. Die Manschette 38 weist ein Paar Handschuhe auf, durch welche in den Raum zwischen den Kammerelementen zum Verbinden der Teilstücke 24 und 26 des Betätigungsgestänges gegriffen werden kann. Die Handschuhe 40 können nach aussen gestülpt werden.
Da die dargestellte Manschette nicht aus einem transparenten Werkstoff besteht, sind in dieser Beobachtungsfenster 42 und 42' aus einem transparenten Werkstoff angeordnet. Zum Abdichten der Manschette 38 gegen die Flansche 14 und 16 sind die Flansche 14 und 16 mit O-Ring-Dichtungen 44 und 44' bestückt.
Im Gegensatz zu der in der Fig. 1 beschriebenen Manschette 18 weist die Manschette 38 keine beutelförmige Erweiterung auf. Beim Montieren der Kammerelemente 10 und 12 werden vor dem Anbringen der Manschette 38 die in der Fig. 1 beschriebenen, jedoch nicht dargestellten Montagedeckel von den Flanschen 14 und 16 entfernt. Unter diesen Montagedek keln befindet sich jeweils noch eine Kunststoffolie als Verschluss auf den Öffnungen der Kammerelemente 10 und 12, so dass diese auch noch nach der Demontage der Montagedeckel gasdicht verschlossen sind. Nachdem die Manschette 38 gasdicht montiert ist, wird durch die Handschuhe 40 die Kunststofffolie von den Öffnungen der Kammerelemente 10 und 12 entfernt.
Nach dem Verbinden der Teilstücke 24 und 26 des Betätigungsgestänges wird die entfernte Kunststoffolie in den nach aussen zu stülpenden Handschuhen 40 aufgenommen, so dass der Zwischenraum zwischen den Flanschen 14 und 16 frei ist. In die Bohrungen der Flansche 14 und 16 sind Gummiverschlüsse 34 eingesetzt. Die Verfahrensschritte beim Montieren bzw.
Demontieren in Verbindung mit der steifen Manschette 38 entsprechen im wesentlichen den zur Erläuterung der Fig. 1 beschriebenen Verfahrensschritten. Die Manschette 38 kann aus einem steifen Kunststoff hergestellt sein. Der durch die Manschette 38 begrenzte Raum kann nach dem Montieren der Manschette vor dem Entfernen der gasdichten Kunststoffolie von den Flanschen 14 und 16 evakuiert werden.
Die beschriebenen Manschetten 18 und 38 eignen sich zum Abdichten der Innenräume von gekapselten Kammerelementen mit oder ohne Gasfüllung. Auch bei Verwendung der aus einer Folie bestehenden Manschette 18 können die Kammerelemente bereits im Herstellerwerk evakuiert und mit Gas gefüllt sein. Um das Eindringen von Luft und Feuchtigkeit zu verhindern, genügt eine Gasfüllung, die praktisch keinen Über- druck aufweist. Erst nachdem die Kammerelemente 10 und 12 montiert sind, werden diese bis auf den Betriebsdruck mit Gas gefüllt.
Anhand der beiden Ausführungsbeispiele wurden erläutert, wie die gestellte Aufgabe mit geringem Aufwand und einfachen Mitteln in der Form von Manschetten aus Kunststoff lösbar ist.
Gegen Feuchtigkeit und Schmutz leisten die beschriebenen Manschetten einen einwandfreinen Schutz.