Die Erfindung ermöglicht die Herstellung von ferromagnetischen Speicherwürfeln für EDV-Anlagen, wobei alle nur möglichen Abmessungen von Kernen, darunter auch superminiaturisierte Kerne mit Eigenschaften von Staubteilchen auf Drahtstücke oder Drähte unbegrenzter Länge aus beliebigem Material und mit beliebigem Querschnitt, darunter auch Mikrodrähte, aufgereiht werden können. Der Vorgang des Aufreihens der Kerne auf den Draht stellt die erste Stufe im technologischen Prozess der Herstellung von ferromagnetischen Matrizen und Speicherwürfeln für die EDV-Anlagen dar. Der Draht mit den auf ihm aufgereihten Kernen wird für die weiteren Operationen sowohl bei manueller Durchfädelung von Ferritmatrizen als auch für mechanisierte und automatisierte Durchfädelung angewendet, für die man erst vor kurzem Einrichtungen zu entwickeln begann.
Bekannt sind Einrichtungen zum Aufreihen von ringförmigen Ferritkernen auf Draht (siehe z. B. den UdSSR-Urheberschein Nr. 278 340, Kl. 47k, 5/20). Diese Einrichtungen enthalten einen Schwingbehälter für die Zuführung von Kernen in die Arbeitszone, einen Dauermagnet, der als ein auf der rotierenden Trommel aufgestellter Ring ausgeführt ist, und eine Hohlnadel, in welche der Draht eingeführt wird, wobei die Nadel an der Stirnfläche des in einer Fassung aus nichtmagnetischem Material hergestellten kegelförmigen Hohleinsatzes befestigt ist, dessen Stirnfläche mit den um die Nadel herum angeordneten Durchgangskanälen versehen ist, wobei der innere Kanal mit einer Vakuumpumpe verbunden ist.
Die Herstellung und besonders das Einrichten dieser Einrichtung sind kompliziert. Die Schwingelemente sind sehr unzuverlässig beim Betrieb und machen oft Nachregelung erforderlich, da eine Änderung der Materialfestigkeit oder Winkelgrösse der Verbindungszugstangen zwischen dem Schwinger und dem Behälter sowie der Festigkeit der Befestigungen die Ursache von Betriebsstörungen der Einrichtung infolge eingebüsster Schwingrichtung darstellt, Der Aufnahmeteil der Einrichtung mit der Hohlnadel und dem kegelförmigen Einsatzstück sowie dem Dauermagnetring, der auf der ro tierenden Trommel aufgestellt ist, braucht eine Vakuumpumpe und einzelne Antriebe für Pumpe und Trommel und ist konstruktionsmässig recht kompliziert und in nur geringem Masse zuverlässig.
Den Nachteil der Einrichtung stellt auch die grundsätzliche Unbrauchbarkeit der Schwingvorrichtung zum Aufreihen von besonders kleinen Ferritkernen mit einem Aussendurchmesser von 0,6 mm und darunter dar, deren geringe Masse und grosses Schwebevermögen den Kernen die Eigenschaften von Staubteilchen verleihen. Die niedrige Arbeitsproduktivität der Einrichtung führt dazu, dass heutzutage die manuelle Aufreihung von Ferritkernen auf Draht das bevorzugte Verfahren Ist
Das manuelle Verfahren zur Aufreihung von Kernen auf Draht besteht darin, dass ein Draht, dessen Ende thermisch oder galvanisch behandelt ist, oder mit einer angelöteten Stahlnadel versehen ist, als ein Säbel geformt wird und periodisch in eine Schicht von in eine Tüte oder irgendeinen Behälter geschütteten Kernen eingeführt wird, wobei das Aufreihen der Kerne auf Draht von Hand erreicht wird.
Den Nachteil des manuellen Aufreihens stellen die monotone und mühselige Arbeit sowie eine sehr geringe Arbeitsproduktivität dar.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Beseitigung der genannten Nachteile.
Der Erfindung ist die Aufgabe zugrundegelegt, eine einfache und bequem zu bedienende Einrichtung zum Aufreihen von ringförmigen Ferritkernen auf einen Draht zu schaffen, die ein automatisches Aufreihen von Superminiaturkernen auf einen Mikrodraht gewährleisten könnte.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass in der Einrichtung zum Aufreihen von ringförmigen Ferritkernen auf einen Draht, in welcher ein Magazin mit den in dieses geschütteten Ferritkernen derart angetrieben wird, dass die Kerne sich gegenüber dem Draht verstellen, um auf diesem aufgereiht zu werden, ein Ende des Drahtes in das Innere des Magazins in die Schicht von Kernen reicht und als mindestens eine Halbwindung einer Spirale geformt ist, und Mittel vorgesehen sind, um das Magazin in der Richtung rotieren zu lassen, die der Richtung der Spiralenaufwicklung entgegengesetzt ist, und dass ein Fixierungsmittel eine Drehung der Spirale gegenüber der Grundplatte der Einrichtung verhindert.
Eine solche Einrichtung gestattet es, das Aufreihen von Ferritkernen auf einen Draht unabhängig von den Kernabmessungen und dem Drahtdurchmesser zu automatisieren.
Die Einrichtung kann auch beim Aussortieren auf das Vorhandensein einer Zentralbohrung bei Kernen eingesetzt werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemässen Einrichtung zum Aufreihen von ringförmigen Ferritkernen auf den Draht;
Fig. 2 eine Ausführungsvariante der erfindungsgemäss aufgebauten Einrichtung mit einer Bohrung im Magazinboden;
Fig. 3 eine erfindungsgemässe Ausführungsvariante der Einrichtung mit einem Fixierungsmittel in Form einer im Inneren des Magazins angeordneten Platte.
Die Einrichtung zum Aufreihen von ringförmigen Ferritkernen enthält eine Grundplatte 1 (Fig. 1), auf welcher das als ein zylindrischer Becher mit offenem oberem Teil ausgeführte Magazin 2 angeordnet ist, in den Ferritkerne 3 geschüttet werden.
In die Schicht der Kerne 3 ist das Ende des Drahtes 4 eingelassen, das zum Aufreihen von Ferritkernen 3 auf diesen Draht bestimmt ist. Das in die Schicht von Kernen eingetauchte Ende des Drahtes 4 ist als eine Spiralenwindung oder als ein Teil dieser Windung geformt. Das Magazin 2 wird von dem Antrieb 5 in der Richtung rotiert, die zur Spiralwindungsrichtung gegenläufig ist. Die Einrichtung enthält ein Fixierungsmittel 6, das zum Halten des Drahtes 4 in einer bestimmten Lage in bezug auf das Magazin 2 und zum Vorbeugen einer Drehung der Spirale gegenüber der Grundplatte 1 dient.
Das Fixierungsmittel 6 kann als Führungsrinne 7 oder als oberhalb des Magazins 2 angeordnetes oder als an der Grundplatte 1 befestigtes Rohr ausgeführt werden. Der zum Aufreihen der Kerne bestimmte Draht 4 wird im Inneren der Rinne 7 angeordnet, deren innerer Kanal etwas grösser als der Aussendurchmesser der Kerne 3 sein soll, damit sich diese auf dem Draht 4 ungehindert bewegen.
Das Magazin 2 (Fig. 2) kann in seinem Boden eine Bohrung 8 haben, in welcher die Hülse 9 angeordnet ist, durch welche der Draht 4 geführt wird. Die obere Stirnkante der Hülse 9 liegt im Inneren des Magazins 2 oberhalb der Schicht der in das Magazin geschütteten Kerne 3.
Das Fixierungsmittel 6 der Einrichtung ist in einer Auführungsvariante als Platte 10 ausgeführt, die unterhalb der Hülse 9 angeordnet ist und in einem kleinen Neigungswinkel, die Drehachse des Magazins 2 schneidet. In diesem Falle wird der Draht 4 nach dem Austritt aus der Hülse 4 entsprechend dem Profil der Fixierungsplatte 10 etwas gebogen sein.
In einer anderen Ausführungsvariante (Fig. 3) ist das Fixierungsmittel als Platte 11 ausgeführt, die im Inneren des Magazins 2 untergebracht und mit Hilfe der Schraube 12 auf der Grundplatte 1 starr befestigt ist. Die Platte 11 ist oberhalb der Hülse 9 mit einem kleinen Spalt und etwas exzentrisch zur Drehachse des Magazins 2 derart angeordnet, dass die Bohrung der Hülse 9 nicht überdeckt wird.
Die auf dem Draht zu Stäbchen 13 aufgereihten Kerne 3 werden ausserhalb der Einrichtung auf dem Draht 4 von praktisch unbegrenzter Länge angeordnet.
Nun soll die Wirkungsweise der Einrichtung zum Aufreihen von ringförmigen Ferritkernen auf Draht näher betrachtet werden.
In das Magazin 2 (Fig. 1) werden vor Beginn der Arbeit Ferritkerne 3 geschüttet, wobei der Draht 4, auf welchem künftighin Kerne 3 aufgereiht werden, durch das Fixierungsmittel 6 hindurchgelassen wird, und sein spiralförmig gebogenes Ende in die Schicht der Kerne 3 eingetaucht wird.
Dann wird der Antrieb 5 eingeschaltet, der das Magazin 2 in der Richtung rotieren lässt, die der Aufwicklungsrichtung der Spirale entgegenläuft. Gleichzeitig mit der Drehung des Magazins 2 werden zur Bewegung in der gleichen Richtung die Kerne 3 mitgerissen, und da das Ende des Drahtes 4 zu einer Spirale gewunden und der sich drehenden Schicht von Kernen 3 entgegengerichtet ist, reiht sich ein Teil von ihnen auf dem Draht 4 als ein Stäbchen 13 auf. Das Stäbchen 13 steigt infolge der Zusammenwirkung mit den Kernen 3, die zusammen mit dem Magazin 2 gedreht werden, nach oben hinauf und lässt Platz zum Aufreihen von nächsten Kernen 3. Das aus den Kernen 3 bestehende Stäbchen 13 steigt auf dem Draht 4 bis zu dem Fixierungsmittel 6, passiert diese und gleitet auf dem Draht 4 hinab.
Bei der Ausführung des Fixierungsmittels 6 in Form eines Rohres oder einer Rinne 7, die oberhalb des Magazins 2 angeordnet ist, wird der Draht 4 durch diese geführt.
Bei der Ausführung des Fixierungsmittels 6 in Form einer Platte 10 (Fig. 2) wird der Draht 4 durch die Hülse 9 hindurchgelassen, dann wird das Ende des Drahtes 4 zu einer Spirale gebogen. Während der Arbeit der Einrichtung gleiten die aus den Kernen 3 bestehenden Stäbchen 13 auf dem Draht 4 hinab, der die Platte 10 umläuft, die eine Umdrehung des Drahtes 4 um die Drehachse des Magazins 2 verhindert.
Bei der Anwendung des Fixierungsmittels 6 in Form einer Platte 11 wird der Draht 4 durch die Hülse 9 geführt, dann wird das Ende des Drahtes zu einer Spirale gebogen.
Während der Arbeit der Einrichtung Werden die Stäbchen 13 der Kerne 3 durch die Hülse 9 auf dem geraden Abschnitt des Drahtes 4 hinabgelassen, wobei eine Drehung des letzteren um die Drehachse des Magazins 2 durch die Platte 11 verhindert wird.
Bei allen Ausführungen des Fixierungsmittels 6 kommt es zu gewissen Schwingungen des Drahtes 4 während der Arbeit infolge der Zusammenwirkung mit den Kernen 3, die sich im Magazin 2 befinden, und dies schafft seinerseits günstige Bedingungen für den Durchgang der aus den Kernen 3 bestehenden Stäbchen 13 durch das Fixierungsmittel 6.
Die vorgeschlagene Einrichtung automatisiert den Prozess der Aufreihung von ringförmigen Ferritkernen mit beliebigen Ausmassen auf Draht mit beliebigem Durchmesser.
Die Einrichtung ist betriebssicher und einfach für die Herstellung.