CH494136A - Verfahren zur Behandlung eines Verpackungsmaterials und Verpackungsmaterial, behandelt nach dem Verfahren - Google Patents
Verfahren zur Behandlung eines Verpackungsmaterials und Verpackungsmaterial, behandelt nach dem VerfahrenInfo
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Description
Verfahren zur Behandlung eines Verpackungsmaterials und Verpackungsmaterial, behandelt nach dem Verfahren In den letzten Jahren ist man mehr und mehr dazu übergegangen, Haushaltartikel in verpacktem Zustande zu verkaufen, was dazu führte, dass eine intensive Entwicklung der Verpackungsmaterialien im allgemeinen und der Kartonschachteln im besonderen einsetzte. Diese Entwicklung konzentrierte sich hauptsächlich auf die Verbesserung der Schutzwirkung, der Handlichkeit und des Aussehens, wobei gleichzeitig danach gestrebt wurde, die Herstellungskosten niedrig zu halten. Als Konsequenz hat sich ergeben, dass Kunststoffund Metallfolien nun mehr und mehr in der Ver packungs-industrie verwendet werden, da sie gute Eigenschaften in bezug auf Feuchtigkeitsfestigkeit und Geru- chbindungsvermögen kombinieren mit hoher mechanischer Festigkeit und gutem Aussehen, welch letztere Eigenschaft grosse Bedeutung hinsichtlich besserer Verkaufsmöglichkeit und Werbung besitzt. Die momentane Tendenz ist in diesem Zusammenhang, ein Material zu verwenden, welches nicht nur dem Inhalt den notwendigen Schutz gegen mechanische Beschädigung bietet, sondern auch die auf die Verpakkung aufgedruckten Bezeichnungen und Bilder möglichst gut zur Geltung bringt. Als solches Medium wird gewöhnlich eine Kunststoffolie mit einer solchen Dicke verwendet, dass sie der unter ihr liegenden Schrift oder Bildern eine gewisse Tiefe vermittelt. Dieses Verfahren, einen Tiefeneffekt auf dem vorgedruckten Verpackungsmaterial zu erzielen, hat verschiedene Nachteile. Einer davon ist, dass das erzielte Resultat direkt proportional zur Dicke und damit zum Preis des Materials ist. Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Behandlung eines Verpackungsmaterials sowie ein Verpackungsmaterial, behandelt nach diesem Verfahren vorzuschlagen, welches die bekannten Nachteile nicht mehr aufweist. Gemäss der vorliegenden Erfindung ist das Verfahren zur Behandlung des Verpackungsmaterials dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe mit einer Schicht aus transparentem Kunststoff-Material überzogen wird, welche Schicht nach dem Trocknen bedruckt und schliesslich durch Auftragen einer Lösung oder Dispersion eines transparenten Materials mit einer Deckschicht versehen wird. Zweckmässigerweise kann die Trocknung und Härtung dieser Schicht beim Durchlauf des Papiers durch die Druck- oder Beschichtungsmaschine bewirkt werden. Je nach Ausführungsform kann die erste Beschichtung auf bereits vorbehandeltes, geglättetes Papier erfolgen, aber es ist meistens ökonomischer, gewöhnliches Papier zu verwenden und dann, nach dem Aufbringen der ersten Beschichtung, die Oberfläche zu glätten. Das nach dem erfindungsgemässen Verfahren behandelte Verpackungsmaterial ist dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem Ausgangsmaterial, einer ersten, bedruckten Schicht aus transparentem Kunststoff und einer zweiten Schicht aus transparentem Material besteht, so dass das Aufgedruckte vom Ausgangsmaterial losgelöst und in den Schichten schwebend erscheint. Das Ausgangsmaterial, das mit einer Schicht transparenten Kunststoffs versehen ist, bildet eine Barriere für Chemikalien, Gase, Geruch und Feuchtigkeit. Die zweite transparente Kunststoffschicht ergibt eine glänzende Oberfläche und dient auch dazu, das Aufgedruckte sowie die darunter liegenden Materialien gegen chemische Angriffe, Feuchtigkeit und Abrieb zu schützen. Ausserdem erteilt diese Schicht dem Aufgedruckten eine gewisse Tiefenwirkung, welche derjenigen überlegen und billiger als jene ist, die durch das Laminieren des bedruckten Materials mit einer bestehenden Kunststofffolie erreicht werden kann. Gemäss einem bevorzugten Verfahren wird Papier mit verschiedenen Schichten aus einer Dispersion von PVC oder Polyvinyliden-Chlorid überzogen, indem es durch eine mehrstufige Beschichtungs-Maschine geleitet wird, wobei eine jede Schicht nach dem Aufbringen getrocknet wird. Darauf wird das beschichtete Papier bedruckt, worauf mindestens eine Schicht von transparentem Lack aufgebracht wird. Dies kann in einer der Druckmaschine nachgeschalteten Lackiermaschine geschehen. Die Deckschicht kann eine Lösung eines Polymer-Harzes sein, z. B. Polyurethan, welches während dem Durchgang durch die Druckmaschine getrocknet und gehärtet wird. Das Trockengewicht dieser Deckschichten kann zwischen einem und sechs kg pro Ries betragen, wobei das Aussehen zum grossen Teil von der Dicke derselben abhängt. Der aufgedruckte Text bzw. die Bilder kommen in dieser Weise zwischen zwei transparente Kunststoff Schichten zu liegen. welche sich in so engem Kontakt befinden, dass der Anschein einer einzigen, dicken Schicht mit darin schwebendem Text bzw. Bild erweckt wird. Das Aufbringen der ersten Schicht in mehreren Stufen (im allgemeinen mindestens vier, doch nicht unbedingt alle auf die gleiche Seite des Papiers) hat gezeigt, dass die Schutzwirkung des Materials auf diese Weise stark erhöht wird, und dass ein Drucken mit hoher Deckfähigkeit mit wesentlich weniger Farbe möglich wird als bei normalem Papier. Die erste und/oder die Deckschicht kann getönt oder anderswie verändert werden, um einer speziellen Anwendung optimal zu genügen. Dieses so behandelte Verpackungsmaterial kann in Fonn von Schachteln, Umschlägen, Etiketten opä. verwendet werden und eignet sich insbesondere zum Gebrauch mit automatischen Verpackungsmaschinen, da sein Reibungs- und Oberflächenkohäsions-Koeffizient während der Herstellung verändert und jedem Verwendungszweck angepasst werden kann. Wie schon erwähnt, kann billigeres, gewöhnliches Papier mit gleich guten Resultaten verwendet werden wie relativ teures, oberflächenbehandeltes Papier. Wenn auch das gleiche Medium (z.B. eine Kunststoff-Dispersion) in manchen Fällen für die erste wie auch für die Deckschicht verwendet werden kann, beispielsweise bei verschweissten Verpackungen, ist es doch vorteilhafter, für die Deckschicht ein härtendes Polymer Harz zu verwenden, da es ausgesprochen reaktionsträge und widerstandsfähig gegen Abnutzung ist. Die Beschichtung kann dabei selektiv oder nach einem bestimmten Muster erfolgen, um eine möglichst gute Haftung an den verschweissten Stellen zu erzielen. Die Produktion dieses Materials ist billig und kann bei einem einzigen Durchlauf durch eine Maschine erfolgen. Etiketten oder Tüten können aus diesem Material sauber ausgeschnitten werden und haben auch keine Tendenz, sich zu rollen oder biegen. Weiter kann das Material dank der Elastizität der Beschichtung scharf gebogen und geknickt werden, ohne dass es einreisst oder sonstwie beschädigt wird. Schliesslich kann dieses vorgeschlagene Verpackungsmaterial mit einem unerreicht niedrigen, spezifischen Gewicht hergestellt werden. Wenn auch normalerweise Papier als Grundmaterial verwendet wird, ist es klar, dass es für spezielle Anwendungszwecke auch durch Kunststoff- oder Metallfolien ersetzt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHEI. Verfahren zur Behandlung eines Verpackungsmaterials, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe mit einer Schicht aus transparentem Kunststoffmaterial überzogen wird, welche Schicht nach dem Trocknen bedruckt und schliesslich durch Auftragen einer Lösung oder Dispersion eines transparenten Materials mit einer Deckschicht versehen wird.II. Verpackungsmaterial, behandelt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem Ausgangsmaterial, einer ersten, bedruckten Schicht aus transparentem Kunststoff und einer zweiten Schicht aus transparentem Material besteht, so dass das Aufgedruckte vom Ausgangsmaterial losgelöst und in den Schichten schwebend erscheint.UNTERPRANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht getrocknet und ausgehärtet wird, während das Material noch durch die Druckmaschine läuft.2. Verpackungsmaterial nach Patentaspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht aus Polyvinylchlorid oder Polyvinylidenchlorid besteht.3. Verpackungsmaterial nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht aus einem härtenden Harz besteht, das chemisch reaktionsträge und abriebfest ist.4. Verpackungsmaterial nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht aus Polyurethan besteht.5 10 15 20 30 35 40 4. 50
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