CH488010A - Zum Einsetzen in das Spundloch von Gärgefässen bestimmter Gäraufsatz - Google Patents
Zum Einsetzen in das Spundloch von Gärgefässen bestimmter GäraufsatzInfo
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Description
Zum Einsetzen in das Spundloch von Gärgefässen bestimmter Gäraufsatz Die vorliegende Erfindung betrifft einen zum Einset zen in das Spundloch von Gärgefässen bestimmten Gäraufsatz, bestehend aus einem unter Bildung eines Siphons U-förmig gebogenen Rohr, dessen einer abgebo gener Endteil zum Einsetzen in den Stopfen eines Gärgefässes bestimmt ist, wogegen der andere Endteil den Gasauslass bildet, wobei die ansteigend verlaufenden, an das Siphon anschliessenden beiden Rohrteile mit<B>je</B> <B>,</B> versehen sind. Der Gasauslass kann einer EFWCitC[-LIIIP gegebenenfalls an einer im Gärkeller vorgesehenen Ablei tung angeschlossen werden, durch die das bei der Gärung entstehende Kohlendioxyd ins Freie abgeleitet wird.
Das Siphon ist mit einer Sperrflüssigkeit in Form einer wässerigen Lösung eines keimtötenden Mittels, z.B. ver dünnter schwefeli-er Säure oefüllt, so dass die bei der Gärung entstehenden Abgase durch die Flüssigkeit hin durch nach aussen entweichen und von aussen her in den Gäraufsatz gelangende Keime in der Lösung abgetötet werden können, Die beiden Erweiterungen haben den Zweck, ein Herausschleudern der Sperrflüssigkeit aus dem Aufsatz zu verhindern, wenn insbesondere bei verhältnismässig grossen Gärgefässen grosse Abgasmen gen stossweise durch den Aufsatz hindurchgepresst wer den.
Hierbei hat die in der Abgasbewegungsrichtung erste Erweiterung den Zweck einer Pufferwirkung und eines vorübergehenden Auffanges des Gasüberschusses. Die zweite Erweiterung hat den Vorteil, dem sich bildenden Gas-Flüssigkeitsstrom eine gegenüber der Rohrweite vervielfachte Oberfläche zum Wiederatistreten des Gases aus der Flüssigkeit zu bieten.
Bekannte einstückige Gäraufsätze der vorerwähnten Art bestehen aus Ghts, wobei die beiden Erweiterungen durch einen Blasprozess gebildet sind. Diese Glasaufsätze sind jedoch an Erweiterungsvolumen gebunden, die zu klein sind, um den Anforderungen zu genügen, welche von der Menge der im betreffenden Gärgefäss während des Gärvorganges in der Zeiteinheit gebildeten Abgase abhängen. Während dem Gärungsverlauf können inner halb weniger Ta 'ge Abgase entstehen, die dem 50fachen Volumen des Gärgefässes entsprechen.
Dementsprechend entsteht im Aufsatz ein erheblicher, zeitweise stossartiger überdruck, dem die durch den Blasprozess erfolgte Wand Verdünnung und Flächenzunahrrie der Erweite rung ge%#"itchsen sein muss. Beispielsweise liegt bei einem Aufsatz mit einem Innendurchmesser von<B>25</B> mm und einer Wanddicke von<B>2,5</B> mm das maximal zulässige Volumen jeder kugeligen oder ellipsoidförniigen Erweite rung bei ungefähr 50ccm, weil sonst die Wand der Erweiterung zu dünn wird. Dieses Volumen genügt jedoch aus den vorangehenden Gründen den Anforde rungen nicht.
Es ist bereits versucht worden diese Unzulänglichkei ten dadurch zu beheben, dass die die Erweiterungen bildenden Glasteile des Aufsatzes mit erwünscht grossem Volumen und grosser Wandstärke separat hergestellt und alsdann durch Verschmelzen mit den ebenfalls separat hergestellten Glasirohrteilen verbunden wurden. Hierbei entstehen jedoch in diesen Verbindungszonen hohe und unbehebbare Verspannungen, weiche die höhere Festig keit der die Erweiterungen bildenden Glasteile illusorisch machen.
Abgesehen von den erwähnten Unzulänglichkeiten haben die aus Glas hergestellten Gäraufsätze noch den Nachteil der Brüchigkeit. Die Neigung des Glases zum Splittern Lind beim Hantieren leicht zu brechen ist bei den Kellereiarbeiten Ursache vieler Unfälle.
Die vorliegende Erfindung behebt die vorerwähnten Nachteile und betrifft einen Gäraufsatz der eingangs erwähnten Art, der dadurch gekennzeichnet ist, dass das Rohr aus einem thermoplastischen, transparenten Kunst stoff besteht. Dadurch ist es möglich, dass das Volumen jeder Erweiterung mindestens die fünffache Grösse auf weist, als bei aus Glas bestehenden, einstückigen Gärauf- sätzen mit ausserhalb der gleich langen Erweiterungen gleicher Weite und Wanddicke praktisch herstellbar ist.
Bezogen auf das vorangehend erläuterte Beispiel eines aus Glas bestehenden Gäraufsatzes mit Erweiterunas- C volumen von<B>je 50</B> ccm an einem Rohr von<B>25</B> mm Innendurchmesser und<B>2,5</B> mm Wanddicke sind nunmehr Erweiterungen von mindestens 250cem möglich. Hierzu kommt noch der Vorteil, dass der Kunststoff nicht brüchig ist.
Für den erfindungsgemässen Gäraufsatz eignen sich besonders folgende Kunststoffe: Polyacrylverbindungen, Polyäthylen, Polypropylen, polynierisiertes F-Caprolac- tam oder Polyhexamethylenadipamid.
Der Erfindungsgegenstand wird nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert, die einen Gäraufsatz in Ansicht zeigt.
Der dargestellte Gäraufsatz besteht aus einem unter Bildung eines Siphons<B>1</B> U-förmig gebogenen, aus einem thermoplastischen, transparenten Kunststoff bestehenden Rohr 2, dessen einer nach unten abgebogener Endteil<B>3</B> zum Einsetzen in den nicht dargestellten Stopfen eines Gärgefässes bestimmt ist. Der andere Endteil 4 bildet den Gasauslass und kann gegebenenfalls an eine Abfuhr- leitung angeschlossen werden.
Die an das Siphon an- schliessenden, nach oben verlaufenden beiden Rohrteile<B>5</B> bzw. <B>6</B> sind mit <B>je</B> einer in gleicher Höhe liegenden Erweiterung<B>7</B> bzw. <B>8</B> versehen, die ;e ein Volumen von beispielsweise<B>250</B> cem aufweisen,<B>bei</B> einem Innendurch- niesser des Rohres von<B>25</B> mm und einer Wanddicke von <B>2,5</B> mm.
Beim Betrieb ist das Siphon in üblicher Weise mit einer wässerigen Lösung eines keirntötenden Mittels gefüllt, wobei das Flüssigkeitsniveau unterhalb der Er- weiterunaen <B>7</B> bzw. <B>8</B> liegt.
Der Gäraufbatz kann z.B. derart hergestellt werden, dass ein aus Kunststoff bestehendes Rohr in eine U- Form mit dem Siphon entsprechenden Bogen gebracht und alsdann in eine zweiteilige Matrize eingesetzt wird, <B>0</B> welche in den vorbestimmten Bereichen der Erweiterun gen deren Aussenform entsprechende Ausbuchtungen aufweist, wonach ein heisses Medium durch das Kunst stoffrohr hindurchgeführt und nach Schliessen des einen Rohrendes derart unter Druck gesetzt wird, dass das Rohr unter Bildung der Erweiterungen an der Matrizen- ausbuchtungswandung zur Anlage kommt.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Zum Einsetzen in das Spundloch von Gärgefässen bestimmter, einstückiger Gäraufsatz bestehend aus einem unter Bildung eines Siphons U-förmig gebogenen Rohr dessen einer a bi-,ebo-ener Endteil zum Einsetzen in den Stopfen eines Gärgefässes bestimmt ist, wogegen der andere Endteil den Gasauslass bildet, wobei die anstei gend verlaufenden, an das Siphon anschliessenden beiden Rohrteile mit <B>je</B> einer Erweiterung versehen sind, da durch "ekennzeichnet,dass das Rohr aus einem therrno- C pizt#,tischen, transparenten Kunststoff besteht. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Gäraufsatz nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Volumen jeder Erweiterung minde stens die fünffache Grösse aufweist, als bei aus Glas bestehenden, einstückigen Gäraufsätzen mit ausserhalb der gleich langen Erweiterungen gleicher Weite- und Wanddicke praktisch herstellbar ist. 2. Gäraufsatz nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass er aus Polyacrylverbindungen besteht.<B>3.</B> Gäraufsatz nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass er aus Polyäthylen besteht. 4. Gär#Ulfsatz nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass er aus Polypropylen besteht. <B>5.</B> Gäraufsatz nach Patentanspruch, dadurch gek-enn- zeichnet, dass er aus polymerisiertem E-Caprolactarn bestellt. <B>6.</B> Gäraufsatz nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass er aus Polyhexarnethylenadipamid be steht. <B>7.</B> Gäraufsatz nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass er aus Polycarbonat besteht.<I>A</I> nmerkung <I>des</I> Eidg. <I>A</I> intes <I>für geistiges Eigentum:</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentan spruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Einklang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art.<B>51</B> des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist. <B>Z</B>
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE1966M0056351 DE1953210U (de) | 1966-09-22 | 1966-09-22 | Gaeraufsatz. |
Publications (1)
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| CH488010A true CH488010A (de) | 1970-03-31 |
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| CH1435766A CH488010A (de) | 1966-09-22 | 1966-10-05 | Zum Einsetzen in das Spundloch von Gärgefässen bestimmter Gäraufsatz |
Country Status (2)
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1966
- 1966-09-22 DE DE1966M0056351 patent/DE1953210U/de not_active Expired
- 1966-10-05 CH CH1435766A patent/CH488010A/de unknown
Also Published As
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| DE1953210U (de) | 1967-01-12 |
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