Halter zur Festlegung von Armierungsteilen Im Hauptpatent Nr. 428158 ist bereits der Vor schlag gemacht worden, Halter zur Festlegung von Ar mierungsteilen, wie Drähten, Stangen, Stäben, Ankern oder dergleichen, in abbindenden Baustoffmassen unter Einstellung eines bestimmten Abstandes zwischen Ar mierungsteil und einer Unterlage für den Halter, mit einer Klemmvorrichtung zu versehen, die elastisch, nach giebige Schenkel eines offenen Rahmens und innerhalb des Rahmens liegende, zusätzliche, elastische Klemm backen aufweist, wobei der Halter einen Auflagerfuss (Sockel) besitzt.
Derartige Halter geben insbesondere dann, wenn sie aus Kunststoffen, vorzugsweise Kunst harzen, wie Polyäthylen oder dergleichen, bestehen, die Möglichkeit, die vorgeschriebenen Abstände zwischen der Bewehrung und der Betonoberfläche genau einzu stellen und einzuhalten, wenn es sich beispielsweise um die Verlegung von Moniereisen in Betontragwerken aller Art wie Wänden, Decken, Stützen, Unterzügen oder dergleichen handelt. Derartige Abstandhalter widerste hen sämtlichen im Beton auftretenden Temperaturen und sonstigen Beanspruchungen. Sie verhindern das Durchschlagen von Rost und die Bildung von Feuch tigkeitsbrücken im Inneren des Betons.
Sie sind hand lich, leicht, unzerbrechlich, in der Farbe dem Werkstoff anpassbar und so ausgebildet, dass keine weiteren Hilfs mittel wie Drähte, Gummiringe oder dergleichen für die Befestigung erforderlich werden. Infolge der auftreten den Klemmwirkung wird der Halter an den Moniereisen, Stahlnetzen, unrichtig Stahlgewebe genannt, festgehal ten. Die Halter sind ausserdem besonders lagerfähig, .und sie werden von Eisenflechtern und Schalern deshalb geschätzt, weil sie mit geringstem Arbeitsaufwand ver- legbar sind.
Dem Auflagefuss konnte dadurch eine besonders zweckentsprechende Ausbildung gegeben werden, dass er aus zwei sich rechtwinklig durchdringenden Rippen besteht. Dadurch entsteht seine Formgebung des Halters, die es ermöglicht, ihn als Spritzgussteil und aus einem Stück herzustellen, so dass infolge den dadurch gewähr leisteten Voraussetzungen der Fertigung in Massen die Gestehungskosten auf ein Kleinstmass herabgezogen wer den können.
Nun hat der praktische Gebrauch derartiger Halter, die somit allen auftretenden Anforderungen entsprechen, gezeigt, dass man die Berührungsfläche zwischen Halter und Unterlage, die in der Regel aus der Schalung be- stecht, auf Punkte zurückdrängen kann, ohne dass da durch Nachteile entstehen. Es ergibt sich aber der Vorteil, dass sich bei Herstellung von Sichtbeton die der Unterlage zugewandte Grundfläche des Auflagerfusses in keiner Weise mehr abbildet, sondern völlig unsicht bar bleibt.
Um das erreichen zu können, kennzeichnet sich die einem Halter nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes gegebene Ausbildung zusätzlich erfin dungsgemäss dadurch, dass der Standfuss auf der der Klemmvorrichtung abgewandten Standfussgrundfläche Auflager aufweist, deren Auflagergrundfläche grössen mässig einen Bruchteil der Standfussgrundfläche beträgt. Das kann in einfachster Weise dadurch erreicht wer den, dass die Auflager als Auflagerwarzen ausgebildet sind.
Sind die Auflage.rwarzen auf der dem Standfuss abgewandten Begrenzungsfläche nach Art einer Kugel- kalotte ausgebildet, so entsteht eine gewünschte, punkt- förmige Auflagerfläche, so dass dem Beton durch diese Ausbildung des Halters die Möglichkeit gegeben wird, in den Zwischenraum zwischen Standfussgrundfläche und Unterlage (Schalung) einzudringen und sogar die Zwik- kelräume auszufüllen,
die sich zwischen der Stelle stärk ster Kulmination der Kugelkalotte und letzterer selbst befinden, wobei Adhäsions- und Kohäsionskräfte in Verbindung beispielsweise mit beim Begehen der Scha lung auftretenden Erschütterungen dazu führen, dass sich die flüssige oder halbflüssige Betonmasse unter Bildung einer zusammenhängenden Haut unter der Stelle stärkster Kulmination zusammenschliesst, womit die als verlorene Schalungsteile anzusehenden Halter völlig un sichtbar werden.
Der Durchmesser dieser Warzen braucht bei praktischen Ausführungen nur einige Milli meter zu betragen, um die gestellte Aufgabe in vollem Ausmass lösen zu können. In der Zeichnung ist eine den Erfindungsgedanken verwirklichende Ausführung des Halters beispielsweise und zum Teil schaubildlich, zum Teil in der Seitenan sicht veranschaulicht worden.
Ausserdem ist an Hand von Querschnitten durch die Armierungseisen gezeigt worden, in welcher Weise sich die Halter durch ein faches Aufdrücken auf die Armierungseisen deren ver schiedenen Durchmessern in einfachster Weise anzupas sen vermögen. Im einzelnen gibt Fig. 1 die erfindungsgemäss getrof@,ene Ausbildung des Halters in schaubildlicher Darstellung wieder.
Fig. 2 zeigt denselben Halter nach Einführung eines Armierungsstabes mit sehr kleinem Durchmesser, also eines Armierungsdrahtes.
Fig. 3 zeigt denselben Halter nach Einführung eines Armierungsprofils grösseren Querschnittes, und Fig. 4 veranschaulicht den Halter m einer Stellung, die er einnimmt, wenn ein besonders schweres Armie- rungseisen durch den Halter getragen werden muss.
D,er Halter weist einen ringförmigen, äusseren Rah men 1 auf, der mit dem Auflagerfuss (Sockel) 2 ein stückig verbunden ist. Der Rahmen 3 ist an einer dem Auflagerfuss gegenüberliegenden Stelle unterbrochen. Dadurch kann der Raum 3 als Einführungsmaul für die zu verlegenden Armierungseisen benutzt werden.
In den von dem Rahmen 1 umschlossenen Raum springen zu einer senkrechten Quermittelebene hin spie gelbildlich angeordnete, gewölbte Klemmbacken 4, in Richtung aufeinander zu, vor, wobei sie sich etwa in der halben Höhe ihrer Vertikalerstreckung am stärksten annähern, so dass dort der Einführungsraum für die Armierungseisen seine geringste Breite erreicht.
Die Klemmbacken 4 sind elastischer als die Schenkel des Rahmens 1, die an die Einführungsöffnung 3 angren zen. Das ist beispielsweise dadurch erreichbar, dass die Backen 4 eine geringere Wanddicke aufweisen als die den Rahmen 1 bildenden Schenkel desselben.
Am Grunde des vom Rahmen 1 umschlossenen Hohlraumes sind Auflagernocken 5 vorgesehen, welche die Einführungsbewegung des Armierungsteiles. durch die Öffnung 3 hindurch begrenzen und dadurch als Auf lagerteile für den eingeführten Armierungsteil wirken. Kann das Armierungseisen bei der Verlegung nicht mehr weiter nach unten bewegt werden,
so erhält es auf diese Weise selbsttätig den bestimmten Abstand von der Unterlage, auf den es bei der Verlegung von Ar- mierungen stets ankommt.
Um die Einführung der Armierungseisen durch die Öffnung 3 hindurch zu erleichtern, sind beiderseits der Öffnung 3 an den Enden des. Rahmens 1 und damit der ihn bildenden Schenkel schräg nach innen aufeinan der zulaufende Einweisbacken 6 angeordnet, denen Breite vorzugsweise grösser ist als diejenige des Rah mens.
Damit wird erreicht, dass nicht genau in der Mitte von oben nach unten durch die Öffnung 3 hin durchgeführte Armierungsteile in die Mittelstellung hin eingedrängt werden, so dass es zu einer symmetrischen Belastung zunächst der zusätzlichen Klemmbacken 4 und weiter der Klemmschenkel des Rahmens 1 kommt.
Die Auflagernocken 5 begrenzen dabei die Einführungs- bewegung und sie dienen als Auflager für den einge- führten Armierungsteil.
Der Auflagerfuss 2 des Halters weist zwei sich recht winklig schneidende Rippen 7 auf, deren eine in der Längsmittel- und deren andere in der Quermittelebene des Halters liegt. Die Seitenflächen der Rippen 7 er scheinen in der Draufsicht auf sie dreieckig.
Entsprechend der vorzugsweise in Betracht kommen den Ausbildung des Halters aus Kunststoffen, wie Poly äthylen, kann die in Betracht kommende Raumform in einfachster Weise durch Formen oder Giessen in einem Arbeitsgang und mit geringsten Gestehungskosten her gestellt werden. Insbesondere kann der Halter als Spritz- gussteil ausgebildet sein.
Halter der vorbeschriebenen Art sind im Haupt patent bereits vorgeschlagen worden.
Gegenüber dieser bereits vorgeschlagenen Anord nung sind folgende weitere Merkmale verwirklicht wor den: Wie den Figuren der Zeichnung zu entnehmen ist, springen gegenüber der kreuzförmigen Auflagerfläche des Auflagerfusses 2 warzenförmige Erhebungen 13, 14, 15 und 16 in der Richtung von oben nach unten vor, so dass die höchsten Erhebungen der kugelkalotten- förmigen Begrenzungsflächen dieser Warzen die Lage des Halters in bezug auf die selbst nicht gezeichnete Unterlage bestimmen, wobei diese Unterlage durchwegs aus der Schalung besteht,
die beispielsweise durch ein Schalblech abgedeckt sein kann, auf dessen obere Be grenzungsfläche somit die erfindungsgemäss ausgebilde ten Halber aufgelagert sind. Demgemäss entsteht ein be stimmter Abstand 9 zwischen den oberen Begrenzungs flächen der Auflagernocken 5 und der oberen Be grenzungsfläche der erwähnten Unterlage, wobei dieser Abstand 9 unabhängig von den jeweiligen Durchmes sern dm zur Verwendung kommenden Armierungseisen unverändert erhalten bleibt.
Um das erkennen zu können, sind die Fig. 2 bis 4 vorhanden. So zeigt Fig. 2 einen Halter in dem Zustand, in welchem ein Armierungsdraht 8 mit verhältnismässig kleinem Querschnitt eingeführt ist. Man erkennt, dass die zusätzlichen Klemmbacken. 4 den Armiezungsdraht 8 bei Auflagerung desselben auf die Nocken 5 im Abstand 9 von der Unterlage halten, auf der der Auflagerfuss 2 des Halters mit dien Warzen 13-16 aufgelagert ist.
Fig. 3 zeigt die Verhältnissee nach Einführung eines Armierungsstabes 11 grösseren Querschnittes. Die zu sätzlichen Backen 4 haben sich dem Querschnitt des Stabes 11 in der dargestellten Weise angepasst.
Im Ab stand 9 zwischen den dem Armierungsstab 11 zuge wandten, oberen Begrenzungsflächen der Nocken 5 und der Unterlage hat sich nichts geändert, so dass die untere Scheitelfläche des Armierungseisens 11 wieder denselben Abstand 9 von der Unterlage aufweist wie die untere Scheitelfläche des Armierungsdrahtes 8 in Fyg. 2.
Dieselben Verhältnisse treten schliesslich auf, wenn ein wesentlich dickerer Armierungsstab gemäss Fig. 4 so eingelegt worden ist, dass sich nicht nur die zusätzli chen Klemmbacken 4 an die Schenkel des Rahmens 1 angelegt, sondern diese Schenkel selbst ihre Form in der dargestellten Weise verändert haben.
Stets bleiben die Armierungsdrähte oder -eisen 8, 11 und 12 einge klemmt und stets bleibt der Abstand 9 zwischen ihrer unteren Scheitelfläche von den Kulminationspunkten der Waren 13-16 in unveränderter Grösse erhalten.