CH460652A - Verfahren und Vorrichtung zur Aufnahme von auf Wasser ausgelaufenem Öl - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Aufnahme von auf Wasser ausgelaufenem ÖlInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Aufnahme von auf Wasser ausgelaufenem Öl Infolge des steigenden Verbrauchs an Mineralölen sind auch die hiervon ausgehenden Gefahren für die Feuersicherheit und die Gewässer erheblich gewachsen. Angesichts der starken Verschmutzung der Gewässer haben die Behörden alle nur möglichen Vorkehrungen angeordnet, um dieses Öl vor einer weiteren Ausbrei tung zu bewahren, und um es anschliessend ganz un schädlich zu machen.
Es sind daher Massnahmen nach Mineralölunfällen erforderlich, die für raschmöglichste Beseitigung von auf Wasser ausgelaufenem Öl sorgen.
Es ist bereits bekannt, die mit Öl verseuchten Was serflächen zunächst mit Brettern, Balken, verschiedenen Schlauchkonstruktionen aus Blech und Plastik abzugren zen und einzudämmen und anschliessend unter Zu hilfenahme eines Bindemittels, beispielsweise einer Tor fart, das mit Öl verseuchte Wasser aufzunehmen. Dabei wird das Bindemittel zunächst auf die Oberfläche aus gestreut, wodurch das Bindemittel das Öl vollständig aufnimmt.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vor richtung zur Aufnahme von auf Wasser ausgelaufenem Öl, wobei ein das Öl aufsaugendes Bindemittel auf die ölverseuchte Wasseroberfläche ausgestreut wird. Bisher hat man hierzu Pumpen verwendet, um das Öl oder Öl-Bindemittel-Gemisch direkt abzupumpen, wobei na türlich nicht nur das Öl oder öl-Bindemittel-Gemisch beseitigt wurde, sondern gleichzeitig auch eine erheb liche Wassermenge abgepumpt werden musste. Die Ka pazität der dazu erforderlichen Aufnahmegefässe ist na türlich begrenzt,
und es ist bei diesem bekannten Vor gehen auch erforderlich, grosse Behälter auf Schiffen zur Aufnahme des mit dem öl-Bindemittel-Gemisch ver seuchten Wassers mitzuführen.
.Ein weiteres bekanntes Verfahren sieht vor, dass die ölverseuchte Wasserfläche über eine im Vorschiff vor handene offene Brüstung in bereitstehende Schuten um gepumpt wird. Die Praxis zeigt aber, dass mit dem Öl auch hierbei unvermeidlicherweise, besonders bei be wegter Wasseroberfläche, viel Wasser mitgefördert wird. Bei diesem Abpumpen wird die Öl-Wasser-Emulsions- Bildung begünstigt und die Trennung von Öl im Öl- abscheider erschwert.
Es wird deshalb das Öl-Wasser- Gemisch versprüht, verdampft und verbrannt, was mit der Miete solcher bekannten Geräte und der Handha bung derselben sehr aufwendig ist. Das Absaugen von Ölflächen mit den geschilderten Schwierigkeiten der Vernichtung des öl-Wasser-Gemisches und der Rück gewinnung von anteiligen Ölmengen ist daher äusserst schwierig.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge kennzeichnet, dass das öldurchtränkte Bindemittel von einem schwimmenden Bandförderer abgeschöpft wird.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens ist gekennzeichnet durch einen auf einem Wasserfahrzeug angeordneten, mit einem Ende ins Wasser hineinragenden Bandförderer, dessen Förder band ein von zwei Transportketten mit Holzquerlei sten getragenes Plastiknetz ist.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Erfindungen veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt im Querschnitt einen Bandförderer 11, auf dessen beidseitigen Laufketten in beliebigen Ab ständen Holzquerleisten 2 befestigt sind (z. B. 30 bis 40 cm Abstand).
Auf diesen Holzquerleisten 2 ist ein Kunstharznetz 3 derart befestigt, dass in der geraden Lauffläche das Netz 3 hinter den Holzleisten 2 zum Abschöpfen des Ölbindemittels 4 geeignete muldenför mige Durchhängungen gebildet werden, und zwar in dem Ausmass, dass auf der Umlaufwalze das Netz dicht an dieser anliegt.
Fig. 1 zeigt wie an der oberen Um laufwalze eine Walzenbürste 20 angeordnet ist, um mechanisch das öl-Bindemittel-Gemisch vom Netz rest los zu beseitigen, dass nicht I7berreste wieder ins Wasser zurückfallen können.
Fig. 1 lässt ferner erkennen, wie das vordere Band ende in das Wasser eintaucht und beim Fahren gegen die verseuchte Fläche oder beim Aufhaspeln eines nach stehend beschriebenen Plastikschildes 22 (Fig. 3) das Öl-Bindemittel-Gemisch abschöpft.
Fig. 2 veranschaulicht ferner ein Boot 12 mit dem Elevator 11, der längsseits des Bootes angelegt ist. Ein Streubläser 13 ist am Bug oder Heck angeordnet, so dass der Elevator 11 unmittelbar nach dem Absireuen des Bindemittels das auf dem Wasser schwimmende öldurchtränkte Bindemittel abschöpfen kann,
zumal bei Verwendung von Spezialtorf das Aufsaugen des Öls ausserordentlich rasch vor sich geht.
Fig.3 lässt erkennen, wie ein mit einem Ende am Traggestell 23 des Förderers 11 befestigter Plastik- schild 22 von einer Trommel 14 abgespult wird und die ölverseuchte Wasserfläche einkreist.
Nun wird durch Aufspulen des Plastikschildes 22 die ölverseuchte Was serfläche gegen den Bandförderer 11 gedrängt, wo vom Streubläser 13 die vor dem Elevator sich drängende Ölfläche abgestreut wird.
Jetzt kann das öl-Bindemittel- Gemisch vom Elevator 11 abgeschöpft werden. Das Wasser kann durch die engen Maschen des Netzes 3 (Fig.l) zurückfliessen, so dass das öl-Bindemittel-Ge- misch ohne Wasser an der oberen Umlaufwalze ab gestrichen werden kann.
Fig. 4 zeigt eine besonders praktische Anwendungs form eines schwimmenden Elevatorgerüstes vor Kopf eines motorisch angetriebenen Bootes 23a mit Ab streugerät 13 und Plastilcschildhaspel 14.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Aufnahme von auf Wasser ausge laufenem öl, wobei ein das öl aufsaugendes Bindemittel auf die ölverseuchte Wasseroberfläche ausgestreut wird, dadurch gekennzeichnet, dass das öldurchtränkte Binde mittel von einem schwimmenden Bandförderer abge schöpft wird.II. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen auf einem Wasserfahrzeug angeordneten, mit einem Ende ins Wasser hineinragenden Bandförderer, dessen Förder band ein von zwei Transportketten mit Holzquerleisten getragenes Plastiknetz ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zunächst ein Plastikschild um die verseuchte Wasserfläche gezogen und durch Aufhaspeln dieses Schildes die verseuchte Oberfläche gegen den schwimmenden Bandförderer gedrängt wird, worauf das Bindemittel auf die vom Plastikschild eingeschlossene Wasserfläche aufgestreut und das öl-Bindemittel-Ge- misch mittels des Bandförderers abgeschöpft wird.2. Vorrichtung nach Patentanspruch I, gekenn- zeichnet durch ein Boot (12), das mit einem Streubläser (13) und einer Trommel (14) für das Aufhaspeln eines um die verseuchte Wasserfläche zu ziehenden Plastik- schildes (22) ausgestattet ist, wobei der Bandförderer (11) mit Führungsleisten (14a) versehen ist, die von der Frontseite des Bandförderers aus schräg nach aussen verlaufen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP1634062 | 1965-05-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH460652A true CH460652A (de) | 1968-07-31 |
Family
ID=7394250
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|---|---|---|---|
| CH904365A CH460652A (de) | 1965-05-03 | 1965-06-26 | Verfahren und Vorrichtung zur Aufnahme von auf Wasser ausgelaufenem Öl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH460652A (de) |
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1965
- 1965-06-26 CH CH904365A patent/CH460652A/de unknown
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