CH460652A - Verfahren und Vorrichtung zur Aufnahme von auf Wasser ausgelaufenem Öl - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Aufnahme von auf Wasser ausgelaufenem Öl

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CH460652A
CH460652A CH904365A CH904365A CH460652A CH 460652 A CH460652 A CH 460652A CH 904365 A CH904365 A CH 904365A CH 904365 A CH904365 A CH 904365A CH 460652 A CH460652 A CH 460652A
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CH
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oil
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water surface
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CH904365A
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Henke Jakob Ing Dr
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Henke Jakob Ing Dr
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B15/00Cleaning or keeping clear the surface of open water; Apparatus therefor
    • E02B15/04Devices for cleaning or keeping clear the surface of open water from oil or like floating materials by separating or removing these materials
    • E02B15/10Devices for removing the material from the surface
    • E02B15/104Conveyors; Paddle wheels; Endless belts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Removal Of Floating Material (AREA)

Description


      Verfahren        und        Vorrichtung    zur Aufnahme von auf Wasser ausgelaufenem Öl    Infolge des steigenden Verbrauchs     an    Mineralölen       sind    auch die hiervon ausgehenden Gefahren für die       Feuersicherheit    und die     Gewässer    erheblich gewachsen.       Angesichts    der starken     Verschmutzung    der Gewässer  haben die Behörden alle nur möglichen Vorkehrungen  angeordnet, um dieses Öl vor einer weiteren Ausbrei  tung zu bewahren, und um es     anschliessend        ganz    un  schädlich zu machen.

   Es sind daher Massnahmen nach       Mineralölunfällen    erforderlich, die für     raschmöglichste          Beseitigung    von auf Wasser ausgelaufenem Öl sorgen.  



  Es ist bereits bekannt, die mit Öl verseuchten Was  serflächen zunächst mit Brettern, Balken, verschiedenen       Schlauchkonstruktionen    aus Blech und     Plastik    abzugren  zen und einzudämmen und     anschliessend        unter    Zu  hilfenahme eines     Bindemittels,    beispielsweise einer Tor  fart, das mit Öl verseuchte Wasser aufzunehmen. Dabei  wird das Bindemittel     zunächst    auf die Oberfläche aus  gestreut, wodurch     das    Bindemittel das Öl     vollständig     aufnimmt.  



  Die Erfindung betrifft     ein    Verfahren und eine Vor  richtung zur Aufnahme von auf Wasser ausgelaufenem  Öl, wobei ein     das    Öl aufsaugendes Bindemittel auf die  ölverseuchte Wasseroberfläche ausgestreut wird. Bisher  hat     man    hierzu Pumpen verwendet, um     das    Öl oder       Öl-Bindemittel-Gemisch    direkt abzupumpen, wobei na  türlich nicht nur das Öl oder     öl-Bindemittel-Gemisch     beseitigt wurde, sondern gleichzeitig auch eine erheb  liche Wassermenge abgepumpt werden     musste.    Die Ka  pazität der dazu erforderlichen Aufnahmegefässe     ist    na  türlich begrenzt,

   und es ist bei diesem bekannten Vor  gehen auch     erforderlich,    grosse Behälter auf Schiffen  zur Aufnahme des mit dem     öl-Bindemittel-Gemisch    ver  seuchten Wassers mitzuführen.  



       .Ein    weiteres bekanntes Verfahren sieht vor, dass die  ölverseuchte     Wasserfläche    über eine im Vorschiff vor  handene offene     Brüstung    in bereitstehende Schuten um  gepumpt wird. Die Praxis zeigt aber, dass mit dem Öl  auch hierbei     unvermeidlicherweise,    besonders bei be  wegter Wasseroberfläche, viel     Wasser        mitgefördert    wird.  Bei diesem Abpumpen wird die Öl-Wasser-Emulsions-    Bildung begünstigt und die     Trennung    von Öl im     Öl-          abscheider    erschwert.

   Es wird deshalb das     Öl-Wasser-          Gemisch        versprüht,    verdampft und verbrannt, was mit  der Miete solcher bekannten Geräte und der Handha  bung derselben sehr aufwendig ist. Das Absaugen von  Ölflächen mit den geschilderten Schwierigkeiten der  Vernichtung des     öl-Wasser-Gemisches    und der Rück  gewinnung von anteiligen Ölmengen ist daher     äusserst     schwierig.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass das öldurchtränkte Bindemittel von  einem     schwimmenden    Bandförderer abgeschöpft wird.  



  Die     erfindungsgemässe        Vorrichtung    zur     Ausführung     dieses Verfahrens ist gekennzeichnet durch einen auf  einem Wasserfahrzeug angeordneten, mit einem Ende       ins        Wasser    hineinragenden Bandförderer, dessen Förder  band ein von zwei Transportketten mit Holzquerlei  sten getragenes     Plastiknetz    ist.  



  Auf der     beiliegenden        Zeichnung        ist    ein Ausführungs  beispiel der     Erfindungen    veranschaulicht.  



       Fig.    1 zeigt im Querschnitt einen Bandförderer 11,  auf dessen beidseitigen Laufketten in beliebigen Ab  ständen     Holzquerleisten    2     befestigt    sind (z. B. 30     bis     40 cm Abstand).

   Auf diesen Holzquerleisten 2 ist     ein          Kunstharznetz    3 derart befestigt, dass     in    der geraden  Lauffläche das Netz 3 hinter den Holzleisten 2 zum  Abschöpfen des     Ölbindemittels    4 geeignete muldenför  mige     Durchhängungen    gebildet werden, und zwar     in     dem Ausmass, dass auf der Umlaufwalze das Netz dicht  an dieser anliegt.

       Fig.    1 zeigt wie an der oberen Um  laufwalze     eine        Walzenbürste    20 angeordnet ist, um  mechanisch das     öl-Bindemittel-Gemisch    vom Netz rest  los zu beseitigen, dass nicht     I7berreste    wieder ins Wasser       zurückfallen        können.     



       Fig.    1 lässt ferner erkennen, wie das vordere Band  ende in das Wasser eintaucht und beim Fahren gegen  die verseuchte Fläche oder beim     Aufhaspeln    eines nach  stehend beschriebenen     Plastikschildes    22     (Fig.    3) das       Öl-Bindemittel-Gemisch    abschöpft.

             Fig.    2     veranschaulicht        ferner    ein Boot 12 mit dem  Elevator 11, der längsseits des Bootes angelegt ist.     Ein     Streubläser 13 ist     am    Bug oder Heck angeordnet, so  dass der Elevator 11     unmittelbar    nach dem     Absireuen     des     Bindemittels    das auf dem Wasser     schwimmende          öldurchtränkte        Bindemittel    abschöpfen kann,

       zumal    bei  Verwendung von Spezialtorf das     Aufsaugen    des Öls       ausserordentlich    rasch vor sich geht.  



       Fig.3    lässt erkennen, wie ein mit einem Ende am       Traggestell    23 des Förderers 11 befestigter     Plastik-          schild    22 von     einer    Trommel 14 abgespult     wird    und die  ölverseuchte     Wasserfläche    einkreist.

       Nun        wird        durch     Aufspulen des     Plastikschildes    22     die    ölverseuchte Was  serfläche gegen den Bandförderer 11 gedrängt, wo vom  Streubläser 13 die vor dem Elevator sich drängende       Ölfläche        abgestreut    wird.

   Jetzt     kann    das     öl-Bindemittel-          Gemisch    vom Elevator 11 abgeschöpft werden.     Das          Wasser    kann durch die engen     Maschen    des Netzes 3       (Fig.l)        zurückfliessen,    so dass     das        öl-Bindemittel-Ge-          misch    ohne     Wasser    an der oberen Umlaufwalze ab  gestrichen werden     kann.     



       Fig.    4 zeigt eine besonders praktische Anwendungs  form eines schwimmenden     Elevatorgerüstes    vor Kopf       eines        motorisch    angetriebenen Bootes 23a mit Ab  streugerät 13 und     Plastilcschildhaspel    14.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Aufnahme von auf Wasser ausge laufenem öl, wobei ein das öl aufsaugendes Bindemittel auf die ölverseuchte Wasseroberfläche ausgestreut wird, dadurch gekennzeichnet, dass das öldurchtränkte Binde mittel von einem schwimmenden Bandförderer abge schöpft wird.
    II. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen auf einem Wasserfahrzeug angeordneten, mit einem Ende ins Wasser hineinragenden Bandförderer, dessen Förder band ein von zwei Transportketten mit Holzquerleisten getragenes Plastiknetz ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zunächst ein Plastikschild um die verseuchte Wasserfläche gezogen und durch Aufhaspeln dieses Schildes die verseuchte Oberfläche gegen den schwimmenden Bandförderer gedrängt wird, worauf das Bindemittel auf die vom Plastikschild eingeschlossene Wasserfläche aufgestreut und das öl-Bindemittel-Ge- misch mittels des Bandförderers abgeschöpft wird.
    2. Vorrichtung nach Patentanspruch I, gekenn- zeichnet durch ein Boot (12), das mit einem Streubläser (13) und einer Trommel (14) für das Aufhaspeln eines um die verseuchte Wasserfläche zu ziehenden Plastik- schildes (22) ausgestattet ist, wobei der Bandförderer (11) mit Führungsleisten (14a) versehen ist, die von der Frontseite des Bandförderers aus schräg nach aussen verlaufen.
CH904365A 1965-05-03 1965-06-26 Verfahren und Vorrichtung zur Aufnahme von auf Wasser ausgelaufenem Öl CH460652A (de)

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