Vorrichtung zum Regeln und Stabilisieren der Presskraft beim Druckgiessen von Metallen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Regeln und Stabilisieren der Presskraft beim Druckgiessen von Metallen.
Bei der Förderung von verschmolzenen Metallen aus der Füllungskammer in die Giessform bei Maschi nen zum Metallgiessen unter Druck wird meistens ein Pressmechanismus angewendet, welcher überwiegend mit hydraulischem Antrieb versehen ist. Die Eigenschaften dieses Pressmechanismus beeinflussen grundsätzlich die Qualität fertiger Gussstücke, weswegen an diesen Me chanismus erhebliche Ansprüche gestellt werden.
Der Presskolben muss fähig sein, in der Füllungskammer schnell hohe Drücke aufzubringen und sich mit der Geschwindigkeit von einigen Metern in einer Sekunde zu bewegen. Deswegen ist der hydraulische Kreis des Pressmechanismus regelmässig an einen Akkumulator an geschlossen, welcher zur Zeit der Bewegung des Press- kolbens in den Betätigungskreis die Druckflüssigkeit in entsprechendem Umfang liefert.
In allerletzter Zeit werden bei Pressen für das Druckgiessen von Metallen Pressvorrichtungen benutzt, welche unter anwachsender Presskraft in der Endphase der Füllung des Inneren der Gussform arbeiten. Die Erhöhung der Presskraft erfolgt durch Mitwirkung eines multiplizierenden Kolbens, welcher an das Zuleitungs rohr samt dem Presszylinder gemeinsam angeschlossen ist.
Der Beginn der Tätigkeit des multiplizierenden Kol bens wird vom Anwachsen des Druckes in den Press- zylinder entleitet. Der Differential-Raum innerhalb des multiplizierenden Kolbens ist gewöhnlich mit einem Ab flussraum über ein Überdruckventil mit einstellbarem Wert des Überdruckes verbunden.
Durch eine Ände- rung des Überdruckes ist es möglich, die Grösse der Presskraft gewöhnlich im Verhältnis,1 :
2 zu ändern. Die Vorteile einer solchen Pressvorrichtung bestehen haupt sächlich darin, dass im Vergleich mit früheren dieselbe Presskraft besitzenden Vorrichtungen die erwähnte An lage den Ausmassen nach kleiner ist, dass sie einen klei neren Verbrauch an Druckflüssigkeit hat und dass die Presskraft regelbar ist. Alle diese Vorteile sind jedoch bloss scheinbar, und bei der überwiegenden Anzahl der verfertigten Gussstücke sind die Vorteile dieser Anlage unwirksam.
Der Pressmechanismus muss in der Endphase der Füllung des Inneren der Gussform fähig sein, grosse Kräfte zu entwickeln und darf dabei die ursprüngliche Geschwindigkeit nicht -wesentlich herabsetzen. In dieser Endphase der .Füllung wird nän-flich das im Inneren der Gussform befindliche Gussstück sehr wirksam von den Wänden der Gussform abgekühlt.
Aus diesem Grunde härtet das Metall sehr schnell, so dass ein feh lender Anteil des Metalls schnellstens ins Innere der Gussform eingeführt werden muss.
Bei Gussstücken mit mittlerer Dicke der Wände bleibt das Metall in der Gussform in ausreichend flüs sigem Zustand etwa einige Hundertstel einer Sekunde, bei dünnwandigen Erzeugnissen ist diese Zeit noch kür zer. Diese Zeitspanne ist für den richtigen Effekt des erwähnten Multiplikators sehr kurz. Der Multiplikator fängt immer mit einer gewissen Verspätung an zu wir ken, welche von der Zeitspanne abhängig ist, die für die Beschleunigung des multiplizierenden Kolbens not wendig ist.
Diese Beschleunigung hängt dabei mit der jenigen der Druckflüssigkeit in dem Differentialraum des multiplizierenden Kolbens zusammen. Die Wirkung des multiplizierenden Kolbens wird daneben auch von der Reaktionszeitspanne des Überlassungs- und des Rückflussventils verzögert, so dass diese beiden Ventile von einer ausgezeichneten Qualität sein müssen.
Da neben ist die Geschwindigkeit des anwachsenden Druk- kes in dem Druckzylinder innen etwa fünfmal kleiner bei niedriger Geschwindigkeit des Presskolbens als im Falle eines direkten hydraulischen Stosses. Dies hat dann zur Folge, dass bei einer grossen Anzahl von Gussstücken sich das Anwachsen der Druckkraft ins Innere der Guss form nur teilweise oder überhaupt nicht überträgt.
Bei diesen Anlagen können auch periodische Änderungen in der Presskraft eintreten, so dass das Gussstück gerade in dem Augenblick erstarren kann, in welchem die Press- kraft auf ihren niedrigen Wert herabgesunken ist.
Die oben angeführten Nachteile sollen durch die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Regeln und Stabi lisieren der Presskraft bei Maschinen für Metallgiessen unter Druck beseitigt werden.
Die Vorrichtung zum Regeln und Stabilisieren der Presskraft bei Maschinen zum Druckgiessen von Metal len mit hydraulischem Antrieb, bestehend aus einem Presszylinder und einem hydraulischen Hochdruckkreis, in welchem ein Drosselventil eingeschaltet ist, zeichnet sich dadurch aus, dass zwischen dem Presszylinder und dem hydraulischen Hochdruckkreis ein Regulierventil eingegliedert ist,
welches einen auf der Stange eines Ver- schlusskolbens angebrachten Verschlusskegel einschliesst,
wo der differenziale Raum in dem Presszylinder über dem Presskolben in einem Zuleitungsrohr mittels eines Abzweigungsrohres zu dem Raum über dem Verschluss- kolben verbunden ist und wo zu dem hydraulischen Hochdruckkreis am Orte der Ankupplung des letzteren zu dem Regulierventil ein Drosselregler zugegliedert ist.
Diese Vorrichtung hat eine ganze Reihe von Vor teilen. Das Anwachsen der Presskraft verläuft progressiv ohne jedwelche Verspätung. Die Geschwindigkeit des Anwachsens der Presskraft stellt den maximal möglichen Wert, den man bei dem gegebenen Presszylinder und bei dem vorhandenen Betriebsdruck überhaupt errei chen kann.
Die Herabsetzung der Geschwindigkeit des Presskolbens im Verlaufe des Füllens hat die minimal zulässige und erreichbare Wertgrenze. Irgendein Entste hen von Änderungen in der Presskraft ist völlig aus geschlossen. Alle Ventile und Verteiler dürfen ganz nor maler Konstruktion sein, weil der hohe Druckabfall in deren Betätigungskreisen ihre ausreichend schnelle Reaktion sichert.
Dabei kann die Geschwindigkeit des Abschliessens des Regulierventils von einer negativen Rückverbindung in solch einer Weise gesteuert werden, dass die Grösse der hydraulischen Impulse innerhalb der Rohrsysteme keine ausserordentlich hohen Werte er reicht.
Die Grösse der Presskraft ist zwar von dem zeit lichen Verlauf des Druckes in der Füllungskammer in der Füllungszeitspanne abhängig; dieser Verlauf ist je doch für das gegebene Gussstück und für das ganze Arbeitsregime konstant. Der Endwert der Presskraft kann nach Bedarf angestellt werden. Der resultierende Wert der Presskraft ist beim Pressen ohne Metall anders als beim Pressen mit Metall.
Der Unterschied in den Angaben des zweckmässig an den Raum des Presszylin- ders angeschlossenen Manometers für die beiden an geführten Fälle ist dem Produkt der Presskraft und der Zeit im Verlaufe der Füllung proportional.
Dies ist eine wertvolle technische Angabe für das Einstellen der Ma schine für vorhandene Gussformen und auch für die Weise der Zubereitung neuer noch nicht zufriedenstel lender Gussformen. Jedes Abfallen der Presskraft unter den Nennwert ist ausgeschlossen, so dass das Gussstück unter der Wirkung des gewünschten Druckwertes här tet.
Beim Erstarren des Gussstückes kann, vom Presskol- ben ins Innere der Gussform so eine Merige des ge schmolzenen Metalls zugepresst werden,
dass die ent sprechende Bewegung des Presskolbens nur einen über sehbaren Abfall der Druckkraft zustandebringt. Nicht einmal ein Entweichen der Druckflüssigkeit infolge et waiger Undichtigkeiten in dem Presszylinder oder in dessen Kreisen kann ein grundsätzliches Absinken der Presskraft zur Zeit des Härtens des <RTI
ID="0002.0114"> Gussstückes hervor rufen. Das Stabilisieren des Druckes wirkt im vollen Bereich der Geschwindigkeit des Presskolbens. Diese Vorrichtung sichert auch in grösserem Masse die Bedie nung gegen ein eventuelles Ausspritzen verschmolzenen Metalls aus der teilenden Ebene der Gussform und er leichtert das Reinigen dieser Form nach dem Giessen.
Teilweise könnte es als ein Nachteil angesehen wer den, dass die Presskraft nicht bei kleineren Geschwin digkeiten des Presskolbens zu regeln ist. Doch durch geeignete Bestimmung des Grundwertes der Presskraft für eine gewisse Grösse der Maschine und durch die Wahl eines geeigneten Durchmessers der Füllungskam mer kann dieser Nachteil vermieden werden, was be deutet, dass es möglich ist, immer mit solchen Geschwin digkeiten des Presskolbens zu arbeiten,
bei denen das Regulieren der Presskraft bereits möglich ist. Niedrige Werte der Geschwindigkeiten des Presskolbens werden sowieso, nur beim Giessen anspruchsvoller Gussstücke angewendet; dort ist jedoch das Anwachsen der Press- kraft nicht erforderlich.
Bei komplizierten und dünn wandigen Gussstücken, wo an das Gussstück hohe An sprüche an die Festigkeit und die Undurchlässigkeit für Gase und Flüssigkeiten gestellt werden, ist es in jedem Falle nötig, mit grossen Geschwindigkeiten des Presskol- bens zu arbeiten. In diesen Fällen hat dann die Vor richtung optimal mögliche Effekte.
Die Erfindung wird an zwei Ausführungsbeispielen der erfindungsgemässen Vorrichtung, die in der bei gefügten Zeichnung dargestellt sind, näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Pressvorrichtung, die mit einer Vorrich tung zur Regulierung der Presskraft versehen ist,
Fig. 2 eine andere Pressvorrichtung mit Regulierung der Presskraft und zwei Geschwindigkeitsstufen des Presskolbens nach Überfahren der Eingussöffnung.
In den zwei Ausführungen nach Fig. 1 und 2 wird die Vorrichtung nach der Erfindung von einem Ar- beits- und einem Betätigungssystem gebildet.
Das Arbeitssystem besteht aus einem Presszylinder 2 und einem in demselben gleitbar eingerichteten Press- kolben 1, welcher das verschmolzene Metall verdrückt und es zwingt, in die Form entsprechend seiner fort schreitenden Kristallisation hineinzufliessen.
Das Betät baungssystem lenkt die Tätigkeit des Ar beitssystems. Es wird vom hydraulischen Hochdruck- kreis 16 gebildet,
dessen Rohrleitung an beiden Enden zu dem Presszylinder 2 angeschlossen ist und vom an deren Ende durch eine Hochdruckpumpe aus dem Be hälter der hydraulischen Flüssigkeit mit der letzteren über ein Verschlussventil 20 und über einen Akkumula tor 21 mit der hydraulischen Flüssigkeit gespeist wird. Für die Vergrösserung der Vorschubskraft des Presskol- bens 1 in Abhängigkeit
von dem wirklichen Kristalli- RTI ID="0002.0208" WI="20" HE="4"LX="1106" LY="2181"> sierungsstand des verschmolzenen Metalls in der Form und damit auch des Druckes in der Rohrleitung des hydraulischen Hochdruckkreises 16, ist in derselben ein. System von Ventilen in der Weise eingebaut, dass sie selbsttätig die Arbeit des Presskolbens 1 beherrschen,
damit derselbe zusätzlich seine Geschwindigkeit und seine Vorschubskraft am Ende der Füllung der Form mit dem verschmolzenen abzugiessenden Metall vergrö ssern kann.
Dieser Hauptgedanke findet, mehr ausführlich ge sagt, in dem Aufbau des Systems nach der ersten, ein facheren und auf der Fig. 1 dargestellten Ausführung der erfindungsgemässen Vorrichtung folgendermassen Ausdruck:
An der Einflugseite hinter. dem Presskolben 1 ist der Presszylinder 2 über ein Zuleitungsrohr 4 mit einem Regulier-Verteiler 5 verbunden, in welchen ein Zuflüss- kegel 6, und ein Abflugkegel 7 auf einer Schiebstange in solch einer Weise- eingebaut sind, dass\ in ihren.
End positionen jeder eine von ihnen den Durchflug der hydraulischen Flüssigkeit an einer Stelle des Regulier= Verteilers 5 verschliesst.
Die Schiebstange ist zu einem Kolben angeschlossen, welcher in einem Betätigungs- zylinder 8 gleitbar eingerichtet ist, welcher eine Fort- setzung des zylindrischen Bodenteils des Regulier-Ver- teilers 5 bildet.
Der Regulier-Verteiler 5 selbst ist ein Zylinder, welcher von zwei Innenwandungen in drei Kammern verteilt ist, und zwar in eine Mittelkammer, in welche das Zuleitungsrohr 4 mündet, in eine Ober kammer, die zum oberen Zweig des hydraulischen Hochdruckkreises. 16- angeschlossen ist, und eine Unter kammer, welche mittels eines. Abflugrohres 9 zu dem Behälter der hydraulischen Flüssigkeit angeschaltet ist.
Jede der beiden Innenwandungen hat in ihrer Mitte eine Durchflussöffnung. Durch die entsprechenden zwei Durchflussöffnungen geht die Schiebstange durch, wel che an sich bei einer der Durchflussöffnungen den Zu flusskegel 6 und im Bereich der anderen Durchflussöff- nung den Abflugkegel 7 trägt, von denen jedwelcher mit einer der Durchflussöffnungen mitarbeitet,
indem er je nach seiner Stellung den oberen oder den unteren Durchflug der hydraulischen Flüssigkeit in dem Regu lierverteiler 5 öffnet und schliesst.
Die Oberkammer. über dem Zuflusskegel 6 in dem Regulierverteiler 5 ist mittels eines Verbindungsrohres zu einem Regulierventil 11 angeschlossen, in welchem ein Verschlusskegel 14 an der Schiebstange eines Ver- schlusskolbens 12 eingebaut ist, deren Hub durch eine Regulierschraube 15 ausgegrenzt werden kann.
Die Kammer über dem Verschlusskolben 12 ist mittels eines entsprechenden Rohres zu der Oberkammer über dem Zuflusskegel 6. über einen handbeherrschbaren Drossel regier 10r angeschlossen.
Der Differenzialraum des Zy linders des Regulierventils 11 ist weiter zu dem hy draulischen Hochdruckkreis 16 angeschlossen, welcher selbst zu dem Akkumulator 21 der hydraulischen. Flüs- sigkeit über ein Verschlussventil 20 angekuppelt ist, wel ches handbeherrschbar und fähig ist, den Flug,
der hy draulischen Flüssigkeit aus demselben entweder zu un terbrechen oder zu öffnen. Das Verschlussventil 20 in dem hydraulischen Hochdruckkreis 16 ist mittels eines entsprechenden Rohres auch zu einer Hochdruckpumpe angeschlossen, die demselben die hydraulische Flüssig- keit aus deren Behälter zuführt.
Der Betätigungszylinder 8 des Regulierverteilers 5 ist mittels eines Rohres. zu dem unteren Zweig des hy draulischen Hochdruckkreises 16 über einen Hilfsver- teiler 17 angegliedert.
Ausserhalb des Betriebes verbindet der Hilfsvertei- Ier 17 miteinander den unteren Raum des Betätigungs zylinders 8 mit einem in den Behälter der hydraulischen. Flüssigkeit mündenden Ausflussrohr, um ihn demgegen über in Arbeitsstellung zu dem hydraulischen Hoch druckkreis 16, anzukuppeln:
. Der Hilfsverteiler 17 ist ein Doppelstellungs-Ventilschieber, welcher in seine Arbeits stellung von einem elektrischen Schaltsteuerventil ver schoben und zurück in seine Ausserbetriebsstellung von einer Steuerfeder 19 rückgeführt wird. In dem Zulei- tungsrohr 4 ist ein Manometer eingeschaltet, dessen Aufgabe es ist, die von dem Presskolben 1 entwickelte Presskraft zu messen.
Bei dieser in. Fig. 1 veranschaulichten Ausführung ist der Presszylinder 2 mit Druckflüssigkeit über einen Regulierverteiler 5 versorgt. Nach dem Einschalten des elektrischen Steuermagneten 18. strömt Druckflüssigkeit in den Betätigungszylinder 8 hinein und verursacht ein Abschliessen des Abflugkegels 7 und ein Öffnen des- Zuflusskegels 6.
Die Druckflüssigkeit strömt weiter in den Presszylinder 2 aus dem Akkumulator 21 über das Verschlussventil 20, über das Regulierventil 11 und über den Zuflusskegel 6. Die Geschwindigkeit der Flüssigkeit in dem hydraulischen Hochdruckkreis. 16 wird durch die Einstellung der Regulierschraube 15 bestimmt, wo bei diese Regulierschraube 15 das öffnen des Ver- schlusskegels 14 begrenzt.
Das Einstellen des Presskol- bens 1 bewirkt ein Anwachsen des Druckes in dem Presszylinder 2; dieser Druck geht dann über den Dros selregler 10 unter den Verschlusskolben 12 des Regulier ventils 11 und ruft ein Abschliessen des Verschlusskegels 14 hervor.
Die Geschwindigkeit des Schliessens wird von der Einstellung des Drosselreglers 10 bestimmt und regelt den in dem Presszylinder 2 herrschenden Druck und auch die Geschwindigkeit des Einstehens der strö menden Flüssigkeit in dem hydraulischen Hochdruck kreis 16.
Auf die Geschwindigkeit des Schliessens des Verschlusskegels 14 wirkt auch der in dem hydraulischen Hochdruckkreis 16 herrschende Druck, welcher einem allzu schnellen Schliessen des Regulierventils. 11 im Wege steht, wodurch er gegen das Entstehen von übergrossen Drücken in dem hydraulischen Hochdruckkreis 16 wirkt,, welche diesen Kreis beschädigen könnten. Der Verschlusskegel 14 schliesst dann die Druckflüssigkeit in dem Presszylinder 2 ein.
Die von dem Druckkolben 1 entwickelte Kraft ist beständig und wird von dem Mano meter 3 stetig gemessen. Durch Abschaltung des elektri schen Steuermagneten 18 von der Stromquelle kommt es. zum Umstellen der Steuerfeder 19 und über sie auch des Hilfsverteilers 17, welcher die Flüssigkeit aus dem Betätigungszylinder B. herausfliessen lässt. Der Abfluss'- kegel 7 öffnet und verbindet den Presszylinder 2 über das Zuleitungsrohr 4. mit dem Abflugrohr 9.
Der Press- kolben 1 geht dann in seine Ausgangslage zurück.
In der zweiten, mehr komplizierten Ausführung der Erfindung, die auf Fig. 2 abgebildet ist, ist der Raum unter dem Verschlusskegel 14 des Regulierventils 11 durch das Zuleitungsrohr 4 mit dem Presszylinder 2 verbunden, wobei der Raum über dem.
Verschlusskegel 14 über einen Hilfsverteiler 17 zu dem hydraulischen Hochdruckkreis. 16 angeschlossen ist. Der Verschluss- kegel 14 wird in seine verschliessende Stellung von einem Verschlusskolben 12 und in seine öffnende Stellung von einem Offnungskolben 25 verschoben.
Der den Fluss öffende Hub des. Verschlusskegels 14 ist mit Hilfe einer Regulierschraube 15 handbeherrschbar. Der Raum über dem Verschlusskolben 12 ist zu dem speisenden Zulei tungsrohr 4 und zu einem eingesetzten Hilfsventil 24 angeschlossen.
Der Differentialraum des Verschlusskolbens 12 in dem Regulierventil 11 ist mit einem Ausflussrohr ver bunden, zu welchem- auch der Ausflussraum des ein gebauten Hilfsventils 24 und des Hilfsverteilers 17 an geschlossen sind. Der Raum unter dem Öffnungskolben 25 des Regulierventils 11 ist durch einen handbeherrsch baren Drosselregler 10 mit dem Raum über dem Ver- schlusskegel 14 verbunden.
Der zu dem hydraulischen Hochdruckkreis 16 angeschlossene Hilfsverteiler 17 ist ein Doppelstellungs-Ventilschieber, welcher selbst an einer Seite von einem elektrischen Steuermagneten 18 und an der anderen Seite von einer Steuerfeder 19 be herrscht wird.
In seine Ausserbetriebslage verbindet der beherr schende Hilfsverteiler 17 den Raum über dem Kolben des Hilfsventils 24 mit dem hydraulischen Hochdruck kreis 16 und den Raum unter dem Verschlusskegel 14 des Regulierventils 11 mit dem Abflussrohr. Der Dif ferentialraum des Presszylinders 2 ist mittels -eines Rück flussrohres 31 über ein Abflussventil 26, über ein Rück gangsdrosselglied 27 und über ein entsprechendes Rohr an den hydraulischen Hochdruckkreis 16 angeschlossen.
Das Abflussventil 26 enthält zwei Kegel an einer Schiebstange des entsprechenden Kolbens, welcher das Innere des Abflussventils 26 in einen Press- und einen Abflussraum einteilt. Der Raum über dem Kolben im Inneren des Abflussventils 26 ist über einen Beschleu- nigungsverteiler 28 zu dem hydraulischen Hochdruck- kreis
16 angeschlossen. Der Beschleunigungsverteiler 28 ist, im Grunde genommen, ein Doppelstellungsventil- schieber, der von einem Beschleunigungs-Elektromagnet 29, und rückwärts von einer Rückgangsfeder 30 bewegt wird.
Zu dem hydraulischen Hochdruckkreis 16 ist auch ein Abflussventil 23 angeschlossen, welches durch einen seitens eines Kolbens beherrschten Verschlusskegel be tätigt wird, wo der Raum unter dem gesagten Kolben mittels eines Abflussrohres durch den Beschleunigungs- verteiler 28 zu dem in den Behälter der hydraulischen Flüssigkeit mündenden Abflussrohr angeschlossen ist.
Ein Zuleitungsdrosselglied 22 ist zu und zwischen dem Hilfsverteiler 17 und dem hydraulischen Hochdruck kreis 16 eingebaut und angeschlossen. Der Raum unter dem Verschlusskegel des Abflussventils 23 ist handbe herrschbar und schaltet den hydraulischen Hochdruck kreis 16 von dem Akkumulator 21 ab.
Mittels eines Rohres ist der hydraulische Hochdruckkreis 16 hinter dem Verschlussventil zu einer Hochdruckpumpe an geschlossen. Ähnlich wie in der ersten Erfindungs-Aus- führung ist in dem Zuleitungsrohr 4 ein Manometer eingebaut, dessen Aufgabe es ist, die von dem Press- kolben 1 ausgeübte augenblickliche Presskraft zu mes sen.
Durch das Anschliessen des elektrischen Steuerma gneten 18 an die Stromquelle bewirkt man, dass die Druckflüssigkeit aus dem Akkumulator 21 über das Verschlussventil 20, über das Zuleitungsdrosselglied 22, über den Hilfsverteiler 17 und über das Regulierventil 11 in den Presszylinder 2 hineinzufliessen beginnt. Die Geschwindigkeit des Presskolbens 1 wird von der Ein stellung des Zuleitungsdrosselgliedes 22 bestimmt.
Nach dem gewählten Hub des Presskolbens 1 wird der Be- schleunigungs-Elektromagnet 29 an die Stromleitung an geschlossen. Der Beschleunigungsverteiler 28 wird ver stellt und bewirkt,
dass das Abflussventil 23 sich öffnet und das Abflussventil 26 das Rückflussrohr 31 mit dem Abflussrohr 9 verbindet. Die Geschwindigkeit des Press- kolbens 1 wird erhöht und ihr Anwachsen bestimmt dann die Einstellung der Regulierschraube 15, welche das Öffnen des Verschlusskegels 14 begrenzt.
Nach dem Anstellen des Presskolbens 1 wächst der Druck in dem Presszylinder an und wirkt auf den Ver- schlusskolben 12, welcher den Verschlusskegel 14 schliesst. Die Geschwindigkeit des Schliessens des Ver- schlusskegels 14 hängt dabei von der Anstellung des Regulierdrosselgliedes 10 ab,
welches wieder den Druck in dem Presszylinder 2 und die Geschwindigkeit der Einstellung der Flüssigkeit in den hydraulischen Hoch druckkreis 16 beeinflusst. Die Geschwindigkeit des Schliessens des Verschlusskegels 14 steht über den öff- nungskolben 25 auch unter der Einwirkung des in dem hydraulischen Hochdruckkreis 16 herrschenden Druk- kes, so dass in demselben auch das Entstehen über grosser Drücke, die ihn beschädigen könnten, vermieden wird.
Die Kraft des Presskolbens 1 ist beständig und wird von dem Manometer 3 gemessen.
Nach Abschalten des Beschleunigungselektromagne- ten 29 und des elektrischen Steuermagneten 18 von der Stromquelle stellt die Rückgangsfeder 30 und die Steuerfeder 19 den Beschleunigungsverteiler 28 und den Hilfsverteiler 17 um. Die Druckflüssigkeit beginnt über das Abflussventil 26 in das Rückflussrohr 31 zu strö men.
Das Hilfsventil 24 öffnet sich und die Flüssigkeit strömt aus dem Presszylinder 2 über das Hilfsventil 24 und über den Verschlusskegel 14. Da kehrt der Press- kolben 1 in seine Ausgangslage hin und seine Ge schwindigkeit wird hierbei durch die Anstellung des Rückgangsdrosselgliedes 27 bestimmt.