Einlaufgitter für Strassenabläufe Wie eingehende Untersuchungen und die Erfahrung gezeigt haben, ist das Schluckvermögen von Strassenab läufen nur dann auch bei stärkstem Regen ausreichend, wenn einerseits eine gewisse Grössenentfernung der ein zelnen Einläufe eingehalten wird, andererseits die Stras sen kein stärkeres Gefälle aufweisen. Bei Strassen mit starkem Gefälle können die mit hoher Geschwindigkeit ankommenden Wassermassen von den Einlaufgittern nicht aufgenommen und daher nur zu einem geringen Teil ordnungsgemäss abgeführt werden. Dadurch kommt es zwangsläufig zu einer Überlastung der auf diesen Strassen tiefer liegenden Einlaufgitter. Besonders bei nur teilbefestigten Strassen ist daher die Gefahr von Wasser schäden gegeben.
Diese Nachteile treten sowohl bei Einlaufgittern mit querliegenden Gitterstäben als auch bei solchen mit längsliegenden Stäben auf, wobei die letzteren einfach deshalb für Steilstrassen nicht geeignet sind, weil das Wasser zufolge seiner hohen Geschwindigkeit über die Längsstäbe strömt ohne seitlich abzufliessen. Bei Git tern mit mindestens teilweise quer, also auch schräg zur Abflussrichtung stehenden Gitterstäben ist, wie einge hende Studien gezeigt haben, das Schluckvermögen des halb nicht ausreichend, weil die annähernd vertikalen Flächen der Gitterstäbe einen Schwall verursachen, der ein ordnungsgemässes Abströmen des Wassers zwischen den Stäben verhindert.
Das Problem der Ableitung von rasch fliessenden Oberflächenwässern ist daher nicht so sehr ein Problem der ausreichenden Querschnittsbemessung der freien Ein lauffläche als vielmehr ein strömungstechnisches Pro blem. Es wurde daher auch schon vorgeschlagen, die zur Abflussrichtung quer stehenden Gitterstäbe eines Auf satzes für Strassenabläufe in Form eines gekrümmten Balkens auszubilden, wobei durch die Krümmung der Gitterstäbe eine Ableitung des Wassers nach unten er zwungen werden soll. Derart ausgebildete Gitterstäbe würden zwar sicher die Schluckfähigkeit des Einlaufgit ters verbessern, jedoch erscheint die praktische Anwen dung eines derartigen Gitters zufolge seiner ungünstigen statischen Gestaltung und auch aus Herstellungsgründen nicht möglich.
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gesetzt, ein Einlaufgitter für Strassenabläufe zu schaffen, dessen Schluckfähigkeit gegenüber den bisher gebräuchlichen Gittern wesentlich gesteigert ist und dessen Konstruk tion auch allen statischen Erfordernissen entspricht. Er reicht wird dieses Ziel erfindungsgemäss dadurch, dass die der Strasse zu gelegenen Flächen der Balken der als T-Profil ausgebildeten Gitterstäbe in ihrem der Zulauf seite abgewendeten Bereich nach unten geneigt sind. Bei einer besonders zweckmässigen Ausführungsform der Er findung verlaufen die der Strasse zu gelegenen Flächen der T-Balken kurvenförmig nach unten.
Eine weitere Erhöhung der Schluckfähigkeit eines erfindungsgemässen Einlaufgitters ist beispielsweise erreichbar, wenn an die in Fliessrichtung vordere Fläche des lotrechten T-Bal- kens nach oben eine konkav gekrümmte Fläche an- schliesst, die ihrerseits möglichst spitz in die der Strasse zu gelegene Fläche übergeht.
Nachstehend ist anhand von zwei in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen der Erfindung diese näher erläutert. Dabei zeigt Fig. 1 ein Gitter in Quer schnitt (Schnitt I-1 in Fig. 2) und Fig. 2 dasselbe Gitter in Draufsicht; Fig. 3 stellt einen Schnitt nach Linie 111-11I in Fig. 2 dar; Fig. 4 schliesslich zeigt einen Gitterstab mit gegenüber den Fig. 1 bis 3 verändertem Querschnitt.
Das Einlaufgitter gemäss den Fig. 1 bis 3 besitzt zwei Längsstege 1 und 2, zwischen denen sich die Gitterstäbe 3 erstrecken. Die Stäbe 3 stehen dabei quer zur in Fig. 3 durch den Pfeil A angedeuteten Abflussrichtung des ab zuführenden Wassers. Die Längsstege 1 und 2 des Git ters sind in ihrer Mitte ausgenommen, so dass zwischen den (nicht gezeichneten) festen Rahmen des Aufsatzes und dem Gitter beidseitig je ein parallel zur Abfluss- richtung verlaufender Schlitz 4 bzw. 5 entsteht, durch den das Schluckvermögen des Aufsatzes weiter verbessert wird.
Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich ist, be sitzen die Gitterstäbe 3 einen T-förmigen Querschnitt, wobei die der Strasse zu gelegenen Flächen 6 kreisbo genförmig nach unten gekrümmt sind. Durch diese Aus bildung wird das aus der Richtung A ankommende Was ser zwangsläufig nach unten geführt. Zur Verhinderung einer das Schluckvermögen beeinträchtigenden Schwall- bildung sind ausserdem die an die in Fliessrichtung vor deren Flächen 7 der lotrechten T-Balken nach oben an- schliessenden Flächen 8 konkav gekrümmt und gehen, unter Berücksichtigung der erforderlichen Gussradien, möglichst spitz in die Flächen 6 über.
Zur Erzielung einer gleichmässigen Beanspruchung der Gitterstäbe 3 sind deren lotrechte Balken, wie in Fig. 1 dargestellt, in ihrer Längserstreckung etwa nach einer Parabel 9 gekrümmt.
Zum Einsetzen des gezeigten Gitters in einen festen Rahmen sind Auflager 10, 11 sowie auf der nicht ge zeichneten Hälfte weitere zwei Auflager vorgesehen. Zweckmässig sind dabei die Auflager einer Seite, z.B. 10, 11, horizontal, die Auflager der gegenüberliegenden Seite geneigt ausgebildet.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist die der Strasse zu gelegene Fläche 12 nur in ihrem, in Fliess- richtung A gesehen, rückwärtigem Bereich 13 nach un ten gekrümmt. An die Vorderseite 14 des lotrechten T- Balkens schliesst wieder eine konkav gekrümmte Fläche 15 an, die über eine ebene Fläche 16 spitz in die Fläche 12 übergeht.
Selbstverständlich sind im Rahmen der Erfindung noch zahlreiche Abänderungen möglich. Wesentlich ist in erster Linie die nach unten geneigte Ausbildung der der Strasse zu gelegenen Fläche des T-Balkens und in zweiter Linie die strömungsgünstige Ausbildung der dem ankommenden Wasser zugewendeten Flächen des lot rechten T-Balkens.