Sicherung für Feuerlöscher Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Feuer löscher und betrifft insbesondere eine Sicherung für derartige Feuerlöscher, durch die sogleich erkennbar ist, ob der Feuerlöscher schon benutzt wurde oder noch unbenutzt und damit voll verwendungsfähig ist.
Feuerlöscher und insbesondere Handfeuerlöscher sind im allgemeinen mit einer Füllung versehen, die nur eine einmalige Benutzung gestattet. Falls ein Feuer löscher schon einmal benutzt worden ist, sein Inhalt aber noch nicht ganz aufgebraucht wurde, so ist er für eine weitere Benutzung im allgemeinen nicht ausrei chend gefüllt und muss nachgefüllt werden. Feuer löscher müssen regelmässig überprüft werden, darauf hin, ob ihre Füllung noch vollwertig ist und ob sie nicht durch unbefugtes Hantieren einen Teil ihrer Fül lung verloren haben. Neu gelieferte Feuerlöscher und frisch gefüllte Feuerlöscher sowie auch überprüfte Feu erlöscher werden jeweils mit einer Prüfplombe verse hen, die bei Unversehrtheit ihre volle Gebrauchsfähig keit garantiert.
Diese Prüfplomben wurden bisher in bekannter Weise mittels kleiner Drähtchen in der Wei se angebracht, dass eine Betätigung des Ventils zu ei ner Zerstörung der Plombe bzw. des Plombendräht- chens führen musste. Die Plomben bzw. Plomben drähtchen sind selbstverständlich leicht zerstörbar. Es sind auch schon Sicherungsstifte für die Ventile von Feuerlöschern bekanntgeworden, bei denen beispiels weise ein mit Griffstück versehener Stift aus Kunst stoff durch ein Loch an dem Ventil oder an dem Ventilstössel hindurchsteckte, so dass eine Betätigung des Ventils bei hindurchgestecktem Sicherungsgriff nicht möglich war.
Diese Sicherungsstifte waren jedoch ihrerseits wiederum mit Plombendrähtchen und Plombe gesichert, so dass sie nur nach Zerstören der Plombe bzw. des Plombendrähtchens herausgezogen werden konnten. Diese bekannten Sicherungsstifte sind jedoch immer mit einer Kette oder anderweitig derart an dem Feuerlöscher befestigt, dass sie nach dem Herauszie- hen nicht verlorengehen können. Sie sind daher für spätere Wiederverwendung oder zum Wiedereinstecken geeignet, wenn nicht der gesamte Inhalt des Löschers verbraucht ist.
Die vorstehend beschriebenen, bisher bekannten Sicherungen für Feuerlöscher haben alle den gemein samen Nachteil, dass, wenn nicht in regelmässigen kur zen Zeitabständen die Unversehrtheit der Plomben und Drähte geprüft wird, keine Sicherheit besteht, dass nicht Unbefugte durch Hantieren mit dem Feuerlöscher die Plomben bzw. Plombendrähtchen zerstört haben und unter Umständen sogar einen Teil der Füllung des Feuerlöschers verbraucht haben. Aufgrund seiner Klein heit ist ein zerstörter Plombendraht leicht wieder der art hinzubiegen, dass nur bei eingehenderer Prüfung festgestellt werden kann, ob er versehrt ist oder nicht.
Im übrigen wird für die Anbringung von Plomben auch besonderes Material und Werkzeug benötigt, das neben dem Zeitaufwand die Sicherung eines Feuerlö schers verteuert.
Die Erfindung geht von einer anderen Erkenntnis und Aufgabenstellung aus als das bisher bei Sicherun gen für Feuerlöscher der Fall war. Die Neuerung hat die Aufgabe gestellt, dass die Sicherung bzw. Plombie- rung eines Feuerlöschers nur vom Fachmann bzw. Prü fer unzerstört anzubringen und abzunehmen sein soll. Jeder andere Benutzer des Feuerlöschers muss die Si cherung leicht abreissen können aber derart zerstören, dass sie völlig unbenutzbar wird, und zwar schon aus grösserer Entfernung leicht erkennbar.
Nach der Erfindung ist eine Sicherung für Feuer löscher gekennzeichnet durch ein aus Kunststoff beste hendes Sicherungselement in Form eines Ringes oder Stiftes mit Sollbruch- oder -Reissstelle und daran hän gendem Griffteil. Vorzugsweise weist bei einer Siche rung nach der Neuerung das Griffteil eine durchge hende Grifföffnung auf, die durch eine festeingesetzte Karte aus Papier, Karton oder dgl. überdeckt ist. Der Griffteil kann z. B. an der Grifföffnung aus zwei flach aufeinanderliegenden Teilen bestehen, die einen Rahmen für die Karte bilden und mittels die Karte durchdringender Nieten miteinander verbunden sind.
Nach einer Ausführungsform der Neuerung ist das Sicherungselement in Form eines Ringes mit Soll bruch- oder -Reissstelle ausgebildet, der den Hals der Ventilstösselführung unterhalb des Handbetätigungs- knopfes umgibt und so dessen senkrechte Bewegung sperrt. Dieser Ring ist an seinem Umfang mit einer Kerbe oder einem tiefen Einschnitt als Sollbruch- oder -Reissstelle versehen.
Nach einer anderen Ausführungs form der Neuerung ist das Sicherungselement in Form eines Stiftes mit Sollbruch- oder -Reissstelle ausgebil det, der den Ventilstössel und seine Führung durch dringt und so eine senkrechte und drehende Bewegung des Ventilstössels verhindert. Dieser Stift ist an seinem dem Griffteil gegenüberliegenden Ende mit einer star ken Schwächung seines Querschnittes als Sollbruch- oder -Reissstelle versehen und dahinter mit einer nie tenkopfartigen Erweiterung, die das Durchsteckloch überdeckt.
Schwerere Feuerlöscher mit grösserem Inhalt haben im allgemeinen ein anderes System der Betätigung, dort wird der Bolzen mit dem Ringmesser, das die Mem bran durchstösst, mittels eines Griffhebels betätigt. Der eine Teil dieses Hebels, der als Druckkappe ausgebil det ist, ist um einen Gelenkpunkt neben dem Bolzen schwenkbar, er bildet den kürzeren Hebelarm, und dar an ist als längerer Hebelarm ein Griff angesetzt.
Beim Hochreissen oder auch nur beim einfachen Tragen des gesamten Feuerlöschers an dem Griff wird der Griff von dem Feuerlöscher ab nach oben gezogen, dadurch wird der kürzere Hebelarm nach unten gedrückt, und er drückt dabei den Bolzen mit dem Ringmesser ge gen die Mebran und durch diese hindurch, so dass der Druckbehälter des Feuerlöschers geöffnet ist und mit dem Auslassventil bzw. Sprühschlauch in Verbindung steht.
Um das Prinzip einer Sicherung für Feuerlöscher nach der Erfindung bei einem derartigen schwereren Feuerlöscher anzuwenden, ist diese Sicherung gekenn zeichnet durch ein aus Kunststoff bestehendes Siche rungselement in Form eines Ringes oder Stiftes mit Sollbruch- oder -Reissstelle und daran hängendem Griffteil. Dieser Ring oder Stift kann z. B. zwischen dem äusseren Ende des kurzen Hebelarms und der darunterliegenden Verschlussplatte des Feuerlöschers eingeklemmt bzw. angeordnet sein. Zweckmässig ist der Sicherungsstift mit erweitertem Fussteil in einer Nute in der Verschlussplatte eingesetzt.
Die Nute in der Verschlussplatte korrespondiert mit einer gleich artigen Nute in der überwurfmutter zum Einführen des Sicherungsstiftes. In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die ge genüber der Verschlussplatte verdrehte überwurfmut- ter in verschlossenem Zustand des Feuerlöschers mit tels eines über beide Teile befestigten, selbstklebenden Etikettes in ihrer Stellung fixiert. Dieses selbstklebende Etikett ist mit Perforierungen versehen, die ein unbe schädigtes Ablösen unmöglich machen. Ausführungsbeispiele nach der Erfindung werden nachstehend mit Bezug auf die Zeichnungen näher er läutert.
In den Zeichnungen zeigen: Fig. 1 den Ventilkopf eines Feuerlöschers mit Ring sicherung im Schnitt; Fig. 2 einen Ausschnitt aus Fig. 1 in Seitenansicht; Fig. 3 eine Ringsicherung in Draufsicht; Fig. 4 eine Ringsicherung im Seitenschnitt; Fig. 5 eine Ringsicherung entsprechend Fig. 3 und 4 in Unteransicht; Fig. 6 den Ventilkopf eines Feuerlöschers entspre chend der Fig. 1 mit Stiftsicherung im Schnitt; Fig. 7 Draufsicht auf eine Stiftsicherung;
Fig. 8 Teilansicht einer Stiftsicherung entsprechend Fig. 6 und 7.
Fig. 9 die perspektivische Ansicht des oberen Teils eines Feuerlöschers mit einer Sicherung nach der Er findung; Fig. 10 einen Querschnitt entsprechend der Linie II-11 der Fig. 9; Fig. 11 eine Draufsicht auf den Griffteil der Si cherung; Fig. 12 eine Seitenansicht und eine Draufsicht des Sicherungsstiftes; Fig. 13 eine Draufsicht auf das Sicherungsetikett. Nach Fig.l besteht der Ventilkopf eines Feuer löschers aus einem Gehäuse 1, das am oberen Teil des Löschmittelbehälters 2, der hier nur teilweise an gedeutet ist, angesetzt ist.
In dem Gehäuse 1 ist der Ventilstössel 3 geführt, der mit einer Schneidkante 4 beim Herunterdrücken gegen die Wirkung einer Druck feder 5 einer Membran 6 durchstösst und damit das in dem Behälter 2 unter Druck stehende Löschmittel aus der Öffnung 7 austreten lässt. Der Ventilstössel 3 wird durch Drehen des Handknopfes 8 nach unten gedrückt, und zwar gleitet dabei eine mit dem Handknopf und dem Ventilstössel festverbundene Kappe 9 mit einer Kurvenführung 10 über einen Stift 12, der an einem kragenförmigen Ansatz 11 des Gehäuses 1 sitzt. Die Unterkante der Kappe 9 bewegt sich dabei gegen die obere Fläche 13 des Gehäuses 1.
Um eine unbefugte Betätigung des Feuerlöschers zu verhindern, ist um den Kragenfortsatz <B>11</B> des Ge häuses 1 ein Ring 14 herumgelegt, der den Zwischen raum zwischen der Unterkante der Kappe 9 und der Oberfläche 13 des Gehäuses 1 überbrückt und ausfüllt. Ein Herunterdrücken des Ventilstössels 3 durch Betä tigen des Handgriffs 8 ist daher bei herumgelegtem Ring 14 nicht möglich. Dieser Ring 14 dient als Si cherungsring und besteht aus Kunststoff.
Die Sicherung wird mit Bezug auf die Fig. 3 bis 5 näher erläutert. Dort ist zu erkennen, dass der Ring 14 mit einer Sollbruch- oder -Reissstelle 16 versehen ist, diese ist nach dem Ausführungsbeispiel in Form einer tiefen Kerbe ausgeführt, durch die der Quer schnitt des Ringes erheblich geschwächt ist. Anstelle dieser Kerbe kann die Sollbruch- oder -Reissstelle 16 auch in Form eines einseitigen oder beiderseitigen Ein schnittes in dem Querschnitt des Ringes dargestellt sein.
Mit dem Ring 14 ist über einem angeformten Steg 17 ein Handgriff 18 verbunden. Dieser Handgriff be steht vorzugsweise aus zwei flach aufeinandergelegten Teilen, nach dem Ausführungsbeispiel ist das untere Teil 19 des Handgriffes 18 kräftig und fest ausgebil det und mit einer Einsatzvertiefung 20 versehen, in die ein rahmenförmiges Teil 21 einzusetzen ist. An dem Teil 19 sind weiterhin Ansätze 22 angeformt, die mit entsprechenden Löchern 23 an dem Teil 21 korrespon dieren. In die Vertiefung 20 des Griffteiles 19 wird eine Karte aus Papier oder Karton eingesetzt, die etwa das gleiche Format hat wie der Einsatzteil 21 und eben falls mit entsprechenden Löchern versehen ist.
Darauf ist das Einsatzteil 21 gesetzt, und die Ansätze 22 sind dann nietenartig aufgeweitet, so dass ein Abnehmen des Einsatzteiles 21 und Herausnehmen der Karte nicht mehr möglich ist. Der durch die Teile 19 und 21 des Handgriffes gebildete Rahmen für die eingesetzte Karte ist durch die Ansätze 22 versiegelt. Ein Entfernen der Karte ist nicht mehr möglich.
Auf der Karte sind die Prüf- und Kontrolldaten des Feuerlöschers aufgetragen, so dass sie schon aus gewisser Entfernung leicht lesbar sind.
Zur Betätigung des Feuerlöschers ist zunächst der Sicherungsring 14 zu entfernen, und die Schwächung seines Querschnitts durch eine Sollbruch- oder -Reiss- stelle ist derart vorgenommen, dass ein kräftiger Zug an dem Handgriff 18 zum Abreissen des Ringes er forderlich ist. Bei diesem kräftigen Zug muss man min destens mit einem Finger durch die Öffnung des Hand griffes 18 hindurchgreifen und dabei die Prüf- und Kontrollkarte zerstören, die in diese rahmenartige öff- nung eingesetzt ist.
Bei Benutzung des Feuerlöschers wird also nicht nur der Sicherungsring 14 derart zer stört, dass er anschliessend nicht wieder angebracht werden kann um als Sicherung zu dienen, sondern es wird auch die Prüf- und Kontrollkarte zerstört, so dass schon aus grösserer Entfernung ersichtlich ist, dass der Feuerlöscher benutzt wurde. Damit ist sichergestellt, dass selbst wenn versucht worden ist, den Sicherungs ring 14 nach seiner Zerstörung durch Kleben oder ähnliche Massnahmen wieder an seinem Platz zu hal ten, ohne weiteres zu erkennen ist, dass der Feuer löscher benutzt wurde.
Die gesamte Sicherung mit dem Ring 14 und dem Handgriff 18 ist weiter nicht mit dem Feuerlöscher verbunden, so dass sie nach dem Abreissen fortfällt, sie soll nicht wieder benutzt wer den. Die Anbringung der Sicherung erfolgt in der Wei se, dass der als Madenschraube ausgebildete Führungs stift 12 herausgedreht wird, dann kann nach Lösen einer Schraube, die die Kappe 9 und den Handgriff 8 mit dem Ventilstössel 3 verbindet, die Kappe 9 abge zogen werden, und ein neuer Sicherungsring 14 kann dann auf den Ansatz 11 des Gehäuses 1 aufgeschoben werden.
Ein anderes Ausführungsbeispiel einer Sicherung nach der Erfindung ist in den Fig. 6 bis 8 dargestellt. Der Einfachheit halber ist dort angenommen, dass der Ventilkopf des Feuerlöschers in gleicher Weise aufge baut ist wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2. Hier ist das Gehäuse 1 des Ventils und auch der Ventilstössel 3 mit einer durchgehenden Bohrung 25 versehen, die etwa in einem Durchmesser dieser rotationssymmetrischen Teile verläuft.
In diese durch gehende Bohrung ist ein Sicherungsstift 26 eingesetzt, der an seinem Ende mit einer Sollbruch- oder -Reiss- stelle in Form einer Kerbe 27 versehen ist. An dieser Kerbe 27 ist der Durchmesser des Stiftes 26 erheblich verringert. Anstelle dieser Kerbe kann auch ein ein- seitiger oder umlaufender scharfer Einschnitt an dem Stift 26 angeordnet sein.
Der Stift 26 mit dem Baran hängenden Handgriff 28 besteht vorzugsweise aus ei nem thermoplastischen Kunststoff, und das Ende des Stiftes 26 wird bei in die Bohrung 25 am Ventil des Feuerlöschers eingesetztem Stift erwärmt und nieten kopfartig erweitert, so dass der Stift aufgrund der pilz förmigen Ausbildung 29, die das Durchsteckloch 25 überdeckt, nicht mehr aus diesem Loch herausgezogen werden kann.
Ausserhalb des gegenüberliegenden Endes des Lo ches 25 ist der Stift mit einer Verdickung 30 verse hen, die als Anschlag beim Einstecken des Stiftes dient und verhindert, dass die Sollbruch- oder -Reissstelle beim Einsetzen des Sicherungsstiftes 26 aus dem Loch am anderen Ende herauskommt. Der Handgriff 28 an dem Sicherungsstift 26 ist zweckmässig einstöckig an geformt und im übrigen in gleicher Weise ausgebildet wie das im Zusammenhang mit dem vorstehend be schriebenen Beispiel ausgeführt wurde.
Um den mit einem Sicherungsstift 26 nach der vor stehenden Beschreibung gesicherten Feuerlöscher zu entsichern, ist es lediglich erforderlich, kräftig an dem Handgriff 28 zu ziehen, so dass der Stift 26 an der Stelle 27 bricht oder zerreisst und aus dem Loch 25 herausgezogen werden kann. Der Feuerlöscher ist dann in Benutzung zu nehmen, und zwar unabhängig davon, ob es sich um ein Ventilsystem handelt, bei dem der Ventilstössel 3 senkrecht einzustossen oder aber zur Betätigung zu verdrehen ist. Ein Sicherungsstift nach diesem zweiten Ausführungsbeispiel ist also als Siche rung für jede Art von Ventilstücken geeignet.
Ein Wie dereinstecken des Sicherungsstiftes 26 in das durch gehende Loch 25 zur neuerlichen Sicherung ist hier zwar möglich durch das Zerstören der Prüf- und Kon- trollkarte in dem Handgriff 28, beim ersten Abreis sen des Stiftes ist jedoch jederzeit schon aus der Ent fernung deutlich sichtbar, dass dieser Feuerlöscher schon benutzt worden ist.
Nach der Neuerung ist eine Sicherung für Feuer löscher geschaffen, die einfach ausgebildet und leicht anzubringen ist, jedoch nur vom Fachmann angebracht werden kann, andererseits aber einfach entfernt und dann derart zerstört wird, dass sie nicht wieder ange bracht werden kann, und dass ihre Entfernung deut lich sichtbar ist. Eine Wiederverwendung der Sicherung wird verhindert dadurch, dass einerseits die eigentliche Sicherung beim Abreissen zerstört wird, und dass beim Abreissen auch am Handgriff die Prüf- und Kontroll- karte zerstört werden muss.
Nebenbei wird durch die Zerstörung der Kontrollkarte für eine Benutzung auch noch sichergestellt, dass bei der Neufüllung jederzeit eine neue Kontrollkarte mit den tatsächlich zutreffen den Prüf- und Kontrolldaten angebracht wird. Die Si cherung nach der Neuerung besteht vorzugsweise aus thermoplastischem Kunststoff.
Ein Feuerlöscher nach Fig. 9 besteht aus einem Be hälter 31, in dem Druck- und Löschmittel unterge bracht sind. Diese Anordnung ist in den Figuren nicht näher dargestellt. Der Behälter 31 ist nach oben ab geschlossen durch einen fest angebrachten Ansatz 32 mit Auslassöffnung 33. Über diesen Ansatz 32 ist mit tels einer überwurfmutter 34 eine Verschlussplatte 35 fest und dichtend aufgesetzt.
In der Verschlussplatte 35 ist ein Bolzen 36 geführt, der mit einem schrägstehen- den Ringmesser 37 eine zwischen dem Teil 32 und der Verschlussplatte 35 angeordnete Membran 38 beim Herabdrücken durchstösst und so den Weg freigibt für das unter Druck stehende Löschmittel aus dem Be hälter 31 zu der hier nicht dargestellten Auslassöff- nung mit Düse oder Schlauch zum Verspritzen des Löschmittels. Der Bolzen 36 wird durch eine Feder 39 in gehobener Stellung gehalten.
An der Verschluss- platte 35 ist an einem Anlenkpunkt 40 eine Kappe 41 schwenkbar angelenkt. Diese Kappe 41 bildet den kür zeren Hebelarm eines doppelarmigen Hebels, dessen längerer Hebelarm durch ein Griffteil 42 gebildet wird. Die Kappe liegt mit ihrer Innenseite in der Nähe des Anlenkpunktes 40 gegen die Oberfläche des Bolzens 36.
Weiter ausserhalb ist an der Kappe 41 eine Ein sparung 43 vorgesehen, in die ein Stift 44, der vorzugs weise aus sprödem Kunststoff besteht, mit seinem Ober teil eingefügt ist. Mit seinem untern Ende sitzt der Stift 44 mit einem erweiterten Fussteil 45 in einer Nute 46, die radial in den Aussenrand der Verschlussplatte 35 eingelassen ist. Es ist erkennbar, dass durch die Anordnung dieses Stiftes ein Hochziehen des langen He bels und damit des Griffteils 42 verhindert wird, damit wird gleichzeitig verhindert, dass der kürzere Hebelarm der durch die Kappe 41 gebildet ist, nach unten ge drückt wird und den Bolzen 36 mit dem schrägstehen den Ringmesser 37 durch die Membran 38 hindurch drückt.
Zum Einführen des Sicherungsstiftes 44 in die in Fig. 10 dargestellte Sicherungslage ist in der Oberseite der überwurfmutter 34 ebenfalls eine Nut 47 einge lassen, die mit der Nut 46 in der Verschlussplatte 35 korrespondiert. Zunächst werden die beiden Nuten 47 und 46 durch Verdrehen der überwurfmutter 34 ge genüber der Verschlussplatte 35 in fluchtende Stellung gebracht,
dann kann der Sicherungsstift 44 mit seinem erweiterten Fussteil 45 unter Führung in den miteinan der fluchtenden Nuten 47 und 46 und unter schrägem Verkanten Einführen in die Einnehmung 43 an der Abdeckkappe 41 in seine Lage gebracht werden. In dieser Lage gibt der erweiterte Fussteil 45 des Siche rungsstiftes 44 die Nut 47 in der überwurfmutter 34 frei, und die überwurfmutter kann fest angezogen wer den.
In der fest angezogenen Stellung fluchtet die Nut 47 in der überwurfmutter nicht mit der Nut 46 in der Verschlussplatte 35.
Um sicherzustellen, dass der Feuerlöscher nicht un befugt geöffnet wird und die Sicherung des Feuer löschers bis zur Ingebrauchnahme erhalten bleibt, ist auf die in einer Ebene liegenden Oberflächen von Ver- schlussplatte 35 und überwurfmutter 34 ein Etikett 48 aufgeklebt. Dieses Etikett fixiert die gegenüber der Ver- schlussplatte verdrehte überwurfmutter in verschlosse nem Zustand des Feuerlöschers.
Das Etikett 48 besteht zweckmässig aus einer selbstklebenden Folie und ist nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung mit Perforierungen 49a versehen, die ein unbeschädig tes Ablösen unmöglich machen.
Wenn der Versuch ge macht würde, das in Fig. 13 in Draufsicht dargestellte selbstklebende Etikett abzulösen, würde es an den per forierten Stellen 49a einreissen, und damit würde sicht bar, dass der Feuerlöscher nicht mehr in gebrauchs fähigem Zustand ist.
Selbstverständlich ist eine der Per- forierungen 49a in dem Etikett 48 derart angeordnet, dass sie über der Fuge zwischen der überwurfmutter 34 und der Verschlussplatte 35 verläuft, so dass ein Verdrehen der überwurfmutter 34 gegenüber der Ver- schlussplatte 35 ebenfalls ein Einreissen des Etikettes 48 entlang dieser Perforierung 49a bewirken würde und damit anzeigte, dass der Feuerlöscher nicht mehr in ordnungsgemässem Zustand ist.
Der Sicherungsstift 44, der zweckmässig aus einem spröden Kunststoff besteht, ist vorteilhaft an seiner Aussenseite oberhalb des erweiterten Fussteils 45 mit einem Einschnitt versehen. Auch das Fussteil 45 kann mit einem Einschnitt versehen sein, wie das in Fig. 12 dargestellt ist. Diese Einschnitte erleichtern das Zer brechen des Sicherungsstiftes, sie bilden praktisch Soll bruchstellen.
Zum Erleichtern des Herausreissens und Zerbre- chens des Sicherungsstiftes 44 ist dieser mit einem Bar anhängenden Griffteil 49 versehen. Dieses Griffteil 49 kann ebenfalls aus Kunststoff, jedoch zweckmässig aus geschmeidigem Kunststoff, bestehen und umgibt den Sicherungsstift mit einer ringförmigen Öse 50. Das Griffteil 49 weist weiterhin eine breite Grifföffnung 51 auf, die mit einem eingesetzten Papieretikett oder der gleichen abgedeckt sein kann.
Beim Abreissen des Griff teils 49 wird auch dieses eingesetzte Papier in der Griff öffnung 51 zerstört, so dass auch daran zu erkennen ist, dass der Feuerlöscher benutzt worden war und wie der aufgefüllt werden muss, damit er wieder betriebs bereit ist. Nach dem Herausreissen des Sicherungsstif tes 44 kann der Feuerlöscher, wie schon eingangs er läutert, in Betrieb genommen werden, indem der Griff 42 von dem Feuerlöscher weggezogen wird, wodurch über den kurzen Hebelarm und die Kappe 41 der Bol zen 36 gegen die Wirkung der Feder 39 herunterge- drückt wird und mit seinem schräggestellten Ringmes ser 37 die Membran 38 durchstösst.
Aus dem Vorstehenden ist zu erkennen, dass eine Sicherung für Feuerlöscher nach der Erfindung schon aus grösserer Entfernung erkennen lässt, ob der Feuer löscher betriebsbereit ist, es wird damit auch jedes un befugte Benutzen, Hantieren oder Nachfüllen verhin dert bzw. sofort erkennbar gemacht. Darüber hinaus ist die Sicherung einfach, betriebssicher und leicht zu bedienen.
Im besonderen ergibt sich, dass infolge der Sper rung des Ventilkörpers durch den Ring oder Stift das Behälterinnere unzugänglich ist. Die Füllung kann daher nicht beeinflusst werden. Da der Stift druckfest ist, kann man den Feuerlöscher beliebig am Griff aufhe ben und tragen. Besonders vorteilhaft ist schliesslich, das Etikett mit Prüf- oder Überwachungsdaten auszu statten, z. B. für die letzt vergangene oder folgende Prüfung.