Tastatur mit Schutzrohrkontakten Zur übertragung von Signalen, insbesondere Wahl signalen in Telephonanlagen, werden Systeme verwen det, in welchen zur übertragung Beines Signals zwei gleichzeitig gesendete Frequenzen benützt werden, wo von die eine aus :drei, die andere :aus vier verschiedenen Frequenzen .ausgewählt wird.
Es werden infolgedessen insgesamt sieben verschiedene Frequenzen verwendet, und es 'ist die Erzeugung von 12 verschiedenen Signalen möglich, von welchen deren 10 für die Übertragung der 10 Ziffern benützt und deren zwei für weitere Si gnale verwendet werden können.
Bei der Anwendung eines solchen Übermittlungssystems für die Übertrag ng der Wahlkriterien von Teilnehmerstationen zur Zentrale wird an den Teilnehmerstationen eine geeignete Tastatur benötigt, ,die .mit einem Minimum an Aufwand und mit betriebssicher ,arbeitenden Kontakten ausgerüstet ist.
Durch eine Zuteilung der Frequenzkombinationen zu den zu übermittelnden Ziffern und damit Tasten, welche mit der Anordnung der Tasten im Einklang steht, wird eineinfacher Aufbau einer solchen Tastaturermöglicht, ,in- welchem pro- Frequenz nur ein einziger Kontakt not wendig ist.
Um die Kontakte, einer Tastatur gegenüber Umge- bungs- und Alterungscinflüssen zu schützen, empfiehlt sich die Verwendung von @Schutzrohrkontakten, welche durch von den Tasten bewegte- Dauermagnete betätigt werden.
Es ist eine Talstatur dieser Art bekanntgewor- ,den, .in welcher jedem -der Schutzrohrkontakte ein um eine Achse schwenkbarer, einen Dauermagneten tragen der Körper zugeordnet ist, von welchen Körpern durch ,das. Niederdrücken einer Taste deren zwei verschwenkt werden.
Durch die Schwenkbewegung nähern sich die mit den Körpern verbundenen Dauermagnete je dem zugehörigen Schutzrohrkontakt, wodurch dieser betätigt wird. Bei dieser bekannten Ausführung werden die Kör per beim Niederdrücken der Tasten durch Vorsprünge am Tastenschaft mitgenommen.
Diese Bauart weist aber den Nachteil einer ,grossen Bauhöhe auf, indem dabei verschiedene der schwenkbaren Körper übereinander angeordnet wer-den müssen. Die vorliegende .Erfindungbetrifft eine Tastatur der genannten Art, welche diesen Mangel nicht aufweist.
Diese Tastatur isst dadurch gekennzeichnet, dass die Körper aus Schienen bestehen, die koordinaten- mässig angeordnet und' in ihrer Längsrichtung schwenkbar send und deren Drehachsen mindestens angenähert in einer einzigen Ebene liegen. Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung besteht .darin, dass die Tasten je einen Tastenkörper besitzen, der sich in allen Lagen der betreffenden Taste vollumfänglich oberhalb der ge- nannten Ebene befindet.
Ein solcher Tastenkörper ist längs einer .senkrecht zu der genannten Ebene stehen den Achse bew egbar, und seine untere Seite ist gegen die genannten Schienen gerichtet. Ein weiteres Kenn zeichen dieser Tastatur besteht darin, dass die Achsen der Tasten in der Nähe der Kreuzungspunkte der Schie nen angeordnet sind und @dass die Schienen .nach oben nagende Fortsätze taufweisen,
welche die -genannten un tern Seiten der Tastenkörper im Ruhezustand der Schie nen berühren und bei ihrer Bewegung nach unten eine Verschwenkung der mit ihnen verbundenen Schienen bewirken, wobei das Ganze derart angeordnet ist, dass beim Niederdruck .einer Taste die sich im Bereich dieser Taste kreuzenden Schienen verschwenkt und die diesen Schienen zugehörigen Schutzrohrkontakte betätigt wer den.
Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungs beispiels erklärt.
Die Fig. 1, 2 und 3 stellen je einen Teil eines Schnit- tes,durch ,die Tastatur dar, wobei die Schnittrichtung bei der Fig.3 senkrecht zu derjenigen der Fig. 1 und 2 steht. Die Fig. 1 und 2 zeigen dieselben Teile; diese Figuren -unterscheiden sich lediglich dadurch, dass die Taste in Fig. 1 in der Ruhelage, in Fig.2 dagegen im niedergedrückten Zustande dargestellt ist.
Die Fig. 4 und 5 zeigen je einen Ausschnitt aus per spektivischen Darstellungen von zwei in der Tastatur verwendeten Schienen.
Die Fig. 6 zeigt die Draufsicht auf die obere der beiden Platten, die den Hauptteil- der beweglichen Teile der Tastatur einschliessen, wobei die unter dieser Platte befindlichen Bauelemente zum Teil gestrichelt ange deutet sind.
Wie bereits erwähnt, sind in der gesamten Tastatur mehrere koordinatenmässig angeordnete Schienen vor handen, und die Achsen der Tastenbefinden sich in der Nähe der Kreuzungspunkte dieser Schienen. Die Schienen werden in der Folge mit Zeilen- und Kolonnen schienen bezeichnet. In der Fig. 1 ist nun eine Taste und der Querschnitt durch eine Kolonnenschiene dar gestellt. Um die Übersichtlichkeit zu fördern, sind auf dieser Figur die Zeilenschienen nicht dargestellt. Die Tastatur ist auf einer Grundplatte 1 angebracht, über welche in einem bestimmten Abstand die obere Platte 2 in nicht dargestellter Weise befestigt ist.
Oberhalb dieser Platte 2 befindet sich noch eine .Deckplatte 3, deren Befestigung ebenfalls nicht dargestellt ist. Zwischen den Platten 1 und 2 sind Büchsen 4 festgehalten, in welchen je die Achse<B>5</B> einer Taste in senkrecht zu den Platten stehender Richtung beweglich hagert .ist. Die Taste trägt einen quaderförmigen Tastenkörper 6, welcher durch einen seinem Grundriss angepassten Ausschnitt in der Deckplatte 3 ragt, so d'ass er sich nicht ver drehen kann.
Eine Schraubenfeder 7 drückt die Taste in ihre obere Ruhelage, die sich durch den Anschlag der Sicherungsscheibe 8 .an der Grundplatte 1 ergibt. Eine Schiene 9, die um .die senkrecht zur Zeichenebene stehende Achse 10 in nicht dargestellter Weise in ihrer Längsrichtung schwenkbar gelagert ist, trägt durch schlitzförmige Löcher in der Platte 2 nach oben ra gende Fortsätze 11, von denen der dargestellte die ,gegen die Schiene gerichtete untere Seite des Tastenkörpers be rührt. Die Schiene wird durch eine Zugfeder 12 in ihre Ruhelage gezogen.
Die Fig. 2 zeigt dieselben Bauteile wie Fig. 1, jedoch im niedergedrückten Zustand :der Taste. Wie dort er sichtlich ist, werden durch Niederdruck der Taste die Fortsätze nach unten gedrückt und die damit verbun- d2ne Schiene im Gegenuhrzeigersinne .um die Achse 10 v erschwenkt.
In einem Schlitz der Grundplatte ist ein der Schiene zugeordneter Schutzrohrkonbakt 13 angebracht. Ein an der Schiene 9 befestigter Tragarm 14 ,trägt vorn einen Dauermagneten 15.
In der Ruhelage der Schiene 9 (Feg. 1) berührt der Magnet 15 die aus ferromagneti- schem Material bestehende obere Plattee 2, wodurch der Weg für die Verschwenkung der Schiene begrenzt und damit deren Ruhelage festgelegt wird. Sofern nun durch Niederdruck der Taste die Schiene 9 in die in der Fig. 2 dargestellte Lage verschwenkt wird,
nähert sich der Dauermagnet 15 dem Schutzrohrkontakt 13 so weit, dass der Kontakt durch das Magnetfeld betätigt wird. Da der Magnet in seiner Ruhelage ,an der Platte 2 haftet, ist am Anfang der Bewegung !der Schiene .die Kraft zum Losreissen des Dauermagneten zu überwin den, wodurch eine erwünschte Druckpunkt-Wirkung ein tritt.
Wie aus der Fig. 2 ersichtlich ist, sind Formgebung und gegenseitige Lage :der Fortsätze 11 und des Trag armes 14 derart aufeinander @abgestimmt, dass der Schutzrohrkontakt infolge genügender Annäherung des Dauermagneten betätigt wird, wenn sich die Fortsätze 11 soweit nach unten bewegt haben, dass ihre obersten Kanten mit der Oberfläche der Platte 2 bündig sind. Der Anschlag der ebenen,
parallel zur obern Platte 2 verlaufenden untern Seite des Tastenkörpers 6, der dann auf dieser Platte erfolgt, bildet die untere Begren zung für den Tastenweg.
Die zig. 3 zeigt einen Querschnitt durch eine Zeilen- schiene 17, wobei eine Kolonnenschiene 9 in der An sicht und der Kreuzungspunkt der beiden Schienen ge zeigt ist. Die Darstellung entspricht in bezug auf die Fig. 1 und 2 ,einer Ansicht von rechts.
Ausser den beiden .Schienen -'ist .die in der Nähe des Kreuzungspunktes be findliche, bei ihrem Niederdruck die Verschwenkung der beiden Schienen bewirkenden Taste dargestellt, welche die gleichen Bezeichnungen trägt wie die in den Fig. 1 und 2 :gezeigte.
Die Zeilenschiene 17 ist ähnlich ausgebildet wie die Kolonnenschiene 9. Auch hier ist ein Tragarm mit einem daran befestigten Dauermagneten 21 vorhanden, wobei ,der Magnet bei Verschwenkung des Schiene den Schutz- rohrkont.akt 22 betätigt.
Die Achse 10, um welche die Kolonnenschiene, und die Achse 18, um welche die Zeilenschiene ver- s@chwenkbar gelagert ist, liegen in derselben, zur Ebene der Platte 2 parallelen und unterhalb der Tastenkörper befindlichen Ebene.
Es ist nun wesentlich, dass die Ach sen Ader verschiedenen Schienen mindestens angenähert in einer gemeinsamen Ebene liegen, @da die Vorteile der Tastatur nur dann richtig zur Geltung kommen. Die Kreuzung der Schienen ohne gegenseitige Behin derung ist möglich, :da die Kolonnenschienen im Be reiche der Kreuzungen Ausschnitte 16 besitzen.
Es wäre natürlich auch denkbar, ohne diese Ausschnitte aus- zukommen, wenn die Schienen derart geformt würden, dass die einen vollständig oberhalb und die andern voll ständig unterhalb der Achsen, um die sie verschwenkt werden, liegen.
Die Formgebung der Zeilen- .und der Kolonnen- schienenkann aus den Fig. 4 und 5 besonders deutlich ersehen werden. Inder Fig. 5 .ist ein Stück einer Zeilen schiene und In Fig. 4 ein Stück einer Kolonnenschiene dargestellt. Ausser den bereits beschriebenen Teilen sind auf diesen Figuren noch die Lagerstellen 24 und 26 angegeben,
mittels welchen die Schienen in nicht dar gestellten Buchsen um die gezeichneten Achsen dreh bar gelagert sind. Auch hier sind wiederum die Aus schnitte 16 in den Kolonnenschienen zu erkennen, wel che ein Kreuzender Schienen ermöglichen.
Aus :der Fig. 6 .ist ersichtlich, wie die Schienen ge samthaft angeordnet sind. Diese Figur zeigt eine Ansicht der Platte 2, unterhalb welcher links eine Kolonnen schiene 9 mit der Achse 10 und oben eine Zeilen schiene 17 mit der Achse 18 .angeordnet ist. Von den übrigen Schienen sind lediglich .die restlichen drei Ach sen 23 der Zeilen- und die restlichen zwei Achsen 25 der Kolonnenschienen dargestellt.
Die Tragarme mit den Dauermagneten (13 zu den Kolonnenschienen und 22 zu den Zeilenschienen gehörend) sind für alle Schüe- nen schematisch angedeutet. In der Nähe jedes Kreu- zungspunktesder Achsender Schienen ist je eine Tasten- achse 5 .angebracht, auf denen sich Tastenkörper 6 be finden. Der Übersichtlichkeit halber ist nur einer dieser Tastenkörper dargestellt.
Ausser .der .Lage: der Schienen und der Dauermagnete kann aus dieser Figur :auch dile Anordnung der Löcher in der obern Platte 2, durch welche die Fortsätze 11 und 19 nach oben ragen, er sehen werden.
Jeder Tastenkörper 6 wird auf seiner Unterseite von zwei Fortsätzen 11 seiner Kolonnen schiene und von einem Fortsatz 19 einer Zeilenschiene berührt,
so .dass beim Niederdruck einer beliebigen Taste jeweils diese beiden in ihrem Bereiche sich kreuzenden Schienen verschwenkt werden und die entsprechenden Kontakte betätigen. In der finken obern Ecke der Figur ist dies am besten ersichtlich,
und die Verhältnisse bei den übrigen Tasten sind leicht zu überblicken. Die Anordnung von je zwei Fortsätzen pro Taste an den Kolonnensohienen .gegenüber nur .einem Fortsatz pro Taste an den Zeilenschienenerweist sich als vorteilhaft, da sich infolgedessen die von der Taste ausgeübte Kraft auf drei Punkte verteilt und die Exzentdzität,
der Kraft- wirkung beschränkt wird.
Da somit bei jedem Tastendruck je :eine Zeilen- und eine Kolonnenschiene verschwenkt werden, bewegen sich unter den nicht gedrückten Tasten der betreffenden Zei len und Kolonnen die entsprechenden Fortsätze ebenfalls nach unten.
Diese nicht gedrückten Tasten werden aber, wie aus den Fig. 1 .. 3 leicht zu erstehen ist, davon nacht beeinflusst, da jeweils eine der Schienen, die die betreffende Taste mit ihren Fortsätzen berühren,
in Ruhelage verbleibt und daher die nicht -gedrückten Tasten durch diese Fortsütze und ausserdem durch die Feder 7 nach wie vor in ihrer Ruhelage :gehalten wer den.
Die früher beschriebene Druckpunktwirkung wird von den Schienen ,auf die gedrückte Taste übertragen und stellt sicher, dass diese Taste entweder überhaupt nicht oder dann bis zum Anschlagdurchgedrückt wird.
Gesamthaft kann. festgehalten werden, dass die Vor teile der beschriebenen Tastatur gegenüber bekannten Ausführungen 2n der kleinen .Bauhöhe liegen, welche trotz sich kreuzenden Schienen erreicht werden kann.
Es ist selbstverständlich, dass die Erfindung nicht an die beschriebene Ausführungsform gebunden ist und dass verschiedene anderer Möglichkeiten ;der Ausbildung und Anordnung der Fortsätze und der Organe zur Betäti gung der Schutzrohrkontakte auch noch innerhalb des Erfindungsgedankens liegen.