CH429281A - Einrichtung zum Stapeln, Trocknen und Entleeren von landwirtschaftlichen Lagergütern, insbesondere Heu - Google Patents
Einrichtung zum Stapeln, Trocknen und Entleeren von landwirtschaftlichen Lagergütern, insbesondere HeuInfo
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Description
Einrichtung zum Stapeln, Trocknen und Entleeren von landwirtschaftlichen Lagergütern, insbesondere Heu Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Stapeln, Trocknen und Entleeren von landwirtschaftlichen Lagergütern, insbesondere Heu, mit einem siloartigen Lagerraum mit einer zentralen umlaufenden Welle zur Führung und zum Antneb. einer einen zentralen Lüf- tungsschacht, bildenden Glocke sowie zum Antrieb eines umlaufenden Verteilers für das eingebrachte Gut und einer Entleervorrichtung. Derartige siloartige Lagerräume sind bekannt. Hierbei strömt die durch den zentralen Schacht eingeführte Trocknungsluft etwa waagerecht durch das Stapelgut nach aussen und wird durch Offnungen in der Silowan- dung abgeleitet. Beim Entleeren des Silos. gelangt das Gut mittels einer Abräumvorrichtung in den Schacht, an dessen unterem Ende es von einer Fördervorrichtung selbsttätig weggebracht wird. Die Erfindung hat den Zweck, eine Einrichtung zu schaffen, mit der nicht nur in der bekannten Weise über den Mittelschacht entleert und zu abseits vom Silo lie genden Verbrauchsstellen gefördert werden kann, sondern die Entleerung ringförmig längs des gesamten Innenumfanges des Silos erfolgen kann. Erreicht wird dies dadurch, dass etwa in Höhe der Glocke an radialen Armen vorzusehende kreisbogenför- mige Blenden anbringbar sind, die beim Füllen des Silos mit Abstand von der Innenwandung desselben mit der Welle derart umlaufen, dass zwischen Silowandung und Mantelfläche des Stapelgutes ein freier Ringraum ent- steht, während beim Entleeren die radialen Arme zur Aufnahme einer Abräumvorrichtung dienen, die das Gut über den Ringraum fördert. Die umlaufenden Blenden bestehen zweckmässig aus einem im oberen Teil konisch nach aussen abgebogenen Zylinderstück, das am einen Ende eine Klemmuffe zum Aufschieben auf den zugehörigen radialen Arm und am anderen Ende eine sich gegen den inneren Teil des radialen Armes abstützende Strabe aufweist. Als Abräumvorrichtung können mit radialen rechenartigen Zinken versehene lotrechte und unter einem Winkel zur Bewegungsrichtung auf dem Gut angeordnete Abräumräder dienen, von denen jeweils meh- rere auf den einzelnen radialen. Armen an nach unten gerichteten Rohrstutzen abnehmbar befestigt sind. Dabei können die Abräumräder der einzelnen radialen Arme so gegeneinander versetzt und in solcher Zahl an ; geordnet werden, dass die gesamte obsre Stirnfläche des Lagergutes jeweils gleichmässig abräumb. ar ist. Die Ab räumräder werden zweokmässig mittels der sie tragen- den Rohrstutzen in die Spiegellage schwenkbar angeordnet, so dass in der einen Stellung nach der Peripherie, in der anderen Stellung nach dem zentralen Schacht zu gefordert werden kann. Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt : Fig. 1 eine Seitenansicht eines Silos entsprechend der Erfindung während des Füllens, teilweise im Schnitt, Fig. 2 eine Draufsicht auf die umlaufenden Blenden zur Bildung des äusseren Ringraumes, Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Blende der Fig. 2, mit Befestigungsmitteln, in. grösserem Massstab, Fig. 4 eine Seitenansicht des Silos der Fig. 1 wäh- rend des Abräumens, Fig. 5 eine Draufsicht auf die in den Ringraum entleerende Abräumvorrichtung der Fig. 4, Fig. 6 eine Draufsicht auf die in den zentralen Schacht entleerende Abräumvorrichtung entsprechend Fig. 4, Fig. 7 eine schematische Darstellung des Antriebes von zentraler Welle und Glocke, Fig. 8 eine Darstellung der Befestigung zwischen zentraler Welle und radialen Tragarmen für Blenden und Abräumräder, Fig. 9 eine Darstellung des Blendenanschlusses, Fig. 10,11 eine Darstellung der Befestigung der Ab räumräder, Fig. 12 eine Darstellung eines nach dem Ringraum fördernden Abräumrades entsprechend Fig. 5, Fig. 13 eine Darstellung eines nach dem zentralen Schacht fördernden Abräumrades entsprechend Fig. 6, Fig. 14 eine Aussenansicht des Silos entsprechend Fig. 1 bzw. 3 mit angebautem Freiluftstall, teilweise ent- fernt, Fig. 15 eine Seitenansicht eines Silos entsprechend Fig. 4, 6, bei dem das Gut ber den Mittelschacht auf ein Förderband entleert wird, und Fig. 16 in grösserem Massstab eine Darstellung des Antriebes der Glocke entsprechend Fig. 7. Der in den Fig. 1, 4,14 dargestellte Futtersilo 1 besteht entsprechend Fig. 14, aus einem Gerüst aus Roh- ren 2 und Profileisen 3, das mit einer geschlossenen' Aussenhaut 4. aus. geeignetem Werkstoff, z. B. Asbestement, versehen ist. Im Fundament 5 des Silos oder unter einer besonderenAbdeckung ist ein Gebläse 6 mit einem in der Silomitte 7 m ndenden Luftkanal 8 vorgesehen. In der Silomitte 7 ist ein Drucklager 9 für eine zentrale Rohrwelle 10 angeordnet, die am oberen Ende in einem weiteren Lager 11 läuft. Die Drehbewegung der Rohrwelle 10 wird durch einen unmittelbar beim Drucklager 9 angebrachten Elektromotor 12 oder über einen Kettentrieb 13, Fig. 7, bewirkt. Zur Bildung des für eine wirksame Belüftung und Trocknung des Lagergutes 14 erforderlichen zentralen Luftschachtes 15 ist auf der Rohrwelle 10 eine auf und ab bewegbare Glocke 16 vorgesehen. Diese Glocke besteht aus einem unben off. enen zylindrischen Hohlkörpler, zweckmässig in Form eines Gerippes aus Leichtmetall miteinemKunststoffüberzug,derdurch. die Gebläseluft gegen das eingebrachte Gut gepresst wird und dadurch eine gute Abdichtung des oberen Endes des LuftschachW tes 15 gewährleistet. Die Auf-und Ab-Bewegung der Glocke 16 wird gleichzeitig mit der Drehbewegung der Rohrwelle 10, welche in beide Drehrichtungen umsteuerbar ist, durch den Elektromotor 12 durchgeführt, z. B. kontinuierlich durch eine Schnecke oder intermittierend entsprechend Fig. 16. Hier ist im unteren Teil der Rohrwelle 10 seit- lich eine kleine Schnecke 17 angebracht, deren Schnek kenrad 18 eine Welle 19 mit einem Kettenrad 20 antreibt, deren Kette 21 am oberen Ende der Rohrwelle 10 über ein weiteres Kettenrad 22 (Fig. 1) läuft und dabei die Glocke 16 mitnimmt. Der Antrieb der Schnecke 17 erfolgt schrittweise ber die ZahnrÏder 23,24 und ein Schlagkreuz 25, das beim Umlaufen der Rohrwelle 10 entsprechend der Anzahl der Anschlagbolzen 26 ange trieben wird. Das Füllen des Silos erfolgt über einen nicht gezeigten Gebläsehäcksler und die Rohrleitung 27 in einen im Dachraum des Silos vorgesehenen, mit der Rohrwelle 10 umlaufenden Verteiler 28. Die Geschwindigkeit der Aufwärtsbewegung Ider Glocke 16 wind entsprechend der Füllgeschwindigkeit bemessen, so dass das Stapelgut 14 genügend zusammengesackt ist, sobald die Glocke den Innenraum freigibt, so dass dann, nach und nach ein vom Trockengut selbst gebildeter zylindrischer Schacht 15 entsteht, der keine Konstruktionsteile aufweist und dessen gesamte Mantelfläche 30 für den Durchtritt der vom Gebläse 6 kommenden Trookenluft zur Verfügung steht. Das Entweichen der Trockenluft durch den Schacht 15 wird durch den oberen Abschluss des Schachtes durch die Glocke 16 verhindert. Anstelle von Druckluft kann in bekannter Weise auch Saugtuft mit entgegengesetzter Strömungsrichtung verwendet werden. Zum Abführen der Trockenluft 33 dient ein zwischen Innenwandung des Silos 1 und Mantelfläche 31 des Stapelgutes 14 während der Füllung des Silos freigelassener Ringraum 32, der am unteren Ende mit der Aussenluft bzw. einem Rundstall 34 in Verbindung steht und der eine ringfönmge Fressrinne 35. als unteren Ab- schluss des Ringraumes 32 aufweist. Es kann daher über den Ringraum 32 das Gut unmittelbar in die Fressrinne endeert werden. Zusätzlich können zur Abführung der Trockenluft 33 in bekannter Weise im oberen Teil der Silowandung 4 Öffnungen 50 (Fig. 4,14) vorgesehen sein, oder eine ; Of, fnung 51 zwischen Dach 52 und oberem Rand 53 der Silowandung. Die Bildung des Ringraumes 32 während des Full vonganges des Silos wird durch drei Blenden 36 erreicht, die an drei um m 120¯ versetzten radialen Armen 37 einer auf der Rohrwelle 10 längsverschiebbaren, aber mit dieser umlaufenden Nabe 38 befestigt sind. Die Nabe 38 kann auch gleichzeitig zur Befestigung der Glocke 16 , dienen und ist dann mit dem in diesem Fall umsteuerbar ausgeführten Kettentrieb 21 verbunden. Die radialen Arme 37 sind in Kiemmuffen 39 der Nabe 38 leicht lös- bar eingesetzt. Am äusseren Ende der radialen Arme 37 sind die Blenden 36 ebenfalls mit einer Klemmuffe 40 abnehmbar befestigt. Die Blenden bestehen aus einem im oberen Teil 41 nach aussen konisch abgebogenen Zylinderstück 42 (Fig. 9), das am vorderen Ende, in Umlaufrichtung gesehen, die Kiemmuffe 40 und am hin teren Ende. eine sich gegen den inneren Teil des radialen Armes 37 b. ei 48 (Fig. 3,8) abstützende Strebe 43 besitzt. Durch den Umlauf der Blenden während des Füllens des Silos erhält das Stapelgut 14 mit Abstand von der Silowandung eine verhältnismässig glatte Ïussere Mantelfläche 31, so dass der gewünschte Ringraum 32 zur Ableitung der Trockenluft und zum Entleeren des Gutes entsteht. Nach Füllung und Trocknung des Siloinhaltes 14 wenden die Glocke 16 und die drei Blenden 36 entfernt und die drei radialen Arme 37 um 180 um ihre Längs- achse gedreht. Hierdurch kommen die auf jedem Arm 37 in entsprechender Versetzung angebrachten Rohrstutzen 44 (im Beispiel sind es jeweils 3) in eine senkrecht nach unten gerichtete Lage. Diese Rohrstutzen 44 dienen zur Lagerung der Abräumräder 45, die aus konischen Radscheiben mit radialen, rechenartigen Zinken 46 bestehen. Die Abräumräder 45 sitzen in einem Winkel zur Bewegungsrichtung entsprechend Fig. 5/12, so dass beim Umlauf der radialen Arme 37 mit den Abräumrädem 45 im Uhrzeigersinn 47 die oberste Schicht des Lagergutes 14 nach dem Ïusseren Ringraum 32 abgeräumt wi@d und unmittelbar in die am unteren Ende . angebrachte Fressrinne 35 fällt. Werden die Abräumräder 45 in ihre in Fig. 6 und 13 gezeigte Spiegellage gebracht und dann wieder im Uhr zeigersinn 47 umlaufen lassen, so fördern, sie nach dem zentralen Luftschacht 5 zu, durch den dann das Stapel- gut 14 in den im Fundament 5 vorgesehenen Luftkanal 8 gelant, von wo es beispielsweisedurcheineFörder- vorrichtung 55, 56, entsprechendFig. 15, zu entfernt vom Silo vorgesehenen Futterplätzen gefördert werden kann. Im Beispiel ist je der radiale Arm 37 mit je drei Abräumrädem 45 dargestellt, die jeweils in solcher Anzahl und so gegeneinander versetzt angeordnet sein müssen, dass die gesamte obere Stirnfläche des Lagergutstapels 14 gleichmässig abgeräumt werden kann. Die Befestigung der Abräumräder 45 erfolgt nach Fig. 1. 1 mittels Steckachse und Sicherungsmuttern.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zum Stapeln, Trocknen und Entleeren von landwirtschaftlichen Lagerg tern, insbesondere Heu, mit einem siloartigen Lagerraum mit einer zentralen umlaufenden Welle zur Führung und zum Antrieb einer einen zentralen Lüftungsschacht bildenden Glocke sowie zum Antrieb eines umlaufenden Verteilers für das eingebrachte Gut und einer Entleervorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass etwa in Höhe der Glocke (16) an radialen Armen (37) vorzusehende kreisbogen- förmige Blenden (36) anbringbar sind, die beim Füllen des Silos mit Abstand von der Innenwandung desselben mit der Welle (10) derart umlaufen, dass zwischen Silowandung und Mantelfläche (31) des Stapelgutes (16) ein freier Ringraum (32) entsteht,während beim Entleeren die radialen Arme zur Aufnahme einer Abräumvorrich- tung (45) dienen, die das Gut über den Ringraum för- dert.UNTERANSPRUCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Ende des zwischen Silowandung und Stapelgut (14) gebildeten freien Ringraumes (32) eine kreisbogenförmige Fressrinne (35) vorgesehen ist.2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Teil des Silos ein Rundstall (34) angeordnet ist.3. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Blenden (36) aus einem im oberen Teil (41) konisch nach aussen abgebogenen Zylinderstück (42) bestehen, das am einen Ende eine Klemmuffe (40) zum Aufschieben auf den zugehörigen radialen Arm (37) und am anderen Ende eine sich gegen den inneren Teil des radialen Armes abstützende Strebe (43) aufweist.4. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abräumvorrichtung aus mit radialen rechenartigen Zinken (46) versehenen lotrecht und unter einem Winkel zur Bewegungsrichtung auf dem Gut angeordneten Abräumrädem (45) besteht, von denen jeweils mehrere auf den einzelnen radialen Armen (37) an nach unten gerichteten Rohrstutzen (44) ab- nehmbar befestigt sind.5. Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abräumräder (45) der einzelnen radialen Arme so gegeneinander versetzt und in solcher Zahl angeordnet sind, dass die gesamte obere Stirnflä- che des Lagergutstapels (14) gleichmässig abräumbar ist.6. Einrichtung nach Unteranspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abräumräder (45) mittels der sie tragenden Rohrstutzen (44) in die Spiegellage schwenkbar sind, um in den zentralen Schacht (15) zu fördern (Fig. 6,13).7. Einrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des zentralen Schachtes (15) eine Fördervorrichtung (55,56) vorgesehen ist.
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