CH426243A - Verfahren zum Herstellen von Spanplatten - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von SpanplattenInfo
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Description
Verfahren zum Herstellen von Spanplatten Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Spanplatten aus einem Spankuchen, der aus Spänen und unter Anwendung von Hitze aus härtenden Bindemitteln oder Leimstoffen besteht und in einem ersten Verfahrensgang unter weitgehender Vermeidung einer Wärmeeinwirkung vorgepresst und dann in einer Heizpresse zwischen erhitzten Pressen platten fertiggepresst wird.
Bei den seither bekannten Verfahren werden die Späne in einer für den Spankuchen erforderlichen Menge auf Förderunterlagen, beispielsweise auf För- derbleche, aufgesiebt oder aufgeschüttet.
Die Span kuchen werden dann mit oder ohne Vorpressung ein- schliesslich ihrer Transportunterlagen in die Heiz- presse eingefahren und dort fertiggepresst. Bei diesen Verfahren verlassen die Förderunterlagen die Heiz- presse erst am Ende des Pressvorganges zusammen mit den fertiggepressten Spanplatten.
Es sind auch bereits Herstellungsverfahren für Spanplatten bekannt geworden, bei denen die Span kuchen unter hohem Druck, jedoch unter weitgehen der Vermeidung einer Wärmeeinwirkung, vorgepresst werden. Anschliessend an diesen Vorspressvorgang wird dann der Spankuchen von seinem Förderblech in die Heizpresse abgeschoben. Hierbei kann der Spankuchen ohne Förderbleche in der Presse ver dichtet und verpresst werden. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass eine Vorpresse, die von einer genügend schweren Ausführung sein muss, not wendig ist.
Hierdurch entstehen bei kleineren Press- anlagen eine wesentliche Verteuerung und Kompli- zierung des Maschinensystems.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein insbesondere bei kleineren Anlagen verwendbares Herstellungsverfahren zu schaffen, das mit wesentlich geringerem Aufwand an Maschinen durchführbar ist. Das erfindungsgemässe Verfahren zum Herstellen von Spanplatten der eingangs beschriebenen Art zeichnet sich dadurch aus, dass das Vorpressen und das Fertigpressen in der gleichen Presse erfolgt,
jedoch zum Vorpressen des Spankuchens zwischen diesem und den Pressenplatten Dämmstoffzwischen- lagen zur Wärmedämmung verwendet werden. Diese Dämmstoffzwischenlagen verhindern während des Vorpressvorganges, bei dem der Spankuchen erheb lich verdichtet werden muss, dass die im Spankuchen enthaltenen Bindemittel oder Leimstoffe aushärten, bevor der Spankuchen ausreichend verdichtet ist.
Zweckmässigerweise werden als Dämmstoffzwi schenlagen Schutzplatten vorgesehen, die vor dem Fertigpressen aus der Presse ausgefahren werden. Als besonders zweckmässig hat es sich erwiesen, als För- derunterlage für den Spankuchen eine als Dämm stoffzwischenlage wirkende Schutzplatte zu verwen den. Die Dämmstoffzwischenlage kann auch aus einer mit dem Spankuchen und somit nach dem Pres sen mit der Spanplatte verbundenen kondensations hemmenden Aussenschicht bestehen.
Das Vorpressen kann zwischen Metallblechen oder Zwischenlagen aus einem isolierenden Material durchgeführt werden. Bei Verwendung von Metall blechen muss jedoch so ausreichend rasch gearbeitet werden, dass während des Vorpressens die Wärme übertragung durch die Metallplatte nicht allzu stö rend auf die Spankuchenoberfläche wirkt. Es ist leicht einzusehen, dass ein solches Vorgehen recht viel Sorgfalt verlangt und dass es auch mit einem ge wissen Risiko verbunden ist. Daher wird man vor zugsweise die untere und obere Platte als Wärme- dämmplatte ausführen.
Dabei ist es aus mehreren Gründen zweckmässig, die untere Platte gleichzeitig als Förderplatte auszubilden, während die obere Platte eine zusätzliche Wärmeschutzplatte ist.
Nachstehend ist das erfindungsgemässe Verfah ren an einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben und erläutert. Zunächst wird eine an der Unterseite wärmedämmend wirkende als Förderunterlage die nende Platte der Spankuchen in der erforderlichen Höhe aufgebracht, z. B. aufgestreut oder aufgesiebt, und mit dieser Platte als Förderunterlage zusammen in die Heizpresse eingefahren.
Ausserdem wird ober halb des Spankuchens eine Schutzplatte in die Presse eingefahren, die die Oberseite des Spankuchens ge gen die Wärmeeinwirkung der stark aufgeheizten Pressenplatten abschirmt. Die Presse wird dann ge schlossen und der Kuchen unter hohem Druck auf das notwendige Mass verdichtet.
Diese Vorverdich- tung läuft sehr rasch ab und wird durch sofortiges erneutes Öffnen der Presse beendigt. Die als Förder- unterlage dienende untere Schutzplatte sowie die obere Schutzplatte werden dann aus der Presse aus gefahren. Dabei wird der Spankuchen in der Presse festgehalten. Anschliessend wird die Presse erneut geschlossen.
Beim Fertigpressen kann von den er hitzten Pressenplatten die zum Aushärten des Binde mittels erforderliche Wärmemenge übertragen wer den, wobei gleichzeitig der Sparkuchen weiter ver dichtet wird. Nach dem erneuten öffnen der Presse kann die fertiggepresste Spanplatte ausgefahren wer den.
Durch die erfindungsgemässe Verwendung von den Wärmeübergang erschwerenden Schutzplatten wird verhindert, dass die Bindemittel oder Leimstoffe vorzeitig aushärten und dadurch den Vorpressvor- gang erschweren oder unmöglich machen.
Während des Vorpressvorganges wird die Wärmeübertragung von der Heizplatte der Presse auf den Sparkuchen von unten her durch die als Förderunterlage dienende Schutzplatte und von oben durch die obere Schutz platte vermieden. Da die Vorverdichtung sehr rasch abläuft, genügt bereits eine verhältnismässig geringe Wärmedämmwirkung dieser beiden Platten.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren ist es in bekannter Weise vorteilhaft, dass die Förderunterla- gen in der Presse nicht vorgewärmt werden müssen und nicht dem hohen Verschleiss durch thermische Verformung unterworfen sind.
Darüberhinaus ist es von entscheidendem Vorteil, dass bei dem erfin- dungsgemässen Herstellungsverfahren der Einsatz einer speziellen Vorpresse sich erübrigt, weil sowohl der der Vorverdichtung dienende Vorpressvorgang als auch der Fertigpressvorgang, bei dem die Binde- mittel aushärten, in ein- und derselben Presse durch geführt werden können. Hierdurch wird eine wesent liche Einsparung an maschinellem Aufwand erzielt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Herstellen von Spanplatten aus einem Spankuchen, der aus Spänen und unter An wendung von Hitze aushärtenden Bindemitteln oder Leimstoffen besteht und in einem ersten Verfahrens- vorgang unter weitgehender Vermeidung einer Wär meeinwirkung vorgepresst und dann in einer Heiz- presse zwischen erhitzten Pressenplatten fertigge- presst wird,dadurch gekennzeichnet, dass das Vor pressen und das Fertigpressen in derselben Presse erfolgt, wobei jedoch zum Vorpressen des Sparku chens zwischen diesem und den Pressenplatten Zwi schenlagen vorgesehen werden, die den Wärmeüber gang von den Pressenplatten auf den Sparkuchen erschweren. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Zwischenlagen Schutzplatten, vorzugsweise aus Dämmstoff, verwendet werden, die vor dem Fertigpressen aus der Presse ausgefahren werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Zwi schenlage eine dem Sparkuchen zugeordnete kon densationshemmende Aussenschicht verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sparku chen auf einer als Förderunterlage dienenden Platte, die gleichzeitig als Wärmedämmplatte wirkt, in die Presse eingefahren wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE671633A BE671633A (de) | 1965-10-29 | 1965-10-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH426243A true CH426243A (de) | 1966-12-15 |
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ID=3848037
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| CH1568565A CH426243A (de) | 1965-10-29 | 1965-11-12 | Verfahren zum Herstellen von Spanplatten |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| BE (1) | BE671633A (de) |
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1965
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- 1965-11-12 CH CH1568565A patent/CH426243A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE671633A (de) | 1966-02-14 |
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