CH419335A - Magnetisches Übertragungssystem, insbesondere für eine Vorrichtung zum Messen eines in einem Leiter fliessenden elektrischen Stromes ohne Berührung des Leiters - Google Patents
Magnetisches Übertragungssystem, insbesondere für eine Vorrichtung zum Messen eines in einem Leiter fliessenden elektrischen Stromes ohne Berührung des LeitersInfo
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Description
Magnetisches Übertragnngssystem, insbesondere für eine Vorrichtung zum Messen eines in einem Leiter fliessenden elektrischen Stromes ohne Berührung des Leiters
Die Erfindung bezieht sich auf ein magnetisches Übeitragungssystem, insbesondere für eine Vorrich- tung zum Messen eines in einem Leiter fliessenden elektrischen Stromes ohne Berührung des Leiters.
Im Patent Nr. 419338 ist eine Vorrichtung zum Messen eines in, einem Leiter fliessenden elektrischen Stromes ohne Berührung des Leiters beschrieben,.
Diese Vorrichtung ist besonders geeignet zum Messen eines elektrischen Stromes, welchen man durch Rohre fliessen lässt, um diese Rohre mit einem kathodischen Schutz zu. versehen. Bis anhin w. ar es infolgemagnetischerInterferenz,hervorgerufen durch fremde magnetische Felder, welche von anderen stromführenden Rohren, die dem Rohr, dessen Strom gemessen werden soll,. sehr nahe liegen, stammen, nicht möglich gewesen, den in einem Rohr fliessenden elektrischen Strom in einfacher Weise zu messen. Das nachstehend beschriebene Ubertra- gungssystem ist besonders, aber nicht ausschliesslich für den Gebrauch in der Vorrichtung gemäss dem vorerwähnten Patent geeignet.
Die Erfindung betrifft ein magnetischesUbertra- gungssystem, insbesondere für eine Vorrichtung zum Messen eines in einem Leiter fliessenden elektrischen Stromes ohne Berührung des Leiters, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass es eine Mehrzahl von Magnetkernen besitzt, welche in geringem Abstand voneina.
nder angeondnet sind, welche Magnetkerne je einen geschlossenen Magnetkreis bilden und je eine separate, im wesentlichen identische Eingangswick- lung tragen, welche rund um den Magnetkern gewikkelt ist und sich gleichmässig über den ganzen Umfang des Magnetkernes erstreckt, dass eine Aus gangswicklung gleichmässig um alle Magnetkerne gewickelt ist, und dass die Emgangswicklungen in Serie geschaltet sind, das Ganze derart, dass ein an diese Eingangswicklungen gelegter Wechselstrom die Magnetkerne so magnetisiert, dass keine nennens- werte Spannung in der Ausgangswicklung induziert wird, und dass ein stromführender Leiter, der das Übertragungssystem durchsetzt,
in der Ausgangs- wickl, ung eine Ausgangsspannung hervorruft, deren Höhe im wesentlichen vom Wert des durch den Leiter fliessenden Stromes abhängig ist.
Dieses Übertragungssystem kann gross genug ausgeführt werden, um flüssigkeitsführende Rohre, wie solche z. B. in Ölraffinerien verwendet werden, zu umfassen, und es soll im wesentlichen durch fremde magnetische Felder nicht beeinflusst werden.
Üblicherweise werden zwei Magnetkerne verwen , det, welche Seite an Seite nebeneinander angeordnet sind.
Das Übertragungssystem kann aus zwei Hälften hergestellt werden, um es 1eichter um den Leiter, z. B. ein Rohr, welcher den zu messenden Strom führt, legen zu können.
Die Magnetkerne sind zweckmässig ringförmig ausgebildet und sie können n aus magnetischem Material in Form eines Gewebes oder Geflechtes, welches um ein Formstück aus nicht-magnetischem Material, z. B. Holz, gewickelt ist, bestehen.
Die Magnetkerne können in einer Abschirmung bestehend aus einer Legierung hoher magnetischer Permeabilität und niedrigen Hysteresisverlustes, z. B. einer solchen aus Eisen, Nickel, Kupfer und Mangan, welche unter Ider Markenbezeichnung , u-Metall bekannt ist, enthalten sein, welche sich rings um die Magnetkerne und ihre Peripherie erstreckt, wodurch eine Verminderung des Einflusses fremder Magnetfelder erzielt werden kann, ohne dass dabei die Sen sibilität des Übertr. agungssystems gegenüber dem Feld eines stromführenden Leiters, dessen Strom gemessen werden soll, vermindert wird.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausfüh- rungsform des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung des Uber- tragungssystems,
Fig. 2a, 2b und 2c graphische Darstellungen des in den Wicklungen des Ubertra. gungssys. tems nach der Fig. 1 erzeugten Stromflusses.
In der Fig. 1 ist ein Übertragungssystem dargestellt, welches zwei ringförmige Magnetkerne 11 und
12 besitzt, welche je in zwei Hälften hergestellt sind, die miteinander verbunden sind, um je einen ge schlossenen Magnetkreis zu bilden. Die Magnetkerne
11 und 12 bestehen aus weichem magnetischem Material, welches sich leicht magnetisch sättigt und eine geringe Koerzitivkraft besitzt. Die Magnetkerne
11 und 12 sollen so weitgehend als möglich identisch sein. Um Gleichartigkeit zu erzielen, ist es vorteilhaft, die Magnetkerne 11 und 12 durch Aufwickeln von. bandförmigem, magnetischem Material auf nicht magnetische Formstücke, z. B. solche aus Holz, herzustellen.
Jeder der beiden Magnetkerne 11 und 12 trägt eine Eingangswicklung 13 bzw. 14, welche um den ihnen zugeordneten Magnetkern 11 bzw. 12 gewikkelt sind und sich symmetrisch über den ganzen Umfang derselben erstrecken. Diese Eingangswicklungen 13 und 14 sind in der Fig. 1 nur zum Teil dargestellt.
Die beiden Eingangswicklungen 13 und 14 weisen vorzugsweise die gleiche Zahl von Windungen auf, und sie sind in Serie geschaltet. Ihre Anschlussklem- men sind mit 15 bezeichnet. Die Primärwicklungen 13 und 14 sind auf den Magnetkern 11 bzw. 12 in entgegengesetzter Richtung aufgewunden oder so verbunden, dass bei Anlegen eines Wechselstromes an die Anschlussklemmen 15 ein magnetischer Fluss erzeugt wir. d, welcher in den zwei Magnetkernen 11 und 12 entgegengesetzt gerichtet ist.
Die zwei Magnetkerne 11 und 12, welche die Eingangswicklungen 13 und 14 tragen, sind eng beieinander angeordnet (aus zeichnerischen Gründen jedoch im Abstand voneinander gezeichnet) und sind von einer Ausgangswicklung 16 umwunden, welche rund um beide Magnetkerne 11 und 12 gewunden ist und sich gleichmässig um den Umfang derselben erstreckt.
Die Wirkungsweise dieses Ubertragungssystems wird nachstehend unter Bezugn. ahme auf alle Figuren der Zeichnung beschrieben. In den Fig. 2a, 2b und 2c bedeuten die Ordinaten 18 die Magnetflusswerte und die Abszissen 19 die Zeit.
Wie vorstehend erwähnt bewirkt ein an die An schlussklemmen 15 gelegter Wechselstrom in den beiden Magnetkernen 11 und 12 einander entgegen- gesetzt gerichtete Magnetflüsse. Diese Magnetflüsse se sind infolge der rotations-symmetrischen Bauart des Systems im wesentlichen gleich, aber einander entagegengesetzt gerichtet ; sie sind durch die Kurven 20 bzw. 21 in den Fig. 2a bzw. 2b dargestellt.
Daher werden im wesentlichen gleiche, aber einander entge- gengesetzte Spannungen in der Ausgangswicklung 16 induziert und an deren Klemmen 17 tritt eine Aus gangsspannung von angenähert Null. auf.
Ein Leiter 22, welcher den geschlossenen Magnetkreis durchsetzt und einen Gleichstrom führt, bewirkt, dass das Linienintegral des magnetischen Flusses über einen geschlossenen Weg im tlbertra- gungssystem einen endlichen Wert erhält. Die Wirkung auf die individuellen magnetischen Flüsse in den Magnetkernen 11 und 12 ist in den Fig. 2a und 2b durch die zusätzlichen, gestrichelten Kurven 23 und 24 dargestellt und die resultierende Wirkung ist durch die Kurve 25 in der Fig. 2c gezeigt. Daher wird nun eine im wesentlichen rechteckwellige Spannung in der Au. sgangswicklung 16 induziert, welche an deren Klemm, en 17, auftritt.
Der Wert dieser induzier- ten Spannung ist im wesentlichen Ndem Wert des Stromes, welcher durch den Leiter 22 fliesst, proportional und kann deshalb dazju benützt werden, den Wert des Stromes im Leiter 22 anzuzeigen.
Mit dem beschriebenen Ubertragungssystem ist es möglich, den Wert eines in einem Leiter, welcher das Ubertragungssystem durchsetzt, fliessenden Stromes ohne magnetische Interferenz, herrührend von Feldern, die durch andere stromführende Leiter, welcher in der Nähe des Übertragungssystems vorhanden sind, aber dieses nicht durchsetzen, zu messen.
Das in der beschriebenen Weise ausgebildete Ubertragungssystem kann so gross gebaut werden, dass es flüssigkeitsführende Rohre umfassen kann.
Ein Versuchsmodell des Übertragungssystems wurde mit Magnetkernen von ca. 35 cm Durchmesser versehen. Bei diesem Modell wiesen die Eingangswick- lungen und die Ausgangswicklung je 2000 Windun- gen auf. Ei. n Wechelstrom einer Spannung von 20 Volt und einer Frequenz von 2, 5 Kilohertz wurde an die Eingangsklemmen 15 gelegt und erzeugte in den Eingangswicklungen einen Strom von etwa 30 Milliampere. An den Ausgangsklemmen wurde dabei eine Ausgangsspannung von l Millivolt pro Ampère des durch den Leiter 22 fliessenden Stromes gemessen.
Es ist nicht möglich, Überlagerungen, welche durch, fremde Felder hervorgerufen werden, vollstän- dig zu eliminieren, weil, es unmöglich ist, die Magnetkerne und Wicklungen genau gleich zu machen. Solche Überlagerungen können jedoch dadurch weiter reduziert werden, dass man das Übertragungssystem mit einer ringförmigen Abschirmung 26, vorzugs- weise eines solchen aus , cs-Metall , welche in der Fig. 1 nur zum Teil dargestellt ist, umgibt.
Diese Ab- schirmung 26, welche das Übertragungssystom voll ständigeinschlissst,vermindertdieWirkungfremder Felder, ohne die Empfindlichkeit des Übertragungs- systems auf konstante Felder, welche von stromfüh- renden Leitern, die das Übertragungssystem durchsetzen, hervorgerufen wenden, zu beeinträchtigen.
Die beiden Magnetkerne, welche beim beschriebenen Ausführungsbeispiel Seite an Seite nebenein- ander liegen, können auch so vorgesehen sein, dass der eine Magnetkern im anderen Magnetkern angeordnet ist, aber eine solche Anordnung ist nicht ganz zufriedenstellend, weil dabei die Magnetkerne nicht d, ie gleichen Dimensionen aufweisen.
In der Praxis sind die beiden Hälften des Über tragungssystems so ausgebildet, dass sie, um einen Leiter gelegt, mit Klemmen zusammengeschlossen werden können, z. B. durch zangenartige Ausbildung, durch gelenkige Verbindungen u. s. w.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Magnetisches Übertragungssystem, insbesondere für eine Vorrichtung zum Mes. sen eines in einem Leiter fliessenden elektrischen Stromes ohne Berührung des Leiters, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Mehrzahl von Magnetkernen besitzt, welche in gerin gem Abstand voneinander.angeordnet sind, welche Magnetkerne je einen geschlossenen Magnetkreis bilden und je eine separate, im wesentlichen identische Eingangswicklung tragen, welche rund um den Magnetkern gewickelt ist und sich gleichmässig über den ganzen Umfang des Magnetkernes erstreckt, dass eine Ausgangswicklung gleichmässig um alle Magnetkerne gewickelt ist, und dass die Eingangswicklungen in Serie geschaltet sind, das Ganze derart, dass ein. an diese Eingangswicklungen gelegter Wechselstrom die Magnetkerne so magnetisiert, dass ke. ine nen.nens- werte Spannung in der Ausgangswicklung induziert wird, und dass ein stromfühmender Leiter, der das Ubertragungssystem durchsetzt, in der Ausgangswicklu, eine Ausgangsspanmung hervorruft, deren Höhe im wesentlichen vom Wert des durch den Leiter fliessenden Stromes, abhängig ist.UNTERANSPRUCHE 1. Magnetisches Ubertragungssystem nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwei gleiche Magnetkerne Seite an Seite angeordnet sind.2. Magnetisches tlbertragungssystem nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es aus zwei Hälften besteht, zum Zwecke, es leicht um einen. Leiter legen, zu können, dessen Strom gemessen werden soll.3. Magnetisches Ubertragungssystem nach Patent- anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetkerne ringförmig ausgebildet sind.4. Magnetisches tlbertragungssystem nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetkerne aus magnetischem Material in Form eines Gewebes oder Geflechtes hergestellt sind, welches Ge webe oder Geflecht um ein Formstück aus nicht-m. a- gnetischem Material gewickelt ist.5. Magnetisches Übertragungssystem nach Patent- anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetkerne in einer Abschirmung aus magnetischem Material hoher magnetischer Permeabilität und niedrigen Hysteresisverlustes, welche sich rund um die Magnet- kerne und deren Umfang erstreckt, angeordnet sind, zum Zwecke, die Wirkung fremder Felder zu vermin- dern, ohne die EmpfindlichkeitdesUbsrtragungssy- stems auf das Feld eines stromführenden Leiters, dessen Strom zu messen ist, zu beeinträchtigen.
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