CH418005A - Vorrichtung zum Auftragen dünner Schichten auf planparallele Platten zur Gradienten-Dünnschichtchromatographie - Google Patents
Vorrichtung zum Auftragen dünner Schichten auf planparallele Platten zur Gradienten-DünnschichtchromatographieInfo
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Description
Vorrichtung zum Auftragen dünner Schichten auf planparallele Platten zur Gradienten-Dünnschichtchromatographie Vorrichtungen zum Auftragen dünner Schichten für die Dünnschichtchromatographie sind bekannt. In einem bekannten Gerät, mit dem sich dünne Schichten auf mehrere gleichstarke, planparallele Platten auftragen lassen, ist eine ebene Grundplatte zur Nebeneinanderanordnung der mit der aufzutragenden Streichmasse zu versehenden Trägerplatten und ein Streichgerät vorgesehen, das zur Aufnahme der Streichmasse eine Hülse enthält, die in einem Vierkantblock verdrehbar ist und einen Mantelschlitz hat, der mit einem entsprechenden Abgabeschlitz des Blockes in Deckung gebracht werden kann, wobei die Deckungslage der beiden Schlitze die Abgabemenge der Streichmasse bestimmt und die Höhe des Austrittsschlitzes die Auftragstärke bestimmt. Mit dieser Vorrichtung lässt sich jedoch jeweils nur eine einheitlich eingestellte Masse auftragen. In manchen Fällen ist ein Auftrag erwünscht, der - bezogen auf die Breite der Startlinie - eine kontinuierliche oder fast kontinuierliche (quasi kontinuierliche) Abstufung gewisser charakteristischer Eigenschaften der Sorptionsschicht aufweist. So kann beispielsweise eine Abstufung der Basizität der Sorptionsschicht erwünscht sein, wobei diese Abstufung sowohl von dem stark sauren über den isoelektrischen Punkt bis zum stark basischen Bereich verlaufen kann als auch nur innerhalb einiger weniger p-Be- reiche. Eine andere Art einer oft wünschenswerten Abstufung der Sorptionsschicht - bezogen auf die Startlinie - kann darin bestehen, dass sich beispielsweise auf der linken Seite des Sorptionsbandes ein aktives Sorptionsmittel, beispielsweise Aluminiumoxyd oder Kieselgel, befindet, dessen Konzentration nach der rechten Seite des Sorptionsbandes hin immer weiter abnimmt unter gleichzeitiger Zunahme der Konzentration eines inaktiven Sorptionsmittels, beispielsweise von Kieselgur oder Zellulose. Es kann ferner erwünscht sein, dass zwar - bezogen auf die Startlinie - die Beschaffenheit des Sorptionsmittels über die ganze Breite des Sorptionsbandes die gleiche ist, dass aber bei stetig grösser werdender Entfernung von der Startlinie ein sich kontinuierlich oder quasi kontinuierlich ändernder Sorp tionsstoff aufgetragen werden kann. Auch hier ist in erster Linie an eine kontinuierliche Abstufung der Basizität der Sorptionsschicht oder an deren Aktivität (nach Brockmann) gedacht, gemessen an der jeweiligen Entfernung von der Startlinie. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Auftragen dünner Schichten auf planparallele Platten für die Gradienten-Dünnschichtchromatographie, bestehend aus einem mit einem oberen Füllschlitz und einem unteren Abgabeschlitz versehenen Vierkantblock und einer in diesem verdrehbaren Zylinderhülse mit einem wahlweise mit dem Füllschlitz und dem Abgabeschlitz des Vierkantblokkes in Deckung verbringbaren Mantelschlitz, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinderhülse durch Querwände mindestens in zwei aufeinanderfolgende Kammern unterteilt und der Füllschlitz des Vierkantblokkes durch eine diagonale Trennwand in zwei Füllräume unterteilt ist. Die Füllöffnung des Vierkantblockes trägt dabei zweckmässig einen abnehmbaren, die Diagonalwand aufweisenden Trichteraufsatz. Zufolge dieser Ausbildung kann bei Füllstellung der Hülse in das eine Fach des Aufgabetrichters, das über dessen Länge von der vollen Breite stetig auf Null abnimmt, eine beispielsweise sauer eingestellte Streichmasse und in das andere Fach eine beispielsweise basisch eingestellte Streichmasse eingefüllt werden, wobei dann beide Massen in die Kammern der Hülse abgegeben werden und sich hier in dem jeweils vorliegenden Verhältnis miteinander mischen. Durch Anordnung einer entsprechenden Anzahl von Kammern in der Hülse kann hierbei ein praktisch stetiger Übergang von der sauren Phase zu der basischen Phase erreicht werden. Die Abgabe der Streichmasse auf die zu beschichtenden Platten erfolgt dann in der bekannten Weise. Zweckmässig sind die Trennwände der Hülse von einer diese durchsetzende Hohlachse aufgenommen, in der eine Stange gleichachsig verschiebbar ist, die für jede Kammer der Hülse mit Schlitze in der Hohlachse durchsetzenden Rührflügeln versehen ist. Durch Hin- und Herverschieben der Stange mit den Rührflügeln, die aus der einen Stirnwand des Gerätes herausgeführt ist und die dort einen Stellknopf trägt, kann somit vor dem Auftragen der Inhalt der einzelnen Kammern der Hülse noch zur Vergleichmässigung gemischt werden. Die Erfindung ist nachstehend anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen senkrechten Achsenschnitt, Fig. 2 eine Draufsicht, Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie ffi-llI der Fig. 2 und Fig. 4 einen Achsenschnitt durch die Rühreinrichtung. Der Vierkantblock 1 ist mit einem oberen Füllschlitz 2 und einem unteren Abgabeschlitz 3 versehen. Der Abgabeschlitz 3 mündet in einer sich nach der nachlaufenden Seite des Vierkantblockes 1 erstreckenden Absetzung 4, deren Ende von einem Streichbalken 5 beherrscht ist. Der Streichbalken 5 ist mit senkrechten Schlitzen 6 an Schraubbolzen 7 des Vierkantblockes 1 geführt und mit einer Mikrometerschraube 8 gekuppelt, die von einem Auge 9 des Vierkantblockes aufgenommen ist. Über die Mikrometerschraube 8 kann somit die Stärke der aufzutragenden Schicht genau eingeregelt werden. In der Bohrung des Vierkantblockes 1 ist eine als Mulde ausgebildete Hülse 10 verdrehbar gelagert, die mit einem als Auflagestütze dienenden Rändelgriff 22 versehen ist. Die Hülse ist in dem Ausführungsbeispiel als Halbzylindermulde ausgebildet, und der offene Teil kann somit wahlweise mit dem Füllschlitz 2 des Vierkantblockes 1 oder auch mit dessen Abgabeschlitz 3 in Deckung gebracht werden. Der Fassungsraum der Hülse 10 ist durch Querscheiben 11 in einzelne Kammern 12 unterteilt. Die Scheiben 11 sitzen auf einer Tragachse 13 der Hülse 10. Auf dem Füllschlitz 2 des Vierkantblockes 1 ist ein Fülltrichter 14 abnehmbar aufgesetzt, der durch eine Trennwand 15 diagonal unterteilt ist. Die hierdurch geschaffenen beiden Füllräume 16, 17 des Fülltrichters 14 nehmen somit von dessen voller Breite einander entgegengesetzt ab. Zufolge dieser Ausbildung mischt sich eine in den Füllraum 16 eingegebene saure Phase des aufzutragenden Mittels mit der in den Füllraum 17 eingegebenen basischen Phase des gleichen Mittels bei Abgabe in die durch die Querscheiben 11 gebildeten Kammern 12 der Hülse 10 in einem durch die Diagonalwand 15 und die Zahl der Kammern 12 bestimmten Verhältnis, so dass die in den einander folgenden Kammern 12 sich ergebenden Mischungen praktisch kontinuierlich von der sauren über die neutrale Phase in die basische Phase übergehen. Um eine gute Durchmischung der von den einzelnen Kammern 12 aufgenommenen beiden Phasen zu erreichen, ist nach der Fig. 4 die Tragachse 13 als Hohlachse 13' ausgebildet, die im Bereich einer jeden von den Querscheiben 11 gebildeten Kammer 12 mit je zwei einander gegenüberliegenden Schlitzen 18 versehen ist. In der Hohlachse 13' ist eine Stange 19 verschiebbar geführt, die im Bereich einer jeden Kammer 12 mit die Schlitze 18 der Hohlachse 13' durchsetzenden Rührschaufeln 20 versehen ist. Die Stange 19 ist durch die Rändelscheibe 22 herausgeführt und trägt an diesem Ende einen Griffknopf 21. Durch axiales Hin- und Herverschieben der Stange 19 in der Hohlachse 13' können somit die in den Kammern 12 enthaltenen beiden Phasen des Streichmittels durch die Rührflügel 20 vermischt werden. Zur Erhöhung der Mischwirkung verlaufen dabei die Mantelschlitze 18 der Hohlachse 13' nach einer Schraubenlinie, so dass also mit der hier und hergehenden Verschiebebewegung der Stange 19 die Schaufeln 20 in eine vor- und zurücklaufende Bewegung versetzt werden. Die Einstellung der Breite des Austrittsspaltes kann, wie in Fig. 3 dargestellt, entweder durch eine Mikrometerschraube geregelt werden; es kann aber auch eine Einstellung mittels in Schlitzen eines Schiebers geführten Stellschrauben erfolgen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Auftragen dünner Schichten auf planparallele Platten für die Gradienten-Dünnschichtchromatographie, bestehend aus einem mit einem oberen Füllschlitz und einem unteren Abgabeschlitz versehenen Vierkantblock und einer in diesem verdrehbaren Zylinderhülse mit einem wahlweise mit dem Füllschlitz und dem Abgabeschlitz des Vierkantblockes in Deckung verbringbaren Mantelschlitz, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinderhülse durch Querwände mindestens in zwei aufeinanderfolgende Kammern unterteilt und der Füllschlitz des Vierkantblockes durch eine diagonale Trennwand in zwei Füllräume unterteilt ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllschlitz des Vierkantblokkes einen die diagonale Trennwand aufweisenden, abnehmbaren Trichteraufsatz trägt.2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Zylinderhülse unterteilenden Querwände von einer Tragachse der Hülse aufgenommen sind.3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder durch die Querwände geschaffenen Kammer der Hülse eine Mischvorrichtung vorgesehen ist.4. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragachse der Querwände als Hohlachse ausgebildet, zwischen je zwei Querwänden mit einander gegenüberliegenden Mantelschlitzen versehen ist und eine axial verschiebbare Mischstange aufnimmt, die mit die Mantelschlitze der Hohlachse durchsetzenden Rührflügeln bestückt und an einem aus der Hülse herausgeführten Ende mit einem Griffknopf versehen ist.5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1A, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischstange von Hand antreibbar ist.6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischstange mit einem Motorantrieb versehen ist.7. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelschlitze der Hohlachse nach einer Schraubenlinie verlaufen.
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1964
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