Waage
Die Erfindung betrifft eine Waage mit einem Waagenmechanismus, einem mit diesem Mechanismus beweglichen Waagen-Steuerstreifen, auf dem eine Anzahl von in gegenseitigem Abstand befindlichen, getrennten Markierungen angeordnet sind, und mit einer Bewegungsanzeige-Vorrichtung.
Die Erfindung kann angewendet werden in Verbindung mit automatisch rechnende Waagen mit einer Rgistrierstreifen-Ablsung zur Speisung eines Rechners mit einer Anzeige des auf der Waage befindlichen Gewichts.
Bei den bisher bekannten automatischen, rechnenden Waagen wurde das Eintreten des Gleichgewichtszustandes durch eine Schaltung mit einer einzigen Photozelle angezeigt, die derart angeordnet ist, dass sie auf eine Linie oder Reihe von abwechselnd undurchsichtigen und lichtdurchlässigen Markierungen auf einem Streifen anspricht. Diese einzige Photozelle war mit einem Kreis verbunden, um die Tatsache anzuzeigen, dass die Bewegung der Waagenplattform zu Ende ist, wenn die Photozelle während einer vorbestimmten Zeitspanne einen unverändert bleibenden Zustand erfasst.
Diese bekannten Systeme haben den Nachteil, dass die Möglichkeit besteht, dass die falscherweise noch Bewegung anzeigen, wenn in Wirklichkeit die Waage bereits ins Gleichgewicht gekommen ist.
Diese Faischanzeige kann dann entstehen, wenn in der Gleichgewichtsstellung der Mechanismus die Photozelle auf die Grenzlinie einer der Markierungen auf dem Streifen gerichtet ist. In diesem Falle kann irgendeine leichte, vorübergehende Bewegung oder Schwingung, oder ungedämpfte oszillierende Bewe- gungen, wie sie beispielsweise durch über den Fussboden übertragene Schwingungen entstehen können, Luftströmungen, oder ein in der Nähe. laufender Motor, eine ausreichend schnelle Veränderung der auf die Photozelle auftreffenden Lichtintensität bewirken, dass eine falsche Anzeige einer noch stattfindenden Bewegung hervorgerufen wird, obgleich in Wirklichkeit die Waage im Gleichgewicht ist.
Die geschilderten Schwierigkeiten werden durch die Erfindung vermieden, diese ist gekennzeichnet durch mindestens zwei photoelektrische Wandler, deren jeder auf einen anderen Teil der Streifenmarkierungen anspricht, wobei die Markierungen so angeordnet et sind, dass nur einer der Wandler beil jeder beliebigen Gleichgewichts stellung des Waagenmechanismus mit einem Übergangsbereich leiner der Markierungen übereinstimmen kann, und durch einen durch diese Wandler gesteuerten Kreis, der auf die Abtastung eines ;im wesentlichen unveränderten Zustands durch einen der Wandler, unabhängig vom Ausgang des anderen Wandlers, anspricht und hierbei das Erreichen des Gleichgewichtszustandes durch den Waagenmechanismus signalisiert.
Obgleich die ins einzelne gehende Beschreibung der Erfindung ein bevorzugtes Ausführnngsbeispiei zeigt, bei dem PhotozelHen und ein optisches System einschliesslich eines Streifens vorgesehen sind, ist man nicht auf Photozellen beschränkt, sondern es können auch andere Formen von Wandlern angewandt werden, die auf bestimmte unterschiedliche Bereiche eines relativ dazu beweglichen Teils ansprechen. Falls eine mehrspaitige oder kodierte Streifenablesung verwendet wird, so können zwei oder mehrere der normalerweise zur Ablesung des Kodes verwendeten Wandler auch als Abtaster für die Bewegung verwendet werden.
In einem solchen System sind die Wandler derart angeordnet, dass sie auf verschiedene einzelne Spalten von Markierun- gen ansprechen und über diese getrennten Spalten die Bewegung oder die Beendigung der Bewegung abtasten; es liegt jedoch auch im Rahmen von Aus führungsbeispielen der Erfindung, ein Paar von Wandlern vorzusehen, die derart angeordnet sind, dass sie eine einzelne Reihe von Markierungen abtasten.
Es ist eine wichtige Aufgabe der Erfindung, eine Bewegungsabtastvorrichtung zu schaffen, um die Beendigung der Bewegung eines beweglichen Elements gegenüber einem feststehenden Element anzuzeigen, und zwar mit mehr als einem auf Markierungen auf dem relativ beweglichen Element ansprechenden Wandler, wobei die Markierungen und die e Wandler derart angeordnet sind, dass nur einer der Wandler bei jeder möglichen Relativlage der Elemente sich an einer Grenzlinie einer Markierung befinden kann.
Weitere Ausbildungen der Erfindung weisen eine Einrichtung zur Anzeige des Erreichens des Gieichgewichtszustandes für eine automatische Waage auf, die nicht durch Schwingungen kleiner Amplitude beeinflusst wird, beilspielsweise durch eine Schwingung, die eine Bewegung des Kontrolistreifens um weniger al5 den Abstand zwischen darauf befind- lichen benachbarten Markierungen hervorrufen.
Auch ist bei Ausführungsbeispielen der Erfindung die Schaffung einer auf die Bewegung ansprechenden Vorrichtung für eine Waage unter Verwendung eines zyklisch binär verkodCten Streifens und einer Photozellenabtastung möglich, bei der ein Paar von Photozellen, das normalerweise zur Ablesung des Kodes auf dem Streifen verwendet wird, auch zur Abtastung der Bewegung Verwendung findet.
Endlich gelingt es, Ausführungsbeispiele der Erfindung zu schaffen, die eine Bewegungsabtastvorrichtung zur Signalisierung des Erreichens der Gleichgewichtslage bei einer Waage aufweisen welche Abtastvorrichtung durch restliche Bewegungen oder Schwingungen nicht beeinflusst wird.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden in der folgenden Beschreibung anhand der Zeichnung erläutert.
Fig. 1 ist die perspektivische Ansicht einer automatischen Waage gemäss der Erfindung.
Fig. 2 ist eine schematisierte Ansicht eines Teils eines Waagenmechanismus der Fig. 1.
Fig. 3 ist die vergrösserte Teilansicht des Streifens nach Fig. 2 und zeigt einen zyklischen Binärkodb, der geeignet ist zur Verwendung in Verbindung mit den B.ewegungsabtastkreisen gemäss der Erfindung.
Fig. 4 ist ein Schaltplan des erfindnngsgemässen Waagensystems.
In der Zeichnung, die ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellt, ist in Fig. 1 ein automatisches Waagensystem gezeigt, zu dem eine Waage 10 mit der Waagenplattform 11 gehört.
Die Waage 10 weist ein Ablesefenster 12 für das Gewicht und eine Tara-EinstelZung 14 auf.
Neben der Waage 10 ist ein Rechner 15 angebracht, dem von der Waage die Gewichtswerte zugeleitet werden, damit er aus diesen Gewichtswerten gemeinsam mit dem Einheitspreis den Warenwert errechnet. Eine Reihe von Preiseinstellknöpfen 16, 17 und 18 ist an einem Druckwerk 20 vorgesehen; mit diesen Knöpfen wird der Einheitspreis eingestellt und auch in den Rechner 15 eingegeben. Das Druckwerk 20 druckt einen Beleg über das gemessene Gewicht und über den errechneten Gewichtswert.
Der Rechner und das Druckwerk dieses Systems können gemäss dem USA-Patent Nr. 3 045229 der Anmelderin vom 17. Juli 1962 ausgebildet sein.
Für ein schnelles und genaues Arbeiten des automatischen Waagensystems ist es wichtig, dass bei Erreichen der Gleichgewichtslage der Waage ein Signal abgegeben wird, damit der Gewichtsablesemechanismus der Waage und der Rechner ausgelöst werden. In Fig. 2 ist schematisch eine Projektions- waage 10 dargestellt, deren mechanische und optische Teile entsprechend der USA-Patentschrift Nr.
2723 113 der Anmelderin ausgebildet sein können.
Die Waage 10 weist den üblichen Ausgleichshebel 25 auf, der mit einem in einem optischen Projektionssystlem befindlichen optisch wirksamen Streifen 26 zu gemeinsamer Bewegung verbunden ist. Das Pro jektionssystem kann eine Projektionslampe 30, ein Kondenslinsensystem 31 und eine Projektionslinse 32 zur Projizierung eines vergrösserten Bildes des Streifens 26 auf die Oberfläche einer Photozellenmaske 35 aufweisen.
Der Streifen 26 kann ausschliesslich mit ausreichenden Markierungen zum Zwecke der Bewe- gungsüberwachung versehen sein. Vorzugsweise ist jedoch der Streifen 26 mit einer vollständigen Matrix aus zyklischen Binärmarkierungen versehen, die in Spalten angeordnet sind, so dass deren Reiativlage durch eine Reihe von Photozellen abgelesen werden kann, wobei ! jeweils eine solche Zelle jeder Spalte zugeordnet ist; hierdurch wird eine Binäranzeige des auf der Waage befindlichen Gewichts erzeugt. Die vollständige Beschreibung eines zyklischen Binär Digital Ablesesystems ist für ein vollständiges Verständnis der vorliegenden Erfindung nicht erforderlich.
Wie dargestellt, ist die Maske 35 gemäss Fig. 2 bei 37 und 38 mit Schlitzen versehen, so dass ein kleiner und klar definierter Teil des projizierten Bildes des Streifens 26 auf die Fenster der Photozellenreihe fallen kann, die zumindest ei°h Paar von Photozellen 40 und 41 umfasst. Vorzugsweise sind die Schlitze 37 und 38 der Maske 35 beträchtlich schmaler als die feinste projizierte Markierung auf dem Streifen 26, und zwar etwa in der Grössen ordnimg von 1/3 dieses Masses.
Die Photozellen sind vorzugsweise von dlerjenigen Art, bei der der Widerstand bei auffallendem Licht geringer wird, so dass sie als Strombegrenzer arbeiten. Eine für diesen Zweck besonders günstig verwendbare Photozelle wird unter der Bezeichnullg CL604 von der Firma C : airex Corporation, 19 West 26th Street, New York 10, USA, vertrieben.
Der Ausgang der Photozellen 40 und 41 wird einem kombinierten Bewegungsermifflungs und Ab lesekreis 45 zugeleitet, der im einzelnen in Fig. 4 dargestellt und in Verbindung mit Fig. 4 näher be schrieben wird. Ein vom Kreis 45 abgegebener Impuls dient dazu, die Ablesung des Streifens nach Erreichen der Gleichgewichtsstellung, durch die PhotozeDlen 40 und 41 festgestellt und angezeigt, auszulösen.
Der Streifen 26 ist mit Markierungen versehen, die, wie bereits vorerwähnt, vorzugsweise einen in Spalten angeordneten zyklischen Binärkode darstellen. Der in Fig. 3 dargestellte Ausschnitt des Streifens zeigt einen beträchtlich vergrösserten Teil der Spalten A bis D, beginnend mit null Kilogramm bis 14 Hundertstel Kilogramm in Stufen von einem Hundertstel Kilogramm.
Ein verkodeter Streifen 26 stellt die in der unten stehenden Tabelle aufgeführten Binärkode dar:
NM LKJI HGFE DCBA
0 01 0001 0001 0001
1 01 0001 0001 0011
2 01 0001 0001 0010
3 01 0001 0001 0110
4 01 0001 0001 0100
5 01 0001 0001 1100
6 01 0001 0001 1110
7 01 0001 0001 1010
8 01 0001 0001 1011
9 01 0001 0001 1001
10 01 0001 0011 1001
11 01 0001 0011 1011
12 01 0001 0011 1010
13 01 0001 0011 1110
14 01 0001 0011 1100
15 01 0001 0011 0100
16 011 0001 00i11 0110
17 01 0001 0011 0010
18 01 0001 00111 0011
19 01 0001 0011 0001
20 01 0001 0010 0001
Ein Studium der Tabelle und der Fig. 3 zeigt, dass die Markierungen in der Spalte A niemals mit den Markierungen in der Spalte C übereinstimmen.
Auch ist die Erstreckung der Markierungen kleiner als der Zwischenraum zwischen benachbarten Markierungen in diesen Spalten. Wenn die Photozelle in der Spalte A an der Grenze einer Markierung ist, so liegt die Photozelle in der Spalte C klar in dem Bereich zwischen zwei benachbarten Markierungen. Umgekehrt liegt dann, wenn die Photozelle in der Spalte C durch die BegrenzungsTilnie einer der Markierungen in dieser Spalte irrgeführt werden könnte, die Photo zelle in der Spalte A immer klar zwischen zwei benachbarten Markierungen.
Daher ist also die Anordnung auf dem Streifen und die Anordnung der Photozellen für die Spalten A und C derart, dass zu jedem beliebigen Zeitpunkt immer nur eine der Photozellen sich an einer Grenzlinie des projizierten Bildes der Markierungen befinden kann.
Im praktischen Betrieb läuft der Streifen gemäss Fig. 3 bis zu einem dem auf der Waage befindlichen Gewicht entsprechenden Punkt, wobei für jede ! e Dezi- malstelle des Gewichts vier Binärspalten vorgesehen sind, wie dies in der Tabelle gezeigt ist. Mit anderen Worten stellen die Spalten A bis D eine Binäranzeige für die Hundertstel-Gewichtswerte dar, und Spalten E bis H (die nicht dargestellt sind) sind eine Anneige für das Gewicht in Zehntel, usw., bis zu Kilogrammen und Zehnerkilogrammen bis zur Grenze des r Waagen- oder der Rechner-Kapazität.
Da die Markierungen in den Binärspalten A bis D das kleinste Gewichtsteilchen dlarstellen, wechseln sie mit der grössten Frequenz und werden deshalb vorzugsweise zur Bewegungsüb erwachung herangezogen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der tatsächliche Streifen 26, durch den hindurch Licht projiziert wird, ein negatives Bild der Darstellung des Streifens nach Fig. 3. Mit anderen Worten bestehen die Markierungen auf dem Streifen aus durchsichtigen Flächen, durch die die Photozellen betätigt werden, während der Rest) des Streifens liichtundurchlässig ist.
Eine besondere Photozelle ist in Zuordnung zu einem einzelnen Schlitz in n der Maske 35 für jede der Binärspalten A bis M auf dem Streifen 26 vorgesehen, wobei jede der Photozellen mit einem ge eigneten Kreis zur Ablesung der Binäranzeigen auf dem Streifen bei Erreichen der Gleichgewichtsstellung bei belasteter Waage verbunden ist. In der vorliegen- den Beschreibung wird angenommen, dass der Anzeigekreis für die Photozellen 40 und 41, die den Spalten A und C zugeordnet sind, die zusätzliche Funktion einer Bewegungsüberwachung vor dem Ablesevorgang ausführt.
Dementsprechend umfasst die Erfindung mit jeder der Photozellen odier sonstigen Wandler verbundene Schaltungen, die darauf ansprechen, dass eine der Zellen einen stetigen Zustand feststellt, unabhängig vom Zustand der anderen Photozelle, wodurch die Tatsache signalisiert wird, dass die Waage ihre Bewegung beendet hat. Diese Schaltung ist in Fdg. 4 gezeigt.
Der Schaltkreis für jede der Photozellen umfasst ein Relais und eine Stromsteuerung oder Steuereinrichtung für jedes Relais. Das Relais A wird durch die Photozelle 40 in der Spalte A gesteuert, und das Relais C wird durch die Photozelle 41 in der Spalte C des Streifens gesteuert. Die Relaisbetätigungseinrichtungen sind vorzugsweise Thyratrone, wie z. B. die Thyratrone 50 und 51 der Type 5696, die. in Reihe mit den Spulen der Relais A und C geschaltet sind, damit sie direkt an einer ungefilterten, gleichgerichteten Voqlwellen-Gleichstromspannungs- quelle arbeiten können. Es ist offensichtlich erkennbar, dass Transistoren oder gemeinsame Vakuumröhren ebenfalls für diese Steuerung verwendet wer den können.
Anstelle dessen können auch in festem Zustand befindliche Thyratrone, wie z. B. die Vierlagendiode Type 4E200 von Shockley, anstelle der Thyratrone 50 und 51 Verwendung finden.
Die Photozellen 40 und 41 steuern die Steuergitter ihrer zugehörigen fliyratrone über einen Spannungsleiter, der aus den Photozellen und festen Wider- ständen 54 und 55 besteht, wobei die Thyratrongitter zwischen diesen beiden Elementen angeschlossen sind. Deshalb ist die Gitterspannung direkt proportional der Widerstands änderung der zugehörigen Photozellen. Unerwünschte Übergangssp annungen werden über Kondensatoren 56 im Nebenschluss aufgenommen.
Als Stromquelle für die Relais und Thyratrone kann zweckmässig eine WechseiPstromspannungs- quelle 60 Verwendung finden, die über einen Vollwellen-Gleichrichter 66 angeschlossen ist. Die negativen Seiten der Gleichrichter sind über ein Vor spannungsssteuerpotentiometer 68 angeschlossen, mittels dessen die Vorspannung der Thyratrone geregelt werden kann. Das Potentiometer 68 wird derart eingestellt, dass die von den Photozellen 40 und 41 bei der Bewegung des Streifens erfasste Verwischung ausreichend ist, die Thyratrone infolge des Abfallens des Widerstands der Photozellen 40 und 41 leitend zu machen.
Die Thyratrone sind auch dann leitend, wenn die zugehörige Photozelle einen durchsichtigen Bereich des Streifens abtastet, entsprechend dler Lage einer der auf dem Streifen blefindlichen Markierungen.
Auch ist die Vorsp annungssteuerungs-Einsellung und der Wert der Spaunungsteilungs-Widerstände 54 und 55 derart, dass die Thyratrone nicht leitend werden, wenn kein Licht durch den Streifen auf die Photozellen fällt. Die Induktivität der Relaisspulen ge währleistet ein ausreichendes Weiterfliessen von Strom, um die Thyratrone, nachdem sie gezündet haben, ih einem weiterhin leitenden Zustand zu halten.
Dioden 75 und 76 sind über die normalerweise ge schlossenen Kontakte T-1 des Relais T zwischen die Relaisspulen A und C geschaltet, um den Indukbions- strom in Nebenschluss zu schalten und es so der ungefilterten Spannungsquelle zu ermöglichen, die Thyratrone bei jeder Hälfte des Zyklus der Spannungsspeisung abzuschalten. Die Thyratrone stehen somit in vollem Masse unter der SteuerungseiEwirkung der Photozellen.
Ausserdem weist die Schaltung Einrichtungen zur Feststellung des Zustandes auf, wenn eine der Photozellen während einer vorbestimmten Zeitspanne einen stetigen Dunkelzustand abtastet, um unabhängig vom Zustand der anderen Photozelle das Vorhandensein eines Gleichgewichtszustandes zu signalisieren. Hierzu gehört ein Haltekondensator 70, der parallel zur Relaisspule A über einen normalerweise offenen Steuerkontakt C-l des Relais C angeschlossen ist, und ein ähnlicher Kondensator 71, der über einen normalerweise offenen Kontakt A-1 des Relais A parallel zum Relais C geschaltet ist. Dieser Parallelkreis wird vervollständigt durch einen gemeinsamen Kondensator-Aufladeweg mit einem Strombegrenzungswiderstand 74.
Wie in Fig. 4 dargestellt ist, haben die Relais A und C normalerweise geschlossene Steuerkontakte A-2 und C-2, die parallel zueinander geschaltet sind, wobei jedes dieser Relais das Steuerrelais T betätigen kann. Zusätzlich bewirkt jeder dieser Kontakte das Schliessen eines Stromflussweges zur Leitung 80; die als Auslöseleitung für den Rechner bezeichnet ist. Dementsprechend umfassen diese Relaiskontakte den Schaltkreis, der auf die Feststellung eines stetigen Zustandes durch eine der Photozellen anspricht und somit die Beendigung der Bewegung des beweglichen Teils signalisiert.
Die Kontakte A-2 und C-2 können als Aquivalent des Bewegungsanzeigers betrachtet werden, der durch die normalerweise geschlossenen Kontakte von N in der Leitung 640 in Fig. 12 der oben erwähnten USA-Patentschrift Nr. 3 045 229 bezeichnet ist, um anzuzeigen, dass die Waage ins Gleichgewicht gekommen ist, und die Gewichtsablesung durch den Rechner auszulösen.
Beim Betrieb der erfindungsgemässen Waage wird ein Gewicht auf die Plattform 11 der Waage 10 aufgelegt, wodurch sich eine Ablenkung des Waagen hebels 25 und eine entsprechende Bewegung des Streifens 26 ergibt. Die Bewegung der Markierungen auf dem Streifen 26 kann eine Frequenz erzeugen, die grösser ist als die Ansprechzeit der Photozellen, so d'ass die Photozellen 40 und 41 eine Verwischung abtasten, jedoch entsteht selbst dann eine Verringerung des Widerstandes in den Photozellen und ein Ansteigen der Spannung an den Gittern der Thyratronröhren 50 und 51, so dass diese zünden und beide Relais A und C einschalten.
Beim Einschalten der Relais A und C werden die Steuerkontakte A-2 und C-2 geöffnet. Die Kontakte A-1 und C-1 werden geschlossen, so dass die Verzögerungskondensatoren 70 und 71 jetzt aufgeladen werden.
Die Schaltung verbleibt in diesem Zustand, bis die Waage ins Gleichgewicht gekommen und die Bewegung des Steuerstreifens beendet ist. Bei jeder beliebigen Gleichgewichtsstellung der belasteten Waage ist die Anordnung der Photozellen 40 und 41 und der Markierungen auf dem Steuerstreifen eine solche, dass das projizierte Bild einer der lichtundureh- lässigen Flächen auf dem Streifen zwischen benachbarten Markierungen gegenüber einer der Photozellen liegt, unabhängig von der Tatsache, dass die andere Photozelle auf die Grenzlinie einer der Markierungen gerichtet sein kann.
Wenn dies der Fall ist, so steigt der Widerstand dieser einen Photozelle sofort an infolge der Tatsache, dass ihr kein Licht zugeleitet wird, und das zugehörige Thyratron wird nicht leitend. Jedoch verhindert der Verzögerungs- kreis mit dem Kondensator 70 oder 71 ein unmittel- bares Freigeben des zugehörigen Relais, sondern es wird vielmehr diese Freigabe um leine begrenzte Zeit verzögert, um zu gewährleisten, dass die Waage tatsächlich im Gleichgewicht ist und nicht etwa nur ihre Bewegungsrichtung umkehrt.
Nach Ablauf dieser Verzögerungszeitspanne entlädt sich der Kondensator über die Relaisspule so weit, dass das zugehörige Relais A oder C öffnen kann.
Hierdurch wird die Verzögerung am gogenüberliegen- den Relais freigegeben durch die Unterbrechung der Kontakte C-1 oder A-1, so dass hier auch eine unmittelbare Freigabe erfolgen kann, wenn die Skalenanzeige so ist, dass beide Relais A und C nicht be tätig werden müssen. Das Öffnen von A oder C bewirkt auch die Abgabe eines Impulses an den Rechner über die Kontakte A-2 oder C-2 und die Einschaltung des Relais T.
Die Einschaltung des Relais T öffnet den induktiven Nebenschlussweg über die Dioden 76 und 77, so dass der Induktionsstrom der Relaisspulen zu den Thyratrons A und C fliesst und diese in leitendem Zustand hält, selbst dann, wenn die Leistung, die das Leitendwerden der Thyratrone bewirkt hat, von den Photozellen weggenommen wird. Da für den Rest der Abiesakombinationen B und D über L keine Dioden vorgesehen sind, werden sie ebenfalls unabhängig, wenn sie einmal gezündet haben.
Das Relais T führt Spannung von den Gleichrichtern 61 dem Rest der Phütozellen-Ablesekreise zu, dargestellt durch den Kreis mit dem Relais L, und ! alle Photo- zellen, einschliesslich der Photozellen 40 und 41, übernehmen nunmehr eine Ablesefunktion und machen die zugehörigen Thyratrone A bis L leitend, je nachdem, ob die betreffenden Photozellen eine helle oder eine dunkle Steile abtasten.
Das Relais T betätigt ausserdem über seine Kontakte T-3 ein Relais U, das seinerseits die Speisung der Photozellen unterbricht, indem es seine Rückkontakte U-l während einer begrenzten Zeitspanne, nachdem die Spannung den Thyratronen zugeleitet wurde, und die einige Millisekunden betragen kann, öffnet. Da die Photozellen jetzt nicht mehr gespeist werden, sind die leitend gewordenen Thyratrone nunmehr unabhängig von jeglicher neuen Bewegung der Waage und haben deshalb keinerlei Auswirkung mehr auf die Ablesung. Es ist daher keine der üblichen Waage-Halte-oder-Verriegelungselinrich- tungen für die Gleichgewichtsstellung erforderlich und deshalb auch nicht vorgesehen.
Das Thyratron betätigt seinerseits die Relais A bis L, und die auf diese Weise gebildete verkodete Anzeige kann durch die Relaiskontakte in einen Dezimal-Gewichtsimpuls umgewandelt und zwecks unmittelbarer Verwendung dem Rechner zugeleitet werden.
Es wird also ein verlässlicher Bewegungs-Anzeige- kreis geschaffen, der durch geringfügige Vibrationen oder Bewegungen unbeeinflusst ist, und zwar durch die Verwendung eines Paares von Wandlern, die auf unterschiedliche Teile eines Steuerstreifens ansprechen. Bei einem Ablesesystem wird die Notwendigkeit zusätzlicher Photozellen vermieden, indem solche ! Photozellen, die normalerweise mit den Ab- lieseteilen des Systems verbunden sind, auch hierzu herangezogen werden.
Es wird hier ausserdem gewährleistet, dass jegliche Waagenbewegung, die, wie beschrieben, der Signalisierung des Gleichgewichtes folgt, die Abiesung nicht beeinflusst. Dies wird dadurch bewirkt, dass während einer verhältnismässig kurzen Zeitspanne, gefolgt durch die Unterbrechung der Speisung der Photozellen, ein gleichzeitiges Arbeiten der Photozellen und der Thyratronkrelse zugelassen wird. In der Praxis nimmt also der Ablesekreis einen kurzen Blick auf den Steuerstreifen nach Eingang des Signals über das eingetretene Gleichgewicht, und wird durch eine anschliessende Bewegung nicht mehr beeinflusst.