Abstelleinrichtung für eine als Notbett zu verwendende Tragbahre
Für die Einrichtung von Notspitälern und Lazaretten werden Notbetten verwendet. SEs sind Notbettgestelle bekannt, die sich bei Nichtgebrauch auf kleinstem Raum stapeln lassen und im Oebrauchsfalls au einem meist vierplätzigen Notbettgestell auseinanderfalten und aufbawen lassen, indem z. B. an einem Ständerrahmen zu beiden Seiten je eine untere und obere Auflage für eine Matratze vorgesehen, wobei als Auflage Matratzentragrahmen vorgesehen sind. die auf Tragarmen liegen können, die vom Ständer abstehen, oder die selbst vom Ständer abstehend fest mit diesem verbunden sein können.
Um bei der Einlieferung von schwerverletzten Personen diese nicht mon der Tragbahre in ein Notbett umlagern zu müssen, ist schon vorgeschlagen worden, die Tragbahre selbst als Notbett zu verwenden. Zu Idiesem Zwecke sind Tragbahren mit herunterklappbaren Beinen bekannt geworden, welche so bemessen sind, Idass Idie Tragbahren mit heruntergeklappten Beinen als leinzelne Notbetten abgestellt und mehrere übereinander aufgestellt werden können, wobei die Beine der oberen Bahre mit Steckzapfen in Büchsen der unteren Bahre stecken und dadurch gegen Heruntergleiten gesichert sind.
Es können aber auch gewöhnliche Sanitätstragbahren anstelle Matratzentragrahmen auf die Tragarme von Notbettgestellen oder auch auf die Matratzentragrahmen selbst abgestellt werden, wenn diese mit dem Ständer des Notbettgestells fest verbunden sind.
Es hat sich als praktisch erwiesen, in Notspitälern die Notbetten in Vierergruppen anzuordnen, weshalb die bekannten Notbettgestelle in zwei Etagen übereinander je zwei Notbetten aufweisen, die in Abständen voneinander entlang der Längswände eines Saales aufgestellt werden, so dass zwischen den Notbettgestellen ein Mittelgang mit Quergängen gebildet wind. Diese Quergänge sollten leine Breite von etwa der doppelten Breite'einer Tragbahre aufweisen und die Breite des Mittelgangoçs sollte etwa der Länge einer Tragbahre entsprechen, um die Tragbahren ohne wesentliche Behinderung zu den Notbettgestellen transportieren zu können.
Üblicherweise wird eine Tragbahre am Kopfende vom Vordermann und am Fussende vom Hintermann erfasst und getragen. Um eine Tragbahre als Notbett in ein Notbettgestell leinhängen oder einsetzen zu können, muss der Vordermann hinter das Notbettgestell treten können. Das Notbettgestell kann somit kopfseitig nicht an der Wand stehen, wenn eine Tragbahre eingesetzt werden soll. Das Abrükken der Notbettgestelle von der Wand widerspricht aber der Absicht, diese mit dem Kopfende an der Wand aufzustellen und hat zur Folge, dass die ohnehin viel Platz benötigenden Notbettgestelle (in der Breite eines Saales) noch mehr Platz beanspruchen.
Dieser Nachteil wiegt umso schwerer, als in Notspitälern der Platz beschränkt ist, und man bestrebt ist, die Zwischenräume zwischen den Notbettgestel- len möglichst eng zu halten, um möglichst viele Notbettgestelle in einem Saal aufstellen zu können.
Man hat schon versucht, Notbettgestelle mit Fussrollen zu versehen, damit sie vorübergehend von der Wand weggezogen werden können, um Tragbahren als Notbetten einsetzen zu können. Es hat sich jedoch gezeigt, dass ein mit vier Patienten belastetes Notbettgestell zu schwer ist, um vom Pflegepersonal verschoben bzw. gerollt zu werden. Auch hat sich gezeigt, dass zdie Standfestigkeit von mit Fussrollen versehenen Notbettgestellen geringer ist, weil die Standfläche sehr klein, d. h. fast punktförmig und deshalb der Auflagedruck spezifisch hoch ist, so dass die Rollen mitunter in den Boden ein gedrückt werden. Ausserdem werden Notbettgestelle durch das Anbringen von Fussrollen in nicht gerechtfertigter Weise verteuert.
Bei Samariterübungen hat sich überdies ergeben, dass es bei Ider Einbringung von Schwerverletzten in ein Notspital den beiden Trägern einer Tragbahre praktisch kaum möglich ist, eine mit einem Schwerverletzten beladene Tragbahre auf Schulterhöhe zu heben und auf der oberen Etage eines Notbettgestells abzustellen. Man hat deshalb schon vorgeschlagen, für das Einbringen und Abstellen von beladenen Tragbahren rollbare mechanische Hebevorrichtungen zu verwenden. Dabei ist jedoch vorausgesetzt, dass die Tragarme der Notbettgestelle keine Streben, Stützen oder dergleichen aufweisen dürfen.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abstelleinrichtung für eine als Notbett zu verwendende Tragbahre, die durch zwei parallellaufende Ab stell- schienen als aus einer vertikalen Ebene frei abstehende, waagrecht ausgebildete Tragarme gekennzeichnet ist. Die erfindungsgemässe Abstelleinrichtung gestattet, dass die abzustellende Tragbahre mit einer mechanischen Hebevorrichtung über den Abstellplatz gebracht und auf die Abstellschienen gesenkt werden kann, indem zweckmässigerweise, die Abstellschienen zugleich als Führungsteil und als Tragarm ausgebildet und die Tragarme ein Führungsstück aufweisen können, mittels welchem sie lösbar,
verstellbar oder schwenkbar an einem vertikalen Träger befestigt werden können und dadurch eine universelle Verwendung in Unterständen gestatten und dennoch ein ungehindertes Einbringen einer be 1denen Tragbahre mittels ieiner Hebevorrichtung gewährleisten. Die erfindungsgemässe Ab steileinrich- tung gestattet aber auch, Idass eine beladene Tragbahre durch Träger neben den Abstellplatz gebracht und auf die Schienen geschoben werden kann. Um letzteres zu erleichtern, kann vorteilhafterweise die eine Abstellschiene am freien Ende so gegen das Ende der andern Abstellschiene erweitert sein, dass sie sowohl ein Schieben schräg zur Längsrichtung als auch ein Schwenken der darauf abzusbellenden Tragbahre gestattet.
Dadurch wird nämlich ermöglicht, dass die Notbettgestelle nicht nur mit dem Kopfende direkt an die Wand, sondern auch zu einem benachbarten Notbettgestell in einem minimalen Abstand gestellt werden können, der wenig aber nicht wesentlich breiter als die Breite der Tragbahre selbst zu sein braucht und eine von einem Vordermann und einem Hintermann getnagene Tragbahre dennoch auf Idie Abstelleinrichtung gebracht werden kann.
Ein besonderer Vorteil des Erfindlungsgegenstan- des liegt darin, dass die Abstelleinrichtung direkt an der Wand angebracht werden kann, indem entweder die vertikalen Träger mit den daran befestigten Abstellschienen an die Wand geschraubt wenden können, oder aber die selbst als Tragarme ausgebildeten Abstellschienen in die Wand einbetoniert werden können. Es hat sich nämlich gezeigt, dass bei atombombensicheren Unterständen mit einige Meter dicken Betonmauern die Festigk-it praktisch erhalten bleibt, wenn aus wider Mauer Nischen ausgespart werden, die durch etwa einen Meter dicke Rippenwände getrennt sind.
Die Erfindung gestattet, dass Tragarmpaare nach beiden Seiten weisend in solche Rippenwände einbetoniert werden und die Nischen zusätzlich zum vorgesehenen Unterstandsraum zum Einlagern von Tragbahren benützt werden können.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnung näher erläutert. In Idler Zeichnung zeigt: Fig. 1 ein zwischen en Boden und Decke eines Raumes zu verspannendes Gestell zum Abstellen von vier als Notbetten zu verwendende Tragbahren,
Fig. 2 ein an eine Wand montiertes dreiplätziges Gestell im Aufriss,
Fig. 3 den zugehörigen, verkürzt dargestellten Grundriss,
Fig. 4-7 Befestigungsmöglichkeiten von Tragarmen an einem vertikalen Träger,
Fig. 8 eine Abstelleinrichtung mit in der Längsrichtung verlaufenden Abstellschienen in der Draufsicht,
Fig. 9 das Einschieben einer Tragbahre in der Querrichtung,
Fig. 10 das Einschieben einer Tragbahre in Ider Längsrichtung,
Fig. 11 einen Schnitt durch eine Bunkermauer mit einbeton, ierten Tragarmen.
Ein Notbettgestell gemäss Fig. 1 hat zwei ver tikale Träger 21, 22 und zwei horizontale Traversen 23, 24, welche rechtwinklig an die vertikalen Träger ansetzen und mit diesen einen Rahmen bilden. Die vertikalen Träger 21, 22 sind an ihrem oberen Ende je mit einer in der Längsrichtung des Trägers abstehenden Spannschraube 29 versehen, mittels welchen Schrauben der Rahmen in vertikaler Stellung zwischen Boden an Decke eines Raumes eingespannt werden kann. Die vertikalen Träger 21, 22 bestehen aus Vierkant-Stahlrohr. Die beiden Tra versen 23, 24 bestehen aus Rundrohr und d sind mit den vertikalen Trägern 21, 22 lösbar verbunden, z. B. verschraubt.
An die vertikalen Träger 21, 22 sind horizontale, frei abstehende Abstellschienenpaare angebracht, und zwar je ein oberes Abstelischienenpaar 25, 26 bzw. 25', 26' und je ein unteres Abstellschienenpaar 27, 28 bzw. 27', 28'. Die Abstellschienen sind einander gleich. Jede Abstellschiene ist nach oben als Führungsteil ausgebildet, indem sie ein nach oben offenes U-Profil aufweist, zugleich aber ist sie als freier Tragarm ausgebildet, indem , das Profil hinreichen, d stark gewählt ist. Die Ab- stellschienen sind lösbar an die vertikalen Träger angeschraubt. Da in neueren und neu zu erstellenden Unterständen die Raumhöhe, einheitlich ist, können die Abstellschienen auch unlösbar mit den vertikalen Trägern 21, 22 verbunden, z. R. verschweisst sein.
Das Notbettgestell gemäss Fig. 1 kann zum Sta- peln zerlegt werden, indem Idie beiden Traversen 23, 94 von Idlen vertikalen Trägern 21, 22 gelöst werden.
Eine mit einem Patienten beladene Tragbahre kann auf das Notbettgestell gebracht werden, indem sie mit einem rollbaren mechanischen Bhettenheber über ein Abstellschienenpaar gefahren und hernach auf dieses gesenkt wird, so dass die Tragbahrenfüsse in die Abstellschienen zu stehen kommen. Eine von zwei Trägern getragene Tragbahre kann auf das Notbettgestell gebracht werden, indem sie seitlich auf die Abstelischienen geschoben wird.
Das Notbettgestell gemäss den Fig. 2, 3 hat einen vorderen vertikalen Träger 30 mit drei Abstellschienen 31 und einen hinteren vertikalen Träger 32 mit drei Abstellschilenen 33. Die beiden vertikalen Träger 30, 32 sind an eine Wand montiert.
Wenn die Wand eben ist, können die Träger direkt auf die Wand gesetzt werden. Da die Wände in Unterständen, Luftschutzkellern usw. oft rauh und uneben sind, ist jeder Träger 30, 32 an seinen Enden mit je einem Winkelstück 34 versehen, welche an der Wand anliegend, den Träger von der Wand abheben und dadurch das Befestigen an wider Wand erleichtern. In Fig. 2 sind die Winkelstücke 34 mit je zwei Schrauben 35 an die Wand geschraubt Um zwei ein Notbettgestell bidende Träger 30, 32 im richtigen Abstand voneinander an der Wand befestigen zu können, können Traversen (23, 24 in Fig. l) als Distanzlehre benützt werden.
Das Notbettgestell gemäss den Fig. 2, 3 ist für oinen höheren Raum vorgesehen als das Notbettgestell gemäss Fig. 1 und demzufolge sind an jedem vertikalen Träger 30 bzw. 32 je drei horizontal frei abstehende Abstelischienen 31 bzw. 33 angeschraubt.
Auch diese Abstellschienen sind nach oben als Führungsteil ausgebildet, indem sie ein nach oben offenes U-Profil aufweisen und zugleich als Tragarme ausgebildet, indem das U-Profil hinreichend stark gewählt ist. Die Abstellschienen 33 am hinteren Träger 32 sind verschieden von den Abstellschienen 31 am vorderen Träger, indem sie für lein erleichtertes Einschieben einer Tragbahre durch zwei tragende Zer- sonen ausgebildet sind. Die Abstellschienen 31 sind über ihre ganze Länge von gleichbleibender Breite und am freien Ende dadurch einen Flansch 34 begrenzt.
Die Abstellschienen 33 haben an ihrem freien Ende eine gegen die Abstellschienen 31 gerichtete Erweiterung 35, welche durch leinen schräg zur Längsrichtung verlaufenden Randflansch 36 und einen Endflansch 37 begrenzt ist Die Erweiterung 35 gestattet, dass eine längsseits neben das Notbettgestell gebrachte Tragbahre mit einem Bein auf die Erweiterung 35 abgestellt und längs des Randflansches 36 geschoben, dann am andern Ende auf die Abstellschiene 31 gestellt, geschwenkt und eingeschoben werden kann, wie später anhand der Fig. 9 erläutert wind.
Die Befestigung leiner Abstellschiene an einem vertikalen Träger, z. B. der Abstellschiene 31 am Träger 30, ist in Fig. 4 in grösserem Massstab dargestellt. Die Abstellschiene 31 ist stumpf an ein Fassungsstück 40 langeschweisst. Dieses Fassungsstück 40 hat ebenfalls U-Profil und umfasst den Träger 30 seitlich. Es bildet mit der Abstellschiene 31 einen rechten Winkel, dessen Schenkel nach oben gerichtet und mit einer Schraube 41 an den Träger 30 angeschraubt ist. Das Fassungsstück 40 gewährleistet eine solide, lösbare Befestigung von Abstellschienen und verhindert lein Verkanten und Schwenken derselben.
Die Abstellschienen können in der Höhe verstellbar an den vertikalen Trägern befestigt sein, indem, wie in Fig. 5 gezeigt, der vertikale Träger eine Lochreihe aufweist und das Fassungsstück mittels eines Steckbolzens 42 am Träger gehalten ist.
Gemäss der Erfindung müssen die Abstellschienen nicht, wie bisher beschrieben, selbst als Tragarme ausgebildet sein. Ein Abstelischienenpaar kann auch auf ein Paar Tragarme aufgelegt und leicht lösbar befestigt sein, z. B. wenn die Abstellschienen in der Längsrichtung einer abzustellenden Tragbahre verlaufen sollen. Dies kann dann der Fall sein, wenn in Zwischenzeiten, Gestelle als Regale verwendet werden und die Tragarme zu Diesem Zweck mit Tablaren versehen werden sollen, oder wenn les ier- wünscht ist, die horizontal frei abstehenden Tragarme in die vertikale Ebene der Träger hineinschwenken zu können, um den von einem Notbettgestell beanspruchten Raum frei zu bekommen.
In Fig. 6 ist ein an einem vertikalen Träger 45 von rechteckigem Umriss, ein aufklappbarer Tragarm 46 angelenkt, auf dem eine Abstellschiene 47 liegt.
Der Tragarm 46 besteht aus U-Eisen mit nach unten offenem Profil und die ebenfalls U-Profil aufweisende Abstelischiene 47 ist mittels eines in rden Tragarm 46 greifenden Zapfens 48 gegen Verschieben gehalten. Der Tragarm 46 hat eine Querplatte 49, welche tam vertikalen Träger 45 anliegt und zwei Gelenkplatten 50, welche den vertikalen Träger 45 seitlich umgreifen und mittels eines Gelenkzapfens 51 an diesen angelenkt sind, so dass der Tragarm 46 bei abgenommener Abstellschiene 47 um diesen Gelenkbolzen aus seiner horizontal freiabstie- henden Lage nach oben in die an den vertikalen Träger anliegende Lage geklappt werden kann.
In Fig. 7 ist ein um leinen laufs Rundrohr bestehenden vertikalen Träger 55 horizontal schwenkbarer Tragarm 56 aus U-Eisen mit nach unten offenem Profil zum Tragen leines Abstellschienenpaales dar- gestellt. Der Tragarm 56 ist an ein auf den Träger 55 passendes Rohrstück 57 angeschweisst, wobei die Ansatzstelle vorteilhafterweise durch dreieckige Platten 58 verstärkt sein kann. Das Rohrstück 57 hat am unteren Rand eine quer zum Tragarm 56 verlaufende Kerbe 59, welche auf einem im vertikalen Träger 55 steckenden Tragbolzen 60 aufliegt und den Tragarm gegen seitliches Schwenken sichert und bei Anheben freigibt.
In der in Fig. 8 dargestellten Abstelleinrichtung sind zwei etwa gemäss Fig. 6 an vertikale Träger 45 angelenkte Tragarme 46, 46a vorgesehen, auf welchen die in der Längsrichtung der abzustellendlen Tragbahre verlaufenden Abstellschienen 60, 61 liegen. Die beiden Abstellschienen 60, 61 sind verschieden voneinander und für erleichtertes Einschieben einer Tragbahre durch zwei tragende Personen ausgebildet. Am Einschiebende liegen sie bündig auf dem Tragarm 46a. Beide Abstellschienen haben nach oben offenes U-Profil. Die Abstellschiene 60 ist auf ihrer ganzen Länge von gleichbleibender Breite. Die Abstellschiene 61 hat am Einschiebende eine gegen die Abstellschiene 60 gerichtete Erweiterung 62, welche durch einen schräg zur Längsrichtung verlaufenden Randflansch 63 begrenzt ist.
Die beiden Abstellschienen sind d am Eins chieb ende vorteilhaf- terweise verschlossen, um ein Herausgleiten einer abgestellten Tragbahre zu verhindern.
Beispiele der Verwendung von erfindungsgemä ssen Abstelleinrichtungen für Tragbahren als Notbettstellen werden anhand der schematischen Darstellungen in den Fig. 9-11 beschrieben.
Gemäss Fig. 9 sind in einem Notspital zweistufige Gestelle mit Abstelleinrichtungen zum Einstellen von Tragbahren mit der Kopfseite längs einer Wand 80 aufgestellt. Ein Gestell mit zwei übereinanderliegenden Abstellplätzen 81 steht in der Ecke und weitere Gestelle mit in zwei Etagen je zwei nebeneinanderliegenden Abstellplätzen 82, 83 sind in regelmässigen Abständen voneinander aufgestellt. Die Gestelle sind je mit einer querlaufenden Abstellschiene 84 am Kopfende bzw. 85 am Fussende versehen. Wenn eine Tragbahre auf einen Abstellplatz gebracht werden soll, z. B. eine Tragbahre 86 auf den Abstellplatz 81, so wird die Tragbahre 86 so weit längsseits neben den Abstellplatz 81 gebracht, bis der Vordermann das Tragbahrenbein 87 auf die Erweiterung der Abstellschiene 84 stellen kann.
Der Vordermann kann nun von der Stelle A lan der Stirnseite der Bahre an die Stelle B an deren Längsseite treten, wobei er die Bahre an der freien Ecke stützt.
Nun kann der Hintermann die Bahre in der Längsrichtung gegen die Wand 80 und der Vordermann an der Stelle B die Bahre auf den Abstellplatz 81 schieben, bis der Hintermann das Tragbahrenbein 88 auf die Abstellschiene 85 stellen kann, worauf Vor der und Hintermann gleichzeitig die Bahre vollständig auf den Abstellplatz 81 schieben können.
Es ist ersichtlich, dass der Abstand zwischen den beiden Abstellplätzen 81, 82 nicht wesentlich breiter als die Tragbahre zu sein braucht. Es ist aber am Fussende der Gestelle ein so breiter Gang erforderlich, dass die Tragbahre darin quergestellt werden kann, um zwischen zwei Abstellplätze gebracht zu werden. Wenn der Gang diese Breite nicht aufweist, können vorteilhafterweise Gestelle mit in der Längsrichtung verlaufenden Abstellschienen verwendet werden.
Im Beispiel Fig. 10 sind wieder zweistufige Gestelle mit Abstellplätzen 91, 92, 93 mit der Kopfseite längs einer Wand 90 aufgestellt und die Gestelle weisen für jeden Abstellplatz ein in der Längsrichtung verlaufendes Schienenpaar 94, 95 auf. Um eine Tragbahre 96 auf den Abstellplatz 91 zu bringen, stellt der Vordermann das Tragbahrenbein 97 auf die Abstellschiene 95 und tritt von der Stelle A seitlich neben die Bahre an die Stelle B, indem er die Bahre an dieser Ecke stützt. Der Vordermann schiebt nun die Bahre so weit auf die Schiene 95, während sie der Hintermann in die Lage 96' schwenkt, in welcher der Vordermann das andere Tragbahrenbein 98 auf die Erweiterung der Schiene 94 stellen kann.
Nun kann der Vordermann an das andere Ende der Bahre neben den Hintermann treten und mit vereinten Kräften kann die Bahre vollständig in die Längslage geschwenkt und auf den Abstellplatz 91 geschoben werden. Es ist ersichtlich, dass der Gang zwischen dem Fussende einer Gestellreihe und einer Wand oder einer anderen Gestellreihe schmäler als die Länge einer Tragbahre sein kann und nicht wesentlich breiter als die Breite einer Tragbahre zu sein braucht.
In Fig. 11 hat eine im Schnitt dargestellte Bun kerwan d 101 raumseitige Rippenwände 102, die etwa gleich dick wie die Wand sind, wobei der Abstand zwischen zwei Rippenwänden etwa die zweibis dreifache Mauerdicke beträgt. Die Mauerdicke einer solchen Bunkerwand beträgt etwa einen Meter und eine solche Wand iaus armiertem Beton vermag eine Decke von etwa dreifacher Dicke zu tragen.
Diese Rippenwände bilden an der Wand gelegene Nischen, um welche der freie Innenraum des Bunkers vergrössert ist. Solche Nischen können in zweckmässiger Weise zum Einlagern von Tragbahren und zur Benützbarkeit derselben als Notbetten hergerichtet werden, indem in die Rippenwände 102 nach beiden Seiten stehende Abstellschienenpaare 103, 104 einbetoniert sind. Diese Abstellschienen sind selbsttragend, d. h. als Tragarme ausgebildet, etwa wie die Tragarme 31, 33 in den Fig. 2, 3, jedoch um den einzubetonierenden Teil länger. Die Tragarme können auch Idurchgehend sein und in dem aus der Rippenwand vorstehenden Teil als Abstellschiene ausgebildet sein.
Die Erfindung gestattet ausser der Verwendung von Tragbahren als Notbetten deren erleichtertes Einbringen in die Notbettstellen bei einer besseren Ausnützung der Bodenflächfe oder des Raumes.
PATENTANS, P RUCH
Abstelleinrichtung für leine xals Notbett zu verwendende Tragbahre, gekennzeichnet durch zwei parallellaufende Abstellschienen, Idie als aus einer vertikalen Ebene frei abstehende, waagrechte Tragarme ausgebildet sind.