CH412480A - Lagerung eines kugeligen Teils und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Lagerung eines kugeligen Teils und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
Lagerung eines kugeligen Teils und Verfahren zu deren Herstellung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lagerung eines kugeligen Teils, welcher als Innenteil mit der konvexen, äusseren Oberfläche in einem Mittelteil mit einer konkaven, inneren Oberfläche und dieser in einem Aussenteil angeordnet ist.
Eine derartige Lagerung hat zahlreiche Verwen dungsmöglichkeiten. Mit den bisher üblichen Ausfüh rungen und Herstellungsverfahren war es jedoch nicht möglich, gewisse Lagereigenschaften zu erzielen, wel che an sich mit neu entwickelten Lagermaterialien möglich wären.
Es bestehen verschiedene Gründe für diese Schwierigkeiten. So wurden zum Beispiel bestimmte Sonderzwecklegierungen vorgeschlagen, die sich aber für die meisten handelsüblichen Lager als zu teuer er wiesen. Ferner wurden bestimmte Kunststoffschmier mittel vorgeschlagen, die jedoch entweder nicht halt bar genug oder nicht genügend fest waren, um den Beanspruchungen bei einer Verformung des Aussen teils oder der späteren Benutzung widerstehen zu kön nen.
Erfindungsgemäss wird vorgeschlagen, dass der Mittelteil ein Zweischichten-Element ist, bestehend aus einer einstückigen Metallschicht und einer mit ihr verbundenen, einen Kunststoff enthaltenden Stoff schicht mit Schmierwirkung, und dass der Aussenteil eine konkave Innenfläche besitzt, die mit dem Mittel teil in festem Eingriff steht. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Herstellen der Lagerung eines kugeligen Teils, welches darin besteht, dass der eine Schmiermittel aufweisende Mittelteil zu einem Zylinder gebogen und zwischen den Innenteil und den Aussenteil eingelegt wird, worauf der Mittelteil und der Aussenteil durch Verformungsdruck der Form der konvexen Oberfläche des Innenteils angepasst werden.
Beispielsweise lässt sich der Mittelteil aus einem Me- tallstreifen anfertigen, der mit einem als Schmiermit tel dienenden Gewebe aus Kunststoff verbunden ist.
Der Mittelteil und der Aussenteil können separate, ringförmige Elemente sein, welche unverdrehbar mit einander verbunden sind. Zur Verbindung des Mittel und Aussenteils ist es zweckmässig, an einem der beiden Teile Haltelippen anzuformen. Der Mittel und Aussenteil können auch durch Kleben mitein ander verbunden sein.
Beispielsweise werden die Enden des Mittelteils zu Haltelippen, die über den Aussenteil greifen, ver formt. An den Enden des Aussenteils können Halte lippen angeformt werden, um den Mittelteil in seiner Lage zu halten. Um das Pressen einfacher zu gestal ten, kann im Aussenteil eine Ringnut eingefräst sein.
In der beiliegenden Zeichnung sind Ausführungs formen der Erfindung dargestellt. Fig. 1 ist eine Schnittansicht einer Ausführung der erfindungsgemässen Lagerung, bei welcher die Stoff schicht mit Schmierwirkung des Mittelteils an der inneren Oberfläche eines zylindrischen Metallteils fest angebracht ist, welches mit der inneren Oberfläche eines üblichen Aussenteils verbuftden ist, Fig. 2 zeigt das Zweischichtenstück, aus welchem der Mittelteil der Lagerung nach Fig. 1 geformt wird, Fig. 3 zeigt das Materialstück von Fig. 2 nach sei ner Verformung zu einer Hülse,
Fig. 4 einen ringförmigen Aussenteil, welcher in Verbindung mit dem in Fig. 3 dargestellten Mittelteil benutzt wird, Fig. 5 zeigt die relative Lage der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Teile und des Innenteils vor dem Verformungsvorgang, Fig. 6 ist ein Schnitt durch eine Ausführung der Lagerung, welche am Aussenteil Haltelippen aufweist, Fig. 7 ist ein Schnitt durch eine Ausführungsform der Lagerung, welche am Mittelteil Haltelippen auf weist.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel wird als Stoffschicht mit Schmierwirkung ein Gewe bestreifen 22 aus Polytetrafluoräthylen benutzt, wel cher durch ein Klebemittel fest mit einem Metall streifen 23 aus duktilem Material verbunden ist. Ein Aussenteil 24 besteht aus duktilem Stahl. Ein Mittel teil 23 und der Aussenteil 24 wurden bei ihrer Her stellung passend verformt.
Das zur Herstellung der in Fig. 1 gezeigten Aus führungsform benutzte Verfahren wird an Hand der Fig. 2 bis 5 erläutert. Das Gewebe 22 aus Polytetra fluoräthylen wird fest mit einem dünnen Metallstrei fen 23 aus duktilem Material verbunden, worauf dieser Metallstreifen zu einem hülsenförmigen Zwi schenteil 25 gebildet und innerhalb eines Aussenteiles 18 aus duktilem Stahl angeordnet wird.
Eine Kugel 21 wird in den Mittelteil 23 eingesetzt, und die ganze Anordnung wird dann durch Werkzeuge 6b gemäss Fig. 1 formgepresst, wobei der Verformungs- druck sowohl parallel als auch unter einem Winkel zur Achse der Hülse 25 ausgeübt wird. Infolge der ringförmigen Nut 20, welche sich um den Umfangs teil der äusseren Oberfläche des Teils 18 erstreckt und vor dem Zusammenfügen in diesen Teil eingefräst wird, entsteht durch Einwirkung der Formwerkzeuge die bei 15b angedeutete Verformung. Die Nut 20 bewirkt eine Schwächung des betreffenden Teils wäh rend des späteren Verformens und hat ein Verbiegen des Materials in dieser Zone zur Folge.
Dieses Ver biegen bewirkt ferner eine Verringerung der Be rührungsfläche zwischen den inneren und äusseren Teilen, wodurch auch die Reibung zwischen diesen Teilen verringert wird.
Eine weitere Möglichkeit, den Aussenteil so aus zubilden, dass eine feste Verbindung zwischen dem Zwischenteil und dem Aussenteil erzielt wird, ist in den Fig. 6 und 7 dargestellt. Wie aus Fig. 6 ersich- lich, werden an den Enden des Aussenteils 25 wäh rend des formpressenden Arbeitsganges Haltelippen 34 gebildet, indem ein Aussenteil 35 von etwas grö sserer vertikaler Abmessung als diejenige des Mittel teiles 36 benutzt wird. Während des Pressvorganges wird das überschüssige Material des Aussenteils 35 breitgedrückt und fliesst über die Kanten des Mit telteils 36.
Aus Fig. 7 ist zu ersehen, dass an den Enden des Mittelteils 33 während des formpressenden Arbeits ganges Haltelippen 32 ausgebildet werden, wobei die ser Teil von etwas grösserer vertikaler Abmessung als derjenige des Aussenteils ist. In diesem Fall wird wäh rend des Pressvorganges das überschüssige Material des Mittelteils breitgedrückt und fliesst über die In nenkanten des Aussenteils.
Es wird bemerkt, dass jeder der drei Teile, welche zusammen die Lagerung des kugeligen Teiles bilden, durch die Formpressung zwangläufig innerhalb der Anordnung festgehalten wird. Ferner wird darauf verwiesen, dass, obgleich es für manche Zwecke erwünscht ist, die äusseren und mittleren Teile, wie in Fig. 6 zwangläufig zusammen festzuhalten sind, so dass sie nicht nur innerhalb der Anordnung festgehalten bleiben, sondern sich auch nicht relativ zueinander verdrehen können, es doch auch möglich ist, dieses relative Verdrehen ohne zwangläufiges Arretieren, das heisst lediglich durch reibungsmässiges Festhalten, zu verhindern.
Im Fall von Reibungsarretierung muss sichergestellt werden, dass die zwischen dem Mittelteil und dem Aussenteil vorhandene Reibung grösser als die Reibung zwi schen dem Mittelteil und dem Innenteil ist.
Ferner ist es möglich, den mittleren und äusseren Teil durch Anwendung eines passenden Klebemittels miteinander zu verbinden. Diese Verbindungsart bie tet den besonderen Vorteil, dass eine solche Klebstoff menge für die Verbindung benutzt werden kann, dass bei einem nachfolgenden Erhitzen des Lagers und Kontraktion des Klebstoffes ein Freiwerden des inne ren Teils erfolgt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Lagerung eines kugeligen Teils, welcher als In nenteil mit der konvexen, äusseren Oberfläche in einem Mittelteil mit einer konkaven, inneren Ober fläche und dieser in einem Aussenteil angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelteil ein Zwei schichten-Element ist, bestehend aus einer einstücki- gen Metallschicht und einer mit ihr verbundenen, einen Kunststoff enthaltenden Stoffschicht mit Schmierwirkung, und dass der Aussenteil eine kon kave Innenfläche besitzt, die mit dem Mittelteil in festen Eingriff steht. Il.Verfahren zum Herstellen der Lagerung eines kugeligen Teils nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der eine Schmierwirkung aufwei sende Mittelteil zu einem Zylinder gebogen und zwi schen den Innenteil und den Aussenteil eingelegt wird, worauf der Mittelteil und der Aussenteil durch Ver- formungsdruck der Form der konvexen Oberfläche des Innenteils angepasst werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Lagerung nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der feste Eingriff zwischen Aussen teil und Mittelteil durch Verformung der aneinander liegenden Flächen gebildet ist. 2. Lagerung nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der feste Eingriff zwischen Mittel teil und Aussenteil durch an einem der Teile vorgese hene Haltelippen gebildet ist. 3.Lagerung nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Aussenteil und der Mittelteil miteinander verklebt sind. 4. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelteil in die Form einer duktilen Hülse gebogen wird und der Druck beim Pressen sowohl parallel zur Hülsenachse als auch un ter einem Winkel zur letzteren erfolgt, wodurch der Mittelteil und der Aussenteil so verformt werden, dass eine mechanische Verbindung bewirkt wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Enden des Mittelteiles zur Bil dung von Haltelippen über den Aussenteil deformiert werden. 6.Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Enden des Aussenteils zur Bil dung von Haltelippen über den Mittelteil verformt werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Pressvorgang eine Ring- nut in die Aussenfläche des Aussenteils eingefräst wird. B. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Mittelteil aus einem Streifen eines Gewebes aus Polytetrafluoräthylen, der mit dem metallischen Glied verbunden ist, gebildet wird. 9.Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Verbindung des Mittelteils mit dem Aussenteil eine Klebstoffschicht verwendet wird und dass die zusammengesetzten Teile erhitzt werden, um eine Kontraktion der Klebstoffschicht zu erzielen, derart, dass die Innenfläche des Mittelteils sich nach auswärts verschiebt, um den Innenteil freizugeben.
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