CH403100A - Magnetisches Material - Google Patents

Magnetisches Material

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CH403100A
CH403100A CH5076757A CH5076757A CH403100A CH 403100 A CH403100 A CH 403100A CH 5076757 A CH5076757 A CH 5076757A CH 5076757 A CH5076757 A CH 5076757A CH 403100 A CH403100 A CH 403100A
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rolling
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iron
parallel
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CH5076757A
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Rollo Jr Hibbard Walter
Lee Walter John
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Gen Electric
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
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    • H01F1/01Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties of inorganic materials
    • H01F1/03Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties of inorganic materials characterised by their coercivity
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Description


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    Magnetisches   Material Die vorliegende Erfindung betrifft ein magnetisches Material aus    polykristallinem,   magnetisch weichem, gewalztem Blech, bestehend aus Legierungen des Eisens mit bis zu 8    Gew.%   Aluminium, oder bis zu 5    Gew.%   Silizium, oder bis zu 8    Gew.%      Molybdäri.   



  Magnetisch weiche Materialien stehen im Gegensatz zu den magnetisch  harten  oder permanent magnetischen Materialien und werden als    Kernmaterialien   in elektrischen und elektronischen Geräten verwendet. 



  Bisher wurden Eisen und Legierungen auf Eisenbasis als Kernmaterial für Starkstromtransformatoren,    Motore,   Generatoren und    ähnliche   Apparate verwendet. In der Praxis werden diese Kerne gewöhnlich dadurch hergestellt, dass man polykristallines Blechmaterial locht, schert und anschliessend in Lamellen zusammenfügt und hierdurch in die gewünschte    Kein-      form   bringt. Wie allgemein bekannt, kann die Form der Kerne weitgehend    variieren   soweit der fertige Kern nur einen oder mehrere geschlossene magnetische Kreise aufweist. Bei    Transformatorkernen   weist der geschlossene magnetische Kreis beispielsweise Rechteckform auf.

   Vor der vorliegenden Erfindung war eines der meistverbreiteten Materialien für Kerne bei Starkstromapparaten, wie beispielsweise Transformatoren, ein aus    Silizium   und Eisen bestehendes    polykristallines   Blechmaterial, welches etwa bis zu 5% Silizium, weniger als    0,005%   Kohlenstoff und im übrigen aus Eisen bestand. Ähnliche Legierungen auf Eisenbasis enthalten bis zu etwa 8% Aluminium und im übrigen Eisen, oder bis zu 5%    Molybdän   und im übrigen Eisen. Die erwähnten Legierungen haben sich bezüglich    ihrer   magnetischen Eigenschaften in entsprechenden Anwendungsbereichen gut bewährt.

   Bei den    Legierungen   erfüllen die Zusätze an Silizium, Aluminium und    Molybdän   in erster Linie die Aufgabe, den spezifischen Widerstand des    Kernmaterials   zu erhöhen um hierdurch den Verlust durch Wirbelströme herabzusetzen. Das Eisen und die    Silizium-Eisen-,      Aluminium-      Eisen-   und    Molybdän-Eisenlegierungen   der genannten Art besitzen raumzentrierten, kubischen    Kristall-Git-      teraufbau   bei Temperaturen unter mehreren hundert Grad.

   Bei diesen Materialien liegen die Achsen der leichtesten    Magnetisierbarkeit   in den Richtungen der Achsen der    kristallographischen   Zone, welche einer zu den Kanten des kubischen    Gitterkristalles   parallelen Richtung entspricht. 



  Es wurde bereits beobachtet, dass durch    Walzen   und Wärmebehandlung von    Silizium-Eisen-Legierun-      gen   zur Bildung von    polykristallinem   Blech ein hoher Prozentsatz der Kristalle so ausgerichtet werden kann, dass die Kanten der Gitter-Kristalle parallel zu der    Walzrichtung   verlaufen.

      Blechmaterial,   welches auf diese Weise gewonnen wurde, besitzt    in   der    Walz-      richtung   ausserordentlich gute magnetische Eigenschaften einschliesslich der    grösstmöglichen   magnetischen    Induktion   (Flussdichte) für eine bestimmte magnetische Kraft, die proportional zu der    Permeabi-      lität   ist (Sättigungsinduktion). Die magnetischen Eigenschaften sind jedoch in einer zur    Walzrichtung   senkrecht verlaufenden Richtung    nachteiligerweise   erheblich schlechter.

   Diese Längsorientierung der gewünschten magnetischen Eigenschaften in diesem Material    ermöglicht   die Herstellung von    Transformatorkernen   und dergleichen, welche gute magnetische Eigenschaften aufweisen, nur dann, wenn der magnetische Fluss mit der Richtung zusammenfällt, in der das Material 

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 gewalzt worden war. An den Stellen hingegen, an welchen sich der magnetische    Flusspfad   in eine quer zur Walzrichtung verlaufende    Richtung   umschwenkt, - beispielsweise an den rechtwinkligen Ecken eines aus metallischen Lamellen aufgebauten Kernes besitzt ein ganz erheblicher Teil des Kernes relativ schlechte magnetische Eigenschaften, womit eine Herabsetzung der Wirksamkeit des gesamten    Kernes   verbunden ist.

   In der folgenden Beschreibung sollen die Ausdrücke  Längsrichtung  und  Querrichtung  bei Blechmaterial die Richtungen in der Ebene des    Ble-      ches   bezeichnen, welche parallel bzw. quer zu der    Walzrichtung   verlaufen. 



  Aus den oben gegebenen Gründen und    ähnlichen   Betrachtungen ergibt sich, dass ein polykristallines    Blechmaterial,   wie z. B.    Silizium-Eisen,   welches die bisher beobachteten Eigenschaften weichen magnetischen Materials in beiden Richtungen, d. h. in der    Walzrichtung   und quer zur    Walzrichtung,   aufweist, äusserst erstrebenswert wäre und ein weites Anwendungsgebiet bei elektrischen Starkstrommaschinen und Transformatoren vorfinden würde. 



  Das    erfindungsgemässe   magnetische Material ist dadurch gekennzeichnet, dass bei mehr als 50% der Kristalle jedes Raumgitter eine Ausrichtung (100) [001] aufweist, wobei die Würfelflächen (100) parallel zur Oberfläche des Bleches und die Würfelkanten parallel und senkrecht zur    Walzrichtung   liegen, so dass das Blech ein durchschnittliches Spitzenwertverhältnis der Drehmomente von mindestens 0,70 und mindestens einer dieser Spitzenwerte einen Wert von mindestens 77'000    erg/cm3   aufweist. Unter durchschnittlichem    Spitzenwertverhältnis   werden im vorliegenden Fall    Spitzenwertverhältnisse   verschiedener Proben aus dem gleichen Ausgangsstück verstanden. Die Werte der einzelnen Proben streuen bekanntlich etwas. 



  Es liegt also ein Blech vor, dessen magnetische Eigenschaften gleich oder besser sind als die Eigenschaften des bisher zur Verfügung stehenden Materials in der    Walzrichtung,   wobei jedoch die entsprechenden Eigenschaften quer zur Walzrichtung mindestens gleich gut sind. 



  Das Verfahren sowie das    magnetische   Blech sollen anschliessend anhand der beiliegenden Zeichnungen beispielsweise näher erläutert werden. Im    einzelnen   zeigen:    Fig.   1 eine schematische Darstellung der    kristallo-      graphischen   Ausrichtung der Kristalle bei bisher bekanntem, magnetisch weichem Material in perspektivischer Ansicht;    Fig.   2 eine schematische Darstellung der Hauptachsen eines    raumzentrierten   Kristallgitters;    Fig.   3 eine schematische Darstellung der    kristallo-      graphischen   Ausrichtung der Kristalle bei dem polykristallinen Bleche eines Betspieles der Erfindung, in perspektivischer Ansicht;

      Fig.   4 eine photographische Reproduktion der Makrostruktur eines Rohlings, wie er gemäss einem Beispiel der vorliegenden    Erfindung   erhalten wird;    Fig.   5, 6 und 7 schematische Darstellungen zur Erläuterung der Beziehung zwischen der Struktur von Rohlingen der in    Fig.   3 gezeigten Art und der    Walz-      ebene   und der Walzrichtung;    Fig.   8 eine halbschematische Darstellung einer Gussvorrichtung im Schnitt, mit einer bereits teilweise erstarrten Schmelze;    Fig.   9 eine zeichnerische Reproduktion eines    Röntgenpolardiagramms,   welches von einem polykristallinen Blech gemäss der vorliegenden Erfindung gewonnen wurde;

      Fig.   10 einen Vergleich der    Drehmomentcharakte-      ristiken   in graphischer Darstellung zwischen dem    er-      findungsgemässen   magnetisch weichen Blech und einem Einkristall ähnlicher Zusammensetzung;    Fig.   11 einen Vergleich der    Drehmomentcharakte-      ristiken   in graphischer Darstellung zwischen dem    er-      findungsgemässen   magnetisch weichen Blech und einem bisher bekannten, polykristallinen Blech;

      Fig.   12 und 13 Darstellungen der    Gleichstrom-      Magnetisierungs-Hysteresisschleifen,   gemessen in der Walzrichtung, bei einem    erfindungsgemäss   hergestellten Blech und einem Beispiel eines bisher bekannten magnetischen Materials ähnlicher Zusammensetzung;    Fig.   14 und 15 Darstellungen der GleichstromMagnetisierungs-Hysteresisschleifen, gemessen in einer Richtung quer zur Walzrichtung bei den gleichen Materialien, und    Fig.   16 eine halbschematische perspektivische Ansicht eines Teiles eines    Transformatorkernes.   



  In der nun folgenden Beschreibung werden Vergleiche zwischen dem erfindungsgemässen Polykristallinen Blech und bisher bekanntem polykristallinem Kernmaterial und einem magnetisch weichen    Einkri-      stalI   angestellt, wobei alle Stoffe ähnliche chemische Zusammensetzung aufweisen. Das bisher bekannte polykristalline Kernmaterial, welches zu Vergleichszwecken herangezogen wird, kann als    representatives   Beispiel einer    Silizium-Eisen-Legierung   betrachtet werden. 



  Es besteht im wesentlichen aus 3,52% Silizium und im übrigen aus Eisen. Das Material wurde durch    Walzen   auf eine Dicke von 0,29 mm gebracht und entsprach somit dem im Handel erhältlichen, magnetisch weichen    Qualitäts-Blechmaterial   mit ausgerichteten Kristallen. Der als Einkristall ausgebildete magnetisch weiche Vergleichsstoff bestand im wesentlichen aus einer    Silizium-Eisen-Legierung,   welche etwa 3,25%    Silizium   und im übrigen Eisen enthält. Diese Legierung wurde nach einem gewöhnlichen Verfahren zu einem Einkristall bearbeitet, welches noch beschrieben werden soll. 



  Wie allgemein bekannt, werden Bleche gewöhnlich dadurch hergestellt, dass das Ausgangs-Material zwischen Paaren von im wesentlichen zylindrischen, drehbaren Arbeitsflächen oder Walzen deformiert wird. Soweit im folgenden der Ausdruck     Walzrichtung    gebraucht wird, soll darunter die Richtung verstanden werden, in welcher das Material durch die Walzen geführt wird. Der Ausdruck     Walzebene    soll die 

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 Ebene bezeichnen, welche sich zwischen einem Walzenpaar parallel zu den parallelen Ebenen erstreckt, welche    tangential   an die zylindrischen Oberflächen der Walzen anliegen und welche mit den    gewalzten   Oberflächen des zwischen den    Walzen   deformierten Blechmateriales zusammenfallen. 



  Die Herstellung von magnetisch weichem Material mit ausgerichteten    Kristallen   war der Gegenstand vieler Forschungen und Versuchen. Ein Verfahren zur Behandlung von polykristallinem    Silizium-Eisen-      blech   zur Ausrichtung der einzelnen Kristalle zwecks Verbesserung der magnetischen Eigenschaften in der Walzrichtung wurde in Veröffentlichungen    bekannt   gegeben. Darin ist erläutert, wie die in    Fig.   1 schematisch gezeigte Ausrichtung der Kristalle praktisch erzielt werden kann. 



  Bei den erwähnten bereits bisher bekannten polykristallinen Blechmaterialien waren die meisten Kristalle so ausgerichtet, dass die einzelnen Kanten der Kuben bzw. Würfel die gleiche geometrische Lage bezüglich der    Walzrichtung      des   Bleches aufwiesen. Diese Lage ist schematisch in    Fig.   1 dargestellt, wobei der Würfel 1 die gleiche Ausrichtung aufweist, wie die Kristalle bezüglich der Walzrichtung und der Walzebene eines Bleches 2. Es sei darauf hingewiesen, dass der in    Fig.   1 schematisch dargestellte Einheitswürfel 1 einen raumzentrierten Kristall repräsentieren soll, welcher neun Metallatome enthält, von welchen acht an den Ecken des Würfels und das neunte Atom im geometrischen Zentrum des Würfels angeordnet ist. 



  Die Anordnung der Atome in dem raumzentrierten Würfel ist mehr im einzelnen in    Fig.   2 dargestellt, wobei die einzelnen Kreise die neun Metallatome darstellen, welche den kubischen Kristall bilden. Die sechs Flächen, welche den Würfel begrenzen, werden gewöhnlich bezüglich ihrer Lage zu den Kristallachsen nach dem    kristallographischen      Indexsystem   nach    Miller   bezeichnet. 



  Eine vollständige Erläuterung dieses Systems findet sich beispielsweise in dem Buch     Structure   of    Metals    von C. S.    Barrett,      McGraw      Hill      Book   Co.,    Inc.   New York zweite Auflage 1952, Seiten 1-25. Nach dem genannten System sind die    Würfelflächen   allgemein mit (100) bezeichnet während die Flächen bzw. Ebenen, welche durch zwei diagonal einander gegenüberliegende Kanten gebildet werden als (1l0) Flächen bezeichnet sind und die Flächen bzw. Ebenen, welche durch ein Randatom und durch zwei diagonal auf einer Fläche einander gegenüberliegende Atome verlaufen, wobei diese Fläche nicht das erstgenannte Atom enthält, allgemein als (111) Flächen.

   Aus Gründen der Vereinfachung werden die Richtungen in dem Würfel, welche rechtwinklig auf den genannten Hauptebenen stehen, gewöhnlich als    tcKristallzonenachsen    der betreffenden Hauptebenen bezeichnet.    Im   einzelnen ist die [100] Richtung diejenige Richtung, bzw. diejenige    Kristallzonenachse,   welche auf der Grundebene (100) senkrecht steht, und die [110] Richtung diejenige    Kristallzonenachse,   welche auf der Grundebene (110) senkrecht steht und die [1111 Richtung die    Kristallzonenachse,   welche auf der Grundebene (111) senkrecht steht. Beispiele dieser Richtungen sind in    Fig.   2 bei dem dargestellten Würfel durch die entsprechend bezeichneten Pfeile dargestellt.

   Wie bereits ausgeführt, liegt die Achse der leichtesten    Magneti-      sierbarkeit   bei magnetisch weichen Materialien entlang der    Würfelkanten,   d. h. in der [100] Richtung während die anderen Richtungen, d. h. die [110] und [11l] Richtungen schwierigerer    Magnetisierung   sind. 



  Wie aus    Fig.   1 zu ersehen ist,    liegen   beispielsweise die Kanten 3 und 4 parallel zu der    Walzrichtung   und zu der    Walzebene.   Hingegen liegen die Kanten 5, 6 und 7 quer zur Walzrichtung und sind mit einem rechten Winkel gegenüber der    Walzebene   geneigt. Der Ausdruck    lcquer   zur Walzrichtung  soll in diesem Zusammenhang jede Richtung bezeichnen, welche in einer Ebene liegt, die mit der Walzrichtung einen Winkel von 90     einschliesst.   Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass der Würfel, wie in    Fig.   1 dargestellt, auf einer Kante steht, wobei einige seiner Kanten. parallel zu der    Walzrichtung   und der    Walzebene   liegen.

   Wie dargestellt liegt eine    (110)-Ebene   des    Würfels   praktisch in oder parallel zu der    Walzebene.   Magnetisch weiche polykristalline Kernbleche mit der erwähnten Kristallausrichtung sollen anschliessend als (einfach ausgerichtet  bezeichnet werden und symbolisch mit (110) [001] angeschrieben werden. 



  Wie bereits früher ausgeführt, ist bei raumzentrierten kubischen Kristallen die    [100]-Kristallzonen-      achse   bzw. Richtung, welche senkrecht auf der Würfelfläche (100) steht und somit parallel zu einigen Würfelkanten verläuft, die Achse der leichtesten    Magne-      tisierbarkeit.   Es ist somit ohne weiteres verständlich, dass ein Material mit der in    Fig.   1 gezeigten Kristallausrichtung die gewünschten magnetischen Eigenschaften in der Walzrichtung besitzt, hingegen vergleichsweise wesentlich schlechtere magnetische Eigenschaften in der    Walzquerrichtung.   Diese Annahme hat sich im übrigen bei der Untersuchung der magnetischen Eigenschaften derartiger    Materialien   bestätigt. 



  Es wäre nun    vorteilhaft,   polykristallines Blech aus Legierungen des Eisens mit Silizium, Aluminium oder    Molybdän   zu schaffen, bei welchem alle oder wenigstens ein Grossteil der Einzelkristalle so ausgerichtet sind, wie dies in    Fig.   3 dargestellt ist.    In   dieser Figur ist ein kubischer Kristall in ähnlicher Weise wie in    Fig.   1 dargestellt, jedoch mit dem Unterschied, dass alle Kanten des Würfels 10 parallel zu der    Walzrich-      tung   und der Walzebene des Bleches 11 oder rechtwinklig hierzu verlaufen.

   Bei dieser Ausrichtung verlaufen vier der sechs Würfelflächen senkrecht zu der    Walzebene.   Da zwei dieser vier Flächen    darüberhinaus   parallel zu der    Walzrichtung   verlaufen, stehen die zwei anderen Flächen rechtwinklig auf der    Walzrich-      tung.   Die    beiden   restlichen    Würfelflächen   liegen parallel zu der Fläche des Bleches 11.

   Es ist    somit   zu erkennen, dass die Richtungen der leichten    Magne-      tisierbarkeit      eines   derartigen Blechmateriales, d. h. die Kanten-Richtungen sowohl mit der Längs- als auch mit der Querrichtung zusammenfallen und unter 

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 optimalen Bedingungen    gleich   werden. Magnetisch weiches polykristallines    Kernblechmaterial   mit dieser Ausrichtung soll anschliessend als ( < kubisch strukturiert  oder  mit kubischer Ausrichtung  oder als  doppelt ausgerichtet  bezeichnet werden. 



  Es hat sich nun herausgestellt, dass ein polykristallines, raumzentrierte kubische Kristalle aufweisendes, magnetisch weiches Blech, bei welchem ein Grossteil der    Kristalle   kubisch strukturiert ist, wie dies in    Fig.   3 dargestellt ist, dadurch hergestellt werden kann, dass Gusskörper gleichzeitig einer    Walz-   und Wärmebehandlung unterzogen werden, wobei ein Grossteil der Kristalle in dem Rohling bereits in der Richtung ausgerichtet ist, in welcher der nachfolgende    Walz-      prozess   erfolgt. In der Beschreibung soll unter Rohling und Gussstück dasselbe verstanden werden. Die Kristalle sind in dem Gussstück    stengel-   oder    stabförmig   ausgebildet.

   Eine derartige Struktur ist in    Fig.   4 dargestellt.    Fig.   4 ist eine vergrösserte photographische Reproduktion eines Abschnittes eines repräsentativen Gussstückes, welches durch Giessen aus einer    Sili-      zium-Eisen-Schmelze   gewonnen wurde, wobei die Abkühlung derselben so gesteuert wurde, dass das Gussstück fast ausschliesslich aus    stabförmigen   Kristallen besteht, deren Längsachsen sich im wesentlichen in einer einzigen Richtung erstrecken, die in der Darstellung von    Fig.   4 von oben nach unten verläuft. Wie aus der Figur weiterhin zu ersehen ist, fallen die Längsachsen der einzelnen Kristalle selten genau mit der vertikalen Richtung zusammen.

   Die Abweichung von der vertikalen Richtung macht jedoch nur wenige Grad aus und bewegt sich in der Grössenordnung von 5  und weniger, wenngleich auch einige Kristalle vorhanden sein können, welche eine Abweichung zwischen 15 und 20     besitzen.   



  Es hat sich herausgestellt, dass die Ausrichtung der Kristallachsen bezüglich der    Walzrichtung   während des    Walzens   den in dem fertigen Material erreichten Grad der kubischen Struktur bestimmt. In den    Fig.   5, 6 und 7 sind drei Möglichkeiten des    Wal-      zens   dargestellt, welche nachfolgend mehr im    einzelnen   betrachtet werden sollen. In der Darstellung von    Fig.   5 wird ein metallischer Körper 20, welcher aus einem Gussstück oder einem Teil eines Gussstückes besteht, welches    stabförmige   Kristalle 23, ähnlich wie in    Fig.   4 dargestellt, enthält, zwischen zwei angetriebenen    Wa!.      zen   21 und 22 deformiert.

   Die    stabförmigen,   schematisch bei 23 dargestellten Kristalle sind dabei so ausgerichtet, dass die Längsachsen praktisch parallel zu der Walzebene 24 und in der    Walzrichtung   25 liegen. Wie dargestellt, wird der metallische Körper 20 zwischen den    Walzen   21 und 22 hindurchgeführt und hierbei plastisch deformiert und in seiner Dicke vermindert.    In   Anbetracht der Tatsache, dass zur Erzeugung des gerollten    Bleches   praktisch    zylindrische      Arbeitswalzen   verwendet werden, kann ohne weiteres erkannt werden, dass das    gewalzte   Metall 26 mit zwei im wesentlichen ebenen parallel zueinander laufenden    Flächen   27 und 28 versehen wird.

   Auch bei allen weiteren    Walzprozessen,   welche zur Verminderung der Stärke des Metallkörpers 26 bis zu seiner gewünschten Blechdicke durchgeführt werden, werden parallele    Walzen   verwendet, die ähnlich wie die Walzen 21 und 22 ausgebildet sind, so dass die Oberflächen 27 und 28 im wesentlichen parallel zu den Achsen der Walzen verbleiben. Zur Erreichung des Endmasses können dabei mehrere Walzprozesse erforderlich sein. Das auf diesem Wege gewonnene kubisch raumzentrierte Kristalle enthaltende Blech ist somit im praktischen eben und besitzt zwei im wesentlichen parallel zueinander verlaufende Oberflächen, welche weiterhin parallel zu den ursprünglichen Oberflächen 27 und 28 sind.

   Es kann somit angenommen werden, dass das auf die genannte Art aus einem Körper 20 gewonnene Blech    stabförmige   Kristalle 23 aufweist, welche in der    Walzebene   24 und in der Walzrichtung 25 liegen, wie dies in    Fig.   5 dargestellt ist, wobei die Achsrichtung der    stabförmigen   Kristalle des Ausgangskörpers im wesentlichen parallel zu der Walzebene und der Walzrichtung verläuft. Es sei ferner darauf hingewiesen,    dass   der    Walzprozess   bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Längsachsen der    stabförmigen   Kristalle im wesentlichen rechtwinklig zu den Achsen der Arbeitswalzen erfolgt, wenn diese auf die    Walz-      ebenen   projiziert gedacht werden.

   Diese    projizierte   Achse ist bei dem Punkt 29 gezeigt, welcher somit eine senkrecht auf der Zeichenebene stehende Gerade darstellt. 



  Eine andere Anordnung zwischen den Längsachsen der    stabförmigen   Kristalle 23' eines ausgerichtete Kristalle aufweisenden Gussstückes 20' und den Arbeitswalzen 21 und 22 ist in    Fig.   6 dargestellt. Im Gegensatz zu der Darstellung gemäss    Fig.   5 liegen    dei   Achsen der Kristalle 23' rechtwinklig zu der Walzebene 24 und der    Walzrichtung   25. Hingegen verlaufen diese Achsen ähnlich wie bei dem in    Fig.   5 gezeigten Beispiel rechtwinklig zu den Projektionsachsen der Arbeitsrollen 21 und 22, welche durch den Punkt 29' veranschaulicht werden sollen.

   Nachfolgende Walzprozesse zur Verminderung der Dicke des Metallkörpers 20' zu Blech mit    kubisch-raumzentrierten   Kristallen können dadurch durchgeführt werden, dass der Metallkörper 26 zwischen weiteren Walzenpaaren hindurchgeführt wird, so dass Körper mit zwei im wesentlichen parallel zueinander verlaufenden Flächen entstehen, wobei die auf diesem Wege gewonnenen Oberflächen jeweils parallel zu den Flächen verlaufen, welche in einem vorhergehenden Walzprozess gewonnen werden, so das die parallelen Endflächen im wesentlichen parallel zu den Flächen 27' und 28' der    Fig.   6 verlaufen. 



  Die Beziehung zwischen den Längsachsen der    stab-      förmigen   Kristalle 23" eines mit ausgerichteten Kristallen versehenen Gussstückes 20" und den Bearbeitungswalzen 21 und 22 gemäss    Fig.   7 ist anders als bei den    Fig.   5 und 6.    In   diesem Fall verlaufen die Längsachsen der    stabförmigen   Kristalle 23" parallel zu der    Walzebene   24; sie stehen hingegen rechtwinklig auf der Walzrichtung 25.

   Eine weitere Verminderung der Stärke des Körpers 26" zur Erlangung von Blech kann dadurch erreicht werden, dass der 

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 Metallkörper zwischen Paaren weiterer paralleler zylindrischer    Bearbeitungswalzen   hindurchgeführt wird, wobei die auf diesem Wege gewonnenen Oberflächen nach jeder    Walzoperation   parallel zu den Oberflächen vor dieser Walzoperation sind, so dass angenommen werden kann, dass die Oberflächen des endgültigen Bleches mit    kubisch-raumzentrierten   Kristallen parallel zu den Oberflächen 27" und 28" verlaufen. Zu der Darstellung gemäss    Fig.   7 ist noch zu bemerken, dass die Längsachsen der    stabförmigen   Kristalle 23" eine zu den auf die Walzebene projizierten Walzenachse parallele Richtung beibehalten.

   Die projizierten Walzenachsen sind wiederum durch einen Punkt 29" veranschaulicht. 



  Es hat sich herausgestellt, dass ein hoher Grad kubischer Ausrichtung bei magnetisch weichen Blechen durch    Walzprozesse   bei mit ausgerichteten    stab-      förmigen   Kristallen versehenen Gusskörpern der in    Fig.   4 dargestellten Art dadurch gewonnen werden kann, dass der    Walzprozess   unter gleichzeitiger Wärmebehandlung gemäss der    in   den    Fig.   5 und 6 gezeigten Art    durchgeführt   wird.

   Es    hat   sich weiterhin herausgestellt,    dass,   wenn ausgerichtete    stabförmige   Kristalle aufweisende Gusskörper auf im    wesentlichen   gleiche Art zur Verminderung ihrer Dicke behandelt werden, ausser dass die    Längsachsen   der Kristalle einmal in der    Walzrichtung   liegen und einmal so    in   der    Walzebene   wie dies in    Fig.   7 dargestellt ist, das resultierende Blech im letzteren Fall bedeutend schlechter    kubisch   strukturiert ist, und somit bedeutend schlechtere magnetische Eigenschaften aufweist als im ersten Fall. 



  Wie bereits ausgeführt, können die Längsachsen von einigen    stabförmigen   Kristallen bei den    Guss-      stücken   des in    Fig.   4 gezeigten Typs von einer strengen Parallelität mit der mittleren Hauptrichtung aller Kristalle um einen gewissen Betrag abweichen, ohne dass die kubische Strukturierung des    gewalzten   und abgekühlten Bleches beeinträchtigt würde. Es hat sich ferner ergeben, dass ein ausgerichtete    stabförmige   Kristalle enthaltendes Gussstück, welches nach dem in    Fig.   5 gezeigten Verfahren    gewalzt   werden soll, vorzugsweise keine grössere Zahl von Kristallen aufweisen soll, deren Abweichung von der    Walzrichtung   25 mehr als 20  ausmacht.

   Wenn ein    ausgerichtetes   Gussstück hingegen nach dem in    Fig.   6 gezeigten Verfahren    gewalzt   werden soll, sollen die Längsachsen der Kristalle in dem Gusskörper 20' nicht mehr als um 20  von der Senkrechten zu der    Walzebene   24 abweichen. Würde diese Grenze von einer    grösseren   Zahl von Kristallen überschritten, nähmen nur weniger als die Hälfte der Kristalle in dem polykristallinen Endprodukt die gewünschte ausgerichtete Lage ein. 



     Insbesondere   kommen für das vorliegende Verfahren solche Eisenlegierungen in Betracht, welche kleinere Mengen Silizium, Aluminium oder    Moybdän   enthalten. Es wurden bereits mehrere Untersuchungen an Legierungen dieser Art zur Ermittlung der günstigsten Zusammensetzung unternommen. So wurden beispielsweise eine Reihe von Schmelzen angesetzt, welche mindestens 95% Eisen und im übrigen entweder    Silizium,   Aluminium oder    Molybdän   enthielten. Die untersuchten Legierungen hatten im wesentlichen die folgenden Zusammensetzungen: Zwischen 2,5 und 3,5% Silizium und im übrigen Eisen; Zwischen 3 und 5%    Aluminium   und im übrigen Eisen, und zwischen 3 und 4%    Molybdän   und im übrigen Eisen.

   Um eine möglichst gute Ausrichtung der    stabförmigen   Kristalle in den Gussstücken zu erzielen, wurden mehrere Schmelzen in länglichen,    tubusförmigen      Guss-      formen   zur Erstarrung gebracht, deren Bodenflächen gekühlt und deren Seitenwände auf Temperaturen gehalten wurden, welche etwas über den    Erstarrungs-      temperaturen   lagen. 



  Bei der genannten Einrichtung wurde der Wärmegehalt der    Schmelze   und die    Erstarrungswärme   des geschmolzenen    Metalles   im wesentlichen durch den Boden der Gussform abgeführt, während nur eine kleinere Wärmemenge    durch   die Seitenwände abgeführt wurde.

   Es wurde    somit   ein Temperaturgradient in der Längsrichtung der Gussform und somit in der Längsrichtung der in der Gussform    befindlichen   säulenförmigen    Schmelze      aufrecht      erhalten,   so    dass   die Temperatur und somit auch der    Wärmegehalt   des    Metalles   an    jedem   tiefer gelegenen Punkt in der    Guss-      form   geringer war als an einem höheren Punkt und das Metall vom Boden der Form ausgehend nach    oben   erstarrte. 



     In      Fig.   8 ist eine entsprechende Einrichtung schematisch im Vertikalschnitt dargestellt, wobei einige    Teile   weggelassen wurden um weitere    Einzelheiten   und die Art der Erstarrung der    Schmelze   zu zeigen. Die    Gussform   30 selbst besteht aus einem    tubusförmi-      gen   Körper, welcher oben und unten offen ist. Der    tubusförmige   Körper besteht aus einem schwer    schmelzbaren      Material,   wie z. B.    gesintertem   A1203 oder     Alundum    (eingetragene Marke). Das    Innere   der Gussform kann jeden gewünschten    Querschnitt   aufweisen wie z.

   B. kreisförmigen oder    rechteckigen      Querschnitt.   Die Gussform wird unten durch die Oberfläche eines Kühlers 31 begrenzt, welche    vorzugs-      weise   aus einem Material mit guten wärmeaustauschenden Eigenschaften besteht, wie beispielsweise Kupfer. Der Kühler 31    besitzt   Öffnungen zum Durchströmen eines    Kühlmittels,   welches zur Wärmeabführung durch den Kühler zirkuliert. Wie dargestellt, kann der Kühler bzw.    Wärmeaustauscher   31 hohl sein und    zwei   Leitungsstutzen 32 und 33 zur Zirkulation    eines   Kühlmediums wie z. B. kalten Wassers aufweisen.

   Selbstverständlich können andere Mittel zur Abführung der Wärme von dem Kühler vorgesehen sein; die dargestellte Ausführung zeigt nur eine von mehreren Möglichkeiten. 



  Während des    Betriebes   der in    Fig.   8 gezeigten Gussvorrichtung wird die Gussform    auf   den Kühler 31 wie dargestellt aufgesetzt, ferner werden die Seitenwände durch irgendwelche geeigneten Mittel auf eine Temperatur von etwa 1400 C gebracht, während gleichzeitig kaltes Wasser durch den Kühler 31 geleitet wird, wodurch dessen Oberfläche, welche den Boden 

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 der Gussform bildet, auf einer Temperatur von etwa 20  gehalten wird. Unter diesen Bedingungen wird nun von oben das geschmolzene Metall in die    Guss-      form   eingefüllt und von diesem die Wärme durch den Kühler 31 abgeführt.

   Infolge der hohen Temperatur und der thermischen Eigenschaften der    Wände   der Gussform 30 wird praktisch der gesamte Wärmegehalt des    geschmolzenen   Metalls durch den Boden der Gussform abgeführt, an welchem auch die Erstarrung der    Schmelze   beginnt und dann nach oben fortschreitet. Es hat sich herausgestellt, dass bei der beschriebenen Art der    Wärmeabführung   mehrere    stabförmige   Kristalle im wesentlichen vertikal vom Boden der    Guss-      form   gemeinsam mit der Erstarrung nach oben wachsen, so dass ein wie in    Fig.   4 gezeigter Gusskörper entsteht. Die vom Boden der Gussform ausgehende progressive Erstarrung ist in    Fig.   8 schematisch dargestellt.

   Die    stabförmigen   Kristalle 34 sind während ihres    Wachstumes   vom Boden der Gussform bis zu einer Zone gezeigt, welche durch die beiden gestrichelten Linien 35 und 36 begrenzt ist. Die Zone zwischen den in einem gewissen Abstand voneinander eingezeichneten, gestrichelten Linien entspricht der Erstarrungszone, in welcher das flüssige oberhalb dieser Zone gezeigte Metall 37 eine Umwandlung von den flüssigen in den festen Zustand durchmacht. Bei der Herstellung der Zeichnung wurden keinerlei Bemühungen angestellt, um die genaue Ausbildung der flüssigfest Zwischenschicht darzustellen, da von dieser Schicht noch keine genauen Beobachtungen gemacht werden konnten.

   Um die beschriebene Art der Erstarrung zu gewährleisten, wird ein im wesentlichen einheitlich gerichteter Wärmetransport durch das Metall während der Erstarrung aufrechterhalten, wobei die Temperatur oberhalb der flüssig- fest- Zwischenschicht höher ist als die Temperatur der festen Phase und weiterhin jeder Punkt in dem Gusskörper eine höhere Temperatur aufweist als irgend ein anderer Punkt, welcher näher an dem Kühler 31 gelegen ist als der erste Punkt.

   Solange jedoch ein hinreichend grosser und einheitlich gerichteter Temperaturgradient in dem Gusskörper während der Erstarrung aufrechterhalten wird, erstarrt das Metall in der dargestellten Art, wobei ein Gussstück entsteht, welches weitgehend aus    sten-      gel-   oder    stabförmigen,   ausgerichteten Kristallen besteht, deren Längsachsen praktisch parallel zu dem Wärmefluss bzw. dem Temperaturgradienten verlaufen. 



  Die auf die genannte Art erzeugten Gussstücke bestehen fast ausschliesslich aus    stengel-   oder    stab-      förmigen   Kristallen, deren Längsachsen sich parallel zu der Senkrechten der Bodenfläche der Gussform erstrecken und somit parallel zu der Achse des    Guss-      stückes.      Fig.   4 ist eine photographische, vergrösserte    Reproduktion   eines repräsentativen Gussstückes, welches entlang der Längsachse gespalten wurde und die    genannten   Kristalle zeigt. Der untere Teil des abgebildeten Gussstückes befand sich direkt an dem Boden der Gussform.

   Um die Beziehung zwischen der dargestellten Struktur und der tatsächlichen Grösse der Kristalle darzulegen sei angegeben, dass die dargestellte Fläche eine Schnittfläche eines Gussstückes wiedergibt, welche annähernd 132 mm lang und etwa 100 mm breit ist. Es sei erwähnt, dass nicht alle auf dem beschriebenen Wege hergestellten Gussstücke dem in    Fig.   4 dargestellten Bild entsprechen. Tatsächlich waren bei einzelnen Gussstücken die Kristalle    regel-      mässiger   ausgebildet und lagen auch mehr auf parallelen Geraden als die in    Fig.   4 dargestellten Kristalle. Die in    Fig.   4 gezeigte Reproduktion entspricht jedoch einer durchschnittlich guten Kristall-Ausrichtung, welche mittels des genannten Verfahrens ohne weiteres erlangt werden kann. 



  Wie bereits ausgeführt, kann durch Walzen und Erwärmen eines derartigen Gussstückes mit ausgerichteten Kristallen ein polykristallines magnetisch weiches Blech mit einer starken kubischen Strukturierung gewonnen werden. 



  Gemäss des vorliegenden Verfahrens kann das Material bis auf höhere Temperaturen erhitzt und anschliessend durch eine Reihe von Walzprozessen in seiner Stärke bis zu einem Streifen mittlerer Dicke vermindert werden, worauf sich eine weitere Wärmebehandlung anschliessen kann welcher einer Abkühlung folgt. Nach dieser Abkühlung kann das Material kalt bis zu der gewünschten Blechdicke gewalzt werden, worauf eine abschliessende Wärmebehandlung angeschlossen werden kann. Es sei darauf hingewiesen, dass die Zahl der zur Verminderung der Dicke erforderlichen    Walzprozesse   zur Erlangung einer mittleren Dicke von der Dicke des Ausgangsmateriales und der erforderlichen mittleren Dicke des gewalzten Streifens in gleicher Weise abhängt wie von der Anfangstemperatur, auf welche das Material vor dem    Walzprozess   gebracht wurde. 



  Die günstigste mittlere Dicke hängt ihrerseits von der gewünschten Endstärke des fertigen Bleches ab. Es hat sich herausgestellt, dass eine Verminderung der Stärke um 40% oder mehr zwischen der mittleren Stärke und der Endstärke vorteilhaft ist. 



  Bei der Durchführung wurden beispielsweise einzelne Platten mit parallelen Endflächen von den auf die beschriebene Art gewonnenen Gussstücken abgeschnitten. Die Platten waren dabei etwa zwischen 7,5 und 24 mm stark. Einige Streifen wurden dabei so von dem Gussstück abgeschnitten, dass die parallelen Endflächen im wesentlichen parallel zu den Längsachsen der    langgestreckten   Kristalle verliefen, während andere Streifen so abgeschnitten wurden, dass die Endflächen rechtwinklig auf diesen Längsachsen standen. Nun wurden beispielsweise Platten von einer Stärke von 7,5 mm auf eine Temperatur von etwa 700 - 960 C gebracht, während Platten einer Stärke von 24 mm auf Temperaturen zwischen 900 und 1100 C erhitzt wurden.

   Die bis zu den genannten Temperaturen erhitzten Platten wurden nun zwischen den    Walzen   eines    Walzwerkes   ohne zusätzliche Erwärmung hindurchgeführt, wobei in mehreren    Durchläufen   eine starke Verminderung um 90 - 97% erzielt wurde. 



  Beispielsweise wurden die 7,5 mm dicken Platten 

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 in zwischen 7 und 11    Durchläufen   auf eine Dicke von 0,5 bis 0,75 mm gebracht, während die 25 mm starken Platten in einer ähnlichen Zahl von    Durchläufen   auf eine Dicke von 0,75 bis 1,1 mm gebracht wurden. Bei diesen    Walzprozessen   kann angenommen werden, dass es sich bei den ersten zwei oder drei    Durchläufen   tatsächlich um ein    Heisswalzen   handelt, während die mittleren    Durchläufe   als    Warmwalzprozesse   angesehen werden müssen und die letzten    Durchläufe   als    Kalt-      walzprozesse,   da die Temperaturen hier bereits erheblich abgesunken sind.

   Das auf die    beschriebene   Art hergestellte Streifenmaterial wurde nun einer Temperaturbehandlung zum Ausglühen und Entspannen unterzogen. Das Ausglühen fand beispielsweise in einer Wasserstoffatmosphäre bei einer Temperatur von 1000 C während 4 Stunden oder von 1200 C während einer halben Stunde oder entsprechenden Zwischenwerten statt. Nach der Abkühlung des Materials schloss sich ein    Kaltwalzprozess   an, in welchem das Material in einer Reihe von    Durchläufen   auf die endgültige Dicke gebracht wurde. Zur Ergänzung der Beschreibung des Verfahrens sei angegeben, dass die endgültige Dicke des fertigen Bleches beispielsweise 0,29 mm betrug. Die Verringerung der Dicke durch kalte Bearbeitung betrug dabei mehr als 40%.

   Das auf diese Weise gewonnene 0,29 mm starke Blech kann einer abschliessenden Wärmebehandlung unterzogen werden. Vorzugsweise erfolgt diese Nachbehandlung wiederum in einer trockenen Wasserstoffatmosphäre, in welcher das Material bis zu Temperaturen zwischen 1150 C und 1250 C und vorzugsweise bis zu einer Temperatur von etwa 1200 C erhitzt wurde. Nach dieser Wärmebehandlung wurde das Material mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 100 C pro Stunde in dem Ofen bis auf eine Temperatur von 200 C abgekühlt, worauf die Abkühlung in Luft erfolgte. Das erhaltene Blech enthielt    kubisch-raum-      zentrierte   Kristalle. Es sei noch erwähnt, dass der Kohlenstoffgehalt der    Gussstücke   etwa bei 0,04% oder weniger lag.

   Die Erhitzung in der Wasserstoffatmosphäre hatte jedoch eine Reduktion des Kohlenstoffgehaltes zur Folge, so dass in dem fertigen Blech nur ein Kohlenstoffgehalt von weniger als 0,002% festgestellt werden konnte. 



  Es hat sich herausgestellt, dass in dem auf dem beschriebenen Weg aus den Platten mit ausgerichteten Kristallen hergestellten Blech bei welchen die Längsachsen der Kristalle während des Walzens eine Richtung senkrecht zu den Projektionen der    Walzenachsen   beibehielten, wie dies anhand der    Fig.   5 und 6 beschrieben wurde, mehr als 50% der Kristalle in einer Weise ausgerichtet waren, wie dies anhand der    Fig.   3 erläutert wurde. Das Blech wies somit eine starke kubische Struktur auf.

   Das Material hingegen, welches derart gewalzt wurde, dass die Achsen der ausgerichteten Kristalle im wesentlichen parallel zu den Projektionen der Achsen der    Walzen   auf die Walzebene verliefen, wie dies in    Fig.   7 dargestellt ist, zeigte nicht die gewünschte Ausrichtung der Kristalle.    Weiterhin   hat sich herausgestellt, dass bei einem Walzprozess gemäss    Fig.   5 wider Erwarten einige     Kreuzwalzpro-      zesse    vorgenommen werden können, d. h.

      Walz-      prozesse,   bei welchen die projizierten    Walzenachsen   parallel zu den Achsen der    langgestreckten   Kristalle verlaufen wie dies in    Fig.   7 dargestellt ist, ohne eine Schädigung für die kubische Struktur des Endmaterials hervorzurufen, wenn diese    Kreuzwalzprozesse   in einer der ersten Walzphasen vorgenommen werden und vorzugsweise während Heiss- oder    Warmwalzphasen   und wenn der    Grossteil   der Stärkeverminderung durch    Walzprozesse   herbeigeführt wird, bei welchen die Längsachsen der    stengel-   bzw.    stabförmigen   Kristalle im wesentlichen senkrecht auf den projizierten Achsen der    Arbeitswalzen   standen. 



  Das gemäss dem oben beschriebenen Verfahren hergestellte Blech wurde durch Beugungsmessungen mittels Röntgenstrahlen, durch magnetische Drehmomentsmessungen und durch    Hysteresismessungen   mittels Gleichstrom näher untersucht. 



  Die Bestimmung der    kristallographischen   Ausrichtung von    polykristallinen      Stoffen   wird    gewöhnlich   durch Messung der Beugung von durch den Stoff    hindurchgeschickten   Röntgenstrahlen durchgeführt. Hierbei wird ein polykristalliner Stoff einem Röntgenstrahlbündel ausgesetzt und die    Intensität   der gebeugten Röntgenstrahlen gemessen. Bei geeigneter Anordnung der Stoffprobe bezüglich des einfallenden    Rönt-      genstrahlbündels   können zahlreiche Röntgenstrahlbeugungsmessungen durchgeführt werden, welche praktisch alle Kristallgruppen der Probe berücksichtigen. Die Ergebnisse dieser Messungen können in    ein      Röntgen-Polardiagramm   übertragen werden. 



  Die Form eines derartigen Polardiagramms offenbart gegebenenfalls das Vorhandensein einer bevorzugten Ausrichtung der Kristalle eines polykristallinen Stoffes. Eine vollständige Besprechung der Polardiagramme von Kristallstrukturen können in dem bereits zitierten Buch     Structure   of    Metals    Seiten 26 bis 44 gefunden werden. Das Verfahren zur Messung der    Röntgenstrahlbeugung   und Erlangung der Polardiagramme sowie deren    Interpretation   unter besonderer Berücksichtigung von polykristallinen Metallen ist in dem zitierten Buch auf den Seiten 170 bis 195 und 442 bis 509 näher erläutert. 



  Ein    Röntgen-Polardiagramm   welches typisch für das Blech gemäss der Erfindung angesehen werden kann, ist in    Fig.   9 dargestellt. Es sei darauf hingewiesen, dass die    Mittelfläche   des    Diagrammes   freigelassen worden ist, da die Beugungsbilder in dieser Zone im vorliegenden Zusammenhang ohne Bedeutung und somit überflüssig sind. Das abgebildete    Diagramm   wurde durch ein gewöhnliches    Röntgenbeugungsver-      fahren   bei einem Blech gewonnen, welches gemäss der oben angegebenen Verfahrensschritte hergestellt wurde und aus einer Legierung bestand, welche 2,6% Silizium, 0,033% Kohlenstoff (in dem gegossenen Material) sowie im übrigen Eisen enthielt.

   Das Diagramm zeigt, dass der Probekörper ein polykristallines Material ist, in welchem mehr als 50% der Kristalle kubisch angeordnete Flächen    besitzt,   welche parallel zu der 

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 Ebene des Bleches liegen, wobei die Kanten der Würfel im wesentlichen parallel zu der Walzrichtung verlaufen. Diese Anordnung geht daraus hervor, dass die    Röntgenstrahl-Beugungsstellen   an dem Rand des Polardiagrammes auftreten und sich in der Höhe der Beziehungspunkte 90  (welcher in der Walzrichtung liegt) 180 , 270  und 360  befinden. Diese Anordnung entspricht somit der (100) Ausbildung der Kristalle, wobei eine strenge kubische Strukturierung in dem Metall vorhanden ist. 



  Die    magneto-kristallinen,      anisotropen   Eigenschaften des    erfindungsgemässen   Blechs wurden mit einem gewöhnlichen    Drehmoment-Magnetometer   gemessen. Bei dieser Untersuchung wurde ein scheibenförmiges Probestück in ein einheitlich gerichtetes magnetisches Feld gebracht, wobei die Achse der Scheibe senkrecht auf der Richtung des magnetischen Feldes stand.    An-      schliessend   wurde die Scheibe in dem Feld rotiert und das erforderliche Drehmoment zur Drehung der Scheibe um die Achse gegen die erreichte    Winkel-      Auslenkung   von der Walzrichtung ausgesehen, aufgetragen.

   Wie bekannt und bereits mehrfach erwähnt, liegen die optimalen magnetischen Eigenschaften von Eisenkristallen und der Kristalle von Eisenlegierungen in der [100] Richtung bzw. in der Richtung der Seitenkanten der Kristalle. Die nächst leichtere    Magnetisie-      rungsrichtung   liegt in der [110] Richtung. Diese Richtung liegt definitionsgemäss in einer Ebene, welche zwei parallele, diagonal einander gegenüberliegende Kanten des Kubus bzw. Würfels enthält. In    Fig.   3 beispielsweise erstreckt sich die Ebene, welche die Kanten 12 und 13 enthält in der [110] Richtung.

   Wenn ein Probestück in einem einheitlich gerichteten magnetischen Feld drehbar gelagert wird, ist dieses Probestück bestrebt, sich so einzustellen, dass die Achse der leichtesten    Magnetisierbarkeit   parallel zu der Feldrichtung verläuft. Das Probestück setzt ferner der Kraft einen Widerstand entgegen, welche bestrebt ist, dieses aus der bevorzugten Richtung    herauszubewegen.   Die Stärke, mit welcher sich das Probestück einer Drehung aus der bevorzugten Richtung widersetzt, tritt der Spitze der Kurve in Erscheinung. Je höher die Spitzen selbst sind und je näher sich das Höhenverhältnis zweier Spitzen dem Wert 1 nähert, umso besser ist die kubische Strukturierung des Materials. Dies soll jedoch nachfolgend noch mehr im einzelnen ausgeführt werden. 



  Die in    Fig.   10 gezeigten Kurven bilden eine Möglichkeit des Vergleiches zwischen einem    magnetokri-      stallinen,      anisotropen   Probestück eines    Silizium-Eisen-      bleches   gemäss der vorliegenden Erfindung und einem Einkristall aus    Silizium   und Eisen. Bei    Fig.   10 wurde die ausgezogene Kurve durch Messungen der magnetischen Eigenschaften einer Scheibe mit einem Durchmesser von 24 mm und einer Dicke von 0,29 mm gewonnen. Das Material der Scheibe wurde gemäss dem oben angegebenen Verfahren bearbeitet.

   Die gestrichelte Kurve wurde durch Messungen der magnetischen Eigenschaften einer Scheibe mit einem Durchmesser von 24 mm und einer Dicke von 0,58 mm gewonnen, welche aus einem Einkristall hergestellt wurde, der 2,35% Silizium, 0,03% Kohlenstoff und im übrigen Eisen enthielt. Die Scheibe wurde dabei so aus dem Einkristall geschnitten, dass Flächen der kubischen Kristalle parallel zu der Scheibenebene verliefen. 



  Der Einkristall des zweiten Probestücks wurde aus einem heissgewalzten Band aus einer    Silizium-      Eisen-Legierung   der oben angegebenen Zusammensetzung nach dem nachfolgend beschriebenen, als    ( < Dunn-Verfahren    bekannten Verfahren gewonnen. Das etwa 2,4 mm starke Band aus der    Silizium-Eisen-      Legierung   wurde auf eine Temperatur von etwa 950 C erhitzt und solange heiss gewalzt, bis es eine Stärke von etwa 0,58 mm erreicht hatte. Das auf diesem Wege erhaltene Blechmaterial wurde dann einer Wärmebehandlung unterzogen, während welcher es für etwa 15 Stunden bei einer Temperatur zwischen 870 und 900 C in einer trockenen Wasserstoffatmosphäre gehalten wurde.

   Nach der Abkühlung auf Zimmertemperatur ebenfalls in der Wasserstoffatmosphäre wurde der durch die Wärmebehandlung ausgeglühte Streifen durch Strecken um etwa 2,5% verlängert. Ein etwa 75 mm langes Stück eines Endes des gestreckten Bandes wurde nun während 12 Stunden einem Temperaturgradienten zwischen 375 C und ungefähr 1375 C ausgesetzt. Das gestreckte Metall    rekristalli-      sierte   sich während dieser Wärmebehandlung, wobei sich einige    langgestreckte   Kristalle in der Zone des Temperaturgradienten bildeten, deren Längsachsen annähernd parallel zu dem Gradienten verliefen.

   Durch Beugungsmessungen mittels Röntgenstrahlen wurde ein    langgestreckter   Kristall mit der gewünschten Ausrichtung, d. h. mit (100) kubischen Flächen und mit parallel zu dem Streifen verlaufenden Endflächen aus dem    Gesamtstreifen   herausgesucht und die    [100]   Richtung, d. h. die Kantenrichtung bestimmt. Die den herausgesuchten Kristall umgebenden    Kristallstücke   wurden abgeschnitten und der    ausgewälzte   Kristall an das nicht    rekristallisierte,   kleine Kristallverbände enthaltende, gestreckte Blechmaterial angelagert. Der ausgewählte Kristall wurde nun erneut dem gleichen Temperaturgradienten ausgesetzt wie vorher das gestreckte Material.

   Der ausgewählte Kristall wuchs nun auf Kosten des restlichen Blechmaterials, so dass sich ein Einkristall mit bekannter Ausrichtung bildete. Der für die Probemessung zu Vergleichszwecken verwendete Einkristall war nach diesem Verfahren hergestellt worden. Dieses Probestück unterscheidet sich von dem    erfindungsgemässen   Blech grundsätzlich dadurch, dass es aus einem einzigen Kristall besteht, wohingegen das erfindungsgemässe Blech polykristallin ist. 



  Das Blech, aus welchem das Probestück für die Messungen gemäss der ausgezogenen Kurve in    Fig.   10 gewonnen wurde, wurde auf die nachfolgend beschriebene Art hergestellt. 



  Eine Schmelze aus 10000 g praktisch reinem Eisen mit einem maximalen Kohlenstoffgehalt von 0,01% Kohlenstoff und 272 g Eisensilizium enthaltend etwa 

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 96% Silizium und etwa 3,0 g Eisen mit einem Kohlenstoffgehalt von 5% wurde in einem gewöhnlichen Induktionsofen angesetzt. In diesem    Induktionsofen   wurde die Schmelze auf eine    Badtemperatur   von 1700 C während einer Gesamtzeit von 23 Minuten erhitzt. Während des    Schmelzens   und der nachfolgenden weiteren Erhitzung befand sich über dem Schmelzbad eine    Argonatmosphäre,   um eine Oxydation weitgehend zu verhindern. 



  Die verwendete Gussform hatte die Form eines zylindrischen Rohres und bestand aus einem schwerschmelzbaren, gesinterten Aluminiumoxyd, welches unter der Bezeichnung     Alundum    bekannt ist. Die Gussform war 288 mm lang und besass einen Durchmesser von 96 mm. Die    rohrförmige   Gussform befand sich in vertikaler Lage auf einem wassergekühlten Kupferblock, welcher somit als Boden der Gussform diente, wie dies in    Fig.   8 dargestellt ist. Die Seitenwände der Gussform wurden mittels eines elektrischen Widerstandsheizkörpers auf 1400 C oder höher erhitzt.

   Bereits während dieser Heizperiode zirkulierte Kühlwasser durch    Kühldurchflüsse   in dem Kupferblock, so dass dessen den Boden der    Gussform   bildende Oberfläche auf einer Temperatur von 20 C oder weniger gehalten wurde. 



  Nachdem des    geschmolzene      Metall   die    Giesstem-      peratur   von etwa 1700 C erreicht hatte, wurde die    Argonatmosphäre   entfernt, der Widerstandsheizkörper von der Gussform abgenommen und das geschmolzene Metall in die Gussform eingefüllt. Es wurde dabei soviel geschmolzenes Metall in die    Gussform   eingefüllt, dass ein Gussstück von etwa 190 mm Länge entstehen konnte. 



  Um das oben befindliche Schmelzgut vor zu schneller Abkühlung zu schützen, wurde oben auf die Schmelze eine    exotherme   Mischung aus Eisenoxyd und Aluminium aufgebracht, welche allgemein unter der Bezeichnung    KThermit    bekannt ist. Diese Mischung reagiert und erzeugt dabei Temperaturen bis zu der Grössenordnung von 4000 C. Die Menge dieses    exotherm   reagierenden Materials wurde dabei so gewählt, dass eine ausreichende Wärmemenge entsteht um die Oberfläche einerseits vor einer zu schnellen Abkühlung zu schützen und andererseits um einen einheitlich gerichteten Wärmestrom in der    Schmelze   während der Erstarrung aufrecht zu erhalten, wie dies in der Beschreibung zu    Fig.   8 näher ausgeführt wurde.

   Es sei noch erwähnt, dass ebensogut andere Mittel zur Wärmezuführung auf die Oberfläche der Schmelze verwendet werden können, wie z. B. elektrische Lichtbogen    etc.   



  Bei der Untersuchung des erstarrten und aus der Gussform entfernten Gussstückes hat sich herausgestellt, dass diese Kristalle mit    langgestreckter      stengel-      förmiger   Form vorhanden sind, welche ähnlich ausgebildet waren wie dies in    Fig.   4 dargestellt ist. Die Zusammensetzung des Gussstückes war: 3% Silizium, 0,03% Kohlenstoff und im übrigen Eisen. 



  Die verwendeten    Legierungen   können auch Verunreinigungen    wei   z. B. Schwefel,    Sauerstoff,      Stickstoff   und Mangan, welche insgesamt bis 0,1 und 0,2% ausmachen, enthalten. Aus des Gussstück wurde nun eine rechteckige Platte mit einer Dicke von etwa 7,5 mm ausgeschnitten, und zwar derart, dass die Längsachsen der    stabförmigen   Kristallverbände parallel zu den Flächen der Platte sowie parallel zu deren längeren Kanten verliefen. Die Platte wurde nun auf eine Temperatur von 700 C gebracht und in neun    Walzdurchläufen   ohne weitere Erwärmung auf eine Dicke von 2,4 mm gebracht. Die 2,4 mm starke Platte wurde nun kalt mehreren    Walzdurchläufen   unterzogen und hierdurch zu einem Blech von 0,58 mm Stärke verarbeitet. 



  Das 0,58 mm starke Blech wurde nun    erhitzt   und während einer Zeit von vier Stunden auf einer Temperatur von 1000 C in einer Wasserstoffatmosphäre gehalten. Nach Ablauf dieser vier Stunden wurde das Blech noch in dem Ofen mit einer    Abkühlgeschwin-      digkeit   von 100 C pro Stunde abgekühlt, wobei die Wasserstoffatmosphäre aufrechterhalten wurde. Nach dieser Wärmebehandlung wurde das 0,58 mm starke Blech nochmals kalt    gewalzt   und auf eine Dicke von 0,29 mm gebracht.

   Nunmehr wurde das 0,29    mm   starke Blech    erneut   in einer    Wasserstoffatmosphäre   auf eine Temperatur von 1200 C bei einer    Heizgeschwin-      digkeit   von 100 C pro Stunde gebracht und auf dieser Endtemperatur mehr als 5 Minuten gehalten. Hieran schloss sich wiederum eine Abkühlung mit einer Geschwindigkeit von 100 C pro Stunde an, wobei wieder die    Wasserstoffatmosphäre   aufrechterhalten wurde. Während des    Walzens   verlief die    Walzrichtung   parallel zu den    stabförmigen   Kristallen. Die Walzebenen waren wiederum parallel zu den Oberflächen der Ausgangsplatte. 



  Bei den    Drehmomentmessungen   mittels eines Magnetometers, deren Ergebnisse in    Fig.   10    dargestellt   sind, wurde die    Einkristallprobe   so ausgerichtet, dass der 0  Winkel-Punkt auf der Abszisse der graphischen Darstellung der Richtung [100] entspricht. Die Punkte, in welchen die    Drehmomentkurve      dei   Abszisse mit einer negativen Steigung schneidet, entsprechen den relativ leichten    Magnetisierungsrichtungen   in dem untersuchten Material. Bei dem Einkristall aus    Silizium-      Eisen   entsprechen die Winkel von 0 , 90 , 180 , 270  und 360  somit den vier [100] Richtungen, und die Punkte von 45 , 135 , 225  und 315  den [110] Richtungen.

   Die gestrichelte    Kurve   in    Fig.   10 kann somit als das Ergebnis eines Rotationsversuches angesehen werden, bei welchem der in    Fig.   3 gezeigte Kubus um eine zentrale, auf dem    Blech   11 senkrecht stehende Achse gedreht wird, während gleichzeitig ein einheitlich gerichtetes    magnetisches   Feld aufrechterhalten wird, welches senkrecht zu der Achse verläuft. 



  Die grössten    Drehmomentwerte   sind wie dargestellt bei der    Einkristallprobe   praktisch gleich und entsprechen einem numerischen Wert von etwa 123 000    erg/cm3   bei einem einheitlich gerichteten magnetischen Feld von 1000    Örstedt.   Da die Spitzen der dem Einkristall entsprechenden Kurve praktisch die gleiche 

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 Höhe aufweisen, ist das sogenannte     Spitzenwertver-      hältnis    bei benachbarten Spitzen auf der gleichen Seite der    Null-Ordinate   gleich 1, was auf eine ausgezeichnete kubische Strukturierung zurückzuführen ist.

   Es sei erwähnt, dass die in    Fig.   10 gestrichelt gezeichnete Kurve bezüglich der    Diffemzen   der Dicke des Probekörpers korrigiert wurde, wie dies allgemein üblich ist. 



  Die    Drehmomentkurve   für das gemäss dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellte kubischraumzentrierte Kristalle enthaltende Blech zeigt, dass dieses eine beinahe vollständige kubische Ausrichtung bzw. Strukturierung aufweist. Der ausserordentlich hohe Grad der kubischen Ausrichtung kann der Höhe und dem Höhenverhältnis benachbarter Spitzenpunkte der ausgezogenen Kurve entnommen werden.    In   einem einheitlich gerichteten magnetischen Feld von 1U00    Örstedt   ist der Spitzenwert der    augezogenen   Kurve zwischen 45  und 90  etwa 105 000    erg/cm3,   während der Spitzenwert der Kurve zwischen 135  und 180  angenähert 110 000    erg/cm3   ausmacht.

   Bei einer Betrachtung des gesamten Kurvenbildes der ausgezogenen Kurve ergibt sich jedoch, dass das    erfindungs-      gemässe   Blech nahezu völlig     symmetrisch    ist.    In   diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die Spitzenwerte zwischen 0  und 45 , 45  und 90 , 180  und 225  sowie zwischen 225  und 270  gleich sind und 105 000    erg/cm3   ausmachen, während andererseits die Spitzenwerte der Kurve zwischen 90  und 135 , 135  und 180 , 270  und 315  sowie zwischen 315  und 360  ebenfalls gleich sind und 110 000    erg/cm3   ausmachen. Das Verhältnis der Spitzenwerte, d. h. der Quotient aus dem geringeren Spitzenwert und dem grösseren Spitzenwert des erfindungsgemässen Blechs beträgt nach der graphischen Darstellung der    Fig.   10 0,95.

   Aus diesem Wert sowie aus den    Absolutwerten   der Spitzen der ausgezogenen Kurve verglichen mit den    Absolutwerten   der dem Einkristall entsprechenden gestrichelten Kurve lässt sich entnehmen, dass 85 bis    90%   des Materials des Probekörpers wie in    Fig.   3 dargestellt ausgerichtet ist. 



     Fig.   11 zeigt die Ergebnisse der Drehmomentmessungen einerseits an dem gleichen    erfindungsge-      mässen   Blech und zum Vergleich an einer Materialprobe einer bisher bekannten einfach ausgerichteten    Silizium-Eisen-Legierung   mit einer Kristallausrichtung, wie sie schematisch in    Fig.   1 dargestellt ist. Die letztgenannte Materialprobe wies die gleichen Ausmasse auf wie die Materialprobe des    erfindungsgemässen   Blechs, d. h. sie besass einen Durchmesser von 24 mm und eine Stärke von 0,29 mm.

   Die Materialprobe wurde aus einem 0,27 mm starken polykristallinen Blech ausgeschnitten, welches einfach ausgerichtete Kristalle aufwies und aus 3,25% Silizium,    0,005%   Kohlenstoff und im übrigen aus Eisen bestand und welches gemäss den bisherigen Vergleichsmöglichkeiten in Längsrichtung relativ gute magnetische Eigenschaften aufwies. 



  Die in    Fig.   11 gestrichelt eingezeichnete Kurve zeigt die    Drehmomentcharakteristik   dieses einfach ausgerichteten Materials. Es ist zu erkennen, dass die    magnetokristalline      Anisotropizität   dieses Materials mit der bekannten Ausrichtung und den erwarteten magnetischen Eigenschaften    übereinstimmt,   d. h. dass die magnetischen Eigenschaften des Materials in der Querrichtung wesentlich schlechter sind als die magnetischen Eigenschaften in der Längsrichtung.

   Aus der Darstellung kann beispielsweise entnommen werden, dass der Spitzenwert zwischen 45  und 90  bei 45 000    erg/cm3   liegt, während der Spitzenwert zwischen 135  und 180  etwa 130 000    erg/cm3   bei einem einheitlich gerichteten magnetischen Feld von 1000    Örstedt   ausmacht. Das Spitzenverhältnis liegt somit bei diesem Material bei 0,35. 



  Die    Fig.   12 bis 15 sind die mit Gleichstrom aufgenommenen    Hysteresiskurven,   welche bei Vergleichsversuchen zwischen dem erfindungsgemässen Material und normalem, einfach ausgerichtetem Material aufgenommen wurden. 



  Die in den    Fig.   12 und 14 dargestellten    Hysteresis-      schleifen   erläutern das magnetische Verhalten von Materialproben aus    erfindungsgemässem   Material bei    Magnetisierung   mittels Gleichstrom und zwar in der Walzrichtung und quer zur Walzrichtung. Das bei den Messungen verwendete Material wurde wie folgt hergestellt: Ein    stabförmige,   ausgerichtete Kristalle aufweisendes Gussstück mit einer ähnlich wie in    Fig.   4 abgebildeten Struktur wurde auf die beschriebene Art gegossen und bestand aus einer Legierung von 3% Silizium, 0,035% Kohlenstoff und im übrigen aus Eisen.

   Aus diesem Gussstück wurden Platten mit einer Stärke von 7,3 mm ausgeschnitten, wobei die Längsachsen der    stabförmigen   Kristalle im wesentlichen parallel zu den Schnittflächen verliefen. Die Platten wurden nun auf 700 C erhitzt und in    mehrereen      Walz-      durchläufen   auf eine Dicke von 2,4 mm gebracht, ohne dass eine weitere Erhitzung erfolgt wäre. Dieses 2,4 mm starke Material wurde dann in mehreren    Kalt-      walzprozessen   zu einem 1 mm starken Blech weiterverarbeitet. 



  Dieses Blech wurde nun auf eine Temperatur von 1000 C gebracht und vier Stunden auf dieser Temperatur in einer trockenen Wasserstoffatmosphäre gehalten. Anschliessend wurde das Material mit einer Geschwindigkeit von 100 C pro Stunde bei Aufrechterhaltung der Wasserstoffatmosphäre abgekühlt.    An-      schliessend   wurde das Blech weiterhin kalt    gewalzt   und hierdurch auf eine Stärke von 0,5 mm gebracht. Nun schloss sich eine abschliessende Wärmebehandlung in einer trockenen Wasserstoffatmosphäre an, während welcher das Material mit einer Geschwindigkeit von 100 C pro Stunde auf eine Temperatur von 1250 C gebracht, während 5 Minuten auf dieser Temperatur gehalten und anschliessend wieder mit einer Geschwindigkeit von    100 C   pro Stunde abgekühlt wurde.

   Bei allen    Walzprozessen   verlief die    Walz-      richtung   immer parallel zu den    stabförmigen   Kristallen; ferner war die Walzebene immer parallel zu den ursprünglichen Begrenzungsflächen der Ausgangsplatte. Das erhaltene Blech enthielt raumzentrierte 

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 kubische Kristalle, deren Würfelflächen parallel zur Oberfläche des Bleches liegen. 



  Die in den    Fig.   13 und 15 dargestellten    Hysteresis-      schleifen   veranschaulichen die magnetischen Eigenschaften eines 0,5 mm starken magnetischen Bleches eines bisher gebräuchlichen, im Handel    befindlichen   einfach ausgerichteten magnetischen Materials, und zwar mit der Walzrichtung und quer zur Walzrichtung. Das Probematerial bestand aus dem gleichen    Silizium-      Eisen   wie der Probekörper der magnetischen Drehmomentsmessungen gemäss der    Fig.   11. 



  Die gemessenen magnetischen Eigenschaften beider Materialien sind in der    untenstehenden   Tabelle I    zu-      sammengefasst,   wobei    H,   wie üblich die    Koerzitivkraft   in    örstedt   bedeutet, B,. die    Remanenz   oder Restinduktion in Gauss,    Bn,a.   die maximale Induktion in Gauss und    Mglaa   die maximale    Permeabilität.   Bei den betrachteten magnetischen Materialien sind ausser der    Koerzitivkraft   grosse Werte erstrebenswert.

   Die Eigenschaften des    erfindungsgemässen   Materials sind unter der Rubrik  kubische Ausrichtung  zusammengestellt, während .die magnetischen Eigenschaften des gewöhnlichen    Silizium-Eisens   unter der Rubrik  einfache Ausrichtung  aufgeführt sind. 
 EMI11.21 
 Tabelle 1 Magnetische Eigenschaften in der Walzrichtung Ha Br Brna.* @Imnax Kubische Ausrichtung 0.1 13,100 15,300 90,600 Einfache Ausrichtung 0.1 14,100 15,750 70,500 Magnetische Eigenschaften quer zur Walzrichtung He B,. Bntax* umax Kubische Ausrichtung 0.135 11,650 13,300 58,700 Einfache Ausrichtung 0.30 4,000 13,100 7,000 * gemessen bei H = 2,5 örstedt.

   Aus den oben ausgeführten magnetischen Eigenschaften, welche auch in den    Fig.   12-15 ausgeführt sind, ist ersichtlich, dass das erfindungsgemässe Material magnetische Eigenschaften aufweist, welche gleich oder besser sind wie die entsprechenden Eigenschaften eines gewöhnlichen, einfach ausgerichteten Materials in der    Walzrichtung.   Aus diesen Angaben geht ferner hervor, dass die Eigenschaften des    erfin-      dungsgemässen   Materials quer zur Walzrichtung ganz erheblich besser sind als die entsprechenden Eigenschaften quer zur Walzrichtung bei dem bisher bekannten Material. Wie allgemein bekannt ist es bei magnetisch weichen Materialien äusserst erstrebenswert, dass die    Hysteresisschleife   rechteckige Form aufweist.

   Dieser Form entsprechen die    Hysteresis-      schleifen   der    Fig.   12, 13 und 14. Die nicht rechteckige Form der in    Fig.   15 gezeigten    Hysteresisschleife   ist bei magnetisch weichen Kernmaterialien    unerwünscht.   Wenngleich die speziellen Ausführungsbeispiele sich auf kubisch ausgerichtete, raumzentrierte kubische Kristalle enthaltende    Eisen-Silizium-Legierungen   mit einem    Siliziumgehalt   von weniger als 5% bezieht, gibt die folgende Tabelle einige Beispiele von anderen Eisenlegierungen der genannten Art an, um hierdurch zu zeigen, dass die oben gegebene Beschreibung zum    Walzen   und zur    Wärmebehandlung   in gleicher Weise auf andere aus kubischen,

   raumzentrierten    Kristallen   aufgebauten    Legierungen   des Eisens mit Silizium, Aluminium oder    Molybdän   zur Erzeugung eines magnetisch weichen Bleches mit einer vergleichbaren    magnetokristallinen      Anisotropizität   anwendbar ist. 
 EMI11.42 
 Tabelle 11 h y .2 "c @ Y c 72 w h d A@ 3 x h 97.3% 2.6% - - - - 0.80 0.90 97.0 3.0 - - - - 0.70 0.85 97.0 3.0 - - - - 0.85 0.95 96.5 - - - - 3.5% 0.72 0.82 96.0 - - 4.0% - - 0.87 0.95 Gussstücke der erwähnten Zusammensetzung wurden in der angegebenen Weise gegossen und in einzelne Platten aufgeschnitten. Diese Platten wurden gewalzt und einer Wärmebehandlung gemäss der bereits mehrfach angegebenen Verfahrensschritte unterzogen und in    Blechform   gebracht.

   Die    magnetokristal-      line      Anisotropizität   dieser Materialproben wurden in einem    Drehmoment-Magnetometer   untersucht und aus den sich ergebenden    Resultaten   das    Spitzenwertver-      hältnis   bestimmt. Die Materialien besassen magnetische Eigenschaften, welche denen des in    Fig.   10 mit der ausgezogenen Kurve dargestellten Materials sehr ähnlich waren.

   Soweit sich leichte Differenzen bei den einzelnen Beispielen von einem gemeinsamen    Aus-      gangsgussstück   ergaben, wurde einerseits ein durchschnittliches    Spitzenwertverhältnis   berechnet und in der Tabelle aufgeführt und andererseits das jeweils höchste    Spitzenwertverhältnis.   Aus der Tabelle geht hervor, dass die durchschnittlichen    Spitzenwertverhält-      nisse   bei den einzelnen Materialproben zwischen 0,70 und 0,87 lagen.

   Es sei darauf hingewiesen, dass alle polykristallinen, aus raumzentrierten kubischen Kristallen aufgebaute Bleche aus    Legierungen   der genannten Art, bei welchen mindestens 50% der    stab-      förmigen   Kristalle so ausgerichtet sind, dass ihre (100) Flächen im wesentlichen parallel zur Oberfläche des metallischen Bleches stehen, gut verwendbare neue Kernmaterialien darstellen. 



  Die    Silizium-Eisen-Legierungen   der oben angegebenen Tabelle wurden    geschmolzen   und gemäss der 

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 Angaben der oben gegebenen, bei dem Ausführungsbeispiel verwendeten Verfahrensschritte gegossen. Bei den Legierungen wurde das Silizium als Eisensilizium beigegeben, während die Aluminium- und    Molybdän-      legierungen   dadurch hergestellt wurden, dass das Aluminium bzw. das    Molybdän   ungebunden beigegeben wurden.    Ausser   dass statt des    Eisensiliziums   metallisches Aluminium und metallisches    Molybdän   der Schmelze beigegeben werden verläuft das Giessen, das Walzen und die Wärmebehandlung bei den Aluminium-Eisen- bzw.

      Molybdän-Eisenlegierungen   praktisch gleich wie die entsprechenden    Verfahrensschritte   der    Silizium-Eisenlegierung.   Die erforderlichen Berechnungen zur Bestimmung einer bestimmten Charge zwecks Erzeugung eines Gussstückes einer bestimmten Zusammensetzung lässt sich ohne weiteres durchführen, so dass eine weitere Diskussion im vorliegenden Rahmen überflüssig erscheint. 



  Aus der obigen Beschreibung kann entnommen werden, dass die vorliegende Erfindung die Herstellung von polykristallinem, kubisch ausgerichtetem, magnetisch weichem Blech gestattet, welches aus raumzentrierten, kubischen Kristallen besteht, das aus    Sili-      zium-Eisen-,      Aluminium-Eisen-   oder    Molybdän-Eisen-      Legierungen   besteht. 



  Das oben erläuterte Blech mit den günstigsten magnetischen Eigenschaften besitzt in elektrischen Geräten ein weiteres Anwendungsgebiet.    Lediglich   beispielsweise ist ein Eck eines gewöhnlichen, aus Lamellen aufgebauten    Transformatorkernes   in    Fig.   16 dargestellt. Derartige Kerne bestehen gewöhnlich aus einfach ausgerichtetem    Eisen-Siliziumblech.   Die einzelnen Lamellen werden gewöhnlich aus einem gewalzten Blech derart ausgeschnitten, dass die Richtung der besten magnetischen Eigenschaften so gut als möglich in dem magnetischen    Fluss   liegt. Es sei angenommen, dass die in    Fig.   16 gestrichelt eingezeichnete Linie 40 angenähert mit dem magnetischen Fluss, projiziert auf die Oberfläche des    Kernes,   zusammenfällt.

   Gewöhnlich wird ein    90 -Eck   dadurch gebildet, dass sich die Enden der Lamellen, wie dargestellt, überlappen. Die Kristallausrichtung dieser Lamellen ist dabei derart, dass die Richtung der leichtesten    Magnetisierbarkeit,   die bei einfach ausgerichtetem Blech mit der Walzrichtung zusammenfällt, und in welcher die Lamelle aus dem Blech ausgeschnitten wurde, parallel zu dem magnetischen Fluss verläuft. Diese Richtung ist in    Fig.   16 durch die Pfeile 41 und 42 gezeigt. Bei dem einfach ausgerichteten Material sind jedoch die magnetischen Eigenschaften quer zu dieser Richtung wesentlich schlechter. Diese letzteren Richtungen werden durch die Pfeile 43 und 44 veranschaulicht.

   Es ist nun ohne weiteres einzusehen, dass der magnetische Fluss, wenn er an dem Eck, wie dargestellt, um 90  seine Richtung ändert, in einem erheblichen Masse Kernmaterial durchströmt, welches die ungünstige Ausrichtung besitzt. Hierdurch entsteht jedoch an diesen Ecken ein erheblicher Wirkungsgradverlust. Wird hingegen bei derartigen Apparaten als Kernmaterial Blech gemäss der vorliegenden Erfin-    dung   das kubische Kristallausrichtung und in der Walzrichtung und quer zur    Walzrichtung   gleiche magnetische Eigenschaften aufweist, verwendet, tritt dieser Nachteil nicht auf.

   Die Verwendung des erfindungsgemässen Bleches ist insbesondere deswegen so vorteilhaft, weil, wie ausgeführt, seine magnetischen Eigenschaften in der Längsrichtung praktisch gleich sind wie die entsprechenden Eigenschaften bei nur einfach ausgerichtetem Material der gleichen Zusammensetzung. 



  Wenngleich bei einigen der    angegebenen   Beispiele ein heisser, warmer und kalter Walzprozess in der ersten Bearbeitungsphase des ausgerichtete Kristalle aufweisenden Gussstückes angegeben wurde, sei hier darauf hingewiesen, dass die kubische Ausrichtung in gleicher Weise bei nur kalter Bearbeitung eines gerichtete Kristalle aufweisenden Gussstückes bei nachfolgender Entspannung durch Erwärmung möglich ist. Zur Verminderung des Kraftbedarfes und der Grösse der erforderlichen Walzen zur wirksamen Bearbeitung von dickeren Platten, und zur schnelleren Verminderung der Dicke von derartigen dicken Platten empfiehlt sich jedoch eine heisse Bearbeitung. Das gewünschte Ergebnis lässt sich jedoch sowohl bei kalter als auch bei warmer Bearbeitung erzielen. 



  So wurde beispielsweise ein Gussstück mit der in    Fig.   4 gezeigten Struktur, welches nach dem oben angegebenen Verfahren in einer Einrichtung gemäss    Fig.   8 erzeugt wurde, und welches aus 3% Silizium und im übrigen aus Eisen bestand, in Platten geschnitten, deren Begrenzungsflächen parallel zu den Längsachsen der    stabförmigen   Kristalle verliefen. Die Dicke dieser Platten betrug etwa 2 mm. Die Platten wurden dann auf kaltem Wege in ihrer Dicke um über 70% vermindert, so dass nach mehreren    Walzprozessen   ein Blech mit einer Stärke von 0,5 mm entstand.

   Der    Walzprozess   wurde so durchgeführt, dass die Längsachsen der    stabförmigen   Kristalle parallel zu der    Walz-      richtung   und zu der Walzebene verliefen, wie dies in    Fig.   5 und der zugehörigen Beschreibung erläutert ist. Das auf diesem Wege gewonnene Blech wurde in einer Wasserstoffatmosphäre bei Temperaturen zwischen 800 C und 1200 C in Zeiten zwischen einer halben Stunde und 16 Stunden entspannt. Von Blechen dieser Art mit raumzentrierten kubischen Kristallen wurden Probestücke entnommen und    Drehmoment-      untersuchungen   unterzogen.

   Es hat sich ergeben, dass alle Proben das Verhalten von kubisch ausgerichtetem Material aufwiesen, und zwar lagen die maximalen    Drehmomentwerte   bei 104 000    erg/cm3,   während das    Spitzenwertverhältnis   zwischen 0,76 und 0,90 schwankte. Aus diesen Versuchen geht ohne weiteres hervor, dass kubisch orientiertes Blech gemäss der Erfindung aus Gussstücken mit ausgerichteten Kristallen sowohl durch warmes als auch durch kaltes Walzen erzeugt werden kann. 



  Im vorliegenden Verfahren können beispielsweise Gussstücke runder oder rechteckiger zylindrischer Form in gleicher Weise hergestellt werden wie    Guss-      stücke   anderer, z. B. prismatischer Form. Ferner 

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 können die ausgerichtete Kristalle aufweisenden    Guss-      stücke   ohne vorher zu Platten geschnitten worden zu sein direkt dem Walzprozess unterzogen werden. Daneben können, wie angegeben, die zum    Walzen   gelangenden Platten aus einem Gussstück mit ausgerichteten Kristallen ausgeschnitten sein. Es ist ferner erwähnenswert, dass die Oberflächen der Platten nicht unbedingt genau parallel sein müssen, vielmehr können auch Platten dem Walzprozess unterzogen werden, deren Begrenzungsflächen einen Winkel von wenigen Grad einschliessen.

   Dies tritt insbesondere dann auf, wenn die Gussform zur Erzeugung des Gussstückes konisch    geneigte   Wände besitzt, damit das Gussstück leichter aus ihr entfernt werden    kann.   Gussstücke mit entsprechender Formgebung werden gewöhnlich erzeugt und heiss    gewalzt;   ein entsprechendes Vorgehen ist bei der    vorliegenden      Erfindung   durchaus möglich. Ferner muss zur Erzeugung von ausgerichteten Stab- bzw.    stengelförmigen   Kristallen der Temperaturgradient beim Erkalten der    Schmelze   nicht unbedingt in der Längsachse des Gussstückes verlaufen, er kann, wenn die Ausbildung des    Guss-      stückes   dies zulässt, auch quer verlaufen.

   Neben diesen angeführten Abweichungen von den angegebenen Beispielen sind noch weitere Modifikationen des Verfahrens möglich, welche jedoch nicht alle aufgeführt werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Magnetisches Material aus polykristallinem, magnetisch weichem, gewalztem Blech, bestehend aus Legierungen des Eisens mit bis zu 8 Gew.% Aluminium, oder bis zu 5 Gew.a/o Silizium, oder bis zu 8 Gew.a/o Molybdän, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehr als 50% der Kristalle jedes Raumgitter eine Ausrichtung (100) [001] aufweist, wobei die Würfelflächen (100) parallel zur Oberfläche des Bleches und die Würfelkanten parallel und senkrecht zur Walzrichtung liegen, so dass das Blech ein durchschnittliches Spitzenwertverhältnis der Drehmomente von mindestens 0,
    70 und mindestens einer dieser Spitzenwerte einen Wert von mindestens 77000 erg/ cms aufweist. UNTERANSPRUCH Magnetisches Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens bei 74% der Kristalle jedes Raumgitter eine Ausrichtung (100) [001] aufweist.
CH5076757A 1956-09-20 1957-09-20 Magnetisches Material CH403100A (de)

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