CH401509A - Vorrichtung zur digitalen Wiedergabe eines von einem Ausschlaginstrument angezeigten Messwertes - Google Patents
Vorrichtung zur digitalen Wiedergabe eines von einem Ausschlaginstrument angezeigten MesswertesInfo
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Description
Vorrichtung zur digitalen Wiedergabe eines von einem Ausschlaginstrument angezeigten Messwertes Bei den Anzeigegeräten, die entweder durch ei nen Massezeiger oder durch einen Lichtstrahl den Ausschlag eines Messgerätes, welches grunsätzlich als Analoganzeiger für die zu messende Grösse wirkt, ablesbar machen, sind bekanntlich die Genauigkeiten von der Grösse des Ausschlags abhängig.
Will man im ganzen Bereich eine gleichmässige Genauigkeit im absoluten Mass erhalten, so verwendet man bevor zugt die Digitalanzeige und zu deren Betrieb Brücken- oder Kompensationsmethoden. Es sind sogenannte Sägezahn-Verschlüssler bekannt, die aber nur eine geminderte Genauigkeit ergeben, ausserdem verlangen sie einen recht hohen Aufwand.
Für Genauigkeiten von 0,5 ö setzt man gerne Geräte ein, die von einem Ausschlaginstrument gemessene Werte digital ver schlüsseln (sogenannte Scheiben-Verschlüssler). Auch hierbei besteht der Nachteil, dass der Aufwand zu hoch ist, denn der Preis eines Verschlüsslers - um einen Vergleich zu geben - macht das Vielfache des eingebauten Messwerkes aus.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Digi- tal-Wiedergabe eines von einem Ausschlagsinstru- ment angezeigten Messwertes und ist gekennzeichnet durch Mittel, welche bei Rückführung des Aus schlagswinkels des Analoganzeigers auf Null eine den Messwert charakterisierende Anzahl von Impul sen erzeugen. Die Rückführung des Instrumenten ausschlags auf Null kann man beispielsweise durch eine vorübergehende Unterbrechung des Messkreises erzielen.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, das Messsystem des Messwerks mechanisch in die An fangslage zurückzudrücken.
Bei einem Instrument mit einem Lichtzeiger oder einem drehbaren Spiegel kann der Spiegel kamm artig abgedeckt sein. Die Lichtimpulse, die der Spie gel durch die Kammlücken sendet, werden dann von einer Photozelle aufgefangen. Dadurch entstehen bei jeder Ausschlagsänderung des .Messsystems Lichtim pulse auf der Photozelle, die von dieser in Spannungs impulse umgesetzt werden.
Eine Spiegelfläche kann auch an der Skala an geordnet sein, so dass der Lichtstrahl durch eine vor gesetzte Kammblende auf den Spiegel fällt und von dort zurückgestrahlt wird. Die Spiegelfläche an der Skala kann auch von nichtreflektierenden Flächen unterbrochen sein, so dass sich eine Art Sprossen spiegel ergibt, der bei Änderungen des Ausschlags winkels des Messwerkes Lichtimpulse erzeugt.
Bei Instrumenten mit einem Massezeiger ist es beispielsweise auch möglich, über oder unter der Skala eine langgestreckte Induktionsspule anzuord nen, in der vermittels einer sehr kleinen, am Zeiger befestigten Spule Spannungsstösse induziert werden. Zwischen beiden Spulen sorgt dabei eine kaminartige metallische Blende dafür, dass jede Zeigerbewegung in Impulse aufgelöst wird, die dann zur digitalen Verarbeitung geeignet sind.
Die beiden einander be einflussenden Spulen können auch in einer Rück kopplungsschaltung angeordnet sein, vorzugsweise bei hohen Frequenzen, und auf diese Weise Impulse er zeugen, sobald der Zeiger seine Stellung ändert. Die Digitalzählung beginnt vorzugsweise beim Rücklauf des Zeigers in die Anfangslage, z. B. nach Drücken einer Signaltaste.
Zur Erläuterung der Erfindung dienen Figuren als Beispiele.
Fig. 1 zeigt die für den zu erläuternden Vorgang wesentlichen Teile eines Messwerkes mit einem Spie gel.
Eine Lichtquelle 1 lenkt über einen Drehspiegel 2, der um die Systemachse 3 des Messwerkes dreh bar ist, seinen Lichtstrahl auf eine Skala 4, neben welcher eine Spiegelfläche 5 mit einer kammartigen Bedeckung 6 angeordnet ist. Das vom Spiegel 2 auf den Spiegel 5 gelenkte Licht fällt auf eine Photozelle 7, so dass bei der Bewegung des Lichtstrahles Licht impulse auf die Photozelle 7 auftreffen.
Die Verschlüsselung der Auftreffimpulse ist be kannt und braucht nicht dargestellt zu werden. Es handelt sich jetzt um die in bekannter Weise lösbare Aufgabe, die Stellung des Lichtzeigers 10 auf der Skala 4 dadurch zur Anzeige zu bringen, dass die beim Rücklauf des Zeigers zum Nullpunkt der Skala entstehenden Lichtimpulse digital gezählt werden. Die Rückführung des Lichtstrahles 10 auf den An fangspunkt der Skala 4 lässt sich sowohl durch Ab schaltung des Messwertes, der das Messsystem 2, 3 beeinflusst, als auch durch eine mechanische Kraft herbeiführen, die den Spiegel so weit zurückdreht, dass der Lichtstrahl 10 wieder zum Anfangspunkt der Skala 4 zurückkehrt.
Die Abschaltung des Messkreises kann durch ein Relais bewirkt werden, welches durch Niederdrücken eines Steuerknopfes. betätigt wird. Diese Unterbre chung des Messkreises ist nur kurzzeitig, weil die Zeit nicht grösser zu sein braucht als die Rücklauf zeit des Zeigers von der Ausschlagstellung bis in die Anfangsstellung. Es ist also dadurch möglich, digitale Anzeigen zu jedem Zeitpunkt, wenn es gewünscht wird, herbeizuführen, wobei eine nur kurzzeitige Un terbrechung der analogen Anzeige oder der Registrie rung bei einem Registriergerät entsteht.
In Fig. 2 ist die Anordnung so ausgeführt, dass anstelle des Spiegels 5 unter der Messinstrumenten- skala 4 in Fig. 1 jetzt eine sich längs der Skala erstreckende Photozelle angeordnet ist. Das Licht braucht also nicht mehr von einem Skalenspiegel zum zweiten Male abgelenkt zu werden, um zur Photozelle zu gelangen, sondern der Lichtstrahl 10 trifft unmittelbar auf die Skala und gleichzeitig auf die Photozelle.
Die Photozelle ist aber durch eine kammartige Blende 16 abgedeckt, so dass beim Aus schlag oder Zurücklaufen des Lichtzeigers 10 die Änderung des Ausschlagwinkels des Messsystems in Impulse aufgelöst wird-, die in der Photozelle oder Diode elektrische Impulse hervorrufen.
In Fig. 2 ist wiederum 14 die Messinstrumenten- skala, 15 ist die Photozelle, 16 ist die kammartige Blende vor der Photozelle. Die Bezeichnungen von 1, 2, 3 und 10 sind die gleichen wie in Fig. 1.
Bei einem Messwerk mit einem Massezeiger ist eine benutzbare Anordnung in Fig. 3 erläutert. Der Massezeiger 20 des Anzeigegerätes 21 zeigt auf einer Skala 24 den augenblicklichen Messwert analog an. Unter der Skala 24 liegt eine langgestreckte In duktionsspule 25, die von einem kammartig aus geschnittenen Blechstreifen 26 überdeckt ist.
Dieser Blechstreifen 26 hat zur Folge, dass eine am Zeiger 20 angebrachte äusserst schmale Induktionsspule 27 nur dann induktiv auf die darunterliegende Induk tionsspule 25 einwirken kann, wenn sich die schmale Spule gerade einer Öffnung in der Blende 26 gegen- über befindet. Mit dieser einfachen Anordnung er reicht man ebenfalls, dass die Ausschlagsgrösse des Zeigers 20 zählbar wird, sobald man den Zeiger von der Ausschlagsstellung bis in die Nullstellung zurückgehen lässt, denn durch die Blende 26 erzeugt man auf diese Weise Induktionsimpulse, die zur Steuerung eines Verschlüsslers geeignet sind. Nötigen falls können diese Induktionsimpulse verstärkt wer den.
Wenn man die Blende an der Skala nur in einem Teilbereich des möglichen Zeiger- oder Lichtstrahl- ausschlags mit Unterbrechungen versieht, erfolgt eine gekürzte Anzeige, weil es genügt, den Ausschlag z. B. nur bis zum halben Maximalausschlag zurück fallen zu lassen. Dies empfiehlt sich bei Hauptwert anzeigern. Der für die digitale Anzeige notwendige Verschlüssler zeigt dann nur die Zahlen oberhalb des unterdrückten Zahlenbereiches an.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur digitalen Wiedergabe eines von einem Ausschlaginstrument angezeigten Messwertes, gekennzeichnet durch Mittel, welche bei Rückführung des Ausschlagswinkels des Analoganzeigers auf Null eine den Messwert charakterisierende Anzahl von Impulsen erzeugen. UNTERANSPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Schalter zur vorübergehenden Unterbrechung des Messkreises vorgesehen ist. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, bei einem Instrument mit einem Massezeiger, dadurch gekenn zeichnet, dass der Zeiger (20) mit einer mechanischen Rückführeinrichtung verbunden ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, bei einem Instrument mit einem Lichtzeiger, der von einem drehbaren Spiegel ausgeht, dadurch gekennzeichnet, dass ein vom Lichtzeiger abgetasteter zweiter Spiegel (5) kammartig abgedeckt ist. 4. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, bei einem Instrument mit einem Lichtzeiger, der von einem drehbaren Spiegel ausgeht, dadurch gekennzeichnet, dass eine Spiegelfläche (5) im Lichtstrahl des Analog anzeigers durch eine vorgesetzte kammartige Blende (6) den Lichtstrahl aufnimmt und auf eine Photo zelle (7) zurückstrahlt (Fig. 1). 5.Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Spiegelfläche (5) an der Skala durch Zwischenreihung von nichtreflektieren den Teilflächen wie ein Sprossenspiegel den Licht strahl beim Durchlaufen oder Rücklaufen in Licht impulse umwandelt. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch, bei Instru menten mit einem Massezeiger, gekennzeichnet durch eine längs der Skala sich erstreckende Induktions spule (25), in welcher mittels einer am Zeiger (20) befestigten Spule (27) Spannungsstösse induziert wer den, und durch eine zwischen beiden Spulen ange ordnete kammartige metallische Blende (26), wobei die am Zeiger befestigte Spule (27) nicht breiter als ein Zahn der kammartigen Blende (26) ist (Fig. 3). 7.Vorrichtung nach Patentanspruch, bei Instru menten mit einem Massezeiger, gekennzeichnet durch eine längs der Skala sich erstreckende Induktions spule (25), in welcher mittels einer am Zeiger (20) befestigten Spule (27) Spannungsstösse induziert wer den, und- dadurch, dass beide Spulen in einer Rück kopplungsschaltung derart angeordnet ,sind, dass Im pulse erzeugt werden, sobald der Zeiger seine Stellung ändert. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtzeiger (10) des Instru mentes auf eine neben der Skala sich erstreckende Photozelle (15) fällt, die teilweise durch eine kamm artige Blende (16) abgedeckt ist (Fig. 2). 9.Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die kammartige Blende öffnun- gen nur in einem Teilbereich der Skala hat.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH95261A CH401509A (de) | 1960-02-04 | 1961-01-27 | Vorrichtung zur digitalen Wiedergabe eines von einem Ausschlaginstrument angezeigten Messwertes |
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1961
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