CH397221A - Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Giessharz und Giessform zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Giessharz und Giessform zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Giessharz und Giessform zur Durchführung des Verfahrens Bei der Herstellung von Formkörpern aus Giessharz tritt häufig die Aufgabe auf, in den Formkörper einen aus einem anderen Werkstoff, z. B. Metall, bestehenden Körper teilweise, d. h. so einzubetten, dass ein Teil dieses Körpers aus dem fertigen Giessharzformkörper herausragt. So muss z. B. bei elektrischen Durchführungsisolatoren aus Giessharz der Durchführungsbolzen so eingebettet werden, dass seine beiden Enden aus dem Giessharzkörper herausragen. Auch Befestigungs-und Anschluss armaturen bei anderen elektrischen Giessharzisolierkörpern, darunter z. B. die Anschlussklemmen oder Anschluss schienenstucke für die in Giessharzkörper eingebetteten Wicklungen von Transformatoren, Messwandlern oder Drosselspulen, müssen in dieser Weise eingebettet werden. Bei den bisher bekanntgewordenen Giessformen zur Herstellung solcher Formkörper aus Giessharz mit teilweise eingebetteten Metallkörpern bereitet es grosse Schwierigkeiten bzw. Mühe, an der Stelle, an der der nicht einzubettende Teil des Metallkörpers aus dem zu giessenden Formkörper heraustreten soll, zwischen der an dieser Stelle meist auch eine Trennfuge aufweisenden Giessform und diesem Metallkörperteil, der die Wandung der Giessform durchsetzt und aus der Giessform herausragt, für eine so gute Dichtung zu sorgen, dass in den diesen Teil des Metallkörpers aufnehmenden Raum der Giessform kein Giessharz gelangen und womöglich aus der Giessform auch noch herausfliessen kann. Besonders schwierig wird dieses Dichtungsproblem, wenn der nicht einzubettende Teil des Metallkörpers ein Aussengewinde, wie es z. B. bei einem Durchführungsbolzen der Fall ist, oder Durchbohrungen oder Durchbrechungen aufweist. Ist die Abdichtung aber nicht gut, so muss man nach Beendigung des Giess- und Härteprozesses und Abnehmen der Giessform von dem Formkörper viel Zeit und Arbeit für die Entfernung des Giessharzes von dem herausragenden Metallkörperteil aufwenden. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Giessharz, in die aus einem anderen Werkstoff, z. B. Metall, bestehende Körper teilweise eingebettet sind. Die geschilderten Schwierigkeiten und Nachteile werden erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass derjenige Teil des einzubettenden Körpers, der aus dem zu giessenden Formkörper herausragen soll, mit einer ihn eng umgebenden Kappe versehen, danach der mit der Kappe versehene Körper in die Giessform eingebracht und nach Eingiessen und Härten des Giessharzes die Giessform von dem Formkörper und danach die Kappe von dem in dem Formkörper teilweise eingebetteten Körper entfernt wird. Da es ohne Schwierigkeit möglich ist, die Kappe so auszubilden, dass sie den nicht einzubettenden Teil des Körpers dicht umhüllt, und ihre äussere Gestalt so einfach, z. B. zylindrisch zu machen, dass sie genau an der betreffenden Innenwandung der Giessform anliegt, tritt bei dem Verfahren gemäss der Erfindung das geschilderte schwierige Dichtungsproblem überhaupt nicht auf, d. h. die Herstellung solcher Formkörper aus Giessharz mit einem nur teilweise einzubettenden Körper aus anderem Werkstoff wird wesentlich einfacher und weniger zeitraubend als bisher. Die Erfindung betrifft ferner eine Giessform zur Herstellung von Formkörpern aus Giessharz nach diesem Verfahren; und zwar bildet die Kappe, mit der der teilweise einzubettende Körper vor dem Einbringen in die Giessform versehen wird, einen Teil der Giessform. Vorzugsweise dient die Kappe gleich zeitig zur Halterung bzw. Distanzierung des einzu bettenden Körpers in der Giessform. Bei einer Giessform gemäss der Erfindung gibt es keine Überschneidungen von Dichtungen, wie dies bei den bisher bekanntgewordenen Giessformen zur Herstellung von Formkörpern, in die aus einem anderen Werkstoff bestehende Körper teilweise eingebettet werden sollen, der Fall ist. Solche Stellen einer Giessform, an denen sich Dichtungen überschneiden, sind nämlich nur mit grosser Mühe, wenn überhaupt, einwandfrei abdichtbar. Die Fig. 1 und 2 zeigen im Längsschnitt bzw. in einem Querschnitt längs A-B ein Beispiel für eine Giessform gemäss der Erfindung, die zur Herstellung eines Durchführungsisolators aus Giessharz bestirumt ist. Mit 11 ist der Durchführungsbolzen bezeichnet, dessen beide Enden mit Aussengewinde versehen sind. In der Fig. 1 ist der Einfachheit halber nur das eine Ende 12 dargestellt. Auf dieses ist eine zweckmässig aus Metall bestehende zylindrische Kappe 13 mit Innengewinde aufgeschrau'bt, die den Bolzen 11 soweit umhüllt, wie er aus dem aus Giessharz zu formenden Isolierkörper 14 herausragen soll. Der mit der Kappe 13 versehene Durchführungsbolzen wird in die die beiden Teile 15 und 16 aufweisende Giessform eingelegt. Die Trennfuge zwischen den beiden Formteilen 15, 16 ist mit 17 bezeichnet. Die Form ist so ausgebildet, dass die Kappe 13 gleichzeitig zur Halterung des einzubettenden Durchführungsbolzens 11 in der Giessform dient. Die Kappe 13 bildet, wie man sieht, auch einen Teil der Giessform, indem sie die beiden anderen Formteile 15, 16 so ergänzt, dass das Ende 12 des Bolzens 11 von Giessharz freibleibt. Auf die mit dem Giessharz in Berührung kommende Ringfläche 18 der Kappe 13 wird ebenso wie in üblicher Weise auf die Innenwandungen der Giessform ein Formtrennmittel aufgebracht; danach wird durch einen nicht dargestellten Einfüllkanal das zur Bildung des Isolierkörpers 14 erforderliche Giessharz eingefüllt, vorzugsweise unter Vakuum. Der Steigkanal ist in der Zeichnung auch nicht eingezeichnet. Nach genügender Aushärtung des Giessharzes werden die Formteile 15, 16 entfernt und anschliessend die Kappe 13 abgeschraubt. Der in der Zeichnung sichtbare schmale Spalt 19 zwischen dem Deckel der Kappe 13 und den Formteilen 15, 16 sorgt dafür, dass die Form nicht ungünstig beansprucht und womöglich gesprengt wird, wenn der Bolzen 11 sich bei der während des Giess-und Härtevorganges stattfindenden Erwärmung in Längsrichtung ausdehnt. Bei der in der Zeichnung dargestellten Giessform gemäss der Erfindung genügt also die Anordnung einer Dichtung in der Trennfuge zwischen den beiden Formteilen 15 und 16, wie sie in der Giesstechnik üblich ist. In der Zeichnung ist diese schematisch angedeutete Dichtung mit 20 bezeichnet. Wenn derjenige Teil des einzubettenden Körpers, der aus dem zu giessenden Formkörper herausragen soll, kein Aussengewinde aufweist, wie es z. B. bei den Anschlussschienenstücken (Flachschienenstücken) einer in Giessharz eingebetteten Wicklung eines Messwandlers der Fall ist, wird gemäss der Erfindung die entsprechend gestaltete Kappe auf den betreffenden Teil des einzubettenden Körpers, also z. B. auf jedes der Anschlussschienenstücke, soweit sie vom Giess- harz freibleiben müssen, einfach aufgeschoben, vorzugsweise unter Benutzung eines Gleitmittels, welches einmal das Aufschieben der eng anliegenden Kappe erleichtert, zum anderen das Eindringen von Giessharz zwischen Kappe und Anschlussschienenstück verhindert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Giessharz, in die aus einem anderen Werkstoff bestehende Körper teilweise eingebettet sind, dadurch gekennzeichnet, dass derjenige Teil des einzubettenden Körpers, der aus dem zu giessenden Formkörper herausragen soll, mit einer ihn eng umgebenden Kappe versehen, danach der mit der Kappe versehene Körper in die Giessform eingebracht und nach Eingiessen und Härten des Giessharzes die Giessform von dem Formkörper und danach die Kappe von dem in dem Formkörper teilweise eingebetteten Körper entfernt wird.UNTERANSPRÜCHE 1 Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Einbringen des mit der Kappe versehenen Körpers in die Giessform auf diejenigen Flächen der Kappe, die beim Giessvorgang mit dem Giessharz in Berührung kommen, ein Formtrennmittel aufgebracht wird.2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe, wenn der aus dem zu giessenden Formkörper herausragende Teil des einzubettenden Körpers ein Aussengewinde aufweist, mit einem entsprechenden Innengewinde versehen und auf den einzubettenden Körper aufgeschraubt wird.3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe auf den aus dem zu giessenden Formkörper herausragenden Teil des einzubettenden Körpers unter Benutzung eines Gleitmittels aufgeschoben wird.PATENTANSPRUCH II Giessform zur Herstellung von Formkörpern aus Giessharz nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe, mit der der teilweise einzubettende Körper vor dem Einbringen in die Giessform versehen wird, einen Teil der Giessform bildet UNTERANSPRÜCHE 4. Giessform nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe gleichzeitig zur Halte rung bzw. Distanzierung des einzubettenden Körpers in der Giessform dient.5. Giessform nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe innerhalb des von dem oder den anderen Teilen der Giessform gebildeten Hohlraumes liegt.PATENTANSPRUCH III Anwendung des Verfahrens gemäss Patentan spruch I zur Herstellung von elektrischen Giessharz isolierkörpern, in die aus Metall bestehende Körper derart eingebettet sind, dass sie aus den Giessharzisolierkörpern herausragen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM0050219 | 1961-09-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH397221A true CH397221A (de) | 1965-08-15 |
Family
ID=7306780
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH834762A CH397221A (de) | 1961-09-05 | 1962-07-11 | Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Giessharz und Giessform zur Durchführung des Verfahrens |
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| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT244052B (de) |
| CH (1) | CH397221A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2617085A1 (fr) * | 1987-03-06 | 1988-12-30 | United Carr Gmbh Trw | Element de fixation integrable dans un produit mousse, pour une garniture de revetement en mousse dure obtenue par un processus de formation de mousse |
| EP0286249A3 (en) * | 1987-04-07 | 1990-05-02 | Trw United-Carr Ltd. | Connectors |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3105217C2 (de) * | 1981-02-13 | 1987-04-09 | Rudolf Dipl.-Wirtsch.-Ing. 3548 Arolsen Wilke | Befestigungsvorrichtung an lösbar miteinander verbindbaren Beschlag- oder Ausstattungsteilen und Verfahren zur Herstellung derselben |
| EP0058391B1 (de) * | 1981-02-13 | 1986-11-26 | Rudolf Dipl.-Wirtsch.-Ing. Wilke | Befestigungsvorrichtung an lösbar miteinander verbindbaren Beschlag- oder Ausstattungsteilen und Verfahren zur Herstellung derselben |
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1962
- 1962-07-09 AT AT553662A patent/AT244052B/de active
- 1962-07-11 CH CH834762A patent/CH397221A/de unknown
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT244052B (de) | 1965-12-10 |
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