CH397156A - Verfahren zur Herstellung von Penicillinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Penicillinen

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CH397156A
CH397156A CH1302160A CH1302160A CH397156A CH 397156 A CH397156 A CH 397156A CH 1302160 A CH1302160 A CH 1302160A CH 1302160 A CH1302160 A CH 1302160A CH 397156 A CH397156 A CH 397156A
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CH1302160A
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Ernst Dr Brandl
Richard Dr Brunner
Hans Dr Margreiter
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Beecham Group Ltd
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Penicillinen       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von Penicillinen der Formel       CsHio0sNS-NH-Z,-R,-(X-Rz)n    I  worin     Z1    eine CO- oder     S02-Gruppe,        R1    einen zwei  wertigen,     gegebenenfalls    substituierten,     aliphatischen     Rest, X     eine    direkte Bindung,     Sauerstoff    oder Schwe  fel und     R2    einen organischen Rest, vorzugsweise einen       aliphatischen,        araliphatischen,

      aromatischen oder     he-          terocyclischen    Rest, der gegebenenfalls substituiert  sein kann, und n=1 oder 2 bedeuten.  



  Bei der biosynthetischen Herstellung von     Penicil-          linen    geht man im allgemeinen in     der    Weise vor,     dass     man das in der Seitenkette des     Penicillinrnoleküls    ge  wünschte Radikal durch Zusatz     chemischer    Verbin  dungen, sogenannter     Precursors,    während der     Fer-          mentationsperiode    einführt.

   Unter     Fermentations-          periode    ist dabei der Zeitabschnitt zwischen der  Zugabe von     Pilzmycel    zur Nährlösung und Abtren  nung des     Mycels    zu verstehen. Ein solches     Verfahren     ist z. B. in der britischen Patentschrift Nr. 643 514  beschrieben.  



  Einzelne     Penicilline,    wie z. B.     (a-Methyl)-phen-          oxymethylpenicillin,    sind jedoch bisher auf rein     bio-          synthetischem    Wege nicht hergestellt worden.  



       Ziel    der vorliegenden Erfindung ist es, ein     Fer-          mentationsverfahren    zu schaffen, bei dem während  der Fermentation unter Zusatz einer geeigneten     Pre-          cursorverbindung    nicht nur bereits bekannte Penicil  line, wie     Phenoxymethylpenicillin,        p-Cresoxymethyl-          penicillin,        Phenylmercaptomethylpenicillin,        Benzyl-          penicillin    und     n-Butoxymethylpenicillin,    mit verbes  serter Ausbeute erhalten werden können,

   sondern     mit     dem man nunmehr überraschend auf     fermentativem     Wege auch     Penicilline    herstellen kann, die bisher  durch     submerse    Gärung unter Verwendung von Peni-         cillium        notatum    oder     Penicillium        chrysogenum    bzw.

    deren Mutanten, in Gegenwart von üblichen     Precur-          sorverbindungen    nicht erhalten worden     konnten.    So  ist es bekannt, dass     Precursorverbindungen,    die sich  von     o-substituierten        Phenyl-    und     Phenoxyessigsäuren,     wie     2-Chlorphenoxyessigsäure,        2-Cresoxyessigsäure,          2-Oxyphenylessigsäure,        2-Oxyphenoxyessigsäure    und       2-Methoxyphenoxyessigsäure,    ableiten,

   auf     fermen-          tativem    Wege bisher überhaupt nicht eingebaut wur  den; entsprechende, von     m-substituierten        Phenyl-    und       Phenoxyessigsäuren,    wie     3-Oxyphenoxyessigsäure    und       3-Nitrophenoxyessigsäure,    abgeleitete     Precursorver-          bindungen    wurden nur schlecht und mit geringer  Ausbeute eingebaut.  



       Gemäss    der     Erfindung    gelingt es nun, bisher auf       fermentativem    Wege nur schwer bzw. mit nur ge  ringer Ausbeute oder überhaupt nicht     zugängliche          Penicilline,    wie     Penicilline,        die    sich von den folgen  den     Precursorsäuren    ableiten:

       4-Äthylphenoxyessig-          säure,        4-Propylphenoxyessigsäure,        4-tert.-Butylphen-          oxyessigsäure,        4-n-Hexylphenoxyessigsäure,        4-Ace-          tophenoxyessigsäure,    4 -     Acetylaminophenoxyessig-          säure,        4-Pentylketophenoxyessigsäure,        4-Oxyphen-          oxyessigsäure,        4-Äthoxyphenoxyessigsäure,        4-Formyl-          phenoxyessigsäure,

          4-Nitrophenoxyessigsäure,        4-          Cyanphenoxyessigsäure    und     4-Sulfosäurephenoxy-          essigsäure,    in guter Ausbeute     herzustellen,    indem man  als     Precursorverbindungen        Säurehalogenide    der For  mel     II          (R2-X).-Ri-Z2    ,     II       worin     Z2    eine     COHal-    oder     S02Hal-Gruppe    symboli  siert, verwendet.  



  Dabei soll sich jedoch der     Precursorzusatz    in der  Regel über einen erheblichen     Teil    der     Fermentations-          periode        erstrecken.         Der     aliphatische    Rest     R1    kann gerade oder ver  zweigt sein; er kann in der geraden Kette und bzw.

    oder in der Seitenkette eine oder mehrere Doppelbin  dungen     aufweisen.    Ferner kann der Rest     R1        einen     oder mehrere     Substituenten    tragen; Beispiele für  solche     Substituenten    sind     Alkyl,        Alkenyl,        Amino-          alkyl,    N     Acylaminoalkyl,    gegebenenfalls     substituierte          Amino-    oder     Hydroxylgruppen,    gegebenenfalls sub  stituierte aromatische Reste,

   wie     Phenyl-    und     Aralkyl-          reste.     



  Zur Erzielung erhöhter Ausbeuten kann es vorteil  haft sein, mit der Zugabe des     Precursors    erst nach  einer kurzen Anlaufzeit der Fermentation, vorzugs  weise     nach    der üblichen     Angärzeit,    zu beginnen. Fer  ner soll die Fermentation nach der letzten Zugabe von       Precursor    noch zweckmässig 3 bis 5 Stunden weiter  geführt werden. Der Zusatz des     Precursors    kann  beim neuen Verfahren     intermittierend    unter Zusatz  kleiner Anteile oder vorzugsweise kontinuierlich er  folgen. Sollte es bei der Fermentation, z.

   B. infolge  Anwendung von überschüssigem     Säurehalogenid,    zu  einem Absinken des     pH-Wertes    kommen, das sich  schädigend auf den weiteren     Fermentationsverlauf          auswirken    würde, so kann diesem Absinken des     pH-          Wertes    durch Zusatz geeigneter     Puffersubstanzen    zur  Nährlösung oder     mittels    alkalisch reagierender     Stoffe     entgegengewirkt werden.

   Die Puffersubstanzen kön  nen bereits von vornherein in der Lösung     vorliegen     oder gleichzeitig mit dem     Precursor,    jedoch vorteil  haft an einer von der Stelle der     Precursorzufuhr    ver  schiedenen Stelle, zugesetzt werden. Die     Zufuhr    von       neutralisierend    wirkenden     Stoffen    erfolgt in der Re  gel in Abhängigkeit von     der    Zufuhr an     Precursor.     



  Als Puffersubstanzen haben sich     Natriumbicar-          bonat    oder     Phosphatgemische    besonders     zweckmässig     erwiesen, während als neutralisierend wirkende Stoffe  u. a.     Lösungen    von     Alkalihydroxyden,    insbesondere       Natriumhydroxyd,    in Frage kommen.  



  Vorzugsweise wird während des     Precursorzusat-          zes    in der     Fermentationslösung    ein     pH-Wert    im phy  siologischen Bereich eingeregelt.  



       Während    der Fermentation kann es auch zu  einem Abbau von überschüssiger     Precursorverbin-          dung    kommen, was einen weiteren     Vorteil    bei der  nachfolgenden Extraktion darstellt.  



  Werden beim     erfindungsgemässen    Verfahren als       Precursor        Säurehalogenide    verwendet, welche ein  asymmetrisches     C-Atom    enthalten, so können sie     in     verschiedenen     isomeren    Formen eingesetzt werden;  meist wird das     Racemat    zur     Acylierung    verwendet, in  welchem Falle man dann das entsprechende     DL-          Penicillin    bzw. die beiden     diastereoisomeren        Penicil-          line    erhält.  



  Die im Rahmen der     Erfindung    als     Precursors    an  gewendeten     Säurehalogemde    führen zu günstigen  Ausbeuten an Penicillin. Sie zeichnen sich     ferner     durch eine selektive Wirksamkeit gegen     Bakterien     aus; eine Hemmung des Wachstums des     Pilzes    konnte  bei den angewendeten Konzentrationen nicht beob  achtet werden.    Es wurde auch gefunden, dass Unterschiede in der  Eignung von     Penicilliumstämmen    für die Verwend  barkeit beim     erfindungsgemässen    Verfahren bestehen.

    Beispiele     für    besonders geeignete     Penicilliumstämme          sind        Penicillium        chrysogenum        WIS    Q<B>176</B> und     Peni-          cillium        chrysogenum    51-20 und deren Mutanten.  



  Im Rahmen der beim     erfindungsgemässen    Ver  fahren verwendeten     Precursorverbindungen    nehmen  die     Halogenide    der     a-substituierten    Essigsäuren, z. B.       Phenoxyessigsäuren,    und insbesondere solche     Essig-          säuren,    deren     a-Kohlenstoffatom    tertiären Charakter  hat, eine besondere Stellung ein, besonders auch des  halb, weil Penicilline mit Resten von solchen Essig  bzw.     Phenoxyessigsäuren    durch die üblichen Fermen  tationsmethoden nur schwer oder     gar    nicht zugänglich  waren.

   Beispiele für solche am     a-Kohlenstoffatom          substituierte    Essigsäuren sind     (a-Methyl)-phenoxy-          essigsäure,        (a-Phenyl)-phenoxyessigsäure,        a-Phenoxy-          stearinsäure,        N-Acetyltryptophan    und Mandelsäure.  



  Aber auch Penicilline von aromatische Reste  enthaltenden     Alkan-    bzw.     Alkencarbonsäuren,    die am  aromatischen Ring 2 oder 3     Substituenten    tragen, sind  nunmehr auf.     fermentativem    Wege bequem zugäng  lich.

   Beispiele für solche Verbindungen sind     di-sub-          stituierte        Phenoxyessigsäuren,    wie     2,4-Dichlorphen-          oxyessigsäure,        3,4-Dichlorphenoxyessigsäure,        3-Chlor-          4-rnethylphenoxyessigsäure,        4-Chlor-3-methylphen-          oxyessigsäure,        3-Methyl-6-chlorphenoxyessigsäure,          3,4-Dimethylphenoxyessigsäure,        3,5-Dimethylphen-          oxyessigsäure,        2,

  4-Dinitrophenoxyessigsäure    und     tri-          substituierte        Phenoxyessigsäuren,    wie     4-Chlor-3,5-di-          methylphenoxyessigsäure.     



  Weitere Beispiele für Verbindungen, welche nun  mehr, in Form ihrer     Säurehalogenide    angewendet,  während der     Fermentation    in das     Penicillinmolekül     eingebaut     werden,    sind     Oxyessigsäuren    und     alipha-          tische        Carbonsäuren,    vorzugsweise     Äthoxyessigsäure,          (n-Hexyloxy)-essigsäure,        (n-Heptyloxy)-essigsäure,          Capronsäure,        Caprylsäure,        Caprinsäure,        Laurinsäure,

            Adipinsäure;        Mercaptoessigsäuren,        wie        2-Methyl-4-          oxy-phenylmercaptoessigsäure,        3-Methyl-4-oxy-phen-          yhnercaptoessigsäure,        a-4-Oxyphenylmercaptophenyl-          essigsäure    und     4-Tolylmercaptoessigsäure,        Pyridoxy-          essigsäure,        ss-Naphthoxyessigsäure,        4-Oxyphenyl-a-          thiopropionsäure,        Phenylserin,

          Benzylsulfonsäure    und       4-Oxyzimtsäure.     



  Es wurde ferner gefunden, dass man     die        Precur-          sorverbindungen        vorteilhaft    in einem nichttoxischen  organischen Lösungsmittel gelöst bei der Fermen  tation zusetzen kann. Es gelingt auf diese Weise, die  Menge der bei der Fermentation entstehenden     Be-          gleitprodukte    besonders niedrig zu halten. Als orga  nische Lösungsmittel kommen für die     Precursorver-          bindung    vorzugsweise Ester, insbesondere     Äthyl-          acetat    oder     Amylacetat,    aber auch z. B.

   Chloroform  und     Methylisobutylketon,    in Betracht. Zweckmässig  stellt man das     Mischungsverhältnis    von     Precursor-          verbindung    zu     organischem    Lösungsmittel im Bereich  von 1:1 bis 1:20 ein.  



  Der vorliegenden Erfindung liegt     ferner    die Auf-           gabe    zugrunde, Gemische von Penicillinen, von wel  chen wenigstens eine Komponente ein säurestabiles  Penicillin ist, z. B.     eines,    jener Penicilline, wie sie in  der     österr.    Patentschrift Nr. 178 692 näher definiert  sind, in einfacher und wirtschaftlicher Weise herzu  stellen.     Gemische    von     Penicillinsalzen,    von denen       wenigstens    ein     Salz    von einem säurestabilen Penicil  lin abgeleitet ist, haben z.

   B. wegen ihrer     synergisti-          schen    Wirkung Bedeutung     gewonnen.     



  Es wurde nun gefunden, dass man solche Ge  mische von Penicillinen oder deren Salzen nach dem  erfindungsgemässen Verfahren dadurch in     bequemer,     einfacher und     wirtschaftlicher    Weise mittels Fer  mentation erhalten kann,     wenn    man wenigstens einen  Teil der Fermentation in Gegenwart von     wenigstens     zwei verschiedenen     Precursorverbindungen    durch  führt, von welchen mindestens eine ein Säurehalo  genid der Formel     II    ist.  



  Bei dieser besonderen Ausführungsform des Ver  fahrens gemäss der Erfindung     liegen    also in ein und  demselben Gärbehälter     Precursorverbindungen        für     wenigstens zwei     Penicilline    gleichzeitig vor. Bei einer  solchen     Führung    der Fermentation erhält     man.    über  raschenderweise eine erhöhte Gesamtausbeute an Pe  nicillin, verglichen mit einem gleichen     Fermentations-          ansatz,    bei dem nur eine einzige     Precursorverbindung,     sei es, wie bisher üblich, z.

   B. in Form eines     Alkohols     oder einer Säure, wie     Phenoxyäthanol    oder     Phenoxy-          essigsäure,    sei es, in Form eines reaktiven Derivates  einer Säure, wie     a-Methylphenoxyessigsäurechlorid,          zugesetzt    wird. Bei einer solchen Fermentation     ge-          mäss    der     Erfindung,    bei der gleichzeitig z.

   B. zwei       Precursorverbindungen    zugesetzt werden, können  diese     Precursorverbindungen    zwei reaktive Derivate  von verschiedenen     Carbonsäuren,    wie von     Phenoxy-          essigsäure    und von     a-Methylphenoxyessigsäure,    z. B.       Phenoxyessigsäurechlorid    und     a-Methylphenoxyessig-          säurechlorid,    sein.

   Besonders zweckmässig     kann,    aber  auch bei der Fermentation unter gleichzeitiger An  wendung eines     Precursors    vom Typus der     Carbon-          säuren    und eines     Precursors    vom Typus der reaktiven  Derivate von     Carbonsäuren    gearbeitet werden. Dabei  kann beispielsweise so     vorgegangen    werden,     dass    zu  erst wenigstens eine     Carbonsäure,    z.

   B.     Phenoxyessig-          säure,    in     unterschüssigen    Mengen, also in einer die  volle Kapazität des Pilzes nicht ausnutzenden Menge,  zugesetzt wird. Im weiteren Verlaufe der Fermen  tation kann dann kontinuierlich oder absatzweise we  nigstens ein reaktives Derivat einer von der zugesetz  ten Säure, wie     Phenoxyessigsäure,        verschiedene        Car-          bonsäure,    wie ein     Säurechlorid,    z. B. a     Methylphen-          oxyessigsäurechlorid,    hinzugefügt werden.  



  <I>Beispiele</I>  Für die Durchführung der in den Beispielen be  schriebenen     Fermentation    wurde eine Stammnähr  lösung folgender Zusammensetzung verwendet:  
EMI0003.0064     
  
    0,0<B>1</B> <SEP> % <SEP> FCS04 <SEP> . <SEP> 7 <SEP> H.<U>0</U>
<tb>  0,4 <SEP> % <SEP> HgP04     
EMI0003.0065     
  
    0,025 <SEP> % <SEP> MnS04 <SEP> . <SEP> H20
<tb>  0,01 <SEP> % <SEP> caC12
<tb>  4,0 <SEP> % <SEP> Laktose
<tb>  1,0 <SEP> % <SEP> Glucose.       Der     pH-Wert    der Nährlösung wurde     mit        NaOH     auf 6,0 eingestellt.

   Vor der     Beimpfung    wurde der       sterilen        Nährlösung    1     %        einer        25%igen        CaC0g-Sus-          pension    zugefügt.  



  <I>Beispiel 1</I>  90     ml    Stammnährlösung  10 ml     Bierhefeautolysat        (mit    20 g     Stickstoff/Liter)          0,1        Vol:        %        a-Phenoxypropionsäurechlorid        (Gesamt-          menge)    ab der 72. Stunde in Intervallen von 12  Stunden zugesetzt  1     %        Sporenimpfgut        des        Penicillium        chrysogenum-          Stammes    351.  



  Gärgefäss: 21     Erlenmeyerkolben    auf     Rundschüttel-          maschine    mit 240 Umdrehungen pro Minute (U/  min) und 30 mm Hub.  



       Gärzeit:    168 Stunden.  Gärtemperatur: 24  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (Plattentest    gegen     Staphy-          lococcus        aureus    SG 511): 3200 Einheiten je ml       (E/ml).     



  Im Vergleichskolben wurde ohne Zusatz von     a-          Phenoxypropionsäurechlorid    gearbeitet; nach Beendi  gung der     Fermentation    wurde einem     aliquoten    Teil  das     Mycel    abgetrennt; die erhaltene Kulturflüssigkeit  wurde in Gegenwart von     Natriumbicarbonat    mit über  schüssigem     Phenoxypropions,äurechlorid        acyliert,    wo  bei nach der gleichen Testmethode nur 2900     E/ml     Penicillin festgestellt wurden.

      <I>Beispiel 2</I>  4750 ml Stammnährlösung  250     ml        Cornsteepliquor    (mit 40 g     Stickstoff/Liter)          0,15        Vol:        %        a-Phenoxypropionsäurechlorid        (Gesamt-          menge)    ab der 36.

   Stunde     in.    Intervallen von 4  Stunden zugesetzt  5     %        Mycelimpfb        t        des        Stammes        Penicillium        chryso-          genum    351.  



  Gärgefäss: 101     Nirostafermenter,        Vortex    System,  800 U/min, 90 mm     Scheibenrührer.     



  Gärzeit: 108 Stunden.  Gärtemperatur: 24  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  1750     E/ml.     



  Zur Aufarbeitung wurde die     Fermentationsflüssig-          keit    filtriert, wobei ein Flüssigkeitsvolumen von 4,21  anfiel. Dieses Kulturfiltrat wurde mit 1,51     Butylacetat     bei einem     pH-Wert    von 2,0     extrahiert    und das     Peni-          cillin    aus der     Butylacetatphase    mit Puffer     pH    7,

  0       rückextrahiert.    Nach erneuter     Überführung    in 50 ml       Butylacetat    erhielt man eine Lösung     mit    einem     Peni-          cillingehalt    von 119 000     E/ml.    Das     Penicillin    wurde  durch     Zusatz    von in Methanol gelöstem     Kaliumacetat     ausgefällt.      Ausbeute: 3,3 g     a-Phenoxyäthylpenicillin-Kaliumsalz     ä 1480     E/mg        (jodometrischer    Test).  



  Das ausgeschiedene     Kaliumsalz    zeigte nach ein  stündigem Stehen bei     pH    2 eine     Aktivitätsabnahme     von 10 %.  



  Im     Vergleichsfermenter    wurde ohne Zugabe von       a-Phenoxypropionsäurechlorid    fermentiert; nach Be  endigung der Fermentation wurde aus einem     aliquo-          ten    Teil das     Mycel        abfiltriert;    das Filtrat wurde in  Gegenwart von     Natriumbicarbonat    mit überschüs  sigem     Phenoxypropionsäurechlorid        acyliert,    wobei  nach der gleichen Testmethode nur 1500     E/ml        Peni-          cillin        festgestellt    wurden.  



  <I>Beispiel 3</I>  4250     ml        Stammnährlösung     750 ml     Bierhefeautolysat        (mit    15 g     Stickstoff/Liter)          0,12        Vol.        -%        a-Phenoxypropionsäurechlorid        (Gesamt-          menge)

      von Beginn der     Fermentation    an konti  nuierlich zugesetzt  7     %        Mycelimpfgut        des        Stammes        Penicillium        chryso-          genum    1014.  



  Gärgefäss: 101     Nitrostafermenter,        Vortex    System,  800     U/min,    90 mm     Scheibenrührer.     



  Gärzeit: 96 Stunden.  Gärtemperatur: 24  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  2000     E/ml.     



  Zur Aufarbeitung wurde die Kulturlösung     filtriert     und das Filtrat zur     Inaktivierung    der natürlichen Pe  nicilline auf     pH    2,5 angesäuert und 1 Stunde bei  Zimmertemperatur stehen gelassen. Nach dieser Zeit  betrug der     Penicillingehalt    der Lösung 1700     E/ml.     4 Liter dieses so vorbehandelten Kulturfiltrates wur  den nun mit 2 Liter     Butylacetat        extrahiert.    Aus der       Butylacetatphase    wurde das     Penicillin    mit 500 ml       Bicarbonatlösung    in die     wässerige    Phase     überführt.   

    Diese     Bicarbonatlösung    wurde nach     Ansäuerung    auf       pH    2 mit 70 ml     Butylacetat        extrahiert.    Aus der     Butyl-          acetatphase    wurde das     Penicillin    mit einer     0,5-mola-          ren    Lösung von     Kaliumacetat    in     Butanol    ausgefällt.  Es wurden 3,34 g     a-Phenoxyäthylpenicillin-Kalium-          salz    ä 1470     E/mg    erhalten     (jodometrischer    Test).  



  Zur     Identifizierung    des     Penicillins    wurde 1 g des  erhaltenen     Kaliumsalzes    mit 5     rnolarer        Salzsäure        hy-          drolysiert.    Die     ausgeschiedene        a-Phenoxypropionsäure     wies einen     Schmelzpunkt    von 116 bis 117  C auf;

    beim     Schmelzen    eines     Gemisches    des ausgeschiede  nen Produktes     mit    synthetischer     a-Phenoxypropion-          säure        (Mischschmelzpunkt)    zeigte sich keine Depres  sion.  



  Im     Vergleichsfermenter    wurde ohne Zugabe von       a-Phenoxypropionsäurechlorid    fermentiert; nach Be  endigung der Fermentation wurde von einem     aliquo-          ten    Teil der     Fermentationsflüssigkeit    das     Mycel    ab  getrennt, worauf in Gegenwart von     Natriumbicarbonat     mit überschüssigem     Phenoxypropionsäurechlorid        acy-          liert    wurde; dabei wurden nach der gleichen Test  methode nur 1500     E/ml        Penicillin    festgestellt.

      <I>Beispiel 4</I>  4950 ml     Stammnährlösung          150        g        Erdnusspresskuchen        (mit    7     %        Stickstoff)          0,2        Vol.-%        a-Phenoxypropionsäurechlorid        (Gesamt-          menge)    ab der 24.

   Stunde in Intervallen von 12  Stunden zugesetzt, wobei die     Zugabemenge    bei  den beiden letzten Einspritzungen je 0,05     Vol.        -1/o     beträgt  5 %     Mycelimpfgut    des     Penicillium        chrysogenum-          Stammes    347.  



  Gärgefäss: 101     Nirostafermenter,        Vortex    System,  650 U/min, 90 mm     Scheibenrührer.     



       Gärzeit:    90 Stunden.       Gärtemperatur:    24  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  1650     E/ml.     



  Die     Fermentationslösung    wurde     abfiltriert,    wobei  ein Flüssigkeitsvolumen von 4,1 Liter erhalten wurde.  Daraus wurde das Penicillin mit 11     Methylisobutyl-          keton    bei     pH    2,0 extrahiert;

   sodann wurde das     Peni-          cillin    in eine Pufferlösung mit einem     pH-Wert    von  7,2     überführt.    Aus der Pufferlösung wurde das Peni  cillin mit 40 ml     Butylacetat    rückextrahiert, wobei eine  Lösung mit 120 000     E/ml    erhalten wurde, aus der das       Penicillin    mit einer     0,7-molaren        Kaliumacetatlösung     in Äthanol als     Kaliumsalz    abgeschieden wurde.

   Es  wurden 2,86 g     a-Phenoxyäthylpenicillin-Kaliumsalz     mit einer     jodometrisch    getesteten     Milligrammaktivität     von 1450 Einheiten     isoliert.     



  Im     Vergleichsfermenter    wurde ohne Zugabe von       a-Phenoxypropionsäurechlorid    fermentiert; nach Be  endigung der     Fermentation    wurde von einem     aliquo-          ten    Teil der     Fermentationsflüssigkeit    das     Mycel    ab  getrennt;

   dann wurde in     Gegenwart    von     Natrium-          bicarbonat    mit überschüssigem     Phenoxypropionsäure-          chlorid        acyliert,    wobei nach der gleichen     Testmethode     nur 1350     E/ml    Penicillin festgestellt wurden.  



  <I>Beispiel 5</I>  9001 Stammnährlösung  1001     Hefeautolysat    (mit 20 g Stickstoff/Liter)  0,1     Vol.        -11/9        a-Phenoxypropionsäurechlorid    (Gesamt  menge) ab der 48. Stunde in Intervallen von 12  Stunden zugesetzt       10        %        Mycelimpfgut        des        Penicillium        chrysogenum-          Stammes    1014       0,2        %        Spermöl.     



  Gärgefäss: 15001     Nirostafermenter,    Schikanen  System, 450 U/min, 0,6 Liter Luft pro Liter  Nährlösung je Minute.  



  Gärzeit: 96 Stunden.  Gärtemperatur: 24  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  2200     E/ml.     



  Zur weiteren Verarbeitung wurde die Rohlösung  filtriert und die erhaltenen 9001 Flüssigkeit in 5 Stu  fen in     üblicher    Weise extrahiert. Nach der 5. Ex  traktionsstufe     fielen.    17,61     Butylacetatphase    mit      90 000     E/ml    an. Es wurde mit     2,5-molarer    Kalium  acetatlösung in Methanol gefällt, wobei 805g     Kalium-          a-phenoxYäthylpenicillinsalz.niit    einer Aktivität     (jodo-          metrischer    Test) von 1470     E/mg    erhalten wurden.

    Das     Kaliumsalz        wies    nach 1stündiger Inkubation bei       pH    2     und        Zimmertemperatur        noch        90        %        der        ur-          sprünglichen    Aktivität auf.  



  Im     Vergleichsfermenter    wurde ohne Zugabe von       a-Phenoxypropionsäurechlorid    fermentiert; nach Be  endigung der Fermentation wurde von einem     ali-          quoten    Teil das     Mycel    abgetrennt; die vom     Mycel    be  freite Flüssigkeit wurde in Gegenwart von     Natrium-          bicarbonat    mit überschüssigem     Phenoxypropionsäure-          chlorid        acyliert,    wobei nach der gleichen Testmethode  nur 1650     E/ml        Penicillin    festgestellt wurden.  



  <I>Beispiel 6</I>  90     ml    Stammnährlösung  10 ml     Bierhefeautolysat    (mit 20 g     Stickstoff/Liter)          0,15        %        Phenoxyessigsäurechlorid        (Gesamtmenge)        ab     der 24. Stunde in Intervallen von 12 Stunden zu  gesetzt  1     %        Sporenimpfgut        des        Penicillium        chrysogenum-          Stammes    351.  



  Gärgefäss: 21     Erlenmeyerkolben    auf     Rundschüttel-          maschine    mit 240 U/min und 30 mm Hub.  Gärzeit: 170 Stunden.  



       Gärtemperatur:    24  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (Plattentest    gegen     Staphy-          lococcus        aureus    SG 511): 4600     E/ml.       <I>Beispiel 7</I>  95     ml    Stammnährlösung  5 ml     Cornsteepliquor    (mit 40 g Stickstoff/        0,12        %        a-Äthylphenoxyessigsäurechlorid        (Gesamt-          menge)    ab der 48.

   Stunde in Intervallen von 12  Stunden zugesetzt  2     %        Sporenimpfgut        des        Penicillium        chrysogenum-          Stammes    351.  



  Gärgefäss: 21     Erlenmeyerkolben    auf     Rundschüttel-          maschine    mit 260 U/min und 20 mm Hub.  Gärzeit: 166 Stunden.  



  Gärtemperatur: 24  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (Plattentest    gegen     Staphy-          lococcus        aureus    SG 511): 2200     E/ml.     



  <I>Beispiel 8</I>  4250 ml Stammnährlösung  750 ml     Bierhefeautolysat    (mit 15 g     Stickstoff/1)          0,14        %        a-Dimethylphenoxyessigsäurechlorid        (Ge-          samtmenge)    ab der 36. Stunde in Intervallen von  6 Stunden zugesetzt  5     %        Mycelimpfgat        des        Stammes        351.     Gärgefäss: 101     Nirostafermenter,        Vortex    System,  800 U/min, 90 mm     Scheibenrührer.     



  Gärzeit: 96 Stunden.       Gärtemperatur:    24  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  2000     E/ml.       <I>Beispiel 9 -</I>  4950 ml     Stammnährlösung          150        g        Erdnusspresskuchen        (mit    7     %        Stickstoff)     0,16 0/0     o4Cresoxyessigsäurechlorid        (Gesamtmenge)

       ab Beginn der Fermentation kontinuierlich zu  gesetzt       10        %        Mycelimpfgut        des        Penicillium        chrysogenum-          Stammes    347.  



  Gärgefäss: 101     Nirostafermenter,        Vortex    System,  900 U/min, 70 mm     Scheibenrührer.     



  Gärzeit: 100 Stunden.       Gärtemperatur:    24  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  1850     E/ml.       <I>Beispiel<B>10</B></I>  4750 ml     Stammnährlösung     250 ml     Cornsteepliquor    (mit 40 g     Stickstoff/1)     0,10 0/0     o-Methoxyphenoxyessigsäurechlorid    (Ge  samtmenge) ab der 48. Stunde in Intervallen von  4 Stunden zugesetzt  7     %        Mycelimpfgut        des        Penicillium        chrysogenum-          Stammes    1014.  



  Gärgefäss: 101     Nirostafermenter,        Vortex    System,  800 U/min, 80 mm     Scheibenrührer.     



  Gärzeit: 90     Stunden.     Gärtemperatur: 24  C.  



       Erreichter        Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  2800     E/ml.     



  <I>Beispiel 11</I>  4500 ml Stammnährlösung  500m1     Bierhefeautolysat    (mit 20g     Stickstoff/1)          0,12        %        o-Chlorphenoxyessigsäurechlorid        (Gesamt-          menge)    ab der 24. Stunde in Intervallen von 12  Stunden zugesetzt       15        %        Mycelimpfgut        des        Penicillium        chrysogenum-          Stammes    1014.  



  Gärgefäss: 101     Nirostafermenter,        Vortex    System,  700 U/min, 90 mm     Scheibenrührer.     



  Gärzeit: 108 Stunden.       Gärtemperatur:    24  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  1900     E/ml.       <I>Beispiel 12</I>  4500 ml Stammnährlösung  500     ml        Bierhefeautolysat    (mit 18 g Stickstoff/   0,15 0/0     o-Nitrophenoxyessigsäurechlorid    (Gesamt  menge) ab der 36. Stunde in     Intervallen    von  Stunden zugesetzt       10        %        Mycelimpfgut        des        Penicillium        chrysogenum-          Stammes    1014.  



  Gärgefäss: 101     Nirostafermenter,        Vortex    System,  900     U/min,    70 mm     Scheibenrührer.     



  Gärzeit: 96 Stunden.  Gärtemperatur: 24  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  2100     E/ml.         <I>Beispiel 13</I>  l61 Stammnährlösung       500        g        Erdnusspresskuchen        (mit    7     %        Stickstoff)          0,13        %        Isopropylidenaminoxyessigsäurechlorid     
EMI0006.0010     
    (Gesamtmenge) ab der 48.

   Stunde in Intervallen  von 12 Stunden zugesetzt  5     %        Mycelimpfgut        des        Stammes        347          0,1        %        Spermöl.     



  Gärgefäss: 201     Nirostafermenter,        Schikanensystem,     400 U/min, 0,51     Luft/1        Nährlösung/min.          Gärzeit:    90 Stunden.  



  Gärtemperatur: 24  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  1600     E/ml.     



  <I>Beispiel 14</I>  14,31 Stammnährlösung  700 ml     Cornsteepliquor    (mit 45 g     Stickstoff/1)     0,15 0,'o     p-Cresoxyessigs.äurechlorid    (Gesamtmenge)  ab der 48. Stunde in Intervallen von 6 Stunden  zugesetzt       10        %        Mycelimpfgut        des        Penicillium        chrysogenum-          Stammes    1014       0,2        %        Spermöl.     



  Gärgefäss: 201     Nirostafermenter,        Schikanensystem,     350 U/min, 0,71     Luft/1        Nährlösung/min.     Gärzeit: 96 Stunden.  



       Gärtemperatur:    24  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  3600     E/ml.     



  <I>Beispiel 15</I>  151     Stammnährlösung     1500 ml     Bierhefeautolysat        (mit    22 g     Stickstoff/           0,16        %        Phenylmercaptoessigsäurechlorid        (Gesamt-          menge)    ab Beginn der     Fermentation    kontinuier  lich zugesetzt  7     %        Mycelimpfgut        des        Stammes        1014          0,3        %        Spermöl.     



  Gärgefäss: 201     Nirostafermenter,        Schikanensystem,     450     U/min,    0,61     Luft/1        Nährlösung/min.     Gärzeit: 96 Stunden.  



       Gärtemperatur:    24  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  4000     E/ml.     



  <I>Beispiel 16</I>  900l     Stammnährlösung     l001     Bierhefeautolysat        (mit    20 g     Stickstoff/1)          0,2        %        Phenylessigsäurechlorid        (Gesamtmenge)        ab        der     24.

   Stunde in Intervallen von 12 Stunden     zugesetzt          10        %        Mycelimpfgut        des        Penicillium        chrysogenum-          Stammes    351       0,2        %        Spermöl     Gärgefäss: l5001     Nirostafermenter,        Schikanensystem,     400     U/min,    0,61     Luft/1        Nährlösung/min.     



  Gärzeit:<B>100</B> Stunden.  Gärtemperatur: 24  C.    Erreichter     Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  4500     E/ml.     



  <I>Beispiel 17</I>  7501     Stammnährlösung     1501     Presshefeautolysat    (mit 15 g Stickstoff/        0,18        %        n-Butoxyessigsäurechlorid        (Gesamtmenge)        ab     der 48. Stunde in Intervallen von 6 Stunden zu  gesetzt  7     %        Mycelimpfgut        des        Penicillium        chrysogenum-          Stammes    1014       0,3        %        Spermöl.     



  Gärgefäss: 15001     Nirostafermenter,        Schikanensystem,     400 U/min, 0,51     Luft/1        Nährlösung/min.     



  Gärzeit: 96 Stunden.       Gärtemperatur:    24  C.  



       Erreichter        Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  3800     E/ml.     



  <I>Beispiel 18</I>  1800 Liter Stammnährlösung  200 Liter     Hefeautolysat    (mit 20 g     Stickstoff/           0,15        Vol.-%        a-Phenoxypropionsäurechlorid        (Ge-          gesamtmenge)gelöst    in der vierfachen     Volums-          menge        Äthylacetat,    zugegeben von der 48.

   Stunde  in Intervallen von 12 Stunden       10        %        Mycelimpfgut        des        Penicillium        chrysogenum-          Stammes    1014       0,2        %        Spermöl.     



  Gärgefäss: 3000 Liter     Flussstahl,        Schikanensystem,     400 U/min, 0,751     Luft/1        Nährlösung/min.          Gärzeit:    90 Stunden.  



  Gärtemperatur: 25  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  2500     E/ml.     



  Die weitere Aufarbeitung erfolgt analog Beispiel 5.  <I>Beispiel 19</I>  9501 Stammnährlösung  501     Cornsteepliquor    (mit 40 g     Stickstoff/1)          0,22%        Phenylmercaptoessigsäurechlorid        (Gesamt-          menge)    ab der 36.

   Stunde in Intervallen von 12  Stunden     zugesetzt     5     %        Mycelimpfgut        des        Penicillium        chrysogenum-          Stammes    351       0,25        %        Spermöl.     



       Gärgefäss:    15001     Nirostafermenter,        Schikanensystem,     450 U/min, 0,51     Luft/1        Nährlösung/min.     



  Gärzeit: 104 Stunden.  Gärtemperatur: 24  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  4000     E/ml.     



  <I>Beispiel 20</I>  <B>9001</B> Stammnährlösung  1001     Brauereihefeautolysat        (mit    20 g     Stickstoff/l)          0,18%        a-Methylphenylessigsäurechlorid        (Gesamt-          menge)    ab der 12.

   Stunde in Intervallen von 10  Stunden zugesetzt       7,5        %        Mycelimpfgut        des        Penicillium        chrysogenum-          Stammes    1014       0,3        %        Spermöl.     



  Gärgefäss: 15001     Nirostafermenter,        Schikanensystem,         350 U/min, 0,71     Luft/1        Nährlösung/min.     Gärzeit: 115 Stunden.  



  Gärtemperatur: 27  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  3500     E/ml.     



  <I>Beispiel 21</I>  1000 Liter Stammnährlösung  200 Liter     Presshefeautolysat    (mit 16 g     Stickstoff/1)          0,25        %        Cyclohexylessigsäurechlorid        (Gesamtmenge)     ab der 30. Stunde in Intervallen von 8 Stunden  zugesetzt       10        %        Mycelimpfgut        des        Penicillium        chrysogenum-          Stammes    1014       0,4        %        Spermöl.     



  Gärgefäss: 15001     Nirostafermenter,        Schikanensystem,     300     U/min,    0,81     Luft/1        Nährlösung/min.     



  Gärzeit: 90 Stunden.       Gärtemperatur:    26  C.  



       Erreichter        Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  3200     E/ml.     



  <I>Beispiel 22</I>  (Mischfermentation)  18001     Stammnährlösung     2501     Bierhefeautolysat    (mit 20 g     Stickstoff/           0,065        %        Natriumphenoxyacetat        (zusammen        mit        der     Nährlösung sterilisiert)       0,18        %        a-Methylphenoxyessigsäurechlorid        (Gesamt-          menge)    ab der 48.

   Stunde in Intervallen von 12  Stunden zugesetzt  10 %     Mycelimpfgut    des     Penicillium        chrysogenum-          Stammes    1014       0,25        %        Spermöl.     



  Gärgefäss: 25001     Nirostafermenter,        Schikanensystem,     300 U/min, 1,01     Luft/1        Nährlösung/min.     Gärzeit: 105 Stunden.  



  Gärtemperatur: 24  C.  



  Erreichter     Penicillingehalt        (jodometrischer    Test):  4000     E/ml.     



  Von der ermittelten Gesamtmenge an     Penicillin     von 4000     E/ml    entfielen, wie analytisch festgestellt  wurde, auf     Phenoxymethylpenicillin    2400     E/ml    und  auf     a-Methylphenoxymethylpenicillin    1600     E/ml.     



  Gleichzeitig mit dem vorstehenden Ansatz wur  den unter den gleichen Bedingungen zwei Fermen  tationen durchgeführt, wobei     in    dem     einen    Fall die       0,065        %        Natriumphenoxyacetat        weggelassen        wurden,          während        im        zweiten        Falle        die        0,18        %        a-Methylphen-          oxyessigsäurechlorid    weggelassen wurden.

   Dabei  wurden beim ersten     Fermentationsansatz    1800     E/ml          a-Methylphenoxymethylpenicillin    erhalten, während  beim zweiten Ansatz eine Ausbeute von 5000     E/ml          Phenoxymethylpenicillin    erzielt werden konnte.  



  Die Gesamtausbeute von zwei Ansätzen nach dem  Verfahren des Beispiels 22 beträgt somit 8000     E/ml,     während gesonderte     Ansätze    zur Gewinnung von       Phenoxymethylpenicillin    einerseits und     a-Methyl-          phenoxymethylpenicillin        anderseits    unter gleichen     Fer-          mentationsbedingungen    5000     E/ml        bzw.    1800     E/ml,     zusammen also 6800     E/ml,    ergeben.

   Die Fermen-         tation    unter Verwendung von zwei     Precursorverbin-          dungen    bei einem     Fermentationsansatz    führt     also     pro zwei Ansätzen zu einer     Ausbeuteerhöhung    um  1200     E/ml.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Penicillinen der Formel I CsHio0sNS-NH-Zi-R1-(X-P'2). I worin Z1 eine CO- oder S02-Gruppe, R1 einen zwei wertigen, gegebenenfalls substituierten aliphatischen Rest, X eine direkte Bindung, Sauerstoff oder Schwe fel, R2 einen organischen Rest und n = 1 oder 2 be deuten, durch Fermentation, dadurch gekennzeich- net,
    dass man die Fermentation in Gegenwart von Precursorverbindungen der Formel II (R2-X).-R1-Z2 , 1I worin Z2 eine COHal- oder S02Ha1-Gruppe sym bolisiert, durchführt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Säurehalogenid der For mel II ein Halogenid von a-substituierten Essigsäuren, insbesondere von solchen, die in. a-Stellung ein ter tiäres Kohlenstoffatom enthalten, verwendet. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Säurehalogenid der For mel II ein Halogenid der a-Methylphenoxyessigsäure verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man den letzten Anteil der Pre^ cursorverbindung 3 bis 5 Stunden vor der Beendi gung der Fermentation zusetzt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man mit der Zugabe der Precur- sorverbindung erst nach einer kurzen Anlaufzeit der Fermentation beginnt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man den Precursor der Fermenta- tionslösung in kleinen Anteilen zuführt. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man der Fermentationslösung neu tralisierend wirkende Stoffe oder Puffersubstanzen zusetzt. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Precursorverbindung in einem organischen Lösungsmittel gelöst zusetzt. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man einen Teil der Precursorver- bindung in 1 bis 20 Teilen des organischen Lösungs mittels gelöst zusetzt. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man als organisches Lösungsmittel Ester, insbesondere Äthylacetat, Butylacetat oder Amylacetat, verwendet.
    10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man wenigstens einen Teil der Fermentation in Gegenwart von wenigstens zwei verschiedenen Precursorverbindungen durchführt, von welchen mindestens eine ein Säurehalogenid der For mel II ist. 11.
    Verfahren nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass man die Fermentation in Gegen- wart von wenigstens einer Precursorsäure, wie Phen- oxyessigsäure, unter Zusatz wenigstens eines Säure halogenids der Formel 1I, insbesondere c.-Methyl- phenoxyessigsäurechlorid, durchführt. 12. Verfahren nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass man die Fermentation unter Zusatz von wenigstens zwei verschiedenen Säure halogeniden der Formel<B>11</B> durchführt.
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