Wandverkleidungselement Die Erfindung betrifft ein Wandverkleidungs- element aus einer vorverformten Metall- oder Kunststoffbahn von rechteckiger Form mit in der Längsrichtung verlaufenden Sicken und Biegekanten, zur Verkleidung von Aussenwänden von Gebäuden. Es ist bekannt, Aussenwände von Gebäuden mit pro filierten Blechplatten zu verkleiden. Bekannt, die sem Zweck dienende Platten weisen ein Profil, zum Beispiel Wellenprofil auf, das der Platte wenig Ver- beulfestigkeit verleiht, weshalb die Platten aus rela tiv dickem Material hergestellt sein müssen.
Auch müssen solche Platten in engen Abständen auf der Unterkonstruktion befestigt werden, damit sie auf die ser fest aufliegen und sich durch Wärmedehnung nicht werfen.
Die Erfindung will ein Wandverkleidungselement schaffen, das den bekannten Wandverkleidungen gegenüber zahlreiche Vorteile aufweist. Das erfin dungsgemässe Wandverkleidungselement ist dadurch gekennzeichnet, dass längs der Ränder und der Mitte Sicken derart eingedrückt sind, dass für die Befe stigung bestimmte Auflageflächen gebildet sind, die im Profil tiefer liegen als die verbleibenden beiden Tafelebenen und diese Tafelebenen je durch eine in einem Viertel der Breite verlaufende Sicke stumpf winklig geknickt sind, derart,
dass beim Nieder drücken der für die Befestigung bestimmten Auf lageflächen gegen eine zu verkleidende Unterkon struktion bis zum Aufliegen der Sicken auf dieser, die in einem Viertel der Breite verlaufenden Sicken unter Biegen der Tafelflächen mit Druck gegen die Unterkonstruktion anliegen. Zweckmässigerweise sind dabei die Sickenflanken 45 zur Tafelebene geneigt, wobei die in einem Viertel der Breite verlaufende Sicke einen Öffnungswinkel von 60 hat. Vorteilhafter weise kann das Wand'verkleidungselement aus walz- hartem, legiertem Aluminiumblech von mindestens 0,5 mm und höchstens 0,7 mm Dicke hergestellt sein.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeich nung zeigt: Fig. 1 die linke Hälfte des vorgeformten Profils eines Wandverkleidungselementes, Fig.2 eine überlappungsstelle von zwei verleg ten Wandverkleidungse_lementen, Fig. 3 ein weiteres Beispiel einer überlappung. Erfindungsgemässe Wandverkleidungselementesind im Profil vorgeformt und erhalten ihr endgültiges Profil erst bei der Verkleidung einer Wand,
das heisst bei der Befestigung auf der zu verkleidenden Unterkonstruktion. Das vorgeformte Profil gemäss Fig. 1, das zur Mitte symmetrisch ist und dessen linke Hälfe aus Fig. 1 ersichtlich ist, wird dadurch erreicht, dass rechteckigen Blechtafeln von gegebener Breite und beliebiger Länge parallel ihrer Längs seiten 11 eine Sicke 12 und beidseits der Mittel linie 13 parallel zu dieser je eine Sicke 14, 15 über die ganze Länge der Tafel eingedrückt wird. Diese Sicken haben eine Flankenneigung von 45 zur Tafel ebene und einen Öffnungswinkel von 90 .
Dabei wird zwischen den beiden Sicken 14 und 15 eine zur Tafelebene parallele, der Befestigung dienende Auflagefläche 16 gebildet, die im Profil tiefer liegt als die verbleibenden Tafelflächen, indem die der Mitte 13 zugekehrten Sickenflanken niedriger sind als die der Mitte abgekehrten Sickenflanken. Analog wird auch zwischen der Sicke 12 und dem Rand 11 eine der Befestigung dienende Auflagefläche 17 geformt, die tiefer liegt als die Tafelebene, indem die dem Rand 11 zugekehrte Sickenflanke kürzer ist als die ,
dem Rand abgekehrte Sickenflanke. Der Rand 11 wird auf die ganze Länge 45 abgewin kelt und bildet bis zur Sicke 12 eine überlappungs- zone zur Überlappung mit einem benachbarten Ver kleidungselement bei der Verlegung. In einem Vier tel der Tafelbreite, das heisst im halben Abstand zwischen den Sicken 12 und 14, wird über die ganze Tafellänge eine Sicke 18 eingedrückt, deren Flanken auch 45 zur Tafelebene geneigt sind, die aber nur einen Öffnungswinkel 60 hat.
Durch die Sicke 18 wird die ursprüngliche Tafelebene in zwei ebene Flächen 19, 20 aufgeteilt, die miteinander einen stumpfen Winkel von 150 bilden. Die Tiefe der Sicke 18 ist etwa gleich wie die Tiefe der Sicken 12 und 14, von den Auflageflächen 17, 16 aus ge messen.
In der beschriebenen Weise vorgeformte Wa.nd- verkleidungselemente lassen sich im Abkant- oder Rollverfahren leicht herstellen. Sie sind bis zu be liebiger Höhe stapelbar, was für die Lagerhaltung und den Transport von grossem Vorteil ist.
Die endgültige Form der Wandverkleidungsele- mente wird bei der Verkleidung einer Wand dadurch erreicht, d@ass die Sicken 12 und 14 an eine ebene Unterkonstruktion 21 angedrückt und an den Auf lageflächen in regelmässigen Abständen in der Länge Schrauben 22, 23 gesetzt werden. Dabei wölben sich die ebenen Flächen 19, 20 und die Sicke 18 liegt mit Druck auf der Unterkonstruktion 21 auf. Die gewölbten Flächen 19', 20' stehen unter Biegespan nung und verleihen dadurch dem Profil hohe Festig keit gegen Verbeulen und gegen Sog. Das Profil kann deshalb breit gemacht werden und die Ab stände zwischen den Schrauben 22, 23 können gross sein.
Zwei benachbarte Verkleidungselemente werden beim Verkleiden einer Wand längs der gegenein- anderliegenden Seiten überlappt, indem die Auflage fläche 17 und der Rand 11 der einen Platte die Auflagefläche 1<B>7</B> und den Rand 11' der benach barten Platte überdeckt. Wie aus Fig.2 ersichtlich, ist, erhält dadurch die überlappung gleiches Profil wie die Plattenmitte 14, 15, 16 und ist schon aus geringer Distanz visuell von dieser nicht mehr zu unterscheiden. Eine so verkleidete Wand erhält ein gleichmässig gestreiftes, für das Auge ruhig wirken des Aussehen, da dies Profil wenig erhaben wirkt.
Zur Ableitung von Kapillarwasser kann, wie aus Fig.3 ersichtlich, der überlappte, Rand einer Platte mit Ableitrillen 24, 25 versehen sein. Als Material für die Herstellung der Wand- verkleid'ungselemente kann jedes hinreichend dünne walzharte Blech oder ein Kunststoff in Frage kom men. Insbesondere eignen sich Bleche von 0,5 bis 0,7 mm Dicke aus legiertem Aluminium. Die Festigkeit des Profils ist so gross, dass der Abstand von der Randmitte zur Plattenmitte die zwölffache Profilhöhe betragen kann.
Die Einbusse an Material für die Profilierung und überlappung ist gering. Bei spielsweise sind für fertig verlegte Platten von 720 mm Brite ebene Bleche von 820 mm Breite erforderlich. Die Materialeinbusse beträgt somit nur 12,5%. Die Platten können in normalisierten Län- gen in den Handel gebracht werden, da sie sich auch in der Längsrichtung überlappen lassen.