CH384230A - Vorrichtung zum Steuern von Durchflussmengen in Leitungen - Google Patents
Vorrichtung zum Steuern von Durchflussmengen in LeitungenInfo
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Description
Vorrichtung zum Steuern von Durchflussmengen in Leitungen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Steuern von Durchflussmengen von in zwei oder mehreren Leitungen strömenden Medien mittels min destens eines Widerstandsorgans, insbesondere für Dosier- und Messgeräte.
Die bekannten Vorrichtungen für Dosier- und Messgeräte weisen im allgemeinen eine Blende, Düse oder Venturirohr als Differenzdruckgeber in der Hauptleitung auf. Bei extremen Schwankungen der Strömungsgeschwindigkeiten gewährleistet eine fest stehende Querschnittsverengung nicht eine ausrei chende Proportionalität zwischen dem Haupt- und einem abgezweigten, wieder zurückkehrenden Neben strom, der durch ein Chemikahenlösegerät oder durch das eigentliche Messgerät hindurchzugehen hat und selbst ebenfalls Querschnittsverengungen, wie z. B. sogenannte Korrekturblenden, enthalten kann.
Die vorliegende Erfindung ist dazu geschaffen worden, diesen Nachteil zu beheben. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines dieser Organe als durchflussquerschnittsänderndes, strömungsge- schwindigkeitsreguliertes Steuerorgan ausgebildet ist.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes werden anschliessend anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen: Fig. 1 und 2 ein Gerät, welches ein feststehendes Organ mit fester Querschnittsverengung und ein feder belastetes Tellerventil aufweist, Fig.3 ein Gerät mit einem Verschluss, der als Senkkörper ausgebildet ist und beide Leitungen gleichzeitig verschliesst; in Ergänzung können fest stehende Querschnittsverengungen zusätzlich im Haupt- oder Nebenstrom eingebaut sein; Fig. 4 ein Gerät mit zwei Verschluss- bzw.
Regel körpern, welche ebenfalls als Senkkörper ausgebildet sind, Fig. 5 ein Gerät mit zwei feststehenden Quer schnittsverengungen und mit zwei Verschlusskörpern als Schwimmer, Fig. 6 ein Gerät mit zwei Verschlusskörpern, wo bei der eine als Schwimmer und der andere als Senk körper ausgebildet ist, Fig. 7 und 8 Geräte, bei denen die beiden Ver- schlusskörper miteinander starr verbunden sind, Fig. 9, 10 und 11 Geräte,
die als Verschlusskörper eine exzentrisch angeordnete Pendelklappe in einem runden Gehäuse aufweisen.
Bei den Ausführungsformen des Gerätes nach Fig. 1 trifft ein Hauptstrom 1 auf eine Blende 2 in einem Rohr 3, wodurch ein Nebenstrom 4 durch eine Nebenschlussleitung 5 gezwungen wird, in einem Chemikalienlösebehälter 6 einzutreten und an einer Stelle 7 wieder in das Hauptrohr 3 als Chemikalien lösung zurückzukehren. In einer Erweiterung 9 des Rohres 3 befindet sich ein Ventilteller 10, auf den der Hauptstrom 1 auftrifft, welcher Ventilteller 10 durch eine Feder 11 gegen den Ventilsitz 12 gedrückt wird.
Bei Überschreitung eines Mindestdruckes des Stromes 1 öffnet sich das Ventil 10, 12, und der Flüssigkeits strom 1 fliesst durch das Rohr 3 ab, beladen mit dem Chemikal aus dem Lösebehälter 6. Der Mindestdruck ist so eingestellt, dass er dem Widerstand des Neben stromes 4 entspricht (z. B. entstanden aus unter schiedlichen spezifischen Gewichten der Flüssigkeiten in Zuleitung 5 und Ableitung 5).
Anstelle der Blende 2 kann selbstverständlich auch ein Venturirohr oder dergleichen oder ein Organ mit regulierbarer Öffnung eingesetzt werden, das die durchflussabhängige Druckdifferenz, z. B. zwischen Ein- und Austrittspunkt der Leitung 5, zur Steuerung der Dosierung bewirkt.
Fig. 2 zeigt eine ähnliche Ausführungsform, wobei das den Querschnitt verengende Organ 2 dem Ventil- teller 10 nachgeschaltet ist. Die Feder 11 kann selbst verständlich auswechselbar ausgebildet sein. Man kann aber auch eine Feder einsetzen, deren Spannung durch Drehen entsprechender Schrauben veränderbar ist.
In der Ausführung gemäss Fig. 2 ist die Feder 11 als Zugfeder ausgebildet, während sie bei der Aus führungsform nach Fig. 1 als Druckfeder wirkt. Ausserdem ist bei der Ausführungsform nach Fig. 2 zusätzlich eine Düse 13 als Korrekturblende in der Nebenschlussleitung 5 angeordnet, die zur Regulierung der Proportionalität zwischen Haupt- und Neben strom dient.
Bei der Ausführungsform nach Fig.3 ist das Hauptrohr 3 senkrecht angeordnet, ebenso die Er weiterung 9 dieses Rohres. Als Verschluss dient hier die Scheibe 14, die durch ihr Eigengewicht auf Ventil sitzen 12 und 15 lastet und mit ihrem Führungszapfen 16 in einem Führungskörper 17 gleitet. Diese Scheibe 14 kann damit nicht nur die Rohrleitung 3, sondern zugleich die Nebenschlussleitung 5 schliessen. Vom Hauptstrom 1 wird der Nebenstrom 4 am Ventilsitz 15 abgezweigt, der nach Durchfliessen des Chemi kalienbehälters 6 an der Stelle 7 in die Rohrerweite rung 9 einmündet. Anstatt durch das Eigengewicht kann die Scheibe 14 auch durch Feder- oder andere Kräfte gegen die Ventilsitze 12 und 15 gedrückt wer den.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 4 dienen als Querschnittsverengungsorgane Senkkörper 20 und 21. Das Hauptrohr 3 und die Nebenleitung 5 weisen die hohlkegelförmigen Erweiterungen 9 und 19 auf, in welchen sich die Körper 20 und 21 befinden. Die Formen der Senkkörper 20 und 21 sowie die der Er weiterungen 9 und 19 sind so gewählt, dass die Senk körper in der tiefsten Lage, d. h. an der engsten Stelle, als Verschlusskörper wirken. Um ein Umkippen der Senkkörper 20 und 21 zu verhüten, ist ihr Schwer punkt, z. B. wie bei einem Rotamesser, tiefliegend.
Die Erweiterungen 9 und 19 können aus durchsichti gem Material gefertigt sein und gegebenenfalls Skalen aufweisen, um die Strömungsgeschwindigkeit ablesen zu können. Durch Abstimmen der Gewichte der Kör per 20 und 21 sowie der Neigung der Querschnitts verengungen 9 und 19 kann eine gewünschte genaue Proportionalität des Durchflusses in Haupt- und Nebenstromleitung erreicht werden.
Man kann aber die Ausführungsform gemäss Fig. 4 auch umgekehrt anwenden, d. h. mit nach unten gerichteten Erweiterungen 9 und 19. In diesem Falle werden oben an Stelle der Senkkörper 20 und 21 Schwimmkörper eingesetzt, deren spezifisches Ge wicht geringer ist als das der strömenden Flüssigkeit.
In jedem Fall kann auch hier ein federbelasteter Schwimmkörper verwendet werden. Selbstverständ lich ist es auch möglich, mehrere Nebenleitungen mit verschiedenen Lösebehältern einzusetzen.
- Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 5 ist der Chemikalienbehälter 6 mit dem Querschnittsver- engungsorgan 13 zu einem Gerät zusammengebaut. Die Ventilkörper 20 und 21 sind als Schwimmer aus gebildet und verschliessen den Ventilsitz 12 der Haupt leitung 3 bzw. den Ventilsitz 15 der Nebenleitung 5, nach ihrem Austritt aus dem Chemikalienbehälter 6. Die Ventilkörper 20 und 21 gleiten in Führungen 24 und 25. Sowohl in der Hauptleitung 3 als auch in der Nebenleitung 5 sind zur weiteren Regulierung der Proportionalität Querschnittsverengungsorgane in Form von Blenden 2 und 13 eingesetzt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 dient als Ventilkörper 20 ein kugelförmiger Schwimmer mit einem geringeren spezifischen Gewicht als die Flüssig keit, während der kugelförmige Ventilkörper 21 ein höheres spezifisches Gewicht als die Flüssigkeit auf weist. Bei Stillstand des Mediums bzw. bei zu ge ringem Flüssigkeitsdruck in der Leitung 3 befindet sich die Kugel 21 unten in dem Erweiterungsteil 19 und die Kugel 20 oben in dem Erweiterungsteil 9. Der Ventilsitz 15 bildet gleichzeitig Blende und Absperr stelle des Nebenstromes 4 bzw. der Nebenleitung 5. Der Ventilsitz 12 bildet gleichzeitig die Blende und Absperrstelle der Hauptleitung 3.
Bei der Ausführungsform nach Fig.7 ist der Lösebehälter 6 wiederum mit dem Querschnittsver- engungsorgan 13 zu einem Aggregat verbunden. Beide Ventilkörper 20 und 21 sind durch eine Stange 26 miteinander verbunden. Sie werden durch die Feder 11 gegen die Ventilsitze 12 und 15 gedrückt.
Sowohl in der Hauptleitung 3 als auch in der Nebenleitung 5 sind zur weiteren Regulierung der Pro portionalität Querschnittsverengungsorgane in Form von Blenden 2 und 13 eingesetzt.
Bei Fig. 8 sind die beiden Ventilkörper 20 und 21 ebenfalls durch die Stange 26 miteinander verbunden. Die Ventilkörper gleiten in den konischen Erweite rungen 9 und 19. Als wirksame Verschluss- und Regelkraft der Körper 20, 21 dient ihr Eigengewicht. Der Chemikalienbehälter 6 ist bei dieser Ausführungs form wiederum an der Nebenschlussleitung 5 geson dert angeordnet.
Bei den Ausführungsformen gemäss den Fig.9, 10 und 11 dient als Verschlusskörper eine Klappe 27, die um eine Achse 28 drehbar angeordnet und mittels einer Feder (nicht dargestellt) oder durch Eigen gewicht bestrebt ist, einen Anschlag 29 zu erreichen. Der Hauptstrom 1 ist seinerseits bestrebt, die Klappe 27 vom Anschlag 29 wegzudrücken, so dass derselbe unterhalb der Klappe in ein sich durch exzentrische Anordnung der Achse 28 erweiterndes Gehäuse 30 strömen kann. Der Nebenstrom la wird bei diesen Ausführungsformen durch die auf derselben Achse 28 angeordnete Gegenklappe gedrosselt oder geschlossen.
Bei den beschriebenen Ausführungsformen wer den durch die Strömung in der Hauptleitung die je weilige Querschnittsverengung und der Differenzdruck selbsttätig eingestellt. Um aber bei extrem niedrigen Strömungsgeschwindigkeiten eine Disproportionalitäi zu vermeiden, können die beweglichen Körper zu gleich als Verschlusskörper ausgebildet sein. Hierbei sind diese und die engste Stelle der sich erweiternden Leitungen zweckmässigerweise so aufeinander abge stimmt, dass diese beiden Teile Ventil- und Ventilsitz bilden.
Es ist ferner vorteilhaft, die Vorrichtung so auszubilden, dass die Kräfte, die auf die beweglichen Körper wirken, derart bemessen sind, dass sie- beim Unterschreiten eines gewählten Mindestdifferenz druckes im Medium die Leitungen verschliessen. Dieser Mindestdifferenzdruck kann so eingestellt wer den, dass vorbestimmte Strömungsverhältnisse im Haupt- und im Nebenstrom eintreten. Dies hat den Vorteil, dass bei Unterschreitung des Differenzdruckes eine Fehldosierung bzw. eine Fehlanzeige nicht er folgen kann. Unter diesen Umständen kann aber auch das Medium nicht mehr durch die Leitung fliessen. Es muss mit andern Worten jeweils ein gewisser Mindestdifferenzdruck vorhanden sein, um die Strö mung in den Leitungen in Tätigkeit zu setzen.
Man kann aber auch zwei einzelne bewegliche Regel- bzw. Schliesskörper vorsehen, und zwar den einen in der Haupt- und den andern in der Neben leitung. Mit dieser Anordnung wird z. B. die Gefahr vermieden, dass bei unrichtiger Einstellung des Regel körpers in der Hauptleitung der Strom des Mediums nach Verschluss derselben nur noch durch die Neben leitung geht, die bei richtiger Einstellung des Ver schlusses allein schon durch die darin enthaltenen Widerstände bei extrem niedrigem Druck ausser Tätig keit gesetzt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Steuern, von Durchflussmengen von in zwei oder mehreren Leitungen strömenden Medien mittels mindestens eines Widerstandsorgans, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines dieser Organe (10) als durchflussquerschnittsänderndes, strö- mungsgeschwindigkeitsreguliertes Steuerorgan ausge bildet ist. UNTERANSPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Steuerorgan als in einem sich erweiternden Leitungsteil (9) angeordneter, mittels einer Feder (11) belasteter Körper (20) ausgebildet ist. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Steuerorgan ein elastischer Körper ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Steuerorgan als Schwimm körper ausgebildet ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Steuerorgan als Senkkörper ausgebildet ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um das Steuerorgan magnetisch zu beeinflussen. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens eines der Steuerorgane beweglich und zugleich als Verschlusskörper (20) für eine Leitung (3) ausgebildet ist (Fig. 4). 7.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuer organ als Ventilkörper ausgebildet und derart be schaffen ist, dass es bei Unterschreitung eines vor bestimmten, im Betrieb durch das Strömungsmedium auf es ausgeübten Druckes die Leitung abschliesst (Fig. 4). B. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Organe (20, 21) derart ausgebildet sind, dass der vor bestimmte Druck demjenigen Differenzdruck der Hauptleitung zwischen Aus- und Eintritt der Neben leitung (5) entspricht, bei dem ein vorbestimmtes Mengenverhältnis im Haupt- und Nebenstrom ein tritt. 9.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwei bewegliche Steuerkörper (20, 21) vorgesehen sind, von welchen einer (20) die Haupt- (1) und der andere (21) die Nebenleitung (5) regelt und schliesst. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass beide Kör per (20, 21) miteinander verbunden sind, so dass die Regelung bzw. das Schliessen beider Leitungen (1, 5) gleichzeitig erfolgt (Fig. 7). 11. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan als pendelnde Klappe (27) ausgebildet ist, die in sich spiralförmig erweiternden Gehäusen (30) angeordnet ist (Fig.9 bis 11).
Applications Claiming Priority (1)
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1961
- 1961-01-03 BE BE598766A patent/BE598766A/fr unknown
- 1961-01-12 CH CH45061A patent/CH384230A/de unknown
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|---|---|
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