CH378561A - Kolorimetereinrichtung mit einer Durchflusszelle und einem Registriergerät - Google Patents

Kolorimetereinrichtung mit einer Durchflusszelle und einem Registriergerät

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CH378561A
CH378561A CH7982659A CH7982659A CH378561A CH 378561 A CH378561 A CH 378561A CH 7982659 A CH7982659 A CH 7982659A CH 7982659 A CH7982659 A CH 7982659A CH 378561 A CH378561 A CH 378561A
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Description


  
 



  Kolorimetereinrichtung mit einer Durchflusszelle und einem Registriergerät
Die Erfindung betrifft eine Kolorimetereinrichtung mit einer Durchflusszelle und einem Registriergerät, von dem eine kolorimetrische Messgrösse einer zu prüfenden Flüssigkeit entsprechend der einer sich selbst abgleichenden elektrischen Schaltung zugeordneten Nachlaufbewegung aufgezeichnet wird und in welchem zu Justierzwecken ein Abgleich auf zwei anfangs festgelegte Spannungen zur Herstellung einer vorgegebenen Lage einer   Grund- bzw.    Bezugslinie in der Aufzeichnung mit Hilfe einer   Vergleichs- bzw.   



  Normflüssigkeit erfolgt.



   Erfindungsgemäss ist bei einer solchen Kolorimetereinrichtung in Verbindung mit der sich selbst abgleichenden Schaltung des Registriergeräts eine Einrichtung wirksam, die selbsttätig die vorgegebene Lage der Grundlinie erneut herstellt, falls während des Betriebs des Registriergeräts Abweichungen von dieser Grundlinie auftreten.



   Die Figur ist eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels gemäss der Erfindung.



   Das zu beschreibende Gerät ist insbesondere in Verbindung mit einem Analysiergerät und einem Verfahren nach der US-Patentschrift Nr.   2797 149    verwendbar, gemäss der eine   Fiüssdgkeit    für eine quantitative, kolorimetrische Analyse auf eine in ihr enthaltene, besondere Substanz behandelt wird und ein Registriergerät unter der Steuerung des Kolorimeters arbeitet und die Analysen aufzeichnet.



  Wie in dieser Patentschrift beschrieben ist, wird eine zu prüfende Flüssigkeit durch den Apparat gemeinsam mit Reagenzmitteln und anderen Medien für eine Behandlung gepumpt; nach der Behandlung wird die zu analysierende Flüssigkeit durch eine Durchflusszelle des Kolorimeters weiterbefördert. In der Figur ist ein Apparat 5 zur Behandlung der Flüssigkeit für eine kolorimetrische Analyse zu sehen; er enthält eine Dosierpumpe, die die zu analysierende Flüssigkeit, Reagenzmittel und andere Medien durch den Apparat zu einem Kolorimeter 10 mit Hilfe von Leitungen 11 befördert, so dass ein Registriergerät R steuerbar ist. Ein Auslass 8 kann zur Abgabe von Abfallflüssigkeiten vorhanden sein.

   Durch den Behandlungsapparat 5 wird eine Vergleichsflüssigkeit periodisch hindurchgetrieben, die eine bekannte Konzentration derselben Substanz wie die Flüssigkeit enthält, die quantitativ analysiert werden soll. Es sind ein Einlass 13 für die zu analysierende Flüssigkeit, ein Einlass 15 für die Vergleichsflüssigkeit und ein Ventil 17, dessen Arbeitsweise hiernach beschrieben wird, zur Einleitung der   zu    analysierenden oder der Vergleichsflüssigkeit in dem Behandlungsapparat 5 vorhanden.



   Von dem Kolorimeter 10 wird ein das Stromverhältnis messendes und abgleichendes System gesteuert, in welchem ein Schleifdraht zum Abgleich einer Nullschaltung betätigt wird und die Bewegung des bewegbaren Anzapfarmes des Schleifdrahtes aufgeschrieben wird. In dem Kolorimeter 10, das eine Durchflusszelle oder -küvette enthält, ist eine Lichtquelle 12 vorgesehen, von der aus zwei Lichtstrahlen 15 und 16 auf zwei getrennte Reflektoren (konkave Spiegel) 18 und 20 geworfen werden. Am Reflektor 18 wird das Licht als Strahl 22 reflektiert und durch eine Öffnung 24 in einer geeigneten Lichtabschirmung 26 sowie durch einen Halter oder Behälter 28 für einen Vergleichsstoff hindurch auf ein photoelektrisches Gerät 30 geworfen. Der Vergleichsstoff ist ein farbloses Medium oder eine farblose Lösung einer Flüssigkeit.

   In ähnlicher Weise wird das Licht vom konkaven Spiegel 20 reflektiert und als Strahl 32 durch eine Öffnung 34 in einem Lichtschirm 36 sowie durch eine Durchflusszelle oder Durchflussküvette 38 mit der zu prüfenden Flüssigkeit zu einem photoelektrischen Gerät 40 hindurch  gelassen. Je nach Wunsch kann das Licht durch Filter 41 hindurchfallen, bevor es den Vergleichsstoff oder die zu prüfende Flüssigkeit erreicht. Die Ausgangsspannungen der photoelektrischen Geräte 30 und 40 sind in einer Schaltung entgegengesetzt in Serie angeschlossen; es sei bemerkt, dass das photoelektrische Gerät 30 einen Zweig L1 und das photoelektrische Gerät 40 einen Zweig L2 speisen, die über einen Draht 42 in Verbindung stehen.

   Die Ausgangsspannung des photoelektrischen Gerätes 30 wird an einem Schleifdrahtpotentiometer 44 erzeugt, das im Kreise L1 liegt, während die Ausgangsspannung des photoelektrischen Gerätes 40 an einem Potentiometer 46 im   Zweige    L2 entwickelt wird.



  Das Potentiometer 46 ist ein Steuergerät, mit dem das Registriergerät R kalibriert, und zwar eine Grundlinie für eine 100prozentige Lichtdurchlässigkeit einer Substanz ohne Farbkonzentration hergestellt wird; die Grundlinie kann auch je nach Wunsch auf die Lichtdurchlässigkeit Null eingestellt werden.



  In dem Zweig L1 ist ein weiteres Potentiometer 48 eingeschaltet, das zur Festsetzung des Bereichs oder zur Einstellung auf Null bei einer Bewegung der Anzapfung 50 dient, wie hiernach kurz beschrieben ist.



   Wie allgemein bekannt ist, wird bei einer Erregung der beiden photoelektrischen Geräte 30 und 40 infolge des auf sie fallenden Lichtes ein Strom in den Ausgangszweigen L1 und L2 erzeugt. In dem Stromzweig   L1    wird durch diesen Strom ein Spannungsabfall am Potentiometer 44 und im Zweig L2 ein Spannungsabfall am Schleifdrahtpotentiometer 46 hergestellt. Der an den Potentiometern erzeugte Spannungsabfall oder ein Teil dieses Abfalls werden einer üblichen Abgleichschaltung zugeführt. Die Abgleichschaltung enthält eine Stufe 54, die einen Gleichstrom in einen Wechselstrom umwandelt und vorzugsweise von einem üblichen mechanischen Umformer (Zerhacker) mit Schwingzunge gebildet wird. Die Ausgangsspannung des Umformers wird über einen Transformator 56 einem Verstärker 58 zugeführt.

   Die Spannung an einer Anzapfung 59 des Potentiometers 44 wird mit einem Schleifdraht 60 abgegriffen und über eine Leitung 62 einem normalerweise geschlossenen Schalter 64 und einem Draht 66 der einen Seite des Umformers 54 zugeleitet. Die Spannung an einer Anzapfung 68 des Potentiometers 46 wird der anderen Seite des Umformers 54 über eine Leitung 70 zugeleitet, so dass die Spannungsdifferenz zwischen der Anzapfung 59 und der Anzapfung 68 die   Eingangs-    spannung für den Umformer 54 bildet. Die Ausgangsspannung des Verstärkers 58 wird über Leitungen 74 und 76 einer Wicklung 72 eines Zweiphasenmotors 78 zugeleitet, dessen andere Wicklung 80 von einer Wechselstromquelle 82 erregt wird.



   Der Motor 78 arbeitet in Übereinstimmung mit der Spannung, die dem Umformer 54 zugeführt wird, und treibt den Kontaktarm 59 des Schleifdrahtpotentiometers 44 dadurch an, dass er eine mit Gewinde versehene Welle 84 in Umlauf setzt, an der die Anzapfung 59 über einen mit einem Innengewinde versehenen Teil 86 bewegbar montiert ist, der gegen eine Verdrehung festgehalten wird und daher sich in Längsrichtung bewegt, wenn die Welle 84 umläuft. Auf der mit Gewinde versehenen Welle 84 ist ausserdem ein Schreibstift 88 des Registriergeräts R befestigt, der sich gemeinsam mit der über den mit Gewinde versehenen Teil 86 verbundenen Anzapfung 59 in Längsrichtung auf einem Registrierstreifen 90 des Registriergeräts R bewegt.

   Durch die Bewegung der Anzapfung 59 wird das System an einem Punkt ins Gleichgewicht gebracht, an dem keine Potentialdifferenz am Umformer 54 auftritt, so dass der Motor 78 zur Ruhe kommt. Der Papierstreifen 90 wird mit einer konstanten Geschwindigkeit von einem Mechanismus im Registriergerät R in Richtung eines Pfeiles 92 angetrieben, wobei die Bewegung der Anzapfung 59 aufgezeichnet wird.



  Es wird dabei das Verhältnis zwischen dem durch die zu prüfende Flüssigkeit in der Durchflusszelle des Kolorimeters durchgelassenen Licht und dem von dem Bezugsstoff hindurchgelassenen Licht aufgezeichnet; die Aufzeichnung wird dazu benutzt, eine Anderung der Farbkonzentration der zu analysierenden Flüssigkeitsproben anzuzeigen.



   Bei der Kalibrierung des Registriergeräts und der Herstellung einer Grundlinie für eine 100prozentige Lichtdurchlässigkeit wird eine Probe ohne die zu prüfende Substanz durch den Apparat hindurchgeleitet. Die Anzapfung 68 am Potentiometer 46 ist dabei so eingestellt, dass der Schreibstift 88 eine 100prozentige Lichtdurchlässigkeit auf einer Linie 91 aufzeichnet. Dann wird ein das Licht abhaltender Körper (nicht gezeigt) in den Lichtweg auf der Probenseite, also zwischen dem Reflektor 20 und der Photozelle 40, gestellt. Die Anzapfung 50 am Potentiometer 48 wird nun derart eingestellt, dass der Schreibstift 88   0  /o    Lichtdurchlässigkeit aufschreibt.

   Danach   wird    der das Licht abhaltende Körper entfernt und die Anzapfung 68 des Potentiometers 46 erneut eingestellt, so dass sich der Schreibstift 88 an dem Punkt der 100prozentigen Lichtdurchlässigkeit befindet. Durch dieses Verfahren ist eine Nachprüfung der richtigen Lage des Schreibstiftes 88 bei einer 100prozentigen Lichtdurchlässigkeit möglich; hierdurch wird auch die richtige Lage des Stiftes für   OO/o    Lichtdurchlässigkeit hergestellt.



   Es ist auch eine Einrichtung zur selbsttätigen Rückkehr der Grundlinie in ihre vorgegebene, eingestellte Lage in dem Falle vorgesehen, dass sich die Spannung an der Anzapfung 68 aus irgendeinem speziellen Grunde verändert, wodurch auch die    Grundlinie eine e andere Lage annimmt. Es sei vor-    ausgesetzt, dass die Einstellung der Anzapfungen 59 und 68 zuvor zur Herstellung der Grundlinie auf dem Registriergerät an der Marke der   100 /opro-    zentigen Lichtdurchlässigkeit vorgenommen ist. Bei Verwendung einer Normflüssigkeit, deren Lichtdurchlässigkeit sich von der 100prozentigen Lichtdurch    lässigkeit    der zuvor verwendeten Normflüssigkeit unterscheidet, kann jedoch die Lage der Grundlinie auf dem Registriergerät auch für einen beliebigen anderen Lichtdurchlässigkeitswert eingestellt werden.



   In dem Zweig L1 ist ein Schleifdrahtpotentiometer 94 eingeschaltet, dessen Anzapfung 96 entsprechend der vorgegebenen, zuvor an der Anzapfung 59 eingestellten Spannung eingestellt wird. Das Potentiometer 94 arbeitet als Vergleichsspannungsquelle zur erneuten Herstellung der Grundlinie, wie sich aus der folgenden Beschreibung erkennen lässt.



  Ein Widerstand 98 ist in dem Kreis L2 vorgesehen, damit die Ausgangsspannung der Photozelle 40 unabhängig von Anderungen des Widerstandes 150 im wesentlichen konstant bleibt. Zur automatischen Steuerung der Arbeitsweise des Messapparates ist ein nach Programm arbeitender Schalter 100 vorgesehen, so dass der Messapparat selbsttätig und periodisch von der Messung der Flüssigkeitsproben und Registrierung der Farbkonzentrationen auf den Normvorgang zur Einstellung und erneuten Wiederherstellung der Grundlinie des Registriergeräts auf die zuvor festgelegte Lage umgeschaltet werden kann.



  Im Hinblick hierauf ist das bereits erwähnte Schieberventil 17 vorgesehen, das von einem Magnet 104 betätigt wird; dieser wird über einen normalerweise offenen Mikroschalter 106 gesteuert, der einen Be tätigungsarm 107 trägt. Von dem Gleitventil 17 werden die Öffnung und der Verschluss der Leitungen 108 und 110 gesteuert, wobei die Leitung 108 an eine Quelle der zu prüfenden Flüssigkeit angeschlossen wird, die analysiert werden und zu diesem Zweck für eine Bestimmung der Farbkonzentration behandelt werden soll; eine Leitung 110 wird dabei mit einer Flüssigkeitsquelle verbunden, die nach der Behandlung eine 100prozentige Lichtdurchlässigkeit aufweist, die also mit der der Normflüssigkeit identisch ist, die bei der Einstellung der Grundlinie in der zuvor festgelegten Lage an der Marke der 100prozentigen Lichtdurchlässigkeit auf dem Papierstreifen verwendet wird.

   Gemäss Fig. 1 befindet sich das Schieberventil 17 in seiner normalen Lage, in der die zu prüfenden Flüssigkeiten über die Leitung 108, eine Öffnung 111 des Ventils 17, den Einlass 13 und durch den Behandlungsapparat zum Kolorimeter 10 zwecks Registrierung der Farbkonzentration mittels des Registriergeräts R befördert werden.



   Wenn das Schieberventil 17 durch den Magnet 104 betätigt wird, wird die Normflüssigkeit, die nach ihrer Behandlung eine 100prozentige Lichtdurchlässigkeit aufweist, über die Leitung 110, eine Öffnung 113 des Ventils 17, den Einlass 15 und durch den Behandlungsapparat 5 zum Kolorimeter 10 befördert, wodurch die Grundlinie selbsttätig in ihre zuvor festgesetzte Lage zurückkehrt. Von einer geeigneten Stromquelle (nicht gezeigt) wird der Magnet 104 mit Strom versorgt, der über eine Leitung 112, eine Leitung 114, den Schalter 106 und eine Leitung 116 der einen Seite der Magnetwicklung zugeführt und über eine Leitung 118 der anderen Seite der Wicklung entnommen wird.

   Der zuvor erwähnte, programmgebende Schalter 100 enthält einen elektrischen Zeitgebermotor 120, der von einer Stromquelle 3 (nicht gezeigt) erregt wird und eine Welle 122 mit Führungsscheiben 124 und 126 trägt; beide an der Welle angebrachten Führungsscheiben enthalten je einen Führungsabschnitt oder -schlitz 125 oder 127. Der Zeitgebermotor 120 läuft vorzugsweise gegen den Uhrzeigersinn um. Die Führungsscheibe 124 betätigt den Schalter 106, der den zuvor genannten   Betäfigungsarm    107 trägt; die Führungsscheibe 126 betätigt einen Schalter 128, der ebenfalls mit einem Betätigungsarm 129 versehen ist; beide Schalter sind normalerweise geöffnet und derart an der Welle 122 angeordnet, dass ein Zeitraum zwischen der Betätigung der beiden Schalter vorhanden ist; der Schalter 106 wird nämlich vor dem Schalter 128 betätigt.

   Bei dem in der Figur angegebenen Apparat sind die Führungsscheiben derart auf der Welle 122 angeordnet, dass eine Verzögerung von 10 Minuten zwischen der Betätigung der Schalter 106 und 128 zustandekommt; diese Verzögerungszeit entspricht der Zeitspanne, die die Medien am Ventil 17 benötigen, um das Kolorimeter zwecks Analyse zu erreichen.



   Die Führungsscheiben können derart auf der Welle 122 angeordnet sein, dass die gewünschte, zeitliche Verzögerung zwischen den Schaltern 106 und 128 zustandekommt; die zeitliche Verzögerung hängt davon ab, wie lange es dauert, bis die Medien das Kolorimeter vom Ventil 17 aus erreichen. Der Schalter 128 arbeitet mit einem den Vergleich   herstellt    lenden Relais 130 zusammen, das den zuvor erwähnten Schalter 64 steuert, der normalerweise infolge der Spannung einer Feder 131 geschlossen ist, wie es die Figur zeigt. Dem Relais 130 wird über die Leitung 112, den Schalter 128, eine Leitung 132, eine Leitung 133 innerhalb des Relais 130 Strom zugeführt, der über eine Leitung 134, eine Leitung 136 an die Leitung 118 abgegeben wird.



   Der Motor 78, der den Schreibstift 88 betätigt, enthält ein Zahnradreduktionsgetriebe 138, das über eine Welle 139 die eine Platte 140 einer magnetischen Kupplung 142 antreibt, während die andere Platte 144 der Kupplung elektrisch an Stromleitungen 148 und 132 angeschlossen ist. Der Kreis für die magnetische Kupplung 142 enthält die Leitung 112, den Schalter 128, die Leitung 132, die Platte 144, die Leitung 148, die Leitung 136 und die Leitung 118. Da die normale Stellung des Schalters 128 die geöffnete ist, so ist die magnetische Kupplung 142 normalerweise abgeschaltet. Die magnetische Kupplung 142 steht mit einem veränderbaren Widerstand 150 in Verbindung, der elektrisch über Leitungen 162 und 154 in den Zweig L2 eingeschaltet ist.

   Der Widerstand 150 steht stets mit dem Zweig L2 in elektrischer Verbindung; wenn die  magnetische Kupplung 142 betätigt wird, wird er bei einer Drehung seiner Anzapfung vergrössert oder verkleinert, so dass die Spannung an der Anzapfung 68 im Zweig L2 während des Eichvorgangs des Apparates vergrössert oder verkleinert wird, wobei die Grundlinie des Registriergeräts automatisch in die zuvor festgelegte Lage zurückkehrt.   

Claims (1)

  1. Arbeitsweise des Messapparates Normalerweise ist das Relais 104 abgeschaltet, weil der Schalter 106 normalerweise offen ist und die zu prüfenden Flüssigkeiten von der Dosierpumpe aus der Leitung 108 gemeinsam mit anderen Medien aus anderen Leitungen (nicht gezeigt) durch den Behandlungsapparat 5 zum Kolorimeter 10 für eine kolorimetrische Analyse befördert werden. Der Schalter 64 ist geschlossen und das der Eichung dienende Relais 130 abgeschaltet, weil der Schalter 128 normalerweise offen ist. Ausserdem ist die magnetische Kupplung 142 abgeschaltet, da der Schalter 128 geöffnet ist; der Widerstand 150 ist dabei vom Motor 78 mechanisch abgetrennt.
    Wenn die zu prüfenden Flüssigkeiten durch die Durchflusszelle des Kolorimeters 10 fliessen, betätigt das abgleichende System den Motor 78, der die an den Anzapfungen 59 und 68 auftretenden Spannungen abgleicht, wobei die sich ändernden Farbkonzentrationen der zu prüfenden Flüssigkeiten auf dem Registriergerät R durch die Bewegung des Schreibstiftes 88 aufgezeichnet werden. Während dieser Zeitspanne läuft der Zeitsteuermotor 120 um, dessen Geschwindigkeit derart gewählt ist, dass er eine Umdrehung in einer Stunde ausführt und je Stunde einen Vergleich am Messapparat periodisch vornimmt.
    Bei einer fortgesetzten Umdrehung des Motors 120 kommt der Schlitz 125 an der Führungsscheibe 124 mit dem Arm 107 des Schalters 106 in Eingriff, wobei der Schalter das Erregerrelais 104 schliesst, das das Schiebervéntil 17 betätigt, wobei dessen Öffnung 113 auf die Leitung 110 ausgerichtet wird; hierbei werden die Normflüssigkeiten, die nach der Behandlung eine 100prozentige Lichtdurchlässigkeit aufweisen, dem Kolorimeter 10 für eine Eichung des Messapparates zugeführt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Apparat noch für eine Registrierung veränderlicher Farbkonzentrationen der zu prüfenden Flüssigkeiten eingestellt, die durch das Kolorimeter 10 hindurchlaufen, da bei der dargestellten Anordnung dieser Vorgang 10 Minuten in Anspruch nimmt, bis die Flüssigkeiten das Kolorimeter vom Ventil 17 aus erreichen.
    Wenn die erste der zuvor über die Leitung 110 eingeführten Normflüssigkeiten annähernd 10 Minuten später das Kolorimeter 10 erreicht hat, lässt der Schlitz 127 an der Führungsscheibe 126 den Betätigungsarm 129 des Schalters 128 eingreifen, der den Apparat zur Eichung und zur erneuten Einstellung der Grundlinie des Registriergerätes umschaltet. Der Schalter 128 ist geschlossen und versorgt das Relais 130 mit Strom, wobei der Schalter 64 von der Leitung 62 auf die Leitung 146 umgeschaltet wird, so dass die Spannung der Anzapfung 96 des Potentiometers 94 über die Leitungen 146 und 66 anstatt der vorherigen Spannung der Anzapfung 59 des Potentiometers 44 an der einen Seite des Umformers 54 angelegt wird. Bei der Schliessung des Schalters 128 wird die magnetische Kupplung 142 ebenfalls betätigt, damit der Widerstand 150 mechanisch mit dem Motor 78 verbunden wird.
    In dieser Stellung des Apparates werden die Spannungen an der Anzapfung 96 des Potentiometers 94 und an der Anzapfung 68 des Potentiometers 46 dem Abgleichsystem zugeführt. Da diese Spannungen zuvor entsprechend der richtigen, zuvor vorgegebenen Stellung der Grundlinie an der Marke der 100prozentigen Lichtdurchlässigkeit auf dem Registrierstreifen 90 des Registriergeräts R festgelegt worden waren, sollte keine Bewegung des Motors 78 erfolgen; dementsprechend sollte sich der Schreibstift auch in der zuvor festgelegten Lage der Grundlinie befinden.
    Wenn sich jedoch während des Betriebs des Apparates die Spannung an der Anzapfung 68 verändert hat, ist jedoch die Lage der Grundlinie gegenüber der im voraus festgelegten Lage verändert und es tritt ein gestörtes Spannungsgleichgewicht an den Anzapfungen 96 und 68 auf. Infolge dieses fehlenden Gleichgewichtes der Spannungen wird der Motor 78 derart betätigt, dass mittels des veränderlichen Widerstandes 150 der Widerstand des Zweiges L2 nachgeglichen wird, was von der Drehrichtung des Motors 78 abhängt, der die Spannung der Anzapfung 68 auf ihren richtigen, zuvor festgelegten Wert zurückbringt, wobei die Grundlinie in ihre richtige, zuvor festgelegte Lage zurückkehrt. Dieser Vergleichsvorgang, bei dem die Grundlinie selbsttätig in ihre vorgegebene Lage zurückgebracht wird, dauert so lange, wie der Schalter 128 geschlossen ist, also etwa 10 Minuten an.
    Der Schalter 106 öffnet sich jedoch etwa 10 Minuten, bevor sich der Schalter 128 öffnet, so dass die zu prüfenden Flüssigkeiten in den Messapparat so früh eingeführt werden können, dass sie zwecks Analyse im Kolorimeter etwa zu dem Zeitpunkt ankommen, wenn sich der Schalter 128 öffnet, so dass der Messapparat seine normale Arbeitsweise wieder aufnimmt. Entsprechend der Art der auszuführenden Analyse können die Führungsscheiben des programmgebenden Schalters 100 und die Geschwindigkeit des Zeitsteuermotors 120 abgeändert werden, um die für die Analyse notwendige Zeitenfolge herzustellen.
    PATENTANSPRUCH Kolorimetereinrichtung mit einer Durchflusszelle und einem Registriergerät, von dem eine kolorimetrische Messgrösse einer zu prüfenden Flüssigkeit entsprechend der einer sich selbst abgleichenden elektrischen Schaltung zugeordneten Nachlaufbewegung aufgezeichnet wird und in welchem zu Justierzwecken ein Abgleich auf zwei anfangs festgelegte Spannungen zur Herstellung einer vorgegebenen Lage einer Grund- bzw. Bezugslinie in der Aufzeichnung mit Hilfe einer Vergleichs- bzw. Normflüssigkeit erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass in Verbindung mit der sich selbst abgleichenden Schaltung des Registriergeräts eine Einrichtung wirksam ist, die selbsttätig die vorgegebene Lage der Grundlinie erneut herstellt, falls während des Betriebs des Registriergeräts Abweichungen von dieser Grundlinie auftreten.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Wiederherstellung der vorgegebenen Lage der Grundlinie Hilfsmittel (138, 142, 150) zur Korrektur von Änderungen enthält, die in einer der anfangs festgelegten, abgeglichenen Spannungen der elektrischen Schaltung auftreten und Anderungen der vorgegebenen Lage der Grundlinie bewirken.
    2. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hilfsmittel (17) zur periodischen Unterbrechung der im Kolorimeter (10) zu prüfenden Flüssigkeitsströmung und zur selbsttätigen Beförderung der Vergleichs- oder Normflüssigkeit durch das Kolorimeter anstelle der zu prüfenden Flüssigkeit vorgesehen ist, um zu ermöglichen, dass die Grundlinie erneut eingestellt werden kann, falls sie gegenüber ihrer richtigen Lage während des Durchflusses der zu prüfenden Flüssigkeit abgewichen ist.
    3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zu prüfende Flüssigkeitsströmung und die Strömung der Vergleichs- oder Normflüssigkeit zum Kolorimeter durch ein Ventil (17) und von einem der Zeitfestsetzung dienenden Gerät (100) aus beeinflussbar sind, das die Arbeitsweise des Ventils steuert.
    4. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein einstellbarer Widerstand (150) zur Einstellung der einen vorgegebenen Spannung bei der Korrektur von Abweichungen der Grundlinie vorgesehen ist, der automatisch nur dann betätigt wird, wenn die Strömung der zu prüfenden Flüssigkeit unterbrochen worden ist und die Vergleichs- oder Normflüssigkeit zum Kolorimeter befördert wird.
    5. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um die Strömung der zu prüfenden Flüssigkeit zum Kolorimeter selbsttätig wieder herzustellen und um die Strömung der Vergleichs- oder Normflüssigkeit zum Kolorimeter selbsttätig bei einer Korrektur der Lage der Grundlinie zu unterbrechen.
    6. Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein selbsttätig betätigtes Kupplungsgerät (142) zum Anschluss eines Motors (80) der selbst abgleichenden Schaltung an den verstellbaren Widerstand (150), wenn die Vergleichs- oder Normflüssigkeit zum Kolorimeter befördert wird, und zur Unterbrechung der Kraftübertragung vom Motor zum Widerstand vorgesehen ist, wenn die zu prüfende Flüssigkeit zum Kolorimeter befördert wird.
    7. Einrichtung nach den Unteransprüchen 3 und 6, gekennzeichnet durch eine derartige Einstellung des zeitfestsetzenden Geräts, dass die Betätigung des Kupplungsgerätes in einer bestimmten zeitlichen Beziehung zu den Betätigungen des Ventils erfolgt.
    8. Einrichtung nach den Unteransprüchen 2 bis 7, gekennzeichnet durch eine derartige Einstellung des zeitfestsetzenden Geräts, dass die Korrektur der Grundlinie so lange verzögert wird, bis die zu prüfende Flüssigkeit durch das Kolorimeter geströmt ist und die Vergleichs- oder Normflüssigkeit durch das Kolorimeter zu fliessen begonnen hat.
CH7982659A 1958-10-27 1959-10-23 Kolorimetereinrichtung mit einer Durchflusszelle und einem Registriergerät CH378561A (de)

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