Mischbatterie Die vorliegende Erfindung betrifft eine Misch batterie zur Erzielung eines Mischwasserstromes vor bestimmter Temperatur aus einem Kaltwasser- und einem Heisswasserstrom. Die Mischbatterie enthält einen in einer Mischwasserkammer angeordneten Temperaturfühler, der die Stellung zweier Ventile regelt, die den Zustrom von kaltem Wasser und heis- sem Wasser zu der Mischwasserkammer steuern.
Mischbatterien dieser Art sind bekannt. Der Tem peraturfühler kann aus einem Gehäuse bestehen, in welchem sich ein in dem gesamten Temperatur bereich im Nassdampfzustand verharrendes Medium befindet, beispielsweise ein halogensubstituierter Koh lenwasserstoff. Der Druck dieses Steuermediums wirkt auf die beiden Ventile entgegen der Kraft einer Feder ein, wobei eine Druckerhöhung den Heisswas- serzufluss drosselt und den Kaltwasserzufluss be günstigt.
Vorzugsweise ist die Vorspannung der Fe der, die dem Druck des Steuermediums entgegen wirkt, einstellbar, so dass die Temperatur des Misch wassers durch Veränderung dieser Vorspannung va riiert werden kann. Selbstverständlich ist es jedoch auch möglich, als Temperaturfühler eine Bimetall- anordnung zu verwenden.
Bei diesen Mischbatterien gestaltet sich die Tem peraturregulierung insbesondere bei kleinen Wasser mengen schwierig, weil nicht immer gewährleistet ist, dass Mischwasser mit Mischtemperatur mit dem Tem peraturfühler in Kontakt kommt. Es hat sich viel mehr herausgestellt, dass die Temperatur des abflies senden Wassers sich periodisch ändert. Um diesen Nachteil zu beheben und zu gewährleisten, dass tat sächlich nur Mischwasser mit der Endtemperatur mit dem Temperaturfühler in Kontakt kommt, hat man diesen in die Abflussleitung des Mischwassers verlegt. Die auftretenden Schwierigkeiten konnten je doch hiermit nicht beseitigt werden, unabhängig da- von, dass die Verlegung des Temperaturfühlers in die Abflussleitung von konstruktiven Nachteilen be gleitet war.
Es ist nun ein Zweck der vorliegenden Erfindung, eine Mischbatterie der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei welcher gewährleistet ist, dass tatsäch lich nur das vermischte Wasser, d. h. das Wasser mit der Endtemperatur mit dem Temperaturfühler in Kontakt kommt. Ein weiterer Zweck der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung einer Mischbatterie, bei wel cher gewährleistet ist, dass nur Wasser mit der End- temperatur mit dem Temperaturfühler in Kontakt ge langt, wobei dieser Temperaturfühler in der Misch wasserkammer selbst angeordnet ist.
Die Mischbatterie gemäss der vorliegenden Er findung ist nun dadurch gekennzeichnet, dass zwi schen jedem Ventil und der Mischwasserkammer zur innigen Vermischung des heissen und des kalten Wassers miteinander, je ein Sprühorgan vorgesehen ist; durch welches das Wasser strahlenförmig aus tritt.
Die beiden Sprühorgane sind vorzugsweise als Düsen bzw. kleine Öffnungen in den Begrenzungs wänden angeordnet, die die Kaltwasserkammer und die Heisswasserkammer von der Mischkammer tren nen. Die aus der Heisswasserkammer und der Kalt wasserkammer in die Mischwasserkammer eintreten den Wasserstrahlen treffen dabei direkt aufeinander und vermischen sich innig, so dass unmittelbar beim Eintreten in die Mischwasserkammer tatsächlich Mischwasser mit der Endtemperatur gebildet wird.
Die Erfindung soll anschliessend anhand der bei liegenden Zeichnungen näher erläutert werden, wobei darstellen Fig. 1 einen axialen Schnitt durch eine Misch batterie mit zentrisch angeordnetem Temperatur fühler ; Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie 11-II in Fig. 1 ; Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie 111-III in Fig. 1 ; Fig. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Mischbatterie mit exzentrisch angeordnetem Tem peraturfühler.
Die in Fig. 1-3 gezeigte, temperaturgesteuerte Mischbatterie besteht aus einem im wesentlichen zylindrischen Gehäuse 1, an welchem ein Heisswas- serzulaufstutzen 2 und ein Kaltwasserzulaufstutzen 3, sowie ein Mischwasserablauf 4 vorgesehen ist. Das Gehäuse 1 selbst ist an den beiden Enden offen und an der einen Seite lösbar mit einem Deckel 5 und an der anderen Seite lösbar mit einem Einstellrad 6 zur Einstellung der Temperatur abgeschlossen. In dem Gehäuse befindet sich eine zylindrische Hülse 7, die die einzelnen Organe zur Steuerung der zu- und abfliessenden Wassermengen und zum Erfassen der Temperatur des ausfliessenden Wassers trägt.
Diese Hülse mit den angeschlossenen Teilen kann axial in das Gehäuse 1 eingeschoben werden. Die Hülse 7 besitzt eine Reihe von Ausnehmungen und Bohrun g o en, die dem Zu- und Austritt von Wasser dienen.
In dem Gehäuse sind axial hintereinander eine Kaltwasserkammer 8, eine Mischwasserkammer 10 und eine Heisswasserkammer 9 vorgesehen. Die Kalt wasserkammer 8 umfasst eine Ausnehmung 8a in der Hülse, die mit dem Zulaufstutzen 3 für das kalte Wasser in Verbindung steht. An die Ausnehmung 8a schliesst sich eine Bohrung 8b an, die diese Aus- nehmung 8a mit dem Innern der Hülse verbindet und den Zutritt des kalten Wassers zu dem Kalt wasserventilraum 8c ermöglicht.
In dem Kaltwasser ventilraum 8c befindet sich eine als Ventilsitz aus gebildete Trennwand 8d mit einer axialen Bohrung. Mit dem Ventilsitz 8d arbeitet ein bewegliches Ven tilorgan 8e zusammen, welches in axialer Richtung verschoben werden kann, in einer Endstellung auf den Ventilsitz 8d aufliegt und dann die Verbindung zwischen den beiden, Teilen des Kaltwasserventil- raumes 8c unterbricht. Die Kaltwasserkammer wird einerseits durch eine Trennwand 11 gegen die sich in axialer Richtung anschliessende Mischwasserkam- mer abgeschlossen.
Diese Trennwand besitzt zur Aufnahme des später noch zu erläuternden Verstell stiftes eine axiale Bohrung. In unmittelbarer Nähe der Trennwand 11 besitzt die Hülse eine weitere Boh rung 8f, die die Verbindung mit einer Ausnehmung 8g in der Hülse 7 darstellt. Die Bohrung 8f und die Ausnehmung 8g, die noch einen Teil der Kaltwasser kammer bilden, werden durch eine als Sprühorgan dienende Trennwand 12 abgeschlossen, die, wie aus Fig. 3 ersehen werden kann, die Form eines Ring sektors besitzt und eine Reihe von Öffnungen 13 zum Durchtritt des Wassers aufweist.
Das durch diese Öffnungen 13 in der ringförmigen Wand durch- tretende Wasser gelangt über eine Ausnehmung 10a in der Hülse 7 und eine sich anschliessende Bohrung 10b in den Temperaturfühlerraum 10c, der eben falls Teil der Mischwasserkammer ist.
Wie bereits ausgeführt, ist der Ventilraum 8c einerseits durch die Trennwand 11 abgeschlossen. Das entgegengesetzte Ende wird durch einen Ring körper 14 abgeschlossen, der über eine Abdichtung mit dem beweglichen Ventilorgan 8e in Verbindung steht. Aus der Zeichnung ist zu ersehen, dass der Aussendurchmesser des beweglichen Ventilorganes 8e in unmittelbarer Nähe des Ventilsitzes 8d und an der Stelle, die mit dem Körper 14 in Kontakt steht, gleich ist. Eine Folge dieser Massnahme ist, dass der Druck des in der Kaltwasserkammer 8 bzw. in dem Ventilraum 8c befindlichen Wassers keine Kraft komponente auf das Ventilorgan 8e ausüben kann, da die Kräfte beider Richtungen sich notwendiger weise aufheben.
Die Heisswasserkammer 9 ist in ähnlicher Weise ausgebildet wie die Kaltwasserkammer B. Die Heiss- wasserkammer 9 enthält eine Ausnehmung 9a in der Hülse 7, so dass zwischen der Innenwand des Ge häuses 1 und der Hülse ein ringförmiger Raum be steht. Dieser Raum steht über eine Bohrung 9b mit dem Ventilraum 9c in Verbindung.
Die Ventilkam mer 9c wird in gleicher Weise wie die Ventilkammer 8c durch eine Trennwand, die hier mit 9d bezeich net ist, in zwei Teile geteilt, wobei die Trennwand 9d als Ventilsitz für das bewegliche Ventilorgan 9e ausgebildet ist, welches somit den Zufluss des heis- sen Wassers zu der Mischwasserkammer freigeben und unterbinden kann. Die Heisswasserkammer 9 ist gegenüber der angrenzenden Misehwasserkammer durch eine Trennwand 16 abgeschlossen.
In unmit telbarer Nähe der Trennwand 16 ist eine Bohrung 9f vorgesehen, die die Verbindung mit einem durch eine Ausnehmung in der Hülse gebildeten Ringraum 9g herstellt. Der Ringraum 9g ist gegen die Misch wasserkammer 10 durch eine ringsegmentförmige, als Sprühorgan dienende Wand 17 abgeschlossen, die gleich ausgebildet ist wie die entsprechende segment- förmige Wand 12 und in gleicher Weise Bohrungen 18 zum Durchtritt des Wassers besitzt, wie dies auch aus Fig. 3 ersehen werden kann.
Das aus den Boh rungen 18 der ringsegmentförmigen Wand 17 aus tretende Wasser trifft axial auf das aus den Bohrun gen 13 austretende Wasser, was eine intensive Mi schung zur Folge hat. Das durch die Bohrung 10b in der Hülse austretende Wasser hat daher bereits die Endtemperatur des Mischwassers angenommen, so dass der in dem Fühlerraum 10c befindliche Fühler nur mit Wasser dieser Endtemperatur in Berührung gelangt und daher auch diese Temperatur annimmt und eine entsprechende Steuergrösse ableitet.
Der Ventilraum 9c ist durch einen Körper 19 abgeschlossen, der mit dem beweglichen Ventilorgan 9c in Eingriff steht und eine axiale Bewegung dieses Ventilkörpers zulässt. Der Aussendurchmesser des Ventilorganes 9e ist in der Nähe des Ventilsitzes 9d und des Ringkörpers 19 gleich gross, so dass in glei cher Weise, wie dies im Zusammenhang mit der Kaltwasserkammer 8 beschrieben worden ist, der Druck des Heisswassers in der Heisswasserkammer 9 bzw. dem Ventilraum 9c keine Kraftkomponente auf das Ventilorgan 9e ausüben kann.
Aus den Fig. 2 und 3 ist zu ersehen, dass sich die Räume 8g, lOci und 9g nur über einen Teil des Um fanges der Hülse 7 erstrecken. Zur Begrenzung dieser Räume sind Dichtungsorgane 20 vorgesehen. Eine Mischung des Wassers findet somit nur in dem ring- segmentförmigen Raum 10a statt, der durch die Dichtungen 20 und die Wände bzw. Sprühorgane 12 und 17, sowie durch die Hülse 7 und das Gehäuse 1 begrenzt ist.
Das Ventilorgan 8e ist mit einem Drehstift 22 verbunden, der durch das Einstellrad 6 hindurchragt und mit einem Knopf 23 verbunden ist, mit welchem die Gesamtwassermenge einstellbar ist. Der Stift 22 besteht aus zwei Teilstücken<I>22a</I> und<I>22b,</I> die mit einander drehverbunden sind, jedoch axial gegen einander verschoben werden können. Zu diesem Zweck ist am unteren Ende des oberen Teilstückes 22a ein profilierter Ansatz befestigt, beispielsweise ein Vierkant 22c, der in eine entsprechend geformte Ausnehmung 22d am oberen Ende des unteren Teil stückes 22b ragt.
Das Teilstück 22b weist einen ringförmigen Vorsprung 28 auf, der in eine entspre chend geformte Innennut -in der zentralen Bohrung des beweglichen Ventilorganes 8e eingreift. Hier durch wird erreicht, dass das Ventilorgan 8e nur die axialen Bewegungen des Teilstückes 22b mitmacht und nicht dessen Drehbewegungen. Das Teilstück 22b ragt bis durch die zentrale Öffnung in der Trenn wand 11 hindurch und besitzt am unteren Ende ein Innengewinde 24, in welches ein Gewindeansatz 25 eingreift. Der Gewindeansatz 25 ist mit dem Tem- peraturfühlergehäuse 26 fest verbunden, weiches sei nerseits mit einem Stift 27 verbunden ist, der ge meinsam mit dem Ventilorgan 9e aus einem Stück besteht.
Es ist nun zu ersehen, dass eine Drehung der bei den Teilstücke<I>22a</I> und<I>22b</I> des Verstellstiftes not wendigerweise eine Veränderung des Abstandes zwi schen den beiden beweglichen Ventilorganen 8e und 9e zur Folge hat. Bei Verkleinerung des Abstandes werden beide Ventile geschlossen, d. h. der Ventil körper 8e liegt dann an dem Ventilsitz 8d an und der Ventilkörper 9e an den Ventilsitz 9d.
Auf die in axialer Richtung bewegliche Einheit, d. h. die beiden beweglichen Ventilkörper 8e und 9e, das Teilstück 22b und der Stift 27, sowie das Temperaturfühler gehäuse 26 wirken eine Reihe von Kräften ein, die bestrebt sind, die axiale Lage dieser Teile zu beein flussen und gewährleisten, dass die Temperatur des ausströmenden Wassers unabhängig von irgendwel chen Änderungen der Temperatur des zufliessenden Wassers den vorgesehenen und eingestellten Wert beibehält. Aus der Zeichnung ist zu ersehen, dass an das obere Ende des Ventilkörpers 8e ein Federteller 30 anliegt. Dieser Federteller ist drehbar auf dem Teil stück 22a des Stiftes 22 geführt.
Die auf diesem Tel ler befindliche Feder 31 ist bestrebt, den Ventilkörper 8e nach unten zu drücken und zwar mit einer Kraft, die abhängig von der Vorspannung der Feder 31 ist. Zur Einstellung der Vorspannung der Feder 31 kann eine Spindel (nicht gezeigt) vorgesehen sein, die mit dem Einstellrad 6 verstellt wird. Mit dem Hand rad 6 ist somit die Vorspannung der Feder 31 ein stellbar. Wie dargestellt, kann an dem Gehäuse eine Skala und an dem Rad 6 ein Zeiger vorgesehen sein, wobei die Skala in Temperaturgrade geeicht ist. Durch entsprechende Einstellung des Rades 6 kann somit die gewünschte Temperatur ohne weiteres ein gestellt werden.
Der Temperaturfühler ist durch eine Membran 32 in zwei getrennte Räume 33 und 34 aufgeteilt. In dem Raum 33 befindet sich das Steuermedium. Das Steuermedium muss in dem gesamten Temperatur bereich im Nassdampfzustand verharren, so dass der Druck in dem Raum 33 praktisch proportional zu der Temperatur des Wassers in der Mischwasser kammer ist. Als Steuermedium kommt beispielsweise ein halogensubstituierter Kohlenwasserstoff in Be tracht. Für den vorgesehenen Zweck hat sich ins besondere FREON (eingetragene Marke) bewährt.
In der sich an die andere Seite der Membran an- schliessenden Kammer 34 befindet sich ein übertra- gungsmedium, beispielsweise Glyzerin. Der Raum 34 wird einerseits durch die Membran 32 begrenzt und andererseits durch einen Kolben 36, der in dem Ge häuse 26 längsverschieblich angeordnet ist. Der Kol ben steht über einen Ansatz 37 mit einem Steg 38 in Verbindung, der, wie aus Fig. 3 ersehen werden kann, mit der Hülse 7 fest verbunden ist.
Für den Steg 38 sind in das Gehäuse 26 zwei Öffnungen 40 und 41 eingeschnitten, die so bemessen sind, dass der Steg 38 einerseits eine Drehsicherung für das Gehäuse dargestellt und andererseits die axiale Be wegung des Gehäuses nicht behindert. Der Steg 38 stellt somit nicht nur ein Wideralger für den Kolben dar, sondern bewirkt auch, dass eine Drehung des Stiftes 22 eine axiale Verschiebung und keine Dre hung des Gehäuses 26 und des beweglichen Ventil- organes 9e zur Folge hat.
Die beschriebene und gezeigte Ausbildung und Anordnung des Temperaturfühlers ist aus mehreren Gründen gegenüber bisher bekannten Ausführungs formen vorteilhaft. Da als Widerläger der Steg 38 vorgesehen ist, erübrigt sich eine hydraulische 11ber- tragung des in der Kammer 33 herrschenden Steuer druckes. Die gesamte Steuer- und Kraftübertragungs- einheit kann somit relativ klein und auch billig ge halten werden.
Das in der Darstellung untere Ende des Ventil körpers 9e trägt einen Federteller 44, an dem eine Feder 45 anliegt, die sich andererseits auf einen Fe derteller 46 abstützt. Der Federteller 46 kann mit- tels einer Stellschraube 47 in axialer Richtung um einen kleinen Betrag verstellt werden. Die Feder 45 ist bestrebt, den Ventilkörper 9e und somit auch das Temperaturfühlergehäuse 26 und den Ventilkörper 8e in der Darstellung nach oben zu verschieben. Die Feder 45 wirkt somit der Feder 31 entgegen.
Der Druck in der Kammer 33, der abhängig von der Temperatur des in den Temperaturfühlerraum 10c durch die Bohrung 10b einfliessenden Wassers ist, erzeugt nun ebenfalls eine in der Darstellung nach oben und der Feder 31 entgegengerichtete Kraftkomponente. Wenn der Druck in der Kammer 33 steigt, überträgt sich dieser durch die Membran 32 auf die Kammer 34 und somit auch auf den Kol ben 36. Da der Kolben 36 nicht nach unten aus weichen kann, da er über den Ansatz 37 und den Steg 38 kraftschlüssig mit der Hülse 7 in Kontakt steht, bewegt sich das Fühlergehäuse 26 in der Dar stellung nach oben.
Durch diese nach oben gerichtete Bewegung wird der Zufluss heissen Wassers gedros selt, da sich der Abstand zwischen dem Ventilkörper 9e und dem Ventilsitz 9d verringert, während an dererseits mehr kaltes Wasser zu der Mischkammer gelangt, da sich der Abstand zwischen dem Ventil körper 8e und dem Ventilsitz 8d vergrössert. Die Temperatur des Mischwassers nimmt somit ab, was eine Abkühlung des Gehäuses 26 und somit auch eine Druckerniedrigung in der Kammer 33 zur Folge hat.
Der Temperaturfühler und die beiden Ventilkör per 8e und 9e nehmen somit immer eine Lage ein, die dem Gleichgewicht der auf sie einwirkenden Kräfte entspricht. Wird beispielsweise während des Betrie bes eine Erhöhung der Temperatur des Mischwas sers gewünscht, wird mittels des Handrades 6 die Vorspannung der Feder 31 vergrössert.
Dies hat zur Folge, dass die in der Darstellung nach unten ge richtete, auf die Ventilköper einwirkende Kraft sich vergrössert. Hiedurch wird der Abstand zwischen dem Ventilkörper 8e und dem Ventilsitz 8d verklei nert, was die Kaltwasserzufuhr drosselt, während sich andererseits der Abstand zwischen dem Ventilkörper 9e und dem Ventilsitz 9d vergrössert, was die zu- fliessende Heisswassermenge erhöht.
Nimmt anderer seits beispielsweise während des Betriebes die Tem peratur des Heisswassers ab, nimmt auch die Tem peratur des Mischwassers vorübergehend ab, was den Druck in dem Temperaturfühlerraum 33 verkleinert. Die der Feder 31 entgegengesetzte Kraft nimmt so mit ab, weswegen diese Feder in die Lage versetzt wird, die beiden Ventilorgane bzw. Ventilteile 8e und 9e in der Darstellung nach unten zu verschieben. Hierdurch wird der Kaltwasserzufluss gedrosselt und der Heisswasserzufluss vergrössert, wie dies ohne weiteres zu ersehen ist.
Es sei noch erwähnt, dass die Feder 25 selbst verständlich eine geringere Kraft ausüben muss als die Feder 31, und dass die Steuerschraube 47 zur Justie rung dient. Nach dem Einbau kann mit dieser Schraube die auf dem Gehäuse vorgedruckte Skala neben dem Einstellrad 6 verifiziert werden, beispiels weise dadurch, dass das Handrad 6 auf eine be stimmte Temperatur eingestellt und die Temperatur des ausfliessenden Wassers gemessen wird, wobei die Schraube 47 so lange verstellt wird, bis die Tempera tur des ausströmenden Wassers gleich der auf der Skala eingestellten Temperatur ist.
Da höchstens ein geringer Wasserteil zwischen dem Stift 27 und der Trennwand 16 bzw. dem Stift 22 und der Trennwand 11 direkt von der Heisswas- serkammer 9 bzw. der Kaltwasserkammer 8 in die Mischkammer 10 gelangen, findet in dem Ringseg- mentraum 10a eine sehr gute Vermischung des heis- sen und kalten Wassers miteinander statt. Der Quer schnitt der Öffnungen 13 bzw. 18 in den Wänden 12 bzw. 17 ist so gewählt, dass das Wasser strahlen förmig in den Raum 10a eintritt.
Es ist ohne weiteres einleuchtend, dass durch das axiale Zusammentreffen der beiden Wasserstrahlen eine gute Durchmischung erzielt wird. Es ist somit auf alle Fälle gewährleistet, dass das durch die Öffnungen 10b zu dem Tempera turfühler gelangende Wasser tatsächlich die Misch temperatur angenommen hat. Es ist somit ausge schlossen, dass beispielsweise nur das heisse Wasser auf den Temperaturfühler trifft, während das kalte Wasser direkt in die Abflussöffnung gelangt.
Es sei erwähnt, dass selbstverständlich eine Reihe von Abweichungen von dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 möglich sind. So ist es beispielsweise nicht erforderlich, die Mischung in einem Ringraum zwi schen der Hülse 7 und dem Gehäuse 1 stattfinden zu lassen. Vielmehr kann hierfür auch an einer anderen Stelle ein Raum vorgesehen sein. Schliesslich kann auch auf die Hülse 7 verzichtet werden, welche nur die Aufgabe erfüllt, den Zusammenbau der Misch batterie zu erleichtern. Zufolge dieser Hülse können alle Ventile und der Temperaturfühler vorfabriziert und an der Hülse befestigt werden, so dass erst als letzter Vorgang diese Hülse mit dem verbundenen Teil axial in das Gehäuse eingefügt werden kann.
Dies hat insbesondere den Vorteil, dass bei bereits mon tierten Mischbatterien ohne weiteres der Innenteil ausgewechselt werden kann.
Weiterhin ist es nicht erforderlich, den Tempera turfühler axial im Innern der Hülse bzw. des Ge häuses anzuordnen. Vielmehr kann der Temperatur fühler auch unmittelbar vor der Austrittsöffnung an geordnet werden. Ein Beispiel hierfür zeigt Fig. 4, wobei nur jene Teile bezeichnet sind, die sich infolge ihrer Ausbildung oder Anordnung von den entspre chenden Teilen bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 unterscheiden.
Bei der Mischbatterie gemäss der Fig. 4 ist der Stift 27' direkt mit dem Gewindeansatz 25' verbun den, während das Gehäuse 26' des Temperaturfüh lers seitlich über eine Wärmeisolationsschicht an dem Stift 27', beispielsweise mittels einer Schraube 50 be festigt ist. Der Temperaturfühler ist gleich ausgebil det, wie das anhand von Fig. 1 erläutert worden ist. Der mit dem Kolben 36' verbundene Stift 37' liegt jedoch an einem Steg 38' an, der sich nicht quer durch die Hülse 7' erstreckt, sondern nur von der einen Wand abragt, wie dies der Fig. 4 ohne weiteres zu entnehmen ist.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 4 zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass selbst bei sehr geringen Wassermengen eine genaue Tem peraturregelung möglich ist, was darauf zurückzu führen ist, dass zufolge der Anordnung des Tempera turfühlergehäuses das gesamte austretende Wasser notwendigerweise mit diesem in Berührung kommen muss.