CH374635A - Anlage zur Erzeugung von Ozon und Verfahren zum Betrieb dieser Anlage - Google Patents

Anlage zur Erzeugung von Ozon und Verfahren zum Betrieb dieser Anlage

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CH374635A
CH374635A CH8018059A CH8018059A CH374635A CH 374635 A CH374635 A CH 374635A CH 8018059 A CH8018059 A CH 8018059A CH 8018059 A CH8018059 A CH 8018059A CH 374635 A CH374635 A CH 374635A
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CH8018059A
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Beat Dipl-Ing Fehlmann Hans
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Grundwasserbauten Ag F
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B13/00Oxygen; Ozone; Oxides or hydroxides in general
    • C01B13/10Preparation of ozone
    • C01B13/11Preparation of ozone by electric discharge
    • C01B13/115Preparation of ozone by electric discharge characterised by the electrical circuits producing the electrical discharge

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Oxygen, Ozone, And Oxides In General (AREA)

Description


      Anlage        zur        Erzeugung    von Ozon     und-.    Verfahren     zum        Betrieb        dieser        Anlage       Die vorliegende Erfindung     betrifft    eine     Anlage    zur  Erzeugung von Ozon, in welcher Luft oder Sauer  stoff durch ein zwischen an Hochspannung liegenden  Elektroden erzeugtes elektrisches     Wechselfeld    in  einer Entladungsstrecke durchgeleitet     wird.     



  Solche Anlagen sind bekannt, bei welchen Luft  durch in Kühlwasser liegende Glasrohre durchgelei  tet wird, in welchen Rohren eine     konzentrische        stab-          artige    Elektrode angeordnet ist. Zwischen dem als  die eine Elektrode dienenden Kühlwasser und der       stabartigen    Elektrode wird die     Spannung    angelegt,  wobei das Glasrohr einen direkten Durchschlag zwi  schen den Elektroden verhindert, jedoch dazu bei  trägt, dass im Luftspalt, welcher zwischen dem Glas  rohr und der     stabartigen    Elektrode     gebildet    ist, ein  starkes elektrisches Feld entsteht und die durchge  leitete Luft     ionisiert    wird,

   wodurch eine     Büschel-          oder    Glimmentladung entsteht.  



  Bei diesen bekannten     Anlagen        wird    bei     Netzfre-          quenz    eine Spannung von rund 8     kV    angelegt. Es  ist allerdings auch bereits     bekannt,    bei 500     Hz    zu  arbeiten.

       In        allen        Fällen    waren aber     ausschliesslich     die Entladungsstrecken - aller vorhandenen Rohre  direkt an die Stromquelle, normalerweise an die  Sekundärwicklung eines Hochspannungstransforma  tors angeschlossen, so dass dieser Transformator für  die volle, an den     Entladungsstrecken    aufgenommene  Leistung bemessen sein musste. Bei einer Anlage mitt  lerer Grösse beträgt beispielsweise der Strom rund  0,5 A, was bei einer     Spannung    von 8     kV    eine Lei  stung von 4     kVA    ergibt.

   Ist bei Betrieb mit erhöhter  Frequenz ein Umformer vorhanden, so müssten auch  die     Maschinen    des     Umformers    für diese     Leistung     bemessen sein. Eine solche Anlage ist daher ziem  lich teuer in der Anschaffung und im     Betrieb,        weil     ihr elektrischer     Wirkungsgrad    gering ist. Das     rührt     bei den oben beschriebenen Anlagen hauptsächlich    auch daher, dass der Stromdurchgang durch das  Kühlwasser, in welchem die Rohre stehen, einen  erheblichen Widerstand bedingt.  



  Es ist allerdings auch bereits bekannt, den Strom  durchgang durch das schlecht leitende Wasser da  durch zu vermeiden, dass das Glasrohr auf der der  Entladungsstrecke     gegenüberliegenden    Seite metalli  siert ist und dass diese     Metallisierung    direkt an die  Stromquelle angeschlossen ist. Damit können wohl  die Leistungsverluste im Wasser, aber nicht die im  Transformator bzw. Umformer auftretenden Verluste  beseitigt werden.  



  Die vorliegende     Erfindung    bezweckt nun die  Beseitigung dieser Nachteile. Sie beruht auf der über  raschenden Erkenntnis, dass trotz der in der durch  geleiteten Luft stattfindenden Entladung und Ioni  sation die     Leistungsaufnahme        an    den beidseitig des       Glasrohres    angebrachten Elektroden praktisch     rein          kapazitiv    ist.

   Die oben erwähnten, recht     erheblichen     Leistungen, für welche die Transformatoren und Um  former bemessen     sein    müssen, bestehen also zu  einem     ganz        erheblichen    Teil aus     Blindleistung.    Auf  Grund dieser- Erkenntnis schafft nun die     Erfindung     die     Möglichkeit,    die Generatoren und     Transforma-          toren    weitgehend zu entlasten,

   indem erfindungs  gemäss     die        Blindleistungsaufnahme        an    der Entladungs  strecke durch eine zugeordnete     Reaktanz    kompen  siert ist. Diese     Reaktanz    wird     vorteilhaft    als reine       Induktivität    ausgebildet; welche in Serie oder     parallel     zur Entladungsstrecke geschaltet ist. In beiden     Fällen     ist es     möglich,    den Transformatoren und Generato  ren nur noch die Erzeugung der an sich verhältnis  mässig geringen     Wirkleistung    zu überlassen.

   Bei Serie  schaltung der Entladungsstrecke mit der     Induktivi-          tät    ist es ausserdem möglich, durch Spannungserhö  hung     in    dem damit gebildeten Schwingkreis die Be  triebsspannung an der Entladungsstrecke erheblich      zu erhöhen, so dass der Transformator für     eine    nied  rigere     Ausgangsspannung    bemessen werden kann.

   Bei  genügend hoher     Güte    des gebildeten Schwingkreises  können Spannungsüberhöhungen um das Fünf- bis       Zehnfache    erzielt werden, so dass unter Umständen  dieser     Schwingkreis    ohne Zwischenschaltung eines  Transformators     direkt    an einen     Tonfrequenzgenera-          tor    angeschaltet werden kann. Wie soeben angedeutet,  ist es von     besonderem    Vorteil, im     Tonfrequenzgebiet     z.

   B. zwischen 1000 und 2000 Hz     zu    arbeiten,     weil     damit einerseits eine     kleinere    Bemessung der     Induk-          tivität    und anderseits eine     erhebliche    Erhöhung der  Stromdichte in der Entladungsstrecke     möglich    wird.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der       erfindungsgemässen        -Anlage    schematisch dargestellt.       Fig.1    zeigt die     Grundschaltung    der     Anlage    und       Fig.    2 und 3 dienen der Erläuterung von Regel  schaltungen zur     Anlage    nach     Fig.    1.  



  In     Fig.    1 ist schematisch ein Glasrohr 1 darge  stellt, welches aussen mit einer Metallschicht 2 ver  sehen oder von     einem        Metallzylinder    umgeben ist.  Im Glasrohr 1 befindet sich mit etwas Spiel eine       stabförmige        Metallelektrode    3. Der Metallbelag 2  und die Elektrode 3 sind in einen     Stromkreis    ge  schaltete welcher im übrigen die     Sekundärwicklung     4 eines     Hochspannungstransformators    5 und eine  Drossel 6 aufweist.

   Die     Primärwicklung    7 des     Trans-          formators    5 ist mit     einem=        Tonfrequenzgenerator    8  verbunden, welcher bei einer     Frequenz    von beispiels  weise 1000 bis<B>10000</B>     Hz    arbeitet. Der     Tonfrequenz-          generator    wird in nicht dargestellter bekannter Weise  von einem     Asynchronmotor        angetrieben.    Es könnte  aber     gegebenenfalls    auch ein Röhrengenerator vor  gesehen     sein,    besonders wenn bei noch höheren Fre  quenzen gearbeitet wird.

   Es ist auch     nicht    unbedingt  erforderlich, dass der Generator einen     sinusförmigen     Strom abgibt; und es könnte- somit z. B. auch ledig  lich ein     Thyratron    oder eine Senderöhre vorgesehen  sein, welche den     Netzwechselstrom    mit hoher Fre  quenz zerhackt.  



       Im    Betrieb wird über den Transformator 5 und  die Drossel 6 eine Wechselspannung von 6 bis 8     kV     an die Elektroden 2 und 3 angelegt, womit im Luft  spalt zwischen dem Rohr 1 und der Elektrode 3 ein  genügend starkes Feld entsteht, um     die    durchge  leitete Luft zu ionisieren und die gewünschte Ozon  bildung zu bewirken.

   Da die Elektroden 2 und 3  durch das als     Dielektrikum    wirkende Glasrohr 1  voneinander getrennt sind,     kann    in der     eigentlichen          Entladungsstrecke,    das heisst im     Luftspalt,    wohl an  sich ein     Ohmscher    Strom fliessen, zwischen den Elek  troden 2 und 3 bzw. durch das Glasrohr 1     kann    aber  an sich nur ein     kapazitiver    Verschiebungsstrom flie  ssen.

   Es wurde dementsprechend festgestellt, dass zwi  schen den Elektroden 2 und 3 bei nicht ionisierter  Luft     eine        verhältnismässig        geringe    Kapazität vorhan  den ist. Ist dagegen die Luft ionisiert, so ist für den  Kapazitätswert der Luftspalt praktisch     unerheblich,     so dass die Kapazität     praktisch    den Wert aufweist,  welchen sie hätte, wenn die innere Elektrode 3 satt    an das Glasrohr 1     anliegen    würde.

   Dieser erhöhte  Kapazitätswert tritt nun jedesmal auf, wenn die Ent  ladungsstrecke ionisiert ist, so dass zwischen den  Elektroden 2 und 3 ein verhältnismässig starker,  praktisch rein     kapazitiver    Strom     fliesst.    Tatsächlich  kann man     nämlich    für     die    Dauer der Entladung an  nehmen, dass zwischen den Elektroden 2 und 3 eine  Kapazität in Serie mit     einem    sehr geringen, durch die       Entladungsstrecke    gebildeten Widerstand     liege,    wel  chem praktisch     kapazitiv    wirkenden Netzwerk noch  die Grundkapazität des Systems parallel liegt.

   Der  Strom setzt jeweils etwa beim Erreichen der Spitzen  der an die Elektroden 2 und 3 angelegten Wechsel  spannung ein und ist somit mit Oberwellen behaftet,  was aber für die Arbeitsweise der Anlage keinen  bedeutenden Nachteil darstellt. Die Wirkung der       Anlage    kann übrigens mit Vorteil dadurch erhöht  werden, dass der Spannung     Zündspitzen    überlagert  werden. Diese Spannungsspitzen können durch     einen     Übertrager in den Stromkreis der Entladungsstrecke  eingeführt werden, und zwar werden sie möglichst  nahe an den Beginn der Vorderflanken der     Spannungs-          halbwellen    des Wechsels der Wechselspannung ange  legt.

   Es kann damit     über    einen grösseren Teil dieser  Halbwellen ein     Stromfluss    in der Entladungsstrecke  erzielt werden, so dass die Ausbeute beträchtlich er  höht wird.  



  Der zwischen den Elektroden 2 und 3 aufgenom  mene, praktisch     kapazitive    Strom     fliesst    auch durch  die Drossel 6. Die Drossel 6 ist nun unter Berück  sichtigung der Betriebskapazität der Entladungs  strecke derart bemessen, dass diese Apparateteile zu  sammen einen Schwingkreis bilden, dessen Resonanz  frequenz praktisch der Betriebsfrequenz entspricht.  Aus     an    sich bekannten Gründen fliesst daher in der  Sekundärspule 4 des Transformators 5 praktisch ein  Wirkstrom. Je nach der Güte des     Resonanzkreises     sind ausserdem die Spannungen an der     Induktivität     6 und an der Entladungsstrecke     wesentlich    höher als  an der Sekundärspule 4 des Transformators.

   Der  Transformator hat somit praktisch nur eine Wirk  leistung zu verarbeiten, während die grösstenteils aus  Blindleistung bestehende Leistungsaufnahme der Ent  ladungsstrecke durch die     Induktivität    6 kompensiert  wird.  



  Es sei noch darauf hingewiesen, dass     in.    der vor  liegenden Beschreibung und in den Ansprüchen als  Entladungsstrecke der Einfachheit halber die Strecke  zwischen den beiden Elektroden 2 und 3 bezeichnet  wird, obschon die     Entladungsstrecke    physikalisch ge  sehen auf den Luftspalt beschränkt ist.  



  Da mit Vorteil mit erhöhter Frequenz gearbeitet  wird und der praktisch     kapazitive    Strom in der Ent  ladungsstrecke etwa linear mit der Frequenz zunimmt,       kann    in der beschriebenen Anlage eine verhältnis  mässig hohe Stromdichte     erreicht    werden, welche bei  kleinen Dimensionen des Rohres 1 eine gute Aus  beute ergibt.

   Die     beschriebene    Anordnung bringt  daher auch die     Möglichkeit    mit sich, die eigentlichen  aktiven     Teile    der Anlage,     nämlich    die Rohre. 1, ver-           glichen    mit     denjenigen        bekannter    Anlagen, klein  zu     dimensionieren.    Selbstverständlich     ist    normaler  weise nicht nur ein Rohr vorhanden, sondern meh  rere Rohre sind parallel angeordnet und ihre Elek  troden 2 und 3 sind parallel in den Stromkreis ge  schaltet.  



  Die Stromaufnahme in der Entladungsstrecke  hängt von verschiedenen     Faktoren,    insbesondere von  der Temperatur und Feuchtigkeit der     durchgeleiteten     Luft ab. Obwohl die Rohre im Wasser stehen und       demzufolge    gekühlt sind, kann die Lufttemperatur  schwanken, besonders weil auch die Temperatur des  Kühlwassers meistens nicht konstant ist. Eine stets  gleichbleibende     Ozonisierung    des Wassers setzt aber  eine praktisch gleichbleibende Ozonproduktion in  der Anlage voraus.

   Diese Produktion wäre aber bei       Änderung    des     Kapazitätswertes    der Entladungsstrecke  starken Schwankungen unterworfen, weil durch die  Änderung des Kapazitätswertes auch der Schwing  kreis verstimmt wird, und, somit die Spannungsüber  höhung stark schwanken kann. Es ist daher ange  zeigt, eine Regeleinrichtung einzubauen, welche in  Funktion des Entladungsstromes die Spannung an  der Entladungsstrecke regelt, um diesen Entladungs  strom möglichst konstant zu halten. Es     kann    zum  Beispiel der Gesamtstrom aller     Entladungsstrecken     laufend gemessen werden und beim Absinken dieses  Stroms kann in an :sich bekannter Weise die Erre  gung des     Tonfrequenzgenerators    8 erhöht werden.

    Damit wird selbstverständlich auch die Spannung an  den Entladungsstrecken erhöht und damit wieder  der gewünschte Normalwert des Entladungsstroms  erreicht. Die Regelung     kann    aber auch so vorgenom  men werden, dass der Resonanzkreis vorzugsweise  durch Veränderung der     Induktivität    6 stets wieder  auf die Betriebsfrequenz     abgeglichen    wird. In den       Fig.    2 und 3 ist     eine    solche Möglichkeit schematisch  angedeutet. Die Drossel 6 wird mit einer Sekundär  wicklung 9 versehen, welche einen Gleichrichter 10  speist. Es fliesst     somit    in der Spule 9 ein Gleichstrom,  dessen Stärke dem Betriebswechselstrom in der Dros  sel 6 entspricht.

   Durch diesen Gleichstrom wird der       Drosselkern    vormagnetisiert und der Wert der Dros  sel 6 ändert sich in Funktion dieser     Vormagnetisie-          rung.    Der Schwingkreis wird so bemessen, dass     seine          Resonanzfrequenz    etwas höher ist als die Betriebs  frequenz, so dass bei dem in     Fig.3    angedeuteten  Arbeitspunkt A gearbeitet wird.

   Sinkt der Kapazi  tätswert an der     Entladungsstrecke,    so erhöht sich  die Resonanzfrequenz, das     heisst,    die Resonanzkurve  nach     Fig.    3 verschiebt sich in     Fig.    3 nach rechts und  der Arbeitspunkt gleitet     auf    der     linken    Flanke nach  unten, das heisst, der Strom im Resonanzkreis, nimmt  ab. Damit nimmt aber auch die     Vormagnetisierung     in der Drossel ab, so dass sich die     Induktivität    der  selben erhöht. Damit wird der Erhöhung der Reso  nanzfrequenz entgegengewirkt und eine Gleichhal  tung des Entladungsstroms angestrebt. Bei Erhöhung  des Kapazitätswertes spielen sich entgegengesetzte  Vorgänge ab.

   Natürlich kann die rein schematische    Anordnung nach     Fig.    2 ausgebaut werden, indem zur       Erzielung    einer steileren     Regelcharakteristik-    ein wei  terer Verstärker, vorzugsweise ein Magnetverstärker,  vorgesehen wird,     weil    auch eine Belastung der Drossel  nach Möglichkeit vermieden werden soll. Zur Rege  lung kann natürlich auch eine     Röhrenreaktanz    vor  handen sein.  



  Auf eine Regelung im vorerwähnten     Sinne    kann  eventuell     dann    verzichtet werden,     wenn    der aus der  Entladungsstrecke und der     Induktivität    gebildete  Resonanzkreis direkt als     frequenzbestimmendes    Netz  werk eines Generators ausgebildet ist. Das ist ganz  besonders dann möglich, wenn anstelle eines mecha  nischen     Umformers    ein Röhrengenerator vorhanden  ist.

   Es ist dabei gegebenenfalls auch möglich, die  Schaltfrequenz eines     Thyratrons    öder einer Sende  röhre durch die Resonanzfrequenz des Resonanzkrei  ses zu     bestimmen.        In    beiden Fällen wird praktisch im  Resonanzpunkt selbst gearbeitet, so dass nur eine  praktisch reine und verhältnismässig geringe Wirk  leistung zu erzeugen ist.  



  Wie oben bereits angedeutet, kann besonders bei  Verwendung von Röhrengeneratoren bei     beliebig    ho  hen Frequenzen gearbeitet werden, sofern bei diesen  Frequenzen noch eine gute Ozonausbeute erzielt wird.  Es     kann    sich dabei um hohe     Tonfrequenzen    von 2000  bis 20 000 Hz oder aber um     Hochfrequenz    oder Ultra  hochfrequenz     handeln.    Es kann dabei möglich werden,  bei genügend hoher Frequenz überhaupt keine eigent  liche     Induktivität    6 mehr einzubauen, weil die In  duktivität des Leitungskreises selbst     zur    Kompen  sation der     kapazitiven    Leistungsaufnahme an der  Entladungsstrecke genügen kann.

   Mit anderen Wor  ten kann bei der     Eigenresonanzfrequenz    des Rohr  systems des Ozonerzeugers gearbeitet werden. Bei  hohen Frequenzen kann es auch unnötig werden,       zwischen    die Elektroden 2 und 3 eine Isolation ein  zulegen, weil wohl noch eine     intensive        Ionisation,     jedoch während der sehr kurzen Halbwellen des     hoch-          frequenten    Wechselstroms kein     eigentlicher    Durch  schlag von Elektrode zu Elektrode erfolgt.  



       Natürlich    ist bei hohen Frequenzen gegebenen  falls anstelle eines Glasrohres     ein    anderes     geeignetes          Dielektrikum    einzusetzen, um die     dielektrischen    Ver  luste in tragbaren Grenzen zu halten.  



       Für    alle Ausführungen und Frequenzen können       anstelle    von     Dielektrika    und Elektroden von     zylin-          drischem        Querschnitt    andere, z. B. plattenförmige,       Dielektrika    und/oder Elektroden verwendet werden.  



  Die den Entladungsstrecken zugeordnete     Reak-          tanz    kann natürlich irgendeine geeignete Form an  nehmen und kann an irgendeiner Stelle eingebaut  sein. Es kann z. B. ein Streutransformator verwendet  werden, dessen     Streuinduktivität    die gewünschte.       Reaktanz    ergibt.

   Es wäre an sich sogar     möglich,     die     Reaktanz    auf die     Primärseite    des Transformators  zu verlegen,     was    jedoch den     Nachteil    hat, dass der       Transformator    für die     ganze-Blindleistung    bemessen  sein muss, und dass nur der Generator von der Blind  leistung entlastet wird.

   Es wäre schliesslich auch mög-           lieh,    als die eine Elektrode auf das Glasrohr oder       einen    anderen geeigneten Isolator eine Drahtwick  lung     aufzubringen,    deren     Induktivität    mit der Kapa  zität des Rohres einen auf Betriebsfrequenz abge  stimmten Resonanzkreis ergibt.  



  Die     Stromregelung        in    den Entladungsstrecken  kann auch     weitgehend    ohne weitere zusätzliche Regel  mittel     erfolgen,    weil eine     Eigentümlichkeit    der Ent  ladungsstrecken darin liegt, dass ihre Kapazitätswerte  stromabhängig sind.     Steigt    also der Strom an, so  steigt auch der Kapazitätswert.

   Es äst daher bereits  eine weitgehend automatische Regelung dadurch       möglich,    dass die     Betriebsfrequenz    etwas höher ge  wählt wird als die     Resonanzfrequenz    des durch die       Entladungsstrecken    und die zugeordnete     Reaktanz          gebildeten    Resonanzkreises.

   Fällt der Strom in den  Entladungsstrecken, so nimmt auch die     Kapazität     derselben ab und die Resonanzfrequenz steigt     an,     das heisst sie nähert sich der     Betriebsfrequenz,    was       wiederum    zu einer grösseren     Spannungsüberhöhung     und zu geringerer     Stromabnahme        führt.    Umgekehrt       bewirkt    jede     Stromzunahme        in    der Entladungsstrecke  eine     Abwanderung    der     Resonanzfrequenz    von der       Betriebsfrequenz,

      so dass auch     einer    Stromzunahme  automatisch entgegengewirkt     wird.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Anlage zur Erzeugung von Ozon, in welcher Luft oder Sauerstoff durch ein zwischen an Hoch spannung liegenden Elektroden erzeugtes elektrisches Wechselfeld in einer Entladungsstrecke durchgeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Blindleistungs- aufnahme an der Entladungsstrecke durch eine zuge ordnete Reaktanz kompensiert ist.
    II. Verfahren zum Betrieb der Anlage nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man der Betriebsspannung der Entladungsstrecke Zündspan- nungsspitzen in solcher Phasenlage überlagert, dass zwischen den Elektroden ein annähernd rein kapazi- tiver Strom fliesst, welcher auch durch die Real,-tanz fliesst. UNTERANSPRÜCHE 1. Anlage nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Induktivität in Serie oder parallel zur Entladungsstrecke geschaltet ist. 2.
    Anlage nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Entladungsstrecke und die Reaktanz das frequenzbestimmende Netzwerk eines Röhren- oder Transistorgenerators bilden. 3. Anlage nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Regelvorrichtung vorgesehen ist, welche bei Änderung der Stromstärke in der Entladungsstrecke die Spannung an den Hochspan nungselektroden in einem der Könstanthaltung der Stromstärke dienenden Sinne nachreguliert. 4. Anlage nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Regelvorrichtung die Gene ratorspannung regelt. 5.
    Anlage nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Regelvorrichtung die Reaktanz regelt. 6. Anlage nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass der durch die Entladungsstrecke und die Reaktanz gebildete Schwingkreis nicht genau auf Betriebsfrequenz abgestimmt ist, wobei jedoch die Verstimmung durch die Regelung des Reaktanzwer- tes stets mindestens annähernd gleich gehalten ist. 7.
    Anlage nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Frequenz der Betriebsspan nung der Entladungsstrecke zwecks Erzielung er höhter Stromdichte gegenüber der Netzfrequenz er höht ist.
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