CH371663A - Verfahren zum Herstellen von Leichtmetallkolben mit in deren Wandungen vorgesehenen Kühlmittelkanälen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Leichtmetallkolben mit in deren Wandungen vorgesehenen KühlmittelkanälenInfo
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Description
Verfahren zum Herstellen von Leichtmetallkolben mit in deren Wandungen vorgesehenen Kühlmittelkanälen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Leichtmetallkolben mit in deren Wandungen, z. B. im Boden und in der Ringzone, vor gesehenen Kanälen zum Durchleiten eines Kühlmit tels, z. B. von! Schmieröl. Es liegt ihr die Aufgabe zugrunde, derartige Kolben auf einfache Art in ein- stückiger Ausführung so herzustellen, dass die Kanäle allseitig von Leichtmetallwänden begrenzt sind.
Es ist bereits bekannt, Leichtmetallkolben mit überwiegend von Leichtmetall begrenzten ringförmi gen Kühlmittelkanälen derart herzustellen, dass von einem geschmiedeten Kolbenrohling ausgegangen wird, welcher eine einseitig offene, sich nach der Öff nung erweiternde Nut enthält, dass man in den erwei terten; Teil dieser Ringnut einen Verschlussring, z. B. aus Kupfer, einlegt und hierauf :den ausserhalb des Verschlussringes freigebliebenen Raum der Nut mit tels durch Auftragschweissung eingebrachtem Leicht metall ausfüllt. Dabei ist es besonders vorteilhaft, ge mäss dem schweiz. Patent Nr. 352529 der Anmelderin einen Verschlussring mit einem kantenfreien, z. B.
elliptischen Querschnitt zu verwenden und die Auf tragschweissung so vorzunehmen, dass das ein gebrachte Leichtmetall nur mit den ausserhalb des Verschlussringes befindlichen Wandteilen der Nut, nicht aber auch mit dem Verschlussring verschweisst. Man erhält dann ein Werkstück mit einem geschlosse nen Kühlmittelkanal, dessen Begrenzungen frei von Ecken und scharfen Kanten sind', von denen gegebe nenfalls Spannungsrisse ausgehen können. Innerhalb dieses Kanals bleibt aber der eine seiner Wände bil dende Verschlussring als Fremdkörper liegen, der unter Umständen störend sein kann.
Insbesondere kann durch den: Verschlussring der Wärmeübergang vom Kolbenwerkstoff zu dem im Kanal enthaltenen Kühlmittel verschlechtert werden, und es kann wenn der Verschlussring .aus einem spezifisch schwe reren Werkstoff gebildet ist - auch die Gefahr beste hen, dass er sich unter dem Einfluss der beim Hin und Hergehen des Kolbens auftretenden Massenkräfte lockert und freischlägt und dadurch die Barüberlie gende Schweissnaht gefährdet.
Erfindungsgemäss werden diese, Nachteile dadurch vermieden, dass zunächst ein Vorwerkstück hergestellt wird., in Sem die im fertigen Kolben zu bildenden Kanäle ganz oder teilweise durch Einlagen aus einem Werkstück ausgefüllt sind, der in einem den Kolben- werkstoff nicht angreifenden Mittel löslich ist,
und dass hierauf die Einlagen durch Einführung des Lö sungsmittels herausgelöst werden.
Ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens. nach der Erfindung ist anhand der beiliegenden Zeichnung er läutert, in welcher ein. Schnitt durch den Kolbenroh ling während einer Phase des Verfahrens .dargestellt ist.
In den Kolbenrohling 1 ist durch Ausdrehen eine Nut 2 eingearbeitet, die durch einen Verschlussring 3 abgeschlossen wird. Der darüber befindliche weitere Teil der Nut 2 äst durch Einbringen einer dem Kot benwerkstoff ähnlichen Legierung nach dem Auftrag- schweissverfahTen ausgefüllt. Die Auftragschweissung ist in der Zeichnung
mit 4 bezeichnet. Nach Abschluss dieser Verfahrensschritte wird der Kolbenrohling wie üblich fertig bearbeitet, wobei in bekannter Weise auch Zu- und A'bflussbohrungen für das Kühlmittel angebracht werden, das :durch den nunmehr in der abgedeckten Nut 2 gebildeten Ringkanal 5 geleitet werden soll.
Diese in der Zeichnung nicht dargestell- ten Bohrungen werden nun dazu, benützt, um das Lösungsmittel durch den Kanal 5 zu leiten, wobei der Verschlussring 3 herausgelöst wird und der Kanal 5 nunmehr nur noch vom Kolbenwerkstoff und von der Auftragschweissung 4, also ausschliesslich von Leicht metallteilen begrenzt ist.
Beispielsweise kann der Verschlussring 3 aus Kup fer bestehen. In diesem Falle kann als Lösungsmittel konzentrierte Salpetersäure dienen, die Kupfer stark angreift, während die üblichen Kolbenaluminiumlegie rungen in konzentrierter Salpetersäure praktisch un löslich sind, das heisst in der zur Auflösung der Kup ferringe benötigten Zeit nicht merklich angegriffen werden.
Als Lösungsmittel kommen ferner auch konzen- trierte Schwefelsäure und konzentrierte Salzsäure in Betracht, die ebenfalls die üblichen Kolbenbaustoffe kaum angreifen, während anderseits in: konzentrierter Salzsäure z. B. Silber und in konzentrierter Schwefel säure z. B. hochlegierte Chromstähle leicht lösbar sind und daher als Werkstoffe für Verschlussringe in Betracht kommen.
Ähnliche Probleme können auch auftreten, wenn man Kühlölkanäle oder -ähnliche Hohlräume in ge gossenen Leichtmetallkolben bilden will. Hier besteht zwar die Möglichkeit, mit zerstörbaren Kernen zu arbeiten, die beim Herstellen geschmiedeter Kolben nach dem vorstehend beschriebenen Verfahrendes halb nicht gegeben ist, weil die üblichen zerstörbaren Kernmassen der Schweissflamme nicht standhalten.
Häufig macht aber die restlose Entfernung der Kerne wegen der verwickelten Gestalt der durch diese aus- gefüllten Kühlkanäle Schwierigkeiten. Man zieht es deshalb in der Regel vor, die gewünschten Hohlräume durch Eingiessen von Rohren oder dergleichen aus höher schmelzenden Metallen zu bilden,
die jedoch ebenso wie die oben beschriebenen Abdeckringe den Wärmeübergang verschlechtern und gegebenenfalls dazu neigen, sich loszuschlagen. Nach vorliegendem Verfahren können solche Rohre auch aus Kupfer, Chromstahl oder dergleichen gebildet und nach dem Eingiessen durch Anwendung eines geeigneten Lö sungsmittels wied'e'r entfernt werden, so dass ein ein stückiger Kolben mit allseitig vom Kolbenwerkstoff umschlossenen Hohlräumen übrigbleibt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Herstellen von Leichtmetallkol ben, mit in deren Wandungen vorgesehenen Kanälen zum Durchleiten eines Kühlmittels, vorzugsweise von Schmieröl, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst ein Vorwerkstück hergestellt wird, in dem die im fertigen Kolben zu bildenden Kanäle ganz oder teilweise durch Einlagen aus einem Werkstoff ausgefüllt sind,der in einem den Kolbenwerkstoff nicht angreifenden Mittel löslich ist, und dass hierauf die Einlagen durch Ein- führung des Lösungsmittels herausgelöst werden. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Einlagen aus einem Werkstoff, des sen Schmelzpunkt höher ist als der dies Kolbenwerk- stoffes in das Vorwerkstück eingegossen und nach er folgtem Guss durch Einführen des Lösungsmittels wie- ,der herausgelöst werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Aufnahme einer Kühlflüssig keit bestimmte geschlossene Ringkanäle durch Ein- stechen einer Ringnut in ein geschmiedetes Leicht- metall'vorwerkstück gebildet und durch Einlegen eines Verschlussringes aus .einem Werkstoff, der in einem den Kolbenwerkstoff nicht angreifenden Mittel lös lich ist,in einen erweiterten Teil dieser Nut und durch Ausfüllen eines ausserhalb des Verschlussringes freigebliebenen Raumes der Nut mittels durch Auf tragschweissung eingebrachtem Leichtmetall ab gedeckt werden, und d'ass hierauf der Verschlussring durch Einführen :des Lösungsmittels wieder .heraus gelöst wird.3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Einlagen aus Kupfer verwendet werden., die späiter mit Hilfe von konzentrierter Sal petersäure herausgelöst werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass Einlagen aus hochlegierten Chrom stählen verwendet werden, die später mit Hilfe von konzentrierter Schwefelsäure herausgelöst werden.
Applications Claiming Priority (1)
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| DEM38293A DE1134872B (de) | 1958-07-16 | 1958-07-16 | Verfahren zum Herstellen von geschmiedeten Leichtmetallkolben mit z. B. zur Aufnahmeeiner Kuehlfluessigkeit bestimmten, geschlossenen Ringkanaelen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH371663A true CH371663A (de) | 1963-08-31 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH7400259A CH371663A (de) | 1958-07-16 | 1959-06-04 | Verfahren zum Herstellen von Leichtmetallkolben mit in deren Wandungen vorgesehenen Kühlmittelkanälen |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH371663A (de) |
| DE (1) | DE1134872B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3354793A (en) * | 1964-11-26 | 1967-11-28 | Mahle Kg | Piston for internal combustion engines |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| AT175346B (de) * | 1943-06-03 | 1953-06-25 | Nicolas Herzmark | Verfahren zur Herstellung von Gegenständen mit feinen Löchern, Kanälen od. dgl. aus harten, hochschmelzenden Metallen oder Legierungen durch Gießen |
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1958
- 1958-07-16 DE DEM38293A patent/DE1134872B/de active Pending
-
1959
- 1959-06-04 CH CH7400259A patent/CH371663A/de unknown
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| US3354793A (en) * | 1964-11-26 | 1967-11-28 | Mahle Kg | Piston for internal combustion engines |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE1134872B (de) | 1962-08-16 |
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