Einrichtung zur Aufzeichnung auf einem Wiedergabeschirm Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Aufzeichnung auf einen Wiedergabeschirm, der zwei oder mehr miteinander gekoppelte Leitungs gruppen aufweist, wobei die Einrichtung mit min destens einem Teil einer Gruppe von Leitungen ver bunden wird.
Solche Einrichtungen können z. B. für einen Wie dergabeschirm verwendet werden, der mit elektro lumineszierenden Stoffen zur Wiedergabe eines Fern- seh- oder Radarbildes versehen ist.
Es müssen dabei, und zwar an sehr nahe neben einander liegende Leitungen einer Gruppe, Spannun gen hinreichender Grösse mit ausreichender Informa tion hinsichtlich des wiederzugebenden Bildes ange legt werden. Da diese Spannungen als Funktion der Zeit eintreffen, müssen sie der Reihe nach verschie denen Leitungen einer Gruppe zugeführt werden. Es tritt dabei die Schwierigkeit ein, dass die zwischen den einander sehr naheliegenden Leitungen innerhalb des Schirmes auftretenden Streukapazitäten die Ab- lastung beeinträchtigen.
Die Einrichtung nach der Erfindung schafft eine Lösung für diese Schwierigkeiten und weist die Merkm#ale auf, dass sie aus einem ersten System mit einem Verzögerungskreis besteht, die über eine An zahl von Anzapfungen mit den Reihenschaltungen von einseitig leitenden Elementen und diesen zuge ordneten Elementen verbunden ist, wobei letztere Elemente unter der Wirkung angelegter Spannungen lumineszieren können, und einem zweiten System, das photoleitende Elemente enthält, die mit den erwähn ten Leitungen des Wiedergabeschirmes gekoppelt sind, wobei die beiden Systeme elektrisch mindestens angenähert voneinander getrennt sind und derart einander gegenüberliegen,
dass die Strahlung der lumineszierenden Elemente die zugeordneten, photo leitenden Elemente beeinflusst, wobei die nicht mit den erwähnten Anzapfungen verbundenen Enden der Reihenschaltungen mit einer Spannungsquelle verbunden sind, die eine impulsförmige Spannung liefert, während jedes der photoleitenden Elemente an einer elektrischen Erregungsspannung liegt.
Bei einer besonderen Ausführungsform der Ein richtung kann in dem Jetztgenannten System auf der Schicht mit den photoleitenden Elementen auf der Seite der Anzapfungen ausserdem eine zweite Schicht mit festen Widerstandselementen und darauf eine feste Elektrode angebracht sein, welche letztere mit einer Wechselspannungsquelle verbunden ist.
An Hand der Figuren wird ein Ausführungs beispiel einer solchen Einrichtung zur Bildzusammen setzung auf einem Wiedergabeschirm zur Wiedergabe eines Fernseh- oder Radarbildes näher erläutert. Dabei zeigt: Fig. <B>1</B> einen Wiedergabeschirm mit der zuge hörenden Abtastapparatur.
Fig. 2 zeigt ein Detail der in Fig. <B>1</B> dargestellten Einrichtung.
Fig. <B>3</B> zeigt ein teilweises Ersatzschaltbild der Einrichtung nach Fig. 2.
Fig, 4 zeigt Kennlinien zur Erläuterung der Er findung.
Fig. <B>5</B> zeigt ein teilweises Ersatzschaltbild der Schaltung nach Fig. <B>3.</B>
Fig. <B>6</B> zeigt ein teilweises Ersatzschaltbild einer Abart der Einrichtung nach Fig. 2, und Fig. <B>7</B> zeigt ein teilweises Ersatzschaltbild der Schaltung nach Fig. <B>6.</B>
Fig. <B>1</B> zeigt den Wiedergabeschirm, der aus der Gruppe von Leitungen al-a" und der Gruppe von Leitungen bl-bx besteht. Ein solcher Wiedergabe schirm ist z. B. mit einer Elektrolumineszenzschicht und einseitig stromleitenden Elementen versehen.
Die erforderlichen Signale für die senkrechten Leitungen bl-bN werden der Einrichtung<B>1</B> entnom men, die einen mit Anzapfungen versehenen Verzö gerungskreis 2, eine erste für Strahlung durchlässige Elektrode<B>3,</B> der eine Impulsspannung V"2 von der Spannungsquelle<B>7</B> zugeführt werden kann, eine zweite für Strahlung durchlässige Elektrode<B>Y,</B> die mit Erde verbunden ist, und eine dritte Elektrode 4 enthält, der eine Wechselspannung<B>Y</B> von der Spannungs quelle<B>8</B> zugeführt wird.
über die Kontakte<B>5</B> werden die Signale der Ein richtung<B>1</B> entnommen und den Leitungen bl-b.,z zu geführt.
Den waagrechten Leitungen al-a. werden von der Einrichtung<B>23</B> her die erforderlichen Spannun gen zugeführt.
Die Wirkungsweise der Einrichtung<B>1</B> wird an Hand der Einzeldarstellung der Fig. 2 als Beispiel für Fernsehzwecke näher erläutert. Es wird einleuch ten, dass eine solche Einrichtung auch für andere Zwecke anwendbar ist.
Zur Anwendung auf dem Fernsehgebiet wird dem Verzögerungskreis 2 das Gesamtvideosignal Vd zu geführt. Dabei muss die Verzögerung dieses Kreises derart sein, dass ein Signal Vd, das bei 20 eintritt, gerade eine Zeilenperiode braucht, um von 20 an 21 zu gelangen. Wird z. B. angenommen, dass das ange wandte System<B>625</B> Zeilen enthält, und dass <B>25</B> Bilder pro Sekunde übertragen werden, so ist die Zeilen periode
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Wenn weiter angenommen wird, dass der Verzö gerungskreis eine Verzögerung von z.
B.<B>10</B> itsee pro Meter hat, so muss ein Kabel von etwa 6,4 m Länge verwendet werden, das zickzack oder auf gerollt unterhalb des Wiedergabeschirmes angeord net sein kann. Die Verzögerungsleitung 2 ist durch ihren Wellenwidertand Z, abgeschlossen, um sie möglichst reell zu machen.
Es sei hier bemerkt, dass im Prinzip jede Art von Verzögerungskreis anwendbar ist. Zum Beispiel kann ein akustischer Verzögerungskreis verwendet werden, wobei zunächst die elektrischen Signale in akustische Signale und diese darauf an den Anzapfungsstellen in elektrische Signale umgewandelt werden. Es kön nen hierzu z. B. piezo-elektrische oder piezo-magne- tische Elemente verwendet werden. Einfachheits- halber ist hier nur ein elektrischer Verzögerungskreis beschrieben.
An dem Verzögerungskreis 2 sind in gleichen<B>Ab-</B> ständen<B>N</B> Anzapfungen vorgesehen, wodurch der Verzögerungskreis in<B>N-1</B> Abschnitte unterteilt wird, die<B>je</B> eine Verzögerungszeit gleich der Zeit eines Bildpunktes haben müssen. Werden einfachheits- halber 640 Bildpunkte pro Zeile angenommen, so muss die Verzögerungszeit pro Abschnitt etwa<B>0, 1</B> usec betragen.
Es wird einleuchten, dass, wenn die Verzögerungs- leitung 2 unmittelbar mit dem Wiedergabeschirm verbunden wäre, das heisst direkt mit den Kontakten <B>5</B> der Leitungen bl-b_" jeder Abschnitt des Verzöge rungskreises 2 durch eine Streukapazität<B>13</B> über brückt werden würde, die in Fig. <B>1</B> dargestellt sind. Diese Kapazitäten haben eine Grössenordnung von einigen Zehn pF und werden durch die verhältnis mässig langen, etwa<B>0,5</B> mm voneinander entfernten Leitungen der Gruppe b gebildet.
Wenn diese über- brückung nicht behoben werden würde, wären die Abschnitte für die sehr hohen Videofrequenz-.n kurz geschlossen, so dass von einer Verzögerung nicht mehr die Rede wäre.
Um dies zu verhüten, sind zwischen den Kon takten<B>5</B> und den Anzapfungen b',-b'.., an dem Ver zögerungskreis 2 Schichtelemente mit zugehörenden Hilfselektroden angebracht, so dass der Kreis 2 elek trisch gegen die Kontakte<B>5</B> abgeschirmt wird, während dennoch die Information in transformierter Form von dem Kreis 2 auf die Leitungen der Gruppe <B>b</B> übertragen wird.
Es sei hier bemerkt, dass unter Schicht die Gesamtheit der in einer einzigen Schicht vereinigten Elemente einer einzigen Art verstanden wird, wobei nötigenfalls verschiedene solcher Schichten geometrisch zusammenfallen können, so dass verschiedene Elemente in einer einzigen, geo- ZD metrischen Schicht vereint sind.
Nacheinander sind die Schichten<B>15, 16, 26, 18</B> und<B>19</B> und<B>-</B> zwischen bzw. an diesen<B>-</B> möglichst grosse Metallinseln<B>17,</B> eine erste für Strahlung durchlässige Elektrode<B>3,</B> eine zweite für Strahlung durchlässige Elektrode<B>3'</B> und eine dritte Elektrode 4 angebracht.
Die Schicht<B>15</B> enthält einseitig leitende Elemente. Diese können dadurch erhalten werden, dass ein pn-übergang in einer Isoliermasse an diskreten, in gleichen Abständen voneinander liegenden Punkten entsprechend den Anzapfungen des Verzögerungs kreises 2 angebracht wird. Der pn-übergang kann z. B. mittels einer Germanium- oder Siliciumverbin- dung erhalten werden.
Eine andere Möglichkeit besteht in der Anbrin- gung einer lichtempfindlichen, einseitig leitenden Schicht (wobei unter Licht sowohl sichtbares als auch unsichtbares Licht verstanden werden soll), die z. B. aus einem Kadmiumsulfid und einer Silikat- verbindung zusammengebaut ist und mittels einer formierenden Gleichspannung einseitig leitend ge macht wird und an den Anzapfungspunkten belichtet wird und somit lediglich an diesen Punkten wirksam ist, so dass Leitfähigkeit zwischen den Anzapfungen untereinander vermieden wird,
da der Dunkelwider stand<B>106</B> Ohmlem ist.
Selbstverständlich muss bei Anwendung dieser lichtempfindlichen Schicht eine nicht für Licht durch lässige Schicht, z. B. eine Lackschicht, zwischen den Schichten<B>15</B> und<B>16</B> angebracht sein, so dass kein Licht von der Belichtungsquelle in die weiteren Schichten und umgekehrt keine Strahlung von der Schicht<B>16</B> in die Schicht<B>15</B> eindringen kann. Beson- ders bei grossen Wiedergabeschirmen, bei denen der Verzögerungskreis 2 nicht aufgerollt zu werden braucht, sind diese lichtempfindlichen Schichten von Bedeutung.
Die Metallinseln<B>17</B> sind dazu vorgesehen, lei tende Verbindungen zwischen den einseitig leitenden Elementen der Schicht<B>15</B> und den elektro-lumineszie- renden Elementen der Schicht<B>16</B> herzustellen. Diese Elemente, die z. B. aus mangan- oder chlor-mangan- aktiviertem Zinksulfid oder andern lumineszierenden Verbindungen aufgebaut sind, sind nötigenfalls von einer Isoliermasse umgeben und leuchten auf, sobald eine hinreichend grosse Spannung zwischen den Hilfselektroden<B>17</B> und der durchsichtigen Elektrode <B>3</B> auftritt.
Die Schicht<B>26</B> ist eine galvanisch isolie rende Schicht, die jedoch durchsichtig sein muss, um das von den Elementen der Schicht<B>16</B> erzeugte Licht durchzulassen zu den Elementen der Schicht<B>18.</B> Dazu kann z. B. eine Glasschicht oder aber eine undurchsichtige, galvanisch isolierende Substanz ver wendet sein, in der an den gewünschten Punkten Öffnungen angebracht sind, die nötigenfalls mit einer durchsichtigen, galvanisch isolierend-In Substanz zum Durchlassen des Lichtes ausgefüllt sind. Die Schicht <B>18</B> enthält photoleitende Widerstandselemente, die z.
B. aus einem aktivierten Kadmiumsulfid mit Kadmiumselenid zusammengesetzt sind (CdS, CdSe). Auch in diesem Falle ist wieder das photoleitende Material in Isoliermaterial an diskreten und gleich zeitig in gleichen Abständen voneinander liegenden Punkten, und zwar gegenüber den Anzapfungen b',-b',N, des Kreises 2, angebracht. Unter einer photo leitenden Substanz wird eine Substanz verstanden, deren spezifische elektrische Impedanz durch kor- puskulare oder elektromagnetische Strahlung umkehr bar veränderlich ist.
Die Schicht<B>19</B> enthält übliche Widerstands elemente, die auch in Isoliermaterial gegenüber den photoleitenden Elementen der Schicht<B>18</B> angebracht sind. Zwischen jedem der Elemente der Schicht<B>18</B> und der Schicht<B>19</B> sind Anzapfungen b"j-b"N ange bracht, die zu den Kontakten<B>5</B> führen.
Das Signal V", das dem Verzögerungskreis 2 mit einer Gesamtverzögerungszeit von 64 ysec zu geführt wird, erfordert somit gerade eine Zeilen periode für den Verlauf vom Eingang 20 zum Aus gang 21. Da es 640 Bildpunkte und 640 Anzapfun- gen gibt und da jeder Abschnitt<B>0,1</B> #isec verzögert, ist nach 64 usec die richtige Videoinforination für jeden Bildpunkt an einer der zugehörenden An- zapfungen b',-b':" vorhanden.
Wird das Signal Vd mit positiver Polarität und negativ gerichteten Syn- chronisierimpulsen zugeführt, so verteilt sich längs des Kreises 2 ein Spannungsmuster, das jeden der Punkte YI-YN mehr oder weniger positiv gegen Erde macht.
In jedem Augenblick, in dem die Information richtig längs des Kreises 2 verteilt ist, das heisst nach jeder Periode von 64 usec, wird von der Spannungs quelle<B>7</B> her ein schmaler, positiver Impuls VI,2 der Elektrode<B>3</B> zugeführt. Infolgedessen hat die Elek trode<B>3</B> jeweils für einen sehr kurzen Augenblick ein positives Potential, wonach sie wieder auf Erd- potential liegt. Der Maximalwert dieses Impulses muss grösser sein als der höchste, positive Wert, der längs der Leitung 2 auftreten kann.
Dies ist in Fig. <B>3</B> ver anschaulicht<B>'</B> wo das Ersatzschaltbild der Fig. 2 für einige Anzapfungen Yi, YI+, und b'i+2 angegeben ist. In dieser Figur, in der entsprechende Teile ent sprechend bezeichnet sind, sind alle Elemente der Schichten<B>15, 16 18</B> und<B>19</B> auch als gesonderte Elemente dargestellt. Die Elektrode<B>3</B> ist über die Spannungsquelle<B>7</B> mit Erde verbunden, und das positive Potential, das während kurzer Zeit auf der Elektrode<B>3</B> steht, ist mit VP2++ bezeichnet.
Die ver schiedenen Spannungen längs des Kreises 2 sind mit vId+J P"/ d+ und Y <B>.. d+</B> bezeichnet, wobei also stets gilt: T'p2++ <B><I>></I></B> V'd+; Vl,2++ <B><I>></I></B> V"a+ und VP2++ <B><I>></I></B><I> V</I><B>...</B> d+- Die einseitig leitenden Elemente<B>15</B> sind ge sperrt, solange die Elektrode<B>3</B> auf Erdpotential liegt.
Erst in dem Augenblick, in dem die Elektrode<B>3</B> auf VP2-,-,- gebracht wird, führen die Elemente<B>15</B> Strom, wodurch die Elemente<B>16</B> aufleuchten,' und zwar um so stärker,<B>je</B> grösser der Potentialunterschied zwi schen V,2-,-+ und V,+ ist. Vorausgesetzt, dass #",+ den Schwarzpegel bezeichnet, so ist der Potential unterschied zwischen V,2++ und V\d+ gross und das zugehörende Element<B>16</B> des Zweiges Yi wird stärker aufleuchten als das des Zweiges b',.+2, wobei V<B>..</B> d+ den Weisspegel darstellt.
Das Licht von den Elementen<B>16</B> dringt durch die durchsichtigen Elektroden<B>3</B> und<B>3'</B> zu den zu gehörenden photoleitenden Elementen der Schicht <B>18,</B> wodurch der mittlere Widerstandswert dieser Elemente abnimmt, in dem Masse, wie die Elemente <B>16</B> stärker aufleuchten. Das Element<B>16</B> des Zweiges Yi leuchtet stark auf, so dass der Widerstand<B>18</B> des Zweiges b11- durchschnittlich kleiner wird als der Widerstand<B>18</B> des Zweiges b"i-#-2, da das zuge hörende Element<B>16</B> weniger stark aufleuchtet.
Es sei hier bemerkt, dass sowohl das Aufleuch ten der Elemente<B>16</B> als auch die Reaktion der photo leitenden Elemente<B>18</B> mit einer gewissen Verzöge rung vollzogen werden. In Fig. 4a ist der positive Impuls VP2, in Fig. 4b der Lichtfluss (Lumen pro. Quadratmeter) von einem Element<B>16</B> und in Fig. 4c die Leitfähigkeit<B>G</B> eines Elementes<B>18,</B> das durch den Lichtfluss des zugehörenden Elementes<B>16</B> be strahlt wird, als Funktion der Zeit angegeben.
Die Elemente der Schicht<B>16</B> leuchten auf und erreichen einen Maximalwert in dem Augenblick, in dem VP2 wieder auf Null zurückgeht, worauf der Lichtfluss exponentiell abnimmt. Die Leitfähigkeit<B>G</B> ist in demselben Augenblick maximal und nimmt auch exponentiell ab, so dass die mittlere Leitfähigkeit der Elemente<B>18</B> von dem Aufleuchten der Elemente <B>16</B> abhängig ist. Die Trägheit der Elemente<B>16</B> und <B>18</B> muss derart sein, dass das Aufleuchten beim Auf treten des nächstfolgenden Impulses Vp2 beendet ist.
Die Anbringung der Isolierschicht<B>26</B> ergibt in Fig. <B>3</B> eine elektrisch vollkommene Isolierung des Teils rechts von der Elektrode<B>3'</B> gegen den Teil links von der Elektrode<B>3,</B> so dass der Einfluss der Streukapazitäten<B>13</B> auf den Verzögerungskreis 2 be hoben ist.
Aus vorstehendem ist ersichtlich, dass die Ele mente<B>18</B> in den verschiedenen Zweigen b"j-b",; in Abhängigkeit von den Spannungen Vd an den An- " veränderlich sind. Dann wird von zapfungen b',-b', der Spannung "squelle <B>8</B> her eine Wechselspannung V- mit einer passend gewählten Frequenz der Elektrode 4 zugeführt.
Die Frequenz von<B>V-</B> muss grösser sein als
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darf aber kleiner sein als die höchste Videofrequenz, da diese Wechselspannung V-, wie dies weiter unten näher erläutert wird, nur dazu dient, die Elektro- lumineszenzschicht des Wiedergabeschirmes aufleuch ten zu lassen in Abhängigkeit von der Grösse der verschiedenen Widerstände<B>18.</B> Wird z. B. für diese V_ eine Frequenz zwischen<B>50</B> und<B>150</B> kHz gewählt, so ist diese V- zwischen zwei Impulsen VP2, die 64 lisec nacheinander auftreten, während einiger Perioden wirksam.
Vorstehendes ist an Hand der Fig. <B>5</B> erklärli Diese Figur, in der entsprechende Teile entspreche bezeichnet sind, zeigt das teilweise Ersatzschaltb der Fig. <B>3</B> für die Zweige b"i, b"i <B><I>+</I> ,</B> und b"i <B>+</B> 2 und ausserdem die Impedanzen 22 und die Leitung aj. Die Impedanzen 22 stellen die einzelnen Elemente der Elektrolumineszenzschicht des Wiedergabeschirmes zusammen mit denselben vorgeschalteten einseitig leitenden Elementen dar, die den einzelnen Kreuz punkten der Leitungen bi,
bi+I und bi+2 mit der Leitung a, zugeordnet sind. Es wird dabei angenom men, dass die Einrichtung<B>23</B> der Fig. <B>1</B> die Leitungen al-a. der Reihe nach während einer einzigen Zeilen_ periode auf Erdpotential bringt. Dem Verzögerungs kreis 2 wird, wie vorstehend erwähnt, die Bildinfor mation Vd zugeführt, die der Zeile a, zugehört, so dass der Widerstandswert der Elemente<B>18</B> der Infor mation pro Bildpunkt der Zeile ai entspricht.
Die Spannung V- der Spannungsquelle<B>8</B> wird dann für jeden Kreuzpunkt in eine Spannung über dem nicht veränderlichen Widerstand<B>19</B> und eine Spannung über dem Widerstand<B>18</B> geteilt, wenn dafür gesorgt wird, dass stets die Impedanz der Elemente 22 gegen über<B>18</B> gross ist. Dann steht über jedem Element 22 eine solche Wechselspannung, dass jedes Element 22 in Abhängigkeit von der Stärke des zugeführterl Videosignals V,1 aufleuchtet.
Es ist vorstehend be gründet, dass der mittlere Wert des Widerstandes<B>18</B> im Zweig b", kleiner ist als der iin Zweig b",. -#- 2. Die Spannung am Element 22 im Zweig b". wird somit durchschnittlich kleiner sein als die am Element 22 im Zweig b"--#, so dass das erste Element nicht, dafür aber das zweite Element aufleuchtet, was der ursprünglich dem Kreis 2 zugeführten Bildinformation entspricht.
Wenn die Werte der Widerstände<B>19</B> und auch die Frequenz von V- richtig gewählt sind, ist der Einfluss der Streukapazität<B>13</B> vernachlässigbar.
Nachdem der Impuls<U>V".,</U> gegeben worden ist, kann das der Zeile aj zugehörende Signal über die Verschlussiinpedanz Z, des Kreises 2 abfliessen, wäh rend gleichzeitig die Quelle<B>6</B> die Videoinformation für die Zeile aj <B><I>-</I> ,</B> dem Kreis 2 zuführt. In dem ge wünschten Augenblick bringt die Quelle<B>7</B> den Im puls VI,2. auf die Elektrode<B>3</B> hinüber, und der Zyklus wiederholt sich für die Kreuzpunkte der Lei tung aj <B><I><U>,</U></I> 1,</B> die durch die Einrichtung<B>23</B> mit Erde verbunden wird.
Es sei bemerkt, dass es für eine richtige Wirkung erwünscht ist, dass während der Zeit, in der eine der Leitungen der Gruppe a, z. B. die Leitung a" mit Erde verbunden ist, alle übrigen Leitungen dieser Gruppe (al-aj-, <I>und</I> a,+j-a") auf eine Gleichspan nung V" gebracht werden, in der Weise, dass alle einseitig leitenden Elemente des Wiedergabeschirmes an den nicht gewünschten Kreuzpunkten gesperrt sind.
Ist nunmehr P% ## <B>J</B> V-",z,-, <B>1,</B> so wird ein Auf leuchten der nicht gewünschten Kreuzpunkte ver hütet, da die einseitio, leitenden Elemente 22 dafür sorgen, dass der Strom nur in Richtung der Leitungen <B><I>b</I></B> zu den Leitungen a fliessen kann und nicht um gekehrt.
Die Schaltungsanordnung<B>23</B> ist in Fig. <B>1</B> nur schaubildlich dargestellt. Diese Einrichtung besteht aus einem Schalter<B>9,</B> der der Reihe nach während einer einzigen Zeilenperiode die Kontakte<B>25</B> der Leitungen al-a" mit Erde verbindet. Diese Kontakte <B>25</B> sind ausserdem über grosse Widerstände<B>10</B> mit der Spannungsquelle<B>11</B> verbunden, welche die Span nung V'" liefert. In der Zeichnung ist z. B. die Lei tung a, mit Erde verbunden; der Widerstand<B>10</B> dieser Leitung sorgt dafür, dass die Spannung an allen übrigen Leitungen gleich V, bleibt.
Infolge der niedrigen Schaltfrequenz von etwa<B>15</B> kIlz werden auch in diesem Falle die vorhandenen Streukapazi täten 14 wenig hinderlich wirken.
Es kann hier auf einfache Weise Interliniierung zustande gebracht werden, indem der Schalter<B>9</B> zu nächst die ungeraden Zeilen al, <I>a3, a5</I><B>...</B> und darauf die geraden Zeilen<I><U>a,</U></I> a-1, <I>a6</I><B>...</B> abtastet. Die Quelle <B>6</B> liefert dann ein interliniiert zusammengesetztes Videosignal. Es kann eine mögliche Ausführungsform der Abtasteinrichtung <B>23</B> dadurch erhalten werden, dass z. B. der Schalter<B>9</B> durch zwei Schaltröhren mit einer hinreichenden Anzahl von Anoden ersetzt wird, wozu z. B. Trochotronröhren verwendet werden kön nen.
Ist n gleich<B>625,</B> so kann nach einer bekannten Methode jede der<B>625</B> waagrechten Leitungen in<B>je</B> zwei einander eng benachbarte Leitungen aufgeteilt sein, so dass zwei Gruppen von<B>je 625</B> Leitungen ent- stehen, die in<B>je 25</B> Gruppen von<B>25</B> Leitungen ge teilt sind.
Von jeder der<B>25</B> Gruppen der ersten Gruppe der<B>625</B> Leitungen sind alle<B>25</B> Leitungen, nötigen falls mittels zwischengeschalteter Widerstände, mit einander verbunden, und jede Gruppe ist mit einer Anode einer Trochotronröhre verbunden, welche Trochotronröhre dazu mit<B>25</B> Anoden versehen sein muss.
Von jeder der<B>25</B> Gruppen der zweiten Gruppe von<B>625</B> Leitungen sind alle ersten Leitungen mit einander, alle zweiten Leitungen miteinander, alle dritten Leitungen miteinander verbunden, und jede Verbindung ist mit einer der Anoden der zweiten Trochotronröhre verbunden, die auch mit<B>25</B> Anoden versehen ist.
Wenn jetzt die beiden Trochotrons mittels Steuer impulsen richtig gesteuert werden, können die ge wünschten zwei einander sehr benachbarten Leitun gen, z. B. an der durch die Zeile aj angegebenen Stelle, auf ein solches Potential gebracht werden, dass in den zugehörenden Elementen des Wiedergabe schirmes die richtige Potentialverteilung auftritt.
Um die Abschwächung und die Verzerrung der Spannungsverteilung längs des Verzögerungskreises 2 möglichst klein zu halten, kann die Einrichtung<B>1</B> in zwei oder mehr Teile aufgeteilt sein. Während der Abtastung einer Zeile wird die Quelle<B>6</B> von einem auf den andern Teil der aufgespaltenen Einrichtung geschaltet.
Es wird einleuchten, dass auch eine umgekehrte Steuerung möglich ist. Dies ist in den Fig. <B>6</B> und<B>7</B> dargestellt, die entsprechende Ersatzschaltbilder wie die Fig. <B>3</B> und<B>5</B> zeigen. Die Widerstandsschicht<B>19</B> und die Elektrode 4 sind hier weggelassen, die einseitig leitenden Elemente der Schicht<B>15</B> sind umgekehrt, die Spannungsquelle<B>7</B> hält die Elek trode<B>3</B> stets auf einem Potential VI,2,+ (wobei vi)2++ <B>></B> Vd.), so dass die Elemente<B>15</B> gesperrt sind mit Ausnahme der Augenblicke, in denen sich das gewünschte Spannungsmuster längs des Verzö gerungskreises 2 verteilt.
In diesen Augenblicken wird die Elektrode<B>3</B> kurzzeitig auf Erdpotential ge bracht. Die Elemente<B>15</B> sind dann nicht länger ge sperrt, so dass die Elemente<B>16</B> in Abhängigkeit von dem Spannungsmuster längs des Kreises 2 aufleuch ten. Es wird wieder angenommen, dass V',l+ den Schwarzpegel bezeichnet, dann wird das Element<B>16</B> des Zweiges Yi nicht und das Element<B>16</B> des Zweiges b',.+2 stark aufleuchten, da V"',1+ den Weisspegel bezeichnet.
Der Widerstand<B>18</B> des Zweiges b"i wird dann durchschnittlich bedeutend grösser als der Widerstand<B>18</B> des Zweiges b"i+2 sein. Wird die Spannungsquelle <B>8</B> einerseits mit der Elektrode<B>3'</B> und anderseits mit Erde verbunden, so, wird, wenn die Einrichtung<B>23</B> die Leitung aj wäh rend einer Zeilenperiode mit Erde verbindet, das Er satzschaltbild nach Fig. <B>7</B> erhalten. über dem Element 22 des Zweiges b"i wird durchschnittlich eine kleine und über dem Element 22 des Zweiges b"i+2 eine grosse Wechselspannung auftreten. Das zuerst ge nannte Element 22 wird nicht, das zweite wohl auf leuchten.
Die Isolierung und auch die Kapazität zwi schen den Elektroden<B>3</B> und<B>3'</B> müssen dabei jedoch derart sein, dass gegenseitiger Einfluss vermieden wird. Dies ist bei dem zuerst genannten Steuer beispiel weniger kritisch, da in diesem Falle die Elektrode<B>3</B> sich nur während kurzer Augenblicke nicht auf Erdpotential befindet und die Elektrode<B>3'</B> stets mit Erde verbunden ist. Ein Vorteil des zweiten Beispiels ist jedoch der, dass bei dem auftretenden Schwarzpegel das Nichtaufleuchten des betreffenden Elementes 22 besser gesteuert werden kann.
Wird das Signal V,1 mit negativer Polarität zuge führt, so muss auch VP2 negative Polarität aufweisen, während die einseitig leitenden Elemente<B>15</B> sowohl im ersten als auch im zweiten Ausführungsbeispiel umgekehrt werden müssen.
Es wird ausserdem einleuchten, dass für den Fall, dass das zugeführte Fernsehsignal positive Polarität aufweist, aber mit positiv gerichteten Synchronisier- impulsen dem Verzögerungskreis zugeführt wird, wieder die Schaltungsanordnung nach Fig. <B>6</B> benutzt werden kann, wobei jedoch die Elektrode<B>3</B> durch die Spannungsquelle<B>7</B> jeweils kurzzeitig auf hohes Potential und während der übrigen Zeit auf Erd- potential gebracht wird, wobei auch die Elemente<B>15</B> umgekehrt werden müssen.
Soll in diesem Falle die Schaltungsanordnung nach Fig. <B>3</B> benutzt werden, so müssen auch hier die einseitig leitenden Elemente und die Richtung des Impulses V".2 umgekehrt werden.
Zur Anwendung eines Dreifarben-Fernsehsystems kann z. B. jede Leitung der Gruppe<B>b</B> in drei Lei tungen geteilt sein. An den auf diese Weise pro ursprünglichen Kreuzpunkt gebildeten drei Kreuz punkten sind dabei drei verschiedene Elektrolumi- neszenzstoffe angebracht, die<B>je</B> in einer andern Farbe aufleuchten.
Die Gruppe von Leitungen a bleibt ungeändert und kann auf entsprechende Weise gesteuert werden. Die Gruppe von Leitungen<B>b</B> ist in Gruppen<B><I>b,</I></B> Y' und<B>b\</B> geteilt. Jede dieser Gruppen kann mit einer Einrichtung<B>1</B> gemäss Fig. 2 verbunden sein. Jedem der auf diese Weise erhaltenen drei Gebilde wird ein Signal<B>V,</B> zugeführt, wobei z. B. V'd das rote, VII,1 das blaue und k""" das grüne Signal- bezeichnet. Es ist ersichtlich, dass auch mehr oder weniger Farben auf diese Weise sichtbar gemacht werden können, indem die Anzahl von Leitungen von Gruppe<B>b</B> auf entsprechende Weise geteilt wird.
Die vorstehend geschilderten Ausführungsbei spiele beziehen sich auf die Abtastung eines Wieder gabeschirmes zur Wiedergabe von Fernsehbildern. Die Einrichtung<B>1</B> kann jedoch für andere Zwecke benutzt werden, z. B. für ein grosses Gedächtnis- speicherschirm, wobei die Information in Reihenfolge dem Kreis 2 zugeführt wird, aber pro Zeile auf ein mal abgelesen werden kann.