CH367307A - Anlage zur Entlüftung und Belüftung eines Aufenthalts- oder Lagerraumes - Google Patents
Anlage zur Entlüftung und Belüftung eines Aufenthalts- oder LagerraumesInfo
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Description
Anlage zur Entlüftung und Belüftung eines Aufenthalts- oder Lagerraumes Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zur Entlüftung und Belüftung eines Aufenthalts- oder Lagerraumes, z.
B. von Kraftfahrzeugen für die Be förderung von Personen und Waren, ferner von Schiffsräumen, Flugzeugkabinen, Wohnräumen, Kühl räumen, Krankenhäusern, Schulen, Fabrikräumen, Tunnels, Unterständen usw. und zeichnet sich durch einen im obern Teil der Wandung des Raumes ange ordneten Luftkanal aus, welchem Frischluft zugeführt wird und welcher über die dem Raum zugekehrt- Kanalwandung verteilte,
mit dem Raum in Verbin- dung stehende Absaugöffnungen und Luftfänger in solcher Anordnung aufweist, dass beim Betrieb der Anlage durch die Absaugöff'nungen Luft aus dem Raum abgesaugt und diese dann in dem Luftkanal mit der Frischluft vermischt wird, worauf so ent standene Mischluft von den Luftfängern aufgefangen und durch diese bzw.
von diesen aus in den Raum geleitet wird, in der Weise, dass sich die Luft in dem Raum durch einen sich über die ganze Kanallänge auswirkenden Umwälzungsvorgang zugfrei erneuert.
Eine besonders günstige Anordnung der Absaug- äffnungen und Luftfänger ergibt sich, wenn sich im Luftkanal, in der Strömungsrichtung der Frischluft gesehen, zuerst mindestens eine Absaugöffnung, dann mindestens ein Luftfänger, hierauf wieder eine Ab saugöffnung und wieder mindestens ein Luftfänger und so fort, folgen.
Es ist zweckmässig, die Geschwindigkeit der Luft- strömung in dem Kanal in der Umgebung der Ab saugöffnungen durch den Einbau eines Beschleuni gungsorgans zu steigern, und zwar so, dass .durch die beschleunigte Luft bei den Absaugöffnungen oberhalb derselben ein Unterdruckraum durch Injektorwirkung entsteht, so dass Luft aus dem Raum in den Kanal angesaugt wird.
Das Beschleunigungsorgan kann beispielsweise durch eine oberhalb der Absaugöffnung bei, dieser angeordnete, in der Strömungsrichtung von unten nach oben schräg angestellte Wand gebildet .sein, die in. eine Begrenzungskante übergeht, so dass zwischen dieser Wand und dem Kanalboden ein UnteTdruck- raum entsteht.
Zur Erhöhung der Wirksamkeit der Anlage kann in dem Endteil des über dem Raum angeordneten Luftkanals,ein Injektor zur Beschleunigung der Aus stossluft eingebaut sein.
Bei Fahrzeugen, bei denen die Ausstossluft be schleunigt werden soll, wird dem Injektor die Be triebsluft vorteilhaft durch einen in den Fahrluftstrom hineinragenden Luftfänger zugeleitet, während bei ortsfesten Räumen zum gleichen Zwecke dem Injektor z. B. Ventilatorwind zugeführt wird.
Den Einlassquerschnitt des Injektors im Endteil des Luftkanals wird man vorteilhaft regulierbar aus- gestalten.
An Fahrzeugen wird man den Luftfänger zweck mässig als verstellbare, in den Fahrluftstrom hinein- ragende Klappe ausbilden. Die Breite der Einlass- öffnung des Injektors dürfte etwa der Breite des Luftkanals entsprechen;
um gute strömungstechnische Verhältnisse für den Injektor zu erhalten, wird man die Breite indessen eher kleiner als die Luftkanal- breite ausführen.
Um die Injektorwirkung noch zu verbessern, kann der Luftkanal hinter dem Austritt des Injektors düsen- förmig eingeschnürt sein.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 ein Kraftfahrzeug vom Typ der Omnibusse, mit geschnittenem Oberteil, Fig. 2 einen Querschnitt des Wagenkastens nach der Linie 14 der Fig. 1, Fig. 3 einen Teil des Kanals in grösserem Massstab, wobei die rechte Hälfte im Schnitt erscheint,
Fig. 3a ein einem Luftfänger zugehöriges Bogen rohr, Fig. 4 eine Einzelheit mit Luftfänger im Schnitt, Fig. 5 den Grundriss zu Fi;g. 4, Fig. 6 einen Teil eines mit einer Anlage gemäss der Erfindung ausgerüsteten stationären Aufenthalts oder Lagerraumes im Längsschnitt, Fig. 7 den Grundriss des Kanals entsprechend der Fig. 6, wobei auf der :
rechten Seite der Zeichnung die Decke des Kanals abgehoben ist, Fig. 8 den hinteren Teil eines Omnibus-Kraft- wagens in der Seitenansicht, Fig. 8a eine Ansicht des Kanalendes in der Rich tung des Pfeiles A' der Fig. 8, und Fig. 9 den Grundriss zu Fig. B.
In der Decke des Kraftfahrzeuges 1 ist ein Kanal 2 eingebaut; derselbe kann sich über die ,ganze Länge der Decke oder auch nur über einen Teil der Decken länge erstrecken und erhält durch die Bewegung des Fahrzeugs eine von vorn nach hinten verlaufende Luftströmung. Der Vorderteil des Wagens ist mit V und die Rückseite mit R bezeichnet; die Fahrrichtung ist durch den Pfeil A angedeutet. Im Wageninnern 1 sind die Sitzplätze 3 angeordnet.
Am Eintritt der Luft in. den Kanal ist eine Klappe 4 und am Austritt eine Klappe 5 vorgesehen, mittels welchen der Lufteinlass und der Luftaus!lass reguliert werden können. Die Klappen 4 und 5 können so vorgesehen sein, dass ihre Betätigung z. B. mittels einer vom Führersitz aus betätigten Druckluftsteuerung erfolgt.
Hinter der Klappe 4 ist ein Filter 20 und ,'oder ein Vorwärmer für die Frischluft eingebaut. Im Ausfüh rungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 5 ist für die Belüf tung über jedem Sitzplatz ein verschwenkbarer Rohr- krümmer 6 vom Kanal 2 abgezweigt, der nach Be lieben um etwa 90 nach oben verschwenkt werden kann, um eventuelle Zugluft von den Sitzplätzen fern zuhalten.
Der im Kanal 2 befindliche, einen Luft fänger bildende Teil des Rohrkrümmers 6, weisst eine Einlassöffnung 7 für mit Absaugeluft gemischte Frischluft auf (Fig. 2 und 4) und ist in den Luft fänger 8 (Fig. 5) eingesetzt, so dass Mischluft in der gezeichneten Stellung quer in .den Rohrkrümmer 6 einströmt, um dann durch diesen hindurch in den Raum zu strömen.
Zwischen den Rohrkrümmern und vor dem ersten Rohrkrümmerpaar sind in dem Boden des Kanals Öffnungen für den Luftaustritt aus dem Wageninnern vorgesehen. Die öffnungen sind als Schlitze 9 ausge bildet und können sich über die ganze Kanalbreite oder auch nur über einen Teil derselben erstrecken.
Oberhalb der Schlitze 9 ist bei .denselben je ein in den Kanal 2 eingebautes Luftbeschleunigungsorgan vorgesehen, das eine in der Strömungsrichtung von unten nach oben schräg angestellte Wand 10, die in eine Begrenzungskante 11 übergeht, aufweist. Durch die Wand 10 wird unmittelbar hinter dem Absaug- schlitz 9 ein Raum U1 gebildet, in welchem ein Unter- druck dadurch entsteht, dass die durch die Wand infolge Querschnittsverengung im Kanal beschleunigte Luft eine Injektorwirkung ausübt.
In dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 6 und 7, welches die Entlüftung und Belüftung eines statio nären Raumes 13 betrifft, bedeutet 12 wiederum einen Kanal, der in der Decke des Raumes 13 ver läuft. Im Raum 13 selbst oder in einem darunter- oder dane=benliegenden Raum ist ein Ventilator 14 angeordnet, der Frischluft ansaugt und diese durch einen Filter 15 und,'oder einen Vorwärmer in den Kanal 2 befördert.
In den paarweise im Kanal 12 angeordneten Luftfängern 16 wird die mit Absauge- luft gemischte Frischluft in den Raum 13 umgelenkt. Oberhalb der schlitzförmig ausgebildeten Absaug- öffnungen 17 ist bei diesen je ein Organ für die Be schleunigung der den Kanal 12 in der Pfeilrichtung durchströmenden Luft vorgesehen. Der Luftbeschleu- niger besteht auch hier aus einer den Kanalquerschnitt verengenden Wand 18 und einer Begrenzungskante 19, welche einen Unterdruckraum U2 einschliessen.
Auch hier wird wieder durch Injektorwirkung der mit erhöhter Geschwindigkeit an der Wand 18 vorbei streichenden Luft in dem Raum U., ein teilweises Vakuum erzeugt.
Ausser dem Ventilator 14, könnte am andern Ende des Kanals 12 ein Ventilator zum Ansaugen ,der verbrauchten Luft aus dem Kanal vorgesehen sein.
Es wäre auch denkbar, den Eintritt der Luft in den Raum 13 anstatt in die Decke in eine Wand (Seitenwand) zu verlegen.
Die beim Beispiel nach Fig. 1 bis 5 entsprechend Pfeil P in das Wageninnere einströmende, mit Ab saugeluft gemischte Frischluft wird zu einem Bruch teil wieder durch die Schlitze 9 abgesaugt, wodurch eine gute und gleichmässige Verteilung derselben über die ganze Wagenlänge erzielt wird.
Die Belüftung kann mit vorgewärmter, mit untem- perierter oder mit vorgekühlter Luft erfolgen.
Mit 1' ist in den Fig. 8, 8a und 9 der Hinterteil eines Omnibus-Kraftwagens bezeichnet, in dessen Decke ein Luftkanal 21 angeordnet ist. Dem Luft kanal wird man vorteilhaft rechteckigen Querschnitt geben; doch könnte auch eine andere Querschnitts profilierung gewählt werden, z. B. eine trapezförmige; auch könnten die Decken- und'oder Bodenbleche des Kanals gewölbt ausgeführt sein.
In den Endteil des Luftkanals 21 ist ein Injektor 22 eingebaut, der mittels der Stehbleche 23 und 24 stabilisiert ist.
Hinter dem Austritt des Injektors ist der Luft kanal 21 mittels eines umlaufenden Wulstes 25 düsen- förmig eingeschnürt, so dass hier die grössten, die Wirkung des Injektors unterstützenden Geschwindig keiten der Ausstossluft auftreten.
Aus der Fig. 9 ist ersichtlich, dass die Breite der Einlassöffnung des Injektors etwas kleiner als die Breite des Luftkanals 21 gewählt wurde; dadurch er- gibt sich eine vollkommenere Umspülung des Auslass endes des Injektors mit Ausstossluft.
Über der Einlassöffnung des Injektors ist eine Klappe 26 (Fig. 8) angeordnet, die in den Fahrluft- strom hineinragt. Diese Klappe wird mit Vorteil regu lierbar, womöglich vom Führersitz aus, ausgebildet.
Die Klappe 27 am Ende des Luftkanals 21 ent spricht der Klappe 5 im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 5; sie übernimmt die dort geschilderte Funktion der Luftregulierung im Kanal 21. Desglei chen wird man auch eine Klappe gemäss der Klappe 4 der Fig. 1 zur Regulierung der Luftverhältnisse im Kanal 21 beibehalten .(nicht gezeichnet).
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anlage zur Entlüftung und Belüftung eines Auf enthalts- oder Lagerraumes, gekennzeichnet durch einen im obern Teil der Wandung des Raumes ange ordneten Luftkanal (2 bzw. 12), welchem Frischluft zugeführt wird und welcher über die dem Raum zuge kehrte Kanalwandung verteilte, mit dem Raum in Verbindung stehende Absaugöffnungen (9 bzw. 17) und Luftfänger (8 bzw. 16) in solcher Anordnung aufweist, dass beim Betrieb der Anlage durch die Ab saugöffnungen (9 bzw. 17) Luft aus dem Raum ab gesaugt und diese dann in dem Luftkanal (2 bzw.12) mit der Frischluft vermischt wird, worauf so ent standene Mischluft von den Luftfängern (8 bzw. 16) aufgefangen und durch diese bzw. von diesen aus in den Raum geleitet wird, in der Weise, dass sich die Luft in dem Raum durch einen sich über die ganze Kanallänge auswirkenden Umwälzungsvorgang zugfrei erneuert. UNTERANSPRÜCHE 1.Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass im Luftkanal (2 bzw. 12) in der Strö mungsrichtung :der Frischluft gesehen, zuerst min destens eine Absaugöffnung (9 bzw. 17), dann. min destens ein Luftfänger (8 bzw. 16), hierauf wieder mindestens eine Absaugöffnung (9 bzw. 17) und wieder mindestens ein Luftfänger (8 bzw. 16) und so fort sich folgen. 2. Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Absaugöffnungen (9 bzw. 17) als Schlitze ausgebildet sind, die sich mindestens über einen Teil der Breite des Kanals (2 bzw. 12) er strecken. 3.Anlage nach Patentanspruch und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass über den Absaugöffnungen Organe (10, 11 bzw. 18, 19) ein gebaut sind, mittels welchen die durch den Kanal (2 bzw. 12) strömende Luft beschleunigt wird. 4.Anlage nach Patentanspruch und Unteransprü chen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Organ zur Beschleunigung der durch den Kanal (2 bzw. 12) strömenden Luft durch eine bei der Absaugöffnung (9 bzw. 17) oberhalb derselben angeordnete, in der Strömungsrichtung von unten nach oben schräg ange stellte Wand (10 bzw. 18) gebildet ist, die in eine Begrenzungskante (11 bzw.19) übergeht, wobei zwi schen dieser Wand und dem Kanalboden ein Unter druckraum (Ui bzw. U2) .gebildet wird, dessen teil weises Vakuum durch Injektorwirkung der beschleu- nigten Luft erzeugt wird und in welchen Luft aus -dem Raum in den Kanal angesaugt wird. 5. Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass Mittel zum Vorwärmen der Frischluft vorgesehen sind. 6.Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass Mittel zum Kühlen der Frischluft vor gesehen sind. 7. Anlage nach Patentanspruch und Unteransprü chen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Kanal einströmende Frischluft durch einen Filter (15 bzw. 20) geleitet wird. B.Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass in den Endteil des Luftkanals ein Injektor zur Beschleunigung der Ausstossluft. einger baut ist.9. Anlage nach Patentanspruch und Unteran- spruch 8, zur Entlüftung und Belüftung eines Fahr- zeugraumes, dadurch gekennzeichnet, dass am Eingang des Injektors ein in den Fahrluftstrom hineinragender Luftfänger (26) angeordnet ist. 10.Anlage nach Patentanspruch und Unteran spruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlass- querschnitt des Injektors veränderlich ist. 11. Anlage nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 8, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftfänger für :den Injektor Aals verstellbare Klappe (26) ausgebildet ist.12. Anlage nach Patentanspruch und Unteran spruch, 8, .d'ad'urch gekennzeichnet, dass die Breite der Einlassöffnung des Injektors mindestens teilweise der Breite des Luftkanals entspricht. 13.Anlage nach Patentanspruch und Unteran- spruch 8, zur Entlüftung und Belüftung eines Orts festen Raumes, dadurch gekennzeichnet, dass dem Injektor ein sekundärer Luftstrom in Form von Ven- tüatorwind zugeleitet wird.14. Anlage nach Patentanspruch und Unteran- spruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftkanal hinter dem Austritt des Injektors düsenförmig einge schnürt ist.
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