CH366382A - Als Kippfenster ausgebildetes Betonfenster - Google Patents
Als Kippfenster ausgebildetes BetonfensterInfo
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Description
Als Kippfenster ausgebildetes Betonfenster Es ist bekannt, sowohl den feststehenden Rahmen wie auch den Flügelrahmen von Fenstern aus Beton herzustellen. Dabei wird der feststehende Rahmen zumeist aus mehreren einzelnen Teilen zusammen gebaut. Zur Befestigung des Flügels werden eiserne Teile, wie Scharniere, Riegel und Feststellvorrichtun gen für die Offenstellung benötigt, die an den Beton teilen zu befestigen sind. Das Anbringen der Eisen teile an den Betonrahmen ist schwierig.
Besonders bei Stall- und Kellerfenstern lässt sich das Rosten der Eisenteile nicht vermeiden, und es treten deshalb häufig Schäden ein, die nicht oder nur schwer zu beheben sind. Man hat auch schon auf den Flügel rahmen verzichtet und die Glasscheibe direkt im fest stehenden Rahmen gelagert. Die Abdichtung und die Ableitung von Regen- und Schwitzwasser genügt da bei jedoch nur geringen Ansprüchen. Diese Nachteile können durch die vorliegende Erfindung weitgehend behoben werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Beton fenster, das als Kippfenster ausgebildet ist und dessen feststehender Rahmen und dessen Flügelrahmen aus Beton gefertigt sind, bei welchem der untere Quer schenkel des Flügels mit einer bogenförmigen Höh lung und die Gegenkante des feststehenden Rahmens mit einem bogenförmigen Vorsprung versehen ist, die zusammen die Kippachse bilden.
Zweckmässig schliesst an den bogenförmigen Vor sprung der Gegenkante des feststehenden Rahmens nach der Innenseite des Fensters zu eine Aussparung an, die das Kippen des Flügels ermöglicht. Nach der Fensteraussenseite zu überlappt der Flügel mit Vorteil den feststehenden Rahmen und hält dadurch Regen wasser ab. An der Innenseite des Flügels herablaufendes Schwitzwasser kann in einer Aussparung gesammelt und durch Querschlitze nach der Aussenseite abgeleitet werden. Zur guten Abdichtung sind zwischen dem Flügel und dem feststehenden Rahmen zweckmässig Fälze vorgesehen.
Um einen geringen Spalt zulassen zu können, sind die Fälze mit Vorteil nicht in der üblichen Weise rechtwinklig, sondern schräg angeord net, wodurch auch das Ausschalen aus den Formen erleichtert wird. An der oberen Kante sind die Fälze zweckmässig ebenfalls schräg zum Bogen um die Kippachse gelegt, so dass in der Schliesslage der Spalt ganz klein gehalten werden kann. Der Spalt vergrössert sich beim Öffnen sofort und lässt eine un gehemmte Bewegung zu.
Weiterhin ist es zweckmässig, die Innenseite des Flügels, insbesondere die Innen seite des oberen Querschenkels des Flügels nach der Flügelmitte zu geneigt auszubilden, so dass für einen an der Oberseite angebrachten Vorreiber eine Anzugs fläche gebildet ist und der sonst dafür vorgesehene Beschlag eingespart werden kann. .
Um ein Springen der Glasscheibe durch die Schwindspannungen des Betons beim Erhärten zu vermeiden, wird der einbetonierte Rand der Glas scheibe zweckmässig durch eine elastische Hülle, z. B. ein Isolierband, eingefasst.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung dieses Betonfensters, gemäss welchem der Beton sowohl für den feststehenden Rahmen als auch für den Flügelrahmen in je eine rahmenartige, auf einer Grundplatte abnehmbar angeordnete, nach oben offene Form eingegossen, in dieser verdichtet und an der Einfüllseite glattgestrichen wird,
worauf nach genügendem Erhärten des Betons zum Abnehmen der äusseren Rahmenform und der Grundplatte die Form für den feststehenden Rahmen hochgestellt und die Form für den Flügelrahmen auf der Glasscheibe aufliegend hochgelegt wird und anschliessend die noch verbliebenen inneren Formteile herausgekippt werden.
Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Vorrich tung zu Durchführung dieses Verfahrens; welche aus je einer rahmenartigen Form für den feststehenden Rahmen und für den Flügelrahmen besteht, wobei jede dieser Formen aus einer Grundplatte, einem äusseren Teil und einem inneren Teil besteht.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ein Kippfenster und eine bei spielsweise Ausführungsform der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur Herstellung des Betonfensters dargestellt. Es zeigen Fig. 1 das geschlossene Kippfenster schematisch im Querschnitt, wobei der gekippte Flügel in gestri chelten Linien angedeutet ist, Fig. 2 den unteren Querschenkel des feststehen den Rahmens mit Querschlitzen zur Abführung von Schwitzwasser, Fig. 3 die Form für den feststehenden Rahmen in Ansicht von oben, Fig. 4 die Form für den feststehenden Rahmen im Querschnitt,
Fig. 5 die Form für den Flügel in Ansicht von oben, Fig. 6 die Form für den Flügel im Querschnitt, Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 3, Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie VIII-VIII in Fig. 3, Fig.9 einen Schnitt nach der Linie IX-IX in Fig. 5,
Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie X-X in Fig. 5 und Fig. 11 eine Gesamtansicht des Betonfensters von innen.
Das in Fig. 11 dargestellte Betonfenster besteht aus einem feststehenden Rahmen 1, einem Flügel rahmen 2, einer Glasscheibe 3, einem Vorreiber 4 und einer Ausstellvorrichtung 5.
Der feststehende Rahmen 1 hat einen recht eckigen Umriss. Seine beiden Seitenschenkel und sein oberer Querschenkel sind mit Fälzen 6, die sich nach der Innenseite zu erweitern, versehen. Sein unterer Querschenkel weist einen bogenförmigen Vorsprung 7 auf, dessen oberste Kante das Kipplager für den Flügel 2 bildet. An den Vorsprung 7 schliesst nach der Innenseite zu eine Aussparung 8 an, die Raum für das Kippen des Flügels frei lässt und einen Sam- melraum für Schwitzwasser bildet. Das Schwitzwasser läuft durch Querschlitze 9 nach aussen ab (Fig. 2).
Zur Befestigung des Vorreibers 4 und des Ausstell- armes 5 sind Schraubenhülsen 10 mit geschlossenem Boden 1l im Rahmen verankert (Fig. 1 und 9).
Der Flügelrahmen 2 weist an seinen beiden Sei tenschenkeln und am oberen Schenkel ebenfalls Fälze 6 auf, deren Form in der Schliesslage einen dichten Abschluss mit ganz schmalen Spalten ergibt, beim Öffnen jedoch sofort den Spalt erweitert und eine reibungsfreie Bewegung gestattet. Der untere Quer schenkel weist eine bogenförmige Höhlung 12 auf, welche im obersten Teil die Kippachse bildet. Nach aussen und unten zu deckt die äussere Kante 13 das Lager gegen Schlagregen ab. Nach innen ist eine etwa waagrechte Begrenzung 14 zur Bildung einer Aus sparung vorgesehen, die das Kippen des Flügels ge stattet.
Die Innenseite 15 des Flügels ist nicht eben, sondern etwas schrägstehend gestaltet, so dass der Vorreiber 4 einen Anzug bekommt. Ein Abtropfen von Schwitzwasser am unteren Querschenkel ausser halb des Sammelraumes 8 tritt nicht auf, da Wasser den Beton benetzt und eine Tropfenbildung nicht zu lässt. An den Innenseiten der Schenkel ist die Glas scheibe 3 unter Zwischenschaltung einer elastischen Einlage 16, z. B. Isolierband, eingelassen. Für die Glasscheibe wird vorzugsweise Drahtglas verwendet, das praktisch unzerstörbar ist und eine freie Durch sicht verhindert.
Im Flügel ist an den beiden Seiten schenkeln je eine Schraubhülse 10 mit einem ge schlossenen Boden 11 für die Befestigung des Flügel zapfens der Ausstellvorrichtung 5 einbetoniert. Zum Öffnen des Flügels ist am oberen Querschenkel eine Griffvertiefung 50 angebracht.
Das beschriebene Betonfenster wird vollkommen fertig an die Baustelle geliefert und kann ohne eine Vorrichtung direkt in eine Mauer eingesetzt werden. Es zeichnet sich durch seine relative Einfachheit, Festigkeit, auch gegen Einbruch, und seine gute Ab dichtung aus.
Die Form für den feststehenden Rahmen 1 (Fig. 3, 7 und 8) besteht aus der Grundplatte 20, dem äusseren Rahmen 21 und dem inneren Rahmen 22. Der äussere Rahmen ist aus einem zum Viereck gebo genen Blechstreifen 23 gebildet, an dessen Aussen seite ein U-förmiges Blech 24 zur Versteifung durch Punktschweissen befestigt ist. An der linken Ecke ist der Rahmen 21 aufgetrennt und mit zwei Flanschen 25 versehen, die durch eine Schraube 26 zusammen gespannt sind. Nach dem Abbinden des eingebrachten Betons wird die Schraube 26 gelöst und der Rahmen 21 etwas auseinandergezogen, worauf er leicht vom Beton abgenommen werden kann. Der innere Rahmen 22 ist aus gebogenen Blechstreifen gebildet, die an der Innenseite durch U-förmige Bleche versteift sind.
Um den inneren Rahmen abnehmen zu können, ist die Innenseite des unteren Schenkels aus zwei Teilen 27 und 28 gebildet. Diese Teile 27 und 28 können miteinander verschraubt sein oder auch durch ein Scharnier 29 (Fig. 8) verbunden sein. Nach Abnehmen der Grundplatte und Herausnahme eines Abstand stückes 30 kann zunächst die Kante am oberen Quer schenkel des Rahmenteils 22 nach unten herausge drückt und dann der Rahmenteil 22 ganz herausgezo gen werden. Da die Rahmenteile leicht sind, können diese Arbeiten bequem und ohne Beschädigung des noch nicht vollständig erhärteten Betons durchgeführt werden. Zur Festlegung der Rahmenteile 21 und 22 auf der Grundplatte sind Anschlagnasen 34 auf die Grundplatte 20 aufgeschweisst.
Die Aussparung für die Ausstellvorrichtung 5 wird durch einen Vorsprung 35 (Fig. 7) gebildet.
Die Form für den Flügelrahmen 2 (Fig. 5, 9 und 10) besteht aus einer Grundplatte 40, einem äusseren Rahmenteil 41 und einem inneren Halbrahmenteil 42. Der äussere Rahmenteil 41 setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der eine Teil 43 umfasst die beiden Seitenschenkel und den oberen Querschenkel des Flügels. Im Querschnitt weist dieser Teil das Profil der Fälze 6 (Fig. 1) auf. Den Abschluss an der vierten Seite, dem unteren Querschenkel, bildet ein Blech streifen 44, der mit den freien Enden des Teils 43 über Flansche und Schrauben 45 verbindbar ist. An den Innenkanten ist die Grundplatte 40 mit Abbie gungen 46 versehen. Die Enden der Abbiegungen bilden die Auflage für die Glasplatte 3.
Oberhalb der Glasplatte 3 wird der innere Halbrahmenteil 42 auf gelegt. Dieser Halbrahmenteil 42 ist mit einem L-för- migen Versteifungswinkel 47 ausgerüstet, während die Teile des äusseren Rahmenteils 41 durch U-förmige Blechstreifen versteift sind. Nach dem Abbinden des Betons wird die Form für den Flügelrahmen 2 mit dem in ihr enthaltenen Flügel, auf dessen Glasscheibe aufliegend, auf einen Bock aufgelegt, derart, dass die Form des Flügelrahmens allseitig frei ist. Der Halb rahmenteil 42 lässt sich dann ohne weiteres abnehmen. Der untere Querschenkel 44 des äusseren Rahmenteils 41 wird abgeschraubt.
Der dreiseitige Teil 43 wird etwas auseinandergebogen und lässt sich dann leicht abziehen. Die Schraubenhülsen 10 werden vor dem Einbringen des Betonmörtels mit Flügelschrauben 48 an den äusseren Rahmenteil angeschraubt (Fig.9). Nach dem Einbringen des Mörtels wird die Flügel schraube 48 herausgeschraubt; sie kann dann das Abnehmen der Form nicht mehr hindern. Der Teil 43 des äusseren Rahmenteils 41 wird durch Schrau ben 49 mit Hilfe von angeschweissten Lappen auf der Grundplatte 40 festgelegt. Die schräge Innenseite 15 des Flügels 2 wird dadurch erzielt, dass der innere Halbrahmen 42 etwas höher ausgeführt ist als der äussere Rahmen 41, wie es aus Fig. 6 ersichtlich ist.
Auf gleiche Weise ist auch der feststehende Rahmen 1 auf der Aussenseite etwas konisch ausgeführt, damit er beim Einmauern einen festen Halt bekommt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Als Kippfenster ausgebildetes Betonfenster, dessen feststehender Rahmen und dessen Flügelrahmen aus Beton gefertigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Querschenkel des Flügels (2) mit einer bogen förmigen Höhlung (12) und die Gegenkante des fest stehenden Rahmens (1) mit einem bogenförmigen Vorsprung (7) versehen ist, die zusammen die Kipp- achse bilden. UNTERANSPRÜCHE 1. Betonfenster nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass an die bogenförmige Höhlung (12) des Flügels (2) nach aussen zu eine überlappung (13) und nach innen zu eine mindestens angenähert waagrechte Begrenzung anschliesst. z.Betonfenster nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den bogenförmigen Vorsprung (7) des feststehenden Rahmens (1) nach aussen zu eine schräg nach aussen gerichtete Verlängerung und nach innen zu eine Aussparung (8) anschliesst, die das Kippen des Flügels (2) zulässt. 3. Betonfenster nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (8) am unteren Querschenkel des feststehenden Rahmens (1) als, Sammelraum für Schwitzwasser ausgebildet ist, wobei Querschlitze (9) das Schwitzwasser nach aussen ab führen. 4.Betonfenster nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem feststehenden Rah men (1) und dem Flügelrahmen (2) schräge Fälze (6) angeordnet sind, die einen dichten Abschluss in Schliessstellung, leichte Beweglichkeit in Offenstellung und leichtes Einformen der Rahmenschenkel zulassen. 5. Betonfenster nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite (15) des Flügels (2) konisch, vom Rande nach der Mitte zunehmend, gestaltet ist, so dass ein Anzug für einen Vorreiber (4) entsteht. 6. Betonfenster nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasscheibe (3) unter Zwi schenschaltung einer elastischen Einlage (16) in den.Flügelrahmen (2) einbetoniert ist. PATENTANSPRUCH 1I Verfahren zur Herstellung des Betonfensters nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Beton sowohl für den feststehenden Rahmen als auch für den Flügelrahmen in je eine rahmenartige, auf einer Grundplatte abnehmbar angeordnete, nach oben offene Form eingegossen, in dieser verdichtet und an der Einfüllseite glattgestrichen wird, worauf nach ge nügendem Erhärten des Betons zum Abnehmen der äusseren Rahmenform und der Grundplatte die Form für den feststehenden Rahmen hochgestellt und die Form für den Flügelrahmen mit dem in ihr enthal tenen Flügel, auf dessen Glasscheibe aufliegend,auf einen Bock aufgelegt wird und anschliessend die noch verbleibenden inneren Formteile herausgekippt wer den. PATENTANSPRUCH III Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus je einer rahmenartigen Form für den feststehenden Rahmen und für den Flügelrahmen be steht, wobei jede dieser Formen aus einer Grundplatte (20 bzw. 40), einem äusseren Teil (21 bzw. 41) und einem inneren Teil (22 bzw. 42) besteht. UNTERANSPRÜCHE 7.Vorrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren Teile (21 bzw. 41) der rahmenartigen Formen zumindest an einer Ecke trennbar sind, um ein leichtes Abnehmen dieser Teile vom Beton zu ermöglichen. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stossstellen der äusseren Teile (21 bzw. 41) der rahmenartigen Formen mit Flanschen (25) versehen sind, welche mittels Schrau ben (26 bzw. 45) miteinander verbindbar sind. 9.Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Schenkel des inneren Teils (22 bzw. 42) der rahmenartigen Formen aus zwei Teilen (27 und 28) besteht, welche lösbar mit einander verbunden und durch ein Abstandsstück (30) im Abstand voneinander gehalten sind. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch<B>111,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die inneren Ränder der Grund platte (40) für den Flügelrahmen (2) eine Abbiegung (46) aufweisen, welche eine Auflage für die einzu- betonierende Glasplatte (3) bildet. 11.Vorrichtung nach Patentanspruch 111, da durch gekennzeichnet, dass die inneren und die äusseren Teile (22 bzw. 42 und 21 bzw. 41) der rahmenartigen Formen für den feststehenden Rahmen und den Flügelrahmen aus Blechstreifen hergestellt sind und durch profilierte Versteifungsbleche (24 bzw. 47) versteift sind.
Applications Claiming Priority (1)
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