CH366183A - Regulierventil mit hohlzylindrischem Ventilschliesskörper - Google Patents
Regulierventil mit hohlzylindrischem VentilschliesskörperInfo
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Description
Regulierventil mit hohlzylindrischem VentHschliesskörper Die Erfindung betrifft ein Regulierventil mit einern hohlen, kreiszylindrischen Ventilschliesskörper, welcher am einen Ende mit einer Ventilstange ver bunden ist zur axialen Verschiebung des Ventil- schliesskörpers, zwecks Regulierung der Grösse einer Durchflussöffnung, die von einem im Ventilgehäuse angeordneten, kreisrunden Ventilsitz und der Stirn fläche am anderen Ende des Ventilkörpers begrenzt ist,
wobei die Mantelfläche des Ventilschliesskörpers längs ährem Umfang mit engem Gleitsitz in einer Trennwand zwischen zwei Räumen im Ventilgehäuse geführt ist, welche Räume der Ventilschliesskörper durchsetzt.
Zweck der Erfindung ist es, ein Regalierventil, insbesondere ein thermostatgesteuertes Heizkörper- ventil herzustellen mit einem derart entlasteten Ven- tilschliesskörper, dass die Kräfte, die über die Ven tilstange den Ventilkörper bewegen sollen, möglichst klein werden, so dass man z.
B. mit hinreichender Betriebssicherheit eine Thermostatregulierung mit Dampfdruck anstatt der weniger empfindlichen Flüs- sigkeitsdruckregulierung anwenden kann, und dass der Durchmesser der Ventilstange möglichst klein gehalten werden kann, wodurch die Wärmeleitung vom Ventilkörper zum Fühler auf ein Minimum beschränkt wird. Ein anderer Zweck der Erfindung ist es, ein Ventil der angeführten Art herzustellen, wel ches möglichst grosse Sicherheit gegen Undichthei- ten gewährt und ein Auswechseln der Ventilstangen- packung gestattet, während die Anlage mit Wasser gefüllt ist.
Bekannt sind z. B. bei Mischventilen mit Vor- ventilsteuerung entlastete, hohle, zylindrische Ventil- schliesskörper, die an beiden Enden offen sind, und hier mit ihren Stirnflächen durch Verschiebung in axialer Richtung mit in bezug zum Zylinder endge- stellten Ventilsitzen zusammenwirken können, zur Regulierung des Verhältnisses zwischen den Mengen von warmem und kaltem Wasser, die einer Misch kammer zugeführt werden. Aber derartige bekannte Ventilschliesskörper sind nicht für die Verwendung in Reguherventilen geeignet, wie z.
B. Heizkörper- ventilen deren Ventilkörper mit Hilfe einer Ventil spindel, die durch eine Stopfbüchse im Ventilgehäuse herausgeführt ist, mechanisch gesteuert wird, und wo nur ein veränderlicher Widerstand im Ventil ge wünscht wird. In solchen Ventilen hat man deshalb bisher gewöhnliche Ventilteller benutzt, die nicht entlastet sind, weshalb die zur Bewegung des Ventils erforderliche Kraft von dem Druckunterschied zwi schen Eintritt und Austritt des Ventils abhängig ist.
Diesem Nachteil wird durch ein Regulierventil gemäss der Erfindung abgeholfen, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass die Ventilstange an einem geschlossenen Stirnboden des Ventilschliesskörpers befestigt ist, und dass die Wand desselben mit öff- nungen versehen ist, die das Innere des VentilschEess- körpers mit dem der Stange zugekehrten Raum des Ventilgehäuses verbinden, wobei zur Begrenzung des Ventilhubes auf der Stangenseite im Gehäuse ein zum Zusammenwirken mit dem Stirnboden be stimmter Anschlag angebracht und derart ausge bildet ist,
dass ein Teil der Aussenseite des Stirn bodens ständig frei ist. Ein solches Ventil mit leicht beweglichem Ventilschliesskörper ist gut geeignet zur Anwendung in Fällen, wo, wie z. B. bei thermostat- gesteuerten, dampfregulierten Heizkörperventilen, nur ein verhältnismässig geringer Druck zur Verfügung steht, und das Ventil ist ferner dadurch vorteilhaft, dass es sich leicht so ausführen lässt, dass es möglich ist, die Stopfbüchse der Ventilstange auszuwechseln, während die Anlage mit Wasser gefüllt ist. Dies ist z.
B. möglich bei einer bevorzugten Ausführungs form des Ventils, wobei der geschlossene Stirnboden des Ventilschliesskörpers an der Aussenseite eine ring förmige Dichtungsfläche hat, die zusammen mit einem im Ventilgehäuse ausgebildeten zweiten Ventilsitz ein Rückschlagventil zum Schliessen eines mit Gewinde versehenen Loches für eine auswechselbare Stopf büchse bildet.
Die auswechselbare Stopfbüchse kann einen in das Ventfigehäuse ragenden Teil haben, der den Anschlag für den Ventilschliesskörper bildet und in axialer Richtung verstellbar ist. Das Einstellen in axialer Richtung kann in der Regel so erfolgen, dass man nur die Stopfbüchse mehr oder weniger tief in das Gewindeloch des Ventilgehäuses einschraubt, wodurch eine Voreinstellung des im Ventil erwünsch ten Einzelwiderstandes bei voll offenem Ventil er reicht wird.
Zweckmässig ist die Ventilstange aus einem Werk stoff mit niedriger Wärmeleitfähigkeit, vorzugsweise aus nichtrostendem Stahl hergestellt und# hat einen Creringen Durchmesser. Hierdurch wird in einem <B>C</B> Heizkörperventil möglichst wenig Wärme von dem vollen Stirnboden des Ventilschliesskörpers durch die Stange an den Temperaturfühler abgeleitet, und zu gleich wird die Gefahr eines Durchsickerns von Wasser längs der Spindel herabgesetzt.
Ein Regulierventil gemäss der Erfindung kann als Durchfluss- und Absperrventil oder als Mischventil ausgebildet sein, das die Strömung einer der Misch komponenten reguliert.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung, die Ausführungsbeispiele darstellt, näher erklärt. Darin zeigt: Fig. <B>1</B> eine Ausführungsforrn eines Regulierven tils gemäss der Erfindung, welches als Durchgangs ventil gebaut ist, Fig. 2 ein Ventil, das als Eckventil ausgeführt ist und Fig. <B>3</B> ein Ventil, das als Mischventil ausgeführt ist.
Die gezeigten Ventile sind thermostatgesteuerte Heizkörperventile mit einem Gehäuse<B>1</B> und einem damit verbundenen Reglergehäuse 2 mit einem ver stellbaren, temperaturempfindlichen Steuerorgan<B>3</B> zur Bewegung einer Ventilstange 4 in axialer Rich tung.
Die Ventilstange 4 ist an ihrem dem Ventil gehäuse zugekehrten Ende mit einem geschlossenen Stimboden <B>5</B> eines kreiszylindrischen Ventilschliess- körpers <B>6</B> verbunden, welcher sich durch zwei Räume <B>7</B> und<B>8,</B> in die das Ventilgehäuse aufgeteilt ist, er streckt und mit Hilfe eines Dichtungsringes 12 mit engem Gleitsitz in einem Loch in einer Trennwand zwischen den Räumen geführt ist.
An seinem der Stange abgekehrten Ende ist der Ventilkörper offen, und die Stirnfläche des Zylinders bildet zusammen mit einem kautschukbelegten Ventilsitz<B>9</B> eine regel bare Durchflussöffnung, die durch Herunterdrücken des Ventilkörpers entgegen der Wirkung einer Feder <B>10</B> mit Hilfe der Stange 4 abgesperrt werden kann. Der Raum<B>7</B> im Ventilgehäuse steht durch Öffnun gen<B>11</B> mit dem Innenraum des Zylinders in Verbin- dung und erstreckt sich bis über den geschlossenen Stirnboden<B>5,</B> so dass der Ventil'schliesskörper druck entlastet ist und ohne grösseren Kraftaufwand von der Ventilstange 4 bewegt werden kann.
Bei dem in Fig. <B>1</B> gezeigten Ventil strömt das Wasser in der Pfeilrichtung heran und fliesst von dem Raum<B>7</B> durch den hohlen Ventilschliesskörper an dessen unteren Stirnrand, wo der Flüssigkeitsstrom entsprechend der Lage des Ventilschliesskörpers in axialer Richtung, die von dem temperaturempfind lichen Steuerorgan<B>3</B> bestimmt ist, gedrosselt wird.
Oben auf dem geschlossenen Stirnboden befindet sich eine ringförmige, mit Kautschuk belegte Dich tungsfläche<B>13,</B> die an einem Dichtrand oder einem Ventilsitz oben in der Kammer des Ventilgehäuses anliegen kann, wenn eine in einem Gewindeloch des Ventilgehäuses angebrachte Stopfbüchse 14 zwecks Auswechslung der Packung hochgeschraubt wird. Dies lässt sich tun, auch wenn die Anlage mit Wasser gefüllt ist, weil der geschlossene Stirnboden<B>5</B> dann als Rückschlagventil wirken wird.
Normalerweise ragt das untere Ende der Stopfbüchse 14 etwas in die Ventilkammer hinein und begrenzt den Aufwärtshub des Ventilschliesskörpers. Durch mehr oder weniger tiefes Hineinschrauben der Stopfbüchse 14 in die Ventilkammer kann man den Einzelwiderstand bei voll offenem Heizkörperventil auf einen gewünsch ten Wert voreinstellen.
Da kein grosser Kraftaufwand zur Bewegung des Ventilschliesskörpers erforderlich ist, kann die Ven tilstange mit einem ganz geringen Durchmesser, z. B. 2 mm, ausgeführt werden, wodurch die Gefahr eines Herausströmens von Wasser längs der Spindel auf ein Minimum beschränkt ist, wie auch die Wärme menge, die von dem vollen Stirnboden<B>5</B> an das tem peraturempfindliche Steuerorgan<B>3</B> geleitet werden kann, ganz geringfügig ist, besonders wenn die Stange aus einem Werkstoff wie nichtrostendem Stahl, der ein relativ schlechter Wärmeleiter ist, ausgeführt wird.
Das in Fig. 2 dargestellte Regulierventil ist ein Heizkörpereckventil, bei dem das Wasser von rechts in den Raum<B>8</B> eintritt, wie durch einen Pfeil ange deutet, und zwischen der Stirnfläche des Ventil- schliesskörpers und dem Ventilsitz<B>9</B> gedrosselt wird. Der Raum<B>7</B> steht ständig durch die Öffnungen<B>11</B> im Ventilzylinder mit dem nach unten gekehrten Austrittstutzen des Ventilkörpers in Verbindung.
Das Regulierventil in Fig. <B>3</B> ist als ein Misch ventil ausgeführt, bei dem kaltes Wasser, wie durch den Pfeil K angedeutet, in den Raum<B>7</B> durch die Öffnungen<B>11</B> des Ventilschliesskörpers zu einem Austrittsstutzen B geleitet wird, während warmes Wasser, wie durch den Pfeil<B>Y</B> angedeutet, dem Raum<B>8</B> von links zup-eführt wird, von wo aus es in einer durch den Abstand der Stirnfläche des Ven- tilschliesskörpers über dem Ventilsitz<B>9</B> bestimmten Menge mit dem kalten Wasser vermischt wird und durch den Stutzen B abfliesst.
Es versteht sich, dass ein Regulierventil gemäss der Erfindung nicht nur als Heizkörperventil in einer Zentralheizungsanlage, sondern auch auf vielen an deren Gebieten und mit anderen Flüssigkeiten ver wendet werden kann und sowohl automatisch ge steuert als auch handbedient sein kann. Es hat sich in der Praxis ergeben, dass bei einem Ventil, das nach den vorstehenden Angaben gebaut ist, keine Neigung zu Kalkablagerungen besteht, die ein Dicht schliessen des Ventils hindern könnten.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH,</B> Regulierventil mit einem hohlen, kreiszylind-ri- schen Ventilschliesskörper, welcher am einen Ende mit einer Ventilstange verbunden ist zur axialen Verschie bung des Ventilsähliesskörpers, zwecks Regulierung der Grösse einer Durchflussöffnung, die von einem im Ventilgehäuse angeordneten kreisrunden Ventil sitz und der Stirnfläche am anderen Ende des Ven- tilschliesskörpers begrenzt ist, wobei die Mantelfläche des Ventilschliesskörpers längs ihrem Umfang mit engem Gleitsitz in einer Trennwand zwischen zwei Räumen im Ventilgehäuse geführt ist,welche Räume der Ventilschliesskörper durchsetzt, dadurch gekenn zeichnet, dass die Ventilstange an einem geschlos senen Stirnboden des Ventilschliesskörpers befestigt ist, und dass die Wand desselben mit öffnungen ver sehen ist, die das Innere des Ventilschliesskörpers mit dem der Stange zugekehrten Raum des Ventilgehäu ses verbinden, wobei zur Begrenzung des Ventilhubes auf der Stangenseite im Gehäuse ein zum Zusammen wirken mit dem Stirnboden bestimmter Anschlag angebracht und derart ausgebildet ist, dass ein Teil der Aussenseite des Stirnbodens ständig frei ist.<B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Regulierventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der geschlossene Sti-rnboden des Ventilschliesskörpers an der Aussenseite eine ring- förmige Dichtungsfläche hat, die zusamen mit einem im Ventilgehäuse ausgebildeten zweiten Ventilsitz ein Rückschlagventil zum Schliessen eines mit Ge winde versehenen Loches für eine auswechselbare Stopfbüchse bildet. 2.Regulierventil nach Patentanspruch und Un teranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die aus wechselbare Stopfbüchse einen in das Ventilgehäuse ragenden Teil hat, der den Anschlag für den Ven- tilschliesskörpers bildet und in axialer Richtung ver stellbar ist. <B>3.</B> Regulierventil nach Patentanspruch und Un teransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilstange aus einem Werkstoff mit niedriger Wärmeleitfähigkeit vorzugsweise nichtrostendem Stahl hergestellt ist und einen im Verhältnis zum Durchmesser des Ventilschliesskörpers geringen Durchmesser hat.4. Regulierventü nach Patentanspruch und Un teransprüchen<B>1-3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass <B>die</B> beiden Räume, in die das Ventilgehäuse aufgeteilt ist, <B>je</B> mit einem einzelhen Eintritts- beziehungsweise Austrittsstutzen in Verbindung stehen, so dass das Ventil ein Durchgangsventil ist.<B>5.</B> Reguherventil nach Patentanspruch und Un teransprüchen<B>1-3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Raum um das geschlossene Ende des Ventil- schliesskörpers mit einem einzelnen Anschlussstutzen in Verbindung steht, während der Raum um das offene Ende des Ventilschliesskörpers mit zwei An- schlussstatzen in Verbindung steht, wobei zwei der Stutzen Eintrittsstutzen sind, so dass das Reguher- ventil ein Mischventil ist.
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Also Published As
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