CH360211A - Vorrichtung zum Ziehen von Kreisbogen - Google Patents

Vorrichtung zum Ziehen von Kreisbogen

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CH360211A
CH360211A CH360211DA CH360211A CH 360211 A CH360211 A CH 360211A CH 360211D A CH360211D A CH 360211DA CH 360211 A CH360211 A CH 360211A
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CH
Switzerland
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rails
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circular arcs
rail
sub
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Application number
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English (en)
Inventor
Widmer-Lehner Walter
Schmid Heinrich
Original Assignee
Schmid Heinrich
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L9/00Circular curve-drawing or like instruments

Landscapes

  • Drawing Aids And Blackboards (AREA)

Description


      Vorrichtung        zum    Ziehen von     Kreisbogen       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine  Vorrichtung zum Ziehen von Kreisbogen.  



  Bei der Herstellung von     Zeichnungen    bildet es  bekanntlich ein Problem, Kreisbogen zu zeichnen,  die einen verhältnismässig grossen Radius haben,  namentlich wenn der Mittelpunkt ausserhalb der       Reissbrettfläche    liegt. Es existieren zwar bereits Ge  räte, mit denen solche Kreisbogen hergestellt wer  den können, doch sind sie     in    der Handhabung recht  umständlich und infolge ihres komplizierten Aufbaues  auch teuer.  



  Mit der vorliegenden Erfindung wird nun be  zweckt, durch eine relativ einfache Vorrichtung sol  che Kreisbogen ziehen zu können. Die Vorrichtung  ist gekennzeichnet durch zwei mittels eines Gelenkes  miteinander verbundene Schienen, welche in einem  entsprechend der Grösse des zu ziehenden Kreisbogens  wählbaren Winkel zueinander     arretierbar        sind,    und  durch ein Führungsglied, an welchem an zwei festen  voneinander distanzierten Stellen die beiden Schie  nen schwenkbar und längsverschiebbar gehalten sind,  wobei im Gelenkpunkt ein Zeichenorgan oder Werk  zeug gehalten ist.  



  In der Zeichnung ist ein     Ausführungsbeispiel    des  Erfindungsgegenstandes dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt eine Ansicht der Vorrichtung von  oben;       Fig.    2 ist eine Vorderansicht des Mittelteiles des       Führungsgliedes;          Fig.    3 stellt einen Schnitt durch die eine Schiene  und das eine Ende des Führungsgliedes nach der  Linie     II1-III    in     Fig.    1 dar;       Fig.    4 zeigt einen Schnitt durch das Gelenk nach  der Linie     IV-IV    in     Fig.    1;

         Fig.    5 ist eine schematische, geometrische Dar  stellung des     Verfahrens    beim Ziehen von Kreisbogen  mit     Hilfe    des     erfindungsgemässen    Gerätes.    Die Vorrichtung     gemäss    den     Fig.    1 bis 4 ist dazu  bestimmt, Kreisbogen mit verhältnismässig grossen  Radien zeichnen zu können und namentlich solche  Kreisbogen, bei welchen der Mittelpunkt sich nicht  mehr auf dem Reissbrett oder der sonstigen Zeich  nungsunterlage befindet.

   Die Vorrichtung weist ein  Führungsglied 1 auf, das aus einem geraden     Teil    und  zwei seitlich     anschliessenden,    mit diesem geraden  Teil je einen Winkel bildenden     Schenkeln    besteht und  eine Markierung 25 trägt. An den Enden dieser  Schenkel ist je ein Drehzapfen 2 befestigt, welcher  je in eine Längsnut der Schienen 3     resp.    4 ein  greift     (Fig.    3), derart, dass die Schienen 3, 4 schwenk  bar und längsverschiebbar gehalten sind. Die beiden  Schienen 3, 4 sind durch ein Gelenk 5 beweglich mit  einander verbunden.

   Der von den beiden Schienen 3  und 4 eingeschlossene Winkel kann von Hand ver  stellt und die jeweils gewünschte Einstellung dann  durch eine     Arretierschraube    6, welche auf     einen     Skalenring 7 einwirkt, arretiert werden. Dieser Skalen  ring 7 ist an der Schiene 3 starr befestigt und er  streckt sich über die Schiene 4, auf welcher sie lose  aufliegt und auf welcher sich eine Markierung 23 be  findet. Der Skalenring 7 trägt zwei Skalen 8 und 9,  von denen die eine den eingestellten Radius des     zu     ziehenden Kreisbogens und die andere die unten  näher erläuterte, zugehörige Bogenhöhe H angibt. Die  Ausbildung des Gelenkes 5 ist im Detail aus     Fig.    4  ersichtlich.

   Die beiden Schienen 3 und 4 sind je  mit einem     ringförmigen    Ansatz 10 und 11 versehen,  welche     aufeinanderliegen,    und in deren zentrale Boh  rung eine Hülse 12 hineinragt, welche im unteren  Teil eine Schulter aufweist. Über die Hülse 12 ist ein  Ring 14 gepresst, so dass die beiden     Gelenkteile     10 und 11 drehbar aneinander gehalten sind.

   Durch  die zentrale     Bohrung    der Hülse 12 ragt eine Büchse  13, die in der Mitte ebenfalls ein Durchgangsloch      15     aufweist.    Auf diese Büchse 13 ist ein ebenfalls  mit einem Durchgangsloch 16a versehener Betäti  gungsknopf 16 aufgeschraubt, wobei ein     zylindrischer     Teil 17 dieses Betätigungsknopfes verschiebbar in  die     Bohrung    der Hülse 12 eingreift.     In    diese Boh  rung ist     ferner    eine Schraubenfeder 18 eingelegt,  welche den Betätigungsknopf 16 nach oben drückt.  Somit     lässt    sich der Betätigungsknopf 16 samt der  Büchse 13 senkrecht zur Zeichnungsebene bewegen.

    Da das Durchgangsloch 15, 16a für die Aufnahme  eines Zeichenorgans, beispielsweise eines Bleistiftes,  Kugelschreibers, Füllfederhalters usw., bestimmt ist,  kann durch einen senkrechten     Druck    auf diesen Be  tätigungsknopf das eingesetzte Zeichenorgan in Kon  takt mit der Zeichenfläche gebracht werden. Im  Durchgangsloch 15 befindet sich zudem ein Gewinde  19, in welches ein handelsübliches Zeicheninstrument  durch Einschrauben befestigt werden kann. Der An  satz 20 dient der Distanzhaltung des Zeichenstiftes  oder dergleichen gegenüber der Zeichenebene im  Ruhezustand.  



  Das Führungsglied 1 ist mit einem Haltegriff 26  versehen, und seitlich von diesem sind von oben zwei  Schrauben 21 eingeschraubt, deren vorstehende  Enden je eine Spitze 22 bilden, mit welchen eine sta  bile Lage der     ganzen    Vorrichtung auf der Zeichen  unterlage erreicht wird.  



  Zwecks Reibungsverminderung werden die Teile  2, 12, 13 und 14     zweckmässigerweise    aus einem  Kunststoff, beispielsweise einem Polyamid, herge  stellt.  



  Das Zeichnen eines Kreisbogens mit dem be  schriebenen Gerät geht nun folgendermassen vor sich:  Es sei angenommen, dass ein Punkt B des projek  tierten Kreisbogens bekannt sei und ferner die Lage  des durch diesen Punkt gehenden     Radiusstrahls    M       (Fig.    5) ebenfalls feststehe.     Ferner    sei der Radius des  zu zeichnenden Kreises bekannt, dessen Wert nun  auf der Skala 8 durch     Verschwenkung    der Schienen  3, 4 eingestellt wird, worauf der     Winkel    mit dem  Feststeller 6     fixiert    wird. Auf der unmittelbar daneben  liegenden Skala 9 ist nun die zugehörige Bogenhöhe  <I>H z.

   B.</I> in Millimetern ablesbar; diese wird von<I>B</I>  aus abgetragen und durch einen Punkt C auf dem       Radiusstrahl    M markiert. Zum     Radiusstrahl    M wird  hierauf durch den Punkt C eine Senkrechte D ge  zogen. Das     Führungsglied    1 wird alsdann parallel  zur Linie D aufgelegt, derart, dass die Kante 24 diese  Linie D     berührt    und das Markierungszeichen 25 auf  den Punkt C zu liegen kommt. Nach Einsetzen des  Zeicheninstrumentes in das Loch 15 ist die Vorrich  tung bereit zum Ziehen des vorgesehenen Kreis  bogens. Durch Festhalten des Knopfes 26 mit der  einen Hand wird das     Führungsglied    stationär ge  halten, worauf der Betätigungsknopf 16 mit der an  dern Hand verschoben wird.

   Bei dieser Verschiebung  bleibt der eingestellte Winkel zwischen den Schienen  3, 4 konstant; die Drehzapfen 2 gleiten jedoch in  den Längsnuten der Schienen, wobei das Zeichen  organ den gewünschten Kreisbogen beschreibt nach    dem geometrischen Lehrsatz, dass eine Strecke, deren  Endpunkte auf einem Kreisbogen liegen, von jedem  Punkt dieses Kreisbogens unter dem gleichen Winkel  erscheint.  



  Die Länge des mit dieser Vorrichtung     herstell-          baren    Kreisbogens ist natürlich durch den Abstand  der Drehzapfen 2 begrenzt; sie genügt aber für  die meisten praktisch vorkommenden Fälle. Soll  ein längerer Kreisbogen gezogen werden, muss in       zwei    oder mehr Etappen vorgegangen werden. Hier  zu wird vorerst der Winkel a gemessen und durch  den Punkt E eine Gerade D' gezogen, welche mit der  Geraden<I>D</I> einen Winkel von<I>4a</I> einschliesst. Hier  auf wird vom Punkt E aus die Strecke A', welche  gleich gross ist wie die Strecke A, abgetragen, wodurch  der Punkt<B>C</B> erhalten wird, worauf der zweite Kreis  bogen in gleicher Weise, wie bereits beschrieben  wurde, gezogen werden kann.  



  Selbstverständlich ist die Vorrichtung nicht nur  auf das Zeichen von Kreisbogen beschränkt. Statt  eines Zeicheninstrumentes könnte nämlich auch ein  Bearbeitungswerkzeug, beispielsweise eine Säge, ein       Fräser,    ein Schweissbrenner usw. eingesetzt werden.  



  Es wäre auch eine funktionelle Umkehrung in  dem Sinne denkbar, dass die Schienen 3, 4 festgehal  ten und das Zeichenorgan oder dergleichen in den  Haltegriff 26 eingesetzt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Ziehen von Kreisbogen, ge kennzeichnet durch zwei mittels eines Gelenkes mit einander verbundene Schienen, welche in einem ent sprechend der Grösse des zu ziehenden Kreisbogens wählbaren Winkel zueinander arretierbar sind, und durch ein Führungsglied, an welchem an zwei festen, voneinander distanzierten Stellen die beiden Schienen schwenkbar und längsverschiebbar gehalten sind, wo bei im Gelenkpunkt ein Zeichenorgan oder Werkzeug gehalten ist. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Führungsglied an seinen Enden je einen Drehzapfen aufweist, welcher in einen Längs schlitz der zugehörigen Schiene verschiebbar eingreift. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am Gelenkpunkt der Schienen ein mit einer zentralen Bohrung versehener Betäti gungsknopf vorhanden ist, welcher in Richtung senk recht zur Verschiebungsebene beweglich gelagert ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer der Schienen eine ringsektorförmige Skalenscheibe fest verbunden und an der anderen Schiene eine Anzeigemarke und eine mit der Skalenscheibe zusammenwirkende Arretier vorrichtung vorhanden ist. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ska lenscheibe zwei Skalen trägt. von denen die eine den der Winkelstellung der Schienen entsprechenden Radius und die andere die zugehörige Bogenhöhe be züglich der Vorderkante des Führungsgliedes anzeigt. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Boh- rung des Betätigungsknopfes mit einem Innengewinde zum Einschrauben eines Zeicheninstrumentes ver sehen ist.
CH360211D 1957-09-14 1957-09-14 Vorrichtung zum Ziehen von Kreisbogen CH360211A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN107525446A (zh) * 2017-09-29 2017-12-29 黄彦凯 一种量角装置

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