Kajütenbett Das Bestreben nach besserer Raumausnützung hat dem Kajütenbett in das Leben und in die Woh nung des modernen Menschen Eingang verschafft. Dabei wurde versucht, Kajütenbetten zu schaffen, welche bei Änderung der ihre Einführung bedingen den zwingenden Verhältnisse in normale Doppel- oder Einzelbetten umgebaut werden konnten.
Ein all gemeiner Nachteil solcher Betten lag in der Schwierig keit bei der Erreichung der notwendigen Stabilität und in dem Umstand, dass nach Umbau von als vollwer tige Kajütenbetten geltenden Liegestätten in Doppel- oder Einzelbetten meist verschiedene unbrauchbar oder überflüssig gewordene Bestandteile verworfen werden mussten.
Zweck der Erfindung ist nun, ein Kajütenbett zu schaffen, welches bei leichter und einfacher Konstruk tion die erforderliche Stabilität besitzt, dabei aus schliesslich aus solchen Teilen besteht, welche auch nach dem Umbau weiter verwertet werden können. Das Neue beim erfindungsgemässen Kajütenbett be steht darin, dass an zur Aufnahme von Tablaren ein gerichteten Stangen für sich aufstellbare und benutz bare Bettgestelle befestigt sind.
Ein Ausführungsbeispiel des Kajütenbettes nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 das Kajütenbett in schaubildlicher Darstel lung, Fig. 2 eine Einzelheit im Querschnitt und Fig. 3 eine Befestigungsschraube.
Gemäss der Fig. 1 sind zwischen dem andeutungs weise dargestellten Boden und der nicht gezeichneten Decke eines Raumes vier mit Stütztellern 1 ausgerü stete Stangen 2 eingespannt. Solche Stangen sind an sich bekannt und werden mit Vorliebe zum Anbauen von Bücherregalen, Blumenständern und dergleichen verwendet. Das Einspannen erfolgt meist mittels eines in der Längsrichtung der Stange ausschraubbaren Tei les. Es wird hier angenommen, dass bei den Säulen 2 die oberen Stützteller 1 an einer Schraube befestigt und mittels derselben gegen die Decke andrückbar sind.
Im übrigen sind die bekannten Stangen in bezug auf Material und Ausbildung sehr verschieden, es werden sowohl Metalle, z. B. in Rohrform, wie auch Holzstangen und dergleichen verwendet. Gemein sames Merkmal aller bekannten Stangen ist dagegen, dass dieselben für die Aufnahme von Tablaren ein gerichtet sind, wobei meistens Querlöcher und in diese einsetzbare oder einhängbare Halteelemente verwen det werden.- Rein beispielsweise werden beim dar gestellten Kajütenbett Holzstangen mit einem quadra tischen Querschnitt gezeigt (siehe auch Fig. 2).
In der Längsmittellinie jeder Seite ist eine halbzylindrische Rinne 3 eingeschnitten und es sind Querlöcher 4 vor gesehen, welche in abwechselnder Reihenfolge am Boden der Rinnen 3 zweier einander gegenüberliegen der Seiten münden und zur Aufnahme der erwähnten Halteelemente für Tablare dienen. Der besseren An schaulichkeit halber ist in der Fig. 1 ein Tablar 5 eingezeichnet, ohne gleichzeitig auch die dazugehö renden Halteelemente aufzuzeigen.
An den Stangen 2 sind nun in der Art und Lage der Bettgestelle von bekannten Kajütenbetten zwei Bettgestelle 6 an sich herkömmlicher Bauart befestigt, indem die Kopf- bzw. Fussteile 7 der Bettgestelle 6 an den an ihnen anliegenden Stangen 2 angeschraubt sind. Zu diesem Zwecke können beispielsweise T-förmige Mutterschrauben 8 (siehe Fig. 3) verwendet werden, deren halbzylindrischer Kopfbalken 9 in den Rillen 3 der Stangen aufgenommen wird.
Man könnte ander seits auch Flachkopfschrauben von der Innenseite der Endteile der Bettgestelle durchstecken, wobei die Muttern an in die Rillen 3 gelegten halbzylindrischen Unterlagstücken in der Form des gezeigten Kopfbal kens 9 anliegen würden.
Es könnte auch oberhalb des oberen Bettgestelles ein Tablar 5 angebracht sein. Zudem könnte in den Löchern 4 eine Kordel oder andere Abschrankung eingehängt sein, um dem Benützer des oberen Betts erhöhte Sicherheit zu bieten.
Werden die Bettgestelle 6 von den Stangen 2 ge löst und als Doppelbett oder als Einzelbetten auf gestellt, können die Stangen unter Zuführung wei terer Tablare, z. B. als Bücherwand, Blumengestell oder dergleichen, benützt werden.
Trotz der vorgesehenen Umbaubarkeit ist das Kajütenbett, z. B. infolge des Einspannens der Stan gen zwischen Boden und Decke, ausserordentlich sta bil und in jeder Benützungsform eine vollwertige Lö sung des entsprechenden Problems.
Selbstverständlich könnten die Bettgestelle auch mit niedrigen Endteilen, oder überhaupt ohne End- teile, in der unter dem Namen Couche bekannten Form ausgeführt werden.
Man könnte ohne weiteres auch Stangen verwen den, die nicht zum Einspannen zwischen Decke und Boden eines Raumes bestimmt sind. Die Stangen könnten auch näher zueinander an geordnet sein, als in der Zeichnung dargestellt.