CH355877A - Halte- und Kontaktvorrichtung für einen der unmittelbaren elektrischen Widerstandserhitzung zu unterwerfenden stabförmigen Körper aus Metall - Google Patents
Halte- und Kontaktvorrichtung für einen der unmittelbaren elektrischen Widerstandserhitzung zu unterwerfenden stabförmigen Körper aus MetallInfo
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Description
Halte- und Kontaktvorrichtung für einen der unmittelbaren elektrischen Widerstands erhitzung zu unterwerfenden stabförmigen Körper aus Metall Bei der unmittelbaren elektrischen Widerstands erhitzung von stabförmigen Körpern aus Stahl, bei spielsweise beim Glühen von Knüppeln, Platinen und Stäben, ist es bekanntlich sehr schwierig, die Kontakt- gebung auf befriedigende und gleichzeitig einfache Weise zu lösen.
Bis jetzt ist es vorgeschlagen worden, den zu erhitzenden Stab sowohl an den Seitenflächen wie auch an den Stirnenden mit Kontaktkörpern in Berührung zu bringen, wobei für das Ein- und Aus spannen des Stabes die Kontakte mittels eines hydrau lischen Systems mit je einem Betätigungszylinder pro Kontakt verstellt werden.
Solche Halt- und Kontakt vorrichtungen sind aber verhältnismässig kompliziert und bedingen einen entsprechend grossen Aufwand. Ferner ist keine genügende Sicherheit für die Kon- taktgebung während des Betriebes gewährleistet, da bei einer Störung in der Steuerung der Kontaktdruck sofort nachlässt und ein Kontaktbrand entstehen kann.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nunmehr auf eine Halte- und Kontaktvorrichtung für einen der unmittelbaren elektrischen Widerstandserhitzung zu unterwerfenden stabförmigen Körper aus Metall, mit mindestens zwei Seitenkontakten pro Stabende. Ge mäss der Erfindung werden die Mängel der bisher be kannten Kontaktvorrichtungen dadurch vermieden, dass sämtliche Seitenkontakte für ein Stabende durch eine gemeinsame Betätigungseinrichtung verstellbar sind.
An Hand der Zeichnung wird ein Ausführungs beispiel der Erfindung näher erläutert, und zwar ist in den Fig. 1 bis 3 eine Kontaktvorrichtung für das eine Ende des zu erhitzenden Stabes in schematischer Weise im Aufriss bzw. teilweise im Schnitt in drei ver schiedenen Stellungen der Kontakte gezeigt, während in Fig. 7 eine Endansicht der Kontaktvorrichtung dar gestellt ist.
Die Kontaktvorrichtung besitzt mindestens zwei symmetrisch um die Achse des zu erhitzenden Stabes<I>a</I> angeordnete Seitenkontakte <I>b,</I> wovon der Einfachheit halber in Fig. 2 und 3 der Zeichnung nur einer gezeigt ist und ferner noch einen Stirnkontakt c, obwohl die Kontaktvorrichtung auch ohne Stirnkon takt ausgeführt werden kann.
Die Seitenkontakte<I>b</I> sind an je einem Tragarm<I>d</I> befestigt, der je mittels einer Druckfeder e über je einen Hebel f mit dem für alle Kontakte eines Stabes gemeinsamen zentralen Steuerzylinder g in Verbin dung steht. Dieser Hebel f ist auf dem am Tragarm vorgesehenen Drehzapfen h drehbar gelagert und kann sich gleichzeitig um die Achse i am Zylinder g drehen. Der Tragarm<I>d</I> ist um eine Drehachse<I>k</I> schwenkbar angeordnet, die im Tragarm d und einer Lagergabel der Muffe 5 gehalten ist.
Innerhalb des für die Be tätigung bzw. Steuerung der Kontaktvorrichtung die nenden hydraulischen Zylinders g befindet sich ein Kolben<I>l</I> mit konischem Mittelstück sowie ein<I>zwei-</I> ter Kolben<I>m,</I> der über eine Stange <I>n</I> mit der auf dem feststehenden, ausserhalb der Zylinderachse liegenden Stromzuführungsrohr o befestigten Kontaktbrücke p starr verbunden ist.
Auf dem konischen Teil des Kol bens Z ruht der radial geführte, bewegliche, an beiden Enden mit einer Kugel s1 versehene Bolzen s, der mit seiner einen Kugel s1 mit einer Abschrägung t am Tragarm d zusammenarbeitet. Der Zylinder g ist fer- r.er mit den Ein- bzw. Auslassöffnungen 1, 2 und 3 ver sehen, deren Zweck noch näher erläutert wird.
Mit q ist das Federsystem für die Erzeugung des Stirnkontakt druckes bezeichnet, während r die Kupferverbindun gen für die Stromzuführung zu den Seitenkontakten b sind.
In der Fig. 1 ist die Kontaktvorrichtung zurück gefahren, das heisst ausser Betrieb, wobei die linke Seite des Kolbens l über die öffnung 1 mit Druck medium beaufschlagt ist, während die Zylinderöff nungen 2 und 3 geöffnet sind. Die beiden Feder systeme e und q sind in dieser Lage gespannt. Sobald der zu erhitzende Stab a in die Erhitzungsstelle ge bracht worden ist, wird nunmehr durch die öffnung 2 ebenfalls Drucköl dem Zylinder zugeführt.
Dadurch wird die ganze Kontaktvorrichtung in axialer Rich tung nach links verschoben, das heisst in die Betriebs stellung gebracht, wobei der Stirnkontakt c mit dem Stabende in Berührung kommt (Fig. 2). Die Seiten kontakte b sind zunächst noch offen, und um diese in die Schliessstellung zu bringen, wird nunmehr die öff- nung 1 freigegeben, so dass der Druck auf der rech ten Seite des Kolbens l diesen nach links in die in Fig. 3 dargestellte Lage verschiebt.
Gleichzeitig mit dieser Verstellung des Kolbens 1 bewegt sich der auf dem konischen Teil des Kolbens 1 aufliegende Bol zen s radial nach innen und hebt sich somit vom Tragarm <I>d</I> ab. Der Seitenkontakt <I>b</I> wird nunmehr durch die vorgespannte Druckfeder e und der Stirn kontakt c durch die vorgespannte Feder q an den Stab a angepresst. Sämtliche öffnungen 1-3 sind geöffnet, und der Zylinder g ist drucklos, das heisst, der ganze Kontaktdruck wird durch Federkraft allein erzeugt.
Um den erhitzten Stab ausspannen zu kön nen und die Kontaktvorrichtung wieder in die in Fig. 1 dargestellte Lage zu bringen, wird über die Zylinderöffnung 1 der Kolben mit Drucköl beauf- schlagt und bewegt sich somit nach rechts, wobei der Bolzen s mit der abgeschrägten Fläche t am Tragarm <I>d</I> in Berührung kommt und den Seitenkontakt<I>b</I> ab hebt und gleichzeitig mit einer aus der Abschrägung resultierenden Kraftkomponente die Feder q spannt.
Anschliessend wird dann über die öffnung 3 der an dere Kolben m mit Drucköl beaufschlagt, wodurch die ganze Kontaktvorrichtung wieder nach rechts ver schoben wird (Fig. 1). Das andere, nicht dargestellte Ende des Stabes ist mit einer genau gleichen Kontakt vorrichtung wie die beschriebene versehen.
Die Betätigung bzw. Steuerung der Kontakte kann mittels Druckluft oder Druckwasser erfolgen, oder die Betätigungseinrichtung kann elektromechanischer oder rein mechanischer Art sein. In der geschlossenen Lage der Halte- und Kontaktvorrichtungen sind die an den Enden des zu erhitzenden Stabes wirkenden Kräfte (Seiten- und Stirnkontakte) in sich geschlos sen. Während des Glühprozesses sind die beiden Kon taktvorrichtungen in axialer Richtung beweglich, so dass keine wesentlichen Kräfte auf den Stab übertra gen werden.
Jede thermische Ausdehnung des Stabes wird automatisch durch die Kontaktvorrichtungen auf genommen. Ferner wird dadurch, dass die Kontakte lediglich durch Druckfedern angepresst werden, durch die Kontaktvorrichtung eine bestimmte Zentrierung des Stabes ermöglicht, was bei Kontaktvorrichtungen mit Einzelpressung der Kontakte mittels hydraulisch betätigter Kolben ausgeschlossen ist.
Ausserdem er gibt die Federanpressung den grossen Vorteil, dass bei Druckausfall im Betätigungszylinder der Glühprozess nicht durch abnehmenden Kontaktdruck gefährdet wird.
Um die Kontaktvorrichtung für die Behandlung von Stäben verschiedener Länge anwenden zu kön nen, ist eine möglichst einfache Veränderung des ge genseitigen Abstandes der Kontaktvorrichtungen in der Glühachse erwünscht. Bei der beschriebenen Vor richtung kann diese Bedingung sehr leicht erfüllt wer den, indem die Kontaktvorrichtung noch mit einem Klinkensystem oder ähnlichen Hemmvorrichtungen ausgerüstet wird und für die Verschiebung des Kon taktkopfes und der Kontaktbrücke die bereits für die Betätigung der Kontakte vorgesehene Einrichtung ver wendet wird.
Die Wirkungsweise dieser Verschiebevorrichtung ist an Hand der Fig. 4 bis 6 näher erläutert, wo die dargestellte Kontaktvorrichtung noch mit den Klin <I>ken x</I> und y ausgerüstet ist, die mit einer festen Nok- kenstange z zusammenwirken.
Um die Kontaktvorrichtung beispielsweise nach links zu verschieben, wird zunächst die Kontaktbrücke p (Fig.4) gelöst, so dass sie auf dem Stromzufüh- rungsrohr o axial verschoben werden kann. Durch Beaufschlagung des Kolbens m mit Drucköl wird die Kontaktbrücke p gemäss Fig. 5 nach links gezogen, während die Mutter 5 durch die eine der beiden an der Nockenstange z eingefallenen Klinken x festgehal ten wird.
Diese Stellung ist in Fig. 5 gezeigt, wobei die Hebel u sich in der Lage I befinden. Nunmehr wird, wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, die Kontaktbrücke p durch eine der beiden Klinken y (Lage I des He bels st) festgehalten, während der Zylinder g der Kon taktvorrichtung durch eine Beaufschlagung des Kol bens m auf seiner linken Seite verschoben wird, wobei die rechts befindliche Klinke x über die Nockenstange z gleitet. Je nach der gewünschten Verschiebung der Kontaktvorrichtung kann diese schrittweise Verstel lung mehrmals wiederholt werden.
Um die Kontakt vorrichtung samt der Kontaktbrücke in die umge kehrte Richtung bewegen zu können, müssen zuerst die Klinken<I>x</I> und y durch die Hebel<I>u</I> von der Lage I in die Lage II verdreht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Halte- und Kontaktvorrichtung für einen der un mittelbaren elektrischen Widerstandserhitzung zuunter- werfenden, stabförmigen Körper aus Metall, mit min destens zwei Seitenkontakten pro Stabende, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Seitenkontakte für ein Stabende durch eine gemeinsame Betätigungseinrich tung verstellbar sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Halte- und Kontaktvorrichtung nach Patent anspruch, mit Seiten- und Stirnkontakten, dadurch ge kennzeichnet, dass die gemeinsame Betätigungseinrich tung für die Seitenkontakte gleichzeitig für die Ver stellung des Stirnkontaktes dient. 2.Halte- und Kontaktvorrichtung nach Patent- anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrich- tung mit Mitteln zum axialen Verschieben versehen ist (Fig. 4 bis 6). 3. Halte- und Kontaktvorrichtung nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kon- taktgebung für die Seitenkontakte und den Stirnkon takt durch je ein Federsystem bewirkt wird. 4.Halte- und Kontaktvorrichtung nach Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Seiten kontakte auf schwenkbar angeordneten Tragarmen befestigt sind, die über radial geführte, verschiebbare Bolzen (s) von einem durch die gemeinsame Betäti gungseinrichtung in Richtung der Stabachse verschieb baren konischen Element (l) abgehoben werden. 5. Halte- und Kontaktvorrichtung nach Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trag arme der Seitenkontakte mit einer abgeschrägten Flä che (t) versehen sind, auf welcher beim Abheben der Kontakte die radial verschiebbaren Bolzen (s) auflau fen und dadurch eine Kraftkomponente in axialer Richtung erzeugen, welche das Federsystem für das Anpressen des Stirnkontaktes spannt. 6.Halte- und Kontaktvorrichtung nach Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das koni sche Element als Teil eines Kolbens (l) ausgebildet ist, welches hydraulisch oder pneumatisch betätigt wird, wobei im gleichen Zylinder ein zweiter, mit der Kon taktbrücke der Kontaktvorrichtung starr verbundener Kolben (m) vorgesehen ist. 7. Halte- und Kontaktvorrichtung nach Unter anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Be triebsstellung der Zylinder unbeaufschlagt ist und die Kontaktgebung zwangläufig über Federn erfolgt. B.Halte- und Kontaktvorrichtung nach Unter ansprüchen 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder der Kontaktvorrichtung bei feststehen der Kontaktbrücke (p) durch die Betätigungseinrich tung und die genannten Mittel um den Zylinderhub in axialer Richtung verschiebbar ist. 9. Halte- und Kontaktvorrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie derart ist, dass sie die Zentrierung des zu erhitzenden Stabes relativ zu ihrer Achse bewirkt. 10.Halte- und Kontaktvorrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Betäti gungseinrichtung in Kombination mit einer Klinkvor- richtung zur schrittweisen Verschiebung der Kon taktvorrichtung in axialer Richtung zwecks Anpas sung an verschiedene Stablängen dient (Fig. 4 bis 6).
Applications Claiming Priority (1)
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