CH353418A - Verfahren zur Herstellung gedruckter Schaltungen und nach diesem Verfahren hergestellte Schaltung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung gedruckter Schaltungen und nach diesem Verfahren hergestellte SchaltungInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung gedruckter Schaltungen und nach diesem Verfahren hergestellte Schaltung Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung gedruckter Schaltungen. Bei einem bekannten Verfahren zur Herstellung gedruckter Schaltungen wird eine Metallfolie mit einer elektrisch isolierenden Grundplatte verbunden und nach Anbringen einer Schutzschicht auf diejenigen Teile der Metalloberfläche, in denen ein Leiter gebildet werden soll, wird das verbleibende Metall weggeätzt und zum Schluss die Schutzschicht entfernt. Gemäss einem andern bekannten Verfahren zur Herstellung solcher Schaltungen, wobei nicht geätzt zu werden braucht, wird die Schaltung auf die Grundplatte aufgebracht, indem zuerst die Schaltung in Form einer Klebeschicht, z. B. mittels einer Schablone, auf die Grundplatte aufgetragen wird. Danach wird feinverteiltes Metall, z. B. Kupferpulver, auf die so bedeckte Grundplatte aufgestaubt oder aufgesprüht, die nichthaftenden Metallpartikel werden entfernt, und das Ganze wird gepresst. Ein Nachteil dieses Verfahrens liegt darin, dass eine derart aus Metall hergestellte Schaltung nicht genügend dick ist, um einen guten elektrischen Leiter zu bilden, und dass die Dicke der Metallschicht nicht gleichmässig ist. Es sind Versuche angestellt wordeni, um die genannten Nachteile zu beseitigen und eine grössere Pulvermasse an die Grundplatte zu binden, indem die empfangende Oberfläche der Grundplatte klebrig gemacht wurde und ein warmer, dem Schaltungsmuster entsprechender Stempel zum Pressen verwendet wurde. Die Erfindung will ein Verfahren zur Herstellung gedruckter Schaltungen ' schaffen, wobei das Ätzen vermieden wird, mit dem sich aber eine Schaltung beliebiger Dicke herstellen lässt, die gut an der Grund- platte haftet und die gute leitende Eigenschaften aufweist. Es hat sich gezeigt, dass sich das obengenannte Ziel mittels einer Grundplatte erreichen lässt, auf welcher ein Klebstoff mit einer genügend dicken Schicht von feinverteiltem Metall angeordnet ist, so dass, wenn Druck entsprechend dem Muster der Schaltung ausgeübt wird, ein metallisches Schema von solcher Dicke entsteht, dass es eine vorzügliche Leitfähigkeit aufweist. Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass auf eine Grundplatte aus elektrischem Isoliermaterial eine Klebeschicht, die mindestens dem Muster der gewünschten Schaltung entspricht, aufgetragen wird, dass auf die Fläche der Grundplatte oder mindestens auf deren mit Klebstoff bedeckte Fläche eine Schicht aus Metallpulver aufgetragen wird, dass ein dem Muster der Schaltung entsprechender Druck ausgeübt wird, wobei das Metallpulver verdichtet und mit der Klebeschicht und der Grundplatte vereinigt wird und das nichtverdichtete Metallpulver entfernt und zum Schluss der Klebstoff durch Erwärmung gehärtet wird. Es ist vorteilhaft, wenn eine dem Schaltungsmuster entsprechende oder annähernd entsprechende Matrize auf die mit Klebstoff bedeckte Grundplatte gestellt wird, welche Matrize eine solche Tiefe aufweist, dass sie beim Pressen die gewünschte Dicke des Metallbelages in der Schaltung erzeugt, dass die öff- nungen in der Matrize mit Metallpulver gefüllt werden, wonach ein dem Schaltungsmuster entsprechender Stempel in die Matrize gesenkt und Druck ausgeübt wird. Es ist klar, dass die Matrize nicht jedem Detail des gewünschten Schaltungsmusters und des Stempels <Desc/Clms Page number 2> zu entsprechen braucht, da der einzige Zweck der Matrize nur der ist, dafür zu sorgen, dass eine ausreichende Menge Metallpulver auf die Oberfläche des Isoliermaterials aufgebracht wird, wobei sie zugleich schädliche seitliche Druckeffekte verhüten soll, wenn der Stempel eingedrückt wird. Gemäss einer zweckmässigen Ausführungsform des beschriebenen Verfahrens wird um die mit Klebstoff bedeckte Grundplatte ein Rahmen gestellt, der mit Metallpulver gefüllt wird, wonach ein dem Schaltungsmuster entsprechend geformter Stempel auf das Metallpulver gedrückt wird, dann der Rahmen und das nicht zusammengedrückte Metallpulver entfernt werden und das Ganze erwärmt wird, um den Klebstoff zu härten. Vorzugsweise wird als Metallpulver Kupferpulver, Silberpulver oder versilbertes Kupferpulver verwendet. Das elektrische Isoliermaterial für die Grundplatte kann eine Kunststoffplatte, beispielsweise aus Polyvinylchlorid, sein oder aus einem Material mit der Markenbezeichnung Bakelite bestehen. Wird für die isolierende Grundplatte ein hartes Material, wie eine Bakelite -Kunstharzplatte, verwendet, dann kann mit Vorteil die Klebeschicht aus einem unter Druck kalt klebendem Mittel, wie z. B. ein nicht klebriger Bakelit -Kunstharzlack in der A-Stufe, ein Ureum-Formaldehydlack oder ein Mel- amin-Formaldehydlack, bestehen:. Als Variante kann auch ein teilweise ausgehärtetes Epoxyharz verwendet werden, unter der Voraussetzung, dass die isolierende Oberfläche, auf welche das Metallpulver aufgetragen wird, nicht klebrig ist. Nach dem Aufsetzen des Stempels wird jegliches nichtverdichtete Metallpulver z. B. durch Abstauben entfernt, und wird das aufgedrückte Schaltungsmuster zusammen mit der Lackschicht in einem Ofen ausgehärtet. Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Verfahrens beschrieben. Eine Platte aus Bakelite wird auf einer Seite mit einem Klebstoff der aus Harnstoff-Formaldehyd- harz (P 138) von der Firma Beck, Koller and Co. Ltd. bedeckt und danach teilweise ausgehärtet, indem die Platte während 20 Minuten bei einer 70 C nicht übersteigenden Temperatur erwärmt wird. Die Grundplatte wird dann mit einer Matrize bedeckt, die etwa mit dem Muster der Schaltung übereinkommt und die so dick ist, dass nach dem Pressen die gewünschte Kupferdicke erzielt wird. Danach werden die Öffnungen in der Matrize mit pulverförmi- gem Kupfer aus einem vibrierenden Trichter gefüllt, der überschuss mit einem Abstreichmesser abgestrichen und in den Zufuhrtrichter zurückgebracht. Dann senkt sich ein ungeheizter Stempel mit dem Muster der Schaltung in die Matrize und übt während 10 Sekunden einen Druck von 70 bis 1870 kg/cm2 aus. Dadurch wird das Kupferpulver zu Metall verdichtet und zum Teil in die Platte gedrückt, und das; Klebemittel wird in die Platte und in das Kupfer gepresst. Stempel und Matrizen werden dann entfernt und die Platte mit der Schaltung abgestaubt, um jegliches nichtverdichtete Metall zu entfernen. Dann wird die Platte während 1/2 Stunde auf 130 C erwärmt, um das Aushärten des Klebeharzes zu bewirken. Die Tiefe der Matrize bestimmt die Dicke des Schaltungsmusters und verhütet ein seitliches Verschieben des Pulvers während des Pressens mit dem Stempel. Gemäss einer Variante des Verfahrens wird ein Rahmen verwendet, der die erforderliche Dicke des Kupfers auf der mit einem Klebemittel versehenen Platte gewährleistet. Nachdem das Kupfer mit einem Abstreichmesser auf gleichmässige Dicke abgestrichen ist, wird ein ungeheizter Stempel mit dem Muster der Schaltung in die offene Schicht von Kupferpulver gesenkt und mit einem Druck von 70 bis 1870 kg/cm2 gepresst. Nach dem Pressen wird das nichtgepresste Kupferpulver entfernt und die Platte mit der Schaltung wie vorher ausgehärtet. Das Verfahren eignet sich zur automatischen Fertigung und vermeidet jegliches Rückgewinnungsverfahren von verschwendetem Metall, da lediglich das in die Schaltung gepresste Metall gebraucht wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung gedruckter Schaltungen, dadurch gekennzeichnet, dass auf eine Grundplatte aus elektrischem Isoliermaterial eine Klebeschicht, die mindestens dem Muster der gewünschten Schaltung entspricht, aufgetragen wird, dass auf die Fläche der Grundplatte oder mindestens auf deren mit Klebstoff bedeckte Fläche eine Schicht aus Metallpulver aufgetragen wird, dass ein dem Muster der Schaltung entsprechender Druck ausgeübt wird, wobei das Metallpulver verdichtet, mit der Klebeschicht und der Grundplatte vereinigt wird und das nichtverdichtete Metallpulver entfernt und zum Schluss der Klebstoff durch Erwärmung gehärtet wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Schaltungsmuster entsprechende oder annähernd entsprechende Matrize auf die mit Klebstoff bedeckte Grundplatte gestellt wird, welche Matrize eine solche Tiefe aufweist, dass sie beim Pressen die gewünschte Dicke des Metallbelages in der Schaltung erzeugt, dass die Öffnungen in der Matrize mit Metallpulver gefüllt werden, wonach ein dem Schaltungsmuster entsprechender Stempel in die Matrize gesenkt und Druck ausgeübt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass um die mit Klebstoff bedeckte Grundplatte ein Rahmen gestellt wird, der mit Metallpulver gefüllt wird, wonach ein dem Schaltungsmuster entsprechend geformter Stempel auf das Metallpulver gedrückt wird, dann der Rahmen und das nicht zusammengedrückte Metallpulver entfernt werden und das Ganze erwärmt wird, um den Klebstoff zu härten. <Desc/Clms Page number 3> 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Metallpulver Kupferpulver, Silberpulver oder versilbertes Kupferpulver verwendet wird.. 4.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrische Isoliermaterial der Grundplatte aus synthetischem Kunststoff hergestellt ist. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Klebemittel ein unter dem Einfluss von Druck kalt klebendes Mittel ist. PATENTANSPRUCH II Gedruckte Schaltung, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH353418T | 1957-07-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH353418A true CH353418A (de) | 1961-04-15 |
Family
ID=4510127
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH353418D CH353418A (de) | 1957-07-09 | 1957-07-09 | Verfahren zur Herstellung gedruckter Schaltungen und nach diesem Verfahren hergestellte Schaltung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH353418A (de) |
-
1957
- 1957-07-09 CH CH353418D patent/CH353418A/de unknown
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