CH348441A - Elektrodynamische Antriebsvorrichtung - Google Patents
Elektrodynamische AntriebsvorrichtungInfo
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Description
Elektrodynamische Antriebsvorrichtung Elektrodynamische Antriebsvorrichtungen zur Er zeugung mechanischer Impulse grosser Steilheit sind bereits bekannt. Sie weisen im allgemeinen zwei oder mehrere magnetisch eng gekoppelte Leitersysteme auf, von denen wenigstens eines beweglich ist und mit dem anzutreibenden Teil in Verbindung steht. Das feststehende Leitersystern ist meistens als Spule und das bewe-liche als -ut leitender Ring ausgebildet. Mit solchen Anordnungen lassen sich sehr grosse Kräfte und hohe Beschleunigungen auf einfache Weise erzielen.
Beim Antrieb elektrischer Schalter mit Hilfe derartiger Anordnungen ist es im allge meinen notwendig, zwischen der angetriebenen Schalt brücke und dem elektrodynamischen Antriebssystern eine Isolation einzufügen, die der Prüfspannung des betreffenden Schalters standhält. Die einfachste Aus führungsform besteht z. B. darin, zwischen die Schalt brücke und das bewegliche Leitersystem eine Isolier- stange aus einem Material mit sehr hoher Druck- und Schlagbiegefestigkeit einzufügen. Für Schalt geräte geringer Stromstärke und mässiger Spannung hat sich diese Anordnung bewährt.
Bei Hochstrom- und Hochspannungsschaltern treten jedoch erhebliche Schwierigkeiten auf, da die Masse der isolierenden Betätigungsstange unverhältnismässig gross wird. Zu dem macht es gewisse Schwierigkeiten, einen ausrei chend grossen Hub zu erzielen.
Diese Nachteile werden nun bei der elektro dynamischen Antriebsvorrichtung nach der Erfindung dadurch vermieden, dass zwischen dem beweglichen Leitersystem und dem anzutreibenden Teil hydrau lische Mittel zur Kraftübertragung angeordnet sind. Das bewegliche Leitersystern ist vorzugsweise als Druckkolben ausgebildet oder mit einer den Druck erzeugenden Membran verbunden.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es handelt C, sich hierbei um elektrodynamische Antriebssysterne zur Betätigung von Schaltern. In Fig. <B>1</B> bedeuten<B>1</B> und 2 die feststehenden Schaltstücke des Schalters, <B>3</B> die bewegliche Schaltbrücke, die durch die Feder 4 in der Einschaltstellung gehalten wird. Mit der Schalt brücke<B>3</B> ist ein Arbeitskolben<B>5</B> verbunden, an des sen unterem Ende sich ein Dichtungsring<B>6</B> befindet. <B>7</B> ist der zugehörige Arbeitszylinder,<B>8</B> ein druck festes Isolierrohr, das den Arbeitszylinder<B>7</B> mit einem Druckzylinder<B>9</B> verbindet.
Als Kraftübertra- gungsmittel dient eine Isolierflüssigkeit<B>27,</B> z. B.<B>öl;</B> <B>10</B> ist das bewegliche Leitersystern des elektrodynami- sehen Antriebssystems, das als Druckkolben ausge bildet ist.<B>11</B> ist wiederum ein Dichtungsring, 12 das feststehende Leitersystern in Form einer Spule, die mit dem Abschlussdeckel <B>13</B> verbunden ist, der mit Hilfe des Gewindes 14 auf den Druckzylinder<B>9</B> auf geschraubt ist. Um der Spule 12 die erforderliche elektrische und mechanische Festigkeit zu verleihen, ist diese in einer Isoliermasse<B>15,</B> z. B. Giessharz, eingebettet.
Mit dem Druckkolben<B>10</B> ist eine Stange <B>16</B> verbunden, deren unteres Ende<B>17</B> sich im aus geschalteten Zustand gegen eine Klinke<B>18</B> abstützt, die sich unter dem Einfluss der Feder<B>19</B> um die Drehachse 20 im Uhrzeigersinn bewegen kann. Die Enden der Spule 12 führen zu einem koaxialen Stek- ker 21, von dem ein Koaxialkabel 22 zu dem Kon densator<B>23</B> und der Funkenstrecke 24 führt.
Die Wirkungsweise dieses Antriebssystems ist fol gende: Wird beispielsweise die Funkenstrecke 24 mit Hilfe der Zündelektrode<B>25</B> oder des Schalters<B>26</B> gezündet bzw. Überbrückt, so entlädt sich der vorher aufgeladene Kondensator<B>23</B> über die koaxiale Lei tung 22 und die Spule 12. Dadurch wird in dem Ring<B>10</B> ein entgegengesetzt gerichteter Strom er zeugt, der eine grosse abstossende Kraft hervorruft. Die Isolierflüssigkeit<B>27</B> kommt unter Druck, wo- durch der Arbeitskolben<B>5</B> und damit die Schalt brücke<B>3</B> nach oben bewegt werden. Nun dreht sich die Klinke<B>18</B> im Uhrzeigersinn und kommt unter die Stange<B>16</B> zu liegen, wodurch das Zurückfallen der Schaltbrücke<B>3</B> verhindert wird.
Durch passende Wahl der Durchmesser der beiden Kolben<B>5</B> und<B>10</B> kann jede gewünschte Hubübersetzung erreicht werden. Da das elektrodynamische Antriebssystem bekannt lich am günstigsten arbeitet, wenn der Abstand zwi schen den beiden Leitersystemen<B>10</B> und 12 möglichst klein ist, empfiehlt es sich meist, den Durchmesser des Druckkolbens<B>10</B> grösser zu machen als den des Arbeitskolbens<B>5.</B> Soll der Schalter geschlossen wer den, so wird die Klinke<B>18</B> entgegen dem Uhrzeiger- sinn gedreht, worauf sich die Schaltbrücke<B>3</B> und da mit auch der Druckkolben<B>10</B> nach unten bewegen.
Selbstverständlich muss Gewähr dafür bestehen, dass die Schaltbrücke<B>3</B> sich mit vollem Kontaktdruck auf die Anschlüsse<B>1</B> und 2 legt. An Stelle des starren Isolierrohres<B>8</B> kann auch ein Schlauch mit genügen der Druckfestigkeit verwendet werden. Es ist ferner möglich, die Zylinder<B>7</B> und<B>9</B> zusammen mit dem Isolierrohr<B>8</B> als kompaktes Isolierstück aus einer geeigneten Isolier-, Giess- oder Pressmasse herzustel len, wodurch an Bauhöhe eingespart werden kann. Als Isolierflüssigkeit wird man zweckmässig<B>Öl</B> oder, um die Feuersgefahr zu verringern, ein chloriertes <B>öl</B> verwenden.
In Fig. 2 ist eine weitere beispielsweise Ausfüh rungsform der Erfindung dargestellt, die sich insbe sondere für sehr hohe Beschleunigungen eignet. Darin bedeuten<B>30</B> und<B>31</B> die feststehenden Kontakte,<B>32</B> die bewegliche Schaltbrücke, die mit dem Wellrohr <B>33,</B> das den Kontakthub ermöglicht, fest verbunden ist. 34 ist ein Isolierrohr, dessen Mantellinie nach einer Exponentialfunktion ausgebildet ist. Mit der artigen Exponentialrohren gelingt es, eine praktisch reflexionsfreie Flüssigkeitsströmung zu erzeugen. Das Rohr 34 ist unten durch eine Membran<B>35</B> abge- schlossen, mit der der bewegliche Ring<B>36</B> des elek trodynamischen Systems fest verbunden ist.
Der Hohlraum, gebildet durch das Wellrohr <B>33,</B> das Exponentialrohr 34 und die Membran<B>35</B> ist mit einer Isolierflüssigkeit<B>37</B> gefüllt.<B>38</B> ist die feststehende Spule elektrodynamischen Antriebssystems mit den Anschlüssen<B>39</B> und 40; sie ist in den Isolierkörper 41 eingegossen.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Elektrodynamische Antriebsvorrichtung mit wenig stens zwei Leitersystemen, von denen- wenigstens eines beweglich ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwi schen dem beweglichen Leitersystem und dem anzu treibenden Teil hydraulische Mittel zur Kraftübertra gung angeordnet sind. UNTERANSPRüCHE <B>1.</B> Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch, da- C, durch gekennzeichnet, dass das beweg .,liche Leiter system als Druckkolben ausgebildet ist. 2. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das bewegliche Leiter system mit einer den Druck erzeugenden Membran verbunden ist.<B>3.</B> Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch, für elektrische Schaltgeräte, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die Verbindungsleitung zwischen dem trei benden und dem anzutreibenden Teil der Antriebs vorrichtung wenigstens teilweise aus Isoliermaterial besteht und dass als Kraftübertragungsmittel eine Isolierflüssigkeit verwendet ist. 4. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Verbindungsleitung zwischen dem beweglichen Leitersystem und dem an zutreibenden Teil nach einer Exponentialfunktion geformt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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Country Status (2)
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Families Citing this family (1)
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1955
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