CH313365A - Verfahren und Einrichtung zum Trocknen von Zucker in Körperform mittels Hochfrequenz - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Trocknen von Zucker in Körperform mittels Hochfrequenz

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CH313365A
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Carl Bremer Rudolf
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Carl Bremer Rudolf
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    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B40/00Drying sugar
    • C13B40/007Drying sugar in compacted form, e.g. cubes

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description


  Verfahren und Einrichtung zum Trocknen von Zucker in     Körperform     mittels Hochfrequenz    Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver  fahren und eine Einrichtung zum Trocknen  von Zucker in Körperform, wie Platten, Wür  fel, Stangen und Stöcke, mittels Hochfre  quenz.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist da  durch gekennzeichnet,     dass    ein bestimmtes  Quantum des zu trocknenden Zuckers zu  nächst einer Hoehfrequenzerwärmung ausge  setzt     wird,    welche die im Zucker enthaltene  Feuehtigkeit innerhalb eines Zeitraumes von  maimal fünf Sekunden auf Siedetemperatur  erwärmt, worauf zur Verdampfung der er  wärmten Feuchtigkeit die     Hochfrequenzlei-          stung    fortschreitend herabgesetzt wird und       gleichzeitig    ein Heissluftstrom zum Abführen  der Dämpfe zur Anwendung kommt, der ein  Kondensieren der Dämpfe verhindert,

   dessen  Temperatur jedoch der fortschreitenden     Ver-          clampfung    entsprechend bis zur Abkühlung  der Oberfläche des Zuckers gesenkt wird, wor  auf die Temperatur des Luftstromes zum  Ausgleich der Innen- und Aussentemperatur  des Zuekers erneut gesteigert und anschlie  ssend darauf gesenkt wird, bis zum völligen  Temperaturausgleich des zu trocknenden     Zuk-          kerkötTers    auf Raumtemperatur.  



  Das beschriebene Verfahren kann derart  angewendet werden, dass ein Quantum feuch  ten Zuckers in Körperform auf einer isolieren  den Unterlage den verschiedenen     Hoehfre-          quenzleistungen    als auch den verschiedenen    Lufteinflüssen ausgesetzt     wird.    Das Verfah  ren kann aber auch nach dem Fliessverfahren  angewendet werden.  



  Die zur Ausübung des Verfahrens die  nende beispielsweise Einrichtung kennzeich  net sich durch einen Trockentunnel mit einer  Trockenzone und einer Kühlzone, welche  Zonen aus einer Anzahl voneinander unab  hängiger Kammern gebildet sind, die zum  Trocknen und Abkühlen des von einem Trans  portband durch die Kammern geführten     Zuk-          kers    dienen, von denen eine Anzahl für den       Trockenprozess    mit     Hochfrequenzheiziuzg    und  Luftzufuhr eingerichtet ist, wobei zu jeder  Kammer Mittel vorgesehen sind, um sowohl  die Hochfrequenz als auch die Heissluft, letz  tere in bezug auf Temperatur und Menge, in  jeder Kammer zu dosieren, und ist ferner  dadurch gekennzeichnet,

   dass in der Kühlzone  jede Kammer separat an eine Luftleitung an  geschlossen ist und Mittel vorgesehen sind,  um die Temperatur und die Luftmenge einzu  stellen.  



  In den beiliegenden     Zeichnungen    ist     eine     beispielsweise Ausführungsform dieser Ein  richtung dargestellt, an Hand deren das er  findungsgemässe     Verfahren    beispielsweise er  läutert wird. Es zeigen:

         Fig.    1 schematisch einen Längsschnitt  durch die Einrichtung,       Fig.2    eine Draufsicht auf die Trocken  zone der Einrichtung,      Fig.3 einen Grundruss auf die Kühlzone  der Einrichtung,  Fig.4 einen Querschnitt durch die     Trok-          kenzone    nach der Linie IV-IV in Fig. 1,  Fig. 5 einen Querschnitt durch die Kühl  zone nach der Linie V-V in Fig.1,  Fig.6 einen Längsschnitt durch eine     Trok-          kenkammer    nach der Linie VI-VI in Fig. 2,  Fig.7 einen Querschnitt durch die Elek  troden.  



  Die in der Fig.1 schematisch dargestellte  Einrichtung weist als Unterlage ein Gestell 1  auf, auf welchem der Trockentunnel 2, der  die Trockenzone A umfasst, und der Kühltun  nel 3 mit der Kühlzone     B    gelagert sind. Die  beiden Tunnel 2 und 3 bestehen aus einzel  nen voneinander unabhängigen Kammern 4,  deren Anzahl und Länge von der Förder  menge abhängt. Diese Kammern 4 sind mit  Doppelwänden und dazwischenliegender Iso  lation 4a gegen Wärme und Kälte ausgeführt.  Durch diese Tunnel 2 und 3 läuft ein dielek  trisches, im Bereich der zur Anwendung kom  menden Wärme hitzebeständiges, geruch- und  geschmaekfreies, luftdurchlassendes Trans  portband 5, beispielsweise aus Nylon.

   Dieses  Transportband 5 läuft von der Leitwalze 6  durch die in Umrissen dargestellte Mühle oder  Presse 7 zur Trockenzone A, passiert den  Trockentunnel 2, auf der Erdelektrode 8  (Fig.1, 4 und 6) gleitend, und läuft auf dem  Gleittisch 9 (Fig.1 und 5) durch den Kühl  tunnel 3 und wird von der Antriebswalze 10  durch den Abnahmeapparat 12 gezogen, wor  auf das Transportband 5 von der Antriebs  walze 10 über die Spannwalze 13 zur Umlenk  walze 14 und von dieser durch den Reini  gungsapparat 15 über die Stützwalzen 16 im  Untergestell 1 zu den Umlenkwalzen 17 und  von dort zur Leitwalze 6 zurück gelangt.

    Dieses Transportband 5 wird bei seinem  Durchgang unter der Mühle oder Presse 7  mit den aus derselben kommenden Zucker  stangen, -platten oder     Zuckerwürfel    beladen,  führt diese durch die Trockenzone A und die  Kühlzone B und übergibt den Zucker dem  Abnahmeapparat 12, der denselben in bekann  ter Weise vom Transportband 5 abhebt und    zur Verpackung überführt. Die Mühle oder  Presse 7, das Transportband 5 und die Trans  portmittel des Abnahmeapparates 12 haben  dieselbe Arbeitsgeschwindigkeit, die durch den  Trockenvorgang bestimmt wird.  



  Der Kühltunnel 3 in der Kühlzone B ist  ebenfalls in     einzelne    voneinander unabhän  gige Kammern 4 unterteilt, deren Anzahl und  Länge in einem bestimmten Verhältnis zu der  Anzahl und Länge der Trockenkammern der  Zone A stehen. Im vorliegenden Ausfüh  rungsbeispiel ist sowohl der Trockentunnel 2  als auch der Kühltunnel 3 aus beispielsweise  je vier Kammern zusammengesetzt, deren iso  lierte Stirnwände 23 (Fig.6) einen knapp  bemessenen Schlitz 24 für den Durchgang des  Transportbandes 5 mit dem daraufliegenden  Zucker aufweisen.  



  Die zur Trocknung des Zuckers erforder  liche Hochfrequenzenergie berechnet sich nach  der pro Zeiteinheit durch die Trockenzone A  hindurchwandernden Zuckermenge und deren  und deren  Feuehtigkeitsgehalt. Die erforderliche Hoch  frequenz kann durch zwei oder mehr Hoch  frequenzgeneratoren 30 erzeugt     und    vermit  tels je einer oder mehreren Hochpotential  elektroden pro Generator und Trockenkam  mer zur     Wirkung    gebracht werden.  



  Jede Kammer der Trockenzone ist. vor  zugsweise, wie in vorliegendem Ausführungs  beispiel angenommen, mit einem     Hochfre-          quenzgenerator    30, mindestens einer Hoch  potentialelektrode 32, einer Erdelektrode 8       sowie    mit einer     Luftabsauganlage    verbun  den, um die Wärme und Luftverhältnisse  dem fortschreitenden     Trockenprozess    von  Kammer zu Kammer anpassen zu können.

    Der erforderliche     Hochfrequenzstrom    wird  im     Hochfrequenzgenerator    30     (Fig.4),    der  hier nicht näher zu beschreiben ist,     erzeugt.     und durch den     Verteilkasten    33 über das  Kabel 34 der     Zufuhrapparatur    35     und    von  dieser den Elektroden der zugehörigen     Trok-          kenkammer    zugeführt.  



  Die     Hochfrequenz-Zufuhrapparatur    35       (Fig.4)    enthält im Innern ein durch ein  Handrad 36     reg@@lierbares        Anpassglied    mit  einer nicht. näher zu beschreibenden Induk-      tionseinrichtung, von der aus über Leitungen  38 der Hochfrequenzstrom durch die Seiten  arme 37, den     Anschlussstellen    39 und den  Übertragungsteilen 40 jeder Hochpotential  elektrode 32 zugeführt wird.  



  Mit dem Anpassungsglied im Innern der  Hochfrequenzzufuhrapparatur 35 wird die  hochfrequente Leistung des Generators dem  fortschreitenden Trockenvorgang entspre  chend angepasst.  



  Die Hoehpotentialelektroden 32 (Fug. 1,  4 und 6) setzen sich vorzugsweise je nach  Gesamtbreite aus mehreren, hier     beispiels-          weise    drei, Bauelementen 41 (Fig.7) zusam  men. Die Elemente 41 sind U-eisenförmig auf  gebogene Bleche, deren Stegpartie 41a min  destens 50% Lochung aufweisen müssen. An  den Anliegestellen 41c sind die Elemente 41  je nach Material durch Verschmelzen, Ver  löten oder Verschweissen zur Versteifung der  Hochpotentialelektrode 32 in der Querrich  tung fest miteinander verbunden.  



  Zur Erreichung regelmässiger     Hoehfre-          quenzfelder    sind die Hochfrequenzstrom-An  sehlussstellen 39 auf den Hochpotentialelek  troden 32 möglichst gleichmässig angeordnet.  Die Zahl der     Anschlüsse    richtet sich nach der  Grösse und Form der Elektroden und nach  der zu übermittelnden Hochfrequenzleistung.  In Fig. 6 und 7 sind beispielsweise zwei An  schlussstellen 39, die in der Querrichtung in  der Mitte angeordnet sind, an der Längsrich  tung am ersten und dritten Viertel der Ge  samtlänge.  



  Die Übertragungsstellen 40 sind hier bei  spielsweise aus nach unten offenen     U-eisen-          förmigen    Bügeln gebildet, die umgekehrt auf  dem Flansehenrand 41b der Elemente 41 ver  schmolzen, verschweisst oder verlötet sind.  



  Die Hochpotentialelektroden 32 sind je an  zwei Stellen an den Längsenden aufgehängt,  vermittels angenieteten oder     angesehraubten     dielektrischen hitzebeständigen Lochlaschen  trägern 60, durch die eine dielektrische Röhre  61, beispielsweise Keramikrohr, gezogen ist,  das seinerseits von einer durchgezogenen  Achse 62 getragen wird. Die Achse ist durch    geeignete Mittel in der Höhe verstell- und  feststellbar.  



  Die Erdelektrode 8 (Fig.7), welche auch  als Auflage des Transportbandes 5 dient,  nimmt die ganze Breite des Trockentunnels 2  ein und setzt sich aus drei oder mehr     U-eisen-          förmig    geformten Blechträgern 31a zusam  men, deren Steg 31b mit minimal 50 %o Durch  lässigkeit gelocht ist, während die massiven  Flansche 31c auf der ganzen Länge gleiche  Höhe aufweisen und an den Berührungssei  ten 31d, je nach Material, miteinander ver  schmolzen, verschweisst oder verlötet sind.  Diese Elektroden liegen auf den innen im  Trockentunnel angebrachten Winkeleisenträ  gern 52 (Fug. 7) auf.

   Der Erdstrom wird über  den am äussern U-eisenförmigen Blechträger  31a der Erdelektrode 8 befestigten Leiter 53  abgenommen und mit demselben nach der       Aussenseite    des     Trockentunnels    2     und    von  dort zum Hochfrequenzgenerator 30 zurück  geführt.  



  Die Oberfläche der Erdelektrode 8 ist  glatt poliert, um dem darübergleitenden  Transportband 5 möglichst geringen Wider  stand zu bieten.  



  Die Warmluft-Umwälzanlagen zum     Trok-          kentimnel    2     (Fig.1,    2 und 4), hier     beispiels-          weise    vier     Anlagen,    weisen je einen     Luft-          zufuhrventilator    101 auf, der die oben aus  dem     Hochfrequenzgenerator    30 austretende  Warmhut durch den     Warmluitkanal    103, den       dazwischengebauten    elektrischen Lufterhitzer  104 und den     anschliessenden    Staubfilter 105  hindurch     ansaugt,    wobei der Lufterhitzer 104  nur dann in Funktion gesetzt wird,

   wenn die  gesetzt     wird,    wenn die  aus dem Generator 30 kommende     Warmluft     zu     wenig        Temperatur    aufweist. Der Luft  zufuhrventilator 101 bläst die angesaugte       Warmluft    durch den     Ausblaskonus    106 in den  untern Raum einer     Kammer    4 des Trocken  tunnels 2, in welchem die Warmluft durch  das den ganzen Raum überdeckende     Verteil-          sieb    107 gleichmässig verteilt wird und dann  durch die Erdelektrode 8 und das Barüber  laufende Transportband 5 hindurch,

   am     Zuk-          ker    vorbei und durch die     Hochpotentialelek-          trode    32 nach oben streicht     und    dabei den      Dampf, der aus dem     unter    Hochfrequenz ste  henden Zucker austritt, aufnimmt und nach  oben mitnimmt. Die zugeführte Warmluft  muss so warm sein, dass der aus dem Zucker  ausgetriebene Dampf nicht kondensiert. Der  Luftabsaugventilator 110 saugt das     Dampf-          Luftgemisch    durch das Abluftsieb 108 und  den Luftkanal 109 an und bläst das     Dampf-          Luftgemisch    durch den Abluftkanal 111 aus.  



  Der Luftzufuhrventilator 101 und der Luft  absaugventilator 110 sind auf derselben Achse  montiert und werden durch den dazwischen  gekuppelten Nebenschluss-Kommutatormotor  112, wie beispielsweise in Fig.2 dargestellt  ist, oder durch ein Getriebe so regulierbar  angetrieben, dass die Tourenzahl der beiden  Ventilatoren im Verhältnis von mindestens  1 : 2 verändert werden kann.  



  Den Kühltunnel 3 (Fug. 1, 3 und 5) durch  läuft das Transportband 5 auf dem Gleittisch  9 gleitend. Der Gleittisch 9 ist gebaut wie die  Erdelektrode 8 aus zwei oder mehreren  U-eisenförmigen Blechen, deren Stege 9b der  art gelocht sind, dass die Durehlässigkeit etwa  60-80 %o beträgt. Die aneinanderliegenden  Flanschen 9c der Bleche sind verschweisst,  und der ganze Gleittisch 9 liegt auf den Win  kelträgern 83 unverrückbar fest auf.  



  Die Luftumwälzanlage der Kühlzone B  (Fug. 1, 3 und 5) weist einen Luftzufuhrven  tilator 121 auf, der über den Ansaugkanal  122 atmosphärische Luft ansaugt und durch  den Staubfilter 123 mit Tropfenabscheider in  den Zufuhrkanal 124 bläst. Im Zufuhrkanal  124 verteilt sich die Kühlluft in so viele  Zweigleitungen 125-125c, als die Kühlzone B  Kammern aufweist.

   Um die Lufttemperatur  in den verschiedenen Zweigleitungen 125 nach  Belieben regulieren zu können, entsprechend  der Temperatur der angesaugten Aussenluft  und den Temperaturanforderungen der Küh  lung in der     Kühlzone    B, sind in diese Zweig  leitungen 125 nach Bedarf entweder elek  trische Lufterhitzer 126 oder Luftkühler 127  mit Tropfenfänger-Wasserabscheider und  dazugehörenden Kältemaschinengruppen 128  eingebaut oder, wo erforderlich, Lufterhitzer    126 und Luftkühler 127     gleichzeitig    in ein  und derselben Zweigleitung 125-125c.  



  In Fig.1, 3 und 5 wird beispielsweise die  vom Luftzufuhrventilator 121 in den Luft  zufuhrkanal 124 geblasene Luft der Anzahl  der Kammern in der Kühlzone B entspre  chend in die vier Zweigleitungen 125, 125a,  125b und 125c verteilt. Im vorliegenden Bei  spiel ist eingebaut in die Zweigleitung 125  ein Lufterhitzer 126, in 125a und 125b je  ein Lufterhitzer 126 und ein Luftkühler 127  mit. den dazugehörenden Kältemaschinen  gruppen 128, während 125c lediglich einen  Luftkühler 127 mit     Kältemaschinengruppe     128 aufweist.

   Die dergestalt auf die Erforder  nisse temperierte Luft     gelangt    von oben in  die Kammern 4 der Kühlzone B und passiert  durch das die ganze Kammer überspannende       Luftverteilsieb    130 und zieht regelmässig ver  teilt von oben nach unten am Zucker vorbei,  kühlt denselben ab und dringt durch das  Transportband 5 und den Gleittisch 9 nach  unten, w o die Luft durch das     Absaugsieb    131  vom     Abluftventilator        13.1    über den Luft  ansaugkanal 132 und den     Sammelkanal    133  angesogen und durch den     Abluftkanal    135 ab  befördert wird.  



  Auch hier sind die beiden Ventilatoren 121  und 134 auf einer gemeinsamen Achse mon  tiert und beispielsweise mit einem dazwischen  geschalteten     Nebensehluss-Kommutatormotor     136 im     Tourenzahlbereich    bis zum Verhältnis  1 :2 beliebig zu variieren, so dass neben der  beliebigen Temperaturregulierung durch die  Lufterhitzer 126 und die Luftkühler<B>1217</B> auch  das     Umwälzvolumen    der Luft den Erforder  nissen entsprechend     reguliert    werden kann.  



  Mit Hilfe dieser Einrichtung lässt sich das  Verfahren wie folgt durchführen: Der auf  das     Transportband    aufgebrachte feuchte     Zuk-          ker    wird in der ersten Kammer einer so star  ken     Hochfrequenzleistung    ausgesetzt,     da.ss    in  nerhalb von 5     Sekunden    die eingeschlossene  Flüssigkeit auf Siedetemperatur gebracht  wird, und zwar derart, dass der Zucker nicht  eine     zn    hohe Temperatur erreicht. Während  der weiteren Trocknung in der Trockenzone  A wird die Hochfrequenz so weit gedrosselt,      dass immer nur die Energie zugeführt wird,  die zur Verdampfung der Flüssigkeit notwen  dig ist.

   Bei Beginn des Prozesses zum Beispiel  wird in einer bestimmten Zeitspanne wesent  lich mehr Flüssigkeit verdampfen als in der  gleichen Zeitspanne am Ende des Trock  nungsprozesses, entsprechend ist die zuge  führte Energie bei Beginn der Trocknung  wesentlich höher.  



  Die in Dampfform austretende Feuchtig  keit wird mittels eines Heissluftstromes ab  gesaugt. Dieser Heissluftstrom wird unter  Verwendung der aus dem Hochfrequenzgene  rator austretenden Warmluft mit dem Luft  erhitzer 104 und dem Luftzufuhrv entilator  101 erzeugt und in die Trockenkammer gelei  tet. Dieser Heissluftstrom muss mindestens die  Temperatur des ausgetriebenen Dampfes  haben, so dass dieser nicht kondensieren kann.  Die Temperatur dieses Heissluftstromes wird  nun von Kammer zu Kammer bei fortschrei  tender Verdampfung gesenkt, wobei auch die  Luftgeschwindigkeit reduziert werden kann.  In dem anschliessenden Kühltunnel, in dem  keine Hochfrequenzeinwirkung mehr stattfin  det, wird der Zucker durch Luftstrom mit  Hilfe des Luftzufuhrventilators 121 und des  Zufuhrkanals 124 nach und nach auf Zimmer  temperatur gebracht.

   Dabei kühlt sieh der  Zucker von aussen nach innen ab, so dass in  einer letzten Kammer des Kühltunnels eine  nochmalige Warmluft auf den Zucker ein  wirkt, damit die Temperaturdifferenz zwi  schen dem Kern des Zuckerkörpers und der  Oberfläche ausgeglichen wird.  



  Sollen mit einer bestimmten Anlage Zucker  verschiedenen Feuchtigkeitsgrades getrocknet  werden, braucht nur die Durchlaufgeschwin  digkeit erhöht bzw. vermindert zu werden,  während alle andern Einstellungen (Hochfre  quenzenergie, Heisslufttemperatur usw.) in  den einzelnen Kammern weitgehend unverän  dert bleiben können.  



  Durch dieses beschriebene Verfahren wird       einerseits    erreicht, dass der Zucker keinerlei  Bedingungen ausgesetzt wird, die ihn schädi  gen, was bei bisher gebräuchlichen Verfahren  der Trocknung mit Hloehfrequenz nicht immer    der Fall war, anderseits     wird    gegenüber diesen  bisher gebräuchlichen     Verfahren    eine Ener  gieeinsparung von     601/o    erlangt, da die Hoch  frequenzleistung nur in den ersten Sekunden  voll einwirkt und danach fortlaufend vermin  dert wird.

Claims (1)

  1. PATEN TANSPR,L CHE I. Verfahren ziun Trocknen von Zucker in Körperform mittels IIochfrequenz, dadurch gekennzeichnet, dass ein bestimmtes Quantum des zu trocknenden Zuckers zunächst einer Hochfrequenzerwärmung ausgesetzt wird, wel che die im Zucker enthaltene Feuchtigkeit in nerhalb eines Zeitraumes von maximal fünf Sekunden auf Siedetemperatur erwärmt, wor auf zur Verdampfung der erwärmten Feuch tigkeit die Hochfrequenzleistung fortschrei tend herabgesetzt wird und gleichzeitig ein Heissluftstrom zum Abführen der Dämpfe zur Anwendung kommt, der ein Kondensieren der Dämpfe verhindert,
    dessen Temperatur @ je doch der fortschreitenden Verdampfung ent sprechend bis zur Abkühlung der Oberfläche des Zuckers gesenkt wird, worauf die Tem peratur des Luftstromes zum Ausgleich der Innen- und Aussentemperatur des Zuckers er neut gesteigert und anschliessend darauf ge senkt wird, bis zum völligen Temperaturaus gleich des zu trocknenden Zuckerkörpers auf Raumtemper atur. II. Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens gemäss Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen Trockentunnel mit einer Trocken zone und einer Kühlzone,
    welche Zonen aus einer Anzahl voneinander -unabhängiger Kam mern gebildet sind, die zum Trocknen und Abkühlen des von einem Transportband durch die Kammern geführten Zuckers dienen, von denen eine Anzahl für den Trockenprozess mit Hochfrequenzheizung und Luftzufuhr einge richtet ist, wobei zu jeder Kammer Mittel vor gesehen sind, um sowohl die Hochfrequenz als auch die Heissliüt, letztere in bezug auf Tem peratur und Menge, in jeder Kammer zu do sieren, ferner dadurch gekennzeichnet,
    dass in der Kühlzone jede Kammer separat an eine Luftleitung angeschlossen ist und Mittel vor- gesehen sind, um die Temperatur und die Luftmenge einzustellen. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der zu trocknende Zucker auf einer isolierenden Unterlage zwi- sehen Hochpotential- und Erdelektroden hin durchgeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Durchlauf geschwindigkeit des Zuckers dem Gehalt an Feuchtigkeit des zu trocknenden Zuckers ent sprechend eingestellt wird. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kammer der Trockenzone mit einem Hochfrequenz- und einem Luftkonditionierungsaggregat ver sehen ist und ein selbständiges Ganzes bildet. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass einer Anzahl Kühlkammern eine gemeinsame Luftkonditio nierungsanlage zugeordnet ist. 5. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kammer der Kühlzone Wärmeaustauscher zugeordnet sind. 6. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein Transport band aus einem dielektrischen Material zum Transport des Zuckers dient, das im Bereich der beim Trockenvorgang entstehenden Wärme beständig und geruchlos ist. 7.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwin digkeit des Transportbandes regulierbar ist. B. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Transport band aus einem Nylongespinst hergestellt ist. 9. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstrah- lungs- und Aufnahmeflächen der Elektroden luftdurchlässig sind. 10. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprueh 10, dadurch gekennzeich net, dass die Elektroden eine Lochung aufwei sen, die mindestens 50 % der Elektrodenfläehe ausmacht. 11. Einrichtung nach Patentansprueh II, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Hochpotentialelektroden zum Trockengut re gulierbar ist. 12.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode dem Transportband als Gleitunterlage dient. 1.3. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Hochfrequenzgenerator und der Hoehpoten- tialelektrode ein Anpassungsglied eingeschal tet ist, mittels welchem die Hoehfrequenz- energie reguliert wird.
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