Verfahren zur Herstellung eines wasserdichten Lederhandschuhs und nach dem Verfahren <B>hergestellter Lederhandschuh</B> Die vorliegende Erfindung bezieht sieh auf ein Verfahren zur Herstellung eines wasserdichten Lederhandschuhs sowie auf einen nach diesem Verfahren hergestellten wasserdichten Handschuh.
Die nach bisherigen Verfahren durch Im- prägmierung des Leders wasserdieht gemach ten Lederhandschuhe sind nur für die erste Zeit ihres Gebrauches wirklich wasserdicht. Je nach Strapazierung der Handschuhe ver lieren diese jedoch sehr bald ihre Wasserun durchlässigkeit.
Nach der Erfindung sollen nun Lederhandschuhe durch eine Einlage wasserdicht gemacht werden. Der Einbau einer solchen Einlage begegnet jedoch nicht unerheblichen Schwierigkeiten. Ein neuer Handschuh muss, um eine gute Passform zu besitzen, etwas schmäler und länger sein als die Hand, da sich infolge der Dehnbarkeit des Leders der Handschuh beim Anziehen weitet und infolgedessen entsprechend der Ausdehnung kürzer wird. Würde nun die wasserdichte Einlage, die nur wenig oder gar nicht dehnbar ist, in der gleichen Grösse wie der Lederhandschuh in diesen eingefügt, so würde die Einlage eine Dehnung des Hand sehuhs verhindern.
Würde man jedoch eine genügend weite Einlage einfügen, so würde die Einlage zu lang, was sieh bei der beim Anziehen des Handschuhs eintretenden Ver kürzung des Lederteiles durch unangenehm wirkende Faltenbildung der Einlage bemerk bar machen würde.
Um die angeführten Schwierigkeiten zu beseitigen, wird nach dem erfindungsge mässen Verfahren die Einlage mit dem für die nächst grössere Handsehuhnummer be stimmten Messer ausgestanzt, so dass zwischen der Handschuheinlage und dem Handschuh ein Grössenunterschied im Ausmass einer Handsehuhkalibernummer besteht. Die nun zu langen Finger der Einlage worden, durch Abschneiden gekürzt wonach die so erhaltene Einlage gesteppt und in den Handschuh ein gefügt wird.
Es folgt ein Ausführungsbeispiel des Ver fahrens.
Die Einlage wird mit dem Messer der nächst grösseren Kalibernumm.,er des Hand- .chuhs ausgestanzt, so dass zwischen Hand schuheinlage und Handschuh ein Grössen- unterschied im Ausmass einer Kalibernummer besteht. Diese Einlage weist dann -gerade die Weite auf, welche dem angezogenen ausge weiteten Hand Schuh entspricht.
Da die Finger der in dieser Weise hergestellten Einlage länger sind als die Finger des nach dem An ziehen ausgeweiteten Handschuhs, werden die Finger der Einlage um etwa 6 inm gekürzt. Nach dieser Kürzung wird die Einlage ge steppt und dann in den Lederhandschuh in üblielier Weise eingefügt. Als wasserundurchlässige Einlage kommt vor allem ein erstklassiges, fein gewobenes Zelttuch in Frage. Ferner können hierfür im prägnierte Futterstoffe verwendet werden.
Als Einlage können auch doppellagige Stoffe zweier verschiedener Materialien verwendet werden. Im diesem Fall kann die innere, an der Hand anliegende Lage aus einem wärmeiso lierenden Material, z. B. Wollstoff, Woll- trikot, Flanell, Lammfell usw. bestehen, während die äussere Lage aus einem wasser undurchlässigen Stoff, z. B. einem feinen Zelttuch, einem feinen imprägnierten Tuch oder aus Ölseide, Kunststoff usw. bestehen kann.
Der in der beschriebenen Weise herge stellte Lederhandschuh zeichnet sieh durch gute Passform aus, da die wasserdichte Ein lage beim Anziehen des Lederhandschuhs keine Falten wirft.
Method for producing a waterproof leather glove and leather glove produced by the method The present invention relates to a method for producing a waterproof leather glove and to a waterproof glove produced by this method.
The leather gloves made waterproof by impregnation of the leather according to previous methods are only really waterproof for the first time they are in use. However, depending on how hard the gloves are, they will soon lose their impermeability to water.
According to the invention, leather gloves are now to be made waterproof by an insert. However, the installation of such an insert encounters not inconsiderable difficulties. In order to have a good fit, a new glove has to be a little narrower and longer than the hand, since the elasticity of the leather means that the glove expands when it is put on and consequently becomes shorter as it expands. If the waterproof insert, which is only slightly or not at all stretchable, was inserted into the leather glove in the same size as the leather glove, the insert would prevent the glove from stretching.
However, if you were to insert a sufficiently wide insert, the insert would be too long, which would make noticeable when you put on the glove when the leather part is shortened by uncomfortable wrinkling of the insert.
In order to eliminate the difficulties mentioned, according to the method according to the invention, the insert is punched out with the knife intended for the next larger glove number, so that there is a size difference between the glove insert and the glove in the amount of a glove caliber number. The fingers of the insert that are now too long have been shortened by cutting, after which the insert thus obtained is quilted and inserted into the glove.
An embodiment of the process follows.
The insert is punched out with the knife of the next larger caliber number of the glove, so that there is a size difference between the glove insert and the glove by the size of a caliber number. This insert then has-just the width that corresponds to the worn out widened hand shoe.
Since the fingers of the insert produced in this way are longer than the fingers of the glove that has been expanded after pulling on, the fingers of the insert are shortened by about 6 inches. After this shortening, the insert is quilted and then inserted into the leather glove in the usual way. A first-class, finely woven tent cloth is particularly suitable as a waterproof insert. Furthermore, impregnated lining materials can be used for this purpose.
Double-layer fabrics made from two different materials can also be used as an insert. In this case, the inner, lying on the hand layer made of a heat-insulating material such. B. wool, wool tricot, flannel, lambskin, etc., while the outer layer of a water-impermeable material, z. B. a fine tent cloth, a fine impregnated cloth or oil silk, plastic, etc. can consist.
The leather glove produced in the manner described is characterized by a good fit, since the waterproof insert does not wrinkle when the leather glove is put on.