CH296166A - Kontaktumformer mit parallel zu den Kontakten liegenden Nebenwegen. - Google Patents
Kontaktumformer mit parallel zu den Kontakten liegenden Nebenwegen.Info
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Description
Kontaktumformer mit parallel zu den Kontakten liegenden Nebenwegen. Bekanntlich lassen sich durch gewisse Mittel, zum Beispiel Primärventile oder Schaltdrosseln, die Kontakte von mecha nischen Gleichrichtern weitgehend vom Schaltfeuer entlasten. Zur restlosen Beseiti gung des Schaltfeuers ist es bekannt, Neben wege, zum Beispiel Kondensatoren, direkt oder indirekt parallel zu den Kontakten zu legen oder den Umspanner bzw. die Schalt drosseln vorzuerregen. Verwendet man in den Nebenwegen Ohmsche Widerstände, so treten in ihnen unerwünschte Verluste auf. Verwendet man Kondensatoren, so besteht die Gefahr, dass sich Schwingungen ausbilden und dass im Einschaltaugenblick sich die Kondensatoren stossartig über die Kontakte entladen, was deren Lebensdauer gefährdet.
Eine Verwendung von normalen Induktivi- täten in den Nebenwegen ist nicht ohne wei teres möglich, da die Nebenwege beim Öff nen der Kontakte plötzlich deren Strom ohne nennenswerten. Spannungsabfall übernehmen müssen. Durch die erwähnten Entlastungs mittel beträgt der Strom in den Kontakten kurz vor der Öffnung auch bei grossen Um formern nur einige Ampere. Ein Nebenweg, welcher fähig ist, diese Restströme ohne wesentlichen Spannungsabfall (kleiner 10...
20 V) plötzlich aufzunehmen, welcher jedoch darüber hinaus, das heisst für grosse Strom stärken, undurchlässig ist, ergibt besonders günstige Betriebsbedingungen, vor allem dann, wenn die Umformer in ihrer Spannung geregelt werden sollen, und wenn Schaltungen verwendet werden, in denen für je zwei Kon takte nur eine einzige Schaltdrossel benutzt wird, wie es mit Rücksicht auf den Preis der Schaltdrossel erwünscht ist. Die Erfindung betrifft einen Kontakt umformer mit parallel zu den Kontakten liegenden Nebenwegen. Erfindungsgemäss sind die Nebenwege, welche zur Entlastung der Kontakte von Schaltfeuer dienen, in wenigstens einer Stromrichtung nur bis zu bestimmten Stromwerten durchlässig, dar über hinaus für den Stromdurchgang ge sperrt.
In den Nebenwegen können gegen einandergeschaltete Ventile, zum Beispiel Trockengleichrichter, Gasentladungsventile oder vormagnetisierte Drosselspulen, vorge sehen sein, die durch einen Hilfsstrom derart vorbelastet sind, dass sie in der Sperrichtung einen Strom bis zur Grösse des Hilfsstromes ohne wesentlichen Spannungsabfall durch lassen. Die Nebenwege sind zweckmässig zwischen den Anodenzuleitungen angeordnet.
In der Zeichnung sind verschiedene Aus führungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 die grund sätzliche Anordnung eines Nebenweges finit zwei gegeneinandergeschalteten Ventilen und drei zur Vorbelastung bzw. Begrenzung des Stromdurchgangs dienenden Drosseln. In den Fig. la bis 1c sind Abänderungen der Be grenzungsschaltung dargestellt. Die Kurven darstellung in Fig. 2 dient zur Erläuterung.
In Fig. 1 sind zc und v die Wicklungen zweier einander ablösender Phasen eines Gleichrichters in Brückenschaltung. Die Kon takte 1 und 2 arbeiten auf die positiven, die Kontakte 1' und 2' auf die negativen Gleich stromschienen. Die übrigen Phasen sind nicht dargestellt. Der Nebenweg für die Kontakte 1 und 1' ist zwischen die Punkte<I>A</I> und<I>B</I> geschaltet und besteht im wesentlichen aus zwei gegeneinandergeschalteten Trocken gleichrichtern 3 und 4. Aus einem Hilfs transformator 5 sind diese Ventile mit einem durch Drosseln 6, 7 und 8 begrenzten Wech selstrom mit einer Stromstärke il bzw. i2 vorbelastet.
In der Halbwelle, in der die Spannung des Hilfstransformators 5 die durch den Pfeil 9 angezeigte Richtung hat, kann ein Strom i2 durch das Ventil 4 fliessen. Der Nebenweg ist also in Richtung von A nach B durchlässig für Ströme bis zur Grösse des Hilfsstromes i2, darüber hinaus sperrt das Ventil, während in der entgegengesetzten Richtung das Ventil 3 undurchlässig ist, also überhaupt kein Strom in der Richtung von <I>B</I> nach<I>A</I> über die Ventile fliessen kann.
Eine halbe Periode später ändert sich die Phasenlage der Spannung im Hilfstrans formator 5, der Strom i2 kann nicht mehr fliessen, dafür fliesst der Strom il durch das Ventil 3, der Nebenweg ist also in der Rich tung von<I>B</I> nach<I>A</I> durchlässig für Ströme bis zur Grösse von il; in entgegengesetzter Richtung ist er durch das Ventil 4 vollständig gesperrt. Auf diese Weise hat man einen Nebenweg, welcher nur"gerade die Restströme der Schaltdrossel 10 beim Öffnen der Kon takte 1 bzw. l' aufzunehmen vermag.
Im gezeichneten Schaltaugenblick sind beide Kontakte 1 und 2 geschlossen, der Laststrom Il ist bereits auf die Phase v übergegangen (I2), die Schaltdrossel 11 in dieser Phase ist also gesättigt. Der Anschluss des Nebenweges an den Punkt B ist daher gleichwertig mit einem Anschluss an den Punkt B', das heisst, der Nebenweg liegt in diesem Zeitpunkt parallel zum Kontakt 1, welcher im Begriff ist, zu öffnen.
12 und 13 sind Einschaltdrosseln, welche verhindern, dass beim Schliessen der Kontakte der Strom mit zu grosser Steigung einsetzt, was Kontaktfeuer zur Folge haben würde. Man kann diese Einschaltdrosseln auch mit den Drosseln 10 und 11 zusammenwickeln. In diesem Fall ist es zweckmässig, in den Nebenweg eine gesonderte, in bekannter Weise vorerregte Einschaltdrossel 14 ein zuschalten. Unter Umständen kann es von Vorteil sein, zum Beispiel als Schutz gegen Durchschlag der Ventile 3 und 4, in den Nebenweg eine grosse Kapazität C oder einen kleinen Widerstand -r' mit einzuschalten. Den Kondensator kann man durch einen Widerstand R überbrücken, damit sich keine Ladung auf ihm ansammelt.
Nebenwege der in Fig. 1 gezeichneten Art können gleichzeitig zur Vorerregung der Schaltdrossel 10 verwendet werden, man kann aber auch den Schaltdrosseln eine ge sonderte Vorerregung geben. Statt die Neben wege zwischen die Phasen zu schalten, kann man sie auch direkt als Überbrücker parallel zu den Kontakten legen; allerdings liegen sie dann u. U. an grösserer Spannung, so dass die Ventile 3 und 4 mit grösserer Sperrspan nung beansprucht werden. Durch die ge zeichnete Anordnung lässt sich ein sehr flacher Verlauf der anspringenden Spannung erzielen, wie er in Fig. 2 dargestellt ist, und zwar ohne wesentliche Leistungsverluste im Nebenzweig.
Im Zeitpunkt t"" schliesst der Kontakt 2. In diesem Augenblick beginnt der Strom 12 anzusteigen. Der Strom Il er reicht im Zeitpunkt t' den Reststromwert, welcher durch die vorerregte Schaltdrossel 10 gegeben ist.
Im Zeitpunkt & t"". öffnet der Kontakt 1, der bis zu diesem Augenblick fliessende Strom nimmt jetzt seinen Weg durch den Nebenweg<I>A</I> bis<I>B</I> und findet auf diesem Wege nur einen verschwindenden Spannungsabfall von der Grösse<I>A u.</I> Dieser kleine Spannungsabfall erscheint als Span nung an dem gerade geöffneten Kontakt 1, , und zwar bis zum Ende t" der Stufe der Schaltdrossel 10. Erst nach diesem Zeitpunkt beginnt die Spannung u auf grosse negative Werte anzusteigen. Der Kontakt ist also durch die gezeichnete Anordnung auf ideale Weise von der anspringenden Spannung ent lastet.
Um die Spannung 4 u, klein zu halten, verwendet man Ventile mit möglichst kleinem Widerstand in Durchlassrichtung. Gegebe nenfalls kann die Spannung durch eine kleine Zusatzspannung b u im Nebenweg kompen siert werden.
In Fig. la ist eine andere Ausführungs form des Sperrelementes angedeutet. In Fig. la wird der Vorstrom durch eine Gleich spannung im Stromkreis der Drossel 7 ge trieben. Man erhält mit dieser Schaltung ein Sperrelement, das in jedem Augenblick in jeder der beiden Richtungen bis zur Grösse des Vorstromes durchlässig ist.
Durch die Erfindung gewinnt man bei Grossumformern erheblichen Spielraum in der Bemessung der Schaltdrosseln, so dass letztere beispielsweise mit verhältnismässig viel Eisen und vielen Windungen gebaut wer den können, was sich günstig auf ihre Induktivität und auf ihre Wicklungsverluste auswirkt. Es erscheint möglich, mit der Er findung Umformer bis zu Leistungen von 10000 kW je Einheit zu bauen, wobei man beispielsweise eine sechsphasige Brücken schaltung verwenden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kontaktumformer mit parallel zu den Kontakten liegenden Nebenwegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Nebenwege, welche zur Entlastung der Kontakte von Schaltfeuer dienen, in wenigstens einer Stromrichtung nur bis zu bestimmten Stromwerten durch lässig, darüber hinaus jedoch für den Strom durchgang gesperrt sind. UNTERANSPRÜCHE: 1. Kontaktumformer nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass in den, Nebenwegen gegeneinandergeschaltete Ven tile vorgesehen sind, die durch einen Hilfs strom derart vorbelastet sind, dass sie in der Sperrichtung einen Strom bis zur Grösse des Hilfsstromes ohne wesentlichen Spannungs abfall durchlassen. 2.Kontaktumformer nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Nebenwege zwischen den Anodenzuleitungen angeordnet sind. 3. Kontaktumformer nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hilfsspannung von einem Hilfstransformator (5) geliefert wird, an dessen Sekundärwick lung drei Drosseln (6, 7, 8) in der Weise an geschlossen sind, dass eine Drossel (7) die Mitte der Sekundärwicklung mit dem Mittelpunkt zwischen den beiden Ventilen (3, 4) und jede der beiden andern Drosseln (6, 8) ein Ende der Sekundärwicklung mit den andern Klemmen der Ventile verbindet. 4.Kontaktumformer nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass in dem Nebenweg als Schutz gegen Durchschlag der Ventile ein. Ohmscher Widerstand (r) in Reihe mit einem Kondensator (C) geschaltet ist und zu dem letzteren, zur Verhinderung einer ständigen Ladung ein weiterer Ohmscher Widerstand (R) parallel geschaltet ist. 5.Kontaktumformer nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass in den Anodenzuleitungen sättigbare Schaltdrosseln. (10, 11) sowie besondere Einschaltdrosseln (12, 13) vorhanden sind. 6. Kontaktumformer nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die drei Drosseln (6, 7, 8) zu einem Sternpunkt zusammengefasst und der mittleren Drossel (7) eine Gleichspannungsquelle vorgeschaltet ist.
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1951
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