CH293233A - Zweitakt-Brennkraftmaschine mit Gleichstromspülung. - Google Patents
Zweitakt-Brennkraftmaschine mit Gleichstromspülung.Info
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Description
Zweitakt-Brennkraftmaschine mit Gleichstromspülung. Die Erfindung bezieht sieh auf Zweitakt- Brennkraftmaschinen mit Gleichstromspülung mit wenigstens einem Arbeitszylinder, auf dessen Arbeitskolben ein Steuerrohr angeord net ist.
Die Erfindung zeichnet sieh dadurch aus, class im Innern des Steuerrohres ein Steuer kolben vorhanden ist, der in Abhängigkeit von der Bewegung des Arbeitskolbens so gesteuert ist, dass die Austrittsöffnungen für die Ver brennungsgase eher als die Eintrittsöffniuigen für die Frisehgase öffnen und auch früher schliessen als diese.
In der beigefügten Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig.1 einen Längsschnitt nach I-1 der Fig.4 durch die Brennkraftmaschine im Au genblick des Beginnes der Öffnung der Aus lasssehlitze für die Verbrennungsgase, Fig. 2 dasselbe im Augenblick der äussern Totpunktlage des Arbeitskolbens, Fig. 3 dasselbe bei geschlossenen Auspuff schlitzen,
Fig. -1 einen unmassstäbliehen Querschnitt durch den Arbeitszylinder gemäss der Linie IV-IV in Fig.1 und Fig. 5 eine Variante eines Teils der Ma schine.
Die in Fig. 1 bis 5 veranschaulichte Brenn- kraftniaschine weist einen Arbeitszylinder 10 auf, der teilweise von einem Mantelraum 11 zum Durchleiten von Kühlwasser umschlossen ist. Der im Innern des Zylinders 10 verschieb bar untergebrachte Arbeitskolben 12 steht über eine Pleuelstange 13 mit einer durch 14 angedeuteten Kurbelwelle in Wirkverbindung und besitzt an seinem von der Kurbelwelle ab gekehrten Ende ein aufgesetztes Steuerrohr 15, welches den Arbeitsraum 16 des Zylinders durchdringt und in einem verengten Teil 17 des Zylinders geführt ist.
Am Steuerrohr 15 sind gleichmässig über dessen Umfang verteilte Auspufföffnungen<B>18</B> vorhanden, die gemäss Fig. 2 in der äussern Totpiniktlage des Arbeits kolbens und während einiger Kurbelgrade vor und nach dieser Totpunktlage mit dem Ar= beitsraum 16 des Zylinders korrespondieren, sonst aber vom Führungsteil 17 verdeckt sind.
Ein Einlassstutzen 19 für das brennbare Frischgasgemisch führt auf der Höhe der Ebene ITT IV (Fig.1) so in den Zylinder 10 hinein, dass die Frischgase während der innern Totpunktlage des Arbeitskolbens 12 in den hinter dem Kolben liegenden und mit der Kurbelkammer 20 in Verbindung stehenden Raum einströmen können.
Symmetrisch zur Ebene IV-IV sind in gleichmässigen Abstän den längs des Umfanges des Zylinders meh rere iTberströmkanäle 21 angeordnet, die gemäss Fig. 2 in der äussern Totpunktlage des Kolbens 72 mit dem Arbeitsraum 16 des Zylin ders korrespondieren und in welche über gleichmässig am Umfang des Kolbens 12 ver teilte Durchlassöffnungen 22 die Frischgase aus der als Vorverdichtungsraum dienenden Kurbelkammer 20 hineinströmen können.
Die Auspufföffnungen 18 am Steuerrohr 15 werden durch einen Steuerkolben 23 ge steuert, der längsverschiebbar im Innern des Steuerrohres untergebracht ist und an sei nem von der Kurbelwelle abgekehrten Ende eine Ablenkspitze \?4 trägt.
Der Steuerkolben 23 steht. mittels eines Hebelsystems mit dem Arbeitskolben 12 einerseits und dessen Pleuel 13 anderseits in Wirkverbindung. Eine am Steuerkolben angelenkte Schubstange 25 ist gelenkig mit einem bei 26 schwenkbar am Ar beitskolben gelagerten L bersetzungshebel ?7 in Verbindung, der seinerseits über einen Lenker 28 mit einem starr am Pleüel 13 befestigten Arm 29 verbunden ist,
der bei der Bewegung des Pleuels um dessen zur Verbindung mit dein Arbeitskolben 12 dienende Sehwenkachse 30 schwenkt.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Brennkraftmasehine, welche im Zweitakt und mit Gleiehstromspülnng arbeitet, ist kurz wie folgt: In Fig.l befindet sieh der Arbeitskolben 12 nach der Verbrennung der im Arbeitsraum 16 des Zylinders 10 vorhandenen Gase kurz vor der äussern Totpunktlage. Der Einlassstut- zen 19 für die Frisehgase ist durch den Kol ben gegen die Kurbelkammer ?0 abgesperrt, ebenso sind die überströmkanäle 21 durch den Arbeitskolben 12 noch gegen den Arbeitsraum 1.6 des Zylinders abgesperrt.
Die Auspufföff nungen 18 im Steuerrohr 1.5 sind ebenfalls noch durch die Führungswandung 17 ver deckt, werden aber bei der weiteren Drehung der Kurbelwelle in Richtung des Pfeils P im nächsten Augenblick freigegeben. Fig. ? zeigt die Verhältnisse in der äussern Totpunktlage des Arbeitskolbens 12.
Die Verbrennungsgase können aus dem Raum 16 durch die Öffnun gen 18 im Steuerrohr gemäss den eingezeich neten Pfeilen entweichen, wobei die Ablenk- spitze 24 des in diesem Augenblick noch unter halb des Bereiches der Auspufföffnungen 18 liegenden Steuerkolbens 23 ein wirbelungs- freies Ausströmen der Verbrennungsgase ge währleistet.
Jetzt sind aueh die Überström- kanäle 21 mit dem Arbeitsraum 16 des Zylin ders in Verbindung getreten, so da.ss die wäh- rend des Arbeitshubes vom Kolben 12 vorver- dieliteten Frisehgase aus der Kurbelkammer 20 gemäss den in Fi". <U>2</U> eingezeichneten StrÖ- inun gspfeilen in den Arbeitsraum des Zylin ders überströmen und die Verbrennungsgase
vor sich her schiebend durch die Auspufföff nungen 18 verdrängen. Unmittelbar nach der Totpunktlage des Arbeitskolbens 12 sehwenkt die Pleuelstange 13 in die in Fig. 3 dar;-estellte Seliräglage, so dass der starre Arm<B>29</B> des Pleuels nach oben sehwenkt und mittels des Lenkers '?8 auch den L'bersetzungshebel ? 7 zu einer Schwenkung naeh oben veranlasst.
Diese: Aufwärtsbewegung iiberträgt sieh mit Hilfe der Schubstau -e 25, vergrössert auf den Steuerkolben 23, der sieh demzufolge vor die Austrittsöffnungen 7.8 im Steuerrohr schiebt und dieselben schliesst.. Der Arbeitskolben 12 beginnt nun ebenfalls sich aufwärts zu bewe gen, wobei die Bewegung des Steuerkolbens 23 wegen der Übersetzung im Hebelsystem 25-29 jedoch der Aufwärtsbewegung des Arbeitskol bens vorauseilt.
Die Auslassöffnungen 18 wer den daher zeitlich vor den L berströmkanälen 21 geschlossen mit dem Ergebnis, dass die Auf füllung des Arbeitsraumes 16 des Zylinders noch weiter-ehen kann, was eine erhöhte Lei stung bei verhältnismässig geringerem Brenn stoffverbrauch zur Folge hat.
Bei der nun folgenden Kompressionsbewe- gLtng des Kolbens 1.2 bleiben sowohl die Aus- pufföffnungen 18 als auch die Überström- kanäle 21 gegen den Arbeitszylinder abge sperrt, und in der innern Totpunktlage des Kolbens wird der Einlassstutzen 19 vom Kol ben 12 freigegeben, so dass Frisehgase in die Kurbelkammer 20 einströmen können.
-Nacli der Zündung des ini Arbeitsraum 16 kompri mierten Gasgemisebes bewegt sieh der Kolben 12 wieder in die in Fi-. 1 gezeigte Lage, wäh rend welcher Bewegung- er die Frisehgase in der Kurbelkammer 20 vorverdielitet. Der Steuerkolben 23 wird während der Bewegung des Pleuels 1.3 wieder nach unten geschoben, so dass die Atislassöffnung-eii 18 unmittelbar nach dem in Fio,
.l dar-estellten Augenbliek wieder mit dem Arbeitsraum des Zylinders in Verbindung treten. Die Verhältnisse sind so getroffen, dass die Auslassöffnungen für die Verbrennungsgase eher als die Überström kaniile 21 öffnen und früher als diese schlie ssen, was ein einwandfreies Arbeiten des Zwei taktmotors ermöglicht.
Aus dem Gesagten geht hervor, dass sowohl die Auslassöffnungen 18 am Steuerrohr als auch die Lberströmkanäle 21 am Zylinder 10 wie auch die Durchtrittsöffnungen 22 am Kolben 12 je in gleichmässigen Abständen längs des Umfanges der betreffenden Teile angeordnet sind, wodurch ein Verziehen dieser Teile praktisch unmöglich ist. Die Öffnungen zum Einlassen der Frisehgase und zum Aus puff der Verbrennungsgase befinden sieh an i,titgc(),engesetzten Enden des Arbeitszylinders.
Fig. 5 zeigt eine Teilvariante zur beschrie benen Ausführungsform der Brennkraft- rtlasehine, wobei zum Antrieb des Steuerkol bens 23 eine Zahnradübersetzung in Verbin dung mit einem Hebelsy stein verwendet wird. Der Pleuel 13 ist gemäss Fig. 5 mit einem zu seiner Schwenkachse 30 koaxialen Zahnradsek tor 31 starr verbunden. Ein im Durchmesser entsprechend der erforderlichen Übersetzung kleineres Zahnrad 32 steht mit dem Zahnrad sektor 37 in Eingriff und ist drehbar am Ar beitskolben 12 gelagert.
Ein Schwenkarm 33 ist starr am Zahnrad 32 befestigt und steht mit der als Lenker ausgebildeten Schubstange <B><U>'15</U></B> des Steuerkolbens in Verbindung. Die Wir kungsweise dieses Mechanismus zur Betäti g nng des Steuerkolbens 23 geht aus Fig.S ohne weiteres hervor und ist analog dem ersten Ausführungsbeispiel.
Bei allen gezeigten Ausführungsbeispielen können die Zylinder in einer beliebigen An zahl in einer Reihe angeordnet sein oder auch einen<B>V-</B> oder Sternmotor bilden. Die Maschine kann als Vergaser- oder als Einspritzmotor betrieben werden, wobei mit Fremdzündung oder mit Selbstzündung gearbeitet werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zweitakt-Brennkraftmaschine mit Gleich stromspülung mit wenigstens einem Arbeits zylinder, auf dessen Arbeitskolben ein Steuer rohr angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Innern des Steuerrohres ein Steuerkol ben vorhanden ist, der in Abhängigkeit von der Bewegung des Arbeitskolbens so gesteuert ist, dass die Austrittsöffnungen für die Ver brennungsgase eher als die Eintrittsöffnungen für die Frischgase öffnen und auch früher schliessen als diese.UNTERANSPRÜCHE 1. Zweitakt-Brennkraftniaschine nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die im Steuerrohr vorhandenen Öffnungen für den Austritt der Verbrenniungsgase und in der Zylinderwandung vorhandene Überström- kanäle für den Einlass der Frischgase in den Arbeitsraum des Zylinders eingerichtet sind.2. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gleichmässig am Um fang des Zylinders verteilten Überströmkanäle symmetrisch zu einer Ebene angeordnet sind, auf deren Höhe sich ein Frischgaseinlassstut- zen befindet. 3. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerkolben mittels eines Hebelsystems mit dem Arbeitskolben einerseits und dessen Pleuel anderseits in Wirkverbindung steht.4. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine am Steuer kolben aasgelenkte Schubstange gelenkig mit einem schwenkbar am Arbeitskolben gelager ten übersetzungshebel verbunden ist, der seinerseits über einen Lenker mit einem starr am Pleuel befestigten Arm in Verbindung steht.5. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerkolben mittels einer Zahnradübersetzung und eines Hebel systems mit dem Arbeitskolben und dessen Pleuel in Wirkverbindung steht.6. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Pleuel mit einem zu seiner Schwenkachse koaxialen Zahn radsektor starr verbunden ist, der in ein klei neres, am Arbeitskolben drehbar gelagertes Zahnrad eingreift, welches einen starr an ihm befestigten, über eine als Lenker ausgebildete Schubstange mit dem Steuerkolben in 'Verbin- dung stehenden Schwenkarm aufweist.
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