CH293199A - Verfahren zur Warmbehandlung von Blechbändern. - Google Patents
Verfahren zur Warmbehandlung von Blechbändern.Info
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Description
verfahren zur Warmbehandlung von Blechbändern. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Warmbehandlung von Blechbändern.
Es ist bekannt, Blechbänder durch Erhit- zungs- und anschliessend durch Kühlvorrich tungen laufen zu lassen, um auf diese Weise das Blech zu härten. Auf dieselbe Weise kann man das bandförmige Blech natürlich auch wieder anlassen.
Bei diesem Vorgehen verwirft sich aber das Blech fast immer, selbst dann, wenn es durch am Ein- und Auslauf der Erhitzungs- oder Kühlvorrichtungen angeordnete Klemmwal zenpaare in bekannter Weise während des Glühens oder Abschreckens unter Spannung gehalten wird. Ein auf diese Weise gehärtetes oder angelassenes Blech muss stets anschlie ssend einem zeitraubenden und umständlichen mehrfachen Richtprozess unterworfen werden.
Bei dem- Verfahren der Erfindung wird demgegenüber dadurch ein durchgehend ge härtetes bzw. angelassenes dünnes Blech er zeugt, welches nach der Wärmebehandlung nicht mehr oder bei erhöhten Ansprüchen höchstens einmal gerichtet zu werden braucht, dass das bewegte Blechband beidseitig eines quer zur Bewegungsrichtung angeordneten, durch Glüh- und unmittelbar anschliessende Abschreckmittel erzeugten Härtungsgürtels Druekorgane durchläuft, die diesem Gürtel so nahe gerückt sind,
wie das die Temperatur des Blechbandes ohne Eintritt einer Walz- wirkung durch den Druck der Druckorgane auf das Blech zulässt und die den jeweils der Härtung unterworfenen Blechbandteil unter mechanischer Spannung halten.
Hierbei bestehen die Glühmittel vorzugs weise aus Gasbrennern und die Abschreckmit- tel aus Spritzdüsen, da sich hiermit die schmalsten Zonen erzielen lassen. In gleicher Weise können auch für das Anlassen solche Gasbrenner vorgesehen sein, die dann den Abschreckmitteln in der Bandbewegungsrich tung naehgeschaltet sind.
Die Druckorgane können, wie an sich zum Spannen von Blechbändern während der Wärmebehandlung bekannt, aus Walzenpaa ren bestehen. Vorzugsweise bestehen sie jedoch aus zwei abwechselnd hin und her gehenden Klemmzangen, die durch eine Phasenverschie bung in ihrer Bewegung das Blechband zu gleich einer mechanischen Spannung unter werfen. Mit solchen Klemmzangen kommt man näher an die Glüh- und Abschreckzone heran als mit Walzen.
Für besonders hohe Anforderungen an die Planheit des Bleches kann einer Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens der Erfindung noch eine Blechrichtmaschine nach- und gege benenfalls vorgeschaltet werden.
In der Zeichnung ist das Verfahren gemäss der Erfindung an Hand zweier Ausführungs beispiele von Vorrichtungen schematisch dar gestellt, und zwar zeigt Fig.l die Seitenansicht des ersten Aus führungsbeispiels einer Vorrichtung mit För- derrollen und einer Vor- und Fertigricht- masehine, Fig. 2 die Seitenansicht des zweiten Aus führungsbeispiels mit Förderklemmen,
Fig. 3 bis 5 die Seitenansicht der Förder- klemme gemäss Fig. 2 in drei weiteren Arbeits stellungen und Fig. 6 und 7 die Vorderansicht und Drauf sicht einer Förderklemme.
Die eigentliche Härtevorrichtung besteht, aus den Brennern 1 und 2 und den Wasser düsen 3 und 4, die bei beiden Ausführungs beispielen über und unter dem in Pfeilrich tung A laufenden Blechband 5 über die ganze Breite desselben angeordnet sind. Hinter den Wasserdüsen 3 und 4 können Brenner 6 und 7 angebracht sein, mit denen das Band 5 zweclzs Anlassens nach dem Abschrecken von neuem, aber schwächer erwärmt wird.
Jeder der Brenner 1, 2, welche das Band 5 auf Härtetemperatur erhitzen sollen, hat. in bekannter Weise eine Cxas- und eine Luft leitung. Die Kühlflüssigkeit, die den Dü sen 3, 4 zugeleitet, wird, kann anstatt Wasser ; auch Öl oder eine andere für das Abschrecken des Blechbandes geeignete Flüssigkeit. sein.
Die Fördereinrichtung wird beim ersten Ausführungsbeispiel durch Rollen 8 und 9 und beim zweiten durch Klemmen 10, 12 und 11, 13 gebildet.
Beim ersten Ausführungsbeispiel ist ausser dem eine Vorrichtmasehine 14 mit Richtwal= zen 16 der Härtevorrichtung und den Förder- rollen 8 und 9 vor- und eine Fertigrichtma- sehine 15 mit Richtwalzen 17 nachgeschaltet.
Die Richtwalzen 17 der letzteren und die Förderwalzen 9 haben je nach der Spannung, mit der das Band 5 zwischen den Bren nern 1, 2 und den Wasserdüsen 3, 4 hindurch wandern soll, eine mehr oder weniger grosse Voreilung um einen konstanten Drehwinkel gegenüber den Richtwalzen 16 der Vorricht- maschine 14 und den Förderwalzen B.
Die Vorrichtmaschine 14 hat dabei in erster Linie den Zweck, das Blechband 5 schon mög lichst ausgeebnet zwischen die Brenner zu bringen. Das Fertigrichten besorgt die Rieht- znasehine 15 nach dem Härten und Anlassen des Bandmaterials.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel ist die Wirkungsweise der Förderklemmen 10, 11 bzw. 12, 13 folgende Das beispielsweise nach Fig. 2 das Band 5 gerade fördernde Klemmenpaar 11 und 13 ist geschlossen, fasst also das Band 5 und fördert es mit stets gleichbleibender Geschwindigkeit in Richtung A. Bevor nun die Klemmen 11 und 13 ihre Förderbewegung beenden, haben die Klemmen 10 und 12 ihre Anfangsstellung links erreicht, mit, der Umkehr begonnen und fassen nach Beschleunigung auf die konstante Fördergeschwindigkeit das Band 5, um es für kurze Zeit zusammen mit den Klemmen 11 und 13 zu fördern (Fig. 3).
Daraufhin öffnen sich die Klemmen 11 und 13, werden in ihrer Geschwindigkeit abgebremst, kehren nach Er reichen ihrer Endstellung rechts um (Fig.4) und machen sieh auf den Rückweg, um nach nochmaliger Umkehr nach Erreichen ihrer Anfangsstellung links wieder auf Förderge schwindigkeit beschleunigt das Band 5 zu fassen und für kurze Zeit zusammen mit den Klemmen 10 und 12 (Fig.5) das Band 5 weiter zu bewegen, worauf sich diese Klem men 10 und 12 öffnen, so dass die Klemmen 11 und 13 allein die Weiterförderung des Ban des 5 besorgen, während die Klemmen 10 und 1.2 dieselben wie für die Klemmen 11 und 13 bereits beschriebenen Bewegungen ausfüh ren,
so dass für eine stets konstante Förder- geschwindigkeit gesorgt ist.
Die Förderklemmen 10, 11 und 12, 13 kön nen, wie aus Fig. 6 und 7 ersichtlich ist, auf hydraulische Weise geöffnet und wieder in Klemmstellung gebracht werden.
Um auch bei dieser Fördereinrichtung das Bleehstüek 5 beim Durchtritt zwischen Bren nern und Düsen etwas zu spannen, haben die Klemmen 1.2 und 13 gegenüber den Klemmen 10 und 11 die zur Erreichung der gewünschten Spannung erforderliche Voreilung um eine konstante Wegstrecke. Die hin und her gehende Bewegung der Klemmen kann in be kannter Weise entweder mittels einer Gleieh- la.ufhydraulik oder auf mechanischem Wege mittels Kurvensteuerung erzeugt werden, wo bei darauf zu achten ist, dass eine völlig gleichmässige Weiterförderung des Blechban des 5 erreicht wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Warmbehandlung von lau fenden Blechbändern, dadurch gekennzeich net, dass beidseitig eines quer zur Bewegungs richtung angeordneten, durch Glüh- und unmittelbar anschliessende Abschreekmittel erzeugten Härtungsgürtels Druckorgane auf das laufende Band einwirken, die diesem Gürtel so nahe gerückt sind, wie dies die Tem peratur des Blechbandes ohne Eintritt einer Walzwirkung durch den Druck der Druck organe auf das Blech zulässt und die den jeweils der Härtung unterworfenen Blech bandteil unter mechanischer Spannung halten. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühmittel aus Gas- brennern (1, 2) und die Abschreckmittel aus Spritzdüsen (3, 4) bestehen. 2. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Anordnung von Brennern in der Blechbewegungsrichtung hinter den Düsen des Abschreekmittels zur Erzeugung einer Anlasszone. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Blechbandführung zwei abwechselnd hin und her gehende Klemm paare (11, 13 und 10, 12) vorgesehen sind, die durch eine Phasenverschiebung in ihrer Be wegeng das Blechband zugleich einer mecha nischen Spannung unterwerfen. 4. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine dem Härtegürtel nach- und vorgeschaltete, als Spann- und Förder mittel dienende Blechrichtmaschine.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH293199D CH293199A (de) | 1950-07-13 | 1951-06-19 | Verfahren zur Warmbehandlung von Blechbändern. |
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- 1951-06-19 CH CH293199D patent/CH293199A/de unknown
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