CH267673A - Verfahren und Vorrichtung zur Erzielung eines Finish auf krumpffreien Textilgeweben. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Erzielung eines Finish auf krumpffreien Textilgeweben.

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CH267673A
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C15/00Calendering, pressing, ironing, glossing or glazing textile fabrics
    • D06C15/02Calendering, pressing, ironing, glossing or glazing textile fabrics between co-operating press or calender rolls

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Erzielung eines Finish auf krumpffreien Textilgeweben.    In neuerer Zeit. hat sieh mehr und mehr  das Bedürfnis nach krumpffreien Textil  geweben     gezeigt.        -Man    kennt bereits zahlreiche  Verfahren,     iriri    Gewebe, sei es auf mecha  nischem, sei es     auf        chemischem    Wege, mehr  oder minder krumpffrei zu machen.

   Die dabei  erzielte     Krumpffreiheit    wurde jedoch zu  einem Teil wieder eingebüsst, wenn das aus  vegetabilischen Fasern oder     Celluloseregene-          ratfasern    bestehende Gewebe zwecks Erhö  hung seiner     llarktfä.higkeit    noch einer Na  landerbehandlung     unterworfen    wurde. Die       Kalanderbehandlung    besteht. darin, dass man  das Gewebe durch ein     Walzensystem    unter  mehr oder minder hoher Gewichts- oder     liv-          drauliseher        Druckbelastun--    führt.

   Durch  eine solche     Kalanderbehandlung        wird    der  Ware ein mehr oder minder starker Glanz  (Finish) verliehen; gleichzeitig findet aber  auch eine unerwünschte     Längung    der Ware  statt. Diese     @ä        ngung    tritt. bei allen     Druek-          Kalandersysteineir    ein, auch bei     Kalandern     mit elastischen, aus Gewebelagen oder Pa  pierblättern gepressten Walzen oder auch in       Kalandern,    bei welchen, die Ware     in    mehr  fachen Lagen durch die Walzenfuge geführt  wird.  



  Auch die Führung von krumpffrei vor  gearbeiteter Ware durch sogenannte     Kalander     ohne     Druek,    wie solche z. B. in der Appretur  zum     Kalandrieren    von Geweben     aus    regene  rierter Zellulose, z. B. von     Kunstseiden-          geweben,        zurr    Erzielung eines weichen     Griffes     ohne Erhöhung des Glanzes verwendet wer-    den,     er"ibt    nicht einen     Endglanz    ohne     Län-          gung    der Ware.

   Unter     Kalander    ohne Druck  werden bekanntlich solche verstanden, bei  welchen die z. B. mit elastischer Oberfläche  aus Papier oder Gewebe     ausgestatteten    Wal  zen ohne besondere Gewichts- oder hydrau  lische Belastung bloss durch ihr Eigen  glewieht aufeinander rollen. Mithin steht auch  hier die durch die     Kalanderfuge        geführte     Gewebebahn unter dem     Druck    des Gewichtes  der Oberwalze, das ist unter einem Druck, der  eine     Längung    einer     kraimpffrei    vorgear  beiteten -Ware herbeiführt.  



  Man hat bisher die Meinung vertreten,  dass Finish und     Kraimpffestigkeit    sich     gegerr-          seitig    ausschliessen.     Dadurch    kam es,     dass     eine     gefällig    aussehende Ware von ange  nehmem Glanz, die wirklich     krumpffest    ist,  bisher nicht auf den     -Markt    gelangte.  



  Es wurde nun festgestellt, dass das bis  her     herrschende        Vorurteil        ungerechtfertigt     war     und    dass es durchaus möglich ist, eine  praktisch     krunrpff'reie        -Vare    mit einem Finish  zu erzeugen, wenn man     gemäss    vorliegender       Erfindung    verfährt.  



  Nach der Erfindung wird die krumpffrei  vorgearbeitete Ware, welche aus     Zellulose-          oder        Zelluloseregeneratfasern    besteht, in fort  laufender Bahn mehrere Male zwischen zwei  Walzen eines     Kalanders        hindurehgeführt,    bei  welchem die Oberwalze nicht auf der Unter  walze lastet, sondern in einem solchen Ab  stand von letzterer gehalten wird, dass eine  Walzenfuge von einer Höhe besteht, die ge-           rade    ausreicht, damit das Gewebe unter     dein     Einfluss von Reibung von den Walzen mit  genommen     wird.    Es hat sich gezeigt,

   dass die  Ware dadurch keine     Längimg    erfährt und  eine     krumpffest    vorgearbeitete Ware bei der  vorstehend gekennzeichneten Behandlung  praktisch     diese_    Eigenschaft nicht verliert.  Dennoch wird aber ein mehr oder minder  intensiver Endglanz der Ware erzielt, der den       Marktwert    erheblich steigert.  



  Die ebenfalls Gegenstand der Erfindung  bildende Vorrichtung zur Ausführung des  Verfahrens weist ein mindestens eine ange  triebene Walze aufweisendes Walzenpaar, des  sen     Walzen        elastisch    nachgiebige Oberfläche  besitzen, auf, sowie eine Einrichtung, welche  gestattet, die Walzen     zwecks    Bildung einer  Fuge in einem einstellbaren Abstand zu hal  ten. Derartige     abstandhaltige    Einrichtungen  können z. B.     aus    Spindeln bestehen, welche  auf die vertikal verschiebbaren Lager der       obern    Walze einwirken, die im übrigen     -unter     Gewichtsbelastung, z.

   B. unter der Belastung  einer auf ihr liegenden polierten     Metall-valze     oder unter     hydraulischem    Druck stehen kann,  während die     untere    Walze direkt angetrieben  sein kann oder auf einer angetriebenen hoch  polierten Metallwalze aufruhen kann.  



  In der Zeichnung ist ein     Ausfühiuings-          beispiel    einer Vorrichtung nach der Erfin  dung zur Durchführung des     erfinduings-          gemässen    Verfahrens schematisch dargestellt.  



  1, 2 sind Walzen mit elastischer Ober  fläche, z. B. Walzen, die aus gepressten Ge  webelagen oder Papierblättern bestehen. Die  untere Walze 1 ist, mit ihrem Zapfen     7.'    in  lotrechter Richtung beweglich, in Seiten  schildern 3 eines     Kalandergerüstes    gelagert  und ruht auf einer in nicht gezeichneter  Weise angetriebenen Walze 4 mit polierter  Oberfläche auf, die mit ihren Zapfen 4' dreh  bar im Gestell 3 gelagert ist.

   Die obere Walze  2 ist mit ihrem Zapfen 2' in Lagern 5 gela  gert, die vertikal verschiebbar in den Seiten  schildern 3 geführt sind und von dem Kopf 6  je einer Spindel 7 getragen werden, die durch  ein Handrad 8 mittels Gewinde 9 in lot  rechter     Richtung    verstellt.     -werden    kann. 10    ist eine     Metallwalze    mit polierter Oberfläche,  die mittels ihrer     Zapfen    10'     vertikal        bewe;

  #-          lich    in den     Schildern    3 lagert und     demnach     durch ihr Gewicht auf der Walze 2     aufruht.     Das Gewicht der     Metallwalze    10 stellt jene  Kraft dar, die auf die Walze     \?    in der Rich  tung nach unten einwirkt und entgegen der  die obere Walze 2 von     der        untern    Walze 1  durch die Einrichtung 5, 6, 7, 8, 9 wegbewegt  werden kann. Von der z.

   B. aus einem       Wickel    11 bestehenden     Liefervorrichtun-,    für  das krumpffrei     vorgearbeitete    Gewebe 12  läuft letzteres zunächst durch einen     CTewebe-          kantenfühiulngsapparat    13, der bewirkt, dass  die Ware genau Lage auf Lage     durch    den  nicht längenden     Kalander    läuft, dann erst  malig durch die Fuge 14 zwischen den W     alzen     1 und 2,

   hierauf in fortlaufender Bahn noch  mals wiederholt durch diese     Fuge    und  schliesslich um die Walze     \'    zu einer     Aufroll-          vorrichtung    15 für das behandelte     Gewebe,     die mit einem die     Umfangsgescliwindigkeit     des Warenwickels in     Abhängigkeit    von der       Umfangsgesehwindigkeit    der Walzen 1,     \?    re  gelnden, an sich bekannten und in der     Zeieh-          nung    nicht. näher dargestellten Trieb ver  bunden ist..

   Zum     -wiederholten        Herumführen     des Gewebes in fortlaufender Bahn sind meh  rere Sätze 16, 17, 18,<B>19</B> von     Führungs-valzen     vorgesehen. Die Anzahl der Führungswalzen  je Satz ist um 1 kleiner als die Zahl der  durch die     Walzenfuge    14     hindurchgeführten     Gewebelagen.

   Die     Fülii-Ling)swalzen    der Sätze  17 und 18 sind durch Federn 20     elastisch    ge  lagert, um ein     Längen    der     Ware        durch    Zug  zu verhindern.     Clegebenenfalls    kann zu die  sem Zwecke auch ein     Kompensationsgetriebe     vorgesehen sein, welches     dencli-vanhun@@en     der     Durchlaiifgesch-vincli\gl@cit    der Ware  Rechnung trägt.  



  Die mit einem     End-lanz        zui        versehende     Ware     -wird    in der     vorstehend        beschriebenen     und aus     der        Zeichnung        ersichtlichen    Weise in  die Vorrichtung     eingezogen;        dann    werden bei  angetriebener Walze 4     dm-eh        Drehen    der  Handräder 8 die Spindeln 7 und mit. diesen  die Lager 5 und die unter der Gewichtsbela  stung der Metallwalze 10 stehende Oberwalze      2 so weit gesenkt, bis diese und damit auch  das Gewebe mitgenommen wird.

   Auf diese  Weise erhält man eine Walzenfuge von einer  Höhe, die gerade ausreicht, damit, das Ge  webe     unter    dem Einfluss von Reibung von  den Walzen mitgenommen wird.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren zur Erzielung eines End- glanzes auf krumpffrei vorgearbeiteten Tex tilgeweben aus Zellulose- oder Zellulosere- generatfasern, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe in fortlaufender Bahn mehrere Male durch die zwischen zwei Walzen eines Kalanders gebildete Fuge von einer Höhe hindurchgeführt wird, die gerade ausreicht, damit das Gewebe unter dem Einfluss von Reibung von den Walzen mitgenommen wird.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch ein mindestens eine angetrie bene Walze aufweisendes Walzenpaar, dessen Walzen eine elastisch nachgiebige Oberfläche besitzen, sowie durch eine Einrichtung, wel che gestattet, die entgegen einer Kraft relativ voneinander wegbeweglichen Walzen zwecks Bildung einer Fuge in einem einstellbaren Abstand zu halten. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Walze des Walzenpaares auf einer angetriebenen glatten Metallwalze aufliegt, während die obere Walze in einem vertikal verschieblichen Lager lagert -und durch eine auf ihr auflie gende Metallwalze mit glatter Oberfläche be lastet ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch mehrere Sätze von Leit- rollen für die Textilgewebebahn zum wieder holten Weg-, Zu- und Durchführen derselben von der, zur und durch die Walzenfuge, wobei die Leitrollen mindestens eines Satzes elastisch nachgiebig gelagert sind.
CH267673D 1947-03-19 1947-03-19 Verfahren und Vorrichtung zur Erzielung eines Finish auf krumpffreien Textilgeweben. CH267673A (de)

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